Auf der Suche nach Antworten für seine tiefe Wut stößt Alex auf die Geschichte seiner Großmutter, die zeigt, wie Leidenschaft, Eifersucht und Wut über Jahrzehnte und Generationen hinweg Wogen schlagen können.
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Verbrenn all meine Briefe
Drei Menschen. Zwei Generationen. Ein Geheimnis.
Woher kommt diese tiefe Wut, die Alex in sich trägt? Auf der Suche nach Antworten stößt er auf die Geschichte seiner Großmutter, die zeigt, wie sich Leidenschaft und Eifersucht über Jahrzehnte und Generationen hinweg in eine Familie graben können.
Sommer 1932: Die 24-jährige Karin verliebt sich in den jungen Schriftsteller Olof. Aber es gibt ein Problem: Karin ist mit Sven verheiratet, einem stürmischen, hochrangigen Schriftsteller mit einer grausamen Ader. Wird sie es wagen, ihren Mann verlassen und ein anderes Leben mit ihrer neu entdeckten Liebe beginnen? 68 Jahre später fragt sich Karins Enkel Alex, Autor und dreifacher Vater, warum er eine solche Wut in sich trägt; eine Wut, die seinen Kindern Angst macht und eine Kluft zwischen ihm und seiner Frau schafft. Er stößt auf die Geschichte zweier unglücklich Liebender, deren Wogen bis zu ihm reichen.
»Sein Buch ist kein Krimi und könnte doch aufregender nicht sein.« Christine Westermann, Stern
»Ein wahnsinnig klug gebauter, faszinierender, erschütternder Roman.« Frank Dietschreit, rbb Kultur
Ebenfalls von Alex Schulman bei dtv erschienen sind:
›Die Überlebenden‹
›Endstation Malma‹
Bibliografische Daten
1. Auflage
Alex Schulman
Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.
Hanna Granz
Hanna Granz, geboren 1977, hat unter anderem Werke von Patrik Svensson, Tove Alsterdal, Johanne Lykke Holm und Tone Schunnesson ins Deutsche übersetzt.
11 - 10 von 117 Leserstimme
Tolle Familienbiografie!
Verbrenn all meine BriefeAlex SchulmanAlex Schulman hat schon immer gespürt, dass in seiner Familie eine ganz besondere grosse Wut steckt.Erst als seine eigenen Kinder heulend vor ihm stehen und sie regelrecht Angst vor ihm haben, wird ihm das bewusst. Bei einer Familienaufstellung stellt er fest, dass alle Familienmitglieder mütterlicherseits völlig zerstritten sind. Die Ursache hierfür ist sein Großvater Sven Stolpe. Dieser war ein berühmter schwedischer Schriftsteller, hoch gelobt für seine Bücher. Doch in Wirklichkeit war er ein Tyrann, ein cholerischer Narzisst, exzentrisch, ein Mann ohne Empathie und ein Ehemann, der seine Frau beleidigt, gedemütigt und gewalttätig bedrängt hat.Alex Schulmann beschreibt seine Geschichte in drei Erzählsträngen:- 1932: Das Ehepaar Stolpe zieht vorübergehend in die Sigtuna-Stiftung, dort will Sven ungestört an einem Theaterstück schreiben. Die 24-jährige Karin Stolpe lernt den (noch) unbekannten Dichter Olof Lagercrantz kennen und verliebt sich in ihn. Ihre Liebe entfacht sofort, aber ihr Ehemann Sven demütigt sie vor allen Leuten und zwingt sie dazu mit ihm abzureisen.Karin und Olof schreiben sich Briefe. Wird Karin ihren grausamen Mann verlassen?- 1988: Der kleine Alex besucht regelmässig seine Großeltern. Er liebt die Nähe zu seiner liebevollen Oma. Seinen Großvater hingegen fürchtet er. Immer wieder bekommt der junge Alex mit, wie der Grossvater seine Frau unter Druck setzt. Eines Tages findet er Briefe in dem Schrank seiner Grossmutter. Zu spät bemerkt er, dass er einen großen Fehler machte, als er die Briefe seinem Grossvater zeigte.