Die Farben der Rebellion sind bunt!
Wenn die Bienen schweigen

Nachdem die letzte Biene ausgestorben ist, gerät die Welt aus den Fugen. Im Alter von elf Jahren werden Mädchen in Camps gezwungen, wo sie per Hand die Blüten der Obstbäume bestäuben. Kaum gebärfähig, werden sie verheiratet. Jess ist eines dieser Mädchen. Sie kennt die Welt vor dem Kollaps aus Büchern und liebt die Natur. Frei will sie sein, leben! Und schon lange weiß sie, dass Pinsel nicht zum Bestäuben von Pflanzen erfunden wurden. Als sie eines Tages zufällig an Farbtuben gerät, schleicht sie sich aus dem Camp und malt ein leuchtendes Bild an die große Mauer. In den anderen Mädchen entfacht sie damit den Funken der Rebellion. Und einmal gedacht, lässt sich der Gedanke der Freiheit nicht mehr unterdrücken.


»Eine packende Handlung und eine poetische Erzählstimme machen dieses Buch zu etwas Besonderem.« – Kirkus Reviews, starred review

»Kunst und Literatur als Mittel zum Überleben und zur Veränderung … Kraftvoll zurückhaltend und beunruhigend.« – Horn Book

»Ein kluges und dunkles Leseerlebnis, das an Margaret Atwoods ›Der Report der Magd‹ und Ray Bradburys ›Fahrenheit 451‹ erinnert, mit einer Umweltkrise als Hintergrundfolie und voller wichtiger Themen.«​ – School Library Journal


  • Ein bewegendes Ausgangsszenario: die Welt nach dem Aussterben der Bienen
  • Der Roman verbindet die Belastung der Ökosysteme und die Sorge darum mit einer emotionalen Freundschaftsgeschichte und gesellschaftlichen Fragen 
  • Vom inneren Widerstand zum offenen Aufruhr – über den Kampf gegen ein autoritäres System
  • Eine Liebeserklärung an die Kunst, die Fantasie und das Erzählen von Geschichten
  • Mit einer feministischen Botschaft
Bibliografische Daten
EUR 14,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45078-2
Erscheinungsdatum: 16.07.2026
1. Auflage
304 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Anu Stohner
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt
Caryl Lewis

Caryl Lewis, geboren 1978, ist eine preisgekrönte walisische Autorin, Dramatikerin und Drehbuchautorin. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene und ist Gastdozentin für Kreatives Schreiben an der Cardiff University. Caryl Lewis lebt mit ihrer Familie auf einer Farm in der Nähe von Aberystwyth in Wales.

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Übersetzer*innenporträt
Anu Stohner

Anu Stohner, geboren 1952 in Helsinki, lebt als Übersetzerin und Autorin in Altlußheim am Rhein. Für ihre Übersetzungen aus dem Englischen, Finnischen und Schwedischen wurde sie unter anderem mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis für ÜbersetzerInnen und dem Finnischen Staatspreis ausgezeichnet. 

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10 von 129 Leserstimmen

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söphken am 01.08.2026 08:08 Uhr

Nichts für schwache Nerven!

