Es sind viele Jahre vergangen, seit der kleine Otto nach einem Familiendrama verschwand. Seiner älteren Schwester Elke konnte Polizeiärztin Magda ein neues Zuhause geben. Damals versprach sie sich selbst, die Geschwister wieder zusammenzubringen. Plötzlich eröffnen sich der Polizei neue Möglichkeiten. Kann Otto nach all den Jahren doch noch gefunden werden?
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Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz
Der dritte Band um Polizeiärztin Magda Fuchs: emotional, mitreißend, fesselnd
Berlin 1924: Viele Fremde suchen in der Stadt das schnelle Glück. Offenbar auch die schwer verletzte junge Frau, die von Polizeiärztin Magda untersucht wird. Als die Unbekannte überraschend stirbt, macht Magda sich Vorwürfe. Hat sie eine falsche Diagnose gestellt? Eine Freundin identifiziert die Tote als Millionärin, die im wilden Berlin das Leben mit Damen und Herren aus den höchsten Kreisen genoss. Als Magda versucht, die Wahrheit herauszufinden, kommt sie mächtigen Leuten in die Quere. Aber sie will auch endlich das Schicksal des kleinen Otto aufklären. Er wurde vor vielen Jahren nach einem Familiendrama verschleppt. Seiner älteren Schwester Elke konnte Magda ein neues Zuhause geben. Damals gab sie sich das Versprechen, die Geschwister wieder zusammenzubringen. Plötzlich eröffnet sich die Möglichkeit, Otto doch noch anhand seiner Fingerabdrücke identifizieren zu können. Aber es sind zahllose Kinder, die überprüft werden müssten. Da erinnert sich Elke an ein ganz besonderes Merkmal ihres Bruders. Tatsächlich wird ein Junge gefunden, auf den die Beschreibung passt. Kann er wirklich Otto sein? Oder jagt Magda in Wahrheit nur einer fixen Idee nach, weil sie sich selbst schon so lange ein Kind wünscht?
Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.
»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021
Bibliografische Daten
1. Auflage
Helene Sommerfeld
Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.
10 - 10 von 111 Leserstimme
Leben im Berlin der 20er-Jahre
Berlin in den 20er-Jahren ist bunt, wild und schrill, auch Magda muss dies erkennen. Sie wird zu einer unbekannten jungen Frau gerufen, diese wurde mehr Tod als lebendig aus dem Wasser gezogen. Doch alles scheint in Ordnung zu sein, umso überraschter ist die Polizeiärztin, als sie hört, die junge Frau ist dann doch verstorben. Noch verrückter wird die Sache, als dann herauskommt die Tote ist eine Millionärin und war dem Berliner Nachtleben sehr zugetan. Sie hat die Gesellschaft von Damen und Herren genossen, was ist ihr wirklich zugestoßen und warum musste sie sterben? Magda und ihr Mann Kuno wollen dies unbedingt herausfinden und kommen mit ihren Ermittlungen mächtigen Männern in die Quere. Auch treibt Magda immer noch die Frage um, was ist aus dem kleinen Otto geworden? Können sie ihn immer noch finden? Inzwischen hat Magda sich wohl an das Leben in Berlin gewöhnt. Sie hat ihre Arbeit als Polizeiärztin und wird respektiert. Auch ihr Mann Kuno scheint sich wohlzufühlen. Ihr Leben ist zwar nicht einfach, aber doch erfüllt. Die gemeinsame Suche nach Otto treibt sie zum einen an, aber auch ihr gemeinsames Leben können sie genießen. Mit „Das Leben, ein wilder Tanz“ liegt nun Band 3 von „Polizeiärztin Magda Fuchs“ vor. Dies ist wohl auch der letzte Teil dieser Reihe, aber vielleicht nicht das letzte Mal, dass man etwas von Magda, ihren Freundinnen und ihrer Familie liest. Helene Sommerfeld ist es gut gelungen, das Leben der Zwanzigerjahre lebendig werden zu lassen. Sie erzählt aus dem Leben dieser Zeit und gleichzeitig auch einen spannenden Krimi. Die Jagd nach dem Mörder der toten Millionärin ist vielschichtig gestaltet und hat mir gut gefallen. Gleichzeitig