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Drei Frauen auf einem Hof – im Kampf um Selbstbestimmung, Anerkennung und Freiheit

Wildtriebe

Für die alte Großbäuerin Lisbeth gibt es nichts Wichtigeres als den Hof, sein Erhalt ist ihr Lebenssinn. Nie hat sie die damit verbundenen Pflichten hinterfragt.

Doch mit Schwiegertochter Marlies kommt eine neue Frau ins Haus, die keineswegs klaglos und ohne eigene Wünsche das Leben einer Bäuerin führen will. Das Kaufhaus in der nächsten Stadt wird für Marlies zum Sehnsuchtsort im Wirtschaftswunderdeutschland, arbeiten möchte sie dort, einen Jagd- und Traktorführerschein machen, das Leben soll doch mehr zu bieten haben.

Die beiden Frauen tragen fortan stille Kämpfe aus, um Haushaltsführung, um Kindererziehung. Doch eigentlich werden viel größere Dinge verhandelt: Lebensmodelle, Vorstellungen vom Frausein, vom Muttersein. Und doch ist da ein verbindendes Element: Marlies’ Tochter Joanna, die ihren ganz eigenen Weg geht und nach dem Abitur nach Uganda aufbricht …

Bibliografische Daten

EUR 22,00 [DE] – EUR 22,70 [AT]
ISBN : 978-3-423-28288-8
Erscheinungsdatum: 23.07.2021
3. Auflage
288 Seiten
Sprache: Deutsch
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122 von 122 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.53 von 5 Sternen


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6 - 10 von 122 Leserstimme

buchwoerter am 01.08.2021 13:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Lesen!

• WILDTRIEBE • Ich hoffe wir sind uns einig: das Cover von “WILDTRIEBE” ist einfach unglaublich schön und harmonisch. Nicht nur die Aufmachung des frisch erschienenen Romans von Ute Mank ist toll, sondern auch der Inhalt.Mittelpunkt der Geschichte ist ein bewirtschafteter, familiärer Hof in einem Örtchen mitten in Hessen. Die traditionsbedachte Großbäuerin Lisbeth musste bereits in jungen Jahren den Hof übernehmen und trägt bis heute die Verantwortung. Als ihr Sohn heiratet und eine neue Frau auf den Hof kommt, ändert sich einiges. Denn Marlies ist jung, modern und hat ihre ganz eigene Vorstellungen vom Leben.Wildtriebe müssen geschnitten werden, sonst kann ein Baum eingehen. Lisbeth ist eigensinnig, stur und traditionsbedacht. Ihr ist es wichtig, dass ihr Hof gut bewirtschaftet wird und legt großen Wert darauf, was andere Dorfbewohner von ihr und ihrer Familie denken. Schließlich hat sie alles aufgebaut, Strukturen geschaffen und Tag ein Tag aus dafür geschuftet. Mit Marlies hat sie ihre Schwierigkeiten, denn sie hat ihren eigenen Kopf, Wünsche und Vorstellungen. Marlies versucht sich unterzuordnen, doch so recht kommt sie nie auf den Hof an. Dieser Konflikt zwischen Tradition und moderner Lebensweise knallen hart aufeinander: mal gibt es kleine Annäherungen, worauf oftmals ein neues Missverständnis folgt. Da durch die Perspektive von Marlies und Lisbeth berichtet wird, sind beide Standpunkte sehr nachvollziehbar. Der Ton des Buches ist teilweise sehr sachlich und emotionslos, eben wie die beiden Charaktere wirken. Doch in einigen Momenten spürt man auch die Hoffnung, die Emotionen und Wünsche. Generell ist “Wildtriebe” ein ruhiger Roman, der durch das Spannungsverhältnis beider Frauen und ihren Wertvorstellungen getragen wird. Lisbeths Mann Karl und ihr Sohn Konrad nehmen eher den ruhigeren Part ein und ordnen sich teilweise den Frauen unter. ? “Wildtriebe” ist ein Roman, indem Tradition und moderne Wertevorstellungen hart aufeinander prallen. Schauplatz des Konflikts zwischen Lisbeth und ihrer Schwiegertochter ist ein traditionell geführter Bauernhof. Ein ruhiges Buch, welches ohne viel Schnickschnack und Highlights auskommt. [4/5]

jojo am 30.07.2021 23:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schön!