- Alexander heute: Seine Großeltern sind bereits tot und er versucht alles über sie in Erfahrung zu bringen, indem er Svens Tagebücher, Bücher und Briefe, die ein gewisser Olof verfasst hat, liest, wodurch er Karins und Svens Lebenslüge aufdeckt. Hierbei stellt er erstaunlicherweise fest, dass sich alle Bücher seines Großvaters mit nur einem Thema beschäftigen, nämlich mit dem Ehebruch seitens der Frau.Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen und mich keine Minute gelangweilt. Alex Schulman ist eine wunderbare Familienbiografie gelungen, dennoch muss ich sagen, dass es ein ganz kleines bisschen hinter meinen Erwartungen blieb, da ich sein letztes Buch so geliebt habe.In Schweden wird dieses Buch, welches 2018 erschien, gerade verfilmt und ich kann mir einen Film zu diesem Buch sehr gut vorstellen. Ständig hatte ich einen muffeligen Ernest Hemingway vor Augen, der hier Sven Stolpe hiess.Leseempfehlung von mir.4½/ 5
Ein folgenschwerer Sommer – sehr berührend
Das Cover mit den zwei Liebenden, die Händchen haltend auf der Wiese liegen, gefällt mir sehr gut.Der Schreibstil des Autoren ist sehr flüssig und spannend. Sein Erzählstil ist emotional und gut zu lesen. Die Personen werden detailliert beschrieben und gut charakterisiert, so konnte ich mich schnell und gut in das Geschehen einlesen und mitfühlen."Verbrenn all meine Briefe" ist eine sehr berührende und tragische Geschichte zweier unglücklich Liebender. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven und über drei Zeitebenen erzählt.Der Autor Alex ist dreifacher Vater. Unter seiner häufigen unterschwelligen Wut leiden seine Frau und Kinder. Er sucht nach der Ursache für seine Wut und stößt bei der Suche auf eine Unmenge an Büchern seines Großvaters Sven Stolpe. Sven ist ein bekannter Schriftsteller, der mit der Übersetzerin Karin verheiratet ist. Kurz nach der Heirat beginnt Sven mit seinen Demütigungen und Schikanen gegenüber seiner Frau Karin. Im Sommer 1932 in der Sigtuna-Stiftung treffen Karin Stolpe und der junge Schriftsteller Olof Lagercrantz aufeinander, verlieben sich und beginnen eine Affäre.Die ergreifende Geschichte hat mich von Beginn an berührt und gefesselt. Sehr lesenswert!!
Einfach nur wow.
Manchmal reichen ein paar Worte aus, um ein Leben zu verändern. Sie wisse nicht, wie oft sie es noch ertragen könne; die Angst in den Augen ihrer Kinder, die Wut, die er in sich trägt, schwelend und bedrohlich. Alexander ist wie vor den Kopf gestoßen. Und doch muss er kennen: Seine Frau hat Recht. Immer öfter fallen ihm Situationen ein, in denen er das ängstliche, geradezu schreckhafte Verhalten seiner drei kleinen Kinder nicht deuten konnte, empfand es als eine Art Respekt. Aber niemals hätte er gedacht, dass sie Angst vor ihm haben könnten! Im Rahmen einer Gesprächstherapie wird ihm deutlich, dass diese Wut schon immer Teil seiner Familie war, dass alles von seinem Großvater Sven Stolpe ausgeht. Doch was löste in dem einstigen Schriftsteller diese tiefverankerte, Generationen fortwirkende Wut aus? Alexander begibt sich auf Spuren seines berühmten Großvaters – und stößt dabei auf die Geschichte einer unglücklichen Liebe, die nicht hatte sein sollen.„Wenn du mir jemals untreu bist, werde ich als Erstes ihn erschießen. Dann dich. Und zuletzt mich selbst.