Eine junge Frau, ein afroamerikanischer GI und das Geheimnis einer verbotenen Liebe
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Stay away from Gretchen
Eine große Liebe in düsteren Zeiten
Ein aufsehenerregendes Debüt und ein generationenübergreifender Familienroman.
Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath macht sich Sorgen um seine 84-jährige Mutter Greta, die immer mehr vergisst. Als die Diagnose Demenz im Raum steht, ist Tom entsetzt. Bis die Krankheit seiner Mutter zu einem Geschenk wird: Erstmals erzählt Greta aus ihrem Leben – von ihrer Kindheit in Ostpreußen, den geliebten Großeltern, der Flucht vor den russischen Soldaten im eisigen Winter und ihrer Zeit im besetzten Heidelberg. Als Tom jedoch auf das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut stößt, verstummt Greta. Zum ersten Mal beginnt Tom, sich eingehender mit der Vergangenheit seiner Mutter zu befassen. Nicht nur, um endlich ihre Traurigkeit zu verstehen. Es geht auch um sein eigenes Glück.
Nichts ist für immer vergessen – Susanne Abel schreibt hochemotional, klug und einfühlsam
»Ein spannender Roman zu einem wichtigen, vergessenen Thema.« Elke Heidenreich in ›WDR 4 Buchtipps‹
»Dieser gut konstruierte Roman (…) erinnert daran, wie lang der Weg aus einem von Rassismus und Bigotterie geprägten Nachkriegsdeutschland war und welche Wegstrecke zu einer gerechteren Gesellschaft noch vor uns liegt.« Denis Scheck, ARD Druckfrisch
Alle Bände der ›Gretchen‹-Reihe:
Band 1: Stay away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe
Band 2: Was ich nie gesagt habe – Gretchens Schicksalsfamilie
Lesen Sie auch »Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104«, den berührenden neuen Roman von Susanne Abel über die lebenslange Liebe zweier Heimkinder.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Susanne Abel
Susanne Abel arbeitete als Erzieherin und realisierte nach ihrem Filmstudium als Regisseurin zahlreiche Dokus für das deutsche Fernsehen. Seit 2017 konzentriert sie sich ganz auf das Schreiben. Ihr gefeiertes Romandebüt ›Stay away from Gretchen‹ stürmte bis an die Spitze der SPIEGEL-Bestsellerliste und war ein sensationeller Erfolg, genau wie sein Nachfolger ›Was ich nie gesagt habe‹. Die gebürtige Badenerin lebt nach Stationen in Bochum, Berlin und Hamburg überwiegend in Köln.
6 - 10 von 158 Leserstimme
Geheimnisse
Nachkriegsgeschichten gibt es zur Zeit einige. Diese hier ist aber anders. Sie behandelt das Thema "brown babies", worüber ich noch keinen Roman gelesen habe. Auch war mir der Begriff nicht geläufig, die Thematik hingegen schon.Tom, der eher genervt und gestresst ist, als er von der Demenzerkrankung seiner Mutter erfährt, möchte sein Leben nicht ändern und dieser Situation anpassen.Er ist anfangs sehr auf seine Karriere bezogen und teils auch oberflächlich und unsymphatisch. Im Laufe des Buches macht er aber eine positive Entwicklung durch. Er erkennt, was wirklich wichtig ist im Leben. Seine Mutter stellt sein bisheriges Leben völlig auf den Kopf, als sie ihm ihre Lebensgeschichte erzählt, in der er seine Wurzeln hat.Gretchens Leben war lang und nicht immer einfach. Sie musste viele Schicksalschläge hinnehmen, Krieg, Flucht, Entbehrungen, Diskriminierung. Greta ist ein liebenswerte Person, der man gerne zuhört und mit der man mitfühlt. Ihren Humor hat sie nie verloren und der nimmt der Geschichte ein bisschen den Schrecken.Eine interessante Reise durch die Vergangenheit, ein Tabuthema das gerne verschwiegen wird, eine Familiengeschichte, die zu Herzen geht. Ein wunderbares Buch!!!
62 years away from Gretchen
Tom Monderath ist ein berühmter Fernsehmann, der sich nur für sich selbst interessiert. Mit Mitte vierzig lebt er allein in seiner teuren Eigentumswohnung in Köln mit Blick auf den Dom. Eines Tages erhält er einen Anruf aus einer Klinik - seine 84jährige Mutter Greta zeigt Anzeichen beginnender Demenz. Tom, der immer ein gespaltenes Verhältnis zu seiner scharfsinnigen, aber distanzierten Mutter hatte, fängt an, sich mehr um sie zu kümmern. Dabei stellt er fest, dass seine Familiengeschichte alles andere als das ist, was er zu wissen geglaubt hat, und er fängt an nachzuforschen. Bald erfährt er, dass Greta kurz nach dem Krieg in einen schwarzen GI verliebt war und er eine 20 Jahre ältere Halbschwester hat. Je mehr Tom nachforscht und in die Vergangenheit von Gretchen eintaucht, desto mehr erfährt er auch über sich und die Gegenwart.Eigentlich ist das gar nicht mein Genre. Aber nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, wollte ich unbedingt mehr erfahren, und ich habe es nicht bereut. Dieses Buch ist ziemlich dick, aber ich habe mich keine Sekunde lang gelangweilt. Man erfährt etwas über die Zeit des 2. Weltkrieges, als Greta noch ein Mädchen war, über die unglaublich harte Nachkriegszeit, über Liebe und Ausgrenzung, über Hass, der auch nach Ende des Krieges weitertobt, über Rassismus und die Parallelen zwischen den Flüchtlingen von 1945 und 2015. Und man hat das Gefühl, dass sich die Menschheit einfach niemals weiterentwickelt. Im Gegensatz zu dem, was der Klappentext behauptet, erzählt Greta ihrem Sohn gar nichts, er muss sich alles selbst erarbeiten und zusammenreimen, während der Leser Rückblenden in die Zeit zwischen 1939 und 1953 erhält. Die Autorin hat hier ein berührendes Werk geschaffen, das noch lange nachhallen wird und lediglich für den kitschigen Schluss gibt es einen halben Punkt Abzug. 4,5/5 Punkten.