Das Buch "Wildtriebe" von Ute Mank hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein stilles Buch, das von den stillen Kämpfen zwischen Schwiegertochter und Schwiegermutter erzählt, aber auch von den Umbrüchen zu Zeiten des Wirtschaftswunders. Marlies, die Schwiegertochter möchte sich nicht in das alte Gefüge einfügen und alles so wie immer machen. Sie möchte ihr eigenes Leben leben und ihr Kind nach ihren Vorstellungen erziehen. Außerdem möchte sie selbsttändig sein und arbeiten gehen. Nicht wie ihre Schwiegermutter auf dem Bauernhof alle versorgen und für alle da sein. Ich fand beide Hauptpersonen toll beschrieben und die kleine subtilen Kämpfe waren sehr nachvollziehbar und einfühlsam dargestellt.Der Schreibstil ist einfach, aber sehr passend und gut zu lesen.Das Cover fand ich sehr schön. Um das Hardcoverbuch ist ein wunderschöner Papiereinband gelegt, der durch seine glitzernde Schrift fasziniert und zum Darüberstreichen einlädt!Sehr zu empfehlen!

petra-silie am 30.07.2021 19:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lisbeth, Marlies und Joanna

"Wildtriebe" von Ute Mank ist eines der Bücher, die man, hat man begonnen sie zu lesen, nicht mehr aus der Hand legen will.In diesem Buch geht es um drei starke Frauen, die auf dem Betches-Hof leben.Lisbeth verliert im Krieg ihre beiden Brüder und wird somit mit siebzehn Jahren zur Hoferbin. Für sie gibt es nur das Leben als Bäuerin. Zusammen mit ihrem Mann Karl, einem alten Knecht und dem angenommenen Sohn Konrad bewirtschaftet sie den Hof. Ihr Leben besteht aus Arbeit und das Pflegen alter Traditionen.Als ihr Sohn seine Frau Marlis ins Haus bringt, die nichts von der Landwirtschaft versteht, sieht sie es als ihre Aufgabe, diese zur Bäuerin zu machen. Marlis will aber nicht sofort für einen Hoferben sorgen und sie will weiter in der Stadt arbeiten und auch ihren Jagdschein machen und Traktor fahren. Sie will ihre kleinen Freiheiten habenMit Joanna, der Tochter von Konrad und Marlis, wird die Frauenrolle auf dem Hof noch einmal völlig verändert. Sie geht nach dem Abitur für ein Jahr nach Afrika und lässt sich diesen Plan auch nicht ausreden.

skandinavischbook am 29.07.2021 22:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein äußerlich unscheinbares Buch, und doch ein Highlight

Meine Meinung: Ich habe dieses Buch als Geschenk bekommen und war zunächst Recht skeptisch, denn die Aufmachung des Buches sagte mir so gar nicht zu. Es wirkte für mich, wie ein kitschigen, eher nichtssagender Roman, dessen Charakter ich nicht zu sehen vermag, was mich dann erwartete, war eine umso größere Überraschung. Denn dieses Buch wurde für mich innerhalb weniger Seiten zu einem Highlight, welches ich im Regal nicht mehr missen möchte. Zunächst besitzt die Autorin einen unheimlich tollen Schreibstil, der eine emotionale Vielschichtigkeit und Ambivalenz aufzuzeigen weiß, dass man schon nach kurzer Zeit eine Verbundenheit zu den Charakteren verspürt. Des weiteren erlebt man in diesem Buch eine Geschichte durch und durch, denn die Autorin erzählt nicht einfach nur, sie schafft ein unheimlich plastisches Gebilde, welches vor Leben nur so sprüht. Nach kurzer Zeit vergisst man ein Buch zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin, weil man vor lauter Begeisterung nicht aufhören kann zu lesen und sich in die ganze Geschichte einfach verliebt.Mein Fazit: Mit diesem Buch gewinnt man nicht nur eine tolle Geschichte, sondern man gewinnt Freunde und ein setting, als würde man es selbst durchleben !

nele2505 am 29.07.2021 21:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Sprachlosigkeit in zwei Frauenleben

