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Die Reise in die Finsternis geht weiter ...

Signum

Die Mittsommer-Reihe geht weiter – die Spannungssensation aus Schweden und der zweite Fall für das Ermittlerduo Julia Malmros und Kim Ribbing

Wenn das Ende erst der Anfang ist ...  Kim Ribbing hat den Schockdoktor Martin Rudbeck gekidnappt und hält ihn im Keller seiner Villa fest. Er will verstehen, was es ist, das einen Menschen dazu bringt, unter dem Vorwand der Wissenschaft junge Menschen zu quälen. Derweil recherchiert die Ex-Polizistin Julia Malmros im Milieu der "Wahren Schweden", einer rechtsextremen Partei mit Kontakten in die kriminelle Szene. Und plötzlich steht Julia vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Muss sie Kim, der zu einem Teil von ihr geworden ist, verraten?

Noch atemberaubender, noch härter: John Ajvide Lindqvist ist der König des modernen Thrillers.

Für alle Fans der Millennium-Serie und Skandi-Crime-Leserinnen und Leser

Alle Bücher der Mittsommer-Reihe:

Band 1: Refugium

Band 2: Signum

Bibliografische Daten

EUR 14,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44341-8
Erscheinungsdatum: 11.07.2024
1. Auflage
496 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Ricarda Essrich und Thorsten Alms
Autor*innenporträt

John Ajvide Lindqvist

JOHN AJVIDE LINDQVIST, geboren 1968, wuchs in einem Stockholmer Vorort auf und verdiente sein Geld zunächst als Zauberer, bevor er sich dem Schreiben widmete. Mit seinem Debütroman ›So finster die Nacht‹ gelang ihm auf Anhieb der internationale Durchbruch. Der Stoff wurde in Hollywood verfilmt. Lindqvists Geschichten und Romane erscheinen in 25 Ländern und wurden vielfach ausgezeichnet.

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Übersetzer*innenporträt

Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

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Übersetzer*innenporträt

Thorsten Alms

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114 von 114 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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8 - 10 von 114 Leserstimme

chris_k am 14.07.2024 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schockierend

Die Fortsetzung der Stormland-Trilogie beginnt spannend und schockierend zugleich. Kim Ribbing hat Martin Rudbeck entführt, um herauszufinden, warum dieser ihn vor vielen Jahren misshandelt hat. Dabei geht Kim nicht zimperlich vor. Versehentlich werden dann auch noch Astrid Helander und die Ex-Polizistin Julia Malmros in die Sache verwickelt. Zudem ermittelt Julia noch gegen die rechte Organisation die „Wahren Schweden“. Die Ermittlungen sind interessant und aktuell, allerdings leider eher nebensächlich. Der Schreibstil sowie die verschiedenen Handlungsstränge und Rückblenden lassen das Buch zunehmend an Spannung gewinnen. Die Handlung ist schonungslos und brutal. Die dunkle und kriminelle Seite der Charaktere hat hier die Oberhand, was im Gegensatz zu typischen Thriller steht. Sowohl Kim, der etwas schräg und verstörend wirkt, als auch Astrid, die psychische Probleme hat, sind außergewöhnlich. Julia, die einige Komplexe und Selbstzweifel hat, verstößt gegen ihre Prinzipien, um Kim und ihre unkonventionelle Beziehung zu schützen. Insgesamt ein faszinierender, dunkler Thriller. Auf den dritten Teil bin ich äußerst gespannt.

petzi_maus am 14.07.2024 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

solide Fortsetzung von "Refugium"

