»Ein Roman voller Nordseeflair, der Stimmungen und Konflikte liebevoll einfängt.« Susanne Walsleben in ›Für Sie‹

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Die Geschichte der Familie Boysen
Wintergäste

»All das Kommen und Gehen in unserer Familie begann mit einem angekündigten Tod und einem unangekündigten Sturm. Mond und Flut, Schnee und Sturm, Brüder und Schwestern, Geliebte und ungeborene Kinder trafen ohne Vorwarnung aufeinander. Über Nacht verwandelte sich unser Haus in eine Insel im Eismeer und unsere Sippe in eine Gemeinschaft Schiffbrüchiger.«

 

Die Nachricht von Inge Boysens Tod war ein Fehlalarm. Doch da haben sich Kinder und Kindeskinder bereits in dem kleinen Haus hinter dem Deich versammelt. Kurz vor dem Jahreswechsel schneidet ein Schneesturm Haus Tide und seine Bewohner von der Außenwelt ab. Während draußen die Welt vereist, kochen im Innern alte Feindseligkeiten und neue Sehnsüchte hoch.

 

Drei Generationen in einem eingeschneiten Inselhaus – in wenigen Tagen entfaltet sich zwischen ihnen das Leben in seiner ganzen Tragik, Komik und Magie.

 

Die Geschichte der Boysens geht in ›Die Glücksreisenden‹ weiter!

Bibliografische Daten
EUR 8,99 [DE]
ISBN: 978-3-423-42849-1
Erscheinungsdatum: 21.08.2015
2. Auflage
416 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt
Sybil Volks

Sybil Volks lebt als Autorin in Berlin. Sie hat mehrere Romane sowie Erzählungen und Gedichte veröffentlicht. Der historische Berlin-Krimi ›Café Größenwahn‹ war nominiert für den Glauser-Preis als bestes Krimidebüt. Ihr hochgelobter Roman ›Torstraße 1‹ erzählt von zwei Familien und einem geschichtsträchtigen Gebäude im Herzen Berlins. 2015 erschien der Roman ›Wintergäste‹ um drei Generationen in einem eingeschneiten Inselhaus, der ein Bestseller wurde. In ihrem vierten Roman ›Die Glücksreisenden‹ gibt es ein Wiedersehen mit Haus Tide und den Boysens aus ›Wintergäste‹.

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tilman am 11.03.2022 09:03 Uhr
ein wunderbares Buch im Haus hinter dem Deich

Inge Boysen ist tot. Ihre Kinder und die Enkel machen sich auf den Weg nach Hause. Es ist kurz nach Weihnachten und man hat sich schon lange nicht mehr gesehen und schon gar nicht im Elternhaus. Die Meldung ihres Todes war eine Falschmeldung und so versammeln sich alle mit der Mutter im Haus. Das Wetter draußen tobt und es schneit immer mehr. Drei Generationen sind jetzt im Haus versammelt und jeder verbindet mit dem Haus etwas anderes und manches möchte man für immer verdrängen, für immer vergessen oder man will es endlich klären. Das Haus wird eingeschneit, der Strom fällt aus und man sitzt fest und muss sich stellen. Den Gefühlen, dem Hass, den Problemen, den Wünschen und Hoffnungen, dem Tod und der Familie. Jeder für sich, alle gemeinsam. Der Plot mit dem einschneien ist alles andere als Neu, aber der Verlauf und die Familiengeschichte schon. Sybil Volks schafft es, dass es kein Kitschroman ist, sondern ein Roman mit viel Gefühl, Herz und vor allem Tiefgang. Es gibt tolle Momente und viele einzelne Schicksale, die dann doch alle in das Haus der Familie gehören. Ein wunderbares Buch im Haus hinter dem Deich.

corsicana am 17.11.2017 13:11 Uhr
Ein altes Friesenhaus, ein Familientreffen, Schneesturm und Springflut

