Auf der Suche nach Antworten für seine tiefe Wut stößt Alex auf die Geschichte seiner Großmutter, die zeigt, wie Leidenschaft, Eifersucht und Wut über Jahrzehnte und Generationen hinweg Wogen schlagen können.
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Verbrenn all meine Briefe
Drei Menschen. Zwei Generationen. Ein Geheimnis.
Woher kommt diese tiefe Wut, die Alex in sich trägt? Auf der Suche nach Antworten stößt er auf die Geschichte seiner Großmutter, die zeigt, wie sich Leidenschaft und Eifersucht über Jahrzehnte und Generationen hinweg in eine Familie graben können.
Sommer 1932: Die 24-jährige Karin verliebt sich in den jungen Schriftsteller Olof. Aber es gibt ein Problem: Karin ist mit Sven verheiratet, einem stürmischen, hochrangigen Schriftsteller mit einer grausamen Ader. Wird sie es wagen, ihren Mann verlassen und ein anderes Leben mit ihrer neu entdeckten Liebe beginnen? 68 Jahre später fragt sich Karins Enkel Alex, Autor und dreifacher Vater, warum er eine solche Wut in sich trägt; eine Wut, die seinen Kindern Angst macht und eine Kluft zwischen ihm und seiner Frau schafft. Er stößt auf die Geschichte zweier unglücklich Liebender, deren Wogen bis zu ihm reichen.
»Sein Buch ist kein Krimi und könnte doch aufregender nicht sein.« Christine Westermann, Stern
»Ein wahnsinnig klug gebauter, faszinierender, erschütternder Roman.« Frank Dietschreit, rbb Kultur
Ebenfalls von Alex Schulman bei dtv erschienen sind:
›Die Überlebenden‹
›Endstation Malma‹
Bibliografische Daten
1. Auflage
Alex Schulman
Alex Schulman, geboren 1976, ist einer der populärsten schwedischen Schriftsteller. Sein Roman ›Die Überlebenden‹, 2021 bei dtv erschienen, wurde in 30 Sprachen übersetzt. Mit ›Verbrenn all meine Briefe‹, bei dtv 2022, gelang ihm in Schweden 2018 der Durchbruch als literarischer Autor.
Hanna Granz
Hanna Granz, geboren 1977, hat unter anderem Werke von Patrik Svensson, Tove Alsterdal, Johanne Lykke Holm und Tone Schunnesson ins Deutsche übersetzt.
2 - 10 von 117 Leserstimme
Eine toxische Beziehung
Alex hadert selbst mit sich und seiner eigenen Wut. Auf der Suche nach dem Auslöser, stolpert er in seine eigene Familiengeschichte hinein und findet Auslöser sowohl bei seiner eigenen Mutter als auch, und das ist der deutlich größere Teil, bei seinen Großeltern. Er taucht ein zurück bis in den Sommer 1932. Ein Sommer, als seine Großmutter hin und hergerissen ist zwischen ihrer Ehe, die aus heutiger Sicht stark toxische Züge trägt, und dem jungen, aufregenden Schriftsteller Olof, der vielleicht so viel besser zu ihr passen würde, als ihr eigener Mann. Entscheidungen und tragische Ereignisse prägen den zwischenmenschlichen Umgang untereinander bis in die aktuelle Zeit.Der Schreibstil ist sehr flüssig gehalten und führt einen sehr gut in die Gedankenwelt der Protagonisten hinein. An manchen Stellen erscheinen mir selbst einzelne Handlungsstränge als minimal schlecht durchdacht, aber das tut dem Lesefluss und der allgemeinen Logik der Geschichte keinerlei Abstrich.Die Figuren sind, speziell wenn man die damalige Zeit betrachtet, durchaus sehr gut gezeichnet und keinesfalls überspitzt dargestellt.Einzig hätte ich mir gewünscht, dass die Konsequenzen, die Alex aus allem, was er über die Familienvergangenheit erfährt, am Ende etwas mehr Raum bekommen hätten. Ansonsten wirklich ein wunderbarer Roman
"IST WUT VERERBBAR ?"