Signum schließt direkt an Refugium an, deshalb ist es gut, die Reihe chronologisch zu lesen.Auch was die Charaktere und deren Entwicklung angeht sowie die Beziehung zwischen der Autorin Julia Malmros und dem Hacker Kim Ribbing.Und besonders was die Geschichte und das Schicksal der jungen Astrid Helander betrifft, denn darum geht es im ersten Band.Nun hat Kim Ribbing den Schockdoktor Martin Rudbeck entführt und hält ihn im Keller fest, weil er ihn befragen will, um seine grausamen Taten zu verstehen. Er hatte Kim vor vielen Jahren, ebenso wie andere Jugendliche, mit Stromtherapien "behandelt".Doch es kommt anders als gedacht und nun gilt es, Schadensbegrenzung zu betreiben.Dieser Teil hat mir am besten gefallen, weil es einfach super spannend zu verfolgen ist, was Kim so alles unternimmt, auch cybertechnisch, und was Astrid (die ja erst 14 Jahre alt ist!) dazu beiträgt. Und dass Julia, die früher Polizistin war, trotz ihrer anfänglichen Bedenken und Gewissensbisse dann doch hilft, weil sie Kim liebt und nicht möchte, dass er rechtlich belangt wird. (Und seien wir mal ehrlich: dass so jemand wie Rudbeck vor Gericht ohne Strafe davongekommen ist, ist einfach nur unfassbar.)Der andere Handlungsstrang ist Julias Recherche für ein neues Buch in den Kreisen der rechtsex.tremen Partei "Die wahren Schweden" und der Rockerszene, die denen angeschlossen ist.Dieser Teil ist zwar auch total interessant, konnte mich aber nicht ganz so fesseln, weil es für mich kleine Längen hatte.Auch waren manche Szenen etwas unglaubwürdig (zB als Kim ins Vereinshaus der Rockerbande eingedrungen ist, da musste ich öfter mal nur den Kopf schütteln.)Die Liebesgeschichte fand ich mal wieder etwas anstrengend, weil Julia sich wie ein Teenager verhält, obwohl sie schon um die 50 ist (wenn ich das richtig in Erinnerung habe). Dass Kim nicht leicht zu handeln ist, weil er - auch aufgrund seiner schlimmen Vergangenheit - einfach anders ist, war ihr doch klar, warum verhält sie sich dann so kindisch?!Der Cliffhanger mit dem anderen Hacker lässt ein spannendes Finale der Trilogie erwarten.Fazit:Solider zweiter Teil der Mittsommer-Trilogie mit zwei spannenden Handlungssträngen und einem Cliffhanger, der ein spannendes Finale erwarten lässt.

azyria_sun am 14.07.2024 18:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Verdammter Kim Ribbing und ein Reh