Ein altes Friesenhaus hinterm Deich, die Zeit "zwischen den Jahren", ein Familientreffen, eine Springflut und ein Schneesturm - und schon ist das Setting perfekt. Wobei dies ein eher bekanntes Setting ist - immerhin gibt es viele Romane und Krimis, die in einsamen, abgelegenen und aus Witterungsgründen vorübergehend nicht erreichbaren Häusern spielen. Etwas ungewöhnlicher ist schon der Grund, warum die Familienmitglieder sich treffen: Die Mutter und Oma der Familie ist gestorben - aber nur fast. Es war wohl eher ein Schlaganfall. Und sie erwacht wieder. Inzwischen sind aber alle Familienmitglieder schon unterwegs und trudeln nach und nach im Haus ein. Und werden durch Schneesturm und Springflut im Haus festgehalten.Da sind die 4 Kinder, von denen nur einer nicht kommen kann - er befindet sich gerade am anderen Ende der Welt in Chile und arbeitet als Pianist auf Kreuzfahrtschiffen. Der älteste Sohn wäre auch gerne zur See gefahren - statt dessen wohnt er seit Jahrzehnten im Friesenhaus. Aber jetzt steht die Entscheidung über das Erbe an. Erben alle 4 Kinder - dann muss das Haus verkauft werden. Erbt nur der älteste Sohn - gehen die anderen leer aus. Und leer ausgehen kann sich eigentlich so recht keiner der anderen Kinder leisten... Denn die jüngste Tochter ist tendenziell pleite und die älteste Tochter ist zwar erfolgreich als Ärztin - ist aber hochschwanger mit dem Kind ihres Geliebten - und muss sich entscheiden, wie das Leben mit ihren Ehemann und den gemeinsamen Kindern weitergehen soll. Und dann sind da noch die Enkelkinder, Und eine adoptierte Enkeltochter, die der Familie doch näher ist, als so mancher denkt...So kommt es zu vielerlei Verwicklungen und spannenden Szenen. Dadurch, dass die Charaktere sehr unterschiedlich sind und eher unkonventionell, macht das Lesen Spaß. Eingeschoben werden auch noch Erlebnisse des Sohnes, der auf Kreuzfahrt ist. Und so ergibt sich ein buntes Bild.Leider muss man aber wohl bis zur Fortsetzung warten, um wirklich bei allen Handlungssträngen zu wissen, wie es weitergeht. Einiges wird geklärt. Vieles nicht. Ein wenig Schade fand ich das schon.

readaholic am 28.02.2017 21:02 Uhr
Stimmungsvoller und ungewöhnlicher Familienroman

Inge Boysens Tod, der sich erstaunlicherweise als vorübergehend herausstellt, bringt die ganze Familie zusammen auf der heimischen Nordseeinsel. Draußen tobt ein Sturm, nach wenigen Tagen ist die Insel abgeschnitten, es gibt kein Davonlaufen, auch wenn die Familienmitglieder aus diversen Gründen genau dies am liebsten täten. Nach und nach erfahren wir Einzelheiten über die verschiedenen (und sehr unterschiedlichen) Familienmitglieder, vieles kommt zum Vorschein, die auf engstem Raum zusammenlebenden Personen entdecken vollkommen neue Seiten aneinander, alte Wunden brechen auf und neue Konstellationen ergeben sich. Das Ganze ist spannend, humorvoll und kurzweilig erzählt. Ein Buch, das mir großen Spaß gemacht hat. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