Bewegende Familiengeschichte
Zum Inhalt: Der bekannte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath sieht sich plötzlich damit konfrontiert, dass sich der Gesundheitszustand seiner 84-jährigen Mutter Greta verschlechtert. Die Ärzte diagnostizieren eine Demenz, was Tom allerdings nicht einsehen möchte. Jedoch merkt er schnell, dass sich der Zustand seiner Mutter immer weiter verschlimmert und die Demenzanzeichen nicht mehr zu leugnen sind. Die Demenz führt dazu, dass Greta ihre selbst errichteten Mauern einreißt und aus ihrer Vergangenheit erzählt. Zum ersten Mal erzählt sie von ihrer Kindheit in Preußisch Eylau, der Flucht vor den russischen Soldaten und vom Leben in Heidelberg, wo die Familie ein neues Zuhause fand. Tom führt weitere Recherchen über die Vergangenheit seiner Mutter durch und findet ein Foto eines kleinen Mädchens. Seine Mutter hütet das Foto wie einen Schatz und Tom beginnt herauszufinden, wer das kleine Mädchen ist und welche Geheimnisse sich noch in der Vergangenheit seiner Mutter finden lassen.Meine Meinung: „Stay away from Gretchen“ ist ein absolutes Lesehighlight. Susanne Abel nimmt den Leser mit auf eine emotionale Reise, während welcher man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Sie behandelt Themen wie Rassismus, Migration, Demenz, den Tod und die Sorgen um die Menschen, die wir Lieben in einer sehr gelungenen und hochemotionalen Art und Weise. Demenz ist grausam. Bei der Lektüre konnte man Toms Schmerzen und seine Sorge um seine Mutter direkt spüren, genauso wie Gretas Emotionen direkt ins Herz gegangen sind. Wie soll ein Mensch damit klarkommen, dass seine Gedanken plötzlich nicht mehr mitspielen und ihn sein Umfeld nicht mehr versteht? Auch Gretas Familiengeschichte wurde sehr emotional geschildert und das Wissen, dass es sich hier nicht um Fiktion handelt, sondern das so viele Menschen ein so ähnliches Schicksal erleben mussten ist sehr ergreifend.Auch die Bezüge zu aktuellen Themen wie Migration und Rassismus sind Susanne Abel gelungen. Durch ihr Buch erleben wir erneut die Flüchtlingsdiskussion 2015 und Abel nimmt kein Blatt vor den Mund, als sie Geschichten der Migranten erzählt, erklärt, wie beschwerlich die Flucht ist und auch nicht davor zögert, die auf der Flucht verstorbenen anzusprechen. Die Parallelen zwischen dem Leid der aktuellen Flüchtlinge und denjenigen, die geflohen sind, als Greta ein Kind war, werden sofort deutlich und man stellt mit großem Erschrecken fest, dass sich leider viel zu wenig geändert hat. Damals, so wie heute sind Menschen, die fliehen, mit Hass und Feindseligkeit konfrontiert, und Abel hält der Gesellschaft in ihrem Buch einen Spiegel vor und zeigt ihr, wie wenig sie doch gelernt hat und wie beschämend es ist, dass sie immer noch von so viel Hass gezeichnet ist.
Zartbitter oder bittersüß?
Nimmt man dieses Buch zum ersten Mal in die Hand oder liest den Klappentext kann schnell der Eindruck entstehen, es ist die hundertste Nachkriegsgeschichte die publiziert wird. Dieser Teil der deutschen Geschichte wird seit ein paar Jahren ausdauernd und wiederkehrend beleuchtet. Aber dieses Buch hat Qualitäten, die andere nicht haben. Daher nicht gleich aus dem Rennen kegeln, wenn gerade nach neuer Lektüre gesucht wird!In diesem Roman stehen aus meiner Sicht zwei Themen zentral im Fokus: Zum einen Eltern, die älter werden und für den rasanten Alltag eine Belastung bedeuten, da sie bedürftiger sind. Zum anderen die Lebensgeschichte der Mutter im Nachkriegsdeutschland, die ihren Platz finden musste mit einer belastenden Vergangenheit. Diese beiden Ebenen werden von der Autorin Susanne Abel wunderbar verwoben.Der Sohn, Tom, ein erfolgreicher Nachrichtensprecher, erfährt, dass seine Mutter, Greta, im Krankenhaus ist, nicht wie erwartet in Bonn, sondern 400 km weit weg in Aschaffenburg. Nun kommt zu Tage was die Mutter geschickt verbergen konnte: Sie ist dement und braucht Hilfe. Ihm passt das wenig, ein Unsympath, aber realistisch gezeichnet.Im Zuge dieser neuen Annäherung von Sohn und Mutter, erzählt sie ihm zum ersten Mal ihre Geschichte, ihren Lebensweg mit den vielen Tiefen, die sie erlebt hat. Bittersüße Erinnerungen. Es wird Vieles ausgesprochen was die Mutter zeitlebens belastet hat, aber keine Worte dafür fand, nun im hohen Alter mit der Demenz muss es raus.Und dabei steht besonder eine Geschichte im Fokus: Ihre Liebe zu einem Alliierten GI. Etwas was damals verteufelt wurde von beiden Seiten. Hier im Roman wird dieses Thema eingehend beleuchtet, denn der GI ist Afroamerikaner. Mir war der Themenkomplex im Ansatz bekannt um die damals sogenannten „brown babies“, aber es in einer fiktiv persönlichen Geschichte gebetet zu lesen ergreift mehr und macht sprachlos.Sprachgewand schreibt Susanne Abel und seitenfliegend habe ich das Buch gelesen. Macht es doch einerseits Spaß zu lesen und andererseits ist man erschüttert wie Menschen miteinander umgehen.Nicht nur hat sie die Nachkriegsgeschichte plastisch und ergreifend beschriebene, auch die Demenz der Mutter ist gut gezeichnet und man hat den Eindruck, dass die Autorin weiß wovon sie schreibt. Fazit: Eine klare Leseempfehlung! Wer als Erwachsener seine Eltern noch hatte, sollte sich denen auf Augenhöhe widmen und echtes Interesse an dem zeigen was die ureigene Geschichte der eigenen Eltern ist bevor es zu spät ist!
