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Eine große Liebe in dunklen Zeiten

Stay away from Gretchen

Eine große Liebe in düsteren Zeiten

Ein aufsehenerregendes Debüt und ein generationenübergreifender Familienroman.

Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Als die Diagnose Demenz im Raum steht, ist Tom entsetzt. Bis die Krankheit seiner Mutter zu einem Geschenk wird: Erstmals erzählt Greta aus ihrem Leben – von ihrer Kindheit in Ostpreußen, den geliebten Großeltern, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter und ihrer Zeit im besetzten Heidelberg. Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit der Vergangenheit seiner Mutter zu befassen. Nicht nur, um endlich ihre Traurigkeit zu verstehen. Es geht auch um sein eigenes Glück.

Nichts ist für immer vergessen – Susanne Abel schreibt hochemotional, klug und einfühlsam

»Ein spannender Roman zu einem wichtigen, vergessenen Thema.« Elke Heidenreich in ›WDR 4 Buchtipps‹ 

»Dieser gut konstruierte Roman (…) erinnert daran, wie lang der Weg aus einem von Rassismus und Bigotterie geprägten Nachkriegsdeutschland war und welche Wegstrecke zu einer gerechteren Gesellschaft noch vor uns liegt.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch

Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:

Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe

Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie

Lesen Sie auch »Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104«, den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.

Bibliografische Daten

EUR 10,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43831-5
Erscheinungsdatum: 18.03.2021
1. Auflage
496 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Susanne Abel

Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr gefeiertes Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte bis an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und war ein sensationeller Erfolg, genau wie sein Nachfolger ›Was ich nie gesagt habe‹. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.

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158 von 158 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.85 von 5 Sternen


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2 - 10 von 158 Leserstimme

smile66 am 07.06.2022 23:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ergreifend, teilweise schockierend aber durchaus unterhaltsam

Greta hat als Kind den 2. Weltkrieg erlebt. Zuerst begeistert in der Hitlerjugend, später erschöpft auf der Flucht. Im Nachkriegsdeutschland opfert sie sich für ihre Familie auf und schließlich verliebt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben. An dieser Stelle hätte sich ihr hartes Leben eigentlich zum Guten wenden können und sollen, aber der Mann ihrer Wahl, ein schwarzer GI, war ein absolutes no go zu dieser Zeit in Deutschland. An dieser Stelle muss ich anmerken, dass ich beeindruckt war von der Tiefgründigkeit, mit derer die Autorin dieses Thema beschreibt. Mir war bisher nicht klar, wie menschenverachtend man mit diesen Frauen und Kindern umgegangen ist. Gretas Schicksal ist unglaublich ergreifend und traurig. Ihr ganzes späteres Leben und das Leben ihrer späteren Familie ist geprägt von tiefen Depressionen. Der Roman in 2 Zeitebenen zeigt zum einen das heute und in Rückblicken das Schicksal von Greta. Es ist nicht in erster Linie das Erlebte im und nach dem Krieg, was den Leser dieses Buches schockiert und mitnimmt, sondern das Schicksal des kleinen Mischlingkindes und seiner Eltern. Da hat Deutschland als Gesellschaft total versagt. Auch die Kirche spielt hier eine recht unrühmliche Rolle. Ich fand dieses Buch sehr interessant und empfehlenswert.

sandy3333 am 04.05.2022 11:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bewegender Roman mit wichtigen geschichtlichen Ereigenissen

Nachdenklich und sehr berührt habe ich dieses Buch gestern zugeklappt.Durchwegs habe ich mit der Geschichte von Gretchen und ihrer Familie sehr mitgefiebert.Ein Roman verpackt mit vielen geschichtlichen Themen aus dem 2. Weltkrieg sowie der Besatzungszeit danach. Obwohl ich mich über die Jahre mit dieser Zeit sehr viel auseinander gesetzt habe greift dieses Buch Geschehnisse auf die mir bislang nicht bekannt waren und sehr schockiert und bedrückt haben. Dies hat mich dann auch dazu gebracht immer wieder darüber nachzulesen.Gut gefällt mir auch, dass der zweite Handlungsstrang in der Gegenwart spielt und sich mit bis heute wichtige Themen auseinander setzt (Rassismus, Flüchtlingskrise). Außerdem wird aufgezeigt wie stark die Medien die Menschheit bis heute beeinflussen können.Freu mich schon auf den 2. Band und mehr über Gretchens Leben und Ihrer Familie zu erfahren.