Das Buchcover überzeugt durch seine Schlichtheit und beweist wieder einmal, das "WENIGER" "MEHR" sein kann. Hat sich die Wut der Grosseltern auf den Enkel Alex übertragen, sind seine Gene mit der Wut der Grosseltern infiziert .? Das ist hier die Frage in diesem beeindruckenden Roman. Als Alex darüber Recherchen anstellt, wird ihm bald klar, dass sich hier Abgründe auftun. Er stöbert in Briefen und Tagebucheinträgen nach und entdeckt eine dramatische Liebesgeschichte seiner Grossmutter Karin, die sich als 24 jährige in den charismatischen Schriftsteller Olaf verliebt hat, obwohl sie nach wie vor mit ihrem Ehemann Sven glücklich verheiratet war. Was findet sie nur an Olaf, was fasziniert sie an diesem Mann so, dass sie sogar ihre Ehe auf`s Spiel setzt ?. Wird ihr Mann auf diese Affäre dahinterkommen und wie wird er darauf reagieren ? Fragen über Fragen, die in diesem Roman in hervorragendem Schriftstil beantwortet werden und der von mir eine klare Kaufempfehlung bekommt.
Spannende Familiengeschichte
Alex Schulman, "Verbrenn all meine Briefe", übersetzt von Hanna GranzAlex stellt nach einem heftigen Familienstreit erschrocken fest dass seine Frau und seine Töchter scheinbar Angst vor ihm haben. Er beschließt seiner Wut auf den Grund zu gehen und mit Hilfe einer Psychologin und tiefgreifende Recherche in seiner Familiengeschichte gelangt er weit zurück in das Jahr 1932 zu seinen Großeltern Karin und Sven Stolpe und zu einem gut gehütenen Familiegeheimnis. Sven, ein nach aussen charmanter, angesehener Schriftsteller aber zu Hause herrisch und narzisstisch, unterdrückt seine Frau Karin und behandelt sie wie einen Fußabtreter bis diese sich eines Tages in Olof verliebt, beginnt sich heimlich mit ihm zu treffen und immer in der Angst leben muss dass Sven ihn auf die Schliche kommt.Auf drei Erzählebenen, 1932, 1988 und in der Gegenwart, dringt Alex Schulmann tief ein in die Vergangenheit seiner Großeltern und in die Psyche seines cholerischen und grausamen Großvaters. Laut Alex Schulmann ist "Verbrenn alle meine Briefe" ein Roman, hat aber auch deutliche autofiktionale Züge und ist trotz des manchmal sehr nüchternen und dokumentarischen Schreibstils ein sehr persönliches Statement zur Vergangenheit seiner Großeltern, ein Bekenntnis zu seiner Großmutter und ein fesselnde Familientragödie geprägt von jahrzehntelanger Unterdrückung, Selbsterniedrigung, Verzicht und Angst. Schulmann erzeugt eine ganz besondere Atmosphäre. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es sich um real existierende Personen handelt erscheint "Verbrenn all meine Briefe" noch einmal authentischer.
Spannend wie ein Krimi und absolut berührend!
Dies ist ein sehr persönliches Buch, denn der Autor schreibt hier über ein Gefühl, unter dem er zunehmend leidet und das die Beziehung zu seiner Familie vergiftet: das Gefühl der Wut.Um der Ursache dieser Wut auf den Grund zu gehen, taucht der Autor tief in seine eigene Familiengeschichte ein und stößt auf eine tragische Liebesgeschichte, in deren Zentrum seine Großeltern und ein bekannter Schriftstellerkollege des Großvaters stehen.Schulmans Großvater, ebenfalls eine bekannte literarische Größe, war nicht nur unter den Kollegen, sondern auch im Familienkreis wegen seiner Wutausbrüche und Scharfzüngigkeit gefürchtet.Anhand von authentischen Tagebuchauszügen und Briefen rekonstruiert Schulman eine dramatische Liebesgeschichte, die die Stimmung in der Familie über Generationen nachhaltig beeinflussen wird.Wow, was für ein Buch!Mir hatte ja schon 'Die Überlebenden' gut gefallen, von daher hatte ich auch hier mit einem guten Buch gerechnet, aber nicht damit. Zumindest nicht bei dieser Thematik.Denn dieses Buch ist spannender als mancher Krimi und von einer ganz besonderen Intensität. Der Autor baut die Geschichte ganz langsam auf, ausgehend von seiner eigenen Verzweiflung an sich selbst. Die Passagen der Gegenwart wechseln sich mit den Erinnerungen des Autors an seine Großeltern und den Briefen und Tagebucheinträgen ab. Dabei dringt der Autor immer mehr zu den damaligen Ereignissen vor und das hat durchaus eine detektivische Komponente, die mich völlig in den Bann gezogen hat. Ich hab das Buch mehr oder weniger in einem Zug durchgelesen.Sehr vieles ist mir dabei durch den Kopf gegangen. Ich war beeindruckt von der Grundmotivation des Autors, der eigenen Betroffenheit. Traurig über das Schicksal der Großmutter, empört über das Verhalten des Großvaters und sehr, sehr berührt von der Tragik dieser Liebesgeschichte.Das Wissen, dass der Roman auf wahren Begebenheit beruht, macht diese Geschichte noch intensiver. Ein Buch, dass ich aus vollem Herzen empfehlen kann.
