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»Wir nahmen einander bei der Hand. Zusammen waren wir stärker.«

Unser Buch der seltsamen Dinge

Miv und ihre beste Freundin Sharon sind unzertrennlich. Als Mivs Vater mit der Familie wegziehen möchte, bricht für sie eine Welt zusammen. Eine brutale Mordserie hält Yorkshire in Atem, doch ihr Zuhause und Sharon hinter sich zu lassen, kann Miv sich trotzdem nicht vorstellen. Egal, wie seltsam es dort auch geworden ist, seitdem ihre Mutter aufgehört hat zu sprechen und Tante Jean sich nun um alles kümmert. 

»Was wäre, wenn der Mörder gefasst würde?, fragte ich mich, als ich allmählich eindöste. Was, wenn die Morde aufhörten? Und wir hierbleiben könnten? Dann müsste ich Sharon nicht zurücklassen, und wir könnten für immer beste Freundinnen bleiben.«

Also beginnen die beiden Mädchen, auf eigene Faust die Menschen in ihrer Nachbarschaft zu beobachten – und setzen dabei Dinge in Gang, die alles verändern werden.

Einfühlsam und klug erzählt Jennie Godfrey von Familie, Freundschaft und Zusammenhalt und eröffnet ein weites Gesellschaftspanorama, voll ergreifender Schicksale und liebenswerter Figuren.

»Packend und bewegend.« The Guardian

Bibliografische Daten

EUR 13,00 [DE] – EUR 13,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22145-0
Erscheinungsdatum: 29.12.2025
1. Auflage
464 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Übersetzt von Susanne Keller
Autor*innenporträt

Jennie Godfrey

Jennie Godfrey ist in Yorkshire geboren und aufgewachsen. Ihr Debüt ›Unser Buch der seltsamen Dinge‹ war in Großbritannien ein sensationeller Erfolg und stand wochenlang an der Spitze der ›Sunday Times‹-Bestsellerliste. ›Das Gartenfest‹ ist ihr zweiter Roman. 

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Übersetzer*innenporträt

Susanne Keller

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111 von 111 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.66 von 5 Sternen


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12 - 10 von 111 Leserstimme

cellissima am 26.07.2024 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Eine Liebeserklärung an die beste Freundin und Yorkshire

Miv und Sharon sind beste Freundinnen - natürlich für immer. Sharon ist für Miv eine wichtige Stütze, denn sie hat es zu Hause nicht einfach: ihre Mutter spricht nicht mehr, ihre Tante Jean ist daher bei ihnen eingezogen ...Daher bricht für Miv eine Welt zusammen, als ihr Vater ernsthaftet darüber nachdenkt, mit der Familie von Yorkshire nach Südengland zu ziehen, um dort neu anzufangen. Miv vermutet, dass das auch am Yorkshire-Ripper, einem Serienmörder, der gerade in der Gegend sein Unwesen treibt, Frauen tötet und die ganze Gegend in Angst und Schrecken versetzt, liegt. Die beiden Mädchen sind zunehmend überzeugt davon, dass Miv in Yorkshire bleiben kann, wenn der Ripper gefasst ist. Die Polizei kommt nicht voran mit ihren Ermittlungen, also ermitteln die Freundinnen auf eigene Faust, indem sie Listen anlegen, die Menschen in ihrer Umgebung observieren, sich auf die Personen konzentrieren, die ihnen besonders verdächtig vorkommen. Denn vor allem in Miv wächst der Wunsch, dass sie diejenige ist, die den Yorkshire-Ripper enttarnt - mit dramatischen Folgen ...******Bei diesem Buch sprachen mich Klappentext, Leseprobe und die Tatsache, dass es sich um einen Sunday Times-Bestseller handelt, sehr an.Als ich erfuhr, dass es den Yorkshire-Ripper tatsächlich gab, er während der Kindheit der Autorin mordete und ihr ziemlich nahe kam, war ich noch gespannter auf dieses Buch, auf dieses Thema und seine Umsetzung.Dafür, dass es Jennie Godfreys erster Roman ist, fand ich "Unser Buch der seltsamen Dinge" sehr gut. Sie schreibt gut, ihr Stil lässt sich jederzeit angenehm und flüssig lesen.Obwohl dieser Ripper umgeht und die Mädchen ihre Ermittlungen aufnehmen, also durchaus von Beginn an etwas passiert in dieser Geschichte, hatte ich während der ersten beiden Drittel doch das Gefühl, dass nicht allzu viel passiert, sondern man viel zwischen den Zeilen lesen kann, sich im Inneren der Figuren viel ereignet.Man lernt Yorkshire und die Menschen, die dort leben, vor allem natürlich Miv und Sharon und ihre Familien, gut kennen. Eigentlich liebe ich das sehr und störte es mich überhaupt nicht, dass das trotz der Thematik über weite Teile eigentlich eine ziemlich leise, unaufgeregte Geschichte war. Das Einzige, was dafür sorgte, dass ich dieses Buch nicht als absolutes Highlight empfand, war die Tatsache, dass die ersten beiden Drittel leider immer wieder Längen aufwiesen, es für meinen Geschmack etwas vor sich hinplätscherte, mich diese Geschichte oft mehr, manchmal aber auch leider etwas weniger fesseln und begeistern konnte.Im letzten Drittel nahmen Tempo und Spannung dann deutlich und stetig zu. Die Figuren sind Jennie Godfrey absolut gelungen; manche, etwa Miv und Sharon, schließt man sehr ins Herz, andere kommen als Täter infrage. Jennie Godfrey zeichnet diese Figuren sehr facettenreich, komplex, mysteriös. Als Leser kann man im letzten Drittel miträtseln und sich fragen, ob einer von ihnen bzw. wer von ihnen der Ripper ist. Als Leser bekommt man zunehmend ein ungutes Gefühl und eine Gänsehaut, ahnt, dass die Mädchen in Gefahr schweben und fragt sich, wie das alles enden wird.Dieses Ende ist dann ebenso schlüssig und konsequent wie dramatisch und emotional.Daneben erfährt der Leser am Ende auch, warum Mivs Mutter nicht mehr sprach. Fazit: Nicht ganz so herausragend wie erhofft, aber dennoch ein tolles Debüt. Jennie Godfrey ist mit "Unser Buch der seltsamen Dinge" eine lesenswerte, ebenso schöne wie spannende, traurige, dramatische und berührende Geschichte über den Yorkshire-Ripper, Freundschaft, Familie, erste Liebe, Zusammenleben und Toleranz, das Heranwachsen und ihre Heimat Yorkshire gelungen.Ein Buch, das ich gerne gelesen habe.