Der neue große Roman von SPIEGEL-Bestsellerautor Matt Haig.
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Wie man die Zeit anhält
Seit kurzem lebt Tom Hazard wieder in London, wo er die faszinierende Camille kennenlernt. Auf Anhieb fühlt er sich zu ihr hingezogen. Doch er trägt ein Geheimnis in sich, von dem niemand etwas wissen darf: Tom sieht aus wie 40, in Wirklichkeit aber ist er schon über 400 Jahre alt. Er hat die Elisabethanische Ära in England, die Expeditionen von Captain Cook in der Südsee, das Paris der 20er-Jahre erlebt und regelmäßig eine neue Identität angenommen. Eins war er dabei über die Jahrhunderte hinweg immer: einsam. Während er Camille nun näherkommt, verändert sich für ihn alles.
Bibliografische Daten
2. Auflage
Matt Haig
Matt Haig wurde 1975 in Sheffield geboren und hat bereits eine Reihe von Romanen und Kinderbüchern veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über 30 Sprachen übersetzt wurden. In Deutschland bekannt wurde er mit dem Bestseller ›Ich und die Menschen‹.
12 - 10 von 121 Leserstimme
Grenze von Fiktion und Wirklichkeit verschwimmt geschickt
Du darfst dich auf keinen Fall verlieben! Dies ist die oberste Regel für Tom Hazard, denn er ist anders als normale Menschen: Er altert so langsam, dass er mehrere Jahrhunderte alt wird. Liebe und die Schmerzen des Verlustes, wenn der geliebte Mensch normal altert und stirbt, können für ihn nur hinderlich sein. So sagt es ihm Hendrich, sein Mentor und Beschützer – denn Tom braucht ständig neue Identitäten, um nicht aufzufallen.Es handelt sich hier um ein unglaublich tiefgängiges, eindrückliches und gleichzeitig spannendes Buch. Ich bin normalerweise kein Fan von Geschichte und von Episoden in der Vergangenheit, aber gemeinsam mit Tom durch verschiedene Epochen und Länder zu gehen und mitzubekommen, was er alles erlebt, wie er seine Identitäten ändert, wie die Einstellungen der Menschen waren, wie sich die Kultur ändert – und was eben doch all die Jahre immer gleich bleibt – das fand ich unglaublich interessant. Die Idee, den Hauptcharakter nicht unendlich leben zu lassen, sondern ihn nur als sehr langsam alternden Charakter vorzustellen, ist für mich etwas Neues. Auch wenn ich weiß, dass es so etwas nicht gibt (oder doch?), hatte ich nie wirklich das Gefühl, einen Fantasyroman zu lesen. Vielmehr war es so logisch erklärt und in sich schlüssig, dass ich mich nicht wundern würde, wenn sich Tom morgen bei mir vorstellen würde. Das muss man als Autor auch erst mal schaffen, die Grenzen von Fiktion und Wirklichkeit so verschwimmen zu lassen, dass es für den Leser real wirkt.Die Verknüpfung von Orten mit Geschehnissen in der Vergangenheit und eine Fülle von vielseitigen Charakteren geben dem Buch ihren besonderen Reiz! Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen – vielleicht sogar besonders Leuten, die sowieso ein Interesse an Geschichte haben oder einfach jemandem, der mal eine ganz andere Liebesgeschichte lesen will - denn letztendlich wird es sich doch darum drehen: Wie kann man lieben, wenn man unendlich lebt?Bisher mein Belletristik-Highlight 2018 und ich habe das Buch jetzt schon mehrmals gelesen. Nach diesem Autor werde ich weiterhin die Augen offenhalten!
