Es sind viele Jahre vergangen, seit der kleine Otto nach einem Familiendrama verschwand. Seiner älteren Schwester Elke konnte Polizeiärztin Magda ein neues Zuhause geben. Damals versprach sie sich selbst, die Geschwister wieder zusammenzubringen. Plötzlich eröffnen sich der Polizei neue Möglichkeiten. Kann Otto nach all den Jahren doch noch gefunden werden?
9,99 €
(0,00 € / )
Wird sofort digital versendet
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 2–3 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein wilder Tanz
Der dritte Band um Polizeiärztin Magda Fuchs: emotional, mitreißend, fesselnd
Berlin 1924: Viele Fremde suchen in der Stadt das schnelle Glück. Offenbar auch die schwer verletzte junge Frau, die von Polizeiärztin Magda untersucht wird. Als die Unbekannte überraschend stirbt, macht Magda sich Vorwürfe. Hat sie eine falsche Diagnose gestellt? Eine Freundin identifiziert die Tote als Millionärin, die im wilden Berlin das Leben mit Damen und Herren aus den höchsten Kreisen genoss. Als Magda versucht, die Wahrheit herauszufinden, kommt sie mächtigen Leuten in die Quere. Aber sie will auch endlich das Schicksal des kleinen Otto aufklären. Er wurde vor vielen Jahren nach einem Familiendrama verschleppt. Seiner älteren Schwester Elke konnte Magda ein neues Zuhause geben. Damals gab sie sich das Versprechen, die Geschwister wieder zusammenzubringen. Plötzlich eröffnet sich die Möglichkeit, Otto doch noch anhand seiner Fingerabdrücke identifizieren zu können. Aber es sind zahllose Kinder, die überprüft werden müssten. Da erinnert sich Elke an ein ganz besonderes Merkmal ihres Bruders. Tatsächlich wird ein Junge gefunden, auf den die Beschreibung passt. Kann er wirklich Otto sein? Oder jagt Magda in Wahrheit nur einer fixen Idee nach, weil sie sich selbst schon so lange ein Kind wünscht?
Polizeiärztinnen gab es ab 1900 in Berlin. Diese standen zwar im Dienst der Polizei, führten jedoch keine polizeilichen Arbeiten aus, sondern waren zuständig für die medizinische Betreuung der Opfer von Gewaltverbrechen, insbesondere an Frauen und Kindern. Zusätzlich kümmerten sie sich um die gesundheitliche Versorgung der zahlreichen Prostituierten in den Zwanzigerjahren. Das Amt einer Polizeiärztin wurde für eine geringe Entlohnung nur nebenberuflich bekleidet.
»›Die Polizeiärztin‹ entführt einen in die 1920er Jahre nach Berlin. Man spürt die Atmosphäre, ist mittendrin im Geschehen. Gierig saugt man das Leben und die spannende Geschichte auf.«
Alex Dengler denglers-buchkritik.de 28.06.2021
Bibliografische Daten
1. Auflage
Helene Sommerfeld
Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines in Berlin lebenden Autoren-Ehepaars. Ihre Trilogie um die Ärztin Ricarda Thomasius hat ihre Leser mitten ins Herz getroffen und erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.
2 - 10 von 111 Leserstimme
Gelungener Abschluss
Mittlerweile ist es 1924 in Berlin geworden. Die Polizei hat mit den ganzen Zugezogenen viel zu tun. Magda wird auch immer wieder dazu geholt, da sie der Polizei als Ärztin zur Verfügung steht. Doch sie hat auch ein eigenes, großes Ziel. Sie will endlich Otto finden!Im Abschlussband geht es wieder im stetigen Wechsel zwischen Magda, Celia, Doris, Erika, Ina und Ruth hin und her. Alle versuchen ihr Glück zu finden und ihrer Arbeit nachzugehen. Vor allem Celia ist unglücklich in ihrer zugewiesenen Rolle und sie kämpft im eigenen Zuhause um die Gleichberechtigung der Frauen. Gut dargestellt wurde der Zeitgeist in Berlin, mit welchen Problemen die Polizei zu kämpfen hatte, aber auch wie es um die Moral damals stand. Mir hat gut gefallen, dass am Ende die Fäden alle zusammen laufen und man die Buchreihe zufrieden abschließen kann. Ich habe die ganze Reihe gerne verfolgt und bin mal auf das neue Werk Ende des Jahres gespannt.
