Beste Freundinnen, die unzertrennlich sind. Und um niemals getrennt zu werden, gehen Miv und Sharon auf die Spurensuche nach dem Mörder, der ihr Heimatort Yorkshire unsicher macht ...
13,00 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Unser Buch der seltsamen Dinge
Miv und ihre beste Freundin Sharon sind unzertrennlich. Als Mivs Vater mit der Familie wegziehen möchte, bricht für sie eine Welt zusammen. Eine brutale Mordserie hält Yorkshire in Atem, doch ihr Zuhause und Sharon hinter sich zu lassen, kann Miv sich trotzdem nicht vorstellen. Egal, wie seltsam es dort auch geworden ist, seitdem ihre Mutter aufgehört hat zu sprechen und Tante Jean sich nun um alles kümmert.
»Was wäre, wenn der Mörder gefasst würde?, fragte ich mich, als ich allmählich eindöste. Was, wenn die Morde aufhörten? Und wir hierbleiben könnten? Dann müsste ich Sharon nicht zurücklassen, und wir könnten für immer beste Freundinnen bleiben.«
Also beginnen die beiden Mädchen, auf eigene Faust die Menschen in ihrer Nachbarschaft zu beobachten – und setzen dabei Dinge in Gang, die alles verändern werden.
Einfühlsam und klug erzählt Jennie Godfrey von Familie, Freundschaft und Zusammenhalt und eröffnet ein weites Gesellschaftspanorama, voll ergreifender Schicksale und liebenswerter Figuren.
»Packend und bewegend.« The Guardian
Bibliografische Daten
1. Auflage
Jennie Godfrey
Jennie Godfrey ist in Yorkshire geboren und aufgewachsen. Ihr Debüt ›Unser Buch der seltsamen Dinge‹ war in Großbritannien ein sensationeller Erfolg und stand wochenlang an der Spitze der ›Sunday Times‹-Bestsellerliste. ›Das Gartenfest‹ ist ihr zweiter Roman.
4 - 10 von 111 Leserstimme
Yorkshire Mysterien
Jennie Godfreys „Unser Buch der seltsamen Dinge“ spielt in einer Kleinstadt in Yorkshire Ende der 1970er Jahre, einer Zeit des Wandels unter Margaret Thatcher und einer düsteren Mordserie, die die Region erschüttert. Im Mittelpunkt steht die zwölfjährige Miv, die mit den schwierigen Verhältnissen zu Hause und dem brutalen Yorkshire Ripper kämpft. Zusammen mit ihrer besten Freundin Sharon versucht sie, den Mörder zu fassen, um ihren Vater vom Verbleib in ihrer Heimat zu überzeugen.Der Roman verknüpft geschickt Elemente von Krimi, Familientragödie und Jugendbuch. Themen wie Freundschaft, Mobbing, Rassismus und familiäre Zerwürfnisse werden authentisch und berührend dargestellt. Trotz einiger abrupt wirkender Ereignisse zum Ende hin, bietet das Buch eine fesselnde und tiefgründige Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die Charakterstudien und Coming-of-Age-Erzählungen mögen.
Tolles Buch
Wir schreiben das Jahr 1979 und in Großbritannien ist Margaret Thatcher gerade Premierministerin geworden. Noch beunruhigender, insbesondere für die Frauen von Yorkshire, ist jedoch, dass sich ein Monster namens „The Yorkshire Ripper“ einen Namen gemacht hat, indem es regelmäßig und brutal junge Frauen tötete und dadurch jede Frau in Angst und Schrecken versetzte, die sich sogar nachts nicht mehr aus dem Haus traute. Vor diesem Hintergrund spielt „Unser Buch der seltsamen Dinge“.Miv lebt mit ihrem Vater, ihrer Mutter (wenn sie nicht gerade einen ihrer regelmäßigen Krankenhausaufenthalte hat, da sie sich völlig aus dem Leben zurückgezogen hat) und Tante Jean zusammen. Sie hat ihren Vater und Tante Jean dabei erwischt, wie sie über einen Wegzug aus Yorkshire sprachen und den Ripper als einen der Gründe dafür nannten. Wenn Miv also die Identität des Mörders herausfinden kann, muss sie vielleicht nicht von ihrer lieben Freundin Sharon wegziehen. Und so kommt es, dass die 11-jährige Miv beschließt, den Yorkshire Ripper zu