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Jagt Magda einer fixen Idee nach?

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz

Der dritte Band um Polizeiärztin Magda Fuchs: emotional, mitreißend, fesselnd

Berlin 1924: Viele Fremde suchen in der Stadt das schnelle Glück. Offenbar auch die schwer verletzte junge Frau, die von Polizeiärztin Magda untersucht wird. Als die Unbekannte überraschend stirbt, macht Magda sich Vorwürfe. Hat sie eine falsche Diagnose gestellt? Eine Freundin identifiziert die Tote als Millionärin, die im wilden Berlin das Leben mit Damen und Herren aus den höchsten Kreisen genoss. Als Magda versucht, die Wahrheit herauszufinden, kommt sie mächtigen Leuten in die Quere. Aber sie will auch endlich das Schicksal des kleinen Otto aufklären. Er wurde vor vielen Jahren nach einem Familiendrama verschleppt. Seiner älteren Schwester Elke konnte Magda ein neues Zuhause geben. Damals gab sie sich das Versprechen, die Geschwister wieder zusammenzubringen. Plötzlich eröffnet sich die Möglichkeit, Otto doch noch anhand seiner Fingerabdrücke identifizieren zu können. Aber es sind zahllose Kinder, die überprüft werden müssten. Da erinnert sich Elke an ein ganz besonderes Merkmal ihres Bruders. Tatsächlich wird ein Junge gefunden, auf den die Beschreibung passt. Kann er wirklich Otto sein? Oder jagt Magda in Wahrheit nur einer fixen Idee nach, weil sie sich selbst schon so lange ein Kind wünscht?
 
Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.

»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44045-5
Erscheinungsdatum: 16.03.2022
1. Auflage
528 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Helene Sommerfeld

Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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111 von 111 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.76 von 5 Sternen


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4 - 10 von 111 Leserstimme

frali am 09.04.2022 19:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Richtig gut wieder

Der Dritte und vermutlich auch der letzte Teil von Helene Sommerfeld und ihre Polizeiärztin Magda Fuchs. Schade schon einmal vorab! Mit dem dritten Teil, Das Leben ist wie ein Tanz, wurden meine Erwartungen mehr als nur übertroffen! Nachdem ich von dem zweiten Teil schon so begeistert war, freute ich mich auf diesen Teil. Natürlich sind wieder die selben Protagonisten mit dabei, außer Magda Fuchs-Mehring und Kuno Mehring sind wieder Celia Hinnes-Fahrland, Rainer Bergmann, das Ehepaar Jessen sowie altbekannte von der Polizei wie zum Beispiel Wagner. Das Leben ein wilder Tanz spielt im Jahr 1924 wieder in Berlin und ab und an auch in Hildesheim, wo Magda ursprünglich her stammt. Magda sowie Kuno versuchen seit längerem ein Kind zu bekommen, was zum Ende des Buches auch gelingt. Bis es soweit ist, müssen jedoch die ein oder anderen Schwierigkeiten und auch Morde aufgeklärt werden. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende sehr gut geschrieben, man verläuft sich nicht und ist immer bei den einzelnen Geschehnissen dicht dabei. Einen vierten Teil könnte ich mir super gut vorstellen, denn Magda und Kuno könnten noch eine ganze Menge erleben, Stoff wäre definitiv noch genug vorhanden!

sonexuy am 09.04.2022 15:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lesenswerter Abschluss einer gelungenen Serie

So, wie die beiden Bücher vorher, ist auch der Abschlussband so geschrieben, dass man sofort in die Geschichte reinkommt, sich nie langweilt und sich kaum von der Lektüre lösen kann. Alle wichtigen Figuren sind altbekannt, und man freut sich, ihnen wieder zu begegnen. Jede Figur hat noch eine Geschichte zu erzählen, vielleicht liest man hier an der einen oder anderen Stelle sogar eine Überleitung zu einem neuen Buch.Der Kriminalfall, der das Buch durchzieht wie ein roter Faden, ist wieder sehr interessant, zumal man auch etwas über die geschichtliche Entwicklung der Kriminalpolizei erfährt.Vom Schreibstil her macht dem Autorenduo so schnell niemand etwas vor, mitreißend, spannend, einladend und mit historischen Details gespickt. Gerade das Einarbeiten der historischen Details ist es, was das Buch davor bewahrt, in der Menge netter Geschichten unterzugehen.