Sehr gelungener Abschluss
Das Cover spiegelt die Zeit in der die Geschichte spielt wider und hat mir wieder sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt sehr flüssig und man ist direkt im Geschehen eingetaucht. Diesmal knüpft die Geschichte an Elke an, die mittlerweile bei Magdas Schwester lebt, und ihren Bruder immer noch vermisst.Es werden viele Wege beschritten um Otto endlich zu finden. Magda und ihr Mann unternehmen unsagbar viele Möglichkeiten dafür. Es war wieder sehr spannend und man stand ständig etwas "unter Strom", da man mit fieberte, was als nächstes wohl passiert. Ich habe mich wieder sehr unterhalten gefühlt und habe leider den zweiten Teil des Bandes verpasst. Meines Erachtens sollte man die Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen, dann passiert es einem nicht wie mir, dass ich mich gewundert habe, dass Magda auf einmal verheiratet war. Vielen Dank, dass ich das Buch lesen durfte und ich empfehle es jedem, der gerne Bücher aus den 1920er Jahren liest und ein wenig über die damalige Arbeit einer Polizeiärztin erfahren möchte.
Abschluss
Berlin 1924. Magda ist weiterhin Polizeiärztin und führt ihre eigene Praxis. Doris wird immer erfolgreicher im Filmgeschäft und Celia hat Probleme in ihrer Ehe. Ein Mord an einer adeligen Holländerin wird untersucht und alle Beteiligten sind irgendwie mit der Geschichte verbunden. Denn sie zieht ihre Bahnen bis in die höchsten Kreise.Das Buch ist der Abschluss der Trilogie um die Polizeiärztin Magda. Aber wie in den Vorgängerbänden auch schon geht es hier nicht ausschließlich um Magda, sondern auch um ihre Freundinnen, Bekannte und auch Angestellte. Durch diese vielen unterschiedlichen Personen ist es möglich, in jeweils andere Milieus einzutauchen und auf diese Art und Weise Menschen in verschiedenen Lebenssituationen kennenzulernen. Ob bitterarm oder steinreich – das alles ist wirklich sehr gut beschrieben und miteinander verbunden. Neben dem Lesevergnügen lernt man so eine wilde, aber auch sehr interessante Zeit kennen. Von mir eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich auf die neue Reihe.
Ein guter Schlusspunkt
Mit Band 3 „Das Leben, ein wilder Tanz“ schließt Helene Sommerfeld ( hinter diesem Pseudonym verbirgt sich ja bekanntermaßen ein prominentes Autorenpaar) die Trilogie um die Polizeiärztin Magda Fuchs. Da Band zwei zu dem wirklich guten Einstiegsband etwas abfiel, setzt das vorliegende Buch m.E. aber einen wirklich guten Schlusspunkt.Magda und ihr Ehemann, der Kriminalkommissar Kuno, ermitteln Hand in Hand im mysteriösen Todesfall der reichen Xenia van Xanten. Verdächtige gibt es eine Reihe. Sogar Rainer Bergmann, der Butler von Edgar Hinnes, dem Mann von Magdas Vermieterin Celia kommt in Untersuchungshaft. Doch ist er wirklich schuldig oder wurde er selbst Opfer einer Intrige, die seine Liebschaft Elfriede gesponnen hat? Celia muss sich aber nicht nur um dieses Problem kümmern. Ihre Ehe mit dem vielbeschäftigten Edgar kriselt, da sie nach der Geburt der gemeinsamen Tochter Frieda, ihr Medizinstudium wieder aufnehmen möchte und sich gegen ein zweites Kind entscheidet. Allein Doris, ebenfalls frühere Bewohnerin der Pension Bleibtreu hat endlich als Schauspielerin Karriere gemacht und macht sich auf den Weg nach Hollywood. Der politische Wind beginnt in Berlin stürmischer zu wehen. Die Nationalsozialisten drängen an die Macht und Magda und Kuno beginnen sich zu fragen, ob das Leben in der Großstadt wirklich das ist, was sie für ihre Zukunft wollen.Der letzte Band der Reihe ist wieder vollgepackt mit kleinen Seitenerzählsträngen, die schon in den beiden ersten Büchern begonnen wurden. Einige finden tatsächlich ein Ende, wenn auch nicht alle ein gutes. Manche Schicksale bleiben auch offen. Für mich aber eine gelungene Mischung. Die Frauenfiguren waren alle glaubhaft gezeichnet. Die historischen Hintergründe fand ich gut recherchiert. Mir hat nur die Figur des Edgar Hinnes nicht gefallen. Ein so mächtiger Mann als Marionette seiner Mutter - ich weiß nicht? Aber das wäre auch mein größter inhaltlicher Kritikpunkt. Ich fühlte mich eigentlich rundum gut unterhaltenDie Gestaltung von Cover und Umschlag passt natürlich perfekt zu den Vorgängerbänden.