“ (S. 189)Behutsam tastet sich Alex Schulman in seinem Roman „Verbrenn all meine Briefe“ (OT: Bränn alla mina brev, aus dem Schwedischen von Hanna Granz) an den Ästen seines Familienstammbaums hinab zu den Wurzeln der Wut, die sich wie eine Krankheit über die Familie ausgebreitet, einst einander nahestehende Menschen voneinander getrennt hat. Anhand echter Briefe und Tagebucheinträge von seinen Großeltern und Olof Lagercrantz‘, dem Geliebten Karins, sowie verschiedenen Dokumenten aus dem Universitätsarchiv rekonstruiert Schulman das die Beziehung seiner Großeltern Karin und Sven Stolpe prägende Jahr 1932 und die Auswirkungen, die es für sie – und letztlich auch ihre Familie – haben wird. In chronologischen, immer bedrückender, schmerzlicher werdenden Ausschnitten lässt er seine jungen Großeltern lebendig werden, beschreibt, mit welchem Furor und brennender Überzeugung Sven an neuen Veröffentlichungen arbeitete, mit Karin umsprang und sie immer wieder bloßstellt und benutzt, lässt ihn jedoch nie selbst zu Wort kommen. Ganz anders: Karin. Die junge Frau, selbst arrivierte Literaturübersetzerin, die sich stets im Schatten Svens befindet, erfährt mit der zarten Liebe zu Olof eine neugewonnene Leichtigkeit, wächst mit jedem flüchtigen Blick des Studenten – doch die Angst, dass Sven ihre Affäre entdecken könnte, macht sie matt. Sie hat Angst vor ihm, seiner Wut und zu was er fähig ist. Schulman vermag es, mit wenigen Worten komplexe, ausdrucksstarke Charaktere zu zeichnen, die einen nicht mehr loslassen. Seite um Seite habe ich mit Karin, dieser starken, gebrochenen Frau, gefühlt, zuckte bei jedem Geräusch in banger Erwartung Svens zusammen, weinte mit ihr ob der Erfahrungen, die sie bereits in jungem Alter – und in der Ehe mit Sven tagtäglich – machen musste. Und hoffte bis zuletzt, dass sie sich von ihm befreien, ein glückliches Leben voller Liebe, ohne Angst, würde führen können. Geradezu ängstlich, worauf seine Recherchen hinauslaufen würden, streut Schulman immer wieder Erinnerungen an einen Urlaub bei seinen Großeltern im Jahr 1988, seine Wahrnehmung des allmächtigen Svens und seine zufällige Entdeckung, und sein gegenwärtiges Spurenlesen, Reflektieren und Zusammensetzen der Puzzleteile ein. Respektvoll, geradezu dankbar geht er dabei mit seinem Erbe, den Erinnerungen, die ihm ein Schlüssel zu ihm selbst sein sollen, um, und diese Dankbarkeit ist mit jedem Wort spürbar. Er hat seiner Großmutter Karin eine Stimme gegeben, der Frau, die sich immer im Hintergrund, hinter ihrem Ehemann, hielt, die immer still war, ausgehalten und ertragen hat und es nie schaffte, das Leben, das sie sich wünschte, zu führen. Nun, gut zwanzig Jahre nach ihrem Tod, tritt sie aus dem Schatten - und wie! Die tragische Liebesgeschichte Karin und Olofs hat mich mitten ins Herz getroffen, und da werde ich dieses Buch auch noch lange tragen.
Ein wahres Herzensbuch
Manchmal reichen ein paar Worte aus, um ein Leben zu verändern. Sie wisse nicht, wie oft sie es noch ertragen könne; die Angst in den Augen ihrer Kinder, die Wut, die er in sich trägt, schwelend und bedrohlich. Alexander ist wie vor den Kopf gestoßen. Und doch muss er kennen: Seine Frau hat Recht. Immer öfter fallen ihm Situationen ein, in denen er das ängstliche, geradezu schreckhafte Verhalten seiner drei kleinen Kinder nicht deuten konnte, empfand es als eine Art Respekt. Aber niemals hätte er gedacht, dass sie Angst vor ihm haben könnten! Im Rahmen einer Gesprächstherapie wird ihm deutlich, dass diese Wut schon immer Teil seiner Familie war, dass alles von seinem Großvater Sven Stolpe ausgeht. Doch was löste in dem einstigen Schriftsteller diese tiefverankerte, Generationen fortwirkende Wut aus? Alexander begibt sich auf Spuren seines berühmten Großvaters – und stößt dabei auf die Geschichte einer unglücklichen Liebe, die nicht hatte sein sollen.
