Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Jagt Magda einer fixen Idee nach?

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz

Der dritte Band um Polizeiärztin Magda Fuchs: emotional, mitreißend, fesselnd

Berlin 1924: Viele Fremde suchen in der Stadt das schnelle Glück. Offenbar auch die schwer verletzte junge Frau, die von Polizeiärztin Magda untersucht wird. Als die Unbekannte überraschend stirbt, macht Magda sich Vorwürfe. Hat sie eine falsche Diagnose gestellt? Eine Freundin identifiziert die Tote als Millionärin, die im wilden Berlin das Leben mit Damen und Herren aus den höchsten Kreisen genoss. Als Magda versucht, die Wahrheit herauszufinden, kommt sie mächtigen Leuten in die Quere. Aber sie will auch endlich das Schicksal des kleinen Otto aufklären. Er wurde vor vielen Jahren nach einem Familiendrama verschleppt. Seiner älteren Schwester Elke konnte Magda ein neues Zuhause geben. Damals gab sie sich das Versprechen, die Geschwister wieder zusammenzubringen. Plötzlich eröffnet sich die Möglichkeit, Otto doch noch anhand seiner Fingerabdrücke identifizieren zu können. Aber es sind zahllose Kinder, die überprüft werden müssten. Da erinnert sich Elke an ein ganz besonderes Merkmal ihres Bruders. Tatsächlich wird ein Junge gefunden, auf den die Beschreibung passt. Kann er wirklich Otto sein? Oder jagt Magda in Wahrheit nur einer fixen Idee nach, weil sie sich selbst schon so lange ein Kind wünscht?
 
Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.

»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44045-5
Erscheinungsdatum: 16.03.2022
1. Auflage
528 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

zur Autor*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

111 von 111 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.76 von 5 Sternen


76%

24%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


5 - 10 von 111 Leserstimme

firieth am 04.04.2022 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Frauen in den 1920ern

Das Cover ist mit diesem Farbton sehr auffällig und doch auch schlicht, und passt von dem Stil her zu der Zeit in der die Geschichte spielt: die goldenen 20er.Ich wusste nicht, dass es das dritte Buch einer Reihe ist. Dies ist beim Lesen allerdings tatsächlich auch gar nicht aufgefallen. Man hat trotzdem sehr gut in die Geschichte hineingefunden und konnte der Geschichte folgen. Bei Gelegenheit werde ich trotzdem noch die anderen beiden Bücher lesen.Der Kriminalfall ist eher eine Randgeschichte. Eigentlich verfolgt das Buch die Geschichte von zwei Frauen in Berlin in den 1920er Jahren, eine ganz andere Zeit als heute. Eine Zeit im Aufbruch und doch, gerade was die Gleichberechtigung betrifft, wie rückständig die Zeit war.Die Geschichte hält einige Überraschungen bereit, auch unvorhergesehene.Es geht um viele starke Frauen, allen voran natürlich Magda und dann ist da noch Celia. Beide sehr sympathische und echt wirkende Hauptfiguren. Auch die ganzen Nebenfiguren, wie Kuno, Elfi, Doris etc. passen wunderbar in diese Geschichte und bringen immer wieder etwas neues überraschendes mit.Der Schreibstil des Buches wirkt sehr lebendig und mitreißend. Man kann die Personen regelrecht spüren und auch den Geist der Zeit. Man hat mit den Frauen gelitten und mitgefiebert, sich mit ihnen gefreut und mit ihnen gelacht.Fazit: Das war mein erstes Buch dieser Autorin, aber definitiv nicht das letzte. Allein die ersten beiden Bücher dieser Reihe will ich noch unbedingt lesen. Ein rundum gelungenes und mitreißendes Buch.

steffi.scholle.3 am 04.04.2022 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Auch der 3. Teil hat nicht enttäuscht