Berührend und fesselnd
Tom Moderath ist ein erfolgreicher Kölner Nachrichtensprecher und entsprechend berühmt ist der, von sich ziemlich überzeugte Anchorman. Seine Mutter Greta, die jenseits der 80 ist, besucht er nur selten, obwohl sie auch in Köln lebt, aber dann kommt der Tag, an dem er seine Mutter, die völlig orientierungslos auf der Autobahn rumfuhr abholen muss. Es zeigt sich, dass sie eine Demenz entwickelt hat und das stellt den Mittvierziger vor etliche Probleme. Greta ist der Mittelpunkt der Geschichte. Das zeigt sich spätestens beim Zeitsprung in den zweiten Weltkrieg. Wie sie und ihre Familie durchhielten und was sie aushalten mussten, wie ihr Weg nach Heidelberg führte und was dort alles geschah, wird nach und nach berichtet. Durch die Wechsel in 2015 wird Tom deutlich, dass damals irgendwas Bewegendes passiert sein muss und so beginnt der Journalist tiefer zu graben, auch wenn seine Mutter irgendwann nichts mehr dazu sagen will und kann. Dabei wird deutlich: Ein recht unbekanntes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte hat Auswirkungen bis heute.Zunächst war ich ja schon skeptisch, denn der Untertitel „Ein unmögliche Liebe“ – naja, ich bin nun einmal nicht so der Freund von Liebesgeschichten, daher die Zweifel. Dennoch hat mir irgendwas gesagt, dass ich das Buch kaufen sollte und das habe ich dann auch getan. Zum Glück, denn ich bin echt begeistert von dieser Geschichte. Sie greift so viele interessante und brisante Themen auf und ist dennoch nicht überladen. Der Roman hat mich berührt, gefesselt und teilweise auch fassungslos den Kopf schütteln lassen. Da sind die Ereignisse während des Krieges, aber auch der Umgang mit den Flüchtlingen und den dunkelhäutigen GI´s und manchmal auch das Verhalten von Tom, der mit seiner Bekanntheit, vor allem zu Beginn des Buches, sehr oft unrühmlich umgeht, um es mal vorsichtig zu formulieren. Aber er fängt sich ja nach und nach und bedient nicht mehr sämtliche Klischees und das Verständnis für seine Unsicherheiten wächst. Mit der Zeit habe ich ihn sogar ins Herz geschlossen, denn so arrogant und unangenehm wie er zu Beginn war, so empathisch und engagiert ist er später. Zudem muss man ihm zugutehalten, dass die Situation ja auch wirklich alles andere als leicht ist. Allein schon die Demenz der Mutter ist ein schwerer Schlag, doch dann tun sich ja nach und nach noch mehr Abgründe auf. Und Tom hat es nicht leicht bei seinen Recherchen in eigener Sache, obwohl er tatkräftige Unterstützung erhält, und dass ausgerechnet von einer Frau, die er eigentlich nicht mag…Zugegeben: Ich war zwar nicht schon nach den ersten Seiten Feuer und Flamme, aber lange gedauert hat es auch nicht. Dabei musste ich feststellen, dass mich der Zeitstrang in der Vergangenheit, während und nach dem zweiten Weltkrieg, extrem gefesselt hat, während jener in 2015 erst ein wenig Fahrt aufnehmen musste. Die Flucht aus Ostpreußen, Gretas Angst um den Vater, die Probleme eine Wohnung zu finden und das Fraternisierungsverbot sind aber auch wirklich sehr fesselnd. Ich will hier gar nicht allzu sehr in die Tiefe gehen, um Leser nicht zu spoilern. Und dennoch: Rassismus in der US-Armee und der Umgang mit „Brown Babys“ spielen eine zentrale Rolle – eine ganz schön heftige Geschichte, die mir in ihrer Tragweite im Vorfeld so nicht bekannt war.Wie erwähnt hat mich das Buch einfach extrem gut unterhalten, und bei all den schwierigen Themen gab es auch immer wieder lustige Momente und Dinge, die einem einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Der Schreibstil ist extrem flüssig, bildhaft und somit leicht zu lesen, wenngleich die Inhalte oft schwer verdaulich sind. Die Charaktere sind authentisch gezeichnet, vor allem bei Greta hat mich das tief beeindruckt, denn sie zeigt wie die Erinnerungen so langsam schwinden und was das für die Betroffenen bedeutet. Gefallen hat mir sehr, dass die Autorin auch original Ausschnitte von Texten und Nachrichten einbaut.Ich will auch gar nicht noch mehr Worte verlieren, denn ich kann dem Buch in der Rezension so und so nicht gerecht werden, aber ich empfehle diesen emotionalen Roman, der mir sicher noch lange im Gedächtnis sein wird, gerne weiter!
