Nightweaver
Der Romantic Fantasy Bestseller aus den USA: Fluch der Karibik meets Downton Abbey
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Nightweaver
Ich weiche nicht zurück, als seine Lippen meinen Handrücken berühren, und die Welle der Ruhe strömt durch meine Hand, warm und angenehm. Er sieht zu mir auf und in seinen grünen Augen tanzen goldene Feuerfunken. »Verzeih mir, ich habe nicht nach deinem Namen gefragt.«
Eine stürmische Nacht im Westlichen Meer, eine dramatische Seeschlacht: Bei einem überwältigenden Angriff wird Asters geliebter Bruder Owen von einem Nightweaver ermordet. Die Nightweaver sind ursprünglich heilige Wesen aus einem höheren Reich und mit ungezähmter Macht über die Elemente verflucht. Seit sie vor sechshundert Jahren die Kontinente für sich beanspruchten, haben sie das Meer immer in Frieden gelassen, sodass die hohe See als sicherer Zufluchtsort für die Menschheit geblieben ist – auch für die siebzehnjährige Aster und ihre Familie. In dieser Nacht verliert Aster nicht nur ihr Zuhause und ihren Bruder, sondern muss auch erkennen, dass es Monster gibt, die schlimmer sind als Nightweaver, schlimmer als ihre schrecklichsten Albträume. Sie verschlingen Menschen und stehlen ihre Seelen. Die Familie wird gefangengenommen, doch statt sie ihrem Schicksal als Sklaven zu überlassen, verspricht ein gut aussehender Nightweaver namens Will ihnen Schutz und Arbeit auf seinem prunkvollen Anwesen. Aster hat geschworen, dass sie alles tun wird, um den Tod ihres Bruders zu rächen, auch wenn sie sich dazu vielleicht mit ihrem größten Feind verbünden muss. Aber kann sie dem mysteriösen Nightweaver Will wirklich vertrauen?
Düster, gefährlich, spannungsgeladen und mit dem gewissen Knistern – Perfekter Romantic-Fantasy-Lesestoff mit den Tropes forbidden love, enemies to lovers, forced proximity, morally grey heroes
Alle Bände der Nightweaver Saga:
Band 1: Nightweaver
Band 2: Starchaser
Band 3: Cursebreaker (erscheint im Herbst 2026)
Die Bände sind nicht unabhängig voneinander lesbar.
Bibliografische Daten
1. Auflage
R. M. Gray
R. M. Gray lebt mit ihrem Mann und ihren zwei riesigen Hunden in Texas und liebt es, Geschichten über Piraten, Magie, Mystisches und alles Fantastische zu schreiben. Sie ist eine selbst ernannte Expertin im Pfeifen und eine gewissenhafte Lichtschwert-Sammlerin; sie verbringt ihre Tage damit, zu viel Earl-Grey-Tee zu trinken, alte Cartoons wieder und wieder anzuschauen und sich neue Wege auszudenken, wie sie Lesenden das Herz brechen kann.
Doris Attwood
Doris Attwood ist Diplom-Übersetzerin. Nach ausgedehnten Reisen durch Neuseeland und Kanada nach ihrem Studium arbeitet sie nun seit vielen Jahren als freiberufliche Übersetzerin. Am liebsten übersetzt sie Kinderbücher und YA-Romane, aber auch Filmuntertitel, Drehbücher und Reiseführer. In ihrer Freizeit liest sie gern, genießt auf Trekking- und E-Bike-Touren mit ihrem Mann die Natur oder erkundet mit Freund:innen auf Städtetrips die nähere und weitere Umgebung.
2 - 10 von 97 Leserstimme
Piraten Yoho!
