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Die Farben der Rebellion sind bunt!

Wenn die Bienen schweigen

Nachdem die letzte Biene ausgestorben ist, gerät die Welt aus den Fugen. Im Alter von elf Jahren werden Mädchen in Camps gezwungen, wo sie per Hand die Blüten der Obstbäume bestäuben. Kaum gebärfähig, werden sie verheiratet. Jess ist eines dieser Mädchen. Sie kennt die Welt vor dem Kollaps aus Büchern und liebt die Natur. Frei will sie sein, leben! Und schon lange weiß sie, dass Pinsel nicht zum Bestäuben von Pflanzen erfunden wurden. Als sie eines Tages zufällig an Farbtuben gerät, schleicht sie sich aus dem Camp und malt ein leuchtendes Bild an die große Mauer. In den anderen Mädchen entfacht sie damit den Funken der Rebellion. Und einmal gedacht, lässt sich der Gedanke der Freiheit nicht mehr unterdrücken.


»Eine packende Handlung und eine poetische Erzählstimme machen dieses Buch zu etwas Besonderem.« – Kirkus Reviews, starred review

»Kunst und Literatur als Mittel zum Überleben und zur Veränderung … Kraftvoll zurückhaltend und beunruhigend.« – Horn Book

»Ein kluges und dunkles Leseerlebnis, das an Margaret Atwoods ›Der Report der Magd‹ und Ray Bradburys ›Fahrenheit 451‹ erinnert, mit einer Umweltkrise als Hintergrundfolie und voller wichtiger Themen.«​ – School Library Journal


  • Ein bewegendes Ausgangsszenario: die Welt nach dem Aussterben der Bienen
  • Der Roman verbindet die Belastung der Ökosysteme und die Sorge darum mit einer emotionalen Freundschaftsgeschichte und gesellschaftlichen Fragen 
  • Vom inneren Widerstand zum offenen Aufruhr – über den Kampf gegen ein autoritäres System
  • Eine Liebeserklärung an die Kunst, die Fantasie und das Erzählen von Geschichten
  • Mit einer feministischen Botschaft

Bibliografische Daten

EUR 18,00 [DE] – EUR 18,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-65052-6
Erscheinungsdatum: 16.07.2026
2. Auflage
304 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Anu Stohner
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt

Caryl Lewis

Caryl Lewis, geboren 1978, ist eine preisgekrönte walisische Autorin, Dramatikerin und Drehbuchautorin. Sie schreibt für Kinder und Erwachsene und ist Gastdozentin für Kreatives Schreiben an der Cardiff University. Caryl Lewis lebt mit ihrer Familie auf einer Farm in der Nähe von Aberystwyth in Wales.

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Übersetzer*innenporträt

Anu Stohner

Anu Stohner, geboren 1952 in Helsinki, lebt als Übersetzerin und Autorin in Altlußheim am Rhein. Für ihre Übersetzungen aus dem Englischen, Finnischen und Schwedischen wurde sie unter anderem mit dem Hans-Christian-Andersen-Preis für ÜbersetzerInnen und dem Finnischen Staatspreis ausgezeichnet. 

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139 von 139 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.65 von 5 Sternen


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4 - 10 von 139 Leserstimme

saboe am 10.08.2026 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Dystopie – Eine Welt ohne Bienen

Der Roman Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis handelt von Jess, die in einer Welt lebt, in der die Bienen ausgestorben sind. Die Folgen hiervon sind immens. Die Weltordnung bricht zusammen, in Camps, müssen Mädchen Obstbäume per Hand bestäuben. Wenn die Mädchen zur Frau werden, werden sie verheiratet, um für Nachkommen zu sorgen. Den Mädchen geht es schlecht, sie werden von den Wächtern und „Müttern“ kontrolliert. Bücher sind verboten, fast alles Schöne aus der Welt ist verschwunden. Jess gelang eines Tages an Farbtuben und Pinsel und malt heimlich ein buntes Bild an eine Mauer. Dadurch regt sich was in den herzen der Mädchen und sie beginnen zu rebellieren und der neuen Ordnung zu entkommen.Ein anschauliches Buch darüber, was passieren kann, wenn die Bienen verschwinden. Dadurch würde sich sehr viel in der Welt ändern. Das Buch ist leicht zu lesen, verständlich, die Ungerechtigkeit des patriarchalisches Systems ist zu spüren. Auch in schwierigen Zeiten, geht es einigen wenigen sehr gut und erlauben sich alles, dem Großteil jedoch geht es schlecht und hat sich zu unterwerfen. Das Buch ist für Jugendliche ab 14 Jahren. Die Schreibweise und die Tiefe des Buches ist dieser Altersgruppe angepasst. Was ich persönlich etwas unglaubwürdig fand, dass die Hauptprotagonistin 11 Jahre alt ist, sie kam mir von ihrer Art her schon fast wie eine Erwachsene vor. Das passte für mich nicht.Alles in allem ein gutes Buch.