Hände weg von deutschen Fräuleins
Jeden Abend schaut die 85jährige Greta Nachrichten. Nicht, weil sie die Weltpolitik interessiert, vielmehr möchte sie ihren Sohn Tom, den Nachrichtensprecher, sehen. Greta lebt seit dem Tod ihres Mannes allein in einer großen Altbauwohnung in Köln-Porz, Tom nur weniger Kilometer entfernt in einem schicken Penthouse in der City. Als vielbeschäftigter Journalist hat er nicht viel Zeit für die Mutter. Deshalb kommt es ihm äußerst ungelegen, als er eines Nachts einen Anruf von der Polizei bekommt: seine Mutter wurde orientierungslos in ihrem Auto 400 Kilometer entfernt von Köln aufgegriffen und ins örtliche Krankenhaus eingeliefert, Diagnose: Demenz.Tom glaubt zunächst an eine Fehldiagnose, doch dann muss er sich eingestehen, dass seine Mutter ihre Krankheit meisterhaft vor ihm versteckt und überspielt hat. In einem zweiten Handlungsstrang erleben wir Greta als kleines Mädchen bis ins Erwachsenenalter. Aufgewachsen in Ostpreußen, musste sie mit ihrer Familie vor den russischen Besatzern fliehen. Ohne Vater, denn der ist an der Front. Was sie auf der Flucht erleben, ist unmenschlich und als Flüchtlinge sind sie nirgendwo willkommen. Ihr Ziel ist Heidelberg, Oma Gustes Heimat. Dort leben sie zunächst mehr schlecht als recht in einem Gartenhäuschen, doch alles ist besser als was sie zuvor ertragen mussten.In Heidelberg lernt Greta den jungen schwarzen GI Robert Cooper kennen. Zunächst beäugt sie den Besatzer misstrauisch, doch er ist nett zu ihr und hilft ihr eines Tages, als sie von einer Gruppe Jugendlicher überfallen wird. Mit der Zeit entwickelt sich aus der Freundschaft mehr, doch natürlich müssen sie ihre Gefühle füreinander geheim halten, denn bei den Deutschen sind „Amiliebchen“ verhasst. Die Amerikaner haben sogar eine Broschüre für die in Deutschland stationierten Soldaten herausgegeben, „Stay Away from Gretchen“, in der sie die Soldaten vor den mit Syphilis infizierten deutschen Frauen warnen.Mit fortschreitender Demenz lebt Greta immer mehr in der Vergangenheit. Eines Tages sucht sie in einem Kindergarten nach „Marie“. Tom beginnt die Wohnung seiner Mutter zu durchsuchen und findet das Foto eines dunkelhäutigen Kleinkinds. Er stellt fest, dass er herzlich wenig über die Vergangenheit seiner Mutter weiß und beginnt Nachforschungen anzustellen...„Stay away from Gretchen“ ist ein äußerst packender Roman, den ich regelrecht verschlungen habe. Man merkt, dass die Autorin mit dem Thema Demenz vertraut ist. Gleichzeitig bringt sie uns ein Stück Zeitgeschichte nahe. Das Buch ist hervorragend recherchiert, die zitierten Reden und Schriftstücke werden durch das angehängte Literaturverzeichnis belegt. Absolute Leseempfehlung!
Bewegende Geschichte in zwei Welten
Das Buch "Stay away from Gretchen - eine unmögliche Liebe" von der Autorin Susanne Abel habe ich über die Vorablesen-Leserunde erhalten.Bereits die Leseprobe hat mich sehr aufmerksam gemacht, da ich gerne Bücher lese, die auf zwei Zeitebenen spielen. Aber auch die Themen Demenz und Nationalsozialismus, die in diesem Buch thematisiert werden, interessieren mich sehr.Zu Beginn war der Einstieg etwas holprig, der Schreibstil gewöhnungsbedürftig. Doch dann versinkt man förmlich in der Geschichte, wird in das Leben von Gretchen mit hineingezogen und möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen.Eine Zeitebene beschäftigt sich mit der aktuellen Zeit (ich glaube es war das Jahr 2015). Tom Monderath ist ein bekannter und erfolgreicher Nachrichtensprecher, der mehr mit seiner Karriere beschäftigt ist, bis der Gesundheitszustand seiner Mutter ihn dazu zwingt, sich um sie zu kümmern. Gretchens beginnende Demenz und deren Verlauf fand ich sehr authentisch. Auch wie Tom damit umgeht. Ich habe selber einen Demenzfall in der Familie gehabt und konnte mich sehr gut in seine neue Situation hineinversetzenDie zweite Zeiteben beginnt in Gretchens Kindheit und spielt weiter im Nationalsozialismus. Man hat bereits viel über diese Zeit gelesen, aber gibt es doch wieder neue Informationen, von denen ich noch nichts wusste. So war mir der Rassismus gegen die schwarzen GIs nicht bekannt und auch, dass die schwarzen Kinder nach Amerika vermittelt worden sind auch nicht.Mich hat diese Geschichte sehr berührt und ich würde sie auf alle Fälle weiterempfehlen. 5 Sterne!