Es geht hier um eine junge Frau, die zwischen zwei Welten gefangen ist: einer brutalen, gesetzlosen Piratenvergangenheit und einer gefährlichen Welt aus Macht, Intrigen und dunkler Magie.Als ihre Vergangenheit sie einholt, muss sie sich nicht nur gegen äußere Feinde behaupten, sondern auch gegen die Schatten in sich selbst – und entscheiden, wem sie trauen kann, während Verrat und verborgene Kräfte ihr Schicksal bestimmen.Dinge die ich besonders geliebt habe waren der angenehme Schreibstil und das einfach unfassbar geile Setting! Ich meine...Oh mein Gott! Piraten? Hab so lange ncihts mit Piraten gelesen und war einfach verliebt! :D Hab so ein bisschen Fluch der Karibik Vibes bekommen :DCool war auch dass man direkt mitten im Geschehen startet und nicht erst 100 Seiten Einleitung durchleben muss!Tja... ansonsten... Ich will halt nciht spoilern :D Also die Charaktere sind nice, es ist recht düster gehalten in der Atmosphäre und ich mags, dass die Protagonisstin stark ist. Weinerliche Protas nerven so unfassbar dolle! In der Mitte vom Buch hat es dann kurz mal nachgelassen, da ist leider einfach viel zu wenig passiert... Sonst echt super! Ich hätte das Buch vom Cover her ja nie gekauft, weil es zwar hübsch aussieht, aber mich einfach nicht wirklich angesprochen hat im Laden... Hätte es meine beste Freundin nicht als Buch für eine Verlosung auserkoren gehabt, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, mir das auch mal anzuschauen :D
Nichts für schwache Nerven
Nightweaver ist nichts für schwache Nerven.Eine Geschichte, die ich so nicht erwartet habe und die mich mit jeder Seite mehr in ihren Bann gezogen hat.„Downton Abbey trifft Fluch der Karibik“ – so wird das Buch beschrieben, und die Atmosphäre passt tatsächlich perfekt in diese Richtung.Aster Oberon verbringt ihr Leben gemeinsam mit ihrer Familie auf hoher See. An Land können sie nicht mehr leben, denn monströse Kreaturen – die sogenannten Nightweaver – haben die Menschheit vertrieben und das Land erobert. Doch in einer verhängnisvollen Nacht wird alles anders: Sie werden angegriffen und enden schließlich als Gefangene auf dem Anwesen einer adligen Nightweaver.Was mich besonders gefesselt hat, ist die gesamte Idee rund um die Welt der Nightweaver und das düstere Setting, in das man als Leser hineingeworfen wird. Man startet mit gewissen Erwartungen – und wird dann von den unerwarteten Wendungen komplett überrascht.Wer hier eine seichte Liebesgeschichte erwartet, ist definitiv fehl am Platz. In dieser Welt verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse, während Aster verzweifelt um ihr Überleben kämpft.Die Nightweaver selbst sind durch ihre Komplexität keine klassischen Bösewichte. Einst waren sie heilige Wesen, die auf die Erde verbannt wurden. Erst im Laufe der Handlung erschließt sich nach und nach die Wahrheit über ihre Welt, was der Geschichte eine besondere Tiefe verleiht.Wortgewandt, spannend und magisch – für mich war „Nightweaver“ ein großartiges Leseerlebnis und zählt schon jetzt zu meinen Favoriten in diesem Jahr.⭐️ 5 von 5 Sternen
Piraten an Land
In diesem Buch geht es um Aster, die mit ihren Geschwistern als Piratin aufgewachsen ist. Ihre Vorfahren mussten vor den Nightweavern aufs Meer fliehen und da lebte sie nun mit ihren Eltern und ihren sechs Geschwister. Bis sie eines Tages (oder nachts? Bin nicht mehr sicher...) von einem anderen Schiff angegriffen wurden. Ihr Bruder kam dabei ums Leben, sie und der Rest der Familie wurde gefangen genommen und sollte fortan an Land als Hausangestellte bei einer Nightweaver-Familie arbeiten. Aster wäre nicht die Heldin der Geschichte, wenn sie ihren Bruder nicht rächen wollen würde. Und es wäre keine Romantasy, wenn es nicht den gutaussehenden Feind gibt, der anscheinend gar nicht so böse ist, wie alle immer denken. In diesem Fall heißt er Will. Die Geschichte nimmt also ihren Lauf...Beschrieben wird das Buch als Fluch der Karibik trifft auf Downton Abbey. Fluch der Karibik hab ich ja sowas von mega geliebt! War im übrigen auch