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Die Reise in die Finsternis geht weiter ...

Signum

Die Mittsommer-Reihe geht weiter – die Spannungssensation aus Schweden und der zweite Fall für das Ermittlerduo Julia Malmros und Kim Ribbing

Wenn das Ende erst der Anfang ist ...  Kim Ribbing hat den Schockdoktor Martin Rudbeck gekidnappt und hält ihn im Keller seiner Villa fest. Er will verstehen, was es ist, das einen Menschen dazu bringt, unter dem Vorwand der Wissenschaft junge Menschen zu quälen. Derweil recherchiert die Ex-Polizistin Julia Malmros im Milieu der "Wahren Schweden", einer rechtsextremen Partei mit Kontakten in die kriminelle Szene. Und plötzlich steht Julia vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Muss sie Kim, der zu einem Teil von ihr geworden ist, verraten?

Noch atemberaubender, noch härter: John Ajvide Lindqvist ist der König des modernen Thrillers.

Für alle Fans der Millennium-Serie und Skandi-Crime-Leserinnen und Leser

Alle Bücher der Mittsommer-Reihe:

Band 1: Refugium

Band 2: Signum

Bibliografische Daten

EUR 14,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44341-8
Erscheinungsdatum: 11.07.2024
1. Auflage
496 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Schwedischen von Ricarda Essrich und Thorsten Alms
Autor*innenporträt

John Ajvide Lindqvist

JOHN AJVIDE LINDQVIST, geboren 1968, wuchs in einem Stockholmer Vorort auf und verdiente sein Geld zunächst als Zauberer, bevor er sich dem Schreiben widmete. Mit seinem Debütroman ›So finster die Nacht‹ gelang ihm auf Anhieb der internationale Durchbruch. Der Stoff wurde in Hollywood verfilmt. Lindqvists Geschichten und Romane erscheinen in 25 Ländern und wurden vielfach ausgezeichnet.

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Übersetzer*innenporträt

Ricarda Essrich

Ricarda Essrich, geb. 1976, studierte in Köln Skandinavistik und Linguistik. Heute lebt und arbeitet sie als Fach- und Literaturübersetzerin in Düsseldorf und überträgt sowohl Romane als auch Sachliteratur aus dem Schwedischen, Norwegischen und Dänischen ins Deutsche.

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Übersetzer*innenporträt

Thorsten Alms

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114 von 114 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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10 - 10 von 114 Leserstimme

joanstef jean am 06.07.2024 18:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Plastisch - Drastisch - Unausweichlich