s.edelfrau am 28.09.2016 15:09 Uhr
Agatha Christie lässt grüßen

„Mutter ist gestorben“ – diese Nachricht ruft am 28. Dezember Inges vier Kinder samt Lebenspartnern und Kindern nach Hause auf die kleine Insel im Wattenmeer. Dort stellt sich heraus: Es war Fehlalarm, Inge ist dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen. Aber für wie lange noch?Ein paar der Familienmitglieder wollen sofort wieder abreisen, zurück in ihr eigenes Leben, in die lärmende Großstadt. Doch ein Schneesturm macht ihre Pläne zunichte, denn das Haus wird eingeschneit, ist von der Außenwelt abgeschnitten, nicht mehr erreichbar. Bis Silvester spitzt sich die Lage dramatisch zu: Der Strom fällt aus, Telefon und Handy funktionieren nicht mehr, ebenso wenig wie Kühlschrank, Heizung und Elektroherd. Und eine Sturmflut droht, die Deiche zu sprengen.Als wäre die Situation so nicht schon dramatisch genug, prallen auch noch die unterschiedlichen Charaktere mit ihren ganz eigenen Sorgen und Nöten aufeinander. Da ist zum einen Enno, der älteste Sohn, der unter der Last der Verantwortung zu zerbrechen droht, der genug davon hat, immer vernünftig zu sein und seine Träume den Bedürfnissen andere unterzuordnen – zumal jetzt, wo er auch noch befürchten muss, an einem Gehirntumor zu sterben. Kerrin, seine Frau, macht sich ebenfalls Sorgen: um Enno, der neuerdings so abweisend ist, um die Familie, um das Essen, um Tochter Inka und vieles andere mehr.Gesa, die älteste Tochter, hat derweil ganz andere Probleme. Denn sie liebt ihren Mann Jochen und ihre beiden Kinder – aber eben auch ihren Liebhaber Matteo und das Kind, das sie von ihm erwartet. Kein Wunder also, dass auch ihr Mann Jochen jede Menge Wut in sich spürt, während die beiden gemeinsamen Kinder sich lieber auf Schatzsuche begeben und das Baby sich ausgerechnet in der Silvesternacht dafür entscheidet, auf die Welt zu kommen.Berit, Inges jüngere Tochter, hat Geldsorgen, Liebeskummer, kriegt vom falschen Essen Pickel und schlägt sich als Verfasserin von Trauerreden durch. Nur höchst ungern teilt sie sich ein Zimmer mit Inka, der Tochter von Enno und Kerrin. Die wiederum will endlich das Geheimnis um ihre Adoption lösen. Wer sind ihre leiblichen Eltern? Aus der Ferne spielt auch noch Boy mit, Inges jüngerer Sohn, der schon immer nur das getan hat, was er tun wollte. Und Inge fragt sich, wem von ihren vier Kindern sie eigentlich das Haus Tide vermachen soll, das seit Generationen in Familienbesitz ist. Oder soll es verkauft und der Erlös auf alle vier Kinder aufgeteilt werden?Die Szenerie dieser Geschichte erinnert mich spontan an Agatha Christie und in der Tat spielt die bekannte Krimiautorin auch hier eine Rolle. Der Roman wird aus wechselnden Perspektiven erzählt, so dass der Leser einen Einblick in die Gefühlswelt aller Protagonisten erhält. Manchmal ist mir das ein klein wenig zu langatmig. Andererseits ist die Geschichte so spannend und läuft so zielgerichtet auf einen dramatischen Höhepunkt zu, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Das Ende – so viel sei verraten – lässt dann aber doch noch so manche Frage offen.Auf jeden Fall ist dieser Roman eine höchst spannende Lektüre, die man am besten im Sommer liest – weil man jedes Mal, wenn man das Buch zuklappt, aufs Neue dankbar dafür ist, dass es draußen warm ist und man selbst gerade keine Gefahr läuft, eingeschneit zu werden.

donna vivi am 28.02.2016 20:02 Uhr
Ein emotionengeladenes Familientreffen

Wenige Tage im Kreise der eigenen Familie – ohne Fluchtmöglichkeit. Wetter und Gezeiten sperren jegliche Ausweichmöglichkeiten aus, so müssen Menschen mit sehr verschiedenen Charaktereigenschaften miteinander auskommen. Zu dieser Situation kommt in „Wintergäste“ auch nur, weil aus Versehen die Todesnachricht der geliebten Mutter ihre mittlerweile erwachsene Kinder erreicht. Nun, Inge Boysen ist dennoch am Leben – von Krankheit geschwächt –, wie soll's weitergehen? Haus Tide auf einer Insel im Norden wird von der Welt abgeschnitten und fast aussichtslos zugeschneit und zugefroren.Die Erzählung bietet eine bunte Mischung menschlicher Abgründe, Meinungsverschiedenheiten wegen Fehlkommunikation, böse Zumutungen, Hass und Liebe, emotionale Auswegslosigkeit und doch einige Funken der Hoffnung. Insgesamt sehr spannende Themen, die zu lösen eigentlich unmöglich zu sein scheint, zumindest nicht an den wenigen Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr.Aus der Sicht der einzelnen Protagonisten werden die Probleme detailliert dargestellt. Zwischen den Zeilen versteckt sich eine große Portion Ironie, einige Szenen verleiten zum Schmunzeln, viele zum Nachdenken und zwar nicht nur den Leser, sondern auch die einzelnen Romanfiguren. Das bunte Treiben im Haus Tide ist faszinierend. Mal kracht es, mal kommen romantische Erinnerungen auf, eine gewisse Magie wirkt ebenso mit, während Autorin Sybil Volks die Romanhelden auf dieser verschneiten „Überlebenstour“ zu einem unberechenbaren Ausgang der oft dramatischen Ereignisse lenkt. Nebenbei bewundert man ihre grandiose Beschreibungen der Naturerscheinungen von der einfachsten Eisblume bis zu den winterlichen Landschaftsbildern.„Weihnachten ist vorbei, ein Wunder ist ausgeblieben...“, so die Autorin. Dennoch bleibt die Hoffnung für die etwas entgleiste Familie Boysen, einen Weg zu finden, um den Verstand nicht endgültig zu verlieren und all die festgefahrenen, alten Gedankenmuster loszulassen. In diesem Buch gibt es vieles zu entdecken und dazu die großartige Gelegenheit, dank der unbeantworteten Fragen über einiges nachzudenken. Aufmerksames Lesen vorausgesetzt. Absolute Empfehlung für ein anspruchsvolles Lesevergnügen.

