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Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Foto von Lena Kupke und Zitat von Caroline Wahl zum Buch Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.

Pause

Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett. 

Doch wie soll das funktionieren?

Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet … In ihrem Debütroman erzählt Lena Kupke gnadenlos ehrlich und mit viel Humor von den Momenten am Boden und von Liebe, die gerade dann kommt, wenn du am wenigsten damit rechnest. »Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch mehr? « Till Reiners

Bibliografische Daten

EUR 23,00 [DE] – EUR 23,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28542-1
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
11. Auflage
320 Seiten
Format : 12,8 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Lena Kupke

Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.

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163 von 163 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.67 von 5 Sternen


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4 - 10 von 163 Leserstimme

buchputtel am 14.06.2026 08:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ich habe es geliebt!

„ ich fühle mich zu alt, um so nach meinen Eltern zu rufen. Weder keine Antwort. Nur Stille. Als wenn die Zeit stehen geblieben wäre. Mein Handy habe ich oben liegen lassen. Erst mal wach werden und klarkommen, bevor ich den beruflichen Müllhaufen aufräume. Ich krieg das alles hin! Ich werde diese gestrige Peinlichkeit wie eine erwachsene regeln.“ Seite 39INHALTHanna landet in der Klinik, Diagnose: Panikattacken.Sie lässt sich von ihren Eltern abholen, entscheidet spontan erstmal wieder bei Ihnen einzuziehen. Mit 36. Aber das ist alles nicht so einfach wie es klingt, denn mit dem Einzug rutscht sie sofort in alte Rollen. In der Familie gibt es eine klassische Verteilung und ziemlich viel unausgesprochene Sachen.EINDRUCK UND FAZITIch habe dieses Buch gehört - und mich sofort verliebt! So sehr, dass ich es direkt noch mal gekauft habe, um es noch mal zu lesen! Lena Kupke spricht das Hörbuch selbst eingesprochen - und es war ein Genuss!Wichtigste Frage: woher kennt Lena meine Mutter?🤭Es ist ein so witziges, leicht wirkendes Buch - aber wenn man genau liest (oder hinhört), erkennt man, dass es so viel mehr ist als witzige, skurrile Szenen. Überforderte Eltern, überforderte Tochter - und alles so schön beschrieben. Ein Buch über mentale Überforderung und eingefahrene Familienstrukturen.So Lesens - und/oder hörenswert!„Vielleicht muss manchmal alles kaputt gehen, damit man etwas Neues bauen kann. Das hier wird meine Auszeit, nur für mich. Endlich ist sie da. Meine langersehnte: Pause.“ Seite 316

buch.insel am 13.06.2026 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Habe alles gefühlt!

Viele von euch haben das Buch wahrscheinlich selbst schon gelesen oder zumindest einige Rezensionen dazu gesehen. Zur Handlung muss ich deshalb vermutlich gar nicht mehr viel sagen.Mich hat dieses Buch wirklich abgeholt. Warum? Weil ich viele Gefühle der Protagonistin Hanna gut nachvollziehen konnte. Ich stand selbst schon an ähnlichen Punkten im Leben und fühle mich ihrer Generation sehr verbunden.Die Figuren, die Lena Kupke hier zeichnet, hatte ich sofort vor Augen. Vermutlich kennt jede*r solche Menschen aus dem eigenen Umfeld. Mir sind jedenfalls direkt ein paar eingefallen. Ein wirklich gelungenes Buch, das ich mir wahrscheinlich noch als Hardcover für mein Bücherregal zulegen werde. Und ich hoffe sehr, dass es nicht das letzte bleibt, das wir von Lena Kupke lesen werden.Also, wer‘s noch nicht gelesen hat: Les das, jetzt!

ele am 12.06.2026 15:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Hanna macht Pause