wal.li am 06.12.2021 21:12 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Heidelberg Greta

Der bekannte Fernsehmoderator Tom Monderath lebt gewissermaßen am Anschlag. Eine Nachrichtensendung folgt einer Reportage, ein Treffen mit den Großen der Welt folgt dem Nächsten. Seine Mutter Greta, die bald 85 Jahre wird, kommt dabei etwas zu kurz. Nun allerdings muss sich Tom mehr um sie kümmern, denn ihr Gedächtnis funktioniert nicht mehr so gut und sie beginnt einiges durcheinander zu bringen. Für Tom wird es zwar anstrengend, aber die Situation bietet auch eine Chance. Er lernt seine Mutter ganz anders kennen und er erfährt von ihrem Leben vor ihrer Hochzeit mit seinem Vater.Wenn die Eltern aus der Generation des zweiten Weltkriegs kommen, diese entweder als Erwachsene, als Jugendliche oder Kinder miterlebt haben, ist es nicht ungewöhnlich, dass sie viel verschweigen. Wie war es im Krieg, auf der Flucht oder danach, als die Deutschen nichts mehr galten und auch zurecht nichts zu sagen hatten? Die nachkommenden Generationen können sich das nicht vorstellen. Erst recht nicht, wenn nichts erzählt wird. Und so ist Tom in einer eher unterkühlten Umgebung aufgewachsen, in der es nicht erstaunt, dass sein Verhältnis zu seiner Mutter zwar liebevoll, aber doch distanziert ist. Durch die Erkrankung seiner Mutter, erfährt Tom von ihrer gefühlvollen Seite und dadurch stürzt auch er in emotionale Turbulenzen.Mit liebevollen und ungeschönten Worten schildert die Autorin die Auswirkungen der Alzheimer Erkrankung von Greta. Die Erinnerungen an ihre Jugend, die sie eigentlich in sich verschlossen hatte, kommen wieder. Und dadurch erfährt ihr Sohn von ihrer Geschichte, die auch zu seiner Geschichte gehört. Die trübe Stimmung daheim erfährt plötzlich eine Erklärung, mit der Tom nie gerechnet hatte. Auch wenn er sich zunächst innerlich dagegen wehrt, sich um seine Mutter zu kümmern, ist er schließlich doch sehr glücklich, dass er diese Chance bekommt. Gehört man selbst zu der Kinder- oder Enkelgeneration und hat man vielleicht auch bei den eigenen Familienmitgliedern schon Überraschungen oder auch das Schweigen erlebt, kann man sich sehr gut in die Handlung hineinversetzen. Dabei hat Gretas Geschichte noch einen besonderen Pfiff und eine besondere Tragik. Nach und nach zieht einen die Handlung in ihren Bann und Gretas Schicksal berührt sehr. Ein toller Generationenroman über einen Teil der Geschichte, der viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte.

hamburger.deern am 16.09.2021 17:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Brown-Babys