Dieses Buch hat mich wirklich beschäftigt. Schon während des Lesens musste ich immer wieder an The Handmaid’s Tale denken. Nicht, weil die Geschichten gleich sind, sondern wegen dieses beklemmenden Gefühls, das entsteht, wenn man merkt, wie schnell sich eine Gesellschaft verändern kann und wie Frauen in einem solchen System immer mehr Kontrolle über ihr eigenes Leben verlieren.Der Ausgangspunkt mit den Bienen hat mir besonders gut gefallen. Bienen als Ursprung einer Entwicklung, die irgendwann so viel größer wird und die gesamte Gesellschaft verändert. Gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels fand ich das erschreckend. Dieser Sommer zeigt uns ja schon, wie extrem Hitze, Trockenheit und die Veränderungen unserer Umwelt werden können. Beim Lesen kam deshalb immer wieder der Gedanke auf: Was passiert, wenn es noch schlimmer wird? Wie würden wir reagieren, wenn unsere Lebensgrundlage tatsächlich bedroht ist?Besonders beängstigend fand ich, wie leicht sich Unterdrückung mit Angst und dem Bedürfnis nach Sicherheit rechtfertigen lässt. Und wie schnell Frauen dabei wieder diejenigen sein könnten, die am meisten verlieren. Freiheit, Selbstbestimmung und die Möglichkeit, über den eigenen Körper und das eigene Leben zu entscheiden, sind plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr.Der Schreibstil ist düster und sehr thrillerartig. Ich mochte diese Dynamik unglaublich gerne. Die Geschichte hatte für mich etwas Sogartiges und gleichzeitig immer eine unterschwellige Bedrohung. Je weiter ich gelesen habe, desto unwohler wurde mir und genau das hat für mich den Reiz ausgemacht.Was mir besonders im Kopf geblieben ist, ist die Frage, wie viel von dieser Zukunft tatsächlich so unrealistisch ist. Vielleicht ist genau das das Beängstigende an diesem Buch. Es fühlt sich nicht wie eine völlig fremde dystopische Welt an, sondern wie eine mögliche Entwicklung, wenn wir irgendwann an einen Punkt kommen, an dem Angst, Ressourcenknappheit und Macht wichtiger werden als Freiheit und Gleichberechtigung.

betty64 am 20.07.2026 23:07 Uhr

Interessant

Dieses Buch ist eine eindrucksvolle Mischung aus Dystopie, Gesellschaftskritik und einer Liebeserklärung an die Natur\. Die Frage, was passieren würde, wenn es keine Bienen mehr gäbe, bildet die Grundlage für eine Geschichte, die erschreckend realistisch wirkt. Im Mittelpunkt steht Jess, die in einer Welt aufwächst, in der die Folgen des Bienensterbens längst Realität geworden sind\. Nahrung wird knapp, die Gesellschaft verändert sich und Angst bestimmt den Alltag\. Besonders beeindruckend fand ich, wie Caryl Lewis die Stimmung dieser Welt einfängt: düster, bedrückend und gleichzeitig voller kleiner Momente, die zeigen, dass Hoffnung möglich ist. Das Cover mit der Biene ist ebenfalls gelungen.Ein bewegender Roman, der spannend unterhält und gleichzeitig wichtige Fragen über Natur, Gesellschaft und unsere Zukunft stellt.

lesemuggel am 21.07.2026 16:07 Uhr

Regt zum Nachdenken an

Der dystopische Roman „Wenn die Bienen schweigen“ von Caryl Lewis umfasst 300 Seiten, die sich auf 42 unterschiedlich lange Kapitel verteilen. Die Geschichte spielt in einer erschreckenden Zukunft, in der die Bienen ausgestorben sind und sich dadurch das Leben der Menschen grundlegend verändert hat. Schon diese Idee wirkt erschreckend realistisch und regt zum Nachdenken über Umwelt- und Naturschutz an.Das Buchcover passt hervorragend zum Inhalt des Buches.Die Hauptprotagonistin Jess ist ein mutiges und kluges Mädchen, das sich nicht mit den ungerechten Regeln ihrer Welt abfinden möchte. Gemeinsam mit ihrer Freundin Cass entwickelt sie den Wunsch nach Freiheit und beginnt, das bestehende System zu hinterfragen. Jess ist eine sympathische Figur, mit der man schnell mitfühlt und deren Entwicklung im Laufe der Handlung glaubwürdig dargestellt wird.Die Handlung spielt hauptsächlich in einem streng überwachten Bestäubungslager sowie in einer zerstörten und von Kontrolle geprägten Welt. Die bedrückende Atmosphäre wird sehr anschaulich beschrieben und sorgt dafür, dass man sich die Schauplätze gut vorstellen kann. Gleichzeitig baut die Autorin immer wieder Spannung auf, sodass man wissen möchte, wie Jess und ihre Freundinnen mit den gefährlichen Situationen umgehen. Besonders im letzten Drittel nimmt die Spannung deutlich zu, ohne dabei zu viel vorhersehbar zu sein.Der Schreibstil von Caryl Lewis ist flüssig, bildhaft und leicht verständlich. Die Kapitel sind meist recht kurz, wodurch sich das Buch schnell lesen lässt. Trotz der einfachen Sprache vermittelt die Autorin viele Gefühle und wichtige Botschaften über Freiheit, Mut, Freundschaft und den Schutz der Natur. Die Geschichte wirkt dadurch sowohl spannend als auch emotional.Insgesamt ist „Wenn die Bienen schweigen“ ein eindrucksvoller dystopischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Fazit : Wer spannende Zukunftsgeschichten mit starken Figuren und einer wichtigen Botschaft mag, dem kann ich dieses Buch empfehlen. Besonders Jugendlichen ab etwa 14 Jahren bietet der Roman eine fesselnde und zugleich erschreckend glaubwürdige Zukunftsvision. Aber auch für Erwachsene eine spannende Lektüre.