Marlies Tochter, frisch das Abitur gemacht, geht für ein Jahr nach Afrika. Ausgerechnet nach Afrika! Marlies macht sich nicht nur Sorgen, was alles in der Ferne passieren kann. Vor allem möchte sie nicht allein gelassen werden auf diesem Hof, der nie ihr Traum war und auf dem sich ihr Mann und sie mit den Jahren auseinandergelebt haben und die strenge Schwiegermutter ihr das Leben schwer macht...Lisbeths Enkeltochter, frisch das Abitur gemacht, geht für ein Jahr nach Afrika. Ausgerechnet nach Afrika! Lisbeth findet schon Zucchini im Essen exotisch. In einem Flugzeug zu sitzen könnte sie sich niemals auch nur in ihren kühnsten Träumen vorstellen. Wieso will ihre Enkelin auf einer Farm in Afrika arbeiten, wenn sie doch genau das auch hier haben könnte? Lisbeth versteht die Welt nicht mehr...Beide Frauen bleiben zurück auf dem Hof und erinnern sich an ihr Leben und die unterschiedlichen Umstände, die sie an diese Stelle geführt haben. Dabei kristallisieren sich ganz klar unterschiedliche Einstellungen und Beweggründe heraus. Beide sind jedoch unfähig, miteinander zu reden - und erst, als die Tochter bzw. Enkelin Joanna zurück ist, wird beiden klar, was sie eigentlich im Leben noch möchten und erreichen können.Das Buch beschreibt die Innenwelten der beiden Frauen eindrücklich, und ich habe manche Träne vergossen. Der Schreibstil passend, die Sprachlosigkeit teils durch unvollständige Sätze deutlich gemacht, jedoch ohne dass es aufgesetzt wirkt oder den Lesefluss stört. Beide Frauen sind im Grunde sympathisch, aber ebenso möchte man beide manchmal schütteln und auffordern, endlich mal aus ihren teils selbst auferlegten Rollen auszubrechen. Eine große Handlung hat das Buch eigentlich nicht, dennoch habe ich mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch durchaus weiterempfehlen.

liselotte20 am 28.07.2021 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Generationskonflikte mit Herz

Ute Mank erzählt in Wildtriebe die Geschichte dreier Frauen aus unterschiedlichen Generationen die mit Mut, Herz und Zielstrebigkeit ihren Alltag meistern.Marlies heiratet in eine Bauernfamilie ein,ihre Schwiegermutter Liesbeth macht ihr das Leben nicht gerade leicht. Schon früh hat sie gelernt Verantwortung über den elterlichen Hof den sie geerbt hat zu übernehmen und erwartet viel von Marlies. Joanna, die Enkeltochter die nach Afrika geht bekommt dafür auch kein Verständnis der zwei älteren Frauen.Drei Generationen, drei Frauen und drei Lebensgeschichten verschiedenen und doch miteinander verbunden. Hier wird so emotional und wunderschön geschildert wie das Leben so spielt und es gemeistert wird. Dem Leser gelingt es mühelos sich in jede der Charaktere einzufühlen und ihnen verständnisvoll gegenüber zu treten, dies macht das Buch so besonders und einzigartig.

louisaba am 28.07.2021 15:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Bewegend!

In dieser Rezension befasse ich mich mit dem Buch Wildtriebe von Ute Mank.Es wird eine Geschichte über drei Frauen erzählt, die gemeinsam auf einem Bauernhof aufwachsen: Lisbeth (die Oma), Marlies (die Schwiegertochter und Frau von Lisbeths Sohn), und Joanna (die Tochter von Marlies). Es geht um die drei Lebenswege der Frauen auf dem Hof. Erzählt wird aus den verschiedenen Perspektiven und auch aus den verschiedenen Zeiten. Blickpunkt wird auf die Entwicklung der Frauen und des Standes der Frauen auf dem Hof gelegt und wie sie untereinander, meist indirekt, um Anerkennung, Freiheit und Selbstbestimmtheit kämpfen.Zuerst wurde ich auf das Buch aufmerksam, da ich selber als Tochter auf einem Bauernhof aufgewachsen bin und dadurch eine direkte Verbindung zu dem Inhalt des Buches aufbauen konnte, schon nach lesen des Klappentextes. Der Schreibstil des Buches ist sehr nüchtern, wenig ausschmückend, jedoch genau passend für eine Geschichte wie diese. Es wird direkt auf den Punkt gekommen. Die Gedanken und Taten der Frauen sind nachvollziehbar: häufig werden die Perspektiven so gewechselt, dass die unterschiedlichen Gefühle der Frauen und warum sie in einer Situation gehandelt haben, wie sie es getan haben, verständlich werden. Ich hatte persönlich erst meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Durch die nüchterne Schreibweise war es kein Buch, dass mich direkt gefesselt hat. Jedoch je mehr man in der Geschichte drin war, wollte man auch wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Außerdem hat man sich auf die Art und Weise des Buches eingestellt und dies zu schätzen gelernt, da es so gut zu der Geschichte passt.. Für mich hat der Schreibstil also quasi mit Verlauf des Buches seinen Charm entfaltet.Alles im allen handelt es sich also um ein gutes Buch. Meiner Meinung nach ist die Geschichte sehr stark und für alle Leserinnen und Leser geeignet, die sich generell für Lebensweisen interessieren und das Zusammenspiel mehrerer Generationen. Ich fand die Geschichte an vielen Teilen direkt nachvollziehbar und wurde an mein eigenes Leben und Erfahrungen erinnert.Von daher an alle, die eine gute Geschichte und keinen typischen Liebesroman oder historischen Roman suchen, eine Empfehlung!