Die Sache mit der Zeit
Tom Hazard ist Anfang 40, zumindest sieht er so aus, denn in Wahrheit ist er schon über 400 Jahre alt. Durch einen Gendefekt altert er langsamer als andere Menschen, was ihn immer wieder in Gefahr bringt, wenn er sich zu lange an einem Ort aufhält. In der Gegenwart lebt er in London und ist Geschichtslehrer – was läge näher, hat er doch viele der Ereignisse, die er seinen Schülern näherbringt, selbst miterlebt. Und er gerät in Gefahr, denn seine Kollegin Camille, Französischlehrerin an seiner Schule, bringt einen Grundsatz ins Wanken: Verliebe dich nie.Es ist spannend, Tom in seinem jetzigen und den früheren Leben zu begleiten. In Rückblenden erzählt er von seinem Leben und den aus der Geschichte bekannten Personen, denen er begegnet ist. Und er erzählt von seiner einzigen großen Liebe Rose, mit der er eine Tochter hat, die seinen Gendefekt geerbt hat und nach der er auf der Suche ist. Nach und nach wird dem Leser klar, wie gefährlich es für Menschen wie Tom war, wenn sie in Verdacht gerieten, mit dem Teufel im Bunde zu sein, da den Nachbarn auffiel, dass er nicht altert … aber auch, wie einsam so ein Leben sein kann, in dem man sich nicht binden darf, weil der Partner altert, während man selbst immer noch jung aussieht. Doch jetzt verliebt sich Tom in Camille und sie beide geraten in Gefahr. Es gibt eine Gesellschaft, die verhindern will, dass ihre „Krankheit“ ans Licht gezerrt wird, und die alles dafür tut, um es zu verhindern. Ich habe Tom gerne durch sein langes Leben begleitet, auch wenn mir viele der Erzählungen aus der Vergangenheit etwas zu langatmig waren und auch unnötig erschienen. Hier ging es oft nur darum, dem Leser bekannte Persönlichkeiten aus einer gewissen Epoche nahezubringen, was der Roman aber – meiner Meinung nach – nicht gebraucht hat. Das Buch ist sehr berührend und schön zu lesen, allerdings hätte ich lieber mehr Zeit mit Tom im Heute verbracht und dabei viel mehr über seine beginnende Beziehung mit Camille erfahren … auch wenn diese Art der Geschichtsstunde, die Toms Leben ist, besonders und lehrreich war!
Fürchte nicht die Zukunft, sondern lebe die Gegenwart.
"Mein Leben ist wie eine Matrjoschka-Puppe, denke ich manchmal, verschiedene ineinander geschachtelte Versionen, bei denen die neueste immer die älteren umschließt, die früheren Leben von außen nicht sichtbar, aber immer noch da."Inhalt: Tom Hazard lebte schon viele Leben. Er mag aussehen, wie ein Mann in den Vierzigern, doch in Wirklichkeit ist er bereits mehrere hundert Jahre alt. Dieser Gendefekt, der ihn langsamer altern lässt, macht es gefährlich, länger an einem Ort zu leben, denn nach einer gewissen Zeit werden die Mitmenschen misstrauisch. Beziehungen und Freundschaften zu normalen Leuten sind unmöglich, muss er doch seine Andersartigkeit geheim halten. Tom wird zunehmend einsamer, bis er beschließt, dass das ständige Reisen ein Ende haben muss. Er lässt sich in London nieder und wird Geschichtslehrer an einer Schule, wo er die Französischlehrerin Camille kennenlernt, die in ihm nach langer Zeit unerwartete Gefühle weckt. Aufbau, Schreibstil und Charaktere: Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Tom geschrieben. Die Zeit, in der das Erzählte spielt, wechselt von Kapitel zu Kapitel zwischen der Gegenwart, die in London spielt und von Tom's jetzigem Lehrerleben berichtet, und verschiedenen längst vergangenen Jahren, in der man alles über seine Kindheit, Jugend, erste Liebe und ehemaligen Identitäten erfährt. Diese Flashbacks in die Vergangenheit werden häufig durch die kleinsten Dinge ausgelöst, sei es ein Buch, dessen Autor Tom einst traf, oder eine Straße, in der er mal lebte, und verbinden geschickt die Gegenwart mit den Anfängen von Tom's Leben, durch die man ihn erst richtig kennenlernt. In der ersten Hälfte des Buches wird mehr auf das schin Gewesene eingegangen als auf das Jetzige, sodass die "eigentliche" Geschichte erst später richtig Fahrt aufnimmt. Aber die kleinen Exkursionen in die früheren verschiedenen Lebensabschnitte von Tom sind mindestens genauso herzerwärmend und spannend. Tom Hazard ist ein besonderer Charakter. Es ist nicht nur die Tatsache, dass er ungewöhnlich langsam altert, sondern auch seine Erfahrung, die er durch die vielen Jahre angesammelt hat, verknüpft mit einer Sanftheit und Ruhe, die ihn faszinierend macht. Er hat in seiner Jugend und auch danach noch vieles durchmachen müssen, was ihn maßgeblich geprägt hat, und diese Narben der Zeit merkt man ihm an. Zwar ist seine Art mit anderen zu sprechen immer der jeweiligen Zeit angepasst, doch man merkt, dass er wie eine alte Seele, sehr philosophisch und weise, denkt. Fazit: "Wie man die Zeit anhält" ist ein durch und durch wundervoller Roman. Man lernt nicht nur einiges über die Vergangenheit, sondern ist Teil einer romantischen, nachdenklichen und liebevoll geschriebenen Geschichte über einen Mann, der es nie leicht im Leben hatte und sich trotzdem bis zuletzt die Hoffnung an eine gute Zukunft bewahrt hat. Mir hat das Buch regelrecht das Herz gewärmt, es war ein Genuss, es zu lesen und kann es jedem empfehlen, selbst wenn Geschichte in der Schule früher eure Schwachstelle war.. wie auch meine. Lasst euch verzaubern durch das ungewöhnliche Leben des Tom Hazard!