marimirl am 09.04.2022 15:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gelungener Abschluss

Der dritte und letzte Band der Serie rund um die Polizeiärztin und Gynäkologin Magda steht seinen Vorgänger um nichts nach. Im Gegensatz zu den ersten beiden Bände spielt ihre Rolle als Ärztin eine etwas kleinere Rolle, denn diesmal gibt es einen Kriminalfall zu lösen. Klingt nicht nur spannend, ist es auch. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und war gespannt darauf, wie das Leben der handelnden Personen weitergeht. Neben Magda gibt es da doch einige weitere Charaktere, die großteils bereits aus den anderen Büchern bekannt sind. Celia, Medizinstudentin und Millionärsgattin, nimmt einen großen Platz an, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Man könnte das Buch wohl auch lesen ohne die Vorgänger zu kennen, jedoch fehlt dann doch einiges an Hintergrundwissen, das zwar nicht zwingend nötig ist aber doch mehr Lesespaß bereitet. In der neuen Serie der Autorin, die Ende des Jahres erscheinen soll, werden wir hoffentlich den ein oder anderen Charakter wieder treffen. 

caillean79 am 08.04.2022 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Das große Finale der Polizeiärztin-Saga

Zum 3. Mal bin ich mit Polizeiärztin Magda Fuchs ins Berlin der 1920er Jahre gereist. Da ich mittlerweile schon einige Bücher gelesen habe, die in dieser Zeit in Berlin spielen, war mir der gesellschaftliche und politische Rahmen der Geschichte vertraut. Nun könnte man das Fluch oder Segen nennen… Denn einerseits war ich sofort drin in der Geschichte, andererseits hatte ich natürlich bei vielen Erläuterungen oder Beschreibungen das Gefühl, es so oder ähnlich bereits einmal gelesen zu haben.Dennoch erzählt das Autorenduo, das sich hinter dem Pseudonym Helene Sommerfeld verbirgt, die Geschichte von Magda Fuchs, nun verheiratete Mehring, und den anderen aus Band 1 und 2 bekannten Frauen spannend weiter. Magda hatte ja in den Vorgängerbänden die kleine Elke gerettet, die nun als Ziehkind bei Magdas Schwester lebt. Wo jedoch Elkes kleiner Bruder Otto abgeblieben ist, weiß niemand. Magda hat die Hoffnung noch immer nicht aufgegeben und versucht mit Hilfe ihres Mannes Kuno, der ja Kriminalkommissar ist, den Jungen aufzuspüren. Celia hatte den reichen Industriellensohn Edgar geheiratet. Sie wollten eine Ehe auf Augenhöhe führen, doch als Edgars Vater stirbt und Edgar die Geschäfte seines Vaters übernehmen muss, entfernen sie sich voneinander.Derweil hat sich Doris Kaufmann zum gefeierten Filmstar entwickelt, will sogar einen eigenen Film produzieren und träumt von der ganz großen Karriere in Amerika. Über 500 Seiten führen die Autoren durch das turbulente Berlin jener Zeit und erzählen in diesem Buch außerdem noch einen Kriminalfall. Insgesamt hatte ich diesmal den Eindruck, dass unheimlich viele Themen angefasst werden – von LGBTQ-Personen bis Autismus. Dabei können diese Themen neben den Haupt-Handlungssträngen jedoch für sich jeweils nicht die Tiefe erfahren, die ich mir dafür gewünscht hätte und so „verpufft“ das eine oder andere interessante Thema leider als „unter ferner liefen…“ Das fand ich etwas schade. Insgesamt ist der Roman wieder sehr flüssig erzählt und man kann richtig durch die Seiten fliegen. Dennoch konnte mich dieser dritte Teil nicht ganz so sehr einfangen wie die beiden Vorgängerbände. Aber das will ich gar nicht den Autoren anlasten – wahrscheinlich habe ich, wie eingangs erwähnt – nun mittlerweile einfach (zu) viele ähnliche Romane gelesen und entdecke daher weniger Besonderes darin. Für mich ist es einfach das Zeichen, mich verstärkt Büchern mit anderen Themen zu widmen. Aber wer gern in Romanen über die Goldenen Zwanziger schwelgt, der ist mit der Magda-Fuchs-Reihe auf jeden Fall gut beraten!