ruebezahl am 26.07.2026 08:07 Uhr

Interessante Dystopie

Manchmal begegnet man einer Geschichte, die einen tief erschüttert und gleichzeitig mit einem Hauch voll Hoffnung zurücklässt. „Wenn die Bienen schweigen“ ist genau so ein Buch. Die Dystopie entführt in eine düstere Zukunft, in der das Aussterben der Bienen die Welt kollabieren ließ.Was mich beim Lesen wahnsinnig fasziniert hat, ist die Kraft der Kunst und des Widerstands in dieser bedrückenden Welt. Als Jess Farbtuben findet und ein leuchtendes Bild an die triste Mauer malt, wird die Malerei zur mächtigsten Waffe gegen ein unterdrückerisches, patriarchales System. Die Geschichte erinnert eindringlich daran, wie kostbar die Natur ist und wie unbezähmbar der Wunsch nach Freiheit im Menschen brennt. Ein ungemein packender Roman, der lange nachhallt!Der Schreibstil ist klar strukturiert und kommt ohne viel Schnörkel aus, was perfekt zur düsteren Grundstimmung der Dystopie passt. Durch die flüssige Erzählweise bleibt die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite hoch.

evawey am 28.07.2026 00:07 Uhr

Eine Welt ohne Bienen

Endlich Nachschub von Caryl Lewis. Da Ihr Roman "Wilder Honig" zu meinen Highlights gehört, musste ich natürlich auch dieses Buch lesen und ich bin wieder hellauf begeistert. Der sehr bildhafte, flüssige, spannende und anrührende Schreibstil gefällt mir unglaublich gut. Auch die Geschichte des Buchs finde ich wieder ungemein interessant. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wie eine Welt ohne Bienen aussehen würde? Wie lange würde das Leben auf dieser Welt noch existieren können?Dieses Thema geht die Autorin auf sehr ungewöhnliche und intelligente Weise an. In Ihrer dystopischen Welt bestäuben Mädchen die Pflanzen mit Pinseln, unter Ihnen ist auch die junge Jess. Sie weiß aus Büchern, wie die Welt vor dem Kollaps war und dass Pinsel auch zum Malen benutzt wurden. Durch ein Bild, dass Sie an eine Wand malt, entfacht Sie eine Rebellion unter den Mädchen. Und der Gedanke von Freiheit lässt sich nicht so leicht wieder unterdrücken, sobald er einmal aufgekommen ist.Fazit: Ein wunderbarer dystopischer Roman, der lange nachhallt. Eine klare Leseempfehlung von mir!