lethaldoseofcute am 10.08.2026 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Hat mich noch eine Weile beschäftigt

Wenn die Bienen schweigen hat mich überraschend lange beschäftigt. Hier trifft Der Report der Magd auf Klimakrise und Hunger Games. Eine klassische Dystopie, die mir wahnsinnig gut gefallen hat.Die Atmosphäre war für mich definitiv eines der Highlights. Bedrückend, beängstigend, irgendwie aber auch immer mit ein wenig Hoffnung. Die Figuren mochte ich meistens sehr gern. Man muss natürlich bedenken, dass die Figuren sehr jung sind. Man wird also nicht alle Entscheidungen verstehen, oder damit einverstanden sein. Manche Passagen zogen sich etwas, aber unterm Strich fand ich das Tempo sehr gut.Besonders schön fand ich, wie die Bienen nicht einfach nur ein Motiv sind, ein Aufhänger für das Setting sozusagen, sondern sich durch die ganze Geschichte ziehen. Insgesamt also richtig gut und ich werde es definitiv weiterempfehlen.

shrimpdumpling am 10.08.2026 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Überraschend hoffnungsvoll

Das Cover finde ich schlicht, aber passend, weil es direkt eine ruhige und gleichzeitig etwas unheimliche Stimmung vermittelt. Die Geschichte spielt in einer Zukunft, in der die Bienen ausgestorben sind und sich dadurch die gesamte Gesellschaft verändert hat. Besonders interessant fand ich, wie aus diesem Ausgangspunkt eine Geschichte über Freiheit, Freundschaft und Widerstand entsteht.Am meisten mochte ich Jess als Hauptfigur. Sie ist noch sehr jung, hinterfragt aber die Regeln ihrer Welt und möchte sich nicht einfach damit abfinden, wie alles ist. Ihre Liebe zu Büchern und zum Malen hat sie für mich besonders sympathisch gemacht. Auch die Freundschaft zwischen Jess und den anderen Mädchen fand ich schön, weil man merkt, wie wichtig Zusammenhalt in ihrer schwierigen Situation ist.Der Schreibstil von Caryl Lewis ist sehr bildhaft und gleichzeitig ruhig. Dadurch wirkt die Geschichte teilweise fast poetisch, obwohl die Welt, in der Jess lebt, ziemlich brutal und bedrückend Mich hat das Buch zum Nachdenken gebracht, vor allem über die Natur und darüber, wie wichtig Bienen für unsere Welt sind.

mesu am 10.08.2026 14:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Das Ende der Welt

Es gibt keine Bienen mehr, der Welt droht das Ende. Daher werden junge Mädchen in Camps verbracht, um dort Obstbäume von Hand zu bestäuben. Es ist ein hartes Leben und besteht nur aus Arbeit, kargem Essen und Schlaf. Keine Freuden, kein Kindsein mehr. Kann das wirklich alles sein? Die junge Jess träumt vom einem anderen Leben, einer besseren Welt. Die Pinsel die sie zum Bestäuben verwendet können aber auch einem anderen Zweck dienen. Eines Tages bekommt Jess Farbtuben in die Hand. Sie beginnt an einer Wand, haucht ihr ein buntes neues Leben ein. Alle Mädchen sind begeistert, die Aufseherinnen und Wärter sehen darin den Beginn einer Rebellion. Und plötzlich erwacht in den Mädchen der Funke der Hoffnung auf eine andere lebenswerte Zukunft..Diese Geschichte ist beeindruckend und sehr beängstigend, denn sie beschreibt eine nicht mehr all zu ferne Zukunft. Eindringlich und glaubhaft erzählt die Autorin ein Szenario , das wir Menschen selber herbeigeführt haben. Es sollte uns aufrütteln und zum Nachdenken und Handeln aufrufen. Unbedingt lesen!