elmidi am 01.01.2016 19:01 Uhr
Kein Buch für alle Tage

Das tolle Cover dieses Buches hat mich angesprochen – düster, windig und einsam. Dazu so einladende erste Sätze „All das Kommen und Gehen in unserer Familie begann mit einem angekündigten Tod und einem unangekündigtem Sturm. Mond und Flut, Schnee und Sturm, Brüder und Schwestern, Geliebte und ungeborene Kinder trafen ohne Vorwarnung aufeinander.“Eine ruhige, nachdenkliche und tiefschürfende Geschichte erwartet einen in diesem Buch – wie gut, dass auch eine gute Prise Humor mit dabei ist. Eine große Familie trifft aufgrund eines Fehlalarms zusammen – Inge Boysen, Mutter, Schwiegermutter und Oma, ist fälschlich für tot gehalten worden, aber sie lebt doch noch und sogar ihr Wunsch, endlich einmal alle wieder zu sehen, hat sich erfüllt. Und so finden sich alle aufgrund ziemlich schlechten Wetters zusammengepfercht in „Haus Tide“ wieder. Jeder mit seiner eigenen Geschichte, seinen eigenen Fragen und Problemen, mit alten Geheimnissen und neuen Plänen.Im Laufe des Buches habe ich mich mit diesen Leuten eingesperrt gefühlt. Ganz genau habe ich hingesehen, was in ihrem Innern vor sich geht, woher sie kommen und mich gefragt, wohin sie wohl gehen. Sprachlich auf hohem Niveau werden die Geschichten niemals platt und niemals ist man bloß Voyeur, denn irgendwie hat man ähnliche Gedanken auch schon mal gehabt oder findet neue Ideen für schon erlebte Situationen.Kein Buch für alle Tage – man muss schon in der Stimmung sein, sich in diese Geschichte hineinzubegeben. Und es braucht außerdem eine gehörige Portion Durchhaltevermögen, um auch bis an ihr Ende zu gelangen. Ich habe es allerdings nicht bereut, mich auf all die Leute eingelassen zu haben. Ein tolles und ungewöhnliches Experiment!