Lesehighlight schlechthin
»Geschichte, wie bitter sie auch sein mag, ist Realität, die täglich in unserer Gegenwart und die in unsere Zukunft fortwirkt.«Ein Stück dieser bitteren Geschichte lässt Susanne Abel in ihrem großartigen, fesselnden Roman wieder aufleben und zeigt dabei wie erschreckend wenig wir daraus gelernt haben. Für mich jetzt schon das LESEHIGHLIGHT des Jahres schlechthin.Der bekannte und beliebte Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath ist Lebemann, der keine Party und keine hübsche Frau auslässt. Jäh aus seinem für ihn scheinbar perfekten Leben reißt ihn seine Mutter Greta, als diese nachts eine Spritztour unternimmt, sich auf der Autobahn nicht mehr zurechtfindet und es keinen Weg mehr gibt um die Erkenntnis, „DEMENZ. Dieses Wort darf sich nicht in seinem Hirn breitmachen. Er konzentriert sich auf das Atmen, versucht, sich zu beruhigen, und wirft seiner Mutter einen unsicheren Blick zu. »Mam, jetzt erzähl mir mal alles, damit ich es kapiere.« Greta schaut ihn an. »Wie?« »Was ist passiert, dass du mitten in der Nacht durch halb Deutschland fährst?« »Jetzt mach nicht so einen Aufstand. Ich hab dich früher auch überall rausgeholt. Und hab ich jemals gefragt? Bist du jetzt sauer, oder was?« »Nein. Ich bin nicht sauer.« Tom weiß, dass er lügt. Er ist stinksauer. Er könnte platzen vor Wut.“. Sein erster Gedanke, sie muss ins Heim, ich habe schließlich auch ein Leben, wackelt schnell, als er nicht nur Unterstützung von Nachbarin Helga bekommt, sondern auch mehr aus Gretas Vergangenheit erfährt, was ihm sie näher bringt, als sie ihm jemals war. Als Leser darf man im Jahr 2015 den Nachrichtenmoderator bei seiner Arbeit begleiten, erfährt von Gretas kleinen und größeren der Demenz geschuldeten Aktionen und findet nach und nach mit ihm mehr Hinweise auf ihre Vergangenheit, die sie stets verschwiegen hat, und die er jetzt zu recherchieren beginnt. In sich abwechselnden Kapiteln reist man in die Vergangenheit, die im Jahr 1939 in Ostpreußen beginnt. Euphorie für den Führer in der Schule eingetrichtert, den Krieg überstanden und dann fast erfroren im eisigen Winter auf der Flucht vor russischen Soldaten, Unerwünschtsein als Flüchtlinge im deutschen Heidelberg, sich dort auf dem Schwarzmarkt nicht nur vor dem Verhungern retten, sondern auch Erfolge erzielen oder sich mit den GI´s und Besatzern arrangieren sind nur einige Schlagworte dazu. Mehr will ich gar nicht verraten, denn dann geht es darum, langsam verstehen zu können, warum Greta das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut so gut versteckt hat. 528 Seiten, ich weiß nicht wann ich zuletzt so viele Seiten regelrecht weginhaliert habe. Die Autorin hatte mich mit ihrem mitreißenden Schreibstil sehr schnell völlig in ihren Händen. Vielleicht auch ein wenig, weil ich meine persönlichen Erlebnisse mit einem dementen Vater für solche Hauptprotagonisten, wenn sie derart authentisch dargestellt und mit einem solchen einnehmenden Wesen ausgestattet sind, besonders empfänglich machen, ist mir die Geschichte sofort ans Herz gegangen. Aber auch mit dem Ausflug in die Vergangenheit hatte mich die Autorin emotional völlig am Wickel. Szenen die einem das Herz erwärmen, die einen lächeln, schmunzeln, und manchmal auch richtig grinsen lassen, wechseln sich lange Zeit ab mit solchen, die tief schockiert, stellenweise tatsächlich mit offenem Mund lesen lassen, die dann zunehmen und von einer besonders traurigen Geschichte erzählen. Man liest schockiert, man wird aufgerüttelt, einem werden die Augen geöffnet, aber die Autorin schafft eine tolle Balance. Denn für besonders viele Schmunzler sorgt so z.B. Greta sowohl im Heute, als auch schon in dem Strang aus der Vergangenheit mit Szenen wie, wenn sie nachdem Tom das Auto sicher verwahrt hat, einfach mal kurz shoppen geht, „Greta bleibt vor dem roten Cabriolet stehen und streift fast zärtlich über den glänzenden Lack. »Ich will etwas Flottes haben. Nicht so eine Omakarre!«, als Jugendliche noch so unbedarft ist, »Wie, was soll mit Küssen sein?«, fragte Fine langsam. »Denkst du, man wird vom Küssen schwanger?« »Etwa nicht?«, oder mit viel Schalk im Nacken Bob, dem GI nicht nur Deutsch, sondern auch Dialekt beibringen will, »Perfekt! Sag mal: Donnerlittchen.« »Donnerlitschen. What does it mean?« »Das sagt man so. Donnerlitchen, da hast du aber wieder was angestellt. Oder: Donnerlittchen, du hast vielleicht lange Zähne.« Greta schaute bierernst in das fragende Gesicht. »Oder sag mal Hupfdohle.«Gekonnt schlägt Susanne Abel den Bogen zwischen Heute und Vergangenheit. Es finden sich nicht nur Dinge wie z.B. eine alter Singer Nähmaschine oder ein Püppchen, von denen erzählt wird, hier und dort, sondern auch die dunklen Seiten ähneln sich auf erschreckende Art und Weise und öffnen so ohne erhobenen Zeigefinger, aber besonders eindringlich, die Augen dafür, dass wir viel zu wenig aus der Geschichte gelernt haben. Denn da interviewt Tom „die Direktorin des Krisenreaktionsteams von Amnesty International. »Frau Hassan, Sie berichten darüber, wie Geflüchtete und Migrantinnen auf der Flucht in großer Gefahr sind, Opfer von Gewalt zu werden.