magnolia-sieben am 09.08.2026 17:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine Dystopie - durchaus denkbar

„Wenn die Bienen schweigen“ ist eine düstere Dystopie. Ein Jugendbuch, das die Welt am Abgrund zeigt. Caryl Lewis verrät am Ende des Buches, dass ihr diese Geschichte schon lange im Kopf herumsummte. Ein schönes Bild, zumal es hier um die Bienen geht, die allerdings mittlerweile schweigen – sie als Imkerin weiß um das Bienensterben. Der Ich-Erzählerin Jess begegne ich erstmals, als sie und ihr Bruder Shey noch bei ihrer Mutter leben. Aber nicht mehr lange, mit elf Jahren müssen alle Mädchen in ein Camp, um per Hand, auf einer Leiter stehend, die Obstbäume zu bestäuben. Jess ist schon dreizehn, als sie weg muss, da ihre Mutter ihre Geburtsurkunde so gut hat fälschen lassen, dass es niemandem auffällt. Und nun ist sie hier, in diesem Camp, das Platz für 500 Mädchen bietet. Eines von vielen, in einem Land, das namentlich nicht benannt wird. Aufpasserinnen, die Mutter genannt werden, sorgen für Zucht und Ordnung, unterstützt von Wächtern. Vater Renatus führt das Camp mit harter Hand, gleich nach der Ankunft müssen die Mädchen den Treueschwur gegenüber General Porter ablegen. Schon allein diese ersten Eindrücke sind beklemmend. Von nun an werden sie tagsüber bei flirrender Hitze auf den Leitern stehen, um Blüte um Blüte mit Pinseln zu bestäuben. So lange, bis sie im gebärfähigen Alter sind und sie zwangsverheiratet werden mit ihrem genetischen Match, einem Jungen, den sie nie zuvor gesehen haben. Bücher sind verboten, Bildung gibt es nicht mehr. Schon allein dieser Aspekt zeigt, wie Leute gefügig gemacht werden. Im Gegensatz zu den meisten Mädchen hütet Jess jedoch einen Schatz, den ihr einst ihre Mutter mitgegeben hat. Sie kann lesen, sie und Shey wurden von ihrer Mutter heimlich unterrichtet, so gut es eben ging. Und Jezz weiß auch anders mit einem Pinsel umzugehen, eines Tages zeigt sie eine Welt der Farben auf, welche die einen staunen lässt und die anderen in Alarmbereitschaft versetzt. Das Bienensterben ist Realität, genau so der Klimawandel. Aber – lernen wir daraus? Noch leben wir im Überfluss, wissen zumindest in unserer westlichen Welt nicht zu schätzen, wie wertvoll uns die Nahrungsmittel sein sollten. Das Aussterben der Bienen hätte zur Folge, dass es viele Nahrungsmittel nicht mehr geben würde, da über siebzig Prozent der Nutzpflanzen von Bienen bestäubt werden. Es käme zu einem Dominoeffekt, zu Ernteausfällen. Pflanzen würden verschwinden, ebenso Tiere, die ihre Nahrungsquellen verlieren würden. Dies ist nur ein Abriss dessen, was uns die Autorin am Ende dieses Buches noch mitgibt wie auch die heute schon praktizierte Bestäubung von Hand - als Beispiel führt sie die Obstplantagen im chinesischen Sichuan an. Ein düster gezeichnetes Szenario über den Kollaps der Natur, in dem es einige wenige gibt, die daraus ihren Nutzen ziehen würden, ein alle unterdrückendes System wäre eine Folge dessen. Ein Buch, das nachdenklich macht, ein Buch für jung und alt, wie ich finde. Ein Buch, das gelesen werden sollte.

langeweile am 09.08.2026 11:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zusammenhalt und Rebellion