fangen, und ihre beste Freundin Sharon überredet, ihr zu helfen.Tante Jean mag Struktur in ihrem Leben und macht für alles Listen, und Miv beginnt ihre eigene Liste mit allen verdächtigen Dingen über die Leute, mit denen sie in Kontakt kommt, und die sie vielleicht zum Ripper führen könnten!Meine Güte, das ist eine fantastische Coming-of-Age-Geschichte und noch dazu ein Debütroman (kaum zu glauben). Da ich selbst lange in Yorkshire gelebt habe, erkenne ich viele der Charaktere und fühle mich mit ihnen verbunden. Dies mag eine kleine Gemeinde sein, aber es ist viel los und es gibt viele Frauen, die es kaum erwarten können, den Klatsch zu verbreiten, aber sie sind (meistens!) amüsante Charaktere. Ich erinnere mich auch an das Ausmaß der Angst, die die Morde erzeugten, und die Auswirkungen, die sie auf die örtlichen Gemeinden hatten. Peter Sutcliffe (The Yorkshire Ripper) raubte nicht nur Frauen ihr Leben, er raubte auch Tausenden von Frauen ihr Recht, sich in den 1970er Jahren in ihrem täglichen Leben sicher zu fühlen.Eine herzerwärmende und bewegende Erfahrung, und ich habe es geliebt. Es würde mich sehr überraschen, wenn dieser Debütroman kein durchschlagender Erfolg würde, und die Autorin hat ihn zu Recht verdient.
Die Suche nach dem Yorkshire Ripper
Yorkshire, 1979. Miv und Sharon sind beste Freundinnen. Sie leben in Yorkshire, wo sich seit einiger Zeit ein Mörder herumtreibt. Als Mivs Vater andeutet, die Familie wolle in den sicheren Süden umziehen, muss Miv handeln. Sie beschließt, gemeinsam mit Sharon den Yorkshire Ripper zu überführen. Sie beobachten nun Menschen aus ihrem Umfeld, die ihnen seltsam vorkommen. Ihre Beobachtungen schreiben sie in ein Buch.Jennie Godfreys Roman basiert auf den wahren Begebenheiten des Yorkshire Rippers, einem britischen Serienmörder, der 13 Morde gestand. Zwischen 1975 und 1980 wurden im Norden Englands mehrere Frauen ermordet und weitere schwer verletzt. Die Autorin widmet den Opfern ihren spannenden Roman. Sie nutzt dafür Miv und Sharon, zwei Freundinnen, die gerade auf der Schwelle von der Kindheit zum Erwachsenenleben stehen. Es ist eine Zeit des Umbruchs in Großbritannien. Margaret Thatcher wurde gerade zur Premierministerin gewählt und überall im Land gab es Tumulte und unzufriedene Bürger. Laut Mivs Tante Jean ist Thatcher genau genommen Schuld an den Morden. Mehr Politik fließt aber nicht mit ein. Hauptsächlich geht es aus den Perspektiven der beiden Mädchen um verräterische Eigenschaften ihres Umfeldes, die die veröffentlichten Ermittlungsstände der Polizei aufgreifen und mit den Beobachtungen der beiden verknüpfen. „Unser Buch der seltsamen Dinge“ von Jennie Godfrey bietet True Crime in einem harmlosen Cover. Tatsächlich wurde Peter William Sutcliffe, der als Yorkshire Ripper bekannt wurde, 1981 gefasst und zu 20-mal Lebenslänglich verurteilt. Er starb nach vier Jahrzehnten im Gefängnis. Es werden verschiedene Perspektiven eingenommen, die dem Leser ein umfassendes Bild vermitteln. Ähnlich einer Polizeiermittlung hat man nun Informationen, um den Schrecken der Bevölkerung nachzuempfinden. Sie wussten, dass sich der Täter mitten unter ihnen befindet, hatten aber keine Anhaltspunkte, wann er wieder zuschlagen würde. Ganz sicher wollte man seinerzeit nicht alleine im Dunkeln auf der Straße sein. Miv notiert in ihrem Buch dann auch ganz banale Dinge wie die Laune ihrer Verdächtigen, Nationalität Im Verlauf der Handlung werden auch die Charaktere näher beschrieben. Mivs Mutter hat nach einem traumatischen Vorfall aufgehört zu sprechen. Der Vater arbeitet hart für den Unterhalt seiner Familie. Um den Haushalt und die