Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über Momente am Boden und den langen Weg zur Verarbeitung von Schicksalsschlägen.
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Details
Der Tag als die Notärztin kam, war der Tag, an dem ich wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Mit sechsunddreißig.
Pause
Manchmal zwingt einen das Leben zu einer Pause, ob man will oder nicht. Hanna will eigentlich nicht. Aber nach einem einschneidenden Erlebnis zieht sie Hals über Kopf von Berlin in ihre alte Heimat Lüneburg zurück – zu ihren Eltern, in ihr altes Kinderzimmer, das mittlerweile das Büro ihres Vaters ist, samt Drucker, elektrischen Rollos und 90-cm-Gästebett.
Doch wie soll das funktionieren?
Plötzlich wieder Familienalltag, von null auf hundert mit drei erwachsenen Menschen, die seit jeher Konflikte lieber unter den Teppich kehren, als sie zu klären. Hanna will so schnell wie möglich wieder zu sich nach Hause, nach Berlin, in die gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund Paul. Doch das ist nicht so einfach möglich, denn die Gründe für Hannas Zusammenbruch liegen tief. Ein warmherziges, zart-witziges und ehrliches Buch über die Verarbeitung von Schicksalsschlägen und den langen Weg zur Selbstfindung. Zwischen alten und frischen Wunden muss Hanna lernen, Hilfe einzufordern und anzunehmen und ihre Familie mit anderen Augen zu sehen. Und sie entdeckt, dass einen die Liebe auch in den schwächsten Momenten findet … In ihrem Debütroman erzählt Lena Kupke gnadenlos ehrlich und mit viel Humor von den Momenten am Boden und von Liebe, die gerade dann kommt, wenn du am wenigsten damit rechnest. »Das Buch ist von Lena Kupke! Was wollen Sie denn noch mehr? « Till Reiners
Bibliografische Daten
11. Auflage
Autor*innen
Lena Kupke
Lena Kupke, geboren 1986, hat English Studies und Geschichte in Bonn studiert. Sie ist Autorin und Stand-up-Comedian. 2021 erschien ihr Stand-up Comedy Special im ZDF sowie ihr Sachbuch ›Wahrheit oder Pflicht‹. Sie ist häufig zu sehen bei Till Reiners´ ›Happy Hour‹ auf 3Sat und bei ›Falsch, aber anders lustig‹ in der ARD Mediathek. ›Pause‹ ist ihr Debütroman.
Pressematerialien
Leserstimmen
17 - 10 von 164 Leserstimme
Pausen-Taste
Dieses Cover wirkt auf den ersten Blick durch die Farbgebung fast altbacken, aber vielleicht ist es damit auch genau richtig. Die Person sitzt im zu großen Pyjama mit einer Tasse in der Hand und einer Pflanze in der Ecke irgendwie einsam in den Himmel schauend. Sich darauf einlassen lässt PAUSE und das Cover verstehen, und nach der Lektüre noch viel mehr.Die Protagonistin Hanna bringt sehr nahe, was Panikattacken mit einem machen. Selbst auch schon Erfahrungen damit, weiß ich, wie wichtig ein sicherer Ort ist.Nach einer intensiven Panikattacke landet Hanna im Krankenhaus, aus dem sie persönlich abgeholt werden soll. Doch keiner ihrer Freunde findet Zeit dazu, dafür viele Ausreden...Bei der Gelegenheit hinterfragt sie das Wort Freunde...So bleibt Hanna nichts anderes übrig als von ihren Eltern abgeholt zu werden und weil sie nicht weiß wohin, bleibt sie zunächst in ihrem Elternhaus.Ganz neu muss sie sich auseinandersetzen mit diesem eingespielten Leben, mit der Art ihrer Eltern und der Tatsache, dass sie mit 36 Jahren wieder in ihre Kindheit rutscht, die automatisch vordergründig wird durch Gerüche, alte Muster, Erinnerungen in den Ecken der Zimmer, Nachbarn und Dorfbewohner, die Hanna schon als Kind kannten und die Anwesenheit ihrer Eltern für die sie immer Tochter bleibt.Doch auch in der beschützenden Sicherheit ihrer Wurzeln bleiben Panikattacken nicht aus und Hanna wühlt in Vergangenheit und aktuellem Geschehen wie in zwei Welten. Sie verliert ihren Job, ihr Lebensgefährte reagiert locker aber distanziert und man vermutet, dass diese Beziehung in den Seilen hängt...Manchmal bekommt man das Gefühl, dass Hanna doch nicht so willkommen ist bei ihren Eltern die regelmäßig durch die Blume fragen, wann sie wieder geht.Hanna lässt viele Tränen laufen, die einfach so kommen