Wow, was für ein Buch.Kennt ihr auch diese Bücher, wo man einen Kloß im Hals hat, wo die Kehle sich so zuschnürt? So ein Buch ist #stayawayfromgretchenSusanne Abel schreibt ihr Buch in zwei verschiedenen Zeitebenen:1943: Die 13-jährige Greta, in Ostpreußen aufgewachsen, ist mit ihrer Familie auf der Flucht vor den russischen Soldaten. Sie wird verschont, aber andere Frauen in ihrer Familie hatten nicht so viel Glück - geschändet von den Soldaten, mit nichts, außer der Kleidung am Leib, kommen sie im amerikanisch-besetzten Heidelberg an. Hier versuchen sie ihr neues Leben aufzubauen, doch sie sind Flüchtlinge und werden auch als solche behandelt. Der Winter ist hart und es gibt nichts zu Essen. Greta verliebt sich in den schwarzen GI-Soldaten Bob, aber dem ist es vom amerikanischen Gesetz her verboten eine weiße Frau zu heiraten.2015: Es geht um Tom, erfolgreicher Kölner Nachrichtensprecher und ein ziemlich selbstverliebter Karrieremann. Erst als seine Mutter die ersten Anzeichen von Demenz hat, kümmert er sich mehr um die über 80-jährige Greta.Per Zufall findet er ein Foto eines kleinen braunen Mädchen, mit wunderschönen schwarzen Locken, doch Greta schweigt hierzu. Und so beginnt er zu recherchieren und findet unglaubliches heraus.Vorsicht: ***Spoiler***In diesem Buch geht es um die sogenannten ‚Brown Babys‘, Mischlingskinder von deutschen Frauen und schwarzen Soldaten, die zur Adoption nach Amerika freigegeben wurden, auch ohne Zustimmung deren Mütter.Es geht um Rassismus, Unmenschlichkeit und Verletzung der Menschenrechte.Ich hatte vor diesem Buch von den ‚Brown Babys‘ noch nie gehört, eine sehr trauriges Buch, eine gut recherchierte Nachkriegsgeschichte, eine Geschichte, die mich sehr berührt hat, eine absolute Leseempfehlung (nur das Ende war mir zu viel ‚happy‘).

kerstinth am 15.09.2021 11:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührend und sehr authentisch

Tom Monderath ist ein bekannter Nachrichtensprecher und lebt in Köln, genau wie seine Mutter Greta. Die beiden haben in normales Verhältnis, nicht sehr innig, aber Tom kümmert sich um Greta und hält stets Kontakt – so fällt ihm auch auf, dass die alte Dame wohl nicht mehr ganz fit ist und gern mal etwas vergisst. Ist sie etwa dement? Plötzlich beginnt sie aus ihrer Kindheit und Jugend zu erzählen und Tom erfährt vieles, was er bisher nicht wusste. Mit jeder Erzählung tun sich neue Rätsel auf. Tom macht sich an das was er am liebsten macht: die Recherche.Das Buch wird zum einen Teil aus Toms Sicht erzählt; diese Handlungen spielen in der Gegenwart und beschreiben, wie Tom der Vergangenheit seiner Mutter auf die Spur kommt. Der andere Teil der Geschichte wird von Greta erzählt und spielt in der Vergangenheit. Die Charaktere haben mir gut gefallen und waren schön ausgearbeitet, vor allem Greta. Zwischen der alten Greta und dem jungen Gretchen erkennt man leider kaum noch einen Zusammenhang. Das fröhliche, burschenhafte Mädchen gibt es nicht mehr. Nach dem man immer tiefer in Gretas Leben eintaucht, versteht man auch warum. Was mich an Tom etwas gestört hat war sein großes Ego – es stand ihm immer wieder im Weg. Aber immerhin scheint sein Charakter noch nicht in Stein gemeißelt zu sein. Auch die Nebenpersonen waren toll ausgearbeitet und zeigten unterschiedliche Charaktere der damaligen Zeit. Und dass sich eben nicht jeder ändert, auch wenn er für seine Gedanken und Taten bestraft wurde und büßen musste.Dieser Roman schildert sehr authentisch und nachvollziehbar das Schicksal von afroamerikanischen US-Soldaten und deutschen Mädchen während der Besatzungszeit und zeigt auf, was passierte, wenn ein gemeinsames Kind entstand. Susanne Abel scheint sehr gut recherchiert zu haben und schildert die Zeit sehr realistisch. Durch diesen Roman wird man nicht einfach nur unterhalten, sondern lernt noch sehr viel dazu. Das Cover gefällt mir, es zeigt wunderbar auf, um was es geht: Die Liebe zwischen Gretchen und Bobby. Der Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Er war angenehm und sehr flüssig zu lesen. Ab der Hälfte konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und musste einfach wissen, wie es ausgeht. Richtig spannend war es!Mir hat dieser Roman richtig, richtig gut gefallen und ich werde mich sicherlich noch lang an ihn erinnern, deshalb vergebe ich sehr gern volle fünf von fünf Sterne und spreche eine absolute Leseempfehlung aus!

uteliest am 13.09.2021 11:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sie hat vergessen zu vergessen.