Ein gelungener Abschluss der Trilogie
Polizeiärztin Magda Fuchs hat auch in ihrem dritten Buch einiges zu ermitteln. Es ist eine spannende, diverse Zeit im Berlin des Jahres 1924 und wir tauchen dank den Autoren mitten hinein ins wilde Leben. Ein Buch, dass die damalige Stimmung perfekt vermittelt, spannende Ermittlungen garantiert und Raum für reichlich persönliches lässt.Für mich war es das erste Buch der Trilogie, trotzdem habe ich mich sofort an Charaktere und Setting gewöhnt und bin in die Handlung abgetaucht. Es ist einfach eine spannende Zeit, in der nicht nur das Leben genossen, sondern einige auch über die Stränge geschlagen haben. Es ist also kein Wunder, dass Magda einiges zu tun bekommt. Eine Millionärin, die sie behandelt hat, stirbt kurz darauf und sie macht sich Vorwürfe. Doch dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Ermittlungen reichen bis in Regierungskreise und ihr Mann Kuno riskiert einiges, um den Fall aufklären zu können. Der dritte und abschließende Fall rund um Magda führt einige Fäden zusammen, löst offene Rätsel auf und sorgt dafür, dass man zufrieden auf die Geschichte rund um die Polizeiärztin zurückschauen kann. Eine „Fortsetzung“ wird es mit „die Töchter der Ärztin“ im Herbst geben.Geprägt ist das Buch von den starken weiblichen Charakteren, die würdigend ihre Doppelseite im Cover des Buches erhalten haben. Celia, die hochschwanger ihre Selbstständigkeit gegenüber ihren ehelichen Verpflichtungen zu wahren versucht. Rechtsanwältin Ruth, mit der man sich besser nicht anlegt. Schauspielerin Doris, die von ganz unten es bis nach Hollywood schafft, und so weiter. Starke Charaktere, die sich gegen die männliche Dominanz durchzusetzen wissen. Begleitet werden sie von teilweise schillernden Charakteren, die beispielhaft für die Vielfalt der damaligen Zeit stehen. Mir hat diese einmalige Mischung hervorragend gefallen, ich kann das Buch und die Serie nur jedem ans Herz legen, die ein lebhaftes Bild der damaligen Zeit miterleben möchten. Ein Buch, das fesselt, bewegt und einen in einen wilden Tanz verwickelt. Es lohnt sich, dass alltägliche Leben und die nicht ganz so alltäglichen Ereignisse, die es immer wieder durcheinanderbringen, mitzuerleben und sich in Charaktere und Zeit zu versetzen. Für Fans historischer Romane und starker Frauen.