Im dritten und letzten Teil der Reihe um Polizeiärztin Magda Fuchs, mittlerweile Mehring, tauchen wir ein in das Berlin der 20er Jahre.Magda lebt hier mittlerweile seit 5 Jahren, konnte ihre eigene Praxis aufbauen und hofft darauf, doch noch den vermissten Otto zu finden.Außerdem wird eine fremde Frau ermordet und die Spur führt Kuno und Magda zu dem uns bereits bekannten Anwaltspaar Jensen.Natürlich erleben wir auch den weiteren Weg von Doris Kaufmann und Celia Fahrland, deren Ehemann die größte Firma Deutschlands erbt.Ich hatte mich sehr auf den Abschluss der Triologie gefreut und wurde vom Autorenpaar Helene Sommerfeld auch nicht enttäuscht. Der Kriminalfall war sehr spannend. Die Charakterentwicklungen der Protagonisten waren gut nachvollziehbar.Das Cover reiht sich nahtlos in die Reihe ein. Es hat nur eine andere Farbe. Man kann es zwar unabhängig lesen, aber wer auf die Vorgeschichten nicht verzichten möchte, sollte die anderen beiden Bücher auch noch lesen.Ich gebe eine klare Leseempfehlung und bin traurig, dass ich den weiteren Lebensweg der Frauen nicht mehr weiter verfolgen kann.

brauneye am 04.04.2022 13:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schöner Abschluss der Serie

Zum Inhalt:Magda untersucht eine schwer verletzte Frau, die leider überraschend stirbt. Magda macht sich natürlich Vorwürfe. Hat sie einen Fehler gemacht, eine falsche Diagnose gemacht? Durch eine Freundin erfährt, dass die Unbekannte eine Millionärin ist, die das wilde Berlin in allen Zügen genossen hat. Sie will herausfinden, was ihr geschah, doch damit kommt sie scheinbar mächtigen Leuten in die Quere. Meine Meinung:Die Inhaltsbeschreibung ist natürlich nur ein kleiner Schnipsel der Geschichte, die wieder sehr vielschichtig ist und uns wieder sehr ins Berlin der zwanziger Jahre holt. Klar, habe ich keine Ahnung wie es damals war, aber dennoch habe ich das Gefühl mitten drin zu sein. Ich habe Magda und all die anderen wieder gerne begleitet und bin auch traurig, dass es nun vorbei ist. Aber mit Antonia wird ja vielleicht eine ähnliche Protagonistin viel Freude bereiten.Fazit:Schöner Abschluss der Serie

sigrun63 am 03.04.2022 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Interessante Geschichte

Das Buchcover gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist angenehm und anschaulich. Ich habe mich schon auf das dritte Buch gefreut, um zu erfahren, wie die Geschichte mit der Polizeiärztin Magda Fuchs weitergeht. Es hat sich wie auch die zwei anderen Bücher gut lesen lassen. Es wird alles gut beschrieben und man erfährt, wie die einzelnen Personen so denken und fühlen. Vorrangig ging es diesmal um Celia, die Edgar Hinnes heiratet und die eine Tochter Frieda bekommen. Celia ist eine sehr selbstständig Frau, was ihrer Schwiegermutter Alwine nicht gefällt. Doris Kaufmann hat es geschafft eine berühmte Schauspielerin zu werden und hat einen eigenen Film gedreht. Magda Fuchs machte in Berlin einen Neuanfang, wurde Polizeiärztin und hatte eine eigene Arztpraxis, lernte Kuno Mehring kennen und lieben. Sie hatte fünf erlebnisreiche Jahre in Berlin, lernte interessante Menschen kennen. Man denkt es könnte so bleiben. Ihre Schwester Christa mit Mann Johannes, Ziehtochter Elke und den kleinen Otto sind eine kleine Familie. Dafür das sie den Kindern ein zu Hause gegeben hat, kann man Christa bewundern. Ich finde es gut, dass Kuno sich trotz beruflichen Erfolg in Berlin für den Wünsch von Magda interessiert. Es ist bestimmt nicht so einfach, nochmal einen Neuanfang zu wagen. Wer sich für diese Zeit interessiert, den kann ich das Buch empfehlen.

waterlilly am 03.04.2022 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Grandiose Reihe