kuddel am 27.07.2026 14:07 Uhr

Jugenddystopie

Diese Dystopie für Jugendliche ist sehr gut gelungen. Es wird anschaulich aufgezeigt, wie schnell eine Gesellschaft sich unter bestimmten Gegebenheiten verändern kann. Hier sind die Bienen aufgrund des Klimawandels ausgestorben. Mädchen ab 11 Jahren müssen ihre Familien verlassen und in Lager, dort leben sie gemeinsam und müssen täglich auf Obstplantagen oder in Gewächshäusern Blüten bestäuben. Sie übernehmen die Arbeit der Bienen mit kleinen Pinseln. Die Jungen müssen zum militärischen Dienst.Das Leben der Kinder ist völlig reglementiert und sehr armselig. Es gibt keine Bildung, nur Arbeit. Die Gruppendynamik ist teils grausam, wirkt aber sehr authentisch. Die Hauptfigur Jess hebt sich von den anderen Mädchen ab. Sie kann lesen, schreiben, interessante Geschichten erzählen und malt leidenschaftlich gern. Ihre Mutter fälschte ihre Papiere, um sie vor dem Lager zu bewahren, so ist sie bereits 13, als sie dort eintrifft. Das Leben im Lager ist erdrückend und schauderhaft. Die Zeit dort wird i.d.R. mit einer Zwangsheirat beendet, um für neue Arbeiter zu sorgen.Jess lernt durch Zufall einen jungen Soldaten kennen, der ihre Gedanken zu spiegeln scheint. Er besorgt ihr Farben, mit denen sie heimlich ein Bild an eine Mauer malt. Diese kleine Rebellion löst unerwartete Hoffnung bei den Mädchen aus und sorgt für große Unruhe und viele neue Ideen. Die Lagerleitung greift hart durch, um das patriarchale System zu stützen. Eine Wiederholung soll unbedingt verhindert werden, aber Jess will nicht aufgeben. Sie träumt von einem Land im Norden, wo es noch Bienen gibt und eine andere Gesellschaft lebt.Das Buch ist sehr spannend und eingängig geschrieben, so dass man leicht durch die Seiten fliegt. Die Grausamkeit und Düsternis ist dem Alter der Zielgruppe angemessen. Die Themen Klimawandel, Bienensterben, Unterdrückung, Kinderarbeit, Widerstand, Freiheit, Kunst bzw. Bildung werden zwar nur angeschnitten, sind aber glaubhaft eingebaut. Als erwachsene Leserin hätte ich mir mehr Infos zu manchen Themen gewünscht, aber die Kinder fanden das Ausmaß genau richtig. Vieles klingt realistisch und so halt die Geschichte noch lange nach.

suetimeless am 28.07.2026 13:07 Uhr

Ein sehr beeindruckendes und bewegendes Buch!

Wenn die Bienen schweigen hat mich vom Anfang bis zum Ende tief berührt. Es ist eines dieser Bücher, das man zuklappt und trotzdem noch lange im Kopf und im Herzen mit sich trägt.Nachdem die Bienen ausgestorben sind, gerät die Welt aus dem Gleichgewicht. Mädchen werden bereits mit elf Jahren von ihren Familien getrennt und in Lager gebracht, wo sie die Obstbäume per Hand bestäuben müssen. Mit ihrer ersten Menstruation endet diese Zeit, denn dann werden sie zwangsverheiratet. Allein diese Vorstellung ist so erschreckend und gleichzeitig so greifbar, dass mich die Geschichte nicht mehr losgelassen hat.Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin die Themen Naturschutz, Kunst und Freiheit miteinander verbindet. Kunst wird hier zu mehr als nur Farbe auf einer Leinwand – sie wird zu Hoffnung, Mut und Widerstand. Das war unglaublich kraftvoll und wunderschön umgesetzt.Jess ist eine starke Protagonistin, die trotz aller Ungerechtigkeit ihre Menschlichkeit nicht verliert. Genauso sehr habe ich aber auch die Nebencharaktere geliebt. Ihre Geschichten, ihre Entwicklung und der Zusammenhalt untereinander haben dem Buch so viel Herz gegeben und mich emotional oft mehr berührt, als ich erwartet hätte.Wenn die Bienen schweigen ist bedrückend, bewegend und gleichzeitig voller Hoffnung. Eine Geschichte, die erschreckend real wirkt und gerade deshalb so wichtig ist. Für mich ein absolutes Highlight und eine ganz klare 5-Sterne-Leseempfehlung.