Zeitreise
Der Autor nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise, die sehr weit in die Vergangenheit reicht. Protagonist Tom wurde nämlich im Jahr 1581 geboren. Seine Geschichte erzählt Matt Haig im stetigen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Alle acht Jahre muss Tom seine Identität wechseln, sonst wird es zu gefährlich für ihn. Sehr plausibel erklärt der Autor die Hintergründe des hohen Alters von Tom, aber auch warum es mit der Zeit für ihn so gefährlich wird, wenn er an einem Ort bleiben würde. Außerdem fand ich es interessant, etwas über die Kindheit von Tom zu erfahren. Roter Faden des Buches ist Toms Hoffnung, seine Tochter Marion zu finden. Das Buch ist interessant und auch etwas spannend. Aber die Spannung ist nicht wie bei einem Krimi, sondern eher wissen zu wollen, wie das Buch endet. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, so dass die Zeitwechsel sehr häufig sind. Das hat mich etwas beim lesen gestört. Gerade wenn man in eine Epoche eingetaucht war, wurde man im nächsten Kapitel wieder rausgerissen und in ein anderes Jahrhundert katapultiert. Das störte den Lesefluss etwas. Ansonsten fand ich das Buch ganz nett geschrieben, es war unterhaltsam in eine andere Welt einzutauchen und vom Thema her mal was anderes.
So schön
Zum Inhalt:Tom Hazard, Geschichtslehrer und verschrobener Einzelgänger, sieht aus wie 40, ist aber in Wirklichkeit über 400 Jahre alt.Meine Meinung:Was für ein schönes Buch. Eine Art Märchen für Erwachsene, dass uns für eine Weile in ganz viele Zeitalter führt, uns das Leben von Tom mit erleben lässt. Wir erleben nebenher ein wenig Geschichte "live" und wie die Liebe uns alle verändert oder besser verändern kann. Tom hat mir als Charakter ungeheuer gut gefallen. Ich habe ihn gern durch die Zeit begleitet. Auch die Begegnungen waren sehr schön beschrieben. Der Schreibstil war sehr eingängig und einfach schön zu lesen. Für mich war das ein buch, auf das man sich einlassen mzss. Wenn man das schafft, hat man eine tolle Lesezeit vor sich. Fazit:Einfach schön.
