Our Infinite Fates
In jedem ihrer Leben wurde Evelyn von ihrer großen Liebe getötet. Wenn sie den Fluch endlich brechen will, muss sie um jeden Preis verhindern, dass sie sich erneut verliebt ...
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Our Infinite Fates
Evelyn kann sich an jedes ihrer früheren Leben erinnern. Auch daran, dass sie in jedem einzelnen davon ihren 18. Geburtstag nicht erlebt hat – und schuld daran ist jedes Mal ihre große Liebe, der sie unerklärlicherweise nicht entrinnen kann. Nur dass sie ihr aktuelles Leben gerade sehr mag und, noch wichtiger, dass ihre Schwester sie für eine Knochenmarktransplantation braucht. Wenn sie ihre Schwester retten und den tragischen Verlauf ihrer Zeit und Raum überdauernden Liebesgeschichte aufhalten will, muss Evelyn:
- die Person finden, die sie seit Jahrhunderten in jedem Leben jagt,
- herausfinden, warum sie überhaupt gejagt wird, um den Fluch endlich zu brechen, und
- um jeden Preis verhindern, dass sie sich wieder ineinander verlieben …
Bibliografische Daten
1. Auflage
Laura Steven
Laura Steven stammt aus der nördlichsten Stadt Englands und hat Creative Writing an der Northumbria Universität in Newcastle studiert. Für ihre Werke im realistischen Jugendbuch und ihre Drehbücher erhielt sie bereits Preise und namhafte Förderungen. Wenn sie gerade nicht schreibt, läuft sie, liest dicke Fantasy-Wälzer, backt Cookies, spielt Schach oder blendet ihren Mann und Sohn aus, um ihre Stardew Valley Farm zu perfektionieren.
Michelle Landau
Michelle Landau hat Germanistik und Buchwissenschaft studiert. Nach einigen Jahren im Verlag hat es sie jedoch auf die schottische Isle of Skye gezogen, wo ihr die wilde Natur, ihre vier Hühner, drei Katzen und zwei Schafe nun Inspiration und Energie für ihre Arbeit als freie Lektorin und Übersetzerin schenken.
9 - 10 von 113 Leserstimme
Hundert Leben, eine Liebe, ein Schicksal
Evelyn kann sich an all ihre vergangenen Leben erinnern - und daran, dass sie nie ihren 18. Geburtstag erlebt. Jedes Mal stirbt sie durch die Hand der Person, die sie liebt. Doch dieses Mal will sie kämpfen, nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für ihre Schwester, die sie dringend braucht. Sie muss Arden entkommen oder ihn davon überzeugen, sie am Leben zu lassen.Die Geschichte springt zwischen der Gegenwart in Wales im Jahr 2022 und Evelyns früheren Leben hin und her. In jedem dieser Leben begegnet sie Arden wieder - mal als Mann, mal als Frau, an unterschiedlichen Orten der Welt und unter verschiedenen Umständen: arm oder privilegiert, behütet oder in Gefahr. Diese Perspektivwechsel bringen zwar Abwechslung, konnten mich aber nicht immer fesseln. Während der Handlungsstrang in der Gegenwart mich richtig mitgerissen hat, haben die Rückblicke für das große Ganze zwar eine Rolle gespielt, mich aber nicht so gepackt.Was mir besonders gefallen hat, ist der Schreibstil. Trotz der düsteren Grundidee gibt es immer wieder humorvolle Momente, die das Ganze auflockern, und zwischendurch schleichen sich ein paar kleine Lebensweisheiten ein. Evelyn mochte ich als Protagonistin sehr - sie ist entschlossen, clever und gibt nicht einfach auf. Mit Arden hatte ich dagegen so meine Schwierigkeiten. Anfangs werden für sie/ihn die Pronomen they/them verwendet, später dann plötzlich nicht mehr, was mich etwas im Lesefluss gestört hat.Man muss sich bewusst sein, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, das nicht allzu tief geht, aber gut unterhält. Das Ende hat mich zunächst nicht ganz überzeugt, das letzte Kapitel hat mich dann doch überrascht, berührt und mir ein Tränchen entlockt. Insgesamt ein schönes Jugendbuch mit einer spannenden Grundidee, einem Hauch Fantasy und einer starken Hauptfigur. Kein Pageturner, aber definitiv lesenswert!