westeraccum am 05.08.2026 11:08 Uhr

Fesselnde Dystopie

Das Buch wird als Jugendbuch beworben, ist aber auch für Erwachsene fesselnd und gut lesbar.Wie alle jungen Mädchen kommt auch Jess mit zwölf Jahren in ein Camp, getrennt von ihrer Mutter, und muss dort Bäume aller Art mit einem Pinsel bestäuben. Das ist notwendig, da die Bienen ausgestorben sind und man ohne die Bestäubung keine Früchte ernten könnte. Das Leben im Camp ist schwierig, harte Arbeit und wenig Essen prägen das Leben, dazu kommt das Mobbing der Mädchen untereinander.Jess freundet sich mit Cass an, beide können sich austauschen und sich gegenseitig Halt geben.Als Jess den Bewacher Eliot kennenlernt, eröffnen sich plötzlich Wege, von denen sie vorher nur träumen konnte, denn auch Eliot steht dem Regime kritisch gegenüber.Das Buch ist so spannend, dass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen hätte. Obwohl das Schicksal der Mädchen hart ist, klammern sie sich doch immer wieder an jedes Fitzelchen Hoffnung, jede auf ihre Weise. Man merkt, dass die Autorin dieses Buch mit viel Herzblut geschrieben hat, vor allem, was die Aspekte des Umweltschutzes angeht. Seit Jahrzehnten wissen wir, dass wir alle unser Verhalten ändern müssen, um die Erde und damit unsere Lebensgrundlagen zu schützen, aber Gleichgültigkeit und Profitgier verhindern es, die Richtung zu ändern. In diesem Buch werden die Konsequenzen unseres Handelns deutlich und die sind erschreckend.Man wünscht diesem Buch viele Leserinnen und Leser, es sollte auf jeder Bestsellerliste auftauchen. Und es ist ein perfektes Skript für einen aufwühlenden Film!

donnie_darko am 07.08.2026 22:08 Uhr

Was für eine erschreckend realistische Dystopie voller emotionaler Intensität und inhaltlicher Wucht!

Wie sieht eine Welt aus, in der es relativ harmlos mit dem Verschwinden der Bienen beginnt und schlussendlich das gesamte Ökosystem kollabiert? Genau mit dieser gar nicht so abwegigen Frage befasst sich Caryl Lewis und präsentiert uns eine Dystopie vom Allerfeinsten. Ehrlich gesagt bin ich immer noch sprachlos!Absolut schonungslos werden wichtige Themen wie Demokratiewandel, Freiheit und gesellschaftliche Rollen behandelt, ohne dabei zu beschönigen. Dabei sorgt der erfrischend lebendige Schreibstil für eine emotionale Intensität gepaart mit einzigartiger Stimmung, die tief unter die Haut geht und pures Kopfkino erzeugt. Jede Szene erwacht wahrlich zum Leben und entfacht ein Gefühlskarussell von Wut bis hin zu Hoffnung. Durch den gelungenen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fliegt man nur so durch die Seiten, obwohl ich regelmäßig innehalten und mit den Tränen kämpfen musste.Mein absolutes Highlight war allerdings Jess. Was für ein starkes Mädchen, das leider viel zu schnell erwachsen werden musste! Ihre Entwicklung wurde so grandios eingefangen, sodass sie mich stellenweise in die Knie zwang und noch immer im Kopf herumschwirrt. Aber auch sämtliche Nebenfiguren überzeugten mit facettenreichen Eigenarten und machten das Geschehen zugleich erschreckend greifbar.Hier passt einfach jedes noch so kleine Detail. Durch die inhaltliche Relevanz gepaart mit puren Emotionen erzeugt dieser Roman einen mitreißenden Sog, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Kleiner Tipp meinerseits, Taschentücher bereithalten und sich danach auf ganz großen Redebedarf einstellen. Was für ein einzigartiger Lesegenuss und genau deswegen bereits mein persönliches Lesehighlight 2026!💭 Fazit:Caryl Lewis versteht es meisterhaft, durch ihre bildhafte Sprache eine zutiefst greifbare Stimmung zu erschaffen. Fesselnde Handlungsstränge und eine mitreißende Hauptfigur lassen einen den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen. Die angesprochenen Thematiken sind heutzutage viel zu wichtig, weshalb dieses Werk für mich persönlich eine Pflichtlektüre für Jung und Alt ist. Am liebsten würde ich hier 10 von 5 Sternen vergeben können!