Betreuung von Miv zu sichern, ist Tante Jean zu ihnen gezogen. Das alles erfährt man aus Mivs eingeschränkten Sichtfeld, was wiederum ein spannender Twist am Ende hervorbringt. Diesen Teil der Geschichte nimmt man der Zwölfjährigen uneingeschränkt ab. Sharon kommt aus einer wohlhabeneren Familie, was man an den Beschreibungen ihres Zimmers im Haus ihrer Eltern und ihrem Besitz in den Alltagsdingen bemerkt. Es wird auch der typische Laden an der Ecke angesprochen, der von pakistanischen Einwanderern betrieben wird. Mit wenigen Figuren und den Beobachtungen der Mädchen erreicht Godfrey ein stimmiges Gesellschaftsporträt.Unser Buch der seltsamen Dinge von Jennie Godfrey ist definitiv kein Krimi im herkömmlichen Sinn. Es ist vielmehr ein Roman über das Erwachsenwerden, Freundschaft, Heimat und Zusammengehörigkeit. Die Mordfälle sind eher ein Element, um die Grausamkeit des Täters zu beschreiben und wie man in der Bevölkerung damit umging. Es gelingt der Autorin, die Zeit der 80-er mit den charakteristischen Dingen zu beschreiben, damit die fesselnde Geschichte aus der Sicht zweier Heranwachsender zu erzählen, den Schrecken der Morde zu verdeutlichen und dennoch ihren normalen Alltag zu integrieren. Mivs Beobachtungen zeigen auch Mobbing, Rassismus und das krankende Bildungssystem. Der Roman ist unterhaltsam und bildet mit seinem eingängigen Erzählstil einen Sog. Man will einfach wissen, wie es ausgeht.
Zwei Mädchen auf spannender Ripper-Jagd in Yorkshire
Das Buch handelt von einem Ripper, der in Yorkshire sein Unwesen treibt und den beiden Mädchen Miv und Sharon, die auf eine spannende und ans Herz wachsende Weise versuchen, den Ripper zu fangen.Das Buch ist aus Sicht des Mädchens Miv geschrieben. In einem mitreißenden Schreibstil wird zunächst von Miv und ihrer Umgebung erzählt, zu der auch ihre Freundin Sharon gehört. In authentischer Weise und mit viel Lokalkolorit wird vom damaligen Leben in Yorkshire und vom Ripper berichtet sowie von Mivs wachsendem Entschluss, dass sie und ihre Freundin Sharon ihn fangen könnten. Die Gefühle der Mädchen werden gut nachvollziehbar und in den Bann ziehend berichtet. Das Cover finde ich gelungen, ebenso der Neugierde weckende Buchtitel, die schöne Innencover-Bedruckung mit blauen Vögeln und die Haptik des Covers und der Seiten. Gut gemacht finde ich auch, dass Notizen in dem die Ripperjagd begleitenden Notizbuch der Freundinnen layoutmäßig abgesetzt sind, sodass diese (abgesehen von der gedruckten Schrift) wie echte Notizen in einem Notizbuch wirken.Das Buch hat mich in den Bann gezogen und ich empfehle es weiter, gerade an England-Fans, da das Lebensgefühl des früheren Yorkshire authentisch transportiert wird.
Ein tolles Buch!
Wenn man sich das Buchcover zum ersten Mal anschaut, würde man wohl nie auf die Idee kommen, um was für eine Art von Buch es sich hier handeln könnte. Und würde damit vielleicht ein ziemlich spannendes und abwechslungsreiches Buch verpassen. Die britische Autorin Jennie Godfrey hat mit ihrem Roman „Unser Buch der seltsamen Dinge“ nämlich einen wirklich tollen Roman veröffentlicht.In den 70er Jahren hält eine brutale Mordserie Yorkshire in Atem. Und genau in dieser Zeit lernt der Leser/in die junge Miv kennen. Ihre Freundin Sharon ist ihr ein und alles. Mit ihr bestreitet sie den Großteil ihrer Tage. Seitdem Mivs Mutter die Kommunikation mit der Familie eingestellt hat und sich ihre Tante Jean um den Haushalt kümmert, hat sich die Stimmung innerhalb der Familie stark verändert. Von Umzug ist jetzt sogar die Rede. Zum Schutz vor dem Ripper?Was wäre, wenn der Mörder gefasst werden würde? Würde dann