timphilipp am 01.01.2016 11:01 Uhr
Familienbande

Der vermeintliche Tod der alten Mutter, letztlich falscher Alarm, ist Anlass für ihre erwachsenen Kinder, zwischen den Jahren überstürzt ins Elternhaus auf eine kleine Nordseeinsel zurückzukehren. Sturm, Eis und Schnee zwingen sie, einige Tage im Haus hinter dem Deich zu verweilen. Jeder von ihnen trägt Probleme, Geheimnisse, Hoffnungen mit sich herum. Den ältesten Sohn, vielleicht todkrank, packt das Fernweh. Seine Frau verbirgt vor ihm, wie es zur Adoption der Tochter gekommen ist. Diese wiederum ist auf der Suche nach ihrer Identität und neuerdings ein Goth. Die älteste Tochter ist von ihrem jungen Geliebten schwanger und unschlüssig, Mann und Kinder zu verlassen. Die jüngste Tochter, verlassen von der Partnerin, will so gerne ein Buch schreiben. Der zweite Sohn, ein Globetrotter und Freigeist, hängt in der Ferne fest. Die Patriarchin ringt mit sich, wem ihrer Kinder sie ihr Haus vererben soll, um es im Familienbesitz zu halten.So vielfältig die Familiengeschicke und –verbindungen auch aussehen mögen, verstehen lassen sie sich recht bald und man fühlt sich schnell als Mitglied des Familienclans. Eine erste Orientierung bietet schon das vorangestellte Personenregister. Es ergibt sich das Bild einer modernen Familie mit den vielschichtigsten Problemen. Nicht alle davon werden am Ende einer Lösung zugeführt, so dass auch die Fantasie des Lesers angesprochen ist, den Faden weiterzuspinnen, was das Lesen umso interessanter macht. Die Geschichte wird fortlaufend im Wechsel aus der Sicht der verschiedenen Romanfiguren erzählt nach Art eines inneren Monologs. Auf diese Weise ist ein umfassendes, manchmal überraschendes Bild über die Zusammenhänge in der Familie zu erhalten. Alles spielt recht malerisch vor der Kulisse einer winterlichen Insel, die den Wetterkapriolen ausgesetzt ist. Immer wieder werden Wetterbeschreibungen eingeführt. Dazu passt der ungewöhnliche, poetische Schreibstil der Autorin. Diese, eine Großstadtpflanze aus Berlin, hat die Besonderheiten des nordischen Insellebens gut recherchiert, so dass Interessantes zu lernen ist, etwa was ein Alkoven oder ein Bilegger ist. Einen schönen Gegensatz zu dem betulichen Inselleben bilden die zahlreichen Bezugnahmen auf englische Musikstücke, die am Ende des Buches in einer Playlist zusammengestellt sind.Wer wie ich Familiengeschichten aus der Gegenwart mag, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen.

susannesh68 am 29.11.2015 20:11 Uhr
Mit viel Atmosphäre erzählter Familienroman

Als die Nachricht kommt, dass Inge Boysen gestorben ist, machen sich die Kinder und Enkel auf den Weg in das reetgedeckte Haus auf einer Nordseeinsel. Zum Glück stellt es sich als Fehlalarm heraus, Inge wollte die Familie gerne nochmal zusammenbringen. Jeder der Kinder und ihre jeweiligen Partner haben ihre Probleme und Sorgen im Leben. Außerdem stellt sich für alle die Frage, was mit dem Haus passieren soll, wenn die Mutter und Oma wirklich stirbt. Eine Abreise ist plötzlich unmöglich, weil ein heftiger Schneesturm die Insel heimsucht und das Haus von der Außenwelt abgeschnitten ist. Gerade die Situation in dem Haus und auf der Insel im tiefsten Winter hat Sybil Volks mit ganz viel Einfühlungsvermögen wunderbar beschrieben. In dieser besonderen Situation prallen dann auch die Familienmitglieder aufeinander, die unterschiedlicher teilweise gar nicht sein könnten. Da eine Flucht unmöglich ist, ist die Situation dann auch die Chance, sich in dieser Abgeschiedenheit über einige Dinge klar zu werden. Diese total unterschiedlichen Menschen in dieser Situation zu erleben, macht den Reiz des Buches auch mit aus, eine Leseempfehlung für kalte Wintertage.

gisel am 27.10.2015 12:10 Uhr
Wie viel Nähe verträgt eine Familie?