erzählt die Autorin aber auch andere Geschichten aus diesen Zeiten. Mit der Protagonistin Celia erfährt man so einiges über die Rechte und Pflichten der Frauen dieser Zeit. Obwohl gerade Celia so offen und weltgewandt auftritt, wird schnell klar, so einfach ist ihr Leben nicht. Ihr Mann hat große Verpflichtungen und Verantwortungen und die Schwiegermutter verweist ihn und auch Celia auf ihre Plätze. Das Leben dieser jungen Frau ist nicht nur umfangreich, sondern zeigt auch, wie schwer es auch für sogenannte privilegierte Frauen war. Mir hat diese Mischung aus Krimi und Leben in dieser Zeit gut gefallen. Gemeinsam mit Magda erlebt man das Elend dieser Zeit hautnah und ist dabei, wie sie dagegen ankämpft. Auf der anderen Seite dann Celia, die zwar finanziell abgesichert ist, aber deswegen trotzdem nicht immer glücklicher ist. Und dann ist da noch Doris, die unbedingt eine erfolgreiche Schauspielerin werden will. Mit ihr kommt Glamour in die Geschichte, auch wenn ihre Szenen nur kurz sind. Es gibt noch so viele Charaktere mehr, die ich aber nicht alle auflisten will und kann, die die Geschichte aber doch um so viel mehr bereichern. Helene Sommerfeld zeigt einmal mehr, dass das Leben nicht nur schwarz/weiß ist, sondern bunt in allen Farben. Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den Überblick über die verschiedenen Protagonisten und ein kleines Nachwort zum Schluss macht schon mal neugierig auf den nächsten Roman dieser Autorin. Eine kleine Leseprobe ist nämlich auch schon vorhanden.Fazit:„Das Leben, ein wilder Tanz“ ist ein gelungener Abschluss dieser Trilogie von „Polizeiärztin Magda Fuchs“. Mir hat diese Reihe gut gefallen, ich finde es sehr schade, dass die Arbeit von Magda nun beendet sein soll. Aber die Aussicht auf ein Wiedersehen mit anderen bekannten Charakteren versöhnt mich auch gleich wieder.
Schöner und unterhaltsamer Abschluss der Reihe um die Polizeiärztin Magda Fuchs und ihre weiteren Mitstreiterinnen
Der dritte und letzte Teil der Reihe um die Polizeiärztin hat mich restlos überzeugt und unterhalten! Ich mochte Magda Fuchs von Anfang an und bin ihr sehr gerne über drei Bände hinweg durch das Berlin der 1920er Jahre gefolgt. Sie hatte es nicht immer leicht im Leben, aber sie zeigt, wie sich auch unter schwierigen Umständen meistens ein Weg bzw. eine Lösung findet. Ich finde, das ist auch eine Stärke der Reihe: Das Autorenduo schafft es wunderbar, die einzelnen Charaktere, neben Magda noch Celia, Doris, Erika, Ruth und Ina (als quasi weitere Hauptfiguren) mit ihren Stärken und Schwächen darzustellen und zu zeigen, dass nicht immer alles glatt läuft im Leben. Mir persönlich sind solche Bücher lieber als Geschichten, in denen stets alles nach Plan läuft. Gerade Celia ist für mich die interessanteste Person der Reihe, denn sie emanzipierte sich Stück für Stück und wuchs mir dadurch richtig ans Herz.Kurz zum Inhalt des dritten Bands (es ist sinnvoll, erst die beiden vorherigen Bücher zu lesen, da die Geschichten der einzelnen Charaktere sonst nicht unbedingt nachvollzogen werden können): Es wird eine Frau ermordet, die Magda kurz zuvor bereits als Opfer eines Verbrechens behandelte. Magda und ihr Mann Kuno, Kriminalkommissar, versuchen, den Täter zu überführen, was sie bis in politische Kreise führt. Weiterhin tut sich auch einiges im Privatleben der einzelnen Hauptfiguren, v.a. bei Celia geht es etwas drunter und drüber. Aber auch Magda hat privat ein paar Baustellen zu bearbeiten. Alles in allem wieder ein toller Roman voll verschiedener Handlungsstränge, die unterhalten und Berlin von seiner nicht immer schönsten Seite zeige. Eine Empfehlung für alle, die historische (Kriminal-)Romane mögen, die auch den Zeitgeist widergeben.