Worum geht’s?Kim hat Martin Rudbeck entführt, den Arzt, der ihn als Kind misshandelt hat. Er erhofft sich Antworten. Doch bevor er diese bekommt, geschieht etwas Unerwartetes und Kim, der alles immer perfekt plant, wird total aus der Bahn geworfen.Meine Meinung:Mit „Signum“, dem zweiten Teil seiner Mitsommer-Trilogie um Kim Ribbing und Julia Malmros, setzt John Ajvide Lindqvist direkt am ersten Teil an. Obwohl der letzte Teil einige Zeit her ist, war ich doch schnell im Geschehen und hatte alle Protagonisten wieder auf dem Schirm. Am Cover hat man direkt erkannt, um welche Serie es sich handelt und auch hier hat mir der Schreibstil wieder gut gefallen.Wir haben es wieder hauptsächlich mit Kim zu tun, der eine ganz eigene Persönlichkeit ist und bei dem man – auch als Leser – nie weiß, woran man ist. Dann Julia, die ehemalige Polizistin und jetzt Autorin, die wir etwas näher kennenlernen. Außerdem Astrid, die 14jährige, die wohl von allen die erwachsenste Person ist. Sie hat mir hier außerordentlich gut gefallen. Auch schön fand ich, dass Jonny Munther, der Ex von Julia, ein neues Leben beginnen kann. Sein Team, vor allem Carmen, fand ich klasse. Von ihr und Christof würde ich gerne noch mehr lesen. Auch Irma, Julias Freundin und Kollegin, lernen wir näher kennen; ich mag sie irgendwie total gerne.Den Fall um Martin Rudbeck finde ich wirklich gut. Wir wissen ja vom Klappentext, dass Kim ihn entführt hat. Aber nicht nur das, er hat ihn fast perfekt entführt. Wie hier ermittelt, verdächtigt, verfolgt und verwirrt wird, ist total spannend aufgebaut und dargestellt. Es passieren so viele unvorhergesehene Dinge und doch ist alles zugleich kontrolliert und zufällig. Es ist teils wirklich amüsant, wie hier jeder am kämpfen ist. Das hat mir total gut gefallen. Auch, wie die einzelnen Parts dadurch gezwungen wurden, einen Standpunkt zu finden und zu vertreten, der lebensverändernd sein kann, fand ich gut. Teilweise hatten wir grausig beschriebene Szenen, teilweise Szenen, die schrecklich aber zugleich amüsant waren. Das Buch war ein wahres Fest! Auch die Einblicke mit Astrid in die Szene der Aktivisten fand ich gut. Und besonders spannend war auch der Teil, in dem Irma und Julia zu den Wahren Schweden recherchiert haben. Auch hier gab es einige wirklich nervenaufreibende Szenen und ich bin mir sicher, dass dieses Thema im nächsten Teil noch intensiviert werden wird. Es ist wirklich interessant, wie sich laut dem Autor eine rechtsradikale Partei langsam über Comedy bis hin zur Parteigründung fast unbemerkt unter ein Volk mischen und populär werden kann. Kurzum: Das Buch war auf gruselige Weise zum Schmunzeln, wir hatten eine gleichbleibende Spannungskurve mit kleineren Peaks und es hat einfach Spaß gemacht, mit den Protagonisten dabei zu sein, zu ermitteln, zu vertuschen und ich bin schon so gespannt auf das Finale der Trilogie! Und vielleicht erfahren wir auch, wer hinter CES steckt???Fazit:Mit dem zweiten Teil seiner Mitsommer-Trilogie setzt John Ajvide Lindqvist direkt an seinem ersten Band an. In „Signum“ war ich sofort wieder drin im Geschehen rund um Kim, Julia, Astrid und die anderen. Es war spannend, es war amüsant, es war unvorhergesehen. Es war eine absolut gelungene Fortsetzung, die Lust auf das Ende der Trilogie macht, Lust auf noch mehr von den Protagonisten und ich hoffe sehr, dass wir in das Thema Wahre Schweden tiefer eintauchen und dass wir erfahren, wer hinter CES steckt!5 Sterne von mir, ich fiebere dem Finale schon entgegen!

felicia am 14.07.2024 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Etwas zäher als Band 1

Das erste Buch der Reihe, "Refugium", habe ich wirklich verschlungen. Es hatte mich total mitgenommen und es war für mich eines der Bücher, dass ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.Daher hatte ich mich sehr auf den zweiten Band und ein ähnlich fesselndes Lesevergnügen gefreut. Leider konnte mich "Signum" nicht genauso abholen.Die Story knüpft genau da an, wo Band 1 mit einem Cliff-Hänger aufgehört hat. Leider ist aber gerade die erste Hälfte des Buches sehr langatmig. Es geht viel um die Beziehungen der Charaktere untereinander und mir haben in dieser Phase einfach Spannung und Action gefehlt.In der zweiten Hälfte hat die Story wieder spürbar an Fahrt aufgenommen und einige Dinge waren auch wieder gut und spannend aufgebaut, so dass das Lesen wieder Spaß gemacht hat. Und auch hier fragt man sich am Ende des Buches wieder, wie es weitergehen wird. Alles in allem hat mich das Buch, vor allem in der zweiten Hälfte gut unterhalten.Besonders erwähnen möchte ich das hochwertige Cover, mit dem toll gearbeiteten "Baumstamm", der das Hardcover zu etwas besonderem macht. Wirklich ein Highlight!

cynthiam am 14.07.2024 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Super packender Fall