nati am 08.04.2022 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Abschied von Polizeiärztin Magda Fuchs

Auch in dem dritten Band um die Polizeiärztin begleite ich Magda Fuchs bei ihrer Arbeit in Berlin. Zu den Aufgaben von Magda gehört es als Polizeiärztin dazu Kinder, die in den Sog von Gewalt geraten sind, ärztlich zu versorgen. Ein wieder aufgetauchtes Dokument brachte Magda wieder den Fall Schmittke und den kleinen Otto in Erinnerung. Otto war nach Aussagen seiner damals 7jährigen Schwester Elke verschleppt worden. Bei jedem unbekannten Jungen hofft Magda auf Otto. Wird sie ihn wieder finden können? Aber auch ein weiterer Fall macht Magda zu schaffen. Sie sollte den Gesundheitszustand einer jungen Frau beurteilen, die gerade noch rechtzeitig aus dem Hafenbecken gezogen wurde. Magda vermutet Missbrauch von Alkohol in Verbindung mit Drogen. Als die Unbekannte überraschend stirbt, macht sie sich schwere Vorwürfe. Hätte die Frau mehr Hilfe gebraucht?Nach dem ich bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe gelesen habe, war ich bereits sehr gespannt auf die Fortsetzung und wurde nicht enttäuscht. Das Buch umfasst die Zeit von 1924 Bis 1926 In der ich Magda Fuchs begleite. Gekonnt vermittelt das Autorenduro die medizinischen sowie gesellschaftlichen Probleme der damaligen Zeit. Sehr bewusst wird auf die Stellung der Frau Anfang des 20. Jahrhunderts hingewiesen. Neben Magda Fuchs entwickeln sich gerade die weiblichen Hauptprotagonisten weiter und zeigen ein harmonisches Zusammenspiel. Der Schreibstil ist flüssig. Schnell findet man wieder einen Zugang zu der Ärztin Magda, da sie eine sympathische Ausstrahlung hat.Das Autorenduo glänzt mit viel Atmosphäre. Die vielen Facetten der Zwanzigerjahre von Berlin werden sehr ansprechend und authentisch beschrieben. Unterstrichen wird dieses noch durch die eingestreuten Wörter und Sätze im Berliner Dialekt. Durch die bildhaften Beschreibungen sah ich nicht nur die großen Villen, sondern auch die Armenviertel mit ihren dunklen Hinterhöfen. Zur Orientierung gibt es im Buch einen Stadtplan aus dem Jahr 1925 von Berlin und ein Register mit den wichtigsten Personen. Für mich hat sich das Buch wieder zum Pageturner entwickelt, der mich von Beginn an gefesselt hat. Ich durfte wunderbare Lesestunden mit Polizeiärztin Magda Fuchs verbringen, doch nun heißt es Abschied nehmen.

meinekleinebüchersucht68 am 08.04.2022 17:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine Ära geht zu Ende