Und wieder geht eine spannende Reise zu Ende
[Rezesionsexemplar]??♀️Hier ist er nun der 3. Teil der Polizeiärztin Magda Fuchs?Schade, dass wieder mal eine spannende Reise ? zu Ende geht und vorab, auch diesen Teil konnte ich nicht aus der Hand ✋ legen. Auch hier gelingt es dem Autorenduo Helene Sommerfeld die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven ?⚕️???????? anschaulich und spannend zu beschreiben. Es gibt viele überraschende Wendungen.Allerdings fand ich es persönlich sehr Schade, das es im 3. Teil weniger um den Schutz und die Unterstützung von Frauen???♀️? aus v.a. armen Verhältnissen geht, sondern ein Kriminalfall ?♂️ im Vordergrund stand. Aus meiner Sicht, ist damit leider ein Teil der Aufgabe von Magda Fuchs/Mehring nicht zu Ende erzählt. Es wirkt am Ende so, als hätte Magda aufgegeben.??♀️ Auch Celia widmet sich anderen Zielen ?? im Leben und so bleibt offen, wer sich dem Schicksal der Frauen und Kinder annimmt.Vielen Dank an @vorablesen für das Buch ❤
Großartiger und bewegender Abschluss
„Das Leben, ein wilder Tanz“ ist Band drei der Trilogie um Magda Fuchs. Die Bücher stammen aus der Feder von Helene Sommerfeld, hinter dem sich ein deutsches Autorenpaar verbirgt. Wie auch schon in den beiden Bänden zuvor ist der Schreibstil flüssig und lässt sich sehr gut lesen, was gerade bei historischen Romanen ja auch mal schwieriger sein kann. Während ich bei Band eins zunächst gebraucht hatte um in die Geschichte reinzukommen, hat mich Band drei wie auch Band zwei seinerzeit direkt in den Bann gezogen, so dass es mir sehr schwer fiel, das Buch beiseite zu legen und ich an einem Tag schon fast die Hälfte des Buches verschlungen hatte. Auch Band drei lebt von einer absoluten Lebendigkeit bedingt durch die verschiedenen Charaktere, deren Eigenarten und nicht zuletzt dank dem tollen Berliner Dialekt, welches das Autorenpaar immer wieder reinbringt und auch als Nicht-Berliner dennoch sehr gut verständlich ist. Da ich persönlich Berlin und seinen Dialekt liebe, gefällt mir dies natürlich besonders gut. Die Protagonistin Magda Fuchs, welche zwischenzeitlich verheiratet ist und nun demzufolge Mehring heißt, ist auch in diesem Band eine herausragende starke Persönlichkeit welche sich im Berlin der 20er-Jahre nach wie vor sehr für die Schwächeren einsetzt und nicht nur an ihr eigenes Wohl denkt. So stellt sie ihre eigenen Interessen sehr oft hinten an und schafft es dennoch eine wunderbare Harmonie zwischen sich und ihrem Ehemann herzustellen. In der wenigen gemeinsamen Zeit, die Magda mit ihrem Kuno hat, begeben sie sich auch noch gemeinsam auf Verbrecherjagd, so dass sie ihre wenige Zweisamkeit wieder ihren Mitmenschen opfern. Trotz all der Umstände und Widrigkeiten bekommt Magda am Ende ihr persönliches Happy End, das hat mein Herz natürlich besonders erfreut. In diesem Band hat es mir besonders die junge Celia angetan. Schon in den letzten Bänden mochte ich diese selbstbewusste Protagonistin sehr, doch gerade in diesem Band zeigt sie meiner Meinung nochmal sehr deutlich wie groß ihr Herz und ihre Liebe zu ihren Mitmenschen ist. So ist es für sie selbstverständlich ihren Butler, der im Laufe des Buches in Schwierigkeiten gerät, aus dieser Misere zu helfen und sich dabei auch mal gegen ihren Ehemann zu stellen. Generell ist es die junge Frau bereits die zweite Ehe und auch in dieser Ehe lässt sich die selbstbewusste, starke Celia nicht sagen was richtig und falsch ist, was für die damalige Zeit natürlich sehr mutig ist. So eckt sie natürlich auch des öfteren mit ihrer Schwiegermutter an, den gerade das Thema Frauenrechte ist zwischen den beiden ein großes Konfliktthema. Mir persönlich hat dieser Konflikt außerordentlich gut gefallen, zeigt er doch, dass das Thema Emanzipation, Selbstbestimmung und studierende Frauen bereits in früheren Jahren ein sehr großes und auch wichtiges