Wenn die Bienen schweigen
Ein packender Roman über den langsamen Untergang der Gesellschaft nach dem Aussterben der Bienen, über die große Bedeutung vermeintlich kleiner Dinge und die Auflehnung gegen ein patriarchales System
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Wenn die Bienen schweigen
Nachdem die letzte Biene ausgestorben ist, gerät die Welt aus den Fugen. Im Alter von elf Jahren werden Mädchen in Camps gezwungen, wo sie per Hand die Blüten der Obstbäume bestäuben. Kaum gebärfähig, werden sie verheiratet. Jess ist eines dieser Mädchen. Sie kennt die Welt vor dem Kollaps aus Büchern und liebt die Natur. Frei will sie sein, leben! Und schon lange weiß sie, dass Pinsel nicht zum Bestäuben von Pflanzen erfunden wurden. Als sie eines Tages zufällig an Farbtuben gerät, schleicht sie sich aus dem Camp und malt ein leuchtendes Bild an die große Mauer. In den anderen Mädchen entfacht sie damit den Funken der Rebellion. Und einmal gedacht, lässt sich der Gedanke der Freiheit nicht mehr unterdrücken.
»Eine packende Handlung und eine poetische Erzählstimme machen dieses Buch zu etwas Besonderem.« – Kirkus Reviews, starred review
»Kunst und Literatur als Mittel zum Überleben und zur Veränderung … Kraftvoll zurückhaltend und beunruhigend.« – Horn Book
»Ein kluges und dunkles Leseerlebnis, das an Margaret Atwoods ›Der Report der Magd‹ und Ray Bradburys ›Fahrenheit 451‹ erinnert, mit einer Umweltkrise als Hintergrundfolie und voller wichtiger Themen.« – School Library Journal
- Ein bewegendes Ausgangsszenario: die Welt nach dem Aussterben der Bienen
- Der Roman verbindet die Belastung der Ökosysteme und die Sorge darum mit einer emotionalen Freundschaftsgeschichte und gesellschaftlichen Fragen
- Vom inneren Widerstand zum offenen Aufruhr – über den Kampf gegen ein autoritäres System
- Eine Liebeserklärung an die Kunst, die Fantasie und das Erzählen von Geschichten
- Mit einer feministischen Botschaft
Bibliografische Daten
2. Auflage
Caryl Lewis
Caryl Lewis, geboren 1978, ist eine preisgekrönte walisische Autorin, Dramatikerin und Drehbuchautorin. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene und ist Gastdozentin für Kreatives Schreiben an der Cardiff University. Caryl Lewis lebt mit ihrer Familie auf einer Farm in der Nähe von Aberystwyth in Wales.
Anu Stohner
Anu Stohner, geboren 1952 in Helsinki, lebt als Übersetzerin und Autorin in Altlußheim am Rhein. Für ihre Übersetzungen aus dem Englischen, Finnischen und Schwedischen wurde sie unter anderem mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis für ÜbersetzerInnen und dem Finnischen Staatspreis ausgezeichnet.
3 - 10 von 139 Leserstimme
Wirklich nur Dystopie?
Das Jugendbuch „Wenn die Bienen schweigen“ von Caryl Lewis hat eine gewaltige Botschaft an uns alle.Die Geschichte wird von Jess erzählt. Die Welt ist eine andere. Bienen sind verschwunden. Elfjährige Mädchen kommen in Camps an Obstplantagen und müssen nun von Hand Blüte um Blüte bestäuben. Unter ihnen sind auch Waisenkinder, teils noch jünger, ihnen wird ein besseres Leben versprochen. Im Alter von etwa 14 Jahen werden die Mädchen zwangsverheiratet, um ihrerseits für Nachkommen zu sorgen. Bis zu ihrer Heirat müssen sie die Haare wachsen lassen, denn aus den Haaren werden die Pinsel zur Bestäubung der Obstbäume gemacht…Das Szenario einer erschreckend realistischen Dystopie mag man sich gar nicht vorstellen. Aber ein Funke Wahrheit schwingt mit. Den Bienen und anderen Insekten geht es gar nicht gut und in China werden seit Jahren die Bäume per Hand bestäubt.Der Roman hat mir gut gefallen. Er ist genau so leise, wie das Bienensterben in Wirklichkeit geschieht. Die Atmosphäre ist sehr beklemmend. Die Autorin hat einen sehr mitreißenden Schreibstil, alles sehr wort- und bildgewaltig, so dass der Leser ein klares Bild vor Augen hat. Zudem kann der Leser seiner Fantasie freien Lauf lassen. Das Buch regt zum Nachdenken an. Nachdenken sollte man auf jeden Fall über unseren Umgang mit der Natur. Dieser Roman sollte in Schulen gelesen und diskutiert werden. Umweltschutz, Klimawandel und Feminismus sind aktueller denn je. Aber nicht nur Jugendliche sollten das Buch lesen, denn jeder Mensch ist angehalten aktiv etwas dagegen tun kann, dass dieses Horror-Szenario nicht Realität wird und unsere Enkel und Urenkel auch noch Bienen kennenlernen.Von mir daher eine klare Leseempfehlung.
