Beste Freundinnen, die unzertrennlich sind. Und um niemals getrennt zu werden, gehen Miv und Sharon auf die Spurensuche nach dem Mörder, der ihr Heimatort Yorkshire unsicher macht ...
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Unser Buch der seltsamen Dinge
Miv und ihre beste Freundin Sharon sind unzertrennlich. Als Mivs Vater mit der Familie wegziehen möchte, bricht für sie eine Welt zusammen. Eine brutale Mordserie hält Yorkshire in Atem, doch ihr Zuhause und Sharon hinter sich zu lassen, kann Miv sich trotzdem nicht vorstellen. Egal, wie seltsam es dort auch geworden ist, seitdem ihre Mutter aufgehört hat zu sprechen und Tante Jean sich nun um alles kümmert.
»Was wäre, wenn der Mörder gefasst würde?, fragte ich mich, als ich allmählich eindöste. Was, wenn die Morde aufhörten? Und wir hierbleiben könnten? Dann müsste ich Sharon nicht zurücklassen, und wir könnten für immer beste Freundinnen bleiben.«
Also beginnen die beiden Mädchen, auf eigene Faust die Menschen in ihrer Nachbarschaft zu beobachten – und setzen dabei Dinge in Gang, die alles verändern werden.
Einfühlsam und klug erzählt Jennie Godfrey von Familie, Freundschaft und Zusammenhalt und eröffnet ein weites Gesellschaftspanorama, voll ergreifender Schicksale und liebenswerter Figuren.
»Packend und bewegend.« The Guardian
Bibliografische Daten
1. Auflage
Jennie Godfrey
Jennie Godfrey ist in Yorkshire geboren und aufgewachsen. Ihr Debüt ›Unser Buch der seltsamen Dinge‹ war in Großbritannien ein sensationeller Erfolg und stand wochenlang an der Spitze der ›Sunday Times‹-Bestsellerliste. ›Das Gartenfest‹ ist ihr zweiter Roman.
11 - 10 von 111 Leserstimme
Spurensuche
Das Buchcover ist schön und interessant gestaltet. Allerdings vermutet man auf den ersten Blick ein ganz anderes Buch dahinter. Aber schon der Klappentext vermittelt dann Klarheit. In der Leseprobe wird dies anschaulich fortgesetzt. Das Buch über eine große Freundschaft wird hauptsächlich aus der Sicht der 12-jährigen Miv erzählt.Jennie Godfrey versteht es in ihrem ersten Buch hervorragend, die Gegebenheiten im Yorkshire der 71er Jahre zu beschreiben. Alle Protagonisten entstehen real vor unseren Augen. Ihre Gefühlswelt, ihre Freuden und auch Leiden werden völlig authentisch dargestellt.Miv und ihre allerbeste Freundin Sharon haben Angst, dass Miv wegziehen muss.Sie kommen auf die Idee, eine Liste über die Menschen in ihrer Umgebung anzufertigen, um damit den berüchtigten Yorkshire-Ripper zu entlarven. Damit glauben sie zu erreichen, dass Miv mit ihrer Familie bleiben kann.Wunderbar und einfühlsam erzählt.
Zusammenhalt, Freundschaft und vieles mehr
Es ist eine Zeitreise in die Vergangenheit zu den Anfängen der 80er: die 12-jährige Miv und ihre beste Freundin Sharon sind unzertrennlich. Damit findet sich die persönliche Krise einer bevorstehenden Fern-Freundschaft in einer Mörderjagd nach dem Yorkshire Ripper wieder, um die Gegend wieder sicher zu machen und möglicherweise nicht umziehen zu müssen, während sich ein Gesellschaftspanorama eröffnet, welches viele dunkle Abgründe aufzeigt. Jennie Godfrey hat viele Themen einfließen lassen, wobei das Erwachsenwerden und Freundschaft deutlich hervortreten. «Das Buch der seltsamen Dinge» wühlt sehr auf und ist ergreifend, weil es einfühlsam von schwierigen Schicksalen, Ungerechtigkeit und wunderbaren Figuren erzählt, die eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen. Diese Mischung aus Spannung und großer Tragweite ist Jennie Godfrey hervorragend gelungen. Ich brauchte zwar einige Seiten, aber schließlich konnte ich mich der Sogkraft nicht entziehen. Ein abwechslungsreiches und packendes Buch, das zu überzeugen weiß. Sehr empfehlenswert für alle, die starke Figuren und herzzerreißende Geschichten mögen.