Nachdem ich den zweiten Band von „Polizeiärztin Magda Fuchs“ bereits mit 5 Sternen bewertet hatte, müsste ich Teil drei eigentlich 6 Sterne geben! „Das Leben, ein wilder Tanz“ wirft den Leser ab der ersten Seite mitten ins Geschehen. Die Bücher bauen aufeinander auf und ich empfehle in jedem Fall, die Vorgänger zuerst zu lesen. Die Handlung konzentriert sich mittlerweile hauptsächlich auf Magda und Celia, Doris treffen wir nur noch in kurzen Sequenzen. Lernten wir Celia im ersten Band als naives junges Mädchen kennen, beeindruckt sie nun ein ums andere Mal mit ihrer Selbständigkeit und ihrer Charakterstärke. Als Millionärsgattin und junge Mutter könnte sie sich eigentlich zurücklehnen, stattdessen plant sie den Bau eines Mietshauses, koordiniert eine Pension und studiert Medizin. Für eine Frau in den 1920er Jahren ist sie eine überaus moderne Person. Auch Magda hat sich zu einem Charakter entwickelt, den man einfach gerne haben muss. Sie wirkt oft so viel älter und ernster, als sie tatsächlich ist und deswegen sind die Momente, in denen sie mit ihrem Mann Kuno tanzen oder spazieren geht sehr gelungene Einschübe, die ein wenig Leichtigkeit in die ansonsten oft düstere Handlung bringen. Generell finde ich Umgang zwischen Magda und Kuno sehr liebevoll und habe mich immer sehr gefreut, dass Ehepaar in privaten Situation zu erleben. Dieses Mal fand ich auch den Titel Polizeiärztin wieder passend, denn es gibt tatsächlich einen Kriminalfall, der sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht und Magdas und Celias Geschichte verbindet. Geheime Sexclubs, Prostitution, Hehlerei, Gewalt und Mord – das Autorenduo wartet mit einer Vielzahl von Abgründen auf und skizziert die weniger schillernden Seiten der goldenen 20er. Interessant und fast schon kurios lesen sich die damaligen begrenzten Möglichkeiten sowohl bei der Polizeiarbeit als auch in der Medizin. Es gab keine DNA Analysen, mit denen man Verwandtschaften mal eben feststellen konnte, oftmals mussten die Kommissare ihre Ermittlungen einfach auf Annahmen stützen. Auch die Psychologie war zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen und den Menschen blieb nichts anderes übrig, als machtlos das Leiden ihrer Angehörigen hinzunehmen. Die Kapitel in diesem Roman sind lang aber durch die Perspektivenwechsel zwischen den einzelnen Charakteren trotzdem sehr kurzweilig. Neben Magda, Kuno und Celia habe ich auch ganz besonders den Butler Bergmann in mein Herz geschlossen. Ein sympathischer und freundlicher Mann mit so vielen Geheimnissen, dass er der Star in einem eigenen Buch sein könnte. Sehr gefallen hat mir auch die hoffnungsvolle Aufbruchstimmung am Ende des Buches. Unsere Protagonisten haben eine Etappe ihrer Reise erreicht, aber so viel Neues wartet auf sie. Diese Reihe hat sich kontinuierlich von Buch zu Buch gesteigert. Obwohl mir der Auftakt schon gut gefallen hatte, konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen, dass es mir einmal so schwer fallen wird, mich von den Charakteren zu verabschieden. Würde es noch einen Band 4 und 5 geben, würde ich sie mit Freude lesen!

thelidel am 03.04.2022 12:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schöner Abschluss