Passt gut auf die Bienen auf
MEINE MEINUNGWir lesen hier von Jess, die das alles aus ihrer Sicht erzählt. Es gab keine Bienen mehr und so kamen die Mädchen mit etwa 11 Jahren in Camps und dort wurden sie zu Obstplantagen gebracht um die Blüten von Hand zu bestäuben. Waisenkinder kamen hier sogar noch jünger in diese Camps und es wurde ihnen vorgegauckelt, das sie hier ein gutes zu Hause hatten. Sobald die Mädchen ihre Menstruation bekommen, werden sie verheiratet um Kinder zu bekommen. Diese Ehen werden arrangiert und die Mädchen werden hier überhaupt nicht gefragt, ob sie heiraten wollen. Während dieser Zeit haben die Mädchen auch lange Haare und die werden erst geschnitten, wenn die Mädchen wegen der Hochzeit das Camp verlassen. Die Haare werden dann dazu hergenommen um neue Pinsel zum bestäuben zu machen. Das alles hier liest sich so dramatisch und man mag sich das nicht vorstellen, was hier passiert. Die Autorin hat hier alles so plastisch beschrieben, das man manche Szenen direkt vor Augen hat. Das alles ist sehr erschreckend, was man hier zu lesen bekommt, aber es ist tatsächlich dramatisch, wenn es keine Bienen mehr geben würde. Wenn man dieses Buch hier so liest, dann wird einem die Bedrohung erst mal so richtig bewusst. Die Autorin hat hier aber auch sehr deutlich gemacht, wenn man Freunde hat und wenn man zusammen hält, dann kann man auch in so einem Camp etwas erreichen. Die Revolte war zwar nicht ungefährlich, aber Jess hat etwas erreicht. Dieses Buch hat viel Dramatik und es hinterlässt uns mit vielen Gedanken an unsere Zukunft und was einmal aus unserer angeschlagenen Welt noch so wird. Von mir gibt es für dieses wundervolle Werk hier absolut gerne die vollen 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Bild öffnet Türen
Das Buch spielt in einer Dystopie, wir nehmen an, dass alle Bienen ausgestorben sind und jetzt Mädchen in Camps verfrachtet werden um Bäume per Hand zu bestäuben. Ich fand das Buch wirklich gut. Weil es uns direkt in das leben der Mädchen mit hineingenommen hat. Wir sehen die Machtkämpfe untereinander, um die Gunst der Obrigkeit zu gewinnen. Wir sehen wie Rebellion einfach nur einen kleinen funken braucht. Um Feuer zu fangen. Aber auch wie schnell solche Rebellionen wieder eingedämmt werden kann. Die Mädchen wissen nicht, dass die sogenannten Mütter so viel besser leben als sie. Die Mädchen sind in einer Art und weise den Obrigkeiten ausgeliefert und es ist herzzerbrechend so was zu lesen. Gleichzeitig aber auch erschreckend weil so weit entfernt sind wir auch nicht davon. Insekten sterben ist ein wichtiges Thema auch bei uns. In manchen Gegenden musste man ebenfalls zur Bestäubung mit pinseln übergehen. Das in Camps Menschen zur Zwangsarbeit gehalten werden. Ist auch kein ungehörtes Ding. Wir können nur hoffen dass in unserem Camps jemand wie Jess ist, die den Pinsel in die Hand nimmt um eine Tür malt. Ich kann das Buch allen nur herzlich empfehlen. Es ist relativ kurz und hat teilweise ein offenes Ende. Dieses ende war nicht ganz genug tuend, aber unter den Umständen dass ein weiter elaboriertes Ende die Geschichte noch länger gemacht hätte, find ich das genau richtig.Vielen dank an Vorablesen für dieses Rezessionsexemplar.