„Wenn du mir jemals untreu bist, werde ich als Erstes ihn erschießen. Dann dich. Und zuletzt mich selbst.“ (S. 189)
Behutsam tastet sich Alex Schulman in seinem Roman „Verbrenn all meine Briefe“ (OT: Bränn alla mina brev, aus dem Schwedischen von Hanna Granz) an den Ästen seines Familienstammbaums hinab zu den Wurzeln der Wut, die sich wie eine Krankheit über die Familie ausgebreitet, einst einander nahestehende Menschen voneinander getrennt hat. Anhand echter Briefe und Tagebucheinträge von seinen Großeltern und Olof Lagercrantz‘, dem Geliebten Karins, sowie verschiedenen Dokumenten aus dem Universitätsarchiv rekonstruiert Schulman das die Beziehung seiner Großeltern Karin und Sven Stolpe prägende Jahr 1932 und die Auswirkungen, die es für sie – und letztlich auch ihre Familie – haben wird. In chronologischen, immer bedrückender, schmerzlicher werdenden Ausschnitten lässt er seine jungen Großeltern lebendig werden, beschreibt, mit welchem Furor und brennender Überzeugung Sven an neuen Veröffentlichungen arbeitete, mit Karin umsprang und sie immer wieder bloßstellt und benutzt, lässt ihn jedoch nie selbst zu Wort kommen. Ganz anders: Karin. Die junge Frau, selbst arrivierte Literaturübersetzerin, die sich stets im Schatten Svens befindet, erfährt mit der zarten Liebe zu Olof eine neugewonnene Leichtigkeit, wächst mit jedem flüchtigen Blick des Studenten – doch die Angst, dass Sven ihre Affäre entdecken könnte, macht sie matt. Sie hat Angst vor ihm, seiner Wut und zu was er fähig ist.
Schulman vermag es, mit wenigen Worten komplexe, ausdrucksstarke Charaktere zu zeichnen, die einen nicht mehr loslassen. Seite um Seite habe ich mit Karin, dieser starken, gebrochenen Frau, gefühlt, zuckte bei jedem Geräusch in banger Erwartung Svens zusammen, weinte mit ihr ob der Erfahrungen, die sie bereits in jungem Alter – und in der Ehe mit Sven tagtäglich – machen musste. Und hoffte bis zuletzt, dass sie sich von ihm befreien, ein glückliches Leben voller Liebe, ohne Angst, würde führen können. Geradezu ängstlich, worauf seine Recherchen hinauslaufen würden, streut Schulman immer wieder Erinnerungen an einen Urlaub bei seinen Großeltern im Jahr 1988, seine Wahrnehmung des allmächtigen Svens und seine zufällige Entdeckung, und sein gegenwärtiges Spurenlesen, Reflektieren und Zusammensetzen der Puzzleteile ein. Respektvoll, geradezu dankbar geht er dabei mit seinem Erbe, den Erinnerungen, die ihm ein Schlüssel zu ihm selbst sein sollen, um, und diese Dankbarkeit ist mit jedem Wort spürbar. Er hat seiner Großmutter Karin eine Stimme gegeben, der Frau, die sich immer im Hintergrund, hinter ihrem Ehemann, hielt, die immer still war, ausgehalten und ertragen hat und es nie schaffte, das Leben, das sie sich wünschte, zu führen. Nun, gut zwanzig Jahre nach ihrem Tod, tritt sie aus dem Schatten - und wie! Die tragische Liebesgeschichte Karin und Olofs hat mich mitten ins Herz getroffen, und da werde ich dieses Buch auch noch lange tragen.