Dieses sehr bewegende Buch handelt von der Generation, die vergessen musste um zu überleben und der Generation, die aufgrund des Überlebenswillen vergessen wurde oder einfach übersehen wurde.Das Buch fängt einen anfangs nur schwer ein. Die schusselige Grete bekommt ihren selbstverliebten Sohn nur noch als Nachrichtenmann im Fernsehen zu sehen, bis er sich mit seiner Mutter nach einer tollkühnen Autofahrt auseinandersetzen muss.Das Buch hat mich erst eingefagen, als wir Grete als achtjährige glühenden Hitlerverehrerin in Preußisch-Eilau kennenlernen. Wir erleben die deutsche Migrationsgeschichte verknüpft mit der Flüchtlingswelle von 2015. Migration ist immer und überall.Die beginnende Demenz von Greta konfrontiert ihren Sohn Tom mit ihrer Vergangenheit und er erfährt, dass er diese nicht kennt. Er muss sich die Geschichte erarbeitet und wird mit seiner beschwerten Kindheit konfrontiert und kann jetzt das Warum begreifen.Abel greift auch das Thema Rassimus in der US-Army auf. Die sich selbst feiernden Befreier leben ihren Rassismus ungehindert fort. Die "schwarzen" Soldaten werden weiterhin diskriminiert. Das Thema "brown babies" und ihr Schicksal ist weithin unbekannt in unserer Gesellschaft.Abels Charaktere sind in sich plausibel und es gibt einige kleine sehr berührenden Moment zwischen den Charakteren allein die Liebe von Opa Ludwig und Oma Gustl.Für mich als Kind der 70er gab es viele Wiedererkennungsmomente, damals am Kaffeetisch war immer wieder der Krieg ein Thema und vieles blieb einfach unausgesprochen und als Kind spürte man diesen Schrecken und das Grauen, auch gab es noch viele Narben in der Gesellschaft, die die nächste Generation schon nicht mehr spürte.Das Buch greift ein aktuelles Thema auf, die Generation, die den Krieg noch erlebte, vergisst zu vergessen und die Kinder dieser Generation sind manchmal vollkommen überfordert von den Traumata der Eltern.Vera Teltz hat mich wunderbar durch das Buch geführt von Kölsch über Kurpfälzisch, deutsch-englisch oder englisch-deutsch. Sie hat den Charaktere wunderbar mit ihrer Stimme eine weitere Dimension gegeben.

antjedomenic am 08.08.2021 09:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

WOW

Dieses zauberhafte Buch habe ich zusammen mit einer bittersüßen Schokolade vom Verlag bekommen. Vielen Dank vorab dafür. Ich hatte wirklich unterhaltsame Lesestunden und die Schokolade hat mich auch beim Lesen begleitet.Die Autorin sagte mir nichts und anhand des Klappentextes erwartete ich eine Geschichte, die mich sehr bewegen und berühren wird. Und genau so ist es auch gekommen. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil und die 528 Seiten haben sich wirklich schnell und gut gelesen.Man liest in der Gegenwart und in der Vergangenheit. Damit hatte ich absolut keine Schwierigkeiten. Die Autorin hat mich berührt und vor allem bewegt. Denn die Ereignisse aus Gretas Kindheit sind wirklich erdrückend.Auf den 528 Seiten hat die Autorin es wunderbar geschafft viele wichtige Themen zu anzusprechen und zu beschreiben. Flucht, Vertreibung und Elend sind nur einige, die ich nennen werde. Denn ich finde, dieses Buch sollten viele Menschen lesen. Es wird mir auf jeden Fall noch lange in Erinnerung bleiben.Für mich ist das Buch ein großes Werk und ich vergebe 5 Sterne.

streifi am 06.08.2021 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

berührendes Buch!