gelungener Abschluss der Polizeiärztin-Trilogie
Berlin, 1924 bis 1926. Die Polizeiärztin Magda Fuchs, die nun auch eine eigene gynäkologische Ordination betreibt, entlässt eine aus dem Kanal gerettete wohlhabende Dame als genesen. Doch kurz darauf wird diese tot aufgefunden, und Magda und ihr Mann Kuno, Kommissar bei der Berliner Polizei, forschen in den erlesenen Kreisen nach dem Grund dafür und treten dabei einflussreichen, mächtigen Persönlichkeiten auf die Zehen.Weiters hat Magda immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben, den kleinen Bruder von Elke zu finden, der vor 3 Jahren verschleppt wurde.Meine Meinung:"Das Leben, ein wilder Tanz" ist der letzte Band der Polizeiärztin-Trilogie und ein gelungener Abschluss der Reihe.Der Schreibstil ist wie gewohnt mitreißend und lebendig, man fiebert mit allen handelnden Personen mit, und das Leben der Menschen im Berlin in der zweiten Hälfte der 1920er ist gut recherchiert und authentisch dargestellt.Man erfährt nicht nur über die Klassenunterschiede, wie Menschen teilweise zurechtkommen mussten bzw. was sie alles taten, um zu überleben, sondern auch viel über die zwielichtige Szene. Mir war gar nicht bewusst, dass es auch damals schon Menschen gab, die spezielle Arten von Liebe suchten und brauchten.Es ist schön, wieder alle alten Bekannten zu treffen, und die Frauen aus der Pension sind alle gereift und erwachsen geworden und gehen ihren Weg. Und Magda, die immer schon die reifste und verantwortungsbewussteste war, muss mit Kuno gemeinsam eine schwierige Entscheidung treffen.Auch in diesem Band geht es wieder sehr viel um Celia, die mir jetzt aber zum ersten Mal sympathisch ist, denn sie ist endlich erwachsen geworden.Der Kriminalfall ist sehr komplex und speziell, aber genau deshalb sehr interessant und fesselnd.Besonders spannend fand ich, dass in dieser Zeit die Daktyloskopie (Fingerabdrücke) an Bedeutung gewinnt und Magda bzw. Kuno hoffen, mithilfe derer auf Ottos Spur zu kommen.Auch die Gleichberechtigung der Frauen ist noch nicht wirklich weiter gekommen, aber die Frauen fangen endlich an, sich stärker aufzulehnen. Vor allem in der gehobenen Gesellschaft waren Frauen nur dazu da, männliche Erben zu "produzieren".Dem Autorenpaar ist es wundervoll gelungen, die Atmosphäre der damaligen Zeit lebendig einzufangen, mich zu berühren und in seinen Bann zu ziehen.Es gibt auch eine Verbindung zur Ärztin-Trilogie des Autorenduos und daraus resultierend eine weitere Reihe, auf die ich schon sehr neugierig bin.Zu Beginn gibt es ein Register aller handelnder Personen; in der vorderen Klappe findet man einen übersichtlichen Plan von Berlin im Jahre 1925; und in der hinteren Klappe Kurzbeschreibungen der starken, außergewöhnlichen Frauen Magda Fuchs, Ina Dietrich, Ruth Jessen, Celia Hinnes, Doris Kaufmann und Erika Hausner.Fazit:Ein fesselnder, mitreißender und berührender Abschluss der Polizeiärztin-Trilogie.