testethar am 07.08.2026 23:08 Uhr

Erschreckend realistisch und unglaublich wichtig

Dieses Buch sollte meiner Meinung nach von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Es ist nicht nur eine spannende Dystopie, sondern auch eine eindringliche Erinnerung daran, wie zerbrechlich unsere Umwelt und unsere Freiheit sein können.Nachdem die Bienen ausgestorben sind, hat sich die Welt grundlegend verändert. Mädchen werden bereits mit elf Jahren von ihren Familien getrennt und in Arbeitscamps gebracht, wo sie Blüten mühsam von Hand bestäuben müssen. Bildung, Kunst und Selbstbestimmung sind längst verschwunden, stattdessen bestimmen Kontrolle, Angst und Unterdrückung den Alltag. Mit Jess begleitet man eine Protagonistin, die sich trotz allem ihre Neugier und ihren Mut bewahrt und damit einen Funken Hoffnung in einer scheinbar aussichtslosen Welt entfacht.Mich hat diese Geschichte von der ersten Seite an gepackt. Die düstere Atmosphäre ist greifbar und wirkt gerade deshalb so beklemmend, weil das Grundthema erschreckend nah an unserer Realität liegt. Das weltweite Bienensterben und die Folgen des Klimawandels sind keine fernen Zukunftsvisionen mehr, genau das macht diesen Roman so eindringlich.Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht auf große Action setzt, sondern zeigt, wie Veränderung oft mit kleinen Gesten beginnt. Freundschaft, Zusammenhalt, Bildung und Kunst werden zu Symbolen der Hoffnung und machen deutlich, dass Widerstand nicht immer laut sein muss. Jess ist dabei eine sympathische und glaubwürdige Hauptfigur, deren Entwicklung ich sehr gerne verfolgt habe. Auch die Nebenfiguren verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Unterdrückung umgehen.Der Schreibstil liest sich flüssig und passt hervorragend zur Zielgruppe, spricht aber genauso Erwachsene an. Die Autorin greift wichtige Themen wie Klimawandel, Frauenrechte, Machtmissbrauch, Überwachung und Manipulation auf, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen regt sie zum Nachdenken an und lässt einen die Geschichte noch lange nach dem Lesen beschäftigen.Fazit: Eine atmosphärische, erschreckend realistische und emotional bewegende Dystopie, die wichtige gesellschaftliche und ökologische Themen aufgreift und dabei Hoffnung vermittelt.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Buch des Monats

Mehr als eine Dystopie: eine eindrucksvolle Hommage an die Kraft von Kunst, Fantasie und Geschichte.

01.09.2026

Bangerang

Eine sowohl beunruhigende wie auch packende Dystopie, die zugleich zeigt, wie wichtig Literatur und ...Kunst sind, um uns zu empowern, aber auch Freundschaft und Liebe. mehr weniger

01.09.2026

jugendbuchtipps.de

Caryl Lewis hat ein geschicktes Händchen für die Dramaturgie. Und die Figuren sind (…) stimmig und ...vielschichtig angelegt. mehr weniger

Ulf Cronenberg, 28.08.2026

Augsburger Allgemeine

Ein spannendes Buch, das einiges Nachdenken in Gang setzt.

Birgit Müller-Bardorff, 11.08.2026

Die Zeit, Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste

Eine Dystopie über den Wert der Freiheit – und den der Natur.

06.08.2026

Eselsohr

Das Buch liest sich schnell und einfach und stellt die richtigen Fragen. Obwohl unsere Welt mögliche...rweise untergehen wird, wenn wir nichts gegen das Bienensterben tun, so weckt dieser Roman Hoffnung, wo vielleicht sonst keiner mehr suchen würde. Wie in jedem Jugendroman fehlt es selbstverständlich nicht an den Themen Freundschaft, Pubertät und erste (queere) Liebe. mehr weniger

Theresa Krien, 01.08.2026

ORF-Teletext

Eine beklemmende und zugleich hoffnungsvolle Geschichte, getragen von einer poetischen Bildsprache, ...über Mut und Menschlichkeit. mehr weniger

Elisabeth Nibakhsh, 20.07.2026

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›Wenn die Bienen schweigen‹ auf der ZEIT Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste

›Wenn die Bienen schweigen‹ von Caryl Lewis in der Übersetzung von Anu Stohner steht auf der ZEIT Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste im August 2026. Jeden Monat wählen 20 Redakteurinnen und Redakteure der ZE...IT fünf Bücher aus der Vielzahl der Neuerscheinungen für die Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste aus. Aus allen Titeln kürt eine Fachjury zum Jahresende das beste Buch des Jahres.

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