Tom Monderath ist nicht begeistert, als sich immer mehr herausstellt, dass seine Mutter Greta immer mehr der Demenz anheimfällt. Er hat doch als bekannter Nachrichtenmoderator gar keine Zeit sich um seine Mutter zu kümmern. Nach und nach stellt sich heraus, dass Greta in ihrem Leben viel verschwiegen hat. Aus der Zeit kurz nach dem Krieg hat sie nie erzählt und jetzt stellt sich heraus, dass Gretas Depressionen, die sie lange gequält haben, einen handfesten Grund hatten.Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Anfangs geht es mehr um Greta, ihr Leben im Krieg in Ostpreußen und ihre Erlebnisse nach der Flucht in den jungen Jahren der Bundesrepublik. Dort lernt sie bald Bobby kennen, einen jungen schwarzen Soldaten, und verliebt sich in ihn. Doch es kommt, was kommen muss, das Schicksal schlägt zu und Greta bleibt alleine mit einem kleinen Kind zurück. Hier kommt das Schicksal der sogenannten Brown Babys ins Spiel. Diese Seite der Geschichte kannte ich noch nicht. Schrecklich, wie damals einfach über die Köpfe der Beteiligten hinweg entschieden wurde, alles immer vermeintlich zum Besten der Beteiligten. Stay away from Gretchen zeigt die Verlogenheit der deutschen Gesellschaft nach dem Krieg recht deutlich auf. Frauen, die sich mit den Besatzern einließen, hatten die ganze Schande zu tragen, die Vorteile, die diese Beziehungen gebracht haben, haben aber alle gerne mitgenommen. Hauptsache man spricht nicht darüber.Mich hat das Buch sehr mitgenommen, Gretas Schicksal ist mir sehr nahegegangen. Tom dagegen fand ich fast durchgehend unerträglich arrogant und ich-bezogen. An viele Ecken war er nur schwer zu ertragen. Aber gerade hier zeigt sich wohl das, was man auch generationenübergreifende Traumata nennt. Tom ist Bindungsunfähig, da seine Mutter nach den Erlebnissen nie wieder jemanden richtig an sich herangelassen hat, um nicht noch einmal jemand geliebten zu verlieren.Das Thema Demenz und die Auswirkungen auf den Alltag einer Familie haben auch einen gewichtigen Anteil an diesem Buch. Greta lässt mit fortschreitender Demenz auch immer mehr hinter ihre Mauern schauen und überrascht ihren Sohn.Und auch die Flüchtlingskrise und die Parallelen zu dem, was hier nach dem letzten Krieg passiert ist, spielen eine große Rolle. Tom berichtet immer wieder aus dem Umfeld der Kanzlerin und die Geschichte in der Gegenwart spielt im 2015, genau zum Höhepunkt der Krise.Dieses Buch ist definitiv eines meiner Jahreshighlights, ich bin schon lange nicht mehr so berührt und mitgenommen worden. Der Autorin gelingt es ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitzunehmen und dabei ganz viel unterschiedliche Themen zu beleuchten. Von mir daher eine unbedingte Leseempfehlung!

meg am 29.07.2021 22:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine bewegende Geschichte

Das Buch „Stay away from Gretchen“ von Susanne Abel hat mich wirklich berührt. Die Geschichte „im Jetzt“ vom Nachrichtenmoderator Tom und seiner Mutter, bei der die Alzheimerkrankheit erkannt wird und immer weiter fortschreitet, und in der Vergangenheit von Toms Mutter Greta konnte ich kaum aus der Hand legen. Mit viel Gefühl ist die damalige Zeit und sind die schwierigen Probleme der damaligen Zeit beschrieben worden. Die Person Greta in der Gegenwart hat mich öfter zum Schmunzeln gebracht und so den Ernst der Alzheimerkrankheit für die Geschichte gut erträglich gemacht. Auch die anderen Personen der Geschichte finde ich sehr treffend beschrieben, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte. Besonders gut hat mir an dem Buch gefallen, dass es ein spannender, interessanter Roman und gleichzeitig ein Zeitzeugnis ist. Von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

nicigirl85 am 28.07.2021 14:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Achterbahnfahrt der Gefühle...