Zeigt ein authentisch wirkendes Bild der Berliner Gesellschaft in den 1920ern
Der dritte Band der Trilogie rund um die „Polizeiärztin Magda Fuchs“ des unter dem Pseudonym Helene Sommerfeld schreibenden Autorenduos trägt den Untertitel „Das Leben, ein wilder Tanz“ und spielt in den Jahren 1924 bis 1926. Der Haupthandlungsort ist das quirlige Berlin. Nach der Währungsreform 1923 sind Güter des täglichen Bedarfs wieder bezahlbar. Darüber hinaus reicht das Einkommen besser gestellter Berlinern auch dazu, sich Vergnügungen zu leisten.Die 33-jährige Magda ist mit Kuno Mehring glücklich verheiratet. Neben ihrer Arbeit als Polizeiärztin führt sie ihre eigene gynäkologische Praxis. Bei ihr wächst der Wunsch nach einem eigenen Kind. Gemeinsam mit ihrem Mann gibt sie aber ebenfalls die Suche nach dem verschwundenen Bruder des Adoptivkinds ihrer Schwester nicht auf. Das Leben von Celia Fahrland-Hinnes nimmt im Roman einen breiteren Raum ein. Sie ist schwanger. Ihr Schwiegervater, der als der reichste Mann Deutschland gilt, ist schwerkrank. Celias Ehemann Edgar wird bei seinem Tod das Unternehmen der Familie weiterführen. Für sie steht plötzlich in Frage, ob sie ihre Zukunft an der Seite von Edgar wie geplant gestalten kann.Auch den aus den ersten beiden Teilen bekannten Figuren Doris und Erika begegnete ich im vorliegenden Band. Beide leben immer noch in der von Celia geführten Pension. Doris ist inzwischen eine erfolgreiche Schauspielerin. Ebenso konnte ich den weiteren Weg der mit Magda zusammenarbeitenden Fürsorgerin Ina verfolgen und den der für Celia tätigen Anwältin Ruth.Das Berliner Autorenehepaar baut rund um seine Figuren ein brodelndes Berlin auf mit Musik, Theater und Film. Es scheut sich aber auch nicht, die Schattenseiten der Stadt zu zeigen. Einerseits las ich vom Leben der fiktiven Familie Hinnes mit Dienstpersonal, das angelehnt ist an die reale Geschichte von Hugo Stinnes. Auf der anderen Seite folgte ich Ina bei ihrer Fürsorge um Kinder, die auf der Straße leben.Eine Gleichberechtigung der Frauen ist noch in weiter Ferne und die Schritte dahin sind klein. Celia erfährt geringe Wertschätzung in ihrer Schwiegerfamilie, wodurch ihr Selbstbewusstsein leidet und sie sich immer wieder selbst in Frage stellt. Unterstützung findet sie bei ihrer Schwägerin, die ihr das Autofahren beibringt.Martha wird zur Untersuchung eines verletzten weiblichen Opfers gerufen, die bald darauf verstirbt. Der Fall zieht immer größere Kreise und führt sie zu einem Gruppe von ganz speziellen Liebesuchenden. Mit Kuno ergänzt sie sich nicht nur privat sondern auch beruflich. Es ist schön, die beiden im Einvernehmen zu erleben.Dank der sehr guten Recherche und des mitreißenden Schreibstils schafft Helene Sommerfeld im dritten und abschließenden Band der Polizeiärztin Magda Fuchs-Reihe „Das Leben, ein wilder Tanz“ ein authentisches Bild der Berliner Gesellschaft Mitte der 1920er Jahre. Die Figuren haben ihre je eigenen Probleme, die meisten sind nicht absehbar, und ich konnte mitverfolgen, welche Gedanken sie bewegen und wie sie zu einer für sich passenden Lösung gelangen. Am Ende der Geschichte gelingt den beiden Autoren eine Verbindung zu ihrer ersten Serie rund um die Ärztin Ricarda Thomasius. Das Buch hat mich gut unterhalten und gerne empfehle ich es weiter. Für Helene Sommerfeld-Leser ist es ein Muss.