alles anders werden und die Familie könnte bleiben? Miv und Sharon fangen an ihre Umgebung genauer zu beobachten und erstellen eine Liste mit ihren Erkenntnissen. Sie setzten damit Dinge in Gang, deren Konsequenzen kaum zu überblicken sind.Hier stimmt einfach alles. Die Geschichte über Freundschaft und Familie in schwierigen Zeiten überzeugt ab der ersten Seite. Es ist ziemlich leicht für den Leser/in eine Verbindung zu Miv zu bekommen. Dies liegt hauptsächlich an dem wunderbaren Schreibstil der Autorin. Präzise, humorvoll und immer die richtigen Worte findend, lernen wir die Welt von Miv kennen. So lernt der Leser/in im folgenden Charaktere aus dem Umfeld von ihr kennen, die auf den ersten Blick gar nichts mit dem Ripper zu tun haben, aufgrund besonderer Umstände aber in ihren Fokus fallen. Das ist spannend und teilweise tragisch zugleich. Denn letztendlich haben alle Menschen Geheimnisse und Bedürfnisse, die man aber erst erkennt, wenn man genauer hinschaut. Themen wie Rassismus, Kirche und Sexualität werden dabei genau so angesprochen wie die Macht der Freundschaft. Obwohl sich die Hauptgeschichte hauptsächlich aus der Sicht von Miv erzählt wird, kommen auch andere Personen aus dem Umfeld von ihr zu Wort beziehungsweise lernen wir ihre Gefühlswelt aus ihrer Perspektive kennen. Diese Wechsel passen sehr gut in die Geschichte und vervollständigen das Bild, dass Miv von ihrer Umgebung hat. Fazit: Ein Leseerlebnis, welches einem nicht allzu oft über den Weg läuft. Die Autorin besitzt das Talent eine tolle Geschichte zu erzählen und das Ganze ohne aufgesetzte Effekthascherei. Das Buch dieses Sommers! Klare Leseempfehlung!
Ein Jugendbuch voller Tiefgang
"Unser Buch der seltsamen Dinge" beginnt - nicht verwunderlich, denn dies ist eines der Lieblingswerke der Protagonistin Miv - ähnlich Enid Blyton's fünf Freunden. Über weite Teile ist das Buch geschrieben wie ein Kinder- oder Jugendbuch, sie Zielgruppe dürfte in einem ähnlichen Alter sein wie Miv und Sharon, die während des Buches zu Teenagern werden. Im Laufe des Buches gewinnt die Geschichte an vielen Fronten an Tiefe. Die Freundschaft von Sharon und Miv ist eines der zentralen Elemente, das "unser" im Titel ist sicher bewusst gewählt. Bemerkenswert finde ich, wie sehr ich die Lektüre genossen habe und wie sehr mich das Buch und insbesondere die Gefühle der jungen Miv berührt haben. Die Geschichte wirkt nicht großartig geschrieben, doch sie schafft Emotionen und enthält viele positive Botschaften und ist in jedem Fall eine schöne Lektüre.
Einfühlsame Geschichte über Freundschaft mit Jagd auf den Ripper
Der rote Faden in dem Roman ist die Freundschaft zwischen Miv und Sharon, wie sich die beiden kennenlernen und was sie miteinander erleben. Miv will unbedingt den Yorkshire Ripper finden, als beste Freundin hilft ihr Sharon selbstverständlich. Während dem Lesen fragte ich mich bereits, ob sie überhaupt in die Nähe des Rippers kommen, da war ich bereits bezaubert von den beiden Mädchen.Der Schreibstil ist angenehm flüssig. Die Autorin schildert die Lebensverhältnisse im damaligen Yorkshire lebendig mit viel Lokalkolorit. Auf die Gefühle der beiden Mädchen wird einfühlsam eingegangen, ihre vielen Fragen und Unsicherheiten. Phasenweise fühlte ich mich zurückversetzt in meine eigene Kindheit. Der Roman ist in der ersten Person verfasst, meistens aus der Sicht von Miv, so erfahre ich besonders viel über ihre Gefühle, manchmal aus der Sicht anderer Personen.Ich bin begeistert von den liebenswürdigen und aufgeweckten Mädchen Miv und Sharon. Es war eine Freude sie zu begleiten, daher empfehle ich das Buch gern weiter.