Erschreckend realistische Dystopie
Wenn die Bienen schweigen hat mir sehr gut gefallen und ist meinerseits eine Herzensempfehlung. Es entwirft das Szenario einer erschreckend realistischen Dystopie. Die Autorin beschäftigt sich mit der Frage, wie ein Leben nach dem Sterben der letzten Biene aussehen könnte und welchen Einfluss dies nicht nur auf die Ernährungssituation sondern auch auf die Gesellschaft allgemein und die Rolle der Frau im Besonderen haben könnte.Sehr gefallen haben mir die leisen Töne. Das leise und unbemerkte Sterben der letzten Biene, die leise Revolution innerhalb des Camps, die Hoffnung spendende Kraft der Kunst. Die Atmosphäre in dem Buch ist beklemmend und schafft den Rahmen für eine spannende Dystopie, in der sich eine starke Protagonistin sehr gut entfalten kann.Wer ein Buch erwartet, in dem das Gesellschaftssystem in einer dystopischen Welt im Detail ausgearbeitet wird und man einen umfassenden Einblick in Führungs-, Militär- und Arbeiterstrukturen erhält, wird enttäuscht werden. Aber wer an dem Schicksal der Mädchen in dieser neuen Gesellschaft interessiert ist und sich für Ideen der überwiegend gewaltfreien Widersetzung begeistern kann wird hier eine tolle Geschichte finden. Es ist wunderbar geschrieben und bietet viele schöne Zitate, starke Szenen und reichlich Gedankenfutter.
Feministische Dystopie - Vergleichbar mit "Der Report der Magd"
Bevor ich mit dem Buch "Wenn die Bienen schweigen" von Caryl Lewis begonnen habe, hatte ich die Sorge, dass es ein Abklatsch von "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde sein wird. Aber weit gefehlt! Das Buch geht mehr in die Richtung von "Der Report der Magd" von Margaret Atwood. Nebenbei finde ich den Originaltitel "The Danger of Small Things" ansprechender als den der deutschen Ausgabe.Aber jetzt zum Buch: ich war positiv überrascht. Die Geschichte spielt sich in einer Dystopie ab, in der junge Mädchen und Frauen so behandelt werden wie Nutztiere. In jungen Jahren müssen sie händisch Blüten bestäuben, sobald sie menstruieren werden sie an genetisch passende Partner zwangsverheiratet und dienen als Gebärmaschine.Zum Glück finden sich aber nicht alle Mädchen damit ab, dass das ihr Leben sein soll. Und so wird aus einem Funken ein gewaltiges Feuer das das ganze System zum Kollaps bringt. Und diesen Kollaps haben wir der Protagonistin Jess zu verdanken.Der Schreibstil von Caryl Lewis regt sehr die Fantasie an, es ist alles so detailliert beschrieben, dass man sich die einzelnen Szenen gut vorstellen kann. Zudem finde ich die länge der Kapitel sehr angenehm, es verleiht dem Buch eine gute Struktur.Da ich dank LovelyBooks ein Rezensionsexemplar erhalten habe, konnte ich mir diese Meinung bilden. Und nach der Lektüre, würde ich mir dieses Buch auch selbst kaufen. Es ist feministisch und regt zum Denken an, denn so weit hergeholt ist das alles leider nicht. Hier werden wichtige Themen wie Umweltschutz, Klima und Feminismus in einem äußerst spannenden Rahmen behandelt.