goejos am 28.07.2021 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Das Leben am Land

Das Leben auf dem Bethches-Hof wird seit Generationen vom selben Lauf geprägt. Arbeiten, Heiraten, Kinder bekommen, um den Fortbestand sichern. Darum geht es auch Lisbeth, die den Hof von ihren Eltern geerbt hat. Das ändert sich aber grundlegend, als ihr Sohn Konrad Marlies heiratet. Diese versucht sich auf den Hof einzugewöhnen, aber es gelingt ihr nicht. Zu verschieden sind beide Charaktere. Marlies vermisst die Freiheit in der Großstadt und geht wieder halbtags arbeiten. Der nächste große Knick zeichnet sich ab, als Joanna, die Tochter der Beiden, nach dem Abitur eine Reise nach Afrika antritt. Gegen den Wiederstand Aller. Auch sie weicht vom vorbezeichneten Weg ab und will ihren Eigenen gehen. Es ist kein romantisches Buch, das Leben auf einem Bauernhof hat wenig mit Romantik zu tun. Es werden aber drei Frauenschicksale hautnah und realistisch beschrieben. Allerdings macht mich eine Tatsache stutzig: In einem kleinen Dorf weiß jeder von jeden Alles. Wie konnte da geheim bleiben, dass Konrad nicht das leibliche Kind ist? Aber dieser Fehler soll die Leistung der Autorin nicht trüben, die ein hervorragendes Werk abgeliefert hat. Ich bin selbst in einem kleinen Bauerndorf aufgewachsen, es war für mich wie ein Eintauchen in meine Jugend. Großes Lesevergnügen. Auch das Buchcover passt hervorragend zum Inhalt.

frischelandluft am 28.07.2021 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Selbstbestimmung versus Tradition

Ute Mank – WildtriebeDas Leben auf dem Bauernhof über Generationen hinweg im Fokus von drei starken Frauen: Lisbeth, die unverhofft mit 17 zur Erbin wurde und nicht darüber nachdachte, Verantwortung zu übernehmen. Marlies, die einen Bauern geheiratet hat, ohne sich tiefere Gedanken über die damit verbundenen Konsequenzen zu machen und Joanna, die in den Hof hineingeboren wurde, die aber im Gegensatz zu den anderen beiden einer Generation angehört, die die Wahl hat. Die Männer der Geschichte haben Nebenrollen.Es wird nicht viel geredet auf dem Hof, nur das, was nötig ist. Der Alltag wird bestimmt durch das, was getan werden muss, lange Zeit ohne Reflektion und ohne Zweifel, denn dafür ist keine Zeit. Lisbeth, die älteste Generation, lebt in ihrer gewohnten Welt, bestimmt vom bäuerlichen Rhythmus und den Erwartungen der Dorfgemeinschaft. Marlies gefällt das nicht, doch wehrt sie sich auch nicht. Sie ordnet sich weitestgehend unter, schafft sich ein paar kleinere Freiräume, doch nicht ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Damit bleibt sie immer die Außenseiterin, die nur bedingt dazu gehört. Joanna nimmt als moderne, selbstbestimmte Frau das Hofleben mit den Menschen an, es ist von Anfang an ihr Zuhause. Marlies und Lisbeth setzen ganz unterschiedliche Erwartungen in sie, beide werden überrascht. Der wirtschaftlichen Veränderungen des Hofes verändern die Rahmenbedingungen für alle und werden damit zur Befreiung jeder Frau auf ihre Weise. Ich finde nicht, dass das Bild der Wildtriebe dazu passt. „Wildtriebe… Dünne Ästchen, die mitten aus dem Stamm herauswuchsen. Entfernte man sie nicht, ließ man sie wachsen, konnten sie den Baum mit der Zeit sogar zum Absterben bringen.“ In Lisbeths Generation wurde die Abweichung von der Norm so verstanden. Jeder hatte seine Aufgabe zu erfüllen oder der Hof und damit das Leben funktioniert nicht. Dass das Hofleben ein Ende findet, liegt aber nicht an den Frauen, sondern an den wirtschaftlichen Umständen. Am Ende bleiben drei starke Frauen.Der Roman liest sich gut, der Perspektivenwechsel von Marlies zu Lisbeth erzeugt Verständnis für beide, Verständnis, das sie füreinander nicht aufbringen können, weil sie nicht miteinander reden und sich nicht miteinander auseinandersetzen (können). Manchmal gibt es Passagen, in denen Sätze einer indirekten Rede nicht zuende geführt werden. Das verstärkt zwar den Eindruck, dass nur das Nötigste besprochen wird, weil alles andere den anderen sowieso klar ist (oder so glauben sie), empfinde ich im Lesefluss jedoch als eher störend.Ich gebe vier Sterne, weil mich die Geschichte teilhaben lässt an einem Leben, das mir so im Detail bisher verborgen war. Sie ist gut erzählt, die Entwicklung der Frauen ist subtil ohne Plattitüden, glaubhaft und manchmal überraschend. Klare Leseempfehlung!