Fesselnde Reise durch die menschliche Geschichte mit einer Liebe, die Jahrhunderte überdauert
Das Konzept des Buches ist wirklich interessant und deswegen hat es mich auch direkt so gecatched. Ich habe bisher noch keine ähnliche Geschichte gelesen, die in dieser Weise aufgebaut war. Das Besondere ist, dass sich Evelyn und Arden sich in jedem Leben lieben und Arden sie aber immer vor ihrem 18. Geburtstag umbringt. Somit wird man als Leser auf einer sehr spannenden Reise mitgenommen und kann viele verschiedenen Leben der beiden mitverfolgen. Dabei bleibt eine Frage bei jedem neuen Leben bestehen – Warum?Evelyn mochte ich von Beginn an sehr. Sie ist sehr empathisch und man merkt direkt, wie viel Mitgefühl und Liebe sie für alle Menschen um sich herum mitbringt. Arden wirkte auf mich noch mysteriöser und wahrscheinlich konnte ich zu ihm nicht so eine starke Bindung aufbauen, weil man alles nur aus Evelyns Sicht mitbekommt. Das Miteinander der beiden war für mich ebenfalls sehr fesselnd zu beobachten. Man merkt ihre tiefe Verbundenheit und Liebe zueinander, aber gleichzeitig existiert auch eine Abscheu und eine Anspannung, da sie sich immer wieder töten. Dieser Kontrast hat mir sehr gut gefallen und er wurde auch nachvollziehbar dargestellt, so dass man die Gefühle der Protagonisten verstehen konnte. Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr zugesagt. Die Geschichte spielt dabei auf verschiedenen Zeitebenen, wobei die Gegenwart erzählt wird und die Suche von Evelyn nach dem Warum bzw. ihre Suche nach einem Weg, um ihre Schwester zu retten. Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, in denen die vorherigen Leben der beiden beschrieben wurden. Dies fand ich aus historischer Sicht wirklich interessant, da man die Geschichte der Menschheit so ein bisschen zurückverfolgen kann. Die verschiedenen Bräuche, Länder und geschichtlichen Ereignisse machten die Geschichte für mich deutlich spannender und auch zu etwas ganz Besonderem. Zwischendurch hatte ich leider das Gefühl, da das Buch sich etwas zog, da alle möglichen Erklärungen und Evelyns Auswege irgendwie in eine Sackgasse zu führen schienen. Dadurch war die Dynamik vom Beginn nicht mehr ganz gegeben. Das Ende konnte mich dann nochmal wirklich überraschend und ich bin mir fast sicher, dass kein Leser auf diese Erklärung kommen wird. Ich fand die Auflösung einerseits einfallsreich und kreativ gelöst, da ich damit wirklich gar nicht gerechnet habe. Andererseits war es für mich schon fast etwas zu random und nicht mehr so richtig greifbar. Dennoch hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen, wobei mich vor allem Evelyn und ihr ständiger Optimismus und ihre Liebe auch zu ihren Familienmitgliedern besonders begeistern konnte. Sie habe ich als Protagonistin einfach in mein Herz geschlossen! Die Geschichte hat für mich ein paar kleine Schwächen aufgrund der Längen zwischendurch und ich weiß auch noch nicht so ganz, wie ich zum Ende wirklich stehe. Aber aufgrund des historischen Bezugs ist es für mich etwas ganz Einzigartiges!