Pause, Roman von Lena Kupke, 320 Seiten, ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KGDer Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem Hanna wieder zu ihren Eltern gezogen ist.Hanna erleidet mitten in einer geschäftlichen Besprechung eine Panikattacke und wird ohnmächtig, sie wird sofort ins Krankenhaus eingeliefert, Von da aus wird sie von ihren Eltern erst mal mit nach Hause genommen Hilfsbedürftig und instabil wie sie ist, wird sie in ihrem ehemaligen Kinderzimmer untergebracht, welches inzwischen das Arbeitszimmer ihres Vaters ist. Es ist schwierig für sie im Augenblick ihr eigenes Leben wieder aufzunehmen. Aber mit sechsunddreißig Jahren wieder, wie ein Kind mit den Eltern zusammenzuleben ist für alle drei nicht leicht. Am Anfang habe ich mich etwas schwergetan, ins Buch und in Lesefluss zu kommen. Die Handlung setzt mitten im Geschehen ein, Chaos und Panik herrscht und was eigentlich genau los ist, erfährt der Leser während des ganzen Buches nicht. Irgendwann habe ich mir zusammengereimt, was im Vorfeld passiert ist, doch ganz genau weiß ich es auch nach der Lektüre noch nicht. Die Autorin schreibt diese eigentlich tragische Geschichte mit viel Humor. Furchtbare unfassbare Abgründe, abwechselnd mit, ich würde es Galgenhumor nennen. Eine bittere Heiterkeit mit der die Protagonistin im Ich-Stil erzählt. Deshalb ist es auch möglich, ganz tief bis ins Innerste von Hanna zu blicken. Alle Figuren sind ausführlich und tiefgründig charakterisiert. Die Eltern und auch Schwester Sara. 24 pralle und aktionreiche Kapitel, in einer sehr modernen Sprache mit vielen lebendigen Dialogen. Whats App und Sprachnachrichten, auch Eigennamen sind kursiv hervorgehoben und deutlich gemacht. Ich konnte mich mit der Protagonistin immer wieder identifizieren, zurück in die Kindheit und bei den Eltern wohnen, wie sich das anfühlen kann, hat sie hervorragend geschildert. Manche Dinge die sich niemals ändern, oder die man mit den Augen eines mittlerweile Erwachsenen sieht, hat die Autorin nachvollziehbar geschildert. Auch aus der Sicht der Eltern, kann ich mittlerweile die überraschende Anwesenheit eines erwachsenen Kindes, verstehen. Der Roman beschreibt Situationen die direkt aus dem Leben gegriffen sind, voller Emotionen und viel Liebe und absolut realistisch. Dieser Roman hat mich tief berührt, die Ausweglosigkeit, die Hilflosigkeit und die Trauer von Hanna war so gut geschildert ich habe jedes Wort geglaubt. An manchen Stellen z.B. von der Vorgeschichte hätte ich gerne mehr Informationen gehabt. Ob sich Hanna, in ihrem Zustand, so prompt in eine neue Liebesbeziehung fallen lassen kann bezweifle ich jedoch. Gerne hätte ich etwas mehr erfahren, mir fehlt ein befriedigendes Ende.Das Buch ist sehr tiefgründig und emotional bewegend. Ein Beispiel wie Unaussprechliches unausgesprochen bleibt. Trotzdem ist es kein trauriges Buch. 4 Sterne

sophia95 am 11.06.2026 15:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Error im System

Hanna zieht zurück zu ihren Eltern - mit 36 Jahren. Schuld daran ist der Tag, an dem sie einfach nicht mehr funktioniert hat, zusammengebrochen ist, ins Krankenhaus musste. Sie realisiert, dass sie feststeckt. In ihrem Leben, ihrer Beziehung, in ihren Routinen. Und obwohl der Vorfall ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt, bleibt die Frage, was sie ändern kann, damit so etwas nicht nochmal passiert. Lena Kupke hat in ihrem Debüt-Roman eine Protagonistin kreiert, die nie Pause macht, die performt, nicht jammert, die Zähne zusammenbeißt. Als sie zurückgeworfen wird an den Ort ihrer Kindheit scheint sie allerdings zu realisieren, woher all diese Eigenschaften kommen. Wie sehr sie ihre Eltern in diesen Dingen geprägt haben und ob sie das alles, wie es gerade läuft, eigentlich noch so will. Ich denke jede/r Leser*in kann mit diesem Roman relaten. Wie es ist, wieder auf engsten Raum mit den Eltern zu leben, ihre Eigenarten als erwachsene Person wahrzunehmen. Lena Kupke schreibt über Mental Health, Familie, Liebe, Freundschaft, Arbeit. Alles so alltägliche Themen, aber eingebettet in dieser liebevollen Geschichte über Hanna, die versucht ihren Weg in ein entschleunigteres Leben zu finden. Und gerade, weil man sich so oft in diesem Roman selbst wiederfindet, ist der Text definitiv auch ein Denkanstoß!