Der dritte und letzte Teil der Polizeiärztin Reihe nimmt uns noch einmal mit in das Berlin der 20er Jahre. Magda Fuchs kämpft mit ihrer Doppelbelastung als Polizeiärztin und ihrer eigenen Praxis, während sie gleichzeitig die Suche nach dem kleinen Otto nicht aufgibt. Gemeinsam mit ihrem Mann, Kommissar Mehring, wird sie in ein Verbrechen verwickelt, das ihnen Einblick in die exzentrischen Kreise des Berliner Nachtlebens gewährt. Celia hat währenddessen mit den starren und konservativen Vorstellungen ihrer Schwiegermutter und Matriarchin der Hinnes Dynastie und ihrem Eheleben zu kämpfen.In diesem Teil gibt es sowohl neue, interessante Figuren, als auch das ein oder andere Wiedersehen mit alten Bekannten. Ein bisschen Wehmut schwingt in jedem Abschluss mit, allerdings lässt man die liebgewonnenen Figuren an einem Punkt in ihrem Leben zurück, an dem sie selbst wie auch der Leser damit zufrieden sein können.Leider war die Spannung dieses Mal nicht so hoch wie bei den Vorgängern. Durch die vielen Nebenschauplätze gerät der eigentlich spannende und skurrile Fall oft in Vergessenheit. Die ganze Geschichte etwas zu komprimieren, hätte dem Ganzen vielleicht ganz gutgetan. Auch die Figuren haben sich nicht so kontinuierlich wie gewohnt weiterentwickelt und treten gefühlt eher auf der Stelle. Zumindest hatte ich es ein wenig so empfunden, als würden alle nur auf das für sie vorgesehene Ende hinarbeiten. Auch Magda tritt kaum in ihrem Beruf als Ärztin in Erscheinung, sondern immer nur als Sidekick ihres Mannes.Wofür die Geschichte zwar nichts kann, mich das ein oder andere Mal aber sehr irritiert hat, sind die Wechsel der Erzählperspektive. Diese fallen oft mit dem Ende einer Seite zusammen und haben keine klare Abgrenzung. So ist man auf der nächsten Seite erst mal verwirrt und muss neu einordnen wer gerade über was erzählt.Besonders gefallen hat mir, dass die Universen aller „Ärztinnen“ hier einen gemeinsamen Schnittpunkt haben. Vielleicht lese ich jetzt bis zum Erscheinen von „Die Töchter der Ärztin“ erst mal noch die „Die Ärztin“ Reihe!Alles in allem war das Buch wieder wunderbar zu lesen, mit vielen Hintergrundinformationen, die einen das Berlin der 20er gut nachempfinden lassen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, diese starken Frauen auf ihrer Reise zu begleiten. Trotz einiger Längen ist ein würdiger Abschluss der Trilogie entstanden, die es sich sehr zu lesen lohnt.

omami am 02.04.2022 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Teil 3 einer tollen Buchreihe

Die Autoren von " Polizeiärztin Magda Fuchs " schreiben gemeinsam unter dem Namen " Helene Sommerfeld".Das Buch " Das Leben, ein wilder Tanz" ist das dritte Buch aus der Reihe und ein würdiger Abschluss.Band 1, Das Leben, ein ewiger TraumBand 2, Das Leben, ein großer RauschBand 3, Das Leben, ein wilder TanzMagda Mehring, geborene Fuchs, ordiniert nun als Frauenärztin in der ehemaligen Ordination des Vaters der Besitzerin der Pension " Bleibtreu ". Diese wurde aus der Not heraus von Celias Mutter, Frau Fahrland gegründet, und es war Magdas erste Unterkunft in Berlin. Nun lebt sie mit Ehemann Kuno in einer eigenen Wohnung und arbeitet immer noch als Polizeiärztin.Weitere Damen in der Pension sind die Schauspielerin Doris, die Schriftstellerin und Journalistin Erika, dazu kommen noch die Psychologin Margret und Elfriede Kandler, Studentin.Das Personal der Pension besteht aus der Köchin Liesel, dem Dienstmädchen Gerti und der Concierge Babette.Celia, die nach dem Tod ihrer Mutter die Pension geerbt hat, hat nach einer unglücklichen Ehe, nach dem Tod ihres ersten Mannes, noch einmal geheiratet. Edgar, der schwerreiche Sohn von Alfred und Alwine Hinnes, Industrielle und Autohersteller ist ihre große Liebe. Sie bekommt eine Tochter, doch die Schwiegermutter will noch mehr Enkel, Celia hat aber vor, ihr abgebrochenes Medizinstudium abzuschließen, so gibt es immer wieder Unstimmigkeiten. Edgar übernimmt nach dem Tod des Vaters die Geschäfte, die laufen aber nur mittelmäßig.Magda und Kuno indessen haben sich der Suche nach dem kleinen Otto, dem Bruder ihrer angenommenen und bei ihrer Schwester Christa aufwachsenden Ziehtochter Elke verschrieben.Eines Tages wird Magda zu einer Frau gerufen, die schwer verletzt aus dem Urbanhafen geborgen wird.Von da an zeichnet sich ein zuerst sehr unscharfes Bild über Zustände ab, die Magda und ihr Mann versuchen, aufzuklären, und damit in höhere Kreise zwecks Ermittlungen eindringen müssen, was von dort natürlich gar nicht gerne gesehen wird.Das Buch beschreibt die Zustände im Berlin des Jahre 1924 treffend und zeichnet ein gutes Bild sowohl der Reichen als auch der Armen und der Mittelschicht.Auch wenn man die ersten beiden Bücher nicht gelesen hat, versteht man doch alle Zusammenhänge.Schön anzuschauen auch das Cover, das sich nur in der Farbgebung wesentlich von den zwei vorhergehenden Büchern unterscheidet.