Zwei Freundinnen auf Verbrecherjagd
Die Geschichte spielt Ende der 70iger Jahre in Yorkshire. Margaret Thatcher wurde zur Premierministerin gewählt und der als The Ripper unrühmliche Bekanntheit erlangte Serienmörder treibt sein Unwesen. Die 12 jährige Miv und Sharon ihre beste Freundin setzen sich zum Ziel den Frauenmörder zu fassen. Sie vermuten, dass es sich um jemanden handeln könnte, den sie kennen. Und so erstellen sie eine Verdächtigenliste und arbeiten diese ab. Die Handlung wird meistens aus der Sicht von Miv erzählt. Bei den Recherchen kommen sie zwar dem Mörder nicht auf die Spur, aber sie bringen einiges ans Tageslicht. Die Palette ist lang und reicht über Pädophilie, Fremdenhass, Despoten als Ehemann bis hin zu Tod und Trauer. Aber neben diesen negativen Figuren gibt es auch den Gegenpart, Freunde, die unterstützen und Hilfe anbieten, allen voran Miv, die in ihrer kindlichen Art, die Lage zwar nicht immer richtig einschätzt und mit ihren Maßnahmen oft Schiffbruch erleidet., die aber immer bester Absicht handelt. Es ist ein ungewöhnliches Buch, indem Leid und Freude sich oft abwechseln und die Emotionen auf Achterbahnfahrt sind. Kann das Buch gerne weiterempfehlen.
Leseempfehlung
Zuallerst ist mir das toll gestaltete Cover aufgefallen.Der Titel lässt erst einmal gar nicht vermuten, das es in diesem Roman um die Suche nach einem Serienmörder geht. Das Vorwort der Autorin weist direkt daraufhin, das es diesen Mörder wirklich gab, und das dieser Mörder ihrer Familie sehr nahe kam, da es ein Mensch war, den ihr Vater kannte. Das macht natürlich umso neugieriger auf dieses Buch. Der Schreibstil ist vom ersten Satz an sehr gut und die Autorin schafft es zu fesseln. Die Charakterbeschreibungen sind wirklich toll, man fühlt mit den zwei Freundinnen, die sich entschließen, sich auf die Suche nach den Yorkshire Mörder zu machen. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und bin wirklich sehr begeistert davon. Ich bin jetzt schon gespannt auf den nächsten Roman dieser tollen Autorin. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Freundschaft und Schrecken
Miv und Sharon sind unzertrennliche Freundinnen, doch als Mivs Vater Pläne schmiedet, umzuziehen, scheint alles verloren. Inmitten dieser persönlichen Krise treibt ein Serienmörder in Yorkshire sein Unwesen. Entschlossen, die Umzugspläne zu durchkreuzen, beschließen die Mädchen, den Yorkshire Ripper aufzuspüren. Doch bei ihrer Suche stoßen sie auf weit mehr Geheimnisse, als sie erwartet hatten.Ich habe etwas anderes erwartet und dafür so viel mehr bekommen, denn das hier ist nicht nur eine klassische Mörderjagd, sondern entwickelt sich fast zu einer Milieustudie. Es macht wütend zu lesen, wie Frauen und Kinder in den frühen 80ern behandelt werden – wie wenig ernst sie genommen wurden und wie vieles ihnen abgesprochen wurde. Hier wird auf beste Weise eine Geschichte erzählt, die die Jagd auf einen Serienmörder und den Schrecken, den er in der Bevölkerung verbreitet, mit tiefster Freundschaft verknüpft. Das Buch bietet Drama und schmerzliche Szenen, zeigt Rassismus, pure Bosheit und Gemeinheit, aber auch Zusammenhalt und das wachsende Bewusstsein für Recht und Unrecht.
Spannende Jagd
Spannende JagdMiv und ihre beste Freundin Sharon sind unzertrennlich. Doch dann soll Miv wegziehen. Gleichzeitig hält eine brutale Mordserie hält Yorkshire in Atem. Könnte Miv wohl bleiben, wenn sie den Mörder fassen?Ich fand die Kombination aus Freundschaft und der Suche nach einem Mörder eine richtig spannende Idee. Und ich wurde nicht enttäuscht. Jennie Godfrey schafft es diese zwei, auf den ersten Blick recht gegensätzlichen Aspekte eines Buches zusammenzubringen und ein wirklich tolles Buch daraus zu machen.Der Schreibstil ist kurzweilig und lässt einen direkt in die Geschichte eintauchen. Wie beschrieben ist es wirklich einfühlsam und doch spannend.Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. Tatsächlich gab es nur einen Punkt der mich etwas verwundert hat - wie können 12jährige frei rumlaufen (also, dass die Eltern das erlauben) wenn doch ein Mörder frei rumläuft. Vielleicht hätte man sie älter machen sollen, sodass es eher als rebellisches Teenieding durchgeht.Alles in allem fand ich es jedoch toll und habe es gern gelesen.