kaenzyy am 08.06.2026 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wenn alles zu viel wird

Plötzlich ist Hanna im Krankenhaus, sie kann es gar nicht glauben und möchte auch so schnell es geht wieder gehen.Natürlich ist ihr bewusst, dass sie zuletzt keine leichte Zeit hatte, aber ein Krankenhaus ist doch viel zu übertrieben.Aber in ihrem Elternhaus hatte sie sich eigentlich auch nicht mehr gesehen...Mich hat die Handlung sehr schnell fesseln können.Hanna war nicht immer eine leichte Protagonistin, da ihre Stimmungsschwankungen auch manchmal sehr plötzlich waren, trotzdem mochte ich ihre inneren Monologe und habe mich gleichzeitig um sie gesorgt.Nachdem Hannas Eltern sie aus dem Krankenhaus abholen, wohnt sie wieder bei ihnen und die Umstellung von Berlin nach Lüneburg und nicht mehr in der eigenen Wohnung leben, sondern wieder im alten Kinderzimmer, das mittlerweile ein Büro ist, ist gar nicht so einfach.Der Alltag ihrer Eltern holt sie schnell ein.Was für Hanna gar nicht lustig war, fand ich jedoch manchmal zum Schreien komisch.Ihre Eltern verhalten sich wie richtige Eltern, ich weiß nicht wie man das besser beschreiben soll, aber wenn man das Buch liest, wird man es verstehen.Hanna hat viel zu verarbeiten und auch wenn nicht alles klar ausgesprochen wird, versteht man nach und nach was bei ihr die letzten Monate und Jahre los war.Sie ist überfordert und überreizt, daher auch ihre Stimmungsschwankungen, und man versteht sie.Wie soll sie auch sonst reagieren?Doch nicht alle in ihrem Umfeld verstehen das und manchmal auch Hanna nicht.Sie zu begleiten war daher nicht immer leicht, aber ich wollte auch nicht damit aufhören.Fazit: Ein oft humorvolles Buch, das aber auch schwierige Themen aufgreift, eine gelungene Mischung.

heikek am 07.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Die Pausentaste finden

Der Roman "Pause" ist der Debütroman von Lena Kupke und im Verlag dtv erschienen. Das Cover und der Titel passen ausgezeichnet zu diesem Roman und haben mich, zusammen mit dem Klappentext, neugierig gemacht. Hanna, 36 Jahre, hat einen Zusammenbruch und wird ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Freund Paul ist zu beschäftigt und kann sie nicht abholen und so landet Hanna in ihrem Kinderzimmer im Elternhaus in Lüneburg. Ihre Eltern und ihre Schwester Sara bemerken, dass es Hanna nicht gut geht, doch keiner bringt es fertig, mit ihr darüber zu reden. Aber auch Hanna fällt es schwer über das zu reden, was sie belastet. Doch dann kommt der Moment, wo der Topf überkocht.Lena Kupke ist das Thema ihres Romans mit Einfühlsamkeit und einer Portion Humor angegangen. Man stellt schon Ähnlichkeiten zum wahren Leben fest. Die Mutter steht immer ein wenig unter Strom und der Vater hat seine täglichen Rituale. Aber auch die Sprachlosigkeit begegnet uns immer wieder im Alltag. Oft aus der Unsicherheit das richtige zu sagen, oft aber auch aus Gedankenlosigkeit oder Desinteresse.Ich kann den Roman nur empfehlen und die Botschaft dieses Romans zu beherzigen, achtsam mit sich und seinem Umfeld umzugehen.

bofre am 06.06.2026 21:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Sehnsucht nach Ruhe