Plastisch - Drastisch - UnausweichlichDer zweite Teil der Mittsommer Trilogie von John Ajvide Lindqvist ist endlich da!Der schwedische Autor begann beruflich als Stand-up-Comedian und Drehbuch-Autor beim schwedischen Fernsehen, um sich dann komplett auf das Schreiben zu fokussieren. Seine Erzählungen wurden schon in über 20 Sprachen übersetzt.Ich habe den ersten Band - Refugium - gelesen und schon ungeduldig auf den nächsten Band gewartet.Zum InhaltHandlungsort ist Schweden. Das Duo Kim Ribbing & die Ex-Polizistin Julia Malmros leben eine ungewöhnliche Partnerschaft. Kim, durch seine von Misshandlung und Einsamkeit geprägte Kindheit hat ihn zu einem ungewöhnlichen Menschen werden lassen. Mit genug finanziellen Mitteln ausgerüstet, nimmt er den -Schmerzdoktor Martin Rudbeck gefangen. Er will den wahren Intentionen der Misshandlungen durch Rudbeck auf den Grund gehen.Julia möchte ein Buch schreiben. In ihren Recherchen widmet sie sich den - Wahren Schweden - eine rechtsextreme Partei. Ein starkes Band verbindet die Beiden. Im Laufe der weiteren Ereignisse entsteht für Julia eine schmerzhafte Situation. Kann sein, was nicht sein darf? Muss sie sich von Kim distanzieren. Die Story nimmt einen absolut unerwarteten Verlauf. Entscheidungen können nicht aufgeschoben werden.Als ich endlich das Buch in meinen Händen habe, bin ich vom Design des Umschlags wirklich beeindruckt. Ein Baumstamm mit beschädigter Rinde. Ein klarer Hinweis auf den ersten Band und ein wahrer Blickfänger. Storyline - Triggerwarnung -Die Geschichte beginnt sofort. Ohne Umwege. Der Leser wird nicht vorsichtig auf das zu Erwartende hingeführt. Im Gegenteil, alles beginnt mit absolut düsterem Horror. Neben der schockierenden Einzelheiten entwickelt sich mein Verständnis von Kindern, die über eine lange Zeit grausam missbraucht wurden. Es gelingt dem Verfasser, die inneren Verletzungen und deren Folgen glasklar zu beschreiben. Aber auch in mir verändert sich etwas. Waren Geschichten über Kindesmisshandlungen schon immer grausam, habe ich sie nie nah an mich herangelassen. Beim Lesen kann ich diese Grenze nicht mehr aufrechterhalten. Ich sehe Kims Thematik, seinen Wunsch zu verstehen - mit anderen Augen. Protagonisten - Nach der Lektüre ist für mich klar, dass dieses Buch in der Reihenfolge der Trilogie gelesen werden sollte. Somit hat der Leser mehr Zeit, sich auf diese doch sehr besondere, mal völlig anders kreierte Personenkreis einzuschwingen. Spannung - Das Buch ist sofort spannend. Wobei spannend das falsche Gefühl für die bei mir ausgelösten Emotionen ist. Ich erlebe eine Mischung aus Ekel, Entsetzen, Mitgefühl, Hass u.ä. Es war mir unmöglich keine extremen Gefühle und Gedanken zu dem Erzählten zu entwickeln. Zum Großteil waren es ein Gefühl der Beklemmung und Angst & diese gemischt mit weiteren sich entwickelnden Erwartungen. Cliffhanger - Das Finale präsentiert neben der durchweg mitnehmenden Story einen Cliffhanger. Wobei die gesamte Storyline auf das Staffelfinale ausgelegt zu sein scheint.Leider muss ich jetzt ein Jahr auf den letzten Teil warten. Für mich ist klar, dass ich ihn lesen werde. Fazit:Der 2. Teil ist insgesamt noch runder erzählt. Die Charaktere werden noch genauer skizziert und weiterentwickelt. Besonders ist, dass die Personen alles andere als Sympathieträger sind. Wobei vielleicht gerade dies den entscheidenden Unterschied birgt.Ich möchte nicht versäumen, eine Triggerwarnung auszusprechen. Gerade Menschen mit besonderem Lebens-Hintergrund können durch die Lektüre mit Gefühlen konfrontiert werden, die nur schwer auszuhalten sind. Ich vergebe für das Leseerlebnis & die kreative Gestaltung sehr gute 4*Lesesterne. Meine Lese-Empfehlung wendet sich besonders an den Personenkreis, der sich gern mit Randthemen und menschlichen Abgründen beschäftigen.ISDN: 978-3423283786Seitenzahl: 496Verlag: dtv

zaubermasu am 05.07.2024 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Guter Thriller

Ich kannte das vorherige Buch nicht und bin voller Neugierde mit Signum gestartet.Der Schreibstil von Lindqvist ist fesselnd – sehr flüssig und leicht und so gelangt man direkt in die Geschichte hinein. Während des Lesens gab es zu keiner Zeit eine „Länge“, sondern der Spannungsbogen hielt sich komplett über das Buch hinweg aufrecht.Die Figuren fand ich charakterlich gut erzählt – habe aber wahrscheinlich, weil ich das Vorgänger Buch nicht kenne, ein paar wesentliche Erzählungen über die Charaktere verpasst. Das hat es mir, ehrlicherweise, schwer gemacht, mich mit den Charakteren anzufreunden….vieles wird auch erst im Nachhinein klar. Das hätte ich mir ein wenig anders, oder ausführlicher gewünscht.Die Geschichte selbst fand ich sehr spannend aufgebaut – ob das Ganze realistisch ist, ist eine andere Frage. Wie gesagt, hielt sich der Spannungsbogen über das komplette Buch und beendete den Thriller mit einem stimmigen Ende.Für mich ist dies ein spannender Thriller, bei dem mir aber leider der Vorgänger Band gefehlt hat. Dies hätte vielleicht als kleiner Hinweis irgendwo platziert werden müssen.