Berlin 1924Die Polizeiärztin Magda Fuchs und ihr Mann Kuno stehen vor einem spektakulären Mordfall. Magda Fuchs, die nach ihrer Hochzeit mit Kuno jetzt Mehring heißt, wird zu einer verletzten Person gerufen. Eigentlich sind solche Einsätze für Magda Alltag, aber dieser Fall scheint ein wenig anders zu sein. Nachdem die verletzte Frau entlassen wurde, wird diese kurz darauf tot aus dem Hafenbecken gefischt. Der Tod ihrer Patienten wirft bei Magda einige Fragen auf: Hat sie Verletzungen übersehen und daraufhin eine falsche Diagnose gestellt? Aber nicht nur der plötzliche Tod wirft Fragen auf, sondern auch das Auftauchen einer Freundin der Verstorbenen, die sie als vermisst meldet. Nach und nach kommt heraus, in welchen Kreisen sich die Verstorbene kurz vor ihrem Tod verkehrte. Ihre Spurensuche führt das Ehepaar Mehring zu den mächtigsten Leuten Berlins. Auch wenn der aktuelle Fall schon ziemlich zeitaufwendig ist, so verliert Magda ihre eigentliche Mission nicht: sie will den Bruder von Elke finden. Wird es ihr diesmal gelingen?Auch bei Celia stehen stürmische Zeiten ins Haus, denn ihre Ehe mit Edgar scheint immer mehr ins Wanken zu geraten. Wird sie ihre Ehe retten können und wie geht es beruflich bei ihr weiter?Mit großer Begeisterung las ich die beiden ersten Bänder dieser erfolgreichen Trilogie. Im März 2022 ist nun der dritte und letzte Teil Polizeiärztin Magda Fuchs „Das Leben, ein wilder Tanz“ von Helene Sommerfeld im dtv Verlag erschienen. Tipp: Diese Reihe ist nicht für Quereinsteiger gedacht, denn die einzelnen Bände schließen nahtlos an den vorherigen und ohne die nötigen Vorkenntnisse, könnte der Einstieg in die Geschichte sehr schwer werden. Alle Teile hintereinanderweg zu lesen lohnt sich definitiv!!!Wie schon in den zwei Bänden zuvor, hat mich auch hier der flüssige und leichte Schreibstil des Autorenpaar Sommerfeld abholt und so konnte ich meine Reise mit Magda Fuchs ungehindert fortsetzen. Jeder Teil ist wie eine Art nach Hause kommen. Ab der ersten Seite trifft man liebgewonnene Personen wieder, und so war es auch diesmal. Polizeiärztin Magda Fuchs /Mehring, Kriminalkommissar Kuno Mehring, Medizinstudentin Celia Hinnes – Fahrland, Ingenieur Edgar Hinnes oder die erfolgreiche Schauspielerin Doris Kaufmann und so freute ich mich auf ihre persönliche Geschichte. Aber was wäre eine Handlung ohne Neuzugänge? Langweilig und so mischten sich neue, aber vor allen Dingen sehr interessante Charaktere unter den Bekanntenkreis. Wer schon den ersten oder sogar beide Bände gelesen hat, merkt wie nahtlose Übergang erfolgt und so befinden wir uns nun im Jahr 1926. Polizeiärztin Magda Fuchs hat ihren Freund Kuno geheiratet und heißt nun Mehring. Ihre Arbeit ist ein Spagat zwischen ihrer eigenen Praxis und der Polizeiwache. Ihr Augenmerk ist immer noch die Suche nach Elkes kleinem Bruder Otto, den sie bis heute noch nicht fand. Auch wenn die Suche nach der berühmten Stecknadel im Heuhaufen gleicht, so ist aufgeben keine Option für Magda. Jeden noch so kleinsten Hinweis geht sie nach, aber die nötige Unterstützung findet sie nach wie vor bei ihrem Ehemann Kuno, der ihr eine große Hilfe ist. Durch Elke erhält sie einen entscheidenden Tipp, aber wird sie dadurch endlich den kleinen Otto finden? Ein anderer Fall beschäftigt Kuno, denn dieser muss in einem mysteriösen Mordfall ermitteln, aber die Suche nach dem oder den Tätern gestaltet sich schwerer als gedacht. Eine ehemalige Patientin von Magda wird tot aus dem Hafenbecken gefischt und seine Ermittlungen führen ihn in das turbulente Nachtleben Berlins. Wird er den Fall lösen können? Aber nicht nur beruflich stehen beide vor wichtigen Entscheidungen, auch privat müssen neue Weichen gestellt werden. Genauso wie bei Magda und Kuno steht auch Celia Hinnes-Fahrland vor wichtigen Entscheidungen. Ihre Ehe mit ihrem Mann Edgar steht unter keinem guten Stern. Zwar wird ihre Liebe mit der Geburt ihrer gemeinsamen Tochter gekrönt, aber reicht dies aus, um die aktuelle Situation zu ändern. Zudem möchte Celia gerne ihr Medizinstudium beenden, aber wird dies als Mutter überhaupt möglich sein? Braucht ihre Tochter sie nicht mehr? Auch mit dem dritten und letzten Teil der erfolgreichen Reihe konnte mich das Autorenpaar Helene Sommerfeld erneut in ihren Bann ziehen. Entschuldigung, dass ich mich hier wiederhole, aber ich kann dies wirklich nur unterstreichen: die zwei verstehen ihr Handwerk und jedes Mal bin ich restlos begeistert, womit sie ihre Leserschaft beeindrucken. Erneut haben sie eine brillante Arbeit abgeliefert und dank ihrer akribischen und detaillierten Recherche hat der Roman eine enorme Authentizität erhalten. Hier stimmt einfach alles: angefangen von den Charakteren, die perfekt eingefangene Kulisse bis hin zur Handlung. Es ist kein Roman, den man einfach nur liest. Es ist eine Zeitreise mit all seinen Facetten, die Berlin in den Zwanzigern erleben durfte. So wie die Trilogie begann so stimmig ist auch ihr Ende. Das über 500 Seiten dicke Buch habe ich nur ungern aus den Händen gelegt, denn ich habe diese Reise mehr als nur genossen. Ich habe sie erlebt. Einerseits bin ich traurig, dass diese Trilogie mit diesem Band ihr Ende findet, aber andererseits bin ich offen für Neues. Am Ende dieses Buches befindet sich eine kleine Leseprobe ihres neuen Werkes und meine Neugierde wurde schon ein geweckt. 5 von 5 Sternen und für mich ein absolutes Lesehighlight!