Da ich besonders auf Romanhandlung mit historischen Hintergrund stehe, erschien mir dieses Buch goldrichtig für mich, doch ich bekam so viel mehr als erwartet.In der Geschichte geht es um Moderator Tom Monderath und seine über 80 jährige Mutter, die die Schockdiagnose Demenz bekommt. Wie werden beide mit der Erkrankung umgehen? Und wie lebt es sich, wenn das Einzige was bleibt vielleicht Erinnerungen sind?Ich mochte sehr, dass sowohl die Vergangenheit Gretas beleuchtet wird, als auch das schwierige Leben Toms in der Gegenwart als TV- Star. Sonst gefallen mir meist die Parts der Vergangenheit mehr, hier waren jedoch beide gleich stark.Der Autorin gelingt es immens gut aufzuzeigen wie stark die Macht der Medien ist und dass im Rampenlicht stehen alles andere als leicht ist.Die Geschichte Gretas hat mich zudem zu Tränen gerührt. Klar kennt man die Geschichten wie deutsche Frauen sich mit POC GIs eingelassen haben, aber so intensiv geschildert und emotional habe ich das schon lange nicht mehr zu spüren bekommen.Gerade in den Vergangenheitsparts hatte ich oft Gänsehaut und das Schicksal der dunkelhäutigen Babys und ihrer Mütter sollte nicht in Vergessenheit geraten.Fazit: Ein fesselnder Roman, der deutsche Geschichte beleuchtet und dabei für gute Unterhaltung und Wissenszuwachs sorgt. Gern spreche ich eine Empfehlung aus. Spitze!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

HÖRZU
Selten wurde Zeitgeschichte so lebendig und mitreißend erzählt.

Freundin, Leseträume
Susanne Abels ›Stay away from Gretchen‹ ist ein zutiefst berührender Roman über Liebe, Krieg – und d...as Glück, die eigene Vergangenheit kennenzulernen. mehr weniger

MDR
Noch lange nach der Lektüre bleibt diese Geschichte im Kopf.

30.06.2021

DONNA
Am Ende von ›Stay away from Gretchen‹ dankt Autorin Susanne Abel dem Himmel, in Friedenszeiten zu le...ben - und man versteht, warum. mehr weniger

01.06.2021

Stern
Endlich gerät dieses wichtige Thema in den Fokus.

06.05.2021

WDR 4, Buchtipps
Ein spannender Roman zu einem wichtigen, vergessenen Thema.

Elke Heidenreich, 02.05.2021

WDR 5, Bücher
Grandios, packend und absolut glaubwürdig. Dieses Buch legt man erst aus der Hand, wenn man es ausge...lesen hat. mehr weniger

Andreas Wallentin, 23.04.2021

Buchprofile/medienprofile
Sehr empfehlenswert.

Karin Steinfeld-Bartelt

news- Das Magazin
Dieser Roman beschäftigt sich mit einem wenig bekannten Aspekt der deutschen Nachkriegsgeschichte. E...r ist sehr berührend, fesselnd und wirkt lange nach. mehr weniger

Cornelia Hoppe

Besprechungen (Wien)
Für alle Leser*innen geeignet, die gerne Familiendramen lesen und sich für einen Aspekt der Nachkri...egszeit interessieren, der bisher fast nie in Romanen aufgearbeitet wurde. mehr weniger

Mainhattan Kurier
Ein sehr berührender Roman, der auch das unrühmliche Kapitel der Brown Babys thematisiert. Leseempfe...hlung! mehr weniger

dbb magazin
Eine große Liebe in dunklen Zeiten.

Passauer Neue Presse
Das alles schichtet sie virtuos ähnlich der Schwarzwälder Kirschtorte, die es bei Monderaths zum Kin...dergeburtstag gibt. mehr weniger

Sabine Busch-Frank, 25.11.2022

Flow
Eine unterhaltsame Geschichte mit bewegendem Kern rund um Rassismus und Diskriminierung in Zeiten de...s Zweiten Weltkriegs. mehr weniger

01.11.2022

Obersee Nachrichten
›Stay away from Gretchen‹ erzählt die grosse Geschichte von Krieg, Flucht und Liebe.

Michel Wassner, 03.02.2022

LZ (Rheinland)
Aktuelles, Historisches und das Thema Demenz machen die Geschichte bedeutsam und berührend.

16.12.2021

Westfalenpost
Unser Lieblingsbuch des Jahres 2021.