viddl am 05.07.2024 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr spannend

John Ajvide Lindqvist gelingt mit „Signum“ eine Fortsetzung, die nahtlos an die fesselnde Intensität von ›Refugium‹ anschließt. Der Thriller entfaltet eine düstere Atmosphäre, die den Leser in die zerrütteten Seelen der Protagonisten Kim Ribbing und Julia Malmros eintauchen lässt. „Signum“ spricht nicht nur Fans von Skandi-Crime an, sondern auch Leser, die sich für moralische Ambivalenz und die dunklen Facetten der menschlichen Psyche interessieren. John Ajvide Lindqvist hat mit „Signum“ einen Thriller geschrieben, der sowohl durch seine spannende Handlung als auch durch seine tiefgründigen Charaktere überzeugt. Die Fortsetzung von ›Refugium‹ begeistert durch moralische Komplexität, psychologische Tiefe und eine beklemmende Atmosphäre, die lange nachwirkt. Ein Muss für alle, die auf düstere, vielschichtige Spannungsliteratur stehen.

hornita am 05.07.2024 13:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Unerwartete Handlung, aber tolle Charaktere

Der zweite Band aus der Reihe mit Kim, Julia und Astrid ist wieder sehr interessant. Mir gefällt, wie die Beziehung weiter beschrieben wird, das ist gut gemacht und glaubhaft. Obwohl es schon etwas her ist, dass ich den ersten Band gelesen hatte, habe ich die Hauptfiguren wieder gut einordnen können. Diese Geschichte steht zwar für sich, aber ich empfehle dennoch, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da der zweite Band einige Ergebnisse des ersten Buches enthüllt. Der Fall ist eigentlich kein richtiger Fall, jedenfalls kein Buch füllender Fall, da die drei Hauptfiguren sehr mit sich und ihren eigenen Problemen beschäftigt sind. Das fand ich interessant, weil ich auch die Figuren mag, war aber doch unerwartet und fällt ein bisschen ab im Verhältnis zum ersten Band. Auch wird ein Rechercheansatz von Julia nicht weiterverfolgt, so dass ich am Ende ein bisschen den Eindruck eines unfertigen Buches hatte. Der Schreibstil ist angenehm, das Buch lässt sich gut lesen, ist aber kein klassischer Thriller mit dem üblichen Spannungsaufbau wie man ihn kennt und erwartet.

gormflath am 05.07.2024 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Nichts für Zartbesaitete...

Kim Ribbing hat den Schockdoktor Martin Rudbeck entführt und hält ihn in seiner Villa fest. Er selbst war vor vielen Jahren ein Opfer des Arztes und möchte verstehen, wie ein Mensch unter dem Vorwand der Wissenschaft junge Menschen quälen kann. Die ehemalige Polizistin Julia Malmros ermittelt währenddessen im Milieu der "Wahren Schweden", einer rechtsextremen Partei mit Kontakten in die kriminelle Szene. Als Leser verfolgt man voller Spannung nicht nur Julias Ermittlungen, sondern auch die Ermittlungen im Fall des verschwundenen Arztes. Kim hat zwar bei der Entführung gekonnt viele Spuren verwischt, aber nach und nach kommt ihm die Polizei trotzdem bedrohlich näher. Julia steht auf einmal vor einer sehr schwierigen Entscheidung: Hält sie zu Kim oder muss sie ihn an die Polizei verraten?Trotz der Themenvielfalt verliert man als Leser nicht den Überblick, auch wenn man sich lange fragt, wie sich die losen Enden am Schluss zusammenfügen sollen.Der Autor beschreibt auch brutalere Szenen wie Folter und Missbrauch sehr bildhaft, für zartbesaitete Leser ist der Roman daher womöglich an manchen Stellen etwas zu heftig. Ich bin jedoch der Meinung, dass gerade diese Szenen zum intensiven Leseerlebnis beitragen, die Handlungen sowie die seelische Verfassung insbesondere von Kim Ribbing lassen sich dadurch besser nachvollziehen.Der Autor versteht es blendend, seine Charaktere zum Leben zu erwecken, indem er Gefühle und Probleme auch im privaten Bereich vermittelt. Die Balance zwischen dem privaten Bereich und den Ermittlungen sorgt für Glaubhaftigkeit.Mit „Signum“ beginnt der zweite Fall für das Ermittlerduo Julia Malmros und Kim Ribbing – die Stormland-Trilogie - genau dort, wo der erste teil „Refugium“ endete. Von daher würde ich empfehlen, beim Lesen die Reihenfolge einzuhalten.Ich finde diesen zweiten Teil überaus gelungen und äußerst spannend!Auf den dritten und letzten Teil müssen die Leser leider noch eine Weile warten, aber ich bin jetzt schon sehr gespannt.