matheelfe am 02.04.2022 15:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Großartiger Abschluss

„...Mehr war von Otto nicht geblieben – sein Name und die Fingerabdrücke in der Wohnung seiner Eltern. Und dann war da Elke, seine Schwester, der ihre Erinnerungen keine Ruhe ließen...“Auch Magda gibt nicht auf. Sie hofft erneut, dass man mit der neuen Errungenschaft der Fingerabdrücke eine Spur zu Otto findet, der im Alter von 2 Jahren verschwunden war.Den Autoren ist eine spannende Fortsetzung ihrer Reihe gelungen. Der dritte Band schließt zeitnah an den Vorgängern an. Der Schriftstil ist ausgefeilt und weist die eine andere oder andere Besonderheit auf. Dazu gehört auch der bayrische Dialekt von Liesl, Celias Köchin.Wir befinden uns im Jahre 1924. Magda arbeitet das fünfte Jahr als Polizeiärztin in Berlin. Gleichzeitig hat sie eine eigene Praxis, in der sie sowohl Frauen aus der Mittelschicht, als auch Prostituierte behandelt, natürlich zu unterschiedlichen Zeiten.Als Magda ins Krankenhaus gerufen wird, um Xenia van Xanten zu untersuchen, ahnt sie nicht, dass die junge Frau wenige Tage später tot sein wird. Der Fall zieht weite Kreise und bezieht viele von Magdas Bekannten mit ein. Was hat die Millionärin in Berlin gesucht? Wieder geht es um die Rechte der Frauen. Spannende Gespräche beleuchten das Thema. So muss Cläre nach dem Tod ihres Vaters feststellen, dass ihr Erbteil treuhänderisch verwaltet wird und sie keinen Platz in der Leitung der Fabrik erhält.„...Es sind oft die Mütter, die uns Frauen daran hindern, dass wir es den Männern gleichtun. Aber ich verstehe nicht, warum...“Alwine, Cläres Mutter, ist gleichzeitig die Schwiegermutter von Celia. Der gibt sie zu verstehen, dass sie die Aufgabe hat, genügend Kinder zu gebären. Nach der Geburt der Tochter Frieda könne sie doch wieder schwanger werden. Damit aber gerät sie an die Falsche. Celia will studieren und Ärztin werden.Ab und an schimmert ein feiner Humor in der Geschichte durch. Das folgende Gespräch spielt sich ab, als Celia ihre Tochter gebiert. „...“Das geht vorbei“, meinte Josefine und tupfte ihrer Freundin Celia den Schweiß von der Stirn. „Meine Kinder sind das schönste Geschenk, das ich mir selbst gemacht habe.“ „Wenn das Auspacken bloß nicht so anstrengend wäre“, japste Celia...“Sehr gut werden die historischen Entwicklungen wiedergegeben. Das Leben im Jahre 1924 ist vielschichtig. Es gibt immer mehr Frauen, die es satt haben, die zweite Rolle zu spielen. In vielfältigen Gesprächen werden ihre Gedanken deutlich.Währenddessen haben Wagner und Mehring, Magdas Mann, mit den Ermittlungen alle Hände voll zu tun. Die Spuren reichen in die höchsten Ämter der Gesellschaft. Dort aber sind ihnen die Hände gebunden.Das Buch verfügt über einen hohen Spannungsbogen. Dazu trägen die komplexen Beziehungen der Protagonisten bei. Gleichzeitig werden Themen angesprochen, die für die damalige Zeit relativ neu waren oder die immer unter den Tisch gekehrt wurden. Das betrifft Fragen der Sexualität, aber auch psychische Erkrankungen wie Autismus.Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es bekommt von mir eine unbedingte Leseempfehlung.