"die Dunkelheit in mir"
"Ich will die Dunkelheit in mir verstehen, die dabei ist, mein Verhältnis zu meiner Familie zu zerstören." Die Kinder des Erzählers in Alex Schulmans autobiographischen Roman haben Angst vor ihm, vor seiner Wut, vor seiner Unberechenbarkeit. An seinen Großvater, den Schriftsteller Sven Stolpe erinnert, den er selbst fürchtete und verehrte, den er als "ein geheimnisvolles Kraftfeld, selbstleuchtend und unergründlich" beschreibt, beginnt er, die Geschichte seiner Familie zu ergründen, die gerade auf der Seite seiner Mutter eher einem Schlachtfeld mit sich ständig verschiebenden Kampflinien und Feindschaften gleicht. Bei seiner Spurensuche stößt Schulman auf eine Affäre, die seine Großmutter, Stolpes Frau Karin, mit dem Schriftsteller Olof Lagercrantz hatte. Für diesen Verrat, dieses Hintergehen, dass sie kurzzeitig Liebe ge- und empfunden hat, die er ihr selbst nicht geben konnte (wollte?), hat Stolpe sie anscheinend ihr ganzes Leben lang büßen lassen, und mit ihr alle folgenden Generationen.Den Gedanken, dass sich Emotionen und Konflikte durch die Generationen einer Familie hindurchziehen und immer weiter zerstörerisch auf die Beziehungen der Einzelnen wirken können, finde ich unglaublich spannend. Selbstverständlich sind es keine natürlichen Zusammenhänge, die da wirken, sondern es sind vorgelebte und weitergegebene Verhaltensmuster, die die Deutung alles Erlebten und die Reaktionen darauf steuern.Psychologisch faszinierende Charakterstudie zweier Autoren, sehr intensives und beeindruckendes Buch!
"die Dunkelheit in mir"
"Ich will die Dunkelheit in mir verstehen, die dabei ist, mein Verhältnis zu meiner Familie zu zerstören." Die Kinder des Erzählers in Alex Schulmans autobiographischen Roman haben Angst vor ihm, vor seiner Wut, vor seiner Unberechenbarkeit.
An seinen Großvater, den Schriftsteller Sven Stolpe erinnert, den er selbst fürchtete und verehrte, den er als "ein geheimnisvolles Kraftfeld, selbstleuchtend und unergründlich" beschreibt, beginnt er, die Geschichte seiner Familie zu ergründen, die gerade auf der Seite seiner Mutter eher einem Schlachtfeld mit sich ständig verschiebenden Kampflinien und Feindschaften gleicht.
Bei seiner Spurensuche stößt Schulman auf eine Affäre, die seine Großmutter, Stolpes Frau Karin, mit dem Schriftsteller Olof Lagercrantz hatte. Für diesen Verrat, dieses Hintergehen, dass sie kurzzeitig Liebe ge- und empfunden hat, die er ihr selbst nicht geben konnte (wollte?), hat Stolpe sie anscheinend ihr ganzes Leben lang büßen lassen, und mit ihr alle folgenden Generationen.
Den Gedanken, dass sich Emotionen und Konflikte durch die Generationen einer Familie hindurchziehen und immer weiter zerstörerisch auf die Beziehungen der Einzelnen wirken können, finde ich unglaublich spannend. Selbstverständlich sind es keine natürlichen Zusammenhänge, die da wirken, sondern es sind vorgelebte und weitergegebene Verhaltensmuster, die die Deutung alles Erlebten und die Reaktionen darauf steuern.
Psychologisch faszinierende Charakterstudie zweier Autoren, sehr intensives und beeindruckendes Buch!