tinchen am 26.07.2021 21:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bezaubernd

Dieses Buch besticht durch sein romantisches Cover, welches sofort ins Auge springt. Leider kam ich zunächst nur sehr schwer in das Buch rein. Es waren mir anfangs zu viele Namen auf einmal und ich hatte teilweise Probleme den Überblick zu behalten. Nach den ersten 50 Seiten war ich jedoch gefesselt von dem Buch, von den Menschen, von der Umgebung. Ich habe mich total heimisch gefühlt und habe bei jedem Kapitel mit gefiebert. Das besondere an diesem Buch ist, meiner Meinung nach, dass die Erzählweise springt, d.h. man erlebt viele Sachen aus unterschiedlichen Perspektiven mit unterschiedlichen Gefühlen. Auch die Beschreibung des Landlebens hat mich sehr ergriffen, besonders die Veränderungen im Laufe der Zeit. Das einzige Problem, welches ich mit dem Buch hatte, war, dass ich mich nur schwierig an eine Zeit orientieren konnte. Auf der einen Seite war die strenge Tradition mit den Trachten usw. und auf der anderen erschien plötzlich ein Game Boy mitten im Buch. Aber egal, mir hat dieses Buch wirklich sehr gefallen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

HÖRZU
Tradition, Rebellion, Rückbesinnung: An Bäuerin Lisbeth, Schwiegertocher Marlies und Enkelin Joanna ...zeigt Mank in ihrem Debüt den Wandel von Lebensentwürfen und Frauenbildern. Mitreißend. mehr weniger

06.09.2021

Stern
Ute Mank weiß aus eigenem Erleben, wie sehr ›Wildtriebe‹ auf einem hessischen Dorf beäugt werden – u...nd widmet ihr einfühlsames Debüt einem Drei-Frauen-Haus, in dem fast geräuschlos Fragen von Emanzipation verhandelt werden. mehr weniger

22.07.2021

Gala
Mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt Ute Mank in ihrem beeindruckenden Debüt ›Wildtriebe‹ die F...rauen aus drei Generationen mit ihren Ecken und Kanten, ihren Geheimnissen und Lieben. mehr weniger

22.07.2021

Brigitte wir
Ute Mank beschreibt das Leben auf einem hessischen Bauernhof mit kenntnisreichem Blick.

Meike Schnitzler, 01.07.2021

buch aktuell/erlesen
›Wildtriebe‹ ist ein starker Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Anerkennung, über Mut und sp...äte Erkenntnisse. mehr weniger

Weser Report
Ein sehr besonderer Generationenroman, der berührt und in dessen Figuren man sich ganz wunderbar ver...lieren kann. mehr weniger

Jaqueline Lenz, 08.12.2021

Buch aktuell
Ein bemerkenswertes Romandebüt!

11.11.2021

instagram.com/sonjas_buecherecke
Eine tolle Lektüre – ein Lesevergnügen der Extraklasse.

Sonja Werkowski, 12.10.2021

Passauer Neue Presse
Ein sehr lesenswertes Generationen-Porträt!

Carolin Federl, 08.09.2021

denglers-buchkritik.de
Ute Mank macht aus dem „einfachen“ Leben auf einem Bauernhof eine absolut ansprechende literarische ...Geschichte! mehr weniger

Alex Dengler, 30.08.2021

Mainhattan Kurier
Ein leiser, gerade deshalb so emotionaler Generationenroman, der den Titel zu Recht trägt. Lesen!

24.08.2021

borntotravelforcedtowork.de
Drinnen schön, draußen schön, braucht jedes Haus, dieses Buch!

Ulrike Katrin Peters, 15.08.2021

Delmenhorster Kreisblatt
Ein sehr besonderer Generationenroman, der berührt und in dessen Figuren man sich ganz wunderbar ver...lieren kann. mehr weniger

Jaqueline Lenz, 30.07.2021