der Grund, warum ich das Buch als Rezensionsexemplar haben wollte 😅 Mit Downton Abbey bin ich einfach nie warm geworden. Und ich hab es echt mehrmals versucht, bin aber leider nie über die zweite Folge hinausgekommen, was mich fast dazu gebracht hätte, das Buch doch nicht zu wollen...So, das war ein kleiner Exkurs in den Bereich Film😂 Also, was hat Nightweaver mit den beiden meiner Meinung nach zu tun? Nicht sooo viel tatsächlich 😅 Ja, die Familie Oberon (finde den Nachnamen übrigens echt cool) sind anfangs Piraten. Sie leben auf ihrem Schiff, rauben andere aus und betreten das Land nur sehr selten. Aber das ist nur sehr kurz. Natürlich gibt es da auch diesen Fluch, der auch ein bisschen an Fluch der Karibik erinnert, aber ansonsten scheint die Geschichte zu zivilisiert für einen Vergleich mit den Filmen. Und Downton Abbey? Ich kann nur aus den ersten Episoden berichten und da muss ich sagen... Das Buch ist hundertmal spannender und interessanter! Ja, sie leben in diesem großen Herrenhaus mit riesigem Grundstück, aber mehr Ähnlichkeiten kann ich nicht wirklich erkennen...Abschließend sage ich einfach mal: Es ist ein super interessantes und spannendes Buch, es hat sehr schöne Momente gegeben, ich habe die Idee total geliebt, es war eigentlich etwas ganz neues. Endlich mal wieder. Teilweise (aber im Nachhinein tatsächlich recht wenig) war es mir zu viel fantasy. Es hatte so nen Touch von high fantasy an manchen Stellen. Und ich mochte Will nicht... Aber das lasse ich einfach mal so stehen, weil es ist Geschmackssache und es gibt ja bekanntlich (und vor allem in letzter Zeit, da es in der Literatur so beliebt wurde) viele, die auf solche Typen stehen...
Starke Welt, kleine Schwächen
Nightweaver hat mich vor allem wegen seiner düsteren Stimmung und der spannenden Grundidee neugierig gemacht – und genau das bekommt man auch. Die Welt ist geheimnisvoll, teilweise richtig unheimlich und hat mich definitiv in ihren Bann gezogen.Besonders gut gefallen hat mir das Setting. Die Autorin baut die Welt nach und nach auf, ohne einen direkt mit Infos zu überfluten, und man entdeckt immer wieder neue Details. Diese dunkle, leicht bedrohliche Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch und macht einfach Lust weiterzulesen.Mit der Protagonistin bin ich allerdings nicht so richtig warm geworden. Statt mitzufiebern, hat sie mich stellenweise eher genervt, weil ich viele ihrer Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte. Da hätte ich mir einfach mehr Tiefe oder Entwicklung gewünscht, um eine stärkere Verbindung zu ihr aufzubauen.Die Handlung an sich ist spannend und hat echt gute Ansätze, auch wenn es zwischendurch ein paar Längen gibt. Vor allem in der Mitte zieht es sich ein bisschen, aber es kommen immer wieder interessante Momente, die einen dranbleiben lassen.Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und passt gut zur düsteren Stimmung des Buches. Man kommt schnell durch die Seiten, auch wenn mich die Story nicht durchgehend komplett gepackt hat.Von mir gibt es 4 von 5 Sternen
Tolles Buch mit super Setting!
Das Cover ist unglaublich schön gestaltet und lädt schon dazu ein zum Buch zu greifen. Besonders spannend fand ich außerdem das Setting mit den Piraten, was man sonst einfach nicht so oft hat. Auch die anderen vorkommenden Kreaturen im Buch sind düster und passen perfekt zum Stil und der Atmosphäre des Buches. Auch wenn ich den Einstieg in das Buch etwas schwierig und holprig fand, so nahm die Geschichte von Aster in ihrem neuen „Zu Hause“ doch langsam Fahrt auf. Dabei war vor allem die Entwicklung ihrer Beziehung zu den anderen Charakteren interessant. Insbesondere natürlich zu Will. Dabei wurde das Worldbuilding super aufgebaut und die Charaktere sind mir ebenfalls sehr sympathisch geworden. Die Geschichte hat sich nach und nach immer mehr aufgebaut und hat mich dann doch ziemlich gefesselt und so manche Wendung mit sich gebracht. Ich bin am Ende sehr gespannt zurückgelassen worden, was meine Vorfreude auf Band 2 nur noch vergrößert.