Dramatisch - tragisch - intensiv
„Verbrenn all meine Briefe“ ist in Schweden der bisher erfolgreichste Besteller des schwedischen Autors und Journalisten Alex Schulmann.In diesem Buch geht es um die Familie des Autors, um ihn selbst, seine Frau, seine Kinder, seine Wut und seine Großeltern Karin und Sven Stolpe.Als Alex kistenweise Bücher und Unterlagen aus dem Nachlass seines Großvaters übergeben werden, beginnt er, sich mit der Geschichte seiner Familie auseinanderzusetzen. Sven ist Schriftsteller und Karin leidet unter seiner Eifersucht, seiner Grausamkeit und seinen Drohungen. Karin verliebt sich in Olof Lagerkranz, der ebenfalls Schriftsteller ist. Obwohl Olof für sie ein Lichtblick ist, der ihr hilft durchzuhalten, bricht sie aus Angst vor Sven den Kontakt ab.Können Emotionen über Generationen hinweg vererbt werden ? Genau dem geht Alex Schulmann hier nach. Dabei schreibt er im Wechsel aus unterschiedlichen Zeitebenen und Perspektiven.Der Schreibstil des Autors ist unglaublich intensiv, dramatisch und emotional. Seine Charaktere beschreibt er lebendig und ihre Gedanken und Entscheidungen sind nachvollziehbar. Dabei wird erschreckend deutlich, welche Nachwirkungen eine unglückliche Liebesgeschichte auf die nachkommenden Generationen haben kann.Abschließend stellt sich mir als Leser die Frage, muss ich die Geschichte meiner Vorfahren kennen, um meine Gefühle und Reaktionen zu verstehen ?Für mich war dies das zweite Buch von Alex Schulmann und es ist wieder eines das nachwirkt. Traurig und schön zugleich schafft es der Autor bei seinen Lesern ungeahnte Emotionen zu wecken.
Authentisch
Und wiedereinmal ist es Alex Schulmann gelungen ein Meisterwerk zu schaffen! Nach die "Überlebenden" hat er nun mit "Verbrenn all meine Briefe" erneut einen großartigen Roman verfasst! Auf 304 Seiten werden Vergangenheit und Gegenwart verwoben, auf eine einzigartige Art und Weise, eine Weise die mitreißend und sehr eindrucksvoll ist! Alex der Protagonist, verarbeitet in diesem Buch seine teilweise sehr problematische Familienkonstellation. Das Buch handelt von seiner Kindheit aber auch von der Kindheit seiner Großmutter. Und die Erzählweise wirkt vereinzelt von wütend, traurig bis gar aggressiv. Und das macht das Buch so besonders, denn es wirkt authentisch, nachvollziehbar und ehrlich, und fast jeden kann sich in die verschiedenen Situationen hineinversetzen. Ich habe das Buch wirklich sehr gern gelesen und gebe eine riesen Lese Empfehlung!
Authentisch
Und wiedereinmal ist es Alex Schulmann gelungen ein Meisterwerk zu schaffen! Nach die "Überlebenden" hat er nun mit "Verbrenn all meine Briefe" erneut einen großartigen Roman verfasst! Auf 304 Seiten werden Vergangenheit und Gegenwart verwoben, auf eine einzigartige Art und Weise, eine Weise die mitreißend und sehr eindrucksvoll ist!
Alex der Protagonist, verarbeitet in diesem Buch seine teilweise sehr problematische Familienkonstellation. Das Buch handelt von seiner Kindheit aber auch von der Kindheit seiner Großmutter. Und die Erzählweise wirkt vereinzelt von wütend, traurig bis gar aggressiv. Und das macht das Buch so besonders, denn es wirkt authentisch, nachvollziehbar und ehrlich, und fast jeden kann sich in die verschiedenen Situationen hineinversetzen.
Ich habe das Buch wirklich sehr gern gelesen und gebe eine riesen Lese Empfehlung!