Die Sache mit der Zeit
Irgendwann - früher oder später, in der Regel aber so etwa in der Mitte des Lebens - spüren wir sie alle, die tickende Uhr in uns. Und sie scheint sich auf einmal extrem schnell vorwärts zu bewegen. War es nicht erst gestern, dass wir an der Hand unserer Mutter zum ersten mal der Schule entgegenschritten?Bei Tom läuft es anders, also die Sache mit der Zeit und dem Zeitverständnis. Er leidet nämlich an einem ganz besonderen - nennen wir es Phänomen: er wird und wird nicht älter. Im Vergleich zu "Normalsterblichen" zumindest nicht - jedenfalls nicht sehr schnell: Er altert in etwa fünfzehn Jahren so viel wie ein anderer in einem Jahr. Das heißt, mit seinen schätzungsweise rund vierzig Jahren - wenn man nach seinem Äußeren geht - ist er in Wirklichkeit um einiges älter: sein Geburtstag war der 3. März 1581. Richtig gelesen!Und - wie Sie im Erzählverlauf erfahren werden - ist er diversesten Gefahren ausgeliefert, weswegen er alle acht Jahre seine Identität wechselt bzw. wechseln muss. Das ist ziemlich anstrengend für ihn, aber er ist von einer Suche beseelt, die der Treiber seines Lebens ist und so findet er sich mit einigem ab. Gerade hat er einen neuen Turnus aufgenommen - und zwar ist er diesmal Geschichtslehrer in einer Schule in England. Auf eigenen Wunsch. Und auch wenn seine Schüler zunächst ziemlich von ihm genervt sind - naja, wie von fast allen Lehrern halt - merken sie bald, dass sein Geschichtsunterricht unglaublich lebendig ist - als wäre er bei den thematisieren Ereignissen selbst dabei gewesen.Tja, warum wohl? Und - man kann es sich kaum vorstellen - es gibt tatsächlich Menschen, die auf dem besten Weg dazu sind, ihm auf die Schliche zu kommen. Bewusst oder auch unbewusst. Klingt nach einer Idee, die schon viele hatten. Nach einer ziemlich saft- und kraftlosen Zeitreisegeschichte. Aber ich schwöre bei all der Zeit, die mir noch bleibt (also dem Kostbarsten, was ich habe): nein, so ist es nicht! Ganz und gar. Diese "Zitrone" hat noch viel Saft, sehr viel sogar und eine Zeitreise ist überhaupt nicht das Thema!Autor Matt Haig, schon aus Büchern wie "Ich und die Menschen" oder "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" für seinen Ideenreichtum bekannt, hält sich auch hier nicht an die Erwartungen, sondern geht seinen eigenen Weg. Und zwar einen, der nicht nur ungeheuer unterhaltsam ist, sondern auch auf klugen Recherchen und auf einer außerordentlich gewitzten Kombinationsgabe basiert. Auf seinem Weg durch die Jahrhunderte lässt Haig seinen Protagonisten Tom das ein oder andere Ereignis miterleben, die ein oder andere Klippe - ob im übertragenen oder direkten Sinne - umschiffen, die von einem profunden Wissen zeugt, das er im Erzählverlauf geschickt anzuwenden weiß. Ich jedenfalls hatte großen Spaß daran, Tom auf seinem Weg durch Shakespeares London über das Paris der "Roaring Twenties" bis ins London der Gegenwart zu begleiten. Und ich habe längst nicht alle Stationen erwähnt, ein paar Überraschungen sollen Sie doch genießen dürfen!Ein Märchen für Erwachsene. Aber eines, das wie so viele auf wahren Begebenheiten und gesellschaftskritischen Beobachtungen basiert. Aus meiner Sicht hätte es noch eine ganze Weile so weitergehen können!
Bittersüße Geschichte
„Wie man die Zeit anhält“ ist eine wirklich außergewöhnliche Geschichte von dem britischen Schriftsteller und Journalisten Matt Haig, die mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat.Tom Hazard ist inzwischen über 400 Jahre alt und sieht aus wie vierzig. Geboren wurde er im 16. Jahrhundert auf einem französischen Schloss. Seine Mutter wurde wegen Hexerei zum Tode verurteilt. Alle acht Jahre muss er für Hendrich eine Aufgabe erledigen und eine neue Existenz aufbauen. Gerade hat er wieder eine neue Identität angenommen und arbeitet als Lehrer für Geschichte in London. Dort begegnet er Camille zu der er sich hingezogen fühlt. Aber zu große Nähe zu anderen Personen bedeutet Gefahr. Nur einmal hat er sich verliebt, in Rose, mit der er eine Tochter hat, die er nie wieder gesehen hat. Bereits nach den ersten Seiten kommen einem sehr viele Fragen. Warum muss Tom regelmäßig seine Identität wechseln und weshalb denkt er immer wieder an den Mord seiner Mutter ? Wieso ist er so alt ? Welche Rolle spielen Marion, Rose und Omai ? Der Schreibstil von Matt Haig ist einfach und lässt sich leicht und flüssig lesen. Es gelingt ihm, den Leser von der ersten Seite an mit in die Geschichte hineinzunehmen. Mit Tom Hazard hat er einen sympathischen Protagonisten erschaffen, der sehr einsam aber auch gewissenhaft ist. Er kann sich niemals näher auf andere Menschen einlassen, da er immer aufpassen muss, was er sagt und nichts aus seiner Vergangenheit erzählen kann. Alle acht Jahre reist er von Person zu Person und entwickelt sich dadurch immer weiter. Er trifft im Laufe der Jahre immer wieder auf interessante Persönlichkeiten und erlebt eine Menge Katastrophen.Die Geschichte wird in mehreren Zeitebenen erzählt. Der fernen Vergangenheit, der Vergangenheit und der Gegenwart. Die Wechsel machen das Buch spannend und interessant. Die Story ist fiktiv, aber dennoch berührend, spannend und magisch zugleich.Mir hat das Buch gut gefallen und ich kann es jedem, der einmal der Realität entkommen möchte nur empfehlen.