Ey up?
Es ist Ende der Siebziger, Anfang der achtziger Jahre. Die zwölfjährige Miv lebt in Yorkshire, einer Gegend, die sich früher durch die vielen Fabriken ausgezeichnet hat, jetzt jedoch eher das Armenhaus Englands ist. Ein Serienkiller treibt sein Unwesen, und der Schrecken, den er verbreitet, geht auch nicht spurlos an den Kindern vorbei. Als Miv mitbekommt, dass ihr Dad unter anderem auch wegen des Yorkshire Rippers umziehen will, ist sie entsetzt. Sie würde alles verlieren, was ihr etwas bedeutet, besonders jedoch ihre beste Freundin Sharon. Also beschließen die beiden jungen Mädchen, gemeinsam den Ripper zu jagen, damit ihre Heimat wieder sicherer wird. Dabei stoßen sie auf mehr schlimme Menschen als nur einen Mörder - und sie alle verstecken sich unter der Maske harmloser Mitbürger. Oh, diese Geschichte hat mich mitgenommen. Zugegeben, nicht gerade von Seite 1, aber als ich dann mal drinnen war, konnte ich nicht mehr aufhören. Vom Yorkshire Ripper habe ich schon gehört - sogar eine Dokumentation gesehen, die wirklich wütend macht. Und auch dieses Buch macht an so vielen Stellen wütend: Wenn es darum geht, wie Frauen behandelt werden, wenn man sieht, welche Prioritäten gesetzt werden. Auch gab es noch absolut kein Bewusstsein für die Würde von Kindern. Hat sich ein Erwachsener ihnen gegenüber etwas herausgenommen, wurde das als harmlos abgetan und nicht ernst genommen. Die Autorin schafft es, die kindliche Stimme Mivs mit einer intensiven Sozialstudie zu verbinden, bei der es einem immer wieder kalt über den Rücken läuft. Es ist keine reine Coming-of-Age-Geschichte, auch wenn es vordergründig so scheint. Hier wird auf beste Weise eine Geschichte geschrieben, die gleichzeitig die Jagd auf einen Serienkiller und den Schrecken, den er in der Bevölkerung verbreitet, beinhaltet und tiefste Freundschaft dargelegt, wie sie fast nur in der Kindheit sein kann. Es gibt Drama und herzzerreißende Szenen, Rassismus, reine Bosheit und Gemeinheit, aber es gibt auch Zusammenhalt und das wachsende Bewusstsein für Recht und Unrecht. Dieses Buch wird noch lange nachhallen.
lesenswert
In ihrem Debütroman " Unser Buch der seltsamen Dinge " erzählt die Autorin Jennie Godfrey die Geschichte von Miv und ihrer besten Freundin Sharon. Die beiden zwölfjährigen Mädchen sind, obwohl sie völlig unterschiedlich sind, unzertrennlich. Deshalb ist der Plan von Mivs Vater, mit der Familie wegzuziehen, für die Freundinnen eine Katastrophe .In Yorkshire treibt ein Massenmörder , der in die Geschichte als Yorkshire Ripper eingehen soll, sein Unwesen. Die beiden Mädchen hoffen das Mivs Vater die Umzugspläne fallen lässt, wenn der Serienmörder gefasst wird. Sie beginnen , in der Hoffnung den Mörder zu finden, ihre Umgebung und die Nachbarn zu beobachten. Dabei entdecken sie so einige Geheimnisse.Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Bemerkenswert finde ich, wie die Autorin die einzelnen Charaktere genau beschrieben hat und welche Entwicklung einige genommen haben.Einfühlsam, ergreifend und absolut lesenswert.
Herzzerreißend - keine leichte Kost
Das Buch war ganz anders als ich es erwartet habe - und doch wieder nicht. Die Leseprobe dazu gibt einen schönen Einblick in den Schreibstil, der so auch beibehalten wird. Miv und Sharon ins zwölf Jahre alt und beste Freundinnen. Mivs Familienleben ist schwierig, ihre Mutter hat von einem Tag auf den anderen das Sprechen aufgehört und nimmt auch sonst nicht mehr am Familienleben teil. Ihr Vater möchte wegziehen, neu anfangen, doch das geht ja gar nicht, Miv muss doch bei Sharon bleiben. Da zu der Zeit ein Serientäter in Yorkshire sein Unwesen treibt, beschließt Miv, dass sie ihn fassen müssen. Dann gibt es ja keinen Grund mehr zum Wegziehen. Es ist aber mehr als das - und sogar noch tragischer. Denn wir bekommen Einblicke in das alltägliches Leben in Mivs Kleinstadt und da ist auch abgesehen vom Serientäter nicht alles Sonnenschein. Teilweise ist das Buch sehr schwere Kost, die da aus der Sicht eines Kindes offenbar wird. Ich musste oft schwer schlucken.Nichtsdestotrotz ist es eine Ode an die Freundschaft, die Kraft der Familie und ein Apell an Nichtwegsehen. An ein Zueinanderstehen, sich kümmern und füreinander Einstehen.Ich hatte nicht mit der Tragik des Buches gerechnet, das hat meiner Haltung zum Buch aber keinen Abbruch getan. Ich mag es sehr. Miv und Sharon sind beides so starke Charaktere und auch ganz viele ihrer Freunde und Bekannten und Familie habe ich sehr in mein Leseherz geschlossen. Nur eben kein rundum unbeschwertes Lesevergnügen.