Jungend-Dystopie - mit erschreckend aktueller Botschaft
Die Welt und das Leben sind anders: Bienen sind vor einigen Jahren ausgestorben, die Erde ist heiß und trocken und Wasser und Nahrung ist knapp. Junge Mädchen ab elf Jahren werden in Camps gezwungen in denen sie per Hand Blüten bestäuben. Auch die Jungen verlassen ihre Familien und leisten Militärdienst als Wachen. Jess, die im Camp eine Außenseiterin ist, weil sie erst spät dazu kam, träumt von der vergangenen Welt, die ihr ihre Mutter und die ältere Nachbarin geschildert haben. Als ihr Eliot, ein junger Soldat, Farben zukommen lässt, malt sie mit diesen und dem Pinsel, der sonst zum Bestäuben genutzt wird, ein ergreifendes leuchtendes Bild. Ein Gedanke an Freiheit ist gesät.Das Buch wird als Jugendbuch beworben, eignet sich aber durchwegs auch als Lektüre für Erwachsene. Eben auch weil diesen ein solcher Ausblick nicht schadet, denn man bekommt durch dieses Buch doch die Folgen einer Änderung des Klimas, der Tierwelt und der politischen Gegebenheiten mit. Man denkt gerne, dass alles utopische Fantasie ist. Doch viele Aspekte der Geschichte sind durchwegs schon in gewissen Formen in gewissen Regionen Realität.Die Sprache ist doch eher einfach gehalten, allerdings dennoch schön, gefühlvoll und auch atmosphärisch packend. Die bedrückende Atmosphäre schwappt auf den Leser über. Es fällt leicht sich in die Lebensrealität von Jess und den anderen jungen Mädchen hineinzuversetzen. Viele Themen, die auch in einer nicht dystrophischen Welt bedeuten sind kommen vor: Umgang mit Mobbing, Frauenrechten, Freundschaft, Hoffnung, Liebe und schlichtweg das Erwachsen werden.Der Roman selbst, konzentriert sich hauptsächlich auf das Leben im Camp der jungen Mädchen und deren Arbeit. Etwas weniger erfährt man über die Welt darum herum. Unklar ist in welchem Jahr und in welcher Region die Geschichte spielt und wie es dazu kam das dieses ja sagen wir Regime so gestaltet ist wie es ist. Allerdings funktioniert die Erzählung auch ohne diesem.Definitiv lesenswert - nicht nur für Jugendliche - , da man neben Unterhaltung auch viel Stoff zum Nachdenken bekommt.
Unglaublich fesselnd
🐝 „Wenn die Bienen schweigen“ von Carly Lewis 🐝 📖 In einer von Naturkatastrophen geplagten Welt und wo das Patriarchat junge Mädchen in Camps sperrt, gibt es noch Menschen, die an eine bessere Zukunft glauben und für sie kämpfen.Die junge Jess hat heimlich lesen gelernt und kennt Geschichten über die Welt aus einer besseren Zeit. Darüber hinaus hat sie ein Talent zum Malen.Als ihr ein Wächter Farben gibt, malt sie ein Bild, das einen Ausblick auf eine andere Welt ermöglicht und entfacht damit einen Funken des Widerstands, der stetig wächst…✨ „Wenn die Bienen schweigen“ ist ein dystopischer und erschreckend realistischer Roman, über eine Welt, die auch uns eines Tages blühen kann, wenn wir nicht endlich begreifen, dass wir Menschen von der Natur abhängig sind und nicht andersherum.Zentrale Themen dieses Buchs sind der Klimawandel, seine Folgen und patriarchale Gesellschaftsstrukturen. Wer sich nicht beugt, muss mit Verfolgung rechnen, junge Mädchen werden missbraucht und zwangsverheiratet und das alles im Namen des „Fortschritts“.Jess wird als starke und talentierte Heranwachsende dargestellt, die einem schnell ans Herz wächst. Die Beschreibungen ihrer Zeichnungen sind so gut, dass ich die Bilder vor meinem Auge hatte.Die Gemeinschaft, in welcher die Mädchen leben, entwickelt sich im Verlauf der Geschichte und verdeutlicht, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind, gerade in derartig herausfordernden Zeiten, wie sie in dem Buch herrschen.Sprachlich sehr gut formuliert, bis mehr oder weniger kurzen Kapiteln.
Hoffnung
Für mich wieder einmal eine richtig gute dystopische Geschichte nach „Wilder Girls“. Da die Birnen ausgerottet wurden, müssen Menschen die Bestäubung übernehmen. Hierzu werden Mädchen ab 11 Jahren in Camps zusammengesperrt. Getrennt von ihren Familien ist es ihre Aufgabe, die zugewiesenen Bäume zu bestäuben. Mit Eintritt ihrer Pubertät werden sie mit einem genetisch passenden Partner zwangsverheiratet. Auch Jess und ihrer Freundin Cass droht dieses Schicksal - doch dann gelingt Jess etwas Unerhörtes, etwas was den Mut und Lebenswillen der Mädchen entfacht. Und dieser Funke wird zum Flächenbrand. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Ich spürte die Hitze auf meiner Haut und den roten Staub zwischen meinen Zähnen und Verstand die Qualen Tag ein und aus in diesem Klima auf einer Leiter stehend Pflanzen zu befruchten und ich war begeistert, als Jess das Feuer der Hoffnung entfachte. Das Buch verstand es eindrucksvoll all diese Gefühle abzubilden, mich mitzureißen. Es war so unglaublich lebendig. Danke dafür.