Ursula Heering, 15.12.2021

awo-aktiv-hamburg.de
Das Schicksal der von der Regierung nicht gern gesehenen sogenannten ›Mischlingskinder‹ wird auf ei...ne herzzerreißende Art beschrieben, die einen nicht loslässt. mehr weniger

09.12.2021

Leo Vorderpfalz
Geschickt verknüpft Susanne Abel die Geschichten der Mutter und des Sohnes im Wechsel mit Gretas Ver...gangenheit. mehr weniger

18.11.2021

Rhein-Neckar-Zeitung
Mit ihrem Romandebüt ›Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe‹ ist Susanne Abel ein großer W...urf gelungen. mehr weniger

Welf Grombacher, 13.10.2021

BuchMarkt
›Stay Away from Gretchen‹ ist eine eine Debüt-Sensation!

Gerhard Beckmann, 09.09.2021

buchmarkt.de
Susanne Abels Roman fesselt so ungemein, auf eine solch schriftstellerisch perfekte, überzeugende We...ise, dass ihn allein das schon empfehlenswert machen würde. mehr weniger

Gerhard Beckmann, 09.09.2021

Neue Ruhr Zeitung
Für mich ist dieses Buch ein Highlight des Bücherjahres.

Sabine Friemond-Kund, 01.09.2021

Kirche + Leben
Berührend lässt Susanne Abel hier ein Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte lebendig werden (...).

Norbert Ortmanns, 29.08.2021

Angehörige pflegen
„Stay away from Gretchen“ ist ein berührender Roman über eine vom Zweiten Weltkrieg geprägte Familie..., deren Vergangenheit durch Weitergabe von Traumata in der nächsten Generation nachhallt. mehr weniger

15.08.2021

Südwest Presse
Ein großes Glück für die Leser!

Elvira Lauscher, 23.07.2021

Neue Westfälische
Susanne Ables Deübtroman erzählt die authentische Geschichte von Kindern der Besatzungszeit.

23.07.2021

Delmenhorster Kreisblatt
Der Roman von Susanne Abel ist eine rückblickend eindringlich erzählte, emotionale und berührende, a...ber auch bedrückende Reise in ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte, flüssig und gut lesbar. mehr weniger

Gustav Förster, 21.07.2021

Delmenhorster Kreisblatt
Der Roman von Susanne Abel, ein absolut gelungenes Debüt, ist eine rückblickend eindringlich erzählt...e, emotionale und berührende aber auch bedrückende Reise in ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte (…). mehr weniger

Gustav Förster, 21.07.2021

WO am Sonntag
Historische Episoden geben Einblick in Gretas Erinnerungen und machen sie zu einer starken Protagoni...stin, die einem ans Herz wächst. mehr weniger

Peldszus Antonia, 17.07.2021

Hessische Allgemeine
Gut erzählte Zeitgeschichte: tiefberührend und sehr fesselnd.

Stefanie Gebhardt, 12.07.2021

Rhein exklusiv
Ein fesselndes Buch, das sehr berührt.

01.07.2021

Insider
Zeitgeschichte spannend erzählt.

23.06.2021

lesendes-federvieh.de
Gerade auch im Gegenwartsteil packt sie auf brillante Art unsere heutige Flüchtlingsproblematik und ...den Rassismus in unserer Gesellschaft an. mehr weniger

Katharina Strauß, 10.06.2021

denglers-buchkritik.de
Susanne Abel gelingt mit ›Stay Away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe‹ ein Kunststück! Sie ersch...afft Charaktere, die von der ersten Seite an sofort eine besondere Magie erzeugen. mehr weniger

Alex Dengler, 10.05.2021

merkur.de
Bestseller-Autorin Susanne Abel schreibt in ihrem neuen Roman über eine unmögliche Liebe.

Philipp Mosthaf, 05.05.2021

literaturmarkt.info
Die Romane von Susanne Abel sind etwas ganz Besonderes, selten Kostbares auf dem deutschen Literatur...markt,nämlich ein Schatz, den man hüten sollte wie das Wertvollste in seinem Leserleben. mehr weniger

Susann Fleischer, 03.05.2021

Badische Neueste Nachrichten
Eindringlich erzählt

29.03.2021

Kehler Zeitung
Ein rundum gelungenes Erstlingswerk, das Lust auf mehr macht.

Sabine Schafbauer, 22.03.2021

Meins
Bewegende Geschichte einer unmögliche Liebe

17.03.2021