thrillerliese am 08.04.2022 08:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Starke Frauen in den Goldenen 1920ziger Jahren

Der dritte und leider letzte Band aus der Reihe "Polizeiärztin Magda Fuchs" kommt im gewohnt schönen Buchcover daher. Eine Frau im typischen Stil der Zwanziger Jahre, ein Bild aus der Zeit und Art Deko werden mit goldenen Akzenten zu einem richtig schicken Cover. Magda Fuchs, die Hauptfigur, ist nun schon seit fünf Jahren im quirligen Berlin. Neben ihrer Arbeit hat sie als eine der ersten Frauen eine Frauenarztpraxis und hat den Kollegen und Kommissar Kuno Mehring geheiratet. Bei ihrer Arbeit werden die beiden mit dem Elend der Zeit konfrontiert; Prostitution, vernachlässigte Kinder, Gewalt. Die Autorin versucht immer wahrheitsgetreu die Situationen von damals in die Geschichte einfließen zu lassen. Auch Schauplätze und Orte. Der Beginn der NSDAP Bewegung wird auch thematisiert. Ich finde es toll, das man gleich noch etwas über Geschichte erfahren kann. Fünf weitere Frauen spielen in diesem Buch die Hauptrolle und deren Leben und Schicksale sind miteinander verwoben. Mir gefiel die Reihe echt gut und es ist faszinierend zu sehen, wie sich die Figuren verändern und "moderner" werden und sich aus den Zwängen befreien.