« »Nachdem sie die Schrecken des Krieges im Irak oder in Syrien durchlebt haben, haben diese Frauen alles aufs Spiel gesetzt, um ihre Kinder und sich selbst in Sicherheit zu bringen«, antwortet Tirana Hassan. »Doch auf der Flucht erleben sie abermals Gewalt und Ausbeutung und erhalten kaum Unterstützung oder Schutz.«, oder auch solche Stimmen, »Warum protestieren Sie hier gegen die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen?«, fragt Tom von jenseits des Gitters in die Menge. »Ach, Kriegsflüchtlinge. Das sind doch keine Kriegsflüchtlinge«, antwortet ein Mittsechziger, der nicht einmal seinem Gürtel traut und deshalb die dreiviertellange stützstrumpffarbene Cargohose zusätzlich mit Hosenträgern vor dem Rutschen sichert. »Die jungen Kerle sind alle Schmarotzer. Ich möchte betonen, ich bin kein Nazi, aber Schmarotzer sind das!« obwohl gilt, »Wenn ihr wüsstet, was wir alles mitgemacht haben« und sich tatsächlich wiederholt, was in der Vergangenheit noch so hieß, »Mutter, Mutter, die Flüchtlinge sind da!« Greta stützte ihren Großvater auf dem Weg über den holprigen Hof zur Eingangstür. Sie hat auf der Flucht viele Schimpfwörter gehört. Polacke, Rucksackdeutsche, und jetzt kam ein weiteres hinzu: Flüchtlinge. Hasserfüllt und voller Verachtung ausgesprochen.“Greta ist grandios dargestellt, nicht nur im Heute so absolut authentisch, und ich weiß was ein dementer Elternteil bedeutet, sondern auch nicht ohne den einnehmenden Schlack im Nacken, mit dem man sie in der Vergangenheit kennen und schätzen lernt. War mir Tom anfangs mit seinem egoistischen, fast schon selbstverliebten Verhalten fast schon unsympathisch, konnte er mich nach und nach tatsächlich noch ein Stück weit für sich einnehmen, denn auch er hat kein ganz so einfaches Päckchen zu tragen. Gekonnt bunt, lebendig, realistisch und ein breites Spektrum unterschiedlicher Ansichten repräsentierend sind auch die ganzen anderen Mitspieler gezeichnet, beim dunkelhäutigen Bob, dem GI mit dem vielen Charme, angefangen, über Oma Guste, die schon wusste, wie sie einer Greta die falsche Begeisterung austreiben kann, »Was macht ihr hier?«, fragte sie außer Atem. »Adolf Hitler spielen!«, antworteten die Kinder im Chor. »Hier, damit du auf vernünftige Gedanken kommst. Schneid Klopapier zurecht.« , bis hin zu kleinsten Rollen, wie die des verhärmten Kriegsheimkehrers Otto oder auch Prof. Dr. Hermann Holloch, der trotz medizinischer Versuche auch nach dem Krieg wieder ein Schlupfloch findet. Richtig gute historische Roman sind für mich immer die, bei denen viel an die Realität angelehnt ist, und das ist hier der Fall, wie man auch im Nachwort konkret erfährt. Die Autorin hat wirklich grandios bis in viele kleine Details recherchiert. Ein weiteres Kriterium neben dem sprachlichen Können, diese Geschichte lebendig zu machen, was absolut der Fall ist, ist auch die Tatsache, dass ich Neues dazu lernen kann. So habe ich z.B. bisher noch nie vom Brown Baby Plan gehört und habe jetzt ein Bild davon bekommen, wie abgrundtief schrecklich der Rassismus tatsächlich nur so kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges weitertoben konnte. Es gäbe noch so, so viel an diesem Roman zu loben, ich könnte noch seitenlang weitermachen, aber jetzt nur noch so viel, FAZIT: UNBEDINGT LESEN, denn ich hätte wirklich etwas Großes verpasst.
"VERBOTENE LIEBE IM BESETZTEN HEIDELBERG"
Das Buchcover ist sehr einfach aber überaus modern gestaltet und gefällt mir schon mal sehr gut. Als die 84jährige Greta in ihrem Auto in Pantoffeln an den Füssen von Streifenbeamten auf der Autobahn angehalten wird, macht diese einen derart verwirrten Eindruck, dass die Polizisten sie in ein Krankenhaus brachten. Daraufhin ruft sie sofort ihren Sohn, den bekannten Kölner Nachrichtenmoderator Tom Monderath an und möchte von ihm sofort aus dem Krankenhaus abgeholt werden, denn die im Krankenhaus denken über sie, sie sei "PLEMPLEM" !. Spätestens ab diesem Zeitpunkt ist es auch für Tom Gewissheit , über eine beginnende Demenz bei seiner Mutter nachzudenken. Nun wird in einer zweiten Ebene von der 8jährigen Greta Schönaich erzählt, die in den Kriegsjahren 1939-1945 in eine ostpreussische Schule ging. Daneben werden wir noch zahlreiche Jugendgeschichten über Greta erfahren , bis dann die Hauptstory in den Jahren 1946-1947 beginnt, als Greta bereits mit ihren mittlerweile 15 Jahren ein heranwachsender hübscher Teenager ist.. In dieser Zeit lernt sie den Militärsoldaten Bobby kennen, der mit seinem Jeep ständig seine Vorgesetzten herumkutschieren musste, aufgrund seiner Hautfarbe hatte man damals bei der US-Armee nicht unbedingt den besten Job.. Wie sich nun daraus eine Liebesgeschichte mit all seinen Unwägbarkeiten, Verwicklungen, Anfeindungen ( der Begriff Ami-Flittchen wurde hier schnell zu dieser Zeit in den Mund genommen) entwickelt, wird hier in wunderbaren Worten derart zart und einfühlsam beschrieben, dass mitunter die Trändendüsen stark strapaziert wurden. Was nun aus dieser grossen Liebe von Greta und Bobby geworden ist, will ich hier nicht verraten, man muss es selber lesen, und eines kann ich vorwegnehmen, wer zärtliche Liebesgeschichten mag, der muss dieses Buch unbedingt lesen.