Das Cover und der Klappentext hatten mich angesprochen. Insgesamt fand ich das Buch solide, die Geschichte berührend und humorvoll erzählt. Ich denke, dass viele unterschiedliche Personen sich zumindest teilweise in der Geschichte und der Hauptperson Hanna wiederfinden können. Auf der Suche nach uns selbst probieren wir verschiedene Wege aus, verlieren uns, entdecken neue oder bisher verborgene Wesenszüge und (er-)finden uns immer wieder aufs Neue. Dabei kommt es zu Reibungen mit Mitmenschen, aber immer wieder finden sich auch Personen, die uns auf dem Weg besonders gut tun und helfen. Hanna erlebt all das in nur wenigen Wochen irgendwo zwischen ihrem aktuellen Leben, der Hanna aus ihrer Kindheit und Jugend und der Person, die sie gerne sein oder werden möchte. Eine Art Coming-of-Age für Mitdreißiger auf Sinnsuche.

mimi81 am 05.06.2026 15:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wenn alles zu viel wird

Lena Kupke ist mit Pause ein ehrlicher und einfühlsamer Roman gelungen, der zeigt, dass im Leben nicht immer alles perfekt läuft. Besonders die Dialoge zwischen Hanna und ihren Eltern wirken unglaublich authentisch und wie direkt aus dem echten Leben gegriffen. Mich hat beeindruckt, wie realistisch die familiären Konflikte und Missverständnisse dargestellt werden.Einfühlsam werden Themen wie Versagensängste, Selbstzweifel und das Gefühl, nicht genug zu sein, behandelt. Hanna kämpft mit der Angst zu versagen und fühlt sich dabei oft unverstanden. Ihre Eltern haben nie gelernt, offen über Gefühle zu sprechen, verschließen sich eher und sind mit der Situation völlig überfordert. Dadurch bleibt Hanna oft auf sich allein gestellt.Auch in ihrem Freundeskreis und in ihrer Beziehung findet Hanna kaum den Rückhalt, den sie in dieser schwierigen Zeit dringend bräuchte. Gerade diese Einsamkeit macht die Geschichte stellenweise schmerzhaft, aber auch sehr glaubwürdig und berührend.Der Schreibstil ist bildhaft, leicht verständlich und gleichzeitig tiefgründig. Ein bewegender Roman über Krisen, familiäre Muster und den schwierigen Weg zurück zu sich selbst.Wer ehrliche Geschichten über familiäre Beziehungen und persönliche Krisen mag, sollte diesem Buch eine Chance geben. 4/5 Sterne

jacky1304 am 04.06.2026 17:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wenn das Leben kurz pausieren muss

Das Buch ist emotional, gespickt mit „schweren“ Themen und ganz viel Momenten, die mich wütend gemacht haben. Trotzdem ist es auch humorvoll und es gibt einem Hoffnung - einfach eine tolle Mischung. Hanna ist 36, als ein medizinischer Zwischenfall sie ins Krankenhaus bringt. Ihr Freund holt sie nicht ab, weshalb sie wieder bei ihren Eltern landet. Aus einer geplanten Übernachtung werden zwei, dann drei und schließlich ist das Ende ihrer Rückkehr nach Berlin offen. Kein Wunder, denn Hanna braucht mal Pause. Pause vom Alltag. Pause vom Leben. Und vor allem Pause von den beschissenen Ungerechtigkeiten, die ihr in letzter Zeit passiert sind. Die Geschichte ist eine tolle Mischung aus Humor, Emotionalität und einer verrückten Familie. Und letztere hat mich so so oft wütend gemacht. Irgendwie sind alle schrecklich süß miteinander umgangen, aber irgendwie auch absolut kalt. Gespräche werden hier wenig geführt, vor allem, wenn es um gefühlvolle, wichtige Themen geht. Alles was über Smalltalk hinausgeht, wird totgeschwiegen. Und so erfahren wir aus Hannas Perspektive auch nie deutlich ausgesprochen, was eigentlich in ihren Leben so los war. Was sie so vollkommen aus der Bahn geworfen hat. Da hätte ich mir irgendwie mehr gewünscht. Die Charaktere fand ich größtenteils schwierig. Allen voran Paul. Aber auch Hannas Mutter wollte ich oft schütteln und auf das Leid ihrer Tochter aufmerksam machen. Andererseits hat die Frau es scheinbar einfach nicht gelernt und kann aus ihrer Haut und ihren Routinen nicht heraus. Grandios fand ich sowohl den Vater, als auch die Nachbarin. Und Alexander natürlich - der Rennradfahrer!Wichtig zu wissen: es gibt viele sensible Themen, darauf muss man als Leser vorbereitet sein. Das Buch habe ich innerhalb eines Tages verschlungen und bin mir sicher, dass es in mir noch eine Weile nachwirken wird. Ganz tolles Debüt der Autorin und ein Roman, den ich gerne empfehle.