Wie wird unsere Welt aussehen,wenn die Bienen verschwinden?Mit dieser Frage setzt sich die Autorin in einem dystopischen Jugendroman auseinander.Am Beispiel der Protagonistin Jess, die zusammen mit anderen Mädchen in einem Camp lebt, wo sie Obstbäume per Hand bestäuben müssen, da die vorgesehenen Insekten ja nicht mehr vorhanden sind. Sie leben unter unvorstellbar grausamen Bedingungen, werden, sobald sie im gebärfähigen Alter sind, zwangsverheiratet.um möglichst viele Kinder zu gebären.Jess wurde durch ihre Mutter, die sie so lange wie möglich vor diesem Leben bewahrt hat, lesen und schreiben, beigebracht, wodurch sie auf einem anderen Bildungslevel ist, als die anderen Mädchen.Sie freundet sich mit Cass an und mit der Unterstützung von dem Soldaten Ellot zetteln sie eine Rebellion an,die ihnen die Flucht aus dem Lager ermöglichen soll.Eine Vielzahl vonThemen wie Demokratiewandel,Freiheit ,gesellschaftliche Normen,Zwangsheirat,lesbische Liebe werden offen und manchmal sehr drastisch beschrieben.Durch die sehr bildhafte Beschreibung lief mein Kopfkino auf Hochtouren.Die Protagonistin Jess Ist eine außergewöhnlich starke Persönlichkeit, von denen es gar nicht genug geben kann.Die Geschichte hat mich sehr nachdenklich gemacht und unterschiedliche Emotionen in mir ausgelöst. Was mir nicht so gut gefiel, war das sehr offene Ende. Mich stört es nicht,wenn nicht alle Fragen beantwortet werden, hier waren es mir aber ein paar zu viel. Außerdem fand ich den Titel nicht wirklich zum Inhalt passend, denn die Bienen spielten nur eine untergeordnete Rolle.Trotz dieser kleinen Kritikpunkte ein sehr lesenswertes Buch,dass ich mit vier Sternen bewerte.

liselotte20 am 09.08.2026 09:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aufregend

Wenn die Bienen schrweigen von Caryl Lewis ist ein unglaublich fesselnder und spannender Jugendroman der auch gut für Erwachsene lesbar ist.Jess lebt in einem Camp nur für Mädchen, sie müssen jeden Tag harte Arbeit verrichten und Bäume mit Pinseln bestäuben da die Binen schon lange ausgestorben sind. Wenn die Mädchen alt genug sind werden sie einem Mann zugewiesen der genetisch passt um dann Kinder zu zeugen. Als ein junger Soldat Farben für Jess hinein schmuggelt da er weiß sie ist künstlerrisch begab verändert sich die Lage dort völlig. Am morgen ist ein riesiges Kunstwerk auf der Mauer zu sehen und einige Mädchen scheinen ihre Situation zu überdenken, eine Rebelion beginnt...Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, er bring Tiefgang un Emotionen mit, macht aufmerksam auf ein wichtiges Thema, der Umgang mit der Natur und wie es dem Menschen dadurch schaden kann. Der Verlusst der eigenen Identität und die Kehrtwendung wie es sein kann wenn man nichts unternimmt. Eine klare Leseempfelung für wirklich jedes Lesealter.

testethar am 07.08.2026 23:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erschreckend realistisch und unglaublich wichtig