Reise
Eine fesselnde Reise in die DunkelheitMit „Nightweaver – Die Nightweaver Saga 1“ entwirft R. M. Gray ein atmosphärisches Romantic-Fantasy-Epos, dass den Leser sofort in die stürmischen Fluten des westlichen Meeres zieht. Die Geschichte von Aster, die nach einer verheerenden Seeschlacht alles verliert, besticht durch eine Welt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.Besonders faszinierend ist die Dynamik zwischen Aster und dem geheimnisvollen Will. Die Autorin spielt meisterhaft mit dem Trope Enemies-to-Lovers.Das Knistern zwischen der rachsüchtigen Protagonistin und dem „Morally Grey“ Helden, ist fast greifbar. Die Nightweaver einst heilige Wesen, nun machtvolle Elementar-Beherrscher sind keine klassischen Antagonisten, was der Handlung eine spannende psychologische Tiefe verleiht.Die düstere Grundstimmung wird durch eine stetig wachsende Bedrohung ergänzt, die weit über das bekannte bild hinausgeht. Wer packende Worldbuilding-Elemente und eine Liebe sucht, die so dunkel und verführerisch wie der Ozean ist, wird dieses Buch nicht aus der Hand legen können.
Eine wilde Piratin
Nightweaver von R. M. Gray hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Schon das Cover ist ein echter Hingucker. Die Farbkombination aus Schwarz und Blau wirkt sehr mysteriös und passt gut zur Atmosphäre der Geschichte. Besonders schön finde ich, dass der Dolch auf dem Cover nicht nur ein dekoratives Element ist, sondern im Verlauf der Handlung auch tatsächlich eine Rolle spielt. Ich mag es sehr, wenn das Cover einen Bezug zum Inhalt hat.Die Hauptperson der Geschichte ist die Piratin Aster Oberon. Sie ist wild, mutig und hat einen starken eigenen Willen. Als ihre Familie von einem Nightweaver gefangen genommen wird, gerät sie in eine gefährliche Situation. Die Nightweaver gelten seit Jahrhunderten als ihre Feinde, haben sie vom Land vertrieben und zum Piratendasein gezwungen. Doch im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass vieles von dem, was man ihr über sie erzählt hat, nicht der ganzen Wahrheit entspricht.Besonders interessant fand ich, wie sich Aster mit diesen neuen Erkenntnissen auseinandersetzen muss. Sie bleibt lange trotzig und weigert sich, ihre Einstellung zu ändern, selbst als sie Gefühle für ihren Retter entwickelt. Diese innere Spannung macht die Figur sehr lebendig.Die Handlung ist insgesamt sehr aufregend. Es passiert ständig etwas und die Geschichte bleibt durchgehend spannend. Allerdings war es für mich stellenweise etwas unübersichtlich. Es gibt neben den Nightweavern noch andere übernatürliche Wesen und nicht immer war ganz klar, welche es genau gibt, in welche Körper sie schlüpfen können und wie man sie erkennt oder tötet.Mit etwas mehr Übersicht in der Weltbeschreibung hätte mir das Buch noch besser gefallen. Trotzdem ist es eine spannende Geschichte mit einer starken Hauptfigur und vielen Wendungen, deshalb vergebe ich gute vier Sterne.
Coole, mysteriöse Story
Aster Oberons Familie lebt auf dem Meer. Als Piraten meiden sie das von den bösartigen Nightweavern besetzte Land so gut wie möglich. Bei einem nächtlichen Angriff kommt jedoch nicht nur Asters Bruder Owen ums Leben, sondern der ganze Oberon-Clan gerät in Gefangenschaft. Doch der Nightweaver William verhindert ein Dasein als Sklaven und bietet den Oberons eine Arbeit auf dem Anwesen seiner Familie an. Kann man dem Feind wirklich trauen?Das Cover ist gelungen, die Kombination der blauen Symbole auf schwarzem Hintergrund erzeugt eine mysteriöse Stimmung, wozu auch die Schriftart wunderbar passt. Der Schreibstil ist locker und gleichzeitig sprachgewaltig, man kann sich die Geschehnisse und die Welt drumherum sehr gut vorstellen. Bereits der Einstieg ist äußerst spannend und man möchte das Buch gar nicht mehr weglegen. Die Atmosphäre ist schön düster und die Regeln dieser Welt sind auch ohne große Erklärungen verständlich. Aster ist oft ein bisschen nervig, weil sie sich in ewig in ihren Gedanken beschwert und sich übermäßig kindisch verhält. Das bessert sich zum Glück im weiteren Verlauf. Überraschende Wendungen und Geheimnisse halten den Spannungsbogen oben. Was ich schade finde: Nur der Anfang spielt auf dem Meer und man liest sonst nichts vom gefährlichen Piratenleben, da hätte ich mir mehr gewünscht.Eine fesselnde und düstere Fantasy-Geschichte, die ruhig viel mehr Piraten auf dem Meer vertragen hätte. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung. 4 Sterne