Zu Herzen gehend
Ausgangspunkt war ein nervenaufreibender Streit und die Wut, die der Autor in sich spürt. Er möchte die Ursprünge dieser Wut ergründen und kommt diesen über eine Familienaufstellung näher. Anhand von Recherchen sowie authentischer Tagebucheinträge und Briefe konstruiert er einen Roman, der mit einer dramatischen Liebesgeschichte so gewaltig daher kommt, dass man hinterher von so viel Verzweiflung und Ungerechtigkeit total erschüttert ist. Dafür nimmt er den Leser mit an die Wurzeln in den Sommer 1932, in seine Kindheit in den Winter 1988 und auf seine Recherchen. Es ist sein Großvater, der als die Wurzel des Dunklen in der Familie beschrieben wird und seine Großmutter, die sich bis zur Selbstaufgabe verbiegen muss. Sie lebt in einem Käfig und wird emotional erpresst. Diese psychologischen Spielchen und Abhängigkeiten sind schwer auszuhalten. Es ist schmerzlich zu beobachten wie sie sich immer mehr in ihrem Wesen zurücknimmt und sich Untertan macht. Und obwohl auch Betrug im Spiel ist, möchte man aufgrund der Ausweglosigkeit mit den Liebenden weinen. Ich konnte die Verzweiflung, Wut, Kontrolle und Angst auf allen Seiten spüren und habe die Vergebung von einer Seite vermisst. Dieses Buch hat mich positiv überrascht, weil es so sprachgewaltig und dramatisch ist, dass man es kaum aus der Hand legen kann. Bei dem eher langweiligen Cover hatte ich das nicht erwartet, aber es hat mich absolut begeistert.
Wer wir sind
Ich frage mich das tatsächlich oft: Wer bin ich und warum bin ich, wie ich bin? Ich glaube, dass wir alle danach streben, der Mensch zu werden, der wir eigentlich sein sollen, die Rolle einnehmen werden, die unser Leben uns zu spielt, die Aufgabe erwählen, der nur wir gerecht werden können. Das alles bestimmt jedoch eher das Hier und Jetzt, Reflexion und Feedback, innen und außen, der Wille an uns selbst zu wachsen und immer wieder darüber hinaus. Aber was ist da von Anfang an? Es gibt einen gewissen Anteil, der nicht unbedingt von Geburt an da ist, aber seit wir bewusst denken, empfinden und uns erinnern können. Der Anteil, der maßgeblich geprägt ist von unseren Eltern, die wir auf einen Sockel setzen, deren Verhalten wir bewusst nachahmen, aber auch einem Anteil, der ihr Verhalten spiegelt ohne unser bewusstes Zutun.Genau das ist Teil der Suche des Protagonisten Alex in Alex Schulmans Roman "Verbrenn all meine Briefe". Getrieben von einer innerlichen Wut, die er sich selbst nicht erklären kann, sieht er sein Leben in eine Dunkelheit driften, die alles gefährdet, was er jetzt in seinem Leben hat. So begibt er sich auf Spurensuche in der Vergangenheit, die sich ihm nie ganz erschlossen hat. Und je tiefer er gräbt, desto mehr geben Fragmente aus verschiedenen Erinnerungen Sinn. Die Geschichte, die sich ihm enthüllt, lässt ihn das Bild seiner Familie hinterfragen und auch, was Wahrheit ist und was Lüge.Alex Schulmans zweiter Roman hat mich bereits vollkommen um den Finger gewickelt und war ein klares Highlight für mich. "Verbrenn all meine Briefe" ist anders, persönlicher, autobiografischer und erreicht eine neue mehrdimensionale Tiefe. Der Stil ist angenehm, die Sprünge in der Zeit nachvollziehbar, die Figuren kompakt erfasst und die Entwicklung nicht unbedingt überraschend. Was mich jedoch am meisten begeistert hat, war die Rückführung in mein eigenes Leben. Was wissen wir eigentlich über die letzten Generationen, über ihre Eigenschaften und Errungenschaften, Vergehen und Verluste, Liebe und Beziehungen, Krieg und Frieden? Man sagt, dass es nur drei Generationen braucht, um in Vergessenheit zu geraten, was tragisch klingt und doch so nachvollziehbar, denn was wissen wir schon über unsere Urgroßeltern? Zu wenig, um sie wirklich zu kennen und doch gibt es die genetische Verbundenheit, das Erbe ihres Wirkens, das in uns weiterlebt und wir geben es, ohne es genau zu wissen, an unsere Nachfahren weiter. Zwischen Faszination und Zweifel verbleibt mir nur die Momente mit unseren Großeltern zu nutzen, Fragen zu stellen und die Vergangenheit so gut es geht zu konservieren, denn in all dem, was wir Vergangenheit nennen, liegt auch immer ein Teil unserer Zukunft.