Dieses Buch sollte meiner Meinung nach von möglichst vielen Menschen gelesen werden. Es ist nicht nur eine spannende Dystopie, sondern auch eine eindringliche Erinnerung daran, wie zerbrechlich unsere Umwelt und unsere Freiheit sein können.Nachdem die Bienen ausgestorben sind, hat sich die Welt grundlegend verändert. Mädchen werden bereits mit elf Jahren von ihren Familien getrennt und in Arbeitscamps gebracht, wo sie Blüten mühsam von Hand bestäuben müssen. Bildung, Kunst und Selbstbestimmung sind längst verschwunden, stattdessen bestimmen Kontrolle, Angst und Unterdrückung den Alltag. Mit Jess begleitet man eine Protagonistin, die sich trotz allem ihre Neugier und ihren Mut bewahrt und damit einen Funken Hoffnung in einer scheinbar aussichtslosen Welt entfacht.Mich hat diese Geschichte von der ersten Seite an gepackt. Die düstere Atmosphäre ist greifbar und wirkt gerade deshalb so beklemmend, weil das Grundthema erschreckend nah an unserer Realität liegt. Das weltweite Bienensterben und die Folgen des Klimawandels sind keine fernen Zukunftsvisionen mehr, genau das macht diesen Roman so eindringlich.Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht auf große Action setzt, sondern zeigt, wie Veränderung oft mit kleinen Gesten beginnt. Freundschaft, Zusammenhalt, Bildung und Kunst werden zu Symbolen der Hoffnung und machen deutlich, dass Widerstand nicht immer laut sein muss. Jess ist dabei eine sympathische und glaubwürdige Hauptfigur, deren Entwicklung ich sehr gerne verfolgt habe. Auch die Nebenfiguren verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und zeigen, wie unterschiedlich Menschen mit Unterdrückung umgehen.Der Schreibstil liest sich flüssig und passt hervorragend zur Zielgruppe, spricht aber genauso Erwachsene an. Die Autorin greift wichtige Themen wie Klimawandel, Frauenrechte, Machtmissbrauch, Überwachung und Manipulation auf, ohne dabei belehrend zu wirken. Stattdessen regt sie zum Nachdenken an und lässt einen die Geschichte noch lange nach dem Lesen beschäftigen.Fazit: Eine atmosphärische, erschreckend realistische und emotional bewegende Dystopie, die wichtige gesellschaftliche und ökologische Themen aufgreift und dabei Hoffnung vermittelt.

donnie_darko am 07.08.2026 22:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Was für eine erschreckend realistische Dystopie voller emotionaler Intensität und inhaltlicher Wucht!

Wie sieht eine Welt aus, in der es relativ harmlos mit dem Verschwinden der Bienen beginnt und schlussendlich das gesamte Ökosystem kollabiert? Genau mit dieser gar nicht so abwegigen Frage befasst sich Caryl Lewis und präsentiert uns eine Dystopie vom Allerfeinsten. Ehrlich gesagt bin ich immer noch sprachlos!Absolut schonungslos werden wichtige Themen wie Demokratiewandel, Freiheit und gesellschaftliche Rollen behandelt, ohne dabei zu beschönigen. Dabei sorgt der erfrischend lebendige Schreibstil für eine emotionale Intensität gepaart mit einzigartiger Stimmung, die tief unter die Haut geht und pures Kopfkino erzeugt. Jede Szene erwacht wahrlich zum Leben und entfacht ein Gefühlskarussell von Wut bis hin zu Hoffnung. Durch den gelungenen Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fliegt man nur so durch die Seiten, obwohl ich regelmäßig innehalten und mit den Tränen kämpfen musste.Mein absolutes Highlight war allerdings Jess. Was für ein starkes Mädchen, das leider viel zu schnell erwachsen werden musste! Ihre Entwicklung wurde so grandios eingefangen, sodass sie mich stellenweise in die Knie zwang und noch immer im Kopf herumschwirrt. Aber auch sämtliche Nebenfiguren überzeugten mit facettenreichen Eigenarten und machten das Geschehen zugleich erschreckend greifbar.Hier passt einfach jedes noch so kleine Detail. Durch die inhaltliche Relevanz gepaart mit puren Emotionen erzeugt dieser Roman einen mitreißenden Sog, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Kleiner Tipp meinerseits, Taschentücher bereithalten und sich danach auf ganz großen Redebedarf einstellen. Was für ein einzigartiger Lesegenuss und genau deswegen bereits mein persönliches Lesehighlight 2026!💭 Fazit:Caryl Lewis versteht es meisterhaft, durch ihre bildhafte Sprache eine zutiefst greifbare Stimmung zu erschaffen. Fesselnde Handlungsstränge und eine mitreißende Hauptfigur lassen einen den Roman gar nicht mehr aus der Hand legen. Die angesprochenen Thematiken sind heutzutage viel zu wichtig, weshalb dieses Werk für mich persönlich eine Pflichtlektüre für Jung und Alt ist. Am liebsten würde ich hier 10 von 5 Sternen vergeben können!

jidewi am 07.08.2026 22:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Klein und unscheinbar