„Refugium“ war für mich einer der Thriller-Glücksgriffe des letzten Jahres, ein super spannender Fall mit charismatischen, extravaganten Charakteren. Ich war richtig neugierig auf die Fortsetzung der Reihe und muss sagen, dass dieses Buch echt abliefert. Ich fand den Fall selbst sogar noch besser, als den in Band 1. Zum Inhalt: Kim Ribbig hat Schockdoktor Martin Rudbeck, seinen persönlichen Peiniger, entführt und hält ihn im Keller seiner Villa fest. Dazu hat er sich einen ausgeklügelten Plan überlegt, um seine Spuren zu verwischen. Aber das Schicksal, oder Astrid, macht ihm einen Strich durch die Rechnung und plötzlich steckt Kim in der Klemme.Ursprünglich fand ich den Handlungsstrang rund um die „Wahren Schweden“ interessanter als eine Aufarbeitung von Kims Jugend, muss aber sagen, dass sich das im Verlauf der Handlung geändert hat. Die Nebenhandlung über die Wahren Schweden hätte es für mich letztendlich eigentlich gar nicht gebraucht, da die Aufarbeitung der Beziehungen zwischen Julia, Astrid und Kim, sowie Kims persönliche Zwickmühle bereits ausreichend Spannungen, Tempo und Nervenkitzel aufbauen. Die Figur von Astrid hat mich mal wieder absolut geschockt und verblüfft, ich weiß echt nicht was ich von der Jugendlichen halten soll, wurde von ihrer Figur aber wiederholt bestens unterhalten- irgendwo zwischen Schmunzeln und Kopfschütteln. Kim bleibt mein Highlight der Reihe und die Vertuschungsaktionen rund um das Kidnapping von Dr. Rudbeck muss ihm erstmal jemand nachmachen. Interessant und fesselnd war für mich auch, von wem er da eigentlich Hilfe bekommt. Ich bin gespannt, wie das in den Folgebänden vertieft und weiterverfolgt wird. Ich fand das Buch wieder sehr gut geplottet und richtig unterhaltsam, diese Reihe lebt von den Figuren, die alles andere als perfekt und genau dadurch so überzeugend sind. Kann den nächsten Band der Reihe gar nicht erwarten.

buchkatastrophe am 14.07.2024 12:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Leseempfehlung!

Signum“ ist der zweite Teil der Mitsommertrilogie und setzt nahtlos am ersten Band „Refugium“ an.In „Signum“ nimmt Kim Ribbing Rache an seinem ehemaligen Psychotherapeuten, welcher sadistische Züge aufweist und Kim in seiner Kindheit misshandelt hat.Seine Geliebte Namens Julia widmet sich derweil der rechten Szene Schwedens und als Astrid, welche als Weise Zuflucht bei Kim sucht, entsteht plötzlich ein größeres Problem und gemeinsam machen sich alle drei zusammen ans Werk, um die entstandene Angelegenheit zu lösen.Ich kann sagen, dass mir die Geschichte sehr gut gefallen hat und sie sich sehr flüssig lesen ließ.Interessant ist es, das der Autor in den einzelnen Kapiteln zwischen den verschiedenen Charakteren hin und her springt.J.A.Lindqvist hat einen sehr guten, umgangssprachlichen, interessanten, spannenden und fesselnden Schreibstil und arbeitet die einzelnen Persönlichkeiten sehr gut aus.Ich empfehle zuvor den ersten Band zu lesen und empfand den zweiten als stärkeren.Das Cover des Buches ist sehr ansprechend und einzigartig.Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, denn es konnte mich gut unterhalten und ich hatte beim lesen an keiner Stelle das Gefühl gelangweilt zu sein oder mir die Geschichte zu langatmig erschien.Toller Autor! Tolles Buch! Ganz klare Leseempfehlung!

evenia am 13.07.2024 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannend wie schon der erste Band