Wenn die Bienen verstummt sind
Caryl Lewis’ dystopischer Roman ist eine kraftvolle und aufrüttelnde Erzählung, die uns eine Zukunftsvision präsentiert, die erschreckend nah an unserer Gegenwart liegt. Die Autorin beschreibt eindringlich das bedrückende Szenario und die verzweifelten Bemühungen der Menschen, weitere Katastrophen abzuwenden.Durch den flüssigen und poetischen Schreibstil taucht man schnell in die Welt von Jess ein, der Protagonistin der Geschichte. Trotz der verzweifelten Versuche ihrer Mutter, sie zu schützen, findet sich Jess schließlich im Mädchenlager wieder. Dort macht sie die erschütternde Entdeckung, dass Pinsel nicht zum Malen, sondern zum Bestäuben verwendet werden, da die Bienen, die diese Aufgabe einst erledigten, ausgestorben sind.Obwohl die Bedingungen im Lager grausam sind, klammert sich Jess an ihre Erinnerungen. Da Bücher verboten sind, erzählt sie die Geschichten ihrer geliebten Jugendbücher. Diese Erzählungen finden ein dankbares Publikum bei ihren Leidensgenossen und bieten ihnen Trost und Hoffnung inmitten der Schrecken des Lagers. Jess’ Charakter ist hier besonders bemerkenswert. Durch ihre Kreativität und ihren unerschütterlichen Geist inspiriert sie andere, gemeinsam für eine bessere Zukunft zu kämpfen.Dieses berührende Buch rüttelt die Leserschaft wach und macht Mut, auch in den dunkelsten Zeiten Hoffnung zu bewahren.
Ein aufwühlendes dystopisches Jugendbuch
Zuri: „Wir sind hier die Ernte, Jess. Sie pflücken und gebrauchen uns, dann werfen sie uns weg.“In einer nicht allzu fernen Zukunft, in der viele Tiere inclusive Bienen ausgestorben sind, das Klima gekippt und Nahrungsmangel herrscht, werden elfjährige Mädchen eingesammelt, um Blüten zu bestäuben, und die Jungen, um Soldaten zu werden. Obwohl ihre Mutter versucht, das System zu überlisten, landen auch Jess und ihr Bruder im System. Doch in Jess glüht ein Funke, sie hat noch das Wissen von der Schönheit eines alternativen Lebens, aus Büchern und Erzählungen. Dieser dystopische Jugendroman „Wenn die Bienen Schweigen", von Autorin Carol Lewis zeigt eine düstere Form der Zukunft in einem System aus Unterdrückung und Ausbeutung. Das Szenario ist nicht allzu detailliert erklärt, sondern lässt viel Raum für Interpretation. Sprachlich gut verständlich, mit beispielhaften Erklärungen und wunderbaren Metaphern, die mir gut gefallen haben. Sicherlich wirft das die ein oder andere Frage auf, doch das Augenmerk wird hier auf den Alltag und das Miteinander im System gelegt. Die schlimmsten Vorstellungen von gesteuerter Unterdrückung werden gezeigt: ein Militärregime wie in Südkorea, dazu Arbeitslager für Kinder, Ausbeutung, Hunger, Zwangsheirat, Machtspiele. Es gibt keinerlei Freiraum für eine persönliche Entscheidung oder Entwicklung, da es keine Bildung und Bücher mehr geben soll. Die Protagonistin Jess bringt Unruhe, Kreativität und Hoffnung, ähnlich wie Catniss in Die Tribute von Panem. Jess zeigt, dass Bildung, Phantasie und Mut, etwas zu verändern, besser ist als sich mit der Situation abzufinden. Mein Fazit:Interessantes Jugendbuch, mit ernsten, düsteren, aber wichtigen Themen. Ein Buch mit Nachhall, an das man noch länger denken muss! Wir Menschen sollten unsere Erde schützen, solange es noch möglich ist, und weiter zu denken als bis zu unserem Tellerrand.
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Das Buch liest sich schnell und einfach und stellt die richtigen Fragen. Obwohl unsere Welt mögliche...rweise untergehen wird, wenn wir nichts gegen das Bienensterben tun, so weckt dieser Roman Hoffnung, wo vielleicht sonst keiner mehr suchen würde. Wie in jedem Jugendroman fehlt es selbstverständlich nicht an den Themen Freundschaft, Pubertät und erste (queere) Liebe. mehr weniger
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