Wieder ein Meisterwerk
Verbrenn all meine Briefe – Alex SchulmanErst letztes Jahr konnte mich sein Roman „Die Überlebenden“ restlos begeistern, nun ist es dem Autor mit diesem Werk wieder gelungen. Was für eine unglaubliche Erzählgabe!Erzählt wird gewissermaßen auf drei Zeitebenen. In der Gegenwart, Alex Schulman als Erwachsener, der Familiengeheimnissen auf der Spur ist. 1988, Alex Schulmans Erinnerungen als Kind zu Besuch bei den Großeltern, Karin und Sven. Und schließlich die wichtigste Handlungsebene, weiter zurück in die Zukunft, die 30er Jahre. Karin und Sven sind bereits verheiratet, leider nicht sonderlich glücklich. Das Drama beginnt, als Karin sich in Olof verliebt.Alex versucht nach all den Jahren Licht ins Dunkel zu bringen. Woher kommt die ganze Wut in seiner Familie, all die Feindschaften, der Hass? Es gibt Tagebucheinträge und Briefe aus der Jugend seiner Großeltern. Bei der Recherche wird Alex schnell klar, dass sich in deren Vergangenheit regelrechte Abgründe auftun. Was ist damals wirklich passiert und hat die ganze Familie über Generationen vergiftet? Kann Wut tatsächlich weitervererbt werden? Schwierige Frage. Auf jeden Fall wirken sich schlechte Gefühle, Lügen, Geheimnisse, auf die Erziehung der Kinder und damit auf die nächste Generation aus. Indirekt also vermutlich, ja.Dieser Roman ist spannend wie ein Krimi. Stück für Stück werden lange verschlossene Wahrheiten aufgedeckt. Auch wenn man den Ausgang der Dreiecksgeschichte in den 30er Jahren bereits kennt, fiebert man mit, hofft und bangt. Denn das ist eine große Stärke des Autors. Er ist so unglaublich nah an seinen Figuren und am Leser. Seine Worte treffen zielgenau mitten in die Seele. Er schreibt so ungefiltert und unmittelbar. Mühelos, doch auf hohem Niveau vermittelt er geradezu überwältigende Gefühle. Es ist so tieftraurig und tragisch. Das Gelesene hallt lange nach.Auch in diesem Buch verarbeitet Schulman offensichtlich autobiographische Fragmente. Allein die Nennung der tatsächlichen Familiennamen (mehrere!) macht dies deutlich. Dennoch betont er, dass es sich hierbei um einen Roman handelt.Eine berührende Familiengeschichte, die ich beinahe atemlos verschlungen habe! Eine große Leseempfehlung für ein weiteres grandioses Werk dieses tollen Autors! 5 Sterne.
Wieder ein Meisterwerk
Verbrenn all meine Briefe – Alex Schulman
Erst letztes Jahr konnte mich sein Roman „Die Überlebenden“ restlos begeistern, nun ist es dem Autor mit diesem Werk wieder gelungen. Was für eine unglaubliche Erzählgabe!
Erzählt wird gewissermaßen auf drei Zeitebenen. In der Gegenwart, Alex Schulman als Erwachsener, der Familiengeheimnissen auf der Spur ist. 1988, Alex Schulmans Erinnerungen als Kind zu Besuch bei den Großeltern, Karin und Sven. Und schließlich die wichtigste Handlungsebene, weiter zurück in die Zukunft, die 30er Jahre. Karin und Sven sind bereits verheiratet, leider nicht sonderlich glücklich. Das Drama beginnt, als Karin sich in Olof verliebt.
Alex versucht nach all den Jahren Licht ins Dunkel zu bringen. Woher kommt die ganze Wut in seiner Familie, all die Feindschaften, der Hass? Es gibt Tagebucheinträge und Briefe aus der Jugend seiner Großeltern. Bei der Recherche wird Alex schnell klar, dass sich in deren Vergangenheit regelrechte Abgründe auftun. Was ist damals wirklich passiert und hat die ganze Familie über Generationen vergiftet?
Kann Wut tatsächlich weitervererbt werden? Schwierige Frage. Auf jeden Fall wirken sich schlechte Gefühle, Lügen, Geheimnisse, auf die Erziehung der Kinder und damit auf die nächste Generation aus. Indirekt also vermutlich, ja.