Thema war. Während es heute nun wirklich normal ist, dass Frauen studieren (ja auch Medizin), sind doch viele Dinge der damaligen Zeit heute immer noch umstritten beziehungsweise teils auch nach wie vor nicht so umgesetzt wie sie es für unsere heutige Zeit eigentlich sein sollten. Somit habe ich für mich persönlich das Gefühl aus diesem Buch und Celias Gedanken sehr vieles für mich und die heutige Zeit noch mitnehmen zu können.Auch die anderen Protagonisten sind mit alle sehr ans Herz gewachsen. Da es im Laufe der Zeit sehr viele Personen sind, die in dieser Gesichte ihren Platz finden, gibt es in jedem Buch ein Personenregister. Die wichtigsten Protagonisten tauchen natürlich über alle drei Bände auf und sind damit natürlich dann auch im Laufe der Zeit einfach bekannt.Eine Kritik habe ich leider, die für die Geschichte und den wundervollen Büchern an sich kein Belang hat. Jedoch wurde nach Band 1 das Cover beziehungsweise die Größe der Bücher geändert. Handelte es sich bei der ersten Auflage von Band eins noch um ein Hardcover, wurden Band zwei und drei dann als Taschenbuch veröffentlicht. Ich persönlich störe mich doch meist sehr daran, wenn Buchformate während einer laufenden Reihe verändert werden und habe mich somit auch bei dieser Trilogie leider sehr darüber geärgert, was nun dazu führte, dass ich Band eins nochmal kaufte. Sicherlich ist das vielleicht überzogen, sollte meiner Meinung nach aber auch ausgesprochen werden dürfen.Fazit: Großartiger Abschluss einer wundervollen Reihe, wobei ich mir eigentlich sogar eine weitere Fortsetzung wünschen würde. Bereits im November 2022 soll jedoch ein neues Buch des Autorenduos erscheinen, welches eine in Band drei erwähnte Nebenprotagonistin zur Hauptprotagonistin macht, darauf freue ich mich schon sehr. Und auch die vorherigen Bücher Sommerfelds möchte ich nun natürlich unbedingt lesen. Daher kann ich dieses Buch allen empfehlen, die gerne historische Romane und/oder Geschichten lesen, welche in Deutschland spielen.
Absolut gelungener Abschluss
Wir sind diesmal 1924 in Berlin und der dritte Band knüpft nahtlos an den Vorgänger an. Meine Empfehlung ist, wirklich alle drei Bände in Reihenfolge zu lesen, damit sich die Persönlichkeiten der Handelnden und auch die Dramatik dieser Zeit und speziell der Lebensgeschichten der Frauen voll entfalten kann. Dennoch muss ich einräumen, dass das Autorenehepaar die vorherigen Ereignisse gut und übersichtlich eingearbeitet hat, so dass man eigentlich Band 3 auch einzeln lesen könnte. Auch haben die Autoren es geschafft, dass trotz der erklärenden Passagen aus den vorherigen Bänden ich als Leser aller drei Bände nicht davon gelangweilt war und ich sicher bin, dass ein Leser nur dieses Bandes alle Fakten bekommt. Doch würde dem Leser viel Tiefe und Mitfühlen entgehen.Die Geschichte behandelt wieder sehr anschaulich das Zeitkolorit. Ich war auch hier wieder mittendrin, konnte mir alles gut vorstellen und mitfühlen. Die Darstellung der Problematik dieser Zeit ist erneut absolut gelungen und auch wenn die Schwierigkeiten 1924 nicht anders sind als in den Bänden zuvor, habe ich mich nicht gelangweilt gefühlt, da es gefühlt einige kleine Fortschritte bzw. Weiterentwicklungen gab. Dementsprechend empfand ich es nicht als Wiederholung, sondern als eine Weiterführung. Neben den persönlichen Leben mit all ihren Schwierigkeiten der Protagonistinnen ist der hier vorkommende Kriminalfall viel besser gelungen als es in Band 2 war. Hier tun sich tatsächlich Abgründe auf, die mich tief berührt, aber auch schockiert haben. Ich bin sehr glücklich mit diesem Abschluß, der mir als Leser auch das Gefühl gibt, dass sich alles zum Bestmöglichen gefügt hat. Insgesamt finde ich die Trilogie absolut lesenswert, man muss sich aber auch tatsächlich für dieses Jahrzehnt interessieren, um all die feinen Nuancen mitzubekommen.