Beeindruckend, ein tolles Buch!
Meinung:Alex Schulman war für mich die Neuentdeckung des letzten Jahres mit einem Debütroman, der mich so sehr begeistern und zum Nachdenken anregen konnte, wie es kaum ein Buch im letzten Jahr vermochte. Und auch dieses Mal ist dem schwedischen Autor mit dem Buch "Verbrenn all meine Briefe" ein psychologisches Meisterwerk gelungen. Mit größter und feinfühliger Erzählkunst schafft es der Schriftsteller, den Leser von Seite eins in den Bann seiner Geschichte zu ziehen. Als grandioser Erzähler, verschafft er dem Leser seiner Geschichte eine Berg und Talfahrt, denn was als augenscheinlich so klassische und ruhige Familiengeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer psychologisch und auch moralisch, sowie literarisch eindrucksvollen Familienabbild, dass literarisch absolut überzeugt. Denn selten habe ich eine so interessante, spannende und kluge Erzählweise erlebt, die einfach zu begeistern weiß. Ganz großes Kino, begeisternd und zu tiefst beeindruckend. Ein tolles Buch!
Vererbte Wut
Alex muss sich eingestehen, dass seine Kinder häufig Angst vor ihm haben. Dabei erhebt er nie die Hand gegen sie. Aber Wut kann man auch anders zum Ausdruck bringen. Um dieser Wut, die immer wieder in ihm brodelt auf den Grund zu gehen, setzt er sich mit seiner Familiengeschichte auseinander und erkennt, dass alles mit seinem Großvater, dem berühmten Schriftsteller Sven Stolpe begann. Er macht sich auf die Suche nach dem Auslöser und wird fündig in dessen Werk, seinen eigenen Erinnerungen und in Briefen einer beteiligten Person. Sven Stolpe hat zeit seines Lebens seine Frau dominiert und diese hat es zugelassen, aus Schuldgefühlen und Angst. Auch seine Kinder hat er immer wieder schikaniert. Diese Familie hat keine Bande. Es ist eine Geschichte von gekappten Banden und schlecht vernarbten Verletzungen, die bis ans Lebensende schwelen. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen muss sich Alex seinen Vorfahren stellen. Der Autor entspinnt hier eine spannende Suche nach dem großen Geheimnis, dass Generationen ins Unglück gestürzt hat. Er betont zwar, dass es eine fiktive Geschichte ist, bedient sich aber dennoch an den Lebensgeschichten seiner Vorfahren. Alex Schulman erzählt die Geschichte seiner Großeltern mit Bedacht. Er verurteilt nicht; er versucht zu ergründen. Das hat mir sehr gut gefallen und imponiert mir gleichzeitig, denn es scheint viel einfacher, zu urteilen, als Verständnis aufzubringen. Ich habe dieses Buch fast in einem Stück gelesen, denn diese Suche hat mich stark gefesselt. Diese vertrackte Ehe hat mich sehr berührt! Da das Geheimnis hier natürlich nicht gelüftet werden darf, kann ich kaum mehr verraten. Nur noch so viel: Lest dieses Buch! Es ist wirklich eine schöne, spannende und berührende Geschichte, die bestimmt mehr als einen Kern Wahrheit enthält.
Pressestimmen
Schulman schreibt grandios und bewegend über Unaussprechliches.
01.11.2022
Die Rekonstruktion der Dreiecksgeschichte entwickelt einen immensen Sog. Schulman beherrscht sein er...zählerisches Handwerk. mehr weniger
Thea Dorn, 14.10.2022
Schon der Titel ist eine Sensation. Was hier passiert, hat mich atemlos gemacht. Man wird völlig bes...etzt und besessen von diesen Figuren. Ein sehr feinsinnig geschriebener Roman. mehr weniger
Joachim Meyerhoff, 14.10.2022
Schulman ist ein Schriftsteller, über den man auch nach Monaten noch nachdenkt, eine Entdeckung.