hoelzchen am 03.06.2026 19:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ehrlich, authentisch und humorvoll

Mit 36 Jahren zieht Hanna unfreiwillig wieder bei ihren Eltern in Lüneburg ein. Ein Nervenzusammenbruch hat sie ausgeknockt. Ihr Freund in Berlin ist keine große Stütze, er schlägt die Trennung und somit auch ein Auseinanderziehen vor. Er legt ihr eine Pause nahe. Hanna erkennt, dass sie aus dem Hamsterrad raus muss, vielleicht ist eine Pause wirklich das was sie braucht. Die Hausärztin ihrer Eltern rät zu einer Reha, Hanna ist nicht abgeneigt. Was genau der Auslöser für ihr Befinden ist, bleibt erstmal unklar. Dafür ist die Familiensituation umso klarer. Das Miteinanderleben will erstmal wieder gelernt sein. Das Hörbuch wurde von der Autorin selbst eingelesen, eine bessere Sprecherin für diesen Roman hätte man nicht finden können. Sie gibt den Figuren genau den richtigen Ton, die Situationsdynamik bildet sie perfekt ab. Mehr geht einfach nicht. Ich hatte großen Spaß beim Zuhören. Lena Kupke nimmt kein Blatt vor dem Mund und schonungslos spricht sie das aus, was andere maximal denken würden. Was für eine Ehrlichkeit. Die Autorin versteht es Alltagsszenen wunderbar zu beschreiben, wie zum Beispiel das Einkaufen bei DM oder bei Ernstings Family. Unzählige Wahrheiten werden hier auf frische und amüsante Art lesbar gemacht. Immer wieder kam mir der Gedanke „Genauso ist es“ und ich habe manche Träne gelacht. Selbst gehöre ich der Generation Hannas Eltern an und ich will ehrlich sein, in vielen Dingen habe ich mich oder auch meinen Mann wiedererkannt. Lena Kupke ist eine bemerkenswerte Beobachterin. Die Interaktionen sind keinesfalls übertrieben und Hannas Gedanken helfen mir, diese Generation besser zu verstehen und ich nehme auch etwas im Umgang mit meinen Töchtern mit. Aber bei all dem Spaß, hat die Geschichte auch einen ernsten Anspruch. Es gibt im Leben Momente, in denen es eine Pause braucht und es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Hilfe holen ist unerlässlich. Hanna zeigt uns, wie es geht und lässt es zu. Leider wird in ihrer Familie viel zu oft geschwiegen, dass kennen wir alle, über Gefühle oder Verletzungen wird nicht gesprochen. Am Ende wird klar, dass hier auch die Ursache für Hannas Zusammenbruch zu finden ist und es gelingt ihr, die Gefühle zu offenbaren und einmal begonnen reißt sie ihre Familie mit und gemeinsam sind sie auf einem guten Weg. Dieses Hörbuch ist bisher mein absolutes Highlight in diesem Jahr und ich bin so froh, mich für die Hörbuchvariante entschieden zu haben. Diese ganzen Emotionen kann nur die Autorinnenstimme übermitteln und sehr gerne spreche ich eine Weiterempfehlung aus.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Die Vorarlbergerin
Ein warmherziger Debütroman über Selbstfindung, Familie und die Verarbeitung von Schicksalsschlägen.

01.09.2026

nordbayern.de
Das perfekte Buch für den Urlaub. Denn wer sich endlich eine Auszeit vom Alltag gönnt, versteht sofo...rt, worum es hier geht. mehr weniger

10.08.2026

Stuttgarter Zeitung
Ein warmherziges, sehr ehrliches Buch über Überforderung, familiäre Sprachlosigkeit und den langsame...n Weg zurück ins eigene Leben. mehr weniger

Sandra Belschner, 25.07.2026

Der Tagesspiegel
Süffige Zeitgeistprosa.