Es ist eine Liebesgeschichte, die Zeit und Raum überwindet
Ich weiß gar nicht, wo ich mit dieser Rezension anfangen soll. »Our Infinite Fates« von Laura Steven hat mich beim Lesen vollkommen in seinen Bann gezogen 💗♾️⏳Es ist eine Liebesgeschichte, die Zeit und Raum überwindet. Evelyn und Arden sind dazu bestimmt, sich immer wieder zu finden – egal in welchem Jahrhundert, egal unter welchen Umständen. Doch ebenso unvermeidlich ist ihr Schicksal: Sie sterben, gemeinsam, noch vor ihrem 18. Geburtstag. Immer und immer wieder. Das Buch wird in wechselnden Kapiteln erzählt, die zwischen historischen Epochen und der Gegenwart springen. Der Schreibstil ist poetisch und schmerzlich schön 😮💨💞✨. Laura Steven fängt die unendliche Liebe über alle Zeit mit Worten ein, die sich wie Poesie lesen. Ich habe so viele Sätze markiert, so viele Zitate, die sich tief in mein Herz geschrieben haben – ähnlich wie damals bei „Das unsichtbare Leben der Addie LaRue“ 🥹💞Auch die Charaktere haben mich tief berührt. Evelyn und Arden sind durch ein unsichtbares Band verbunden, eine Liebe, die zwischen den Zeilen schimmert, leise und beständig. Besonders schön fand ich auch die Zeitsprünge in den anderen Kapiteln und das Eintauchen in Evelyns und Ardens frühere Leben, die sich jedes Mal anders anfühlten und doch durch ihre Seelen vertraut blieben. Für mich hätten diese Kapitel tatsächlich auch noch länger sein können, um ihre Vergangenheit und Verbindung noch besser zu verstehen 💫Ich glaube, wenn ihr die Bücher von V. E. Schwab liebt oder „A Study in Drowning“ und „Divine Rivals“ mochtet, dann könnte »Our Infinite Fates« genau das Richtige für euch sein. Laura Steven hat es für mich geschafft, alle Facetten einer unendlichen Liebe über Jahrhunderte hinweg schmerzlich schön einzufangen. Für mich war es auf jeden Fall ein Highlight 🥹⭐️💌
Eine tragische Lovestory im Wandel der Zeiten
>>Ich liebe dich und ich habe dich geliebt und ich werde dich lieben<<.Evelyn und Arden kennen und lieben sich seit 1000 Jahren, doch in jedem ihrer Leben muss Arden sie kurz vorm 18. Geburtstag umbringen. Im Jahre 2022 hängt Evelyn ihre aktuelle Familie ganz besonders am Herzen, sodass sie mit allen Mitteln versucht, ihren Tod zu umgehen...Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und wird aus Evelyns Sicht erzählt. Der Leser wird durch viele Zeitepochen geführt, in denen die Protas mal männlichem, mal weiblichem Geschlechts sind. Denn sie werden immer anders wiedergeboren, nur die Seele bleibt gleich. Geschichtsfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Mir persönlich hätten maximal 4 Zeitsprünge gereicht, um deren Wandel durch die Zeiten zu begleiten. Spannung wird hier eher klein geschrieben, aber dennoch wollte ich unbedingt herausfinden, WIESO Arden Evelyn immer umbringen muss. Gracie, Evelyns krebskranke Schwester und ihre Mutter sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Abschnitte der Gegenwart 2022 fand ich persönlich am besten.Die Lovestory konnte ich sehr gut nachempfinden, aber Arden empfand ich zeitweise als nervig. Warum er erst gegen Ende des Buches mit der Sprache rausrückt, weshalb er immer so handeln muss. Die Auflösung des großen WIESO hat mir sehr überrascht, dennoch hätten sie vielleicht eher eine Lösung gemeinsam finden können, nicht erst nach 1000 Jahren. Alles in allem ein gutes Buch, für Leser die auf eine tragische Lovestory, Poetik und Geschichte stehen.