Dieser Roman ist spannend wie ein Krimi. Stück für Stück werden lange verschlossene Wahrheiten aufgedeckt. Auch wenn man den Ausgang der Dreiecksgeschichte in den 30er Jahren bereits kennt, fiebert man mit, hofft und bangt. Denn das ist eine große Stärke des Autors. Er ist so unglaublich nah an seinen Figuren und am Leser. Seine Worte treffen zielgenau mitten in die Seele. Er schreibt so ungefiltert und unmittelbar. Mühelos, doch auf hohem Niveau vermittelt er geradezu überwältigende Gefühle. Es ist so tieftraurig und tragisch. Das Gelesene hallt lange nach.
Auch in diesem Buch verarbeitet Schulman offensichtlich autobiographische Fragmente. Allein die Nennung der tatsächlichen Familiennamen (mehrere!) macht dies deutlich. Dennoch betont er, dass es sich hierbei um einen Roman handelt.
Eine berührende Familiengeschichte, die ich beinahe atemlos verschlungen habe! Eine große Leseempfehlung für ein weiteres grandioses Werk dieses tollen Autors! 5 Sterne.
Geerbte Wut?
Eine beindruckende Selbstfindung und Spurensuche in der Familienvita, die wie auch im ersten Erfolgsroman von Alex Schulman unglaubliche Begebenheiten zutage fördert, allem voran ein gewisses Tagebuch, mit dessen Hilfe der Protagonisten und Autor seine aufbrausende, ja wütende Art zu reflektieren versucht, bevor diese seine Familie und sein Leben zerstört, Menschen, die er eigentlich liebt. Ich bin sehr beeindruckt von diesem Mann, da es durchaus nicht einfach ist und ein sehr harter Weg, gerade und auch für Männer, durch Selbstreflexion durch unsere,ich sage mal unguten und zerstörerischen Verhaltensweisen zu gehen, um Besseres zu bewirken. Dies ist nicht selbstverständlich, jedoch ist dies kein rein psychologisches Buch, auch wenn dieses den Protagonisten durch einige Sitzungen führt, aufgrund derer die ganze tragische Wahrheit einer Familie herausgeschält wird. Nein, ohne etwas vorwegzunehmen ist die ganze Lebens- und Liebesgeschichte um einen zerstörerischen Großvater unglaublich spannend und bewegend und der Schlüssel für ihn dazu, es besser zu machen und Liebe, Vertrauen und Ruhe in sich selbst zu finden und damit seiner Familie ein guter Vater zu sein. Tolles Buch,richtig richtig toll, schönes Cover und guter Titel. Ein Muss!!!!
Pressestimmen
Schulman schreibt grandios und bewegend über Unaussprechliches.
01.11.2022
Die Rekonstruktion der Dreiecksgeschichte entwickelt einen immensen Sog. Schulman beherrscht sein er...zählerisches Handwerk. mehr weniger
Thea Dorn, 14.10.2022
Schon der Titel ist eine Sensation. Was hier passiert, hat mich atemlos gemacht. Man wird völlig bes...etzt und besessen von diesen Figuren. Ein sehr feinsinnig geschriebener Roman. mehr weniger
Joachim Meyerhoff, 14.10.2022
Schulman ist ein Schriftsteller, über den man auch nach Monaten noch nachdenkt, eine Entdeckung.
28.09.2022
Schulman gelingt ein fesselndes Buch – das Familienporträt, Liebesroman, Psychogramm und Detektivges...chichte zugleich ist. mehr weniger
25.09.2022
Je tiefer man in diese Dreiecksgeschichte auf dem Weg in die Katastrophe eintaucht, desto beklemmend...er wird sie. Auch weil sie eine Mischung zwischen Wahrheit und Fiktion ist. mehr weniger
24.09.2022
Der Schwede Schulman erzählt von den Lebensenttäuschungen seiner Familie und wie er eine besondere S...ensibilität für Wut entwickelte. mehr weniger
23.09.2022
Sein Buch ist kein Krimi und könnte doch aufregender nicht sein.