Nachdem ich schon "Refugium" gelesen und geliebt habe, war klar, dass auch "Signum" her muss, besonders nach dem Cliffhanger in "Refugium".Ich mag den Schreibstil von Lindqvist sehr gern, es lässt sich flüssig lesen und er hält den Spannungsbogen.Grad Kim Ribbing, den ich sehr gern mag, spielt hier eine große Rolle. Ich habe so großes Verständnis für sein Handeln.Julia Malmros möchte einen neuen Krimi/Thriller schreiben und recherchiert über die "Wahren Schweden".Astrid, die bei dem Attentat in "Refugium" beide Eltern verloren hat und nun eigentlich bei ihrem Onkel leben soll, hat das Angebot von Kim bekommen, ein Zimmer in seinem Haus zu beziehen und dort zu leben. Astrid fühlt sich von Kim verstanden und nimmt das Angebot an.Diese drei, nicht einfachen Charaktere, muss man einfach mögen und begleitet sie gern, genau so wie die Nebenprotagonisten, die Lindqvist gut gezeichnet hat.Genau wie beim ersten Band hat mit Signum gefesselt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen.Leider müssen wir jetzt wieder ein Jahr warten, bis wir die drei wieder treffen dürfen.Ich gebe hier sehr gern 5 von 5 Sternen.

christina.r am 10.07.2024 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannungsliteratur, die sich von der Masse abhebt

Der in seiner Kindheit schwer traumatisierte Kim Ribbing hat seinen Peiniger Martin Rudberg entführt, denn er möchte Verstehen, was einen Wissenschaftler antreibt, Kinder und Jugendliche zu foltern. Seine Partnerin, die Ex-Polizistin und Autorin Julia Malmros stellt unterdessen Recherchen für ihr neues Buch an und begibt sich dazu auf gefährliche Pfade im rechten Milieu. Doch plötzlich geschieht etwas und Julia steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Wechselt sie auf die andere Seite???„Signum. Finstere Nacht. Ewige Schuld. Kalte Rache.“ ist der zweite Band der „Stormland“-Reihe des schwedischen Autors John Ajvide Lindqvist und in Schweden bereits Bestseller. Da ich den ersten Band (noch) nicht gelesen habe, blieben für mich jedoch einige Fragen und Entwicklungen im Dunklen, so dass ich nur empfehlen kann, die Reihenfolge einzuhalten.Das Stockholmer Setting, der klug konstruierte Plot und der lebendige, anschauliche und detailreiche Schreibstil des Autors haben „Signum“ dennoch zu einem großen Lesevergnügen gemacht.Obwohl Lindqvist quasi mehrere Handlungsstränge sowie weitere Nebengeschichten erzählt, ist die Spannungskurve durchgehend hoch und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen, denn der Autor behält den roten Faden im Auge - und letztlich hängt alles auch zusammen.Dabei thematisiert er auch aktuelle Themen wie aufrührerische rechte Politiker und (militante) Veganer und Tierschützer.Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Figuren, die Lindqvist erschaffen hat:Gerade die Hauptfiguren sind ungewöhnliche, teils mysteriöse Charaktere, denen man gerne hinter die Fassade schaut – auch, wenn sie nicht unbedingt immer sympathisch wirken. Gerade ihre dunklen Seiten entwickeln einen ganz eigenen Sog. Und bis hin zu den Nebenfiguren gelingt es Lindqvist, diese mehrdimensional und interessant, lebendig und authentisch zu beschreiben und dem Leser ein umfassendes Bild zu vermitteln. Entgegen meiner sonstigen Ansicht, nicht allzu viel vom Privatleben „kaputter“ Ermittler und Täter lesen zu wollen, gefielen mir hier gerade die Details und das Gespür des Autors für die kleinen Dinge.Zartbeseitete Leser*Innen möchte ich jedoch warnen, denn es gibt einige brutale und abstoßende Szenen, die ebenso in Einzelheiten dargestellt werden, und das Thema des Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen, gerade von Personen, in deren Obhut sie stehen, ist durchaus nervenaufreibend.Lindqvists Erzählstil hebt sich meiner Meinung nach deutlich von der Masse der Spannungsliteratur ab und ich freue mich auf den finalen Band der Trilogie, der in einem Jahr (Juli 2025) erscheinen soll.

kimvi am 10.07.2024 05:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Nicht ganz so spannend wie der erste Teil