Für mich ein wunderbares Leseerlebnis in einzigartiger Erzählweise
Evelyn kann sich an viele ihrer früheren Leben erinnern, ganz besonders an die Tatsache, dass sie immer kurz vor ihrem achtzehnten Geburtstag eines gewaltsamen Todes gestorben ist. Das liegt an Arden, ihrer großen Liebe über die Jahrhunderte hinweg, der sie in jedem Leben aufspürt und schließlich ermordet. Dieses Mal ist es für Evelyn jedoch besonders wichtig, länger am Leben zu bleiben, denn ihre jüngere Schwester Gracie ist an Krebs erkrankt und benötigt dringend einen Knochenmarkspende von ihr - der Termin für die Entnahme liegt kurz nach ihrem Geburtstag. Doch kann sie Arden lange genug entkommen oder ihn gar überreden, sie erst später zu töten?"Our Infinite Fates" von Laura Steven ist eine außergewöhnliche Geschichte, bei der ich mir sicher bin, dass sich die Geister daran scheiden werden. Mich hat die einzigartige Erzählweise gefesselt und begeistert, abgesehen von winzigen, etwas spannungsärmeren Stellen im Mittelteil mochte ich das Buch zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Evelyn, die in ihrem aktuellen Leben Branwen heißt, ist eine interessante und liebenswerte Protagonistin. Da sich ihre Erinnerungen an die weiter zurück liegenden Leben im Nebel verliert, bleibt auch der Grund für diesen ewigen Kreislauf aus Liebe und Mord zwischen ihr und Arden sehr lange ungeklärt, wodurch bei mir der Eindruck entstand, sie nicht so intensiv zu kennen, wie ich es mir gewünscht hätte.Auch Ardens Wesen und Motivation bleibt durch seine Weigerung, über die gemeinsamen Anfänge zu sprechen, bis zum Finale hin recht undurchschaubar, dennoch habe ich ihm eine gewisse Grundsympathie entgegen gebracht. Besonders seine - mal mehr und mal weniger erkennbare - Liebe zu Evelyn und die damit verbundene Verzweiflung über die Notwendigkeit, sie immer wieder zu töten, hat mich für ihn eingenommen. Alle anderen Figuren blieben mehr oder weniger Statisten in der Handlung, selbst die wunderbare Gracie und Branwens liebevolle Mutter verschmolzen für mich eher mit dem Hintergrund.Der Schreibstil hat mich sofort in seinen Bann gezogen, zwischen dem aktuellen Geschehen waren häufig Kapitel eingeschoben, die Auszüge aus Evelyns früheren Leben zeigten - jeder dieser Abschnitte führte mich in ein weiteres, noch unbekanntes Leben ihrer Vergangenheit. Diese regelmäßigen Wechsel sollte man mögen, um die Geschichte wirklich genießen zu können, wer sich darauf einlässt, wird mit einem einzigartigen Lesevergnügen belohnt. Erst das Finale bringt die lang ersehnte Erklärung für den sich ständig wiederholenden Lebenszyklus der beiden Protagonisten, sowohl die Auflösung als auch der Epilog haben mich überrascht, schlussendlich aber entspannt und zufrieden zurück gelassen. Für dieses Buch, das zu meinen Lesehighlights des Jahres gehört, spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.Fazit: Die außergewöhnliche Schreibweise, die den Leser zwischendurch immer wieder aus dem aktuellen Geschehen reißt und in kurzen Kapiteln in verschiedene Stadien der Vergangenheit entführt, hat mich gefesselt und begeistert, auch die Auflösung fand ich recht einzigartig. Für mich stellt dieses Buch ein besonderes Highlight dar, das ich gern weiter empfehle.