Als ihre Schwiegertochter Inge Boysen für tot hält und deren Kinder und Kindeskinder benachrichtigt, machen sich alle auf den Weg – fast alle, denn der eine Sohn ist nicht erreichbar, und ein Enkel konnte noch rechtzeitig erfahren, dass die Großmutter quicklebendig ist. Es ist kurz vor dem Jahreswechsel, als sie sich auf der Nordseeinsel versammeln, drei ihrer Kinder mit zwei Ehepartnern und drei Enkeln. Doch als sie sich wieder auf den Rückweg machen wollen, beginnt ein Schneesturm Haus Tide und seine Bewohner von der Außenwelt abzuschneiden. Drei Generationen unter einem Dach, aufeinander angewiesen in stürmischem Wetter, wenn sogar der Strom und die Telefone ausfallen – da beginnen die Gemüter zu kochen, alte Geschichten werden aufgewärmt, Emotionen bahnen sich ihren Weg. Was geschieht tatsächlich mit dem Haus, wenn Inge stirbt, muss es verkauft werden? Was, wenn auch der älteste Sohn und Bewohner des Hauses stirbt, weil er vielleicht einen Hirntumor hat, und was, wenn er sogar vor seiner Mutter stirbt? Das und noch viel mehr Fragen tauchen auf, jeder der neun Bewohner hat seine eigenen Probleme mitgebracht. Es ist ein explosives Gemisch, das hier aufeinander trifft und ausgehalten werden muss, mal sind es harmlose Fragen, mal sind sie existentiell, und sie dringen in den wenigen Tagen dieser durch die Not geschaffenen Gemeinschaft auf eine Antwort. Das ist für den Leser immer mal wieder amüsant, aber er hat auch die Gelegenheit, sich selbst darüber Gedanken zu machen, wie man diese oder jene Frage am besten lösen könnte. Doch die Lösung muss er sich tatsächlich selbst denken. Wie auch Inge Boysen es liebt, das Ende eines Buches hinauszuzögern, immer langsamer wird beim Lesen, so lässt uns die Autorin letztendlich allein mit einem Finale und bricht alle Handlungsfäden kurz vor dem Ende ab. Nun geht es mir genau anders herum: Wenn ich die Hälfte eines Buches geschafft habe, kann ich kaum noch aufhören zu lesen und auf den letzten Seiten werde ich, wenn möglich, nochmal schneller, denn ich will das Ende wissen. Und damit habe ich ein kleines Problem mit dieser Geschichte, die bewusst alle Fäden ins Ungewisse hängen lässt. Ansonsten aber habe ich die Geschichte in vollen Zügen genossen, die vielen Geheimnisse, die ganz nebenbei aufgedeckt werden und die Handlung weitertreiben, die Entwicklungen, die alle Protagonisten durchmachen, die wundervolle Sprache der Autorin. Sehr schnell findet der Leser in die verschiedenen Handlungsstränge hinein, bangt und hofft mit jedem der Bewohner mit, diesen Wintergästen, die wie die Zugvögel den Abflug nicht rechtzeitig geschafft haben oder ohnehin überwintern wollten und dabei vom Wetter überrascht wurden. Wie viel Nähe verträgt eine Familie, das fragt sich der Leser immer wieder, und es ist erstaunlich, wie viel Nähe überhaupt möglich ist. Damit bietet sich eine wunderschöne Grundidee für dieses Buch – leider, wie schon gesagt, mit einem für mich unbefriedigenden Ende. Damit kann ich nur eine eingeschränkte Leseempfehlung ausstellen – wie schade!

leseengel71 am 16.10.2015 00:10 Uhr
Familien Geschichte

15.10.2015 Das Cover ist super gelungen. Das verspricht eine schöne Geschichte an der Nordsee. Außer, dass ich das Buch leider erst bis zur Hälfte gelesen habe, finde ich, dass es sich schleppend ließt. Ich musste oft Seiten mehrere Male lesen, bevor ich überhaupt verstand in welche Zeit bzw. welchen Ort sich die Person, von der grade geschrieben wurde, befindet. Die Schriftstellerin lässt die Personen in Ihren Gedanken viel zu weit ausschweifen. Da verliert man den Faden und hat kaum verstanden, um was es ging. Also zurückblättern und noch mal lesen. Ansonsten gefällt mir die Familiengeschichte bisher gut. Nach einigen Thriller ist so eine Familiengeschichte eine angenehme Abwechslung. Da ich das Buch noch nicht durchhabe, gebe ich erst mal 2 Sterne.   07.01.2016 Passend zum Jahresende habe ich das Buch endlich fertig gelesen. Die Familiengeschichte selber hat mir gut gefallen. Ich konnte mich gut in den Ort des Geschehens rein denken. Die weit ausgeholten Gedankengänge lassen in der 2. Hälfte des Buches auch nach. In den letzten Kapiteln kam es mir so vor, das sich die Ereignisse überschlagen. So nach de Motto, das Buch muss mal zum Ende kommen. Z. B. Boy: Im Laufe des Buches hatte er eigene Kapitel. Zum Schluss nur noch einen Abschnitt. Einige Fragen bleiben auch noch offen. Wird Boy es schaffen ans Ufer zu gelangen? Ist Enno wirklich sterbenskrank? Wie wird Enno reagieren, wenn er erfährt, dass seine Tochter seine Nichte ist? ... Jetzt insgesamt 4 Sterne für das super Cover,  die Geschichte selber und für den Ort des Geschens. Ich liebe die Nordsee. ![Lächelnd](http://www.vorablesen.de/sites/all/libraries/tinymce/jscripts/tiny_mce/plugins/emotions/img/smiley-smile.gif "Lächelnd")      

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

booksection.de

Tragik, Komik und viele magische Momente wechseln sich in ›Wintergäste‹ miteinander ab und machen di...esen Roman zu einem außergewöhnlichen und unvergesslichen Lesevergnügen. mehr weniger

Stefanie Rufle

DONNA

Lebensnah!