simonef am 05.07.2024 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Starke Fortsetzung!

Nachdem mich „Refugium“ richtig gefesselt hat, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Diese schließt inhaltlich an Teil 1 an, und man sollte diesen im jeden Fall zuerst gelesen haben.Kim hat inzwischen seinen Peiniger aus der Kindheit gekidnappt, hält ihn in seinem Keller gefangen und foltert ihn, während Julia im rechtsextremen Milieu ermittelt. Hierdurch erhält die Handlung eine weitere, gesellschaftliche und politische Ebene, die gerade leider sehr aktuell ist.Der Schreibstil ist packend und spannend geschrieben, mit vielen spektakulären Szenen, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Lindqvist verfolgt mehrere Handlungsstränge parallel, so dass der Thriller sehr abwechslungsreich ist und auch noch viele weitere Ansätze für den dritten Band bietet.Einige Szenen sind ziemlich brutal geraten, das war für mich stellenweise grenzwertig. Ich hätte die Schilderungen nicht in allen Details gebraucht, das war schon extrem. Faszinierend finde ich nach wie vor die Hauptfiguren Kim und Julia, die mir zwar beide nicht wirklich sympathisch sind, aber sehr interessante Charaktere darstellen. Sie überschreiten allerdings immer wieder die Grenzen der Legalität, was es mir als Leserin schwer macht, sie zu mögen. Ich bin nun sehr gespannt auf den dritten und letzten Teil!

jules&jude am 04.07.2024 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Starke Charaktere, schwache Handlung

Geradlinig, kurzweilig und fesselnd erzählt beginnt der 2. Band der Stormland-Reihe mit Kim Ribbing, der sich an seinen Arzt Martin Rudbeck aus Kindheitstagen rächen will, da dieser ihn als Kind gequält hat. Dafür entführt er ihn und foltert ihn in seinen Keller. In der Zwischenzeit beginnt Julia Malmros sich mit der einer wachsenden rechtsextremen politischen Gruppierung, die die Schwedendemokraten von rechts herausfordert, zu beschäftigen. Die Gruppierung, die von einem abgesetzten Komiker angeführt wird, scheint unbekannte Verbindungen zum organisierten Verbrechen zu haben.Teile des Buches sind ein Politthriller, der spannend und ziemlich realistisch wirkt. Denn größten Teil des Buches nimmt aber zum einen die Entführung rund um den Psychiater und Kims Rolle und später auch die von Astrid und Julia darin ein, sowie die Weiterentwicklung und der handelnden Personen. Auch Beziehungsprobleme und das Thema Liebe kommen nicht zu kurz.So unterhaltsam das Hin und Her zwischen Kim und Julia auch ist, wie ein richtiger Thriller, liest sich das alles aber für mich nicht wirklich. Es steht eindeutig mehr die Charakterentwicklung und das Einführen von potenziellen weiteren Handlungssträngen für den dritten Band im Vordergrund. Zwar sind Ansätze für spannende Krimi- bzw. Thrillerplots durchaus erkennbar, aber besonders der interessante Politthriller bleibt ziemlich unterentwickelt. Hoffentlich erfährt dieser mehr Fokus im nächsten Band und manch jugendliche Person etwas weniger.Trotz der etwas eher vagen Handlung fliegt man nur so durch die Seiten von "Signum". Kurze Kapitel mit wechselnden Perspektiven sorgen zusätzlich für einen schnellen Lesefluss. Lindqvist schafft es auf jeden Fall, Neugier für den nächsten Band der Stormland-Reihe zu wecken.