lilalesemaus am 02.04.2022 13:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erneut spannend, leider der letzte Teil

Hier nun der dritte - und vorerst letzte Band - der Trilogie um die Polizeiärztin Magda Fuchs.Berlin 1924 - Polizeiärztin Magda Fuchs ist mit Kriminalkommissar Kuno Mehring glücklich verheiratet. Sie hofft immer noch den kleinen Bruder von Elke wiederzufinden. Die Geschichte knüpft hier nahtlos an Band eins und zwei an. Auch die (ehemaligen) Pensionsmitbewohnerinnen Doris Kaufmann, Elfriede Kandler und auch die jetzige Pensionsbesitzerin Celia Hinnes-Fahrland spielen wieder eine große Rolle.Gekonnt verknüpft Helene Sommerfeld die einzelnen Handlungsstränge um die unterschiedlichen jungen Frauen zu einer großen Handlung. Es ist von Vorteil die ersten beiden Bände zu kennen, aber auch ohne kann man der Handlung folgen. Es gelingt dem Autorenpaar erneut, eine spannende Geschichte mit viel historischem Hintergrund zu zeichnen. Der Spannungsbogen wird durchgehend gehalten. Die Sprache ist flüssig und es macht Spaß, das Buch zu lesen. Ich bin erneut durch das Buch geflogen. Mit einer kleinen Träne nimmer man Abschied von der Geschichte um die so verschiedenen Frauen, die alle nur ihr kleines Stückchen Glück in einer noch nicht allzu "frauenfreundlichen Zeit" leben wollen. Das Ende stimmt versöhnlich, gibt es doch auch Ausblick auf eine neue und zugleich wohl bekannte Reihe. Von mir 5 Lesesterne für einen Kriminalroman mit zeitgeschichtlichem Kolorit und starken Frauenfiguren!

eulalia lesemaus am 01.04.2022 11:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Leider der letzte Teil

Zum dritten und leider letzten Mal begleiten wir die Polizeiärztin Magda ein kurzes Stück auf ihrem Lebensweg. Berlin 1924: Magda arbeitet noch immer als Polizeiärztin und hofft, den verschwundenen Otto wiederzufinden, dessen Schwester bei Magdas Familie ein gutes Zuhause gefunden hat. Fingerabdrücke haben ihren Weg in die Polizeiarbeit gefunden und könnten dabei helfen, den Jungen wiederzuerkennen. Medizinstudentin Celia ist inzwischen verheiratet und erwartet ein Kind, hält aber an ihrem Traum fest, Ärztin zu werden.Auch in diesem Buch geht es wieder um die verschiedenen Lebensentwürfe von Frauen jener Zeit. Manches ist ihnen inzwischen möglich, das vor dem ersten Weltkrieg undenkbar war, aber vieles noch nicht. Neue Schwierigkeiten kommen zu den alten Hindernissen. Nur wenige Menschen können so leben, wie sie es gerne möchten. (Hierzu würde ich gerne noch etwas ergänzen, kann es aber nicht, ohne zu spoilern)Leider endet die Reihe mit diesem Band. Dabei gäbe es noch so viel zu erzählen: Wie es mit Celia weitergeht, was aus Ina wird und Cläre - Celias Schwägerin - wäre auch sehr interessant. Hierbei handelt es sich nämlich um eine (mehr oder weniger) bekannte historische Persönlichkeit. Clärenore Stinnes, die als erste Frau mit einem Auto um die Welt fuhr.Zumindest steht fest, dass es ein neues Buch des Autorenpaars geben wird, dass sich einer "alten Bekannten" aus der Reihe um die Ärztin Ricarda Thomasius widmen wird, der Magda am Ende dieses Buchs begegnet.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

mobil - Das Magazin der Deutschen Bahn
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.

01.10.2021