28.09.2022
Schulman gelingt ein fesselndes Buch – das Familienporträt, Liebesroman, Psychogramm und Detektivges...chichte zugleich ist. mehr weniger
25.09.2022
Je tiefer man in diese Dreiecksgeschichte auf dem Weg in die Katastrophe eintaucht, desto beklemmend...er wird sie. Auch weil sie eine Mischung zwischen Wahrheit und Fiktion ist. mehr weniger
24.09.2022
Der Schwede Schulman erzählt von den Lebensenttäuschungen seiner Familie und wie er eine besondere S...ensibilität für Wut entwickelte. mehr weniger
23.09.2022
Sein Buch ist kein Krimi und könnte doch aufregender nicht sein.
Christine Westermann, 22.09.2022
Mit "Verbrenn all meine Briefe" ist Alex Schulman ein ergreifendes Buch gelungen, das nicht nur fess...elnd erzählt ist, sondern auch zeigt, wie tief sich ein Unglück über Generationen fortschreiben kann und dass es Wege gibt, es hinter sich zu lassen. mehr weniger
06.09.2022
Alex Schulmann schreibt furios und beklemmend über seine eigene Familie.
01.01.2023
Schön, traurig und atemberaubend zugleich ist die Liebe zwischen Karin und Olof.
02.12.2022
Meisterhaft ist diese Geschichte erzählt.
26.11.2022
Ein herzzerreißender Roman!
15.11.2022
Ein wahnsinnig klug gebauter, faszinierender, erschütternder Roman.
Frank Dietschreit, 11.11.2022
Der Schwede Alex Schulman setzt in seinem Roman „verbrenn all meine Briefe" unerschrocken ein dunkle...s Familiengeheimnis in loderndes Licht. mehr weniger
Stefan Kister, 04.11.2022
Spannender zu lesen als jeder Krimi.
01.11.2022
Ein intensives und bestürzendes Buch.
26.10.2022
In dem brennend interessanten, irre gut kombinierten Roman „Verbrenn all meine Briefe“ erzählt er (A...lex Schulman) die Geschichte von zwei skandinavischen Geistesgrößen, die einst die gleiche Frau liebten. mehr weniger
19.10.2022
Die allmähliche, verspätete Aufarbeitung der verderblichen Beziehungen über mehrere Ebenen und Schic...hten hinweg macht diesen einfühlsamen Roman zu einem hochspannenden Leseerlebnis. mehr weniger
19.10.2022
Schulman erweckt diese so kurze wie tragische Liebesgeschichte in seiner Imagination zum Leben – fei...nfühlig und behutsam. mehr weniger
Lilo Solcher, 18.10.2022
Schulman kreist feinfühlig seine literarisch prominenten Vorfahren Sven und Karin Stolpe und deren ...Kontakt zu dem renommierten Autor, Kritiker und Journalisten Olav Lagercrantz ein. mehr weniger
13.10.2022
Großartiges Drama!
12.10.2022
Intensiv und mitreißend.
Mirjam Marits, 09.10.2022
So ist „Verbrenn all meine Briefe“ nicht nur ein ergreifender Familienroman, sondern auch das Porträ...t einer verzweifelten jungen Frau, die nur eine Möglichkeit sieht um zu überleben. mehr weniger
07.10.2022
Nach "Die Überlebenden" der neue packende Schulman; beeindruckend und emotional. Lesen!
04.10.2022
Dieses Buch liest man nicht einfach, man verschlingt es.
Ute Krebs, 01.10.2022
Zu tragisch-schön ist die (wahre) Liebesgeschichte zwischen Karin Stolpe und Olof Lagercrantz, die a...m Ende nicht zueinander kommen konnten, aber einander bis zuletzt geliebt heben. mehr weniger
Petra Berkenbusch, 01.10.2022
Ein Text wie eine therapeutische Familienaufstellung, verletzlich, verstörend, großartig erzählt.
Dagmar Kaindl, 01.10.2022
Die Intensität, welche durch das Verweben der Ebenen entsteht, gehört zu den vielen Stärken dieser R...omanbiografie in einer feinfühligen deutschen Übersetzung. mehr weniger
26.09.2022
Wie er Realität und Fiktion gekonnt ineinander verwebt - das ist großartig komponiert.
Walter Bau, 25.09.2022
Liebe und Leid liegen untrennbar nah beieinander in dieser dichten, sehr spannenden Geschichte.
24.09.2022
Alex Schulman hat ein starkes sehr sehr persönliches Buch über die Gratwanderung zwischen Gefühl und... Konvention geschrieben. mehr weniger
22.09.2022