Christine Westermann, 22.09.2022
Mit "Verbrenn all meine Briefe" ist Alex Schulman ein ergreifendes Buch gelungen, das nicht nur fess...elnd erzählt ist, sondern auch zeigt, wie tief sich ein Unglück über Generationen fortschreiben kann und dass es Wege gibt, es hinter sich zu lassen. mehr weniger
06.09.2022
Alex Schulmann schreibt furios und beklemmend über seine eigene Familie.
01.01.2023
Schön, traurig und atemberaubend zugleich ist die Liebe zwischen Karin und Olof.
02.12.2022
Meisterhaft ist diese Geschichte erzählt.
26.11.2022
Ein herzzerreißender Roman!
15.11.2022
Ein wahnsinnig klug gebauter, faszinierender, erschütternder Roman.
Frank Dietschreit, 11.11.2022
Der Schwede Alex Schulman setzt in seinem Roman „verbrenn all meine Briefe" unerschrocken ein dunkle...s Familiengeheimnis in loderndes Licht. mehr weniger
Stefan Kister, 04.11.2022
Spannender zu lesen als jeder Krimi.
01.11.2022
Ein intensives und bestürzendes Buch.
26.10.2022
In dem brennend interessanten, irre gut kombinierten Roman „Verbrenn all meine Briefe“ erzählt er (A...lex Schulman) die Geschichte von zwei skandinavischen Geistesgrößen, die einst die gleiche Frau liebten. mehr weniger
19.10.2022
Die allmähliche, verspätete Aufarbeitung der verderblichen Beziehungen über mehrere Ebenen und Schic...hten hinweg macht diesen einfühlsamen Roman zu einem hochspannenden Leseerlebnis. mehr weniger
19.10.2022
Schulman erweckt diese so kurze wie tragische Liebesgeschichte in seiner Imagination zum Leben – fei...nfühlig und behutsam. mehr weniger
Lilo Solcher, 18.10.2022
Schulman kreist feinfühlig seine literarisch prominenten Vorfahren Sven und Karin Stolpe und deren ...Kontakt zu dem renommierten Autor, Kritiker und Journalisten Olav Lagercrantz ein. mehr weniger
13.10.2022
Großartiges Drama!
12.10.2022
Intensiv und mitreißend.
Mirjam Marits, 09.10.2022
So ist „Verbrenn all meine Briefe“ nicht nur ein ergreifender Familienroman, sondern auch das Porträ...t einer verzweifelten jungen Frau, die nur eine Möglichkeit sieht um zu überleben. mehr weniger
07.10.2022
Nach "Die Überlebenden" der neue packende Schulman; beeindruckend und emotional. Lesen!
04.10.2022
Dieses Buch liest man nicht einfach, man verschlingt es.
Ute Krebs, 01.10.2022
Zu tragisch-schön ist die (wahre) Liebesgeschichte zwischen Karin Stolpe und Olof Lagercrantz, die a...m Ende nicht zueinander kommen konnten, aber einander bis zuletzt geliebt heben. mehr weniger
Petra Berkenbusch, 01.10.2022
Ein Text wie eine therapeutische Familienaufstellung, verletzlich, verstörend, großartig erzählt.
Dagmar Kaindl, 01.10.2022
Die Intensität, welche durch das Verweben der Ebenen entsteht, gehört zu den vielen Stärken dieser R...omanbiografie in einer feinfühligen deutschen Übersetzung. mehr weniger
26.09.2022
Wie er Realität und Fiktion gekonnt ineinander verwebt - das ist großartig komponiert.
Walter Bau, 25.09.2022
Liebe und Leid liegen untrennbar nah beieinander in dieser dichten, sehr spannenden Geschichte.
24.09.2022
Alex Schulman hat ein starkes sehr sehr persönliches Buch über die Gratwanderung zwischen Gefühl und... Konvention geschrieben. mehr weniger
22.09.2022