antjemue am 04.07.2024 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Deutliche Steigerung zum ersten Teil, aber leider keine richtig sympathischen Charaktere

Den Vorgänger „Refugium“ habe ich erst vor Kurzem gelesen. An ihn war ich mit deutlich zu hohen Erwartungen gegangen, empfand etliche Längen und die Geschichte im Gesamten zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich rund. Dennoch war sie für mich immer noch interessant genug, um wissen zu wollen, wie es mit dem ungleichen Paar Kim und Julia weitergeht und auch der Cliffhanger am Ende verfehlte seine Wirkung auf mich nicht. Da ich auch die Fortsetzung von NetGalley als Rezensionsexemplar erhalten hatte, konnte ich „Signum“ noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin auf meinem Kindle lesen.Kim möchte verstehen, warum es Menschen Befriedigung verschafft, Kinder oder Jugendliche zu quälen und begibt sich dabei auf ein sehr gefährliches und auch keinesfalls legales Terrain. Julia hat nach einer weiteren Sinnkrise sowie einem Gespräch mit Irma die erste Idee für ein neues Buch und beginnt mit Recherchen zu einer rechtsextremen Partei, deren Mitglieder auch im kriminellen Milieu keine unbeschriebenen Blätter sind.Plötzlich gerät alles schwer aus den Fugen. Astrid sieht rot und bringt Kim damit in ernsthafte Schwierigkeiten. Julia wird wegen ihrer Recherchen bedroht und macht kurz darauf eine Entdeckung, die sie zwingt, sich zwischen Gesetzestreue und Kim zu entscheiden. Wird sie helfen, die aus dem Ruder gelaufene Misere zu vertuschen?Diesmal ging ich mit deutlich niedrigeren Erwartungen an die Geschichte heran, denn ich wusste ja inzwischen, dass diese Mittsommer-Reihe von Lindqvist für mich nicht an die noch von Stieg Larsson verfassten Teile der Millenium-Reihe (die Fortsetzungen von den anderen Autoren habe ich nicht gelesen) herankommt. Den Angang fand ich, trotz gewissen Assoziationen zu einer Szene aus Stieg Larssons Werk, dann auch sehr spannend. Im Gegensatz zum Vorgänger hatte ich diesmal dann jedoch nicht das Gefühl, dass es spannungstechnisch zu sehr kippte. Leichte Längen empfand ich zwar auch hier wieder, war von diesen aber nicht so sehr genervt, wie es im ersten Teil der Fall war.Obwohl die Themen Kindesmisshandlung und Rechtsextremismus, die in diesem Thriller mitbehandelt werden, nicht neu sind, halte ich deren Anprangerung nach wie vor für sehr wichtig, so, dass ich das nicht als störend empfand. In einen Zwiespalt geriet ich allerdings, als die Sache mit Martin Rudbeck aus dem Ruder lief. Mitgefühl konnte ich dem Schockdoktor zwar nicht entgegenbringen. Da ich aber auch nicht wirklich ein Fan von Selbstjustiz bin, haderte ich an dem Punkt schon ein bisschen damit. Dennoch schlug ich mich gedanklich dann doch auf die Seite von Kim, Julia und Astrid, weil ich Kim, wohl aufgrund seiner Vorgeschichte, von allen handelnden Charakteren irgendwie immer noch am meisten mag und auch die Ermittler der Stockholmer Polizei für mich keine wirklichen Sympathieträger sind.Das Schaffen von Solchen, die man – egal was sie tun – versteht und denen man alles verzeiht, scheint dem Autor nicht besonders gut zu liegen. Ich mag Kim zwar immer noch irgendwie, aber sein Vorgehen kam mir oft recht dilettantisch vor und, dass ihm das nicht zum Verhängnis wurde, hatte nichts mit seiner eigenen Cleverness zu tun. An Julias Figur nervt mich das ständige Selbstmitleid noch immer und irgendwie kann ich ihr auch nicht abnehmen, dass sie mal eine gute Polizistin gewesen sein soll. Mit Astrid werde ich auch nicht wirklich warm. Selbst die mir im ersten Teil so gut gefallende Irma, hat für mich einiges an Reiz verloren, weil die Szenen mit ihr sich für mich inzwischen irgendwie immer wiederholten.Die ganze Vertuschungsaktion und das Katz- und Mausspiel mit den Ermittlern fand ich dann trotzdem ganz unterhaltsam. Im Vergleich zu vielen anderen von mir gelesenen Schwedenkrimis, schneidet „Signum“ nicht schlecht ab und zu „Refugium“ sehe ich eine deutliche Steigerung. Auch wenn dieser erste Teil bei mir nicht ganz so gut wegkam, denke ich, dass man ihn für das gänzliche Verstehen von Teil 2 vorher gelesen haben sollte. Ich selbst werde nächstes Jahr sicher auch noch den Abschluss der Trilogie „Elysium“ lesen, denn ich möchte schon wissen, ob die Ereignisse dieses Teils den drei Hauptfiguren nicht doch noch auf die Füße fallen und vor allem wer oder was dieser Super-Hacker Ces ist.