Nach "Refugium" ist "Signum" der zweite Band der Stormland-Trilogie. Die Handlung knüpft nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Um den Ereignissen besser folgen zu können, sollte deshalb die Reihenfolge eingehalten werden. Kim Ribbing hält Martin Rudbeck im Keller seiner Villa gefangen, um zu verstehen, was den Arzt bei seinen fragwürdigen Behandlungsmethoden antreibt. Seine Freundin, die ehemalige Polizistin und jetzige Buchautorin, Julia Malmros weiß nichts davon. Kim hat auch nicht vor, ihr jemals davon zu erzählen. Doch dann laufen die Dinge aus dem Ruder und Julia muss die Entscheidung treffen, wie sie zu Kim steht. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da die Kapitel nicht allzu lang sind und häufig an entscheidenden Stellen stoppen, gerät man früh in den Sog der Ereignisse. Es gibt ein Wiedersehen mit Charakteren, die man bereits aus dem ersten Band kennt. Der Autor streut die Hinweise, wie sie zueinander stehen, gekonnt ein. Dadurch wird die Erinnerung an die Ereignisse des ersten Teils geweckt. Dieses Mal verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Der Zwiespalt, in dem sich die Protagonisten befinden, wird glaubhaft vermittelt. Welche Einstellung man selbst zu den jeweiligen Handlungen der Hauptcharaktere hat, muss man beim Lesen für sich allein treffen. Allzu zartbesaitet sollte man allerdings nicht sein, da es heftige Szenen gibt. Die Spannung ist zwar durchgehend spürbar, flacht aber zwischendurch gelegentlich ab, da sich die Handlung auf einigen Nebenplätzen zuträgt. Handlungsorte und Akteure werden so detailliert beschrieben, dass man alles mühelos vor Augen hat. Die Beziehung zwischen Kim Ribbing und Julia Malmros ist weiterhin kompliziert. Dieser Handlungsstrang nimmt einigen Raum ein und lässt die beiden Hauptprotagonisten nicht immer sympathisch wirken. Dennoch folgt man gespannt dem Geschehen, das zum Ende hin richtig Fahrt aufnimmt. Nicht ganz so spannend wie der erste Teil, weckt aber dennoch die Neugier auf das große Finale.

flora007 am 09.07.2024 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannende Fortsetzung von Refugium

Der zweite Teile wartet wieder mit den altbekannten Protagonisten auf. Julia Malmros, die erkennen muss, dass ihre Romanverfilmung sehr märchenhaft ist, möchte nun einen neuen Roman über die „Wahren Schweden“ einer rechtspopulistischen Partei schreiben und beginnt mit der Recherche. Astrid Helander, die im Laufe des Romans immer besser darin wird, wie man Leute an der Nase herumführen kann. Und zu guter Letzt, Kim Ribbing, der seinen Peiniger aus Jugendtagen entführt. Das war der Cliffhanger des ersten Bandes und schon wird man wieder in der Geschichte hinein katapultiert. Ein fataler Knopfdruck, der die drei miteinander stärker verbündet, macht die Geschichte spannend, da man wissen möchte wie Julia, Astrid und Kim heil aus dieser Geschichte heraus kommen. Auch das Ende lässt nicht erahnen, wie sich der dritte Band anbahnen wird. Die Kapitel sind nicht zu lang und der Schreibstil sehr flüssig, was dem Leser entgegenkommt, der gespannt ist, wie die Geschichte weitergeht. Der erste Band Refugium hat mich schon in den Bann gezogen und diesmal ist es dem Autoren auch wieder gelungen. Ich freue mich schon auf das dritte Buch der Mittsommer Triologie. Von mir klare Leseempfehlung, es geht zwar das Buch ohne den ersten Teil zu lesen, aber ich empfehle, die Serie mit Refugium zu beginnen.

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denglers buchkritik
Ein wenig Mission Impossible lässt grüßen. ›Signum‹ ist ein starker zweiter Band einer sagenhaft gut...en Trilogie. mehr weniger

19.08.2024