und findet sich selbst immer wieder in unterschiedlichen Gemütszuständen vor. Was will sie eigentlich und wo ist ihre Zukunft, wo sind ihre Ziele?Mich überrascht der Schreibstil der Autorin positiv! Auf gelassene Art bringt sie uns die Charaktere ohne Umwege nahe, jeder entwickelt seine eigene Sympathie, die Echtheit der Szenen wirkt nach und der Umgang mit allem und jedem ist ungezwungen.Die Geschichte ist ehrlich, hoffnungsvoll und mit einem Schmerz behaftet, der heilen soll... Auch Spiegel sind für viele enthalten. Das Thema Panikattacken wird aufgegriffen und ergänzt durch Kindheit, Eltern, Abgrenzung sowie auch Halt und Zuhause.Stellenweise ist es etwas langatmig oder mit Szenen besetzt, die mir zu dorftratschig erscheinen.Dafür gefällt mir das Cover mit jedem Hingucker mehr!
Sich selbst verloren und gefunden
Ich habe den Roman in zwei Tagen durchgesuchtet und fühle jetzt diese Leere, wenn lieb gewonnnene Charaktere und Plott einem fehlen und man auf eine Fortsetzung hofft.Mit der Lektüre des Romans zieht der Leser mit der 36 Jahre alten Hanna plötzlich und unerwartet wieder bei den Eltern ein, weil Partner und Freundeskreis nicht den gebrauchten Rückhalt geben können, den Hanna in ihrer Situation braucht. Als Erwachsene in die Rolle des Kindes versetzt zu werden und sich nichts sehnlicher als "sturmfrei" zu wünschen, ist ein verrücktes Gefühl. Sich selbst wiederfinden ist ein großes Thema in dieser Situation. Dabei werden mit viel Humor Idealvorstellungen von Weiblichkeit, Familie und Partnerschaft hinterfragt. Liebe kann so schmerzhaft sein. Traurigkeit und Wut haben mich beim Lesen begleitet, aber auch mindestens so viel Liebe und Geborgenheit. Ich glaube nicht, dass es notwendig ist, ähnliche Erlebnisse gemacht zu haben, um diesen Roman zu lieben. Aber man sollte bereit sein, sich auf diese intime Gefühlswelt einzulassen.
Gut
In dem Buch "Pause" von Lena Kupke geht es um das Leben der Protagonistin, das sich ändert, nachdem es ihr gesundheitlich nicht gut geht.Die Autorin schreibt über das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen und über andere Dinge, die im Alltag wichtig sind. Dabei ist sie gnadenlos ehrlich – vor allem sich selbst gegenüber. Das macht die Texte so nahbar. Man ertappt sich ständig dabei, wie man nickt und denkt: „Danke, ich bin also doch nicht die Einzige, die so fühlt.“Ihr Stil ist trocken, direkt und oft herrlich zynisch. Sie schafft es, schwere Themen (wie mentale Gesundheit oder Einsamkeit) so zu verpacken, dass sie leicht verdaulich bleiben, ohne an Relevanz zu verlieren.Das Buch lässt sich wunderbar wegsnacken, hat aber genug Substanz, um auch nach dem Zuklappen noch im Kopf zu bleiben.Gerade weil die Autorin das Hörbuch selbst gesprochen hat, hat es mir umso mehr gefallen. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.
Wenn alle Stricke reißen
In dem Buch „Pause“ von Lena Kupke geht es um die 36-jährige Hanna, die einen Zusammenbruch erleidet und notgedrungen wieder bei ihren Eltern einzieht. Dort fällt sie fast automatisch zurück in die Rolle des Kindes. Es ist rührend zu sehen, wie die Familie – obwohl chaotisch und sehr redselig – füreinander da ist. Am Ende zeigt sich: Blut ist doch dicker als Wasser.Hanna muss lernen, sich wieder zu emanzipieren, auf sich zu achten und sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Manche Situationen erinnern an typische Auseinandersetzungen zwischen Teenagern und ihren Eltern oder Geschwistern. Doch diese Konflikte bleiben liebevoll, und die Versöhnung lässt nie lange auf sich warten.Es ist ein warmer, herzlicher Roman über eine Auszeit, die jeder im Leben einmal gebrauchen kann. Wenn alles schiefgeht, steht die Familie hinter einem und hilft in der größten Not. Das Buch ist nicht seicht und nicht kitschig, sondern mit viel Witz und Humor geschrieben. Ich habe es sehr genossen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Pressestimmen
Ein warmherziger Debütroman über Selbstfindung, Familie und die Verarbeitung von Schicksalsschlägen.