So würde ich Bienen bezeichnen, die fleißigen Helfer, die wir gerne übersehen, aber enormes leisten. Den Umfang dessen können wir aus der Ferne ohne Fachwissen gar nicht ermessen. Also speichern wir sie ab als Nützlinge und wenn wir bienenfreundliche Blumen pflanzen ist das schon ein großer Beitrag fürs Klima. Aber was wäre, wenn die letzte Biene stirbt, wir keine Bestäubung mehr haben und wir sehenden Auges in dieses Szenario gestolpert sind?Damit beschäftigt sich dieser Roman, eine dystopische Sicht, die oft sehr realistisch anmutet. Blüten müssen per Hand bestäubt werden in Camps, in denen Mädchen ab 11 Jahren ihren Dienst für die Gesellschaft leisten. Ab 14 werden sie zwangsverheiratet und sollen für Nachwuchs sorgen in einer Welt, in der alles zusammengebrochen ist und niemand mehr von der Vergangenheit spricht. Jess ist eines der Mädchen, jedoch kennt sie die frühere Welt durch Erzählungen und Bücher. Sie spürt, dass es mehr geben muss. Als sie eines Tages an Farben gelangt, nutzt sie ihren Pinsel anders als für Blüten und schon bald hat sie eine Welle der Ereignisse losgetreten, die sich nicht mehr stoppen lässt.Ich habe diesen Roman wirklich geliebt, er ist wirklich gut geschrieben, skizziert eine sehr realistische Welt, eine Folge der Klimakrise, die nicht von der Hand zu weisen ist in unserer Arroganz die Welt zu betrachten. Die Figuren sind liebevoll umschrieben, die ganze Gesellschaft gut konstruiert. Ich habe zu keinem Zeitpunkt an der Struktur gezweifelt. Dazu ist es spannend, emotional und den einen oder anderen Gänsehaut-Moment kann ich nicht von der Hand weisen. Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung. Eine klare Empfehlung für alle Handmaids Tale Fans und Freunde der dystopischen Weltanschauung und ihrem Lehreffekt auf uns, weshalb ich es gerade für junge Leser geradezu als Pflichtlektüre sehe.

Veranstaltungen & Medientermine

Schullesung
Schullesung mit Caryl Lewis aus ›Wenn die Bienen schweigen‹
Moderation : Lena Rumler

Eine Schulveranstaltung im Rahmen der ›lit.RUHR‹

08.10.2026
12:00 Uhr (CEST)
Halle 5, UNESCO-Welterbe Zollverein
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen
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Pressestimmen

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur, Buch des Monats
Mehr als eine Dystopie: eine eindrucksvolle Hommage an die Kraft von Kunst, Fantasie und Geschichte.

01.09.2026

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Eine beklemmende Dystopie über Freiheit, Rebellion und die Kraft der Kunst.

01.09.2026

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Caryl Lewis hat ein geschicktes Händchen für die Dramaturgie. Und die Figuren sind (…) stimmig und ...vielschichtig angelegt. mehr weniger

Ulf Cronenberg, 28.08.2026

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Ein spannendes Buch, das einiges Nachdenken in Gang setzt.

Birgit Müller-Bardorff, 11.08.2026

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Eine Dystopie über den Wert der Freiheit – und den der Natur.

06.08.2026

Eselsohr
Das Buch liest sich schnell und einfach und stellt die richtigen Fragen. Obwohl unsere Welt mögliche...rweise untergehen wird, wenn wir nichts gegen das Bienensterben tun, so weckt dieser Roman Hoffnung, wo vielleicht sonst keiner mehr suchen würde. Wie in jedem Jugendroman fehlt es selbstverständlich nicht an den Themen Freundschaft, Pubertät und erste (queere) Liebe. mehr weniger

Theresa Krien, 01.08.2026

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Eine beklemmende und zugleich hoffnungsvolle Geschichte, getragen von einer poetischen Bildsprache, ...über Mut und Menschlichkeit. mehr weniger

Elisabeth Nibakhsh, 20.07.2026

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›Wenn die Bienen schweigen‹ auf der ZEIT Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste

›Wenn die Bienen schweigen‹ von Caryl Lewis in der Übersetzung von Anu Stohner steht auf der ZEIT Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste im August 2026. Jeden Monat wählen 20 Redakteurinnen und Redakteure der ZE...IT fünf Bücher aus der Vielzahl der Neuerscheinungen für die Kinder- und Jugendbuch-Bestenliste aus. Aus allen Titeln kürt eine Fachjury zum Jahresende das beste Buch des Jahres.

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