bibi21 am 07.04.2022 19:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

lesenswert

Polizeiärztin Magda Fuchs. Das Leben, ein wilder Tanz ist bereits der 3 Teil der Serie um die Polizeiärztin. Helene Sommerfeld (Pseudonym) entführt den Leser wieder ins Berlin der 1920er Jahre. In diesem Teil geht es nicht nur um das Schicksal Einzelner wie beispielsweise Otto (den sie ja auch in den Teilen 1 und 2 sucht), sondern auch um Magda ihr eigenes Schicksal. Der Schreibstil ist wieder hervorragend. Die Kapitel haben genau die richtige Länge und auch die Spannung wird bis zum Schluss gehalten. Die Schauplätze und die Charaktere der handelnden Personen sind authentisch und es gibt einen "roten Faden" der durch das gesamte Buch verläuft. Das Cover ist wieder schlicht gehalten, jedoch für echte Magda Fuchs Fans auf den ersten Blick zu erkennen. Das Buch ist empfehlenswert. Es ist schade, dass es keinen weiteren Teil geben wird

leser44 am 05.04.2022 15:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein gelungener Abschluss!

„Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz“ ist der dritte und letzte Band der Polizeiärztin-Reihe von Helene Sommerfeld. Mit diesem gelungenen Abschluss verabschiedet sich Magda von ihren Leser*innen. Gleichzeitig lernt man die Protagonistin der neuen Reihe von Helene Sommerfeld kennen und kann sich daher auf ein neues Leseabendteuer freuen!Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Magda und Celia spielen in diesem Band die zentralen Rollen. Gerade bei Celia haben wir eine große Entwicklung seit Band 1 erlebt und daher war es besonders schön zu sehen, wie es mit ihr weitergeht. Auch Magdas Leben verändert sich am Ende sehr und es lauern verschiedene Überraschungen auf den Leser! Gerade dieser Band hat auch einige komplizierte und außergewöhnliche Charaktere. Geschichtlich geht es auch in diesem Band interessant weiter. Die sich veränderte Rolle der Frau wird oft thematisiert. Der Kriminalfall ist kurios und lädt zum Miträtseln ein.Das Ende schließt die Reihe gut ab, allerdings bleiben noch ein paarweise Fragen offen, die Platz für Interpretationen lassen.Fazit: Spannend! Kurios! Außergewöhnliche Charaktere! Ein gelungener Abschluss!

leseratte1310 am 05.04.2022 09:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Gelungenes Finale

Und wieder darf ich die Polizeiärztin Magda Fuchs im Berlin der zwanziger Jahre begleiten. Sie praktiziert inzwischen in ihrer eigenen Praxis und versucht auch immer noch, den vermissten Otto zu finden, der verschleppt wurde. Sie behandelt eine schwer verletzte junge Frau, die aber trotzdem stirbt. Magda zweifelt an sich, ob sie alles richtig gemacht hat. Dann stellt sich heraus, dass die Tote vermögend war und das wilde Leben in Berlin genossen hat. Magda versucht herauszufinden, warum die Frau sterben musste und tritt damit mächtigen Leuten auf die Füße.Dies ist der finale Band um die Polizeiärztin Magda Fuchs und wie schon die anderen Bände so konnte mich auch dieser Roman wieder packen. Der Schreibstil der Autorin liest sich wirklich toll. Es geht auch in diesem Buch wieder um die Rolle der Frauen, die abhängig sind von Männern und keine eigenen Entscheidungen treffen dürfen. Häufig aber sind es die Mütter, die ihre Töchter in diese Rolle drängen.Die Charaktere sind gut und interessant dargestellt. Magda Fuchs ist eine starke Frau, die der Sache gerne auf den Grund geht. Sie hat sich im Laufe der Zeit sehr schön weiterentwickelt. Auch wenn sich Berlin oft von seiner wilden und schillernden Seite zeigt, so gibt es dort sehr viel Armut und Not. Häufig tun sich Abgründe auf, die mit aller Macht aber verborgen bleiben sollen. Es ist ein spannender Roman, der die historischen Verhältnisse jener Zeit gut darstellt. Mir hat diese Reihe gut gefallen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

mobil - Das Magazin der Deutschen Bahn
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.

01.10.2021