Spannende Liebesgeschichte, die zum Nachdenken anregt
Das Buch "Our Infinite Fates" von Laura Steven erzählt die Geschichte von Evelyn und Arden, zwei Menschen, die in jedem neuen Leben in einem anderen Körper wiedergeboren werden. Jedes Mal finden sie erneut zueinander, verbunden durch eine unerschütterliche Liebe – doch bevor sie beide das achtzehnte Lebensjahr erreichen, bringen sie sich gegenseitig um. Während Evelyn nicht versteht, warum sie diesem Schicksal ausgeliefert ist, scheint Arden genau zu wissen, was vor sich geht. Der Lesende erfährt dies jedoch nicht sofort, da die gesamte Geschichte aus Evelyns Perspektive erzählt wird. Dies sorgt für einen klaren roten Faden, der hilfreich sein kann, da die Handlung in Teilen durchaus komplex ist.Die meisten Kapitel spielen in der Gegenwart, werden jedoch immer wieder von Rückblicken in verschiedene frühere Leben der beiden Protagonisten unterbrochen. Diese Wechsel erfordern Konzentration, da sich nicht nur das Geschlecht der Figuren, sondern auch ihre Familien, Lebensumstände und Heimatorte in jedem Leben verändern. Mir persönlich haben diese Einschübe sehr gut gefallen, da die Autorin sie geschickt nutzt, um nach und nach einzelne Teile der Wahrheit über Evelyns und Ardens Vergangenheit und ihre endlosen Leben zu enthüllen.Auch das Ende hat mich überzeugt, da es absolut unvorhersehbar war – ebenso wie einige überraschende Wendungen innerhalb der Geschichte. Es bildet einen gelungenen Abschluss und passt hervorragend zu den Charakteren, die durch ihre Vielschichtigkeit beeindrucken. Obwohl Evelyn und Arden in jedem Leben unterschiedliche Persönlichkeiten haben, bleiben bestimmte Wesenszüge stets erkennbar. Dies ermöglicht es dem Lesenden, ihre Entwicklung über verschiedene Zeiten hinweg nachzuvollziehen und den Einfluss ihrer jeweiligen Umgebung zu reflektieren.Zwar fallen vereinzelt Rechtschreibfehler auf, diese beeinträchtigen den Lesefluss jedoch kaum.Eine außergewöhnliche Fantasy Geschichte – auf jeden Fall lesenswert!
Nicht ganz meine Erwartungen getroffen
Meine Erwartungen an das Buch waren wirklich hoch, da sich die Leseprobe & der Inhalt der Geschichte sehr spannend angehört hat. Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen: Der Schreibstil ist einfach gewählt, weshalb sich das Buch flüssig und schnell lesen lässt. Man konnte gut in die Geschichte eintauchen. Allerdings zogen sich meiner Meinung nach die ersten 300 Seiten sehr. Die Protagonistin Evelyn stellt sich immer wieder die gleichen Fragen, ohne auf Antworten oder Hinweise zu stoßen. Alles dreht sich im Kreis und die Handlung geht einfach nicht voran. Zudem sind die Charaktere nur wenig ausgearbeitet und haben kaum Tiefe. Ich konnte nicht mit ihnen mitfiebern, was zum Teil auch daran gelegen hat, dass sich Evelyn und Arden nicht verlieben sondern sich magisch anziehen. Von der unsterblichen Liebe der beiden, habe ich leider nichts gespürt. Was mir dagegen gut gefallen hat, waren die Rückblenden, in denen die vergangen Leben der beiden Hauptcharaktere im Ansatz geschildert wurden. Leider kamen auch hier kaum Emotionen rüber und das Mysterium rund um ihre verbundenen Schicksale blieb bestehen. Erst auf den letzten 100 Seiten kommt endlich in der Geschichte eine Wendung und die Spannung steigt etwas. Das Ende jedoch ist sehr kurz und knapp beschrieben. Man hätte sich darauf mehr konzentrieren können und für meinen meinen Geschmack mehr ausgearbeitet werden können. Fazit: Insgesamt hat die Geschichte viel Potential, welches leider zu oft nicht genutzt wurde. Die Handlung wirkte dabei zu konstruiert und es gelang der Autorin nicht, den Charakteren Tiefe zu verleihen und somit eine Bindung aufzubauen, so dass ich nicht mit ihnen mitfiebern konnte. Zudem zieht sich das Buch durch die ständigen Wiederholungen und die stagnierende Handlung. Da wäre echt mehr drin gewesen… Schade!