Bewegender Roman auf zwei Zeitebenen mit den Themen Demenz und Rassismus nach dem Zweiten Weltkrieg
Der Roman „Stay away from Gretchen – eine unmögliche Liebe“ von Susanne Abel spielt auf zwei Zeitebenen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Greta Monderath. Im Sommer 2015 ist sie 84 Jahre alt. Sie wird zunehmend dement, aber in ihren klaren Momenten erzählt sie ihrem Sohn Tom erstmalig von ihrer Kindheit und Jugend in Ostpreußen, die jäh mit Vertreibung zu Beginn des Jahres 1945 endete. Das Ziel der Familie bei ihrer Flucht waren Verwandte in Heidelberg, welches damals von der US-Armee eingenommen war. Der Titel nimmt Bezug auf das Fraternisierungsverbot, das die militärische Führung der US-Streitkräfte erlassen hatte. In diesem Rahmen sollen sich ihre Soldaten selbstverständlich auch von den schamlosen deutschen Frauen fernhalten. Aber nicht nur deswegen ist die Liebe von Greta zum GI Robert Cooper, eine unmögliche Liebe, sondern auch weil er afroamerikanisch ist.Tom Monderath ist ein bekannter Nachrichtenmoderator im Fernsehen. Nach einigen Jahren im Ausland ist er in seine Heimat Köln zurückgekehrt. Um seine Mutter hat er sich bisher kaum Sorgen gemacht, sie wohnt allein in der elterlichen Wohnung und versorgt sich selbst. Nachdem sie mit dem Auto einen unvorhergesehenen Ausflug gemacht hat, beginnt Tom zu ahnen, dass Greta ihm über ihren Gesundheitszustand einiges vorgeflunkert hat. Sie wird von bestimmten Dingen getriggert, die bei ihr Erinnerungen auslösen und sie dazu veranlassen, ihrem Sohn von ihrer Vergangenheit zu erzählen. Durch Zufall entdeckt Tom in einem Dokument seiner Mutter das Foto eines kleinen Mädchens mit dunkler Haut. Aufgrund seiner guten Recherchefähigkeiten erfährt er bald mehr über die Herkunft des Kinds und dessen Zusammenhang mit seiner Familie.Durch den furiosen Start mit der Irrfahrt von Greta wurde ich als Leser in die Geschichte hineingesogen. Mit Tom hat Susanne Abel eine moderne interessante Figur geschaffen. Tom ist alleinstehend mit wechselnden Partnerschaften. Er interviewt Politiker mit Rang und Namen und berichtet täglich von den aktuellsten Ereignissen zu denen auch das Thema der syrischen Flüchtlinge gehört. Zunächst wirkte er leicht hochnäsig und genervt auf mich. Im Laufe der Erzählung wurde er mir, auch aufgrund seiner tatsächlichen Sorge und sein Kümmern um seine Mutter sympathischer, auch weil ihm sein Bild in der Öffentlichkeit zunehmend weniger wichtig wurde.Die Autorin hat ein Händchen dafür, das Tun und Handeln ihrer Charaktere authentisch abzubilden. Dabei lässt sie bei der Erkrankung von Greta persönliche Erfahrungen einfließen. Sie verdeutlicht, dass Demenz das Schwinden der Erinnerungen der betroffenen Person mit sich bringt aber auch für die Angehörigen nicht mehr greifbar sein wird.Susanne Abel zeigt mir einerseits mit dem Rassismus in der US-Armee und andererseits mit dem Umgang der Deutschen mit sogenannten „Brown Babys“ zwei Themen auf, die mir bisher von ihrer Bedeutung nicht bewusst waren. Bestürzt verfolgte ich die Schilderungen, die realistisch im Beispiel die tatsächlichen Begebenheiten wiedergeben. Es gelingt der Autorin, Fakten auch in einem längeren Zusammenhang anregend einzubauen.Mit dem Buch „Stay away from Gretchen“ hat Susanne Abel einen ansprechenden, bewegenden Roman geschrieben, der eine Verbindung zwischen der heutigen Flüchtlingskrise und den Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg zieht. Mit der Rassentrennung innerhalb der US-Armee und dem Umgang mit alleinerziehenden Frauen und ihren Babys, mit der besonderen Variante von Kindern mit dunkler Hautfarbe, im Nachkriegsdeutschland bindet sie heute wenig kommunizierte, aber wichtige Themen in ihre Geschichte ein. Mich hat die ergreifende Erzählung sehr berührt und daher empfehle ich sie gerne uneingeschränkt weiter.
Pressestimmen
Selten wurde Zeitgeschichte so lebendig und mitreißend erzählt.
Susanne Abels ›Stay away from Gretchen‹ ist ein zutiefst berührender Roman über Liebe, Krieg – und d...as Glück, die eigene Vergangenheit kennenzulernen. mehr weniger
Noch lange nach der Lektüre bleibt diese Geschichte im Kopf.
30.06.2021
Am Ende von ›Stay away from Gretchen‹ dankt Autorin Susanne Abel dem Himmel, in Friedenszeiten zu le...ben - und man versteht, warum. mehr weniger
01.06.2021
Endlich gerät dieses wichtige Thema in den Fokus.
06.05.2021
Ein spannender Roman zu einem wichtigen, vergessenen Thema.