Wellen, Dunkelheit und verlorene Träume
„Es gibt eine Zeit zum Kämpfen und es gibt eine Zeit zum Überleben.“Der Anfang von “Nightweaver“ katapultiert einen direkt ins Geschehen. Schlag auf Schlag ziehen einen die ersten Seiten in die Welt von Aster hinein. Viele Namen, viele Figuren, einiges an Informationen - aber alles nur angerissen, sodass man sich zunächst selbst orientieren muss. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, komplett allein gelassen zu werden. Die wichtigsten Figuren werden früh eingeführt und auch erste Informationen über die Welt werden angenehm in die Handlung eingestreut, ohne dass es direkt überladen wirkt.Genau dieser schnelle Einstieg hat mir zunächst wirklich gut gefallen. Es hat sich so stark nach Meer, Schiffen und Abenteuer angefühlt - sodass ich jedenfalls sofort bereit war, an Bord zu gehen.Ein wenig wurde ich dann jedoch überrascht - oder vielleicht auch leicht enttäuscht - denn ich hatte mir erhofft, dass sich ein größerer Teil der Geschichte wirklich auf See abspielt. Dass wir auf den Wellen unterwegs sind, wir mitgerissen werden, das Schiff unter unseren Füßen schwankt, die See tobt und wir uns mitten im Sturm behaupten müssen. Doch tatsächlich spielt nur der Anfang richtig auf dem Wasser und an Bord - kein Kielwasser, das unsere Kleidung durchnässt und keine erbarmungslose Sonne, die unser Gesicht zusätzlich zum rauen Wind wetterhart gerbt.Danach verbringen wir deutlich mehr Zeit an Land - oder zumindest auf einem Land, das sich für jemanden, der sein Leben lang nur die Bewegungen des Meeres kennt, immer noch ungewohnt schwankend anfühlt. Auch wir schwanken in diese neue Welt hinein, mit vielen Eindrücken.Hat das der Geschichte geschadet? Nicht wirklich. Es war eher meine eigene Vorstellung davon, wo die Reise hingehen würde. Und gerade das ab und an Einstreuen der Geschichten ihres Lebens an Bord und das Ende des Buches haben meine Hoffnung auf ein wenig Me(e)hr - im wahrsten Sinne des Wortes - dann doch wieder aufleben lassen.„Sie schenkt mir ein herzzerreißendes Lächeln, so voller Enttäuschung, wie sie nur jene kennen, die es jemals gewagt haben zu träumen.“Sehr viel Freude hatte ich am Schreibstil der Autorin. Die Formulierungen sind atmosphärisch und tragen einen angenehm durch die Geschichte. Auch mit vielen der Charaktere hatte ich Spaß - wobei ich mir bei einigen hier und da noch etwas mehr Tiefe gewünscht hätte. Allerdings begegnen uns auch sehr viele Figuren, viele Namen und Familienverbindungen, die ihren Platz in der Geschichte haben und ihre Rollen spielen müssen, wollen und sollen. Umso dankbarer war ich für die Namensübersicht von Asters Familie am Anfang des Buches, denn selbst gegen Ende der Geschichte habe ich dort immer mal wieder nachgeschaut, wer genau nochmal dazu gehört - und auch die Weltkarte hinten im Buch war für mich ein kleines Highlight - ich liebe Weltkarten!Und mein liebster kurzer Auftritt war übrigens ganz klar Captain Shade.Im Verlauf der Geschichte - besonders nach etwa der Hälfte - wurde der Plot für mich deutlich interessanter (wenn auch nicht allzu überraschend an mancher Stelle, aber an anderer dann doch auch wieder sehr erfrischend, gerade was Will betrifft).Der vordere Teil hatte stellenweise ein kleines Tief, auch wenn ich trotzdem nur so durch die Seiten geflogen bin und gar nicht richtig bemerkt habe, wie