01.02.2016

Berliner Morgenpost

Eine Geschichte zwischen Tragik, Komik und Magie.

21.10.2015

Für Sie

Ein Roman voller Nordseeflair, der Stimmungen und Konflikte liebevoll einfängt.

Susanne Walsleben, 12.10.2015

Wilhelmshavener Zeitung

Ein Buch, das Zeit und Muße zum Lesen verlangt, das ohne dramatische Spannung auskommt und den Leser... dennoch mit jeder Seite in seinen Bann zieht. mehr weniger

02.10.2015

der-kultur-blog.de

In ihrem Roman ›Wintergäste‹ hat die Autorin Sybil Volks das Thema Familie auf subtile Weise und erz...ählerisch brillant umgesetzt. [...] Sehr unterhaltsam! mehr weniger

Ingrid Mosblech-Kaltwasser, 23.09.2015

Buch-Magazin

Drei Generationen in einem eingeschneiten Inselhaus - in wenigen Tagen entfaltet sich zwischen ihnen... das Leben in seiner ganzen Tragik, Komik und Magie. mehr weniger

Buch-Magazin

Ein großer Familienroman voller Poesie und Geheimnisse.

Bernd Kielmann

Gießener Zeitung

Dieses Buch ist, einfach so wie es ist, magisch.

Markus Eggert, 16.02.2017

Schweriner Volkszeitung

Der Berliner Autorin ist eine schöne, lebendige und wahrhaftige Familiengeschichte gelungen.

24.10.2016

Neue Osnabrücker Zeitung

Volks hat die Figuren in diesem Buch außerordentlich sorgfältig entwickelt. Die Charaktere sind es, ...welche das »Kammerspiel« – so die Autorin über ihr Werk – tragen. mehr weniger

Alexander Schnackenburg, 26.02.2016

www.leseberater.de

Ich habe mit jedem einzelnen Familien¬mitglied bis zum Ende mitgefiebert wie nun seine persönliche G...eschichte wohl weitergeht, denn so verschieden sie alle auch sind, so liebenswert sind doch alle von ihnen. Genau wie Inge Boysen ihre vier unterschiedlichen Kinder und deren Familien liebt, liebt auch die Autorin alle ihre Figuren und schildert sie so einfühlsam, dass man auch die verfahrensten Situationen nachvollziehen kann und nicht verurteilt. Wer die Bücher „Altes Land“ von Dörte Hansen oder „Das Lügenhaus“ von Anne B. Ragde mochte, wird diese Geschichte auch lieben! mehr weniger

Julia Richter, 03.01.2016

Isabellas Buchgeplauder Blogspot

Volks schreibt wunderbar bildhaft und poetisch. ... Ein leiser, weiser Roman über Familie, Liebe und... verlorene Träume, der mich vor allem dank des wunderbaren Schreibstils und der interessanten Figuren gut unterhalten hat. mehr weniger

Isabella Appelt, 05.12.2015

Nord Express

Dieser Roman ist eine Familiengeschichte mit vielen Facetten, dessen Handlungen im Verlauf der Seite...n stark an Dynamik gewinnen und pure Lesefreude bedeuten. mehr weniger

Birgit Panten, 11.11.2015

buechereule.de

Der Autorin Sybil Volks, ist mit ›Wintergäste‹ eine sehr schöne bunte, lebendige und quirlige Famili...engeschichte gelungen. mehr weniger

Arietta, 03.11.2015

katzemitbuch.de

Ein wunderschönes atmosphärisches Buch, das einen in den Bann zieht.

28.10.2015

Wochen-Anzeiger Wittingen

Spannender Familienroman.

21.10.2015

literaturlounge.eu

Dieses Buch ist einfach so wie es ist, magisch.

07.09.2015

Dingolfinger Anzeiger

Wer sich mit diesem Roman an einem Winternachmittag auf die Couch setzt, wird das Buch mit Genuss ve...rschlingen. mehr weniger

Dagmar Schmitz, 09.01.2015