Zwei Freundinnen auf der Suche nach dem Yorkshire Ripper
Der Titel des Buches ist erstmal sehr nichtssagend und auch das Cover erregte meine Aufmerksamkeit nicht unbedingt.Der Klappen Text hat mir allerdings gut gefallen und die Leseprobe sogar noch besser.Das ich diesen Roman dann auch gelesen habe, habe ich nicht bereut!Es geht um zwei beste Freundinnen, Miv und Sharon, die beiden sind unzertrennlich und verbringen jede freie Minute zusammen.Mivs Mutter hat vor zwei Jahren aufgehört zu sprechen, wodurch Mivs Tante Jean bei ihr und ihrem Vater eingezogen ist um sie zu unterstützen.Hinzu kommt, das ein brutaler Serienmörder Yorkshire in Atem hält. Diese Ereignisse bewegen Mivs Vater dazu dort weg ziehen zu wollen, was für Miv jedoch undenkbar ist.Aufgrund dieser Umstände überlegt Miv sich ob der Umzug hinfällig wird, wenn der Yorkshire Ripper gefasst wird. So beginnt sie, mit ihrer Freundin Sharon, die Menschen in ihrer Umgebung zu beobachten um so evtl heraus zu finden wer der Mörder sein könnte.Mir hat es sehr gut gefallen wie die beiden Mädchen das angegangen sind, welche Überlegungen sie dabei hatten und wie Aufmerksam sie gewesen sind.Jedoch muss ich auch dazu sagen, das die beiden ja in diesem Roman erst 12 Jahre alt sind und das mir da einiges nicht so ganz Altersgerecht gewesen ist, verschiedene Handlungen, Gespräche, Vorgehensweisen...Deshalb war für mich auch nicht nachvollziehbar wie oft die beiden alleine unterwegs gewesen sind. Vor allem Miv, die Sharon ja Täglich zu Hause abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht hat.Kein Mensch lässt doch sein 12 jähriges Kind alleine laufen wenn ein Serienmörder sein Unwesen treibt! Gefallen hat mir, wie die einzelnen Personen beschrieben wurden, das Leben dieser und das es mehrere eigene Kapitel der verschiedenen Menschen gegeben hat. Die Entwicklungen der einzelnen Protagonisten hat mir auch sehr gut gefallen. Richtig toll fand ich Omar. Durch und durch ein liebenswerter Mensch, es müsste viel mehr Omars in dieser Welt geben!Die Charaktere sind mir alle sehr sympathisch. Hier gelingt es der Autorin ganz ausgezeichnet, das trotzdem bei jedem "Verdächtigen" die Fragen bleiben:Ist er es???Hat er was damit zu tun???Ist er unschuldig???Das ist irgendwie komisch...Da passt was nicht zusammen...Des weiteren gelingt es der Autorin immer wieder die Empfindungen rüber zu bringen wenn man sich verfolgt fühlt oder ähnliches.Man liest und liest und hat immer das Gefühl gleich passiert was, oh oh, gleich passiert, was, oh oh, jetzt aber, gleich passiert was und leider, soviel passiert nicht.Die Geschichte bleibt mehr oder weniger auf einem Level was mich dann auch dazu bewogen hat nicht die vollen fünf Sterne zu geben.Noch dazu hat mich der Schluss regelrecht erschüttert, der so nicht hätte sein müssen.GANZ WICHTIG:Es fehlt definitiv eine Trigger Warnung!!!Da ich mir jedoch nicht sicher bin ob ich diese hier öffentlich schreiben kann/darf, werde ich dies nicht machen! Da es ja dann evtl einen Spoiler enthält.Mein FazitEin Roman der sich nicht nur um den Yorkshire Ripper handelt, sondern um Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und mehr. Auf jeden Fall Lesenswert.