Spannend geschrieben
Vor über hundert Jahren hatte Hendrich ihm beigebracht wie die erste Regel lautete…Er war alt, sehr alt. Es war eine besondere Veranlagung…Wieder einmal waren acht Jahre herum gewesen und er musste für Hendrich seine Pflicht tun, eine Aufgabe erledigen… Alle acht Jahre musste er sich eine neue Existenz aufbauen….Eigentlich wollte er nicht mehr, doch wieder überredete ihn Hendrich, denn da war auch noch Marion, die sie immer noch nicht gefunden hatten…Nun war er Lehrer, Geschichtslehrer in London, und er musste daran denken, wie seine Mutter ermordet worden war…In der neuen Schule traf er Camille, und er durfte sich doch nicht verlieben…Immer wieder dachte er an die Zeit mit Rose zurück, vor vielen, vielen Jahrzehnten…Und an Omai, seinen Freund, der war wie er…Wie lautete die erste Regel lt. Hendrich? Wieso war er so furchtbar alt? Und was war das für eine Veranlagung, die er hatte? Warum musste er für Hendrich eine Aufgabe erledigen? Und wie sah diese Aufgabe aus? Worum ging es dabei? Wieso musste er sich immer wieder eine neue Existenz aufbauen? Warum gab er Hendrich nach? War dieser so überzeugend? Hatte er recht? Und was war das mit Marion? Wer war diese Frau? Warum suchte er nach ihr? Würde er sie finden? Warum musste er immer wieder daran denken, wie seine Mutter ermordet worden war? Was war passiert? Wer hatte sie ermordet? Hatte er sich in Camille verliebt? Warum durfte er das nicht? Wer war Rose für ihn gewesen? Und wer war Omai? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.Meine MeinungDas Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Der Schreibstil ist unkompliziert, was bedeutet, dass ich mich nicht fragen musste, was mir dieses oder jenes Wort sagen soll. In der Geschichte war ich schnell drinnen. Sie ist praktisch in drei Zeitebenen geschrieben: sehr ferne Vergangenheit und nähere Vergangenheit, die natürlich weiter in Richtung Gegenwart geht und Gegenwart. In die Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. Tom, wie der Mann hieß, tat mir leid, weil er immer wieder aufpassen musste, was er sagte. Nie konnte er groß aus seiner Vergangenheit erzählen, denn niemand durfte wissen, dass er schon so alt war. Das konnte sehr gefährlich werden.. Bliebe er an einem Ort, würde auffallen, dass er nicht alterte. Und es gab noch mehr, denen es genauso erging. Um nicht aufzufallen sollten sie in eine Gesellschaft eingegliedert werden. Und im Gegenzug wollte Hendrich ihm helfen Marion zu finden. Das Buch war von Anfang an spannend. Zwar gab es hie und da auch einen kleinen Spannungabbau, aber sie ging nie ganz weg. Es ist natürlich keine Krimi- oder Thrillerspannung, aber auch hier wollte ich letztendlich wissen, wie diese Geschichte ausgeht. Ob Tom seine Camille vielleicht doch noch bekommt. Was mit einem Mann passiert, der sich mit 439 Jahren in eine Frau verliebt, die 400 Jahre jünger ist. Auf jeden Fall hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Zwar musste ich immer aufpassen, wegen des Wechsels der Zeiten, aber das wurde sehr gut kenntlich gemacht. Es geschah nicht, wie ich schon in anderen Büchern erlebt habe, durch einen einfachen Absatz, sondern durch ein neues Kapitel mit der entsprechenden Überschrift. Da es nicht übermäßig viele Personen gibt, deren Namen man sich merken muss, ist es auch nicht so schlimm, dass ein Personenregister fehlt. Ich gebe diesem Buch eine Lese-/Kaufempfehlung, sowie vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.
