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Aus diesem Leben konnte nur ein Roman werden, aber ein Roman wie kein zweiter: voller unbändiger Energie und leuchtender Lebensgier

Zwei, drei blaue Augen

Ein Mensch, vielleicht am falschen Ort geboren, macht sich auf, frei und unabhängig zu sein: Tassilo, jung und verliebt in Musik und Männer, will raus aus der Rostocker Platte und rein in die Freiheit West-Berlins. Schwankend zwischen Verzweiflung und Euphorie plant er seinen Ausbruch. Denn auch Zuhause scheint er nicht mehr sicher zu sein: »Mutter sagt, sie wird alles dafür tun, dass mein Vorhaben nie aufgeht. Ihre Kriegserklärung ist klipp und klar – nicht nur als Mutter, auch als Genossin.« Es gleicht einem Wunder, doch 1986, mit gerade einmal neunzehn Jahren, kommt dieser Suchende und Strauchelnde mit den blauen Augen am Bahnhof Zoo an. Drei Jahre später fällt die Mauer und er macht eine Entdeckung, die sein ganzes Leben verändert …
Aus Briefen, Tagebucheinträgen, Kindheitserinnerungen und Stasi-Akten formt Victor Schefé einen Roman, der vor Energie leuchtet.

»Victor Schefé erzählt atemlos, hinreißend, selbstironisch. Man liest immer weiter und freut und wundert sich über den Scharfblick auf das Absurde im Leben des Autors.« Helga Schubert

Bibliografische Daten

EUR 18,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44852-9
Erscheinungsdatum: 16.10.2025
1. Auflage
472 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Victor Schefé

Victor Schefé, 1967 in der DDR geboren, ist 1986 nach West-Berlin ausgereist. Start als Schauspieler an Berliner Off-Theatern, wenig später Hauptrollen am Schauspielhaus Wien. Danach in über achtzig Film- und TV-Produktionen von ›Tatort‹ bis ›Bewegte Männer‹, ab 2010 auch international, in ›Bridge of Spies‹ unter der Regie von Steven Spielberg, im James-Bond-Film ›Spectre‹ und in drei Staffeln ›Borgia‹. Regisseur und Produzent von ›B. i. N. – Berlin im November‹. Mitglied der Deutschen Filmakademie und Unterzeichner der Initiative #actout. ›Zwei, drei blaue Augen‹ ist sein Romandebüt.

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Veranstaltungen & Medientermine

Veranstaltung
Victor Schefé liest aus ›Zwei, drei blaue Augen‹

im Rahmen der Ausstellung „Die Partei hat immer recht. Die SED im Alltag der DDR“

16.09.2026
19:00 Uhr (CEST)
Literaturhaus Rostock e.V.
Doberaner Straße 21
18057 Rostock
Veranstaltung
Victor Schefé liest aus ›Zwei, drei blaue Augen‹ und Reiner Kunzes „Die wunderbaren Jahre“

Im Rahmen der Ausstellung „Ich habe die tschechische Sprache geheiratet“ – Reiner Kunze und die tschechische Poesie

29.09.2026
19:00 Uhr (CEST)
Deutsche Nationalbibliothek
Adickesallee 1
60322 Frankfurt
Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Welt am Sonntag
Dicht und wütend, schnoddrig und sensibel.

Marko Martin, 03.01.2026

queer.de
Und so zeigt Victor Schefés Roman eindrücklich, wie hart, einschränkend und erniedrigend das Leben i...n der Diktatur ist – ein hochpolitisches Werk, ohne belehrend zu sein. (…) Ein bemerkenswerter zeitgeschichtlicher Roman, der die DDR als Unrechtsstaat greifbarmacht. mehr weniger

24.12.2025

FAZ
Was für ein Debüt: Victor Schefés ›Zwei, drei blaue Augen‹ zieht die Fieberkurve deutscher Teilung u...nd Wiedervereinigung literarisch nach. mehr weniger

Jan Brachmann, 03.12.2025

Musikexpress
Wir haben es hier mit einer bewegenden Momentaufnahme zwischen Ost und West zu tun, die nicht nur Ze...itgeschichte wieder lebendig werden lässt, sondern die bleibende Kraft persönlicher Freiheit feiert. Ein inspirierendes Buch, das mitreißt und lange nachklingt. mehr weniger

01.12.2025

Rolling Stone
Gespickt mit Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Stasi-Dokumenten schreit dieser Roman geradezu nach... einer Verfilmung. mehr weniger

Max Gösche, 01.12.2025

BÜCHER Magazin
Ein mitreißendes literarisches Debüt: das Zeitdokument einer DDR-Jugend.

Meike Dannenberg, 01.12.2025

Berliner Zeitung
Es wäre schön, wenn ›Zwei, drei blaue Augen‹ nicht Schefés einziges Buch bleibt.

Cornelia Geißler, 29.11.2025

Nürnberger Zeitung
Der Roman ist dabei auch eine sehr sentimentale und schmerzhafte Erinnerung an die Mutter-Sohn-Bezie...hung des Erzählers, stellt sich als queere Coming-Of-Age-Geschichte heraus. mehr weniger

Bernd Noack, 20.11.2025

Ruhr Nachrichten
Ein intensives Buch, in dem private und politische Geschichte untrennbar ineinandergreifen. Es ist z...ugleich eine Coming-of-Age-Erzählung. Ein Roman, der nichts glättet und gerade dadurch berührt. mehr weniger

Andreas Schröter, 12.11.2025

BR Kultur
Victor Schefés Roman ›Zwei, drei blaue Augen‹ ist eine große, ungewöhnlich erzählte und gelegentlich... wilde Meditation über die Freiheit – im politischen und überhaupt im allumfassenden Sinn. mehr weniger

Niels Beintker, 06.11.2025

Grazia
Sensationelles Romandebüt: Die mitreißende Geschichte von Tassilo, die auf dem wahren Leben des Auto...rs beruht, geht unter die Haut – und strotzt bei aller Tragik nur so vor Lebensfreude und Energie. mehr weniger

06.11.2025

Zitat
Ich bin hellauf begeistert. Was für eine wunderbar eigene Sprache! Poetisch und ganz direkt, wirklic...h großartig! mehr weniger

Ulrich