Das Leben, ein wilder Tanz
"Das Leben, ein wilder Tanz" ist der dritte und letzte Band der Reihe rund um Polizeiärztin Magda Fuchs von der Autorin Helene Sommerfeld. Für mich war es nicht nur das erste Buch aus der Reihe, sondern auch das erste Buch der Autorin, welches ich gelesen habe. Der Start mit dem letzten Band der Trilogie funktionierte für mich gut. Ich hatte keine Schwierigkeiten mich mit den handelnden Personen und den Handlungsorten zurechtzufinden und bin gleich in die Handlung gestartet. Alternativ kann man sich aber auch vorne zunächst im Personenverzeichnis einen ersten Überblick verschaffen. Es gab einige Bezüge zu den Vorgängerbänden, jedoch reichten mir die kurzen Erklärungen aus, um mich zu orientieren. Für mich war es ein rundes, in sich geschlossenes Leseerlebnis mit einem tollen Schluss. Ich werde wohl darauf verzichten, die ersten beiden Bände zu lesen. Empfehlen würde ich aber natürlich den vollen Genuss aller drei Bände. Das ist doch immer am schönsten. Außerdem baut die Autorin ihre Reihen aufeinander auf. Zum Beispiel wird eine Nebenrolle aus dieser Reihe in der nächsten Trilogie eine Hauptrolle bekommen, was ich sehr spannend und charmant finde. So muss man sich noch nicht ganz von allen lieb gewonnenen Charakteren verabschieden. Noch etwas zur Handlung und Schreibstil. Ich mag es, dass die Handlung in den 20er- Jahren spielt und die damaligen Lebensverhältnisse widerspiegelt. Mir erschienen die Beschreibungen der Rollenbilder, der Mode oder auch der Technik sehr realistisch. Ebenfalls gefallen hat mir, dass die Handlung den Hauptaugenmerk auf Magda und weitere Frauen und ihre ganz individuelle Entwicklung legt. Liebesgeschichten und all solch romantisch verklärter Kram spielen hier keine Rolle. Etwas gefehlt, weil ich es anders erwartet hatte, hat mir die Spannung. Ich hatte aufgrund des Berufs von Magda als Polizeiärztin und der Kurzbeschreibung einen spannenden Kriminalfall erwartet, der mit der Handlung verwoben ist. Tatsächlich fehlte die Spannung gänzlich und der Gauptaugenmerk lag auf der Darstellung des damaligen gesellschaftlichen Lebens und der individuellen Herausforderungen der Protagonisten. Insgesamt hat mir "Das Leben, ein wilder Tanz" aus der Reihe rund um Polizeiärztin Magda Fuchs von der Autorin Helene Sommerfeld gefallen. Wer Freude an gut lesbaren Romanen rund um starke Frauen in historischem Setting hat, ist hier gut beraten.
Tolles Ende der Magda Fuchs Reihe
Das Autorenduo Helene Sommerfeld , nehmen uns in dem 3 Teil der Triologie mit nach Berlin der 1920er Jahre .Die starken Frauen dieser Reihe gehen alle ihren Weg und dieser hält wieder so einige Steine bereit. Allen voran Magda , aber auch Ina , Ruth , Celia , Doris , Erika alle besonders , aber zusammen eine starke Runde die so einige Dinge bewegen. Was vorallem in der damaligen Zeit nicht selbstverständlich war. Auch Christa ist eine tolle Frau nimmt 2 fremde Kinder auf , beide nicht unkompliziert. Otto autistisch was zur damaligen Zeit selten war. Klasse wie alles ineinander greift. Der Schreibstil ist wieder klasse , ich bin sofort wieder in die Geschichte abgetaucht und sah alles vor mir. Es war wie ein wieder ankommen , treffen von liebgewonnenen Charaktären und ich habe mitgefiebert was sie nun wieder alles erleben und welche Probleme bewältigt werden mussten. Es war eine klasse Buchtriologie . Schade nun ist die gemeinsame Reise zu Ende.
Schatten goldener Zeiten
Die sympathischen Frauen einer neuen Generation sind wieder da und gewillt ihren Weg zu gehen. Dabei lassen sie sich weder von Vorurteilen, Traditionen und erst recht nicht von den Männern ihrer Zeit aufhalten. Magda gibt die Hoffnung nicht auf den kleinen Otto zu finden und Celia will um jeden Preis ihr Studium weiterführen. So hoffnungslos es auch aussieht, sie geben die Hoffnung nicht auf.Das Ende einer Trilogie, dass durch die sympathischen Protagonisten und die düstere Atmosphäre des Berlins der 20er besticht. Wie die zwei voran gegangenen Teile, ist dieser ein echtes Lesevergnügen. Die Seiten fliegen nur so dahin und nehmen den Leser mit in die Vergangenheit. Wie historisch korrekt die Geschichte ist, kann ich nicht beurteilen. Aber das nimmt der Geschichte nicht den Charme. Absolut lesenswert wie Teil eins und zwei.
Pressestimmen
›Polizeiärztin Magda Fuchs‹ist die spannende neue Serie der Autorin von ›Die Ärztin‹.
01.10.2021