Krönender Abschluss der Trilogie
Dem Autorenpaar ist ein überzeugender Abschluss der Trilogie um die Polizeiärztin Magda Mehring gelungen. Diesmal springt die Erzählung nur zwischen zwei Hauptsträngen, die jedoch viele Berührungspunkte haben:Magda und ihr Mann, der Polizeikommissar Kuno, haben einen neuen Fall: eine Frau, die zunächst verletzt aus einem Hafenbecken gerettet wurde, wird kurze Zeit später tot auf einer Parkbank gefunden. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine sehr reiche Holländerin handelt. die bereits vermisst gemeldet wurde. Celia Fahrland verliert kurz nach der Hochzeit ihren Schwiegervater, so dass ihr Mann Edgar die gesamte Verantwortung für das Familienimperium tragen muss. Es wird immer deutlicher, dass vor allem die Schwiegermutter nicht einverstanden ist mit den Vereinbarungen der Frischverheirateten, was ihren Lebensmittelpunkt und Celias Medizinstudium angeht. Der Roman entführt wieder in die quirlige Großstadt Berlin in den 1920ern und es begegnen den Leser*innen viele interessante Persönlichkeiten. Teilweise sind sie schon aus den beiden vorherigen Bänden bekannt - es kommen aber auch einige neue dazu. Auch der erstarkende Nationalsozialismus wirft erste Schatten auf den "wilden Tanz". Ohne die beiden Vorgängerbände ist allerdings der Lesespaß sicher nur gering.Ich empfehle den Band uneingeschränkt - vor allem allen, denen (wie mir) der zweite Band nicht ganz so zugesagt hat.
Verwicklungen
Berlin 1924. Magda und Kuno sind glücklich verheiratet und hoffen noch immer auf Nachwuchs. Sie stellen weiterhin Nachforschungen nach dem kleinen Otto an. Seine Schwester Elke, hofft das der kleine Bruder gefunden wird. In die Pension "Bleibtreu" zieht Elfriede Kandler ein, die ein geschicktes Händchen zum Schneidern hat aber allerhand Geheimnisse hat. Alfred Hines stirbt und sein Sohn Edgar muss sein Imperium weiter führen, was seiner Ehe mit Celia nicht gut bekommt. Als eine unbekannte Frau aus dem Wasser gezogen wird und nach einigen Tagen stirbt, zieht da immer weitere Kreise bis in die Politik Berlins.Das Cover passt zu den beiden Vorgängern. Der Nebentitel ist gut gewählt. Am Anfang werden die wichtigsten Personen aufgelistet und ich bin gleich wieder drin im Geschehen. Die Protagonisten entwickeln sich in der Handlung weiter und ich kann mich gut in sie hinein finden. Die Handlung nimmt immer neue Wendungen an und ist spannend und bizarr.
Spannend bis zur letzten Seite
Auch dieses Buch hat mich so etwas von begeistert. Ich mag diesen Schreibstil, der einen von Anfang an in seinen Bann zieht und Teil des Romans werden lässt. Man fängt an zu lesen und ist mittendrin!Magda Fuchs, mittlerweile verheiratete Mehring, arbeitet neben ihrer Arbeit als Polizeiärztin auch in ihrer eigenen Praxis. Der brisante Fall um eine Millionärin deckt einige Geheimnisse auf. Magda und ihr Mann Kuno werden in brisante Ermittlungen verwickelt, die nicht ungefährlich sind.Celia, die Vermieterin von Magda, hat einen reichen Mann geheiratet und kämpft mit ihrer Rolle als selbstbestimmte Frau, sehr zum Leidwesen ihrer Schwiegermutter und ihres Ehemannes. Ihr Weg ist steinig, dennoch lässt sie sich nicht von ihrem Ziel abbringen.Der Roman führt durch Themen, wie Homosexualität, Travestie, Mord, Kriminalität, Gewalt und das Leben der Frauen in den 20er Jahren. Prima recherchiert, wunderbar geschrieben! Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen.Eigentlich könnte ich mir vorstellen, dass auch die Arbeit in Hildesheim interessant und spannend wird und vielleicht "Futter" für doch noch einen weiteren Band liefert oder?