Unendliche Liebe
Die Idee zu dieser Geschichte hat mich wirklich begeistert. Der Gedanke, sich an so viele Leben erinnern zu können, so viele Familien, Freunde und Heimaten gehabt zu haben und doch nie wirklich erwachsen werden zu dürfen, hat etwas faszinierend makaberes. Dazu noch immer von der Person umgebracht zu werden, die man liebt und nicht zu wissen, wieso, ist einfach nur grausam.Umso gespannter war ich auf die Geschichte!Die aktuelle Zeitschiene in Wales 2022, in der Branwen sich mit Leib und Seele für das Leben ihrer Schwster einsetzt, die eine Stammzellenspende von ihr braucht, ist an sich noch nichts besonderes. Sie muss am Leben bleiben und rausfinden, wo und wer ihr Mörder ist und ihn dann noch umstimmen, sie nicht vor der Spende umzubringen.Die Rückblenden in alle möglichen Orte und Zeiten sind dafür richtig interessant. Wir bekommen kurze Einblicke in verschiedene Kulturen und Leben, in verschiedene Umstände und Beziehungskonstellationen. Der Spannungsbogen ist insgesamt etwas flach. Ich hatte selten das Gefühl unbedingt weiterlesen zu müssen, doch gelangweilt war ich auch nicht.Was mich anfangs ein wenig gestört hat waren die non-binären Pronomen für Arden, welche absolut Sinn machen, weil er mal als Mann und mal als Frau geboren wird und somit nicht an ein Geschlecht gebunden ist. Man muss sich allerdings echt dran gewöhnen. Alles in allen kein schlechter Jugendroman. Es gab starke Gefühle, die teilweise auch bis zu mir durchdringen konnten und eine mal ganz andere Geschichte als sonst.
Poetisch schön
Mit einem Vergleich zu dem unsichtbaren Leben der Addie LaRue wurde es angepriesen und eins kann man definitiv sagen, man wurde mit diesem Vergleich nicht enttäuscht. Denn etwas sehr poetisches zieht sich durch das gesamte Buch. Sei es auf Seiten der Geschichte oder des Schreibstils. Immer zwischendrin finden sich Gedichte und tiefgründige Gedanken. Trotzdem ist man nur durch die Seiten geflogen und es hatte auch nur wenig Längen. Die kurzen Ausschnitte aus den verschiedenen Zeiten, die auch nicht zu lang oder zu kurz gestaltet wurden, haben dem nur beigetragen. Generell muss man sich darauf einstellen, dass vieles an Handlung ohne großartigen Ausschweifungen erzählt wird, weshalb es leider dazu kommt, dass die Liebesbeziehung im Haupthanflungsstrang etwas flach bleibt. Gleichzeitig ist das für mich trotzdem nicht störend gewesen, da man es durch die anderen Zeiten der beiden trotzdem etwas mehr nachempfinden konnte. Auch wie das ganze Thema der Identität und Liebe eingearbeitet wurde hat mir sehr gefallen, da es auch nicht zu abstrakt gehalten wurde. Wenn ich etwas kritisieren müsste, wäre es jedoch, dass sich manche Passagen (hauptsächlich Gedanken von Evelyn zu einem bestimmten Thema) häufiger und auch sehr ähnlich wiederholt haben und man nicht zu 100% mitfiebern und mitfühlen konnte, aufgrund (so zumindest für mich) des erzähl und schreibstils. Dennoch werde ich das Buch wärmstens weiterempfehlen und kann abschließend sagen, dass ich das lesen sehr genossen habe :)
Emotional mitreißend und tragisch schön