Das klingt spannend!
Schon das Cover des Buches ist sehr ansprechend! Der Mann, der im Ziffernblatt einer Uhr liegt, entspannt, das Fallen von Blättern, Buchseiten, betrachtend. Schön gemacht.Der Autor ist mir bisher nicht untergekommenen, aber das heißt ja nichts und wird jetzt, nach dem Beenden der Leseprobe sicher anders werden!Die Leseprobe ließ sich übrigens sehr flüssig lesen. Ich war sifirt in der Geschichte „drin“. Die Charaktere mochte ich sofort. Bücher über Zeitreisen waren bislang eigentlich nicht so ganz mein Ding, doch diese Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen, denn der Schreibstil hat mich einfach angesprochen. Er ist flüssig und eingängig.Ich würde mich sehr freuen, diese Geschichte weiterlesen zu
Auf der Suche
Ganz verträumt liegt der Mann auf dem Titelbild im Rahmen der Uhr; Memos fallen auf ihn herab.Wovon er wohl träumt? Kann und will er überhaupt noch nach vorne sehen; oder nimmt ihm die jahrhunderte alte Vergangenheit die Sicht.Tom Hazard ist nicht nur ein gewissenhafter Mensch, er ist Geschichtslehrer mit Leib und Seele und nach über 400 Jahren kehrt er zurück, nach London und an eine Schule.Mit diesem Schritt in einen Teil seines alten Lebensbeginnen aber auch die Komplikationen - er trifft eine Frau, die mehr als seine Aufmerksamkeit erregt.Bleibt ihm Zeit, sein Versprechen einzulösen und wie wird es mit ihm weiter- bzw. ausgehen.In dieser Geschichte reist die Hauptfigur nicht immer wieder in verschiedene Zeiten zurück, sondern ist alle acht Jahre von Person zu Person zu dem Menschen herangewachsen, der er jetzt, mit über 400 Jahren ist.
Pressestimmen
Ein wunderschönes, magisches Buch, das direkt ins Herz zielt.
Cathrin Brackmann, 03.07.2018
Perfektes Buch für den Urlaub, in dem Zeit keine Rolle spielt.
15.06.2018
Dank Haigs warmherziger Weltsicht und der netten Liebesgeschichte ein gelungener Zeitvertreib.
Angela Wittmann, 06.06.2018
Matt Haigs Roman ist ungewöhnlich, spannend, fantasievoll und in England ein Bestseller.
09.05.2018
›Wie man die Zeit anhält‹ ist romantisch, dramatisch, sentimental
Gustav Gaisbauer
Absolut lesenswert!
Karl Aulbach
Ein magischer, brillant erzählter, bisweilen tragischer und faszinierender Roman zum Nachdenken und ...Verlieben. mehr weniger
Ein philosophisches Buch mit Tiefgang, Humor, Spannung und einem zutiefst menschlichen Protagonisten..., dem man viele LeserInnen wünscht. mehr weniger
Anita Ruckerbauer
Absolut lesenswert!
Ein wunderbares, pantasievolles Buch.
30.09.2021
›Wie man die Zeit anhält‹ ist ein berührender Roman über die Liebe und Zeit.
20.11.2019
›Wie man die Zeit anhält‹ ist eine inspirierende Geschichte, die Philosophie und Dramatik gekonnt mi...teinander verbindet. mehr weniger
Elena Meyer-Thamer, 23.10.2019
Haigs Roman wirft ein fast philosophisches Licht auf die Zeit und auf das, was sie mit den Menschen ...macht. mehr weniger
27.07.2018
Matt Haigs ›Wie man die Zeit anhält‹ ist berückend brillantes Erwachsenen-Romantasy.
11.07.2018
Matt Haigs Roman wirft leichtfüßig kluge Fragen auf.
04.07.2018
Matt Haigs ›Wie man die Zeit anhält‹ ist berückend brillantes Erwachsenen-Romantasy.
20.06.2018
Dem Buch liegt ein schönes Gedankenspiel zugrunde.
14.06.2018
Matt Haig nimmt die Leser mit auf eine ganz spezielle Reise, an die man immer gern zurückdenkt.
01.06.2018
Ein kluges, warmherziges und doch so spannendes Buch.
23.05.2018