Spannende Zeitreise
Schon von der ersten Seite an,schafften es die Autoren, mich in das Berlin der Zwanzigerjahre zu katapultieren.Die meisten Figuren waren bereits aus den beiden vorhergehenden Bänden bekannt und wurden erneut sehr authentisch präsentiert. Magda, die nun ihre eigene Praxis betreibt und darüber hinaus als Polizeiärztin ihrem Mann Kuno mit Rat und Tat zur Seite steht und ihn bei der Lösung mehrerer Mordfälle unterstützt,ist eine überaus sympathische Frau. Celia hat einen reichen Mann geheiratet, aber wie sagt man, Geld alleine macht nicht glücklich. Eine Ehe, in welcher die Schwiegermutter dominiert, kann das gutgehen? Doris ist der große Durchbruch beim Film gelungen und sie genießt ihren Ruhm in vollen Zügen.Magda hat sich außerdem vorgenommen, die kleine Elke bei der Suche nach ihrem Bruder Otto zu unterstützen,hierbei macht sie sich die gerade erst aufkeimende Identifizierung durch Fingerabdrücke zunutze.Wie auch in den beiden anderen Büchern werden die verschiedensten Themen aufgegriffen, Homosexualität, Korruption und einiges mehr. Obwohl das Buch mit über 500 Seiten ziemlich umfangreich ist, flogen die Seiten nur so dahin.Ich habe mich sehr gut unterhalten und bin schon gespannt auf das nächste Buch, in welchem es um die nachfolgenden Generationen geht.Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.
Sehr spannend und mitreissend
Mittlerweile befinden wir uns in Berlin im Jahr 1924. Es zieht viele Fremde in die Stadt auf der Suche nach Glamour, Ausschweifung, Tanz und Zügellosigkeit. Magda, jetzt verheiratete Mehring, soll in ihrer Funktion als Polizeiärztin eine schwer verletzte Frau untersuchen, die offenbar auch ihr Glück in der Stadt gesucht hat und letztendlich im Hafenbecken entsorgt wurde. Als die Unbekannte wenig später ums Leben kommt, macht sich Magda Vorwürfe. Hätte sie anders handeln sollen oder hat sie sogar eine falsche Diagnose gestellt? Doch kurze Zeit später stellt sich heraus, dass die unbekannte Tote eine Millionärin war, die ein wildes Leben mit Damen und Herren aus den höchsten Kreisen genoss. Was oder wer war ihr zum Verhängnis geworden? Auf der Suche nach der Wahrheit kommt Magda einflussreichen und mächtigen Leuten zu nahe.Auch die unermüdliche Suche nach dem kleinen Otto lässt Magda nicht ruhen. Denn Elke, die Magda damals gerettet und in die Obhut ihrer Schwester gegeben hat, sehnt sich immer noch nach ihrem kleinen Bruder. Die Polizei hat mittlerweile neue Erkenntnisse im Bereich Fingerabdrucksicherung und Auswertung gewonnen. Können nach so langer Zeit diese neuen Methoden bei der Auffindung behilflich sein? Es sind zahllose Kinder, von denen die Fingerabdrücke genommen werden müssten. Dann erinnert sich Elke an ein ganz besonderes Merkmal ihres Bruders. Gibt es jetzt vielleicht eine Chance ihn zu finden?Wir treffen alle Protagonisten der vorangegangenen Bücher wieder und können die Entwicklung der einzelnen Leben mit ihren Höhen und Tiefen, Freud und Leid gut verfolgen. Die einzelnen Charaktere sind authentisch dargestellt und haben in den Jahren ihre ganz eigene Entwicklung durchgemacht. Das hat mir besonders gut gefallen.Der Schreibstil war wie gewohnt flüssig und die Handlungen haben mich absolut mitgerissen. Dieses Buch ist ein wahrer Pageturner und hat mir sogar besser gefallen, wie der zweite Band.Das Cover ist wieder ausgesprochen gut gelungen und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Es passt sich in der Gestaltung den Vorgängerbüchern an.Alle drei Bücher der Trilogie haben mich tief beeindruckt und ich kann hier wieder eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen.
Pressestimmen
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.
01.10.2021