Zwei Freundinnen und ein ungewöhnliches Projekt
Die 12jährige Miv lebt mit Vater, Mutter und Tante in einem kleinen Ort im ländlichen Yorkshire. Die früher so liebevolle und lustige Mutter ist vor zwei Jahren verstummt, was genau mit ihr passierte und weshalb sie depressiv wurde, ist lange nicht klar. Die resolute alleinstehende Tante Jean führt seitdem den Haushalt, ist aber kein Ersatz für die Mutter, die Miv sehr vermisst. Ein Glück, dass sie ihre beste Freundin Sharon hat, mit der sie ein Herz und eine Seele ist.Die Geschichte spielt in den 1980er Jahren, einer Zeit, in der der Yorkshire Ripper in der Gegend sein Unwesen treibt und schon etliche junge Frauen, hauptsächlich Prostituierte, ermordet hat. Nicht zuletzt wegen des Rippers, aber auch, weil ihm ein lukrativer Job angeboten wird, will Mivs Vater in den Süden ziehen. Eine Katastrophe für Miv, denn dann müsste sie sich von Sharon trennen! So kommt sie auf die Idee, eigenhändig den Yorkshire Ripper zu stellen und überzeugt Sharon davon, bei ihrem Plan mitzumachen. Sie beginnen damit, Leute aus ihrer Umgebung zu beobachten und alles, was ihnen seltsam erscheint, in einem Buch festzuhalten. Dazu zählen unter anderem Beobachtungen wie „mal gute Laune, mal schlechte“. Aber auch „Er hat einen Schnurrbart“ kann schon dazu führen, als Verdächtiger geführt zu werden, denn auch der Ripper soll Schnurrbartträger sein. Im Laufe ihrer Ermittlungen erfahren die beiden Mädchen so einiges über ihre Mitmenschen, zum Beispiel über die nette junge Bibliothekarin mit einem Hang zu Unfällen.„Unser Buch der seltsamen Dinge“ ist ein wunderschönes und herzerwärmendes Buch. Da es aus der Sicht einer Zwölfjährigen geschrieben ist, mutet der Schreibstil altersentsprechend etwas naiv an, doch stört dies überhaupt nicht. Es ist ein Buch über Freundschaft und erste Liebe, über Mobbing und Rassismus und natürlich über das Aufwachsen im England der 1980er Jahre, als es noch keine TikTok Videos und Handys gab. Wir erleben, wie Miv zunehmend erwachsen wird und begleiten sie auf ihren teilweise doch recht gefährlichen Exkursionen auf der Suche nach dem Yorkshire Ripper. Mir hat dieser Debütroman ganz hervorragend gefallen und ich kann ihn wärmstens empfehlen.
Eine berührende Geschichte über Freundschaft und Verlust
"1979, eine Mordserie hält Yorkshire in Atem. Die 12-jährige Miv wohnt mit Ihrer Mutter, ihrem Vater und Ihrer Tante Jean in einem kleinen Häuschen in Yorkshire. Als Miv`s Familie überlegt aufgrund der Morde Yorkshire zu verlassen, begibt sich Miv gemeinsam mit Ihrer besten Freundin Sharon auf die Suche nach dem Yorkshire Ripper. Kann Sie in der Stadt bleiben wenn der Mörder gefasst wird?""Unser Buch der seltsamen Dinge" erzählt die Geschichte von Miv die mit Ihrer Familie in Yorkshire lebt. Miv ist ein eher unscheinbares Mädchen und hat eigentlich nur eine Freundin, Sharon. Sie begleitet Sie durch dick und dünn. Die Mutter von Miv hat aufgehört zu reden und seitdem wohnt Ihre Tante Jean bei der Familie um Sie im Haushalt zu unterstützen. Ihr Vater geht arbeiten und gönnt sich Abends gerne ein Bier im Pub. Miv hat sehr viel Freiraum und was Sie macht und wo Sie hingeht ist der Familie gleich. Als Ihr Vater und Ihre Tante Jean aufgrund der Morde in Yorkshire überlegen die Stadt zu verlassen, begibt sich Miv gemeinsam mir Ihrer besten Freundin auf die Suche nach dem Yorkshire Ripper. Denn vielleicht kann Sie bleiben wenn der Mörder gefunden ist. Während Ihrer Suche freunden Sie sich neben Ishtiaq und seinem Vater Omar mit vielen weiteren Personen in Yorkshire an. Überwiegend hört man die Geschichte aus der Perspektive von Miv. Allerdings wechselt die Autorin zwischendurch und die Geschichte wird aus der Sicht von Helen, Omar und Austin erzählt. Das hat mir persönlich sehr gut gefallen. Denn jeder der anderen Charaktere hat wie Miv auch seine eigenen Päckchen zu tragen.Es hat mich teilweise schockiert mit welchen Dingen, vor allem Ishtiaq und sein Vater Omar zu kämpfen haben. Sie kommen ursprünglich aus Pakistan und im Jahr 1979 haben Sie viele Probleme mit Ausländerhass. Auch die Stellung von Frauen und Mädchen zu dieser Zeit war noch sehr kritisch. Denn zu dieser Zeit war es ausschließlich Ihre Aufgabe sich um den Haushalt zu kümmern und die Familie zu umsorgen. Sie hatten nur eine kleine Stellung in der Gesellschaft.Die letzten 100 Seiten habe ich das Buch verschlungen und es hat mich emotional sehr mitgenommen und ich habe mir im Nachhinein noch viele Gedanken darüber gemacht gemacht. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Highlight dieses Jahr.