Elke Heidenreich, 02.05.2021
Grandios, packend und absolut glaubwürdig. Dieses Buch legt man erst aus der Hand, wenn man es ausge...lesen hat. mehr weniger
Andreas Wallentin, 23.04.2021
Sehr empfehlenswert.
Karin Steinfeld-Bartelt
Dieser Roman beschäftigt sich mit einem wenig bekannten Aspekt der deutschen Nachkriegsgeschichte. E...r ist sehr berührend, fesselnd und wirkt lange nach. mehr weniger
Cornelia Hoppe
Für alle Leser*innen geeignet, die gerne Familiendramen lesen und sich für einen Aspekt der Nachkri...egszeit interessieren, der bisher fast nie in Romanen aufgearbeitet wurde. mehr weniger
Ein sehr berührender Roman, der auch das unrühmliche Kapitel der Brown Babys thematisiert. Leseempfe...hlung! mehr weniger
Eine große Liebe in dunklen Zeiten.
Das alles schichtet sie virtuos ähnlich der Schwarzwälder Kirschtorte, die es bei Monderaths zum Kin...dergeburtstag gibt. mehr weniger
Sabine Busch-Frank, 25.11.2022
Eine unterhaltsame Geschichte mit bewegendem Kern rund um Rassismus und Diskriminierung in Zeiten de...s Zweiten Weltkriegs. mehr weniger
01.11.2022
›Stay away from Gretchen‹ erzählt die grosse Geschichte von Krieg, Flucht und Liebe.
Michel Wassner, 03.02.2022
Aktuelles, Historisches und das Thema Demenz machen die Geschichte bedeutsam und berührend.
16.12.2021
Unser Lieblingsbuch des Jahres 2021.
Ursula Heering, 15.12.2021
Das Schicksal der von der Regierung nicht gern gesehenen sogenannten ›Mischlingskinder‹ wird auf ei...ne herzzerreißende Art beschrieben, die einen nicht loslässt. mehr weniger
09.12.2021
Geschickt verknüpft Susanne Abel die Geschichten der Mutter und des Sohnes im Wechsel mit Gretas Ver...gangenheit. mehr weniger
18.11.2021
Mit ihrem Romandebüt ›Stay away from Gretchen - Eine unmögliche Liebe‹ ist Susanne Abel ein großer W...urf gelungen. mehr weniger
Welf Grombacher, 13.10.2021
›Stay Away from Gretchen‹ ist eine eine Debüt-Sensation!
Gerhard Beckmann, 09.09.2021
Susanne Abels Roman fesselt so ungemein, auf eine solch schriftstellerisch perfekte, überzeugende We...ise, dass ihn allein das schon empfehlenswert machen würde. mehr weniger
Gerhard Beckmann, 09.09.2021
Für mich ist dieses Buch ein Highlight des Bücherjahres.
Sabine Friemond-Kund, 01.09.2021
Berührend lässt Susanne Abel hier ein Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte lebendig werden (...).
Norbert Ortmanns, 29.08.2021
„Stay away from Gretchen“ ist ein berührender Roman über eine vom Zweiten Weltkrieg geprägte Familie..., deren Vergangenheit durch Weitergabe von Traumata in der nächsten Generation nachhallt. mehr weniger
15.08.2021
Ein großes Glück für die Leser!
Elvira Lauscher, 23.07.2021
Susanne Ables Deübtroman erzählt die authentische Geschichte von Kindern der Besatzungszeit.
23.07.2021
Der Roman von Susanne Abel ist eine rückblickend eindringlich erzählte, emotionale und berührende, a...ber auch bedrückende Reise in ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte, flüssig und gut lesbar. mehr weniger
Gustav Förster, 21.07.2021
Der Roman von Susanne Abel, ein absolut gelungenes Debüt, ist eine rückblickend eindringlich erzählt...e, emotionale und berührende aber auch bedrückende Reise in ein Kapitel der Nachkriegsgeschichte (…). mehr weniger
Gustav Förster, 21.07.2021
Historische Episoden geben Einblick in Gretas Erinnerungen und machen sie zu einer starken Protagoni...stin, die einem ans Herz wächst. mehr weniger
Peldszus Antonia, 17.07.2021
Gut erzählte Zeitgeschichte: tiefberührend und sehr fesselnd.
Stefanie Gebhardt, 12.07.2021
Ein fesselndes Buch, das sehr berührt.
01.07.2021
Zeitgeschichte spannend erzählt.
23.06.2021
Gerade auch im Gegenwartsteil packt sie auf brillante Art unsere heutige Flüchtlingsproblematik und ...den Rassismus in unserer Gesellschaft an. mehr weniger
Katharina Strauß, 10.06.2021
Susanne Abel gelingt mit ›Stay Away from Gretchen – Eine unmögliche Liebe‹ ein Kunststück! Sie ersch...afft Charaktere, die von der ersten Seite an sofort eine besondere Magie erzeugen. mehr weniger
Alex Dengler, 10.05.2021
Bestseller-Autorin Susanne Abel schreibt in ihrem neuen Roman über eine unmögliche Liebe.
Philipp Mosthaf, 05.05.2021
Die Romane von Susanne Abel sind etwas ganz Besonderes, selten Kostbares auf dem deutschen Literatur...markt,nämlich ein Schatz, den man hüten sollte wie das Wertvollste in seinem Leserleben. mehr weniger
Susann Fleischer, 03.05.2021
Eindringlich erzählt
29.03.2021
Ein rundum gelungenes Erstlingswerk, das Lust auf mehr macht.
Sabine Schafbauer, 22.03.2021
Bewegende Geschichte einer unmögliche Liebe
17.03.2021