01.09.2026
Das perfekte Buch für den Urlaub. Denn wer sich endlich eine Auszeit vom Alltag gönnt, versteht sofo...rt, worum es hier geht. mehr weniger
10.08.2026
Ein warmherziges, sehr ehrliches Buch über Überforderung, familiäre Sprachlosigkeit und den langsame...n Weg zurück ins eigene Leben. mehr weniger
Sandra Belschner, 25.07.2026
Süffige Zeitgeistprosa.
Denis Scheck, 01.07.2026
Die Figuren sind so nahbar, dass man sich oft selbst darin wiedererkennt. Gerade dieses Unperfekte m...acht diesen außergewöhnlichen Debütroman so glaubwürdig. mehr weniger
01.07.2026
Mein Rat: Pause machen und den Debütroman von Comedian Lane Kupke lesen.
Angela Wittmann, 17.06.2026
›Pause‹ ist verschriftlicht das, was Lena Kupke beherrscht: eine dunkelbunt selbstironische Stand-up...-Comedy-Performance mit rotem Faden, verteilt auf 24 Auftritte, nur diesmal eben in Kapiteln. mehr weniger
Edda Bauer, 12.06.2026
Lena Kupke erzählt in ihrem Debütroman eine Geschichte mitten aus dem Leben. Ihre Figuren sind sehr ...authentisch gezeichnet und man findet alles, was das Herz berührt. Gleichzeitig ist immer viel Humor im Spiel, Selbstironie und Protagonisten, die man liebgewinnt. Für alle, die skurrile Geschichten mögen, die so nur das Leben schreiben kann. mehr weniger
Sabine Abel, 10.06.2026
Der Debütroman von Autorin und Stand-up-Comedian Lena Kupke ist eines dieser Bücher, bei dem man sic...h am liebsten jeden Satz anstreichen möchte. mehr weniger
Palina Dautfest, 09.06.2026
Lena Kupke beschreibt realistisch, eindringlich und zum Teil komisch, was passiert, wenn einem Mensc...hen plötzlich der Boden unter den Füßen wegzogen wird. mehr weniger
Maren Ahring, 08.06.2026
Ihr Blick auf das moderne Leben – auf Erschöpfung, Erwartungsdruck und die Sehnsucht nach einem Mome...nt der Stille – ist so präzise, dass man beim Lesen unwillkürlich innehält. ›Pause‹ ist kein Wellness-Roman und kein Selbsthilfebuch. Es ist Literatur, die uns beim Atemholen zusieht. mehr weniger
Sven Trautwein, 03.06.2026
Es ist ein Buch, das berührt und auch mal traurig ist, doch der schräge Humor sorgt für gelungenen A...usgleich. Man taucht wunderbar in die Geschichte ein und lässt diese auch nicht so leicht los. Ein ganz wunderbares Debüt! mehr weniger
Pia Patt, 02.06.2026
Ein Debüt, das lange nachhallt.
01.06.2026
›Pause‹ ist teilweise extrem lustig, und beschäftigt sich dennoch mit ernsten Problemen.
Eleni Efthimiou, 01.06.2026
Lena Kupke erzählt warmherzig, ehrlich und mit feinem Humor von einem erzwungenen Stillstand, der sc...hmerzhaft ist, aber auch etwas in Bewegung bringt. Ein Roman über Schwäche, Selbstfindung und die Liebe, die manchmal gerade dann auftaucht, wenn nichts mehr geht. mehr weniger
Katrin Jokic, 29.05.2026
Das perfekte Buch für den Moment.
Lydia Herms, 22.05.2026
Die Dramatik dieses Buches liegt im Kleinen und im Realen. Ein echter Page-Turner.
Anna Ostrowski, 16.05.2026