viel ich bereits gelesen hatte. Woran genau dieses Gefühl oder dieses vermeidbare Tief lag, kann ich gar nicht konkret benennen - irgendetwas hat mir kurzzeitig gefehlt, auch wenn der Lesefluss selbst nie ins Stocken geraten ist.Nach dem Beenden des Buches habe ich der Geschichte erst einmal ein paar Tage Zeit gegeben, um zu wirken. Mein anfängliches Gefühl, vielleicht ein wenig zu viel Aster erlebt zu haben - und sie kurzzeitig sogar an der Grenze dazu war, leicht ‚nervig‘ zu wirken - hat sich danach deutlich relativiert.Denn wenn man ihre Situation betrachtet, ergibt ihr Verhalten durchaus Sinn: Aster ist fast siebzehn Jahre alt, wird aus ihrem bisherigen Leben gerissen und findet sich plötzlich in einer Welt wieder, die sie aus Geschichten nur als bedrohlich kannte - sie muss mit Verlust, neuen Gefühlen, Geheimnissen, Ängsten und einer völlig neuen Realität umgehen - natürlich hinterlässt das Spuren - natürlich macht es einen unsicher, zerrissen, manchmal mutig und manchmal überfordert es einen. Und genau diese Zerrissenheit hat die Autorin für mich glaubwürdig dargestellt.Gerade deshalb freue ich mich und hoffe ich in den nächsten Bänden auf eine spannende Weiterentwicklung ihres Charakters - ebenso auf eine stärkere Ausarbeitung des angeteaserten Tropes „morally grey heroes“, der für meinen Geschmack hier noch nicht stark genug zur Geltung kam.Kurz nach dem Beenden des Buches war ich zunächst geneigt, “Nightweaver“ mit drei Sternen zu bewerten. Doch nachdem ich die Geschichte einige Tage habe sacken lassen und noch einmal darüber nachgedacht habe, bin ich letztlich bei vier Sternen gelandet.Denn der Kern der Welt, die Idee hinter der Geschichte und der Beginn von Asters Reise haben mich doch mehr beschäftigt, als ich zunächst gedacht hätte. Außerdem bin ich - ganz ehrlich - ein wenig in den Prinzen verliebt, in sein Auftreten und in seinen Charakter. Während ich Will dagegen nicht wirklich leiden kann oder eher: ihm absolut nicht vertraue.Auch die Intrigen, die Ungerechtigkeiten dieser Welt und die vielen offenen Fragen - auch über Asters Familie - haben mein Interesse geweckt. Aster selbst ist eine dieser offenen Fragen. Die Handlungen des Prinzen eine weitere. Die Kräfte und Wesen werfen weitere auf - und Will…Gerade weil noch so vieles ungeklärt ist und ich unbedingt mehr über die Beweggründe ihrer Eltern erfahren möchte, greife ich sehr gerne zu Band zwei - zumal es auch mindestens noch zwei weitere Charaktere gibt, die ich näher kennenlernen möchte.Wer sich also darauf einlassen kann, dass wir hier einer jungen Protagonistin folgen, deren Gedanken und Gefühle entsprechend geprägt sind, und wer Lust auf eine Fantasy-Geschichte mit Intrigen, Geheimnissen und einer Welt hat, die sich vermutlich erst noch vollständig entfalten wird, der könnte hier ein spannendes Leseabenteuer finden.Ich bin gespannt, wohin die Reise im nächsten Band führen wird und sehne mich jetzt schon nach dem Wind in meinen Haaren und dem Schwanken des Schiffes unter meinen Sohlen.
Düstere Fantasywelt
Das Buch Nightweave erschafft eine düstere und atmosphärische Fantasywelt, in der Magie, Macht und persönliche Schuld eng miteinander verwoben sind. Im Mittelpunkt steht eine Familie und eine Protagonistin, die zwischen Loyalität, Rache und dem Wunsch nach Freiheit hin- und hergerissen ist. Besonders stark ist die Stimmung des Romans: dunkle Städte, gefährliche Bündnisse und moralisch graue Figuren geben der Geschichte Tiefe. Der Schreibstil ist bildhaft und flüssig, wodurch man schnell in die Handlung eintaucht. Einige Wendungen wirken leicht vorhersehbar, doch die inneren Konflikte der Figuren halten die Spannung aufrecht. Insgesamt könnte mich Nightweaver gut unterhalten. Aufgrund des Covers hätte ich mich auf mehr Spannung und Action gefreut. Ich mag grundsätzlich nicht so gerne Geschichten auf dem Meer. Für Menschen, die das mögen ist das Buch perfekt.