Ich glaube es reicht, wenn ich sage, dass ich dieses Buch Abends um 8 begonnen haben und um Punkt Mitternacht durch war. Ich konnte nicht anders. Laura Stevens hatte mich völlig im Bann.Die Geschichte wird erzählt aus Vergangenheit und Gegenwart. Die Kapitel aus der Vergangenheit springen durch die Leben und Tode der beiden Charaktere und man lernt sie immer mehr kennen, fühlt deren Schmerz, Liebe und die ständigen Verluste. Gleichzeitig folgt man Evelyn in ihrem jetzigen Leben und spürt mit ihr die Angst des vorzeitigen Todes, die ständige Panik getötet zu werden und lernt, wie sie, die Menschen aus ihrem Umfeld zu analysieren.Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, ich mochte Laura Stevens Art diese tragische Geschichte zu erzählen sofort. Sie hat es geschafft jeder Zeit, jedem Ort, an dem Evelyn zuvor gelebt hat und gestorben ist, so viel Liebe und Details zu schenken, dass ich mir alles sehr bildlich vorstellen konnte, ohne dass Beschreibungen überhand genommen hätten.Besonders gelungen fand ich die queere Repräsentation, denn die beiden werden immer wieder neu geboren, in jeder Art von Körper, so wechseln die Pronomen, die Namen und das Aussehen, doch die Charaktereigenschaften und die wesentlichen inneren Aspekte der Zwei bleiben trotzdem erkenntlich durch die Zeiten.Emotional hat die Geschichte auch einiges mit mir gemacht, schon zwischendurch war ich immer wieder den Tränen nahe und die letzten 100 Seiten war es dann vorbei und ich habe immer wieder geweint, aus Freude, Erleichterung, Trauer, Entsetzen und Verzweiflung (Reihenfolge wechselnd). Die Auflösung hatte es in sich und ich bin begeistert von der Kreativität Stevens.Wenn ihr ein Buch mit Ähnlichkeiten bzw. einer Mischung aus "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" und "Letztendlich sind wir dem Universum egal" sucht, dann MÜSST ihr "Our infinite fates" lesen. Seit aber auch bereit, dass ihr danach nicht mehr ihr selbst seit und ggfs. eine Pause braucht. Eine emotional-mitreißende und tragisch schöne Geschichte über zwei verwobene Seelen, die sich immer wieder Töten müssen.
Pressestimmen
Die Mischung aus Zeitsprüngen in vergangene Leben und der hochemotionalen Handlung in der Gegenwart ...war einfach meisterhaft. Dieses Buch ist für alle, die düstere Romantik, schicksalhafte Liebe und eine Prise Herzschmerz lieben. Fans von »Addie LaRue« werden es verschlingen, genau wie ich es getan habe. mehr weniger
01.04.2025
Für alle Leserinnen und Leser ab 14 Jahren, eine spannende Liebesgeschichte und eine fantastische Ja...gd durch alle Zeiten.“ Buchhandlung Bücherwurm. mehr weniger
22.03.2025
Von Athen im Jahr 986 bis Schottland im Jahr 2054 verfolgt man in »Our Infinite Fates« mit Spannung ...und Herzklopfen die vielen Leben zweier Seelen, die sich aus Liebe zueinander in einen leidvollen Fluch verstrickt haben, aus dem es für sie scheinbar kein Entrinnen gibt. mehr weniger
Andrea Schnepf, 01.01.2025
Evelyn erinnert sich an jedes vergangene Leben. Oder zumindest daran, in keinem davon den 18. Geburtstag erlebt zu haben. Nur mag Evelyn das gegenwärtige Leben als Branwen sehr und muss zumindest lange genug überleben, um ihre Schwester durch eine Knochenmarktransplantation zu retten. Und noch ist Arden nicht aufgetaucht, um sie zu jagen. Oder? Werden sie den jahrhundertealten Fluch brechen können oder sind sie dazu verdammt, den Kreislauf auf ewig zu wiederholen?
Arden ist in jedem Leben in der Lage gewesen, Evelyn aufzuspüren, egal wie gut das Versteck oder die Tarnung waren. Evelyn weiß nie, in welchem Körper Arden wiedergeboren wird, und so könnte sowohl die Kollegin im Buchladen als auch der Fremde auf der Straße Evelyns Verderben sein. Evelyn weiß nur, dass es eine Verbindung mit Arden gibt und die beiden sich trotz allem über ein Jahrtausend hinweg immer wieder gefunden, sich oft ineinander verliebt und jedes Mal verloren haben. Bis jetzt.