castilleja am 04.07.2024 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Spannende Fortsetzung

Nachdem ich im letzten Jahr "Refugium" regelrecht verschlungen habe, habe ich mit Spannung die Fortsetzung erwartet. Vor allem nach diesem Ende! Also: unbedingt vorher den ersten Teil lesen, denn die Geschichte baut aufeinander auf.Und es geht auf sofort spannend weiter und ich war sofort wieder in der Geschichte und konnte mich wieder gut an die Einzelheiten erinnern.Auch dieses Buch ist stellenweise wieder sehr brutal und blutig und man blickt immer wieder in menschliche Abgründe.Die Figuren sind wieder außergewöhnlich gut und differenziert gezeichnet. Hier gibt es keine klare Einteilung in gut oder böse, sondern ganz viele Nuancen.Viele überraschende Wendungen und die Beziehungen der Figuren sind auch nicht einfach zu definieren.Auch der zweite Teil war ein Buch, in das ich eingetaucht bin und schlecht wieder auftauchen konnte. Lediglich das Ende fand ich nicht ganz so gut, aber es passte auch irgendwie.

kleines fuenkchen am 04.07.2024 10:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Gute Fortsetzung

Das Cover ist ein Hingucker und man kann die Rinde vom Baum fühlen,gut gemacht.Signum ist die Fortsetzung von Refugium, ist aber alles in allem ein bißchen ruhiger angelegt.Der Hacker Kim Ribbing ist immer noch mehr oder weniger traumatisiert von seiner Kindheit und so entführt er seinen Peiniger, den berüchtigten Schockdoktor Martin Rudbeck.Kim erhofft sich Antworten, aber Rudbeck ist nicht besonders cooperativ.Die Beziehung zu Julia ist ein ständiges auf und ab und dann ist da auch nochAstrid, die er vor Rudbeck gerettet hat. Astrids Eltern sind im ersten Band Refugium ums Leben gekommen und sie fühlt sich von Kim verstanden.Leider geht dann alles schief und Kim, Julia und Astrid sehen große Problemeauf sich zukommen.Signum ist gut geschrieben und wirklich spannend. Ich freue mich schon sehrauf den dritten und letzten Band.

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Pressestimmen

denglers buchkritik
Ein wenig Mission Impossible lässt grüßen. ›Signum‹ ist ein starker zweiter Band einer sagenhaft gut...en Trilogie. mehr weniger

19.08.2024