Die Jagd nach einem Serienkiller soll eine Freundschaft festigen
Yorkshire, 1979: Die 12-jährige Miv erzählt uns ihre Geschichte in ich-Form, dadurch kann man sich noch mehr in die kleine bemitleidenswerte Kinderseele einfühlen. Dazwischen gibt es Einschübe aus Sicht anderer Personen in erzählender Form.Miv hat genau eine Freundin, Sharon, mit der sie alles gemeinsam macht: Miv heckt die Pläne aus, Sharon setzt sie um. Beide kommen aus unterschiedlichen Familien, doch trotz der sozialen Unterschiede werden sie beste Freundinnen.Als dann die Morde des Yorkshire Rippers immer mehr Angst und Schrecken verbreiten, weil nun auch die "normalen" Frauen in Gefahr sind (bisher hat er nur Prostituierte getötet, wobei Miv nur weiß, dass das keine "normalen" Frauen sind, weil dieses Wort nur hinter vorgehaltener Hand genannt wird), überlegt Mivs Vater, aus Yorkshire wegzuziehen. Doch das kommt für das Mädchen gar nicht in Frage, sie MUSS in Yorkshire und bei ihrer einzigen Freundin bleiben. Denn nur mit ihrer Mutter, die nichts mehr redet; ihrem Vater, der die Abende im Pub verbringt und ihrer ständig nörgelnden Tante, die sich nun alles im Haushalt kümmert, wird sie eingehen.Also erstellt sie eine Liste (wie ihre Tante Jean es immer macht) - damit muss der Ripper doch zu entlarven sein! Und wenn sie ihn gestellt hat, kann sie mir ihrer Familie in Yorkshire bleiben.Den Yorkshire-Ripper gab es wirklich: von 1975 bis 1980 hat er 13 Frauen ermordet; diese Begebenheiten haben die Autorin so geprägt, dass sie nun einen emotionalen Coming-of-Age-Roman darum herum gewebt hat.Man fühlt sehr mit Miv mit und sieht vieles von sich selbst in ihr. Sharon ist ein starker Charakter, sie ist sehr einfühlsam und empathisch (das alles fehlt Miv). Gemeinsam sind sie ein unschlagbares Team.Später kommen noch Ishtiaq (damals waren "solche" Leute "von woanders" verpönt. Das wird auch in der Geschichte immer wieder hervorgehoben; alles gipfelt darin, dass der Laden von Ishtiaqs Vater angezündet wird) und Paul zu ihrer Freundesgruppe dazu. Es ist schön zu sehen, wie sie sich gegen die Vorurteile und Anfeindungen entgegenstemmen und immer mehr zusammenschweißen.Durch Mivs Liste lernen die Mädels etliche Bewohner des Ortes kennen, es kommen immer mehr von deren Geheimnisse zutage, und die Mädchen werden dadurch mit bestimmten Personen zusammengeschweißt; sie richten dabei Chaos an, helfen aber auch und bringen Freude in das Leben anderer.Somit ist das Buch auch eine Sozialstudie der damaligen Zeit: vieles erkennt man in den Überzeugungen von Tante Jean. Auch die sozialen Unterschiede waren damals noch größer; und natürlich die Stellung der Frau dazumals.Natürlich gibt es auch erste zarte Liebesgefühle und ein einschneidendes Erlebnis, das alles verändern soll.Es geht um einen kurzen Abschnitt im Leben einer Jugendlichen, Höhen und Tiefen in familiären, freundschaftlichen und allgemein sozialen Beziehungen, die ihr weiteres Leben und ihren Charakter prägen. - Die Geschichte erinnerte mich an Stephen Kings "Stand by me - Das Geheimnis eines Sommers".Fazit:Emotionaler Coming-of-Age-Roman über die 12-jährige Miv, die unbedingt den allseits gefürchteten Serienkiller fangen will, um in Yorkshire bei ihrer besten Freundin Sharon bleiben zu können.