Denis Scheck, 01.07.2026

Brigitte
Mein Rat: Pause machen und den Debütroman von Comedian Lane Kupke lesen.

Angela Wittmann, 17.06.2026

Galore
›Pause‹ ist verschriftlicht das, was Lena Kupke beherrscht: eine dunkelbunt selbstironische Stand-up...-Comedy-Performance mit rotem Faden, verteilt auf 24 Auftritte, nur diesmal eben in Kapiteln. mehr weniger

Edda Bauer, 12.06.2026

br.de
Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman eine Geschichte mitten aus dem Leben. Ihre Figuren sind sehr ...authentisch gezeichnet und man findet alles, was das Herz berührt. Gleichzeitig ist immer viel Humor im Spiel, Selbstironie und Protagonisten, die man liebgewinnt. Für alle, die skurrile Geschichten mögen, die so nur das Leben schreiben kann. mehr weniger

Sabine Abel, 10.06.2026

Donna online
Der Debütroman von Autorin und Stand-up-Comedian Lena Kupke ist eines dieser Bücher, bei dem man sic...h am liebsten jeden Satz anstreichen möchte. mehr weniger

Palina Dautfest, 09.06.2026

NDR Kultur - Journal
Lena Kupke beschreibt realistisch, eindringlich und zum Teil komisch, was passiert, wenn einem Mensc...hen plötzlich der Boden unter den Füßen wegzogen wird. mehr weniger

Maren Ahring, 08.06.2026

fr.de
Ihr Blick auf das moderne Leben – auf Erschöpfung, Erwartungsdruck und die Sehnsucht nach einem Mome...nt der Stille – ist so präzise, dass man beim Lesen unwillkürlich innehält. ›Pause‹ ist kein Wellness-Roman und kein Selbsthilfebuch. Es ist Literatur, die uns beim Atemholen zusieht. mehr weniger

Sven Trautwein, 03.06.2026

WDR 2
Es ist ein Buch, das berührt und auch mal traurig ist, doch der schräge Humor sorgt für gelungenen A...usgleich. Man taucht wunderbar in die Geschichte ein und lässt diese auch nicht so leicht los. Ein ganz wunderbares Debüt! mehr weniger

Pia Patt, 02.06.2026

myself
Ein Debüt, das lange nachhallt.

01.06.2026

rbb radioeins
›Pause‹ ist teilweise extrem lustig, und beschäftigt sich dennoch mit ernsten Problemen.

Eleni Efthimiou, 01.06.2026

stuttgarter-nachrichten.de
Lena Kupke erzählt warmherzig, ehrlich und mit feinem Humor von einem erzwungenen Stillstand, der sc...hmerzhaft ist, aber auch etwas in Bewegung bringt. Ein Roman über Schwäche, Selbstfindung und die Liebe, die manchmal gerade dann auftaucht, wenn nichts mehr geht. mehr weniger

Katrin Jokic, 29.05.2026

Deutschlandfunk Nova
Das perfekte Buch für den Moment.

Lydia Herms, 22.05.2026

harpersbazaar.de
Die Dramatik dieses Buches liegt im Kleinen und im Realen. Ein echter Page-Turner.

Anna Ostrowski, 16.05.2026

Woman
Witzig und ergreifend. (…) In ihrem Debütroman überzeugt die deutsche Autorin und Stand-up-Comedienn...e Lena Kupke mit gnadenloser Ehrlichkeit und viel Humor, den sie bewusst einsetzt, „um schwierigen Themen dennoch Leichtigkeit zu geben“. mehr weniger

07.05.2026

Emotion
›Pause‹ von Lena Kupke erzählt nicht laut, sondern einfühlsam und leise davon, wie lange es braucht,... um zu heilen. Von Familiendynamiken, Hoffnung und Neuanfängen. (…) Ein Buch, das mich sehr berührt hat (…). mehr weniger

Hannah Gössmann, 01.05.2026

Zitat von Caroline Wahl zu Pause: Dieses Buch ist wie eine feste Umarmung, nachdem es einen richtig zerlegt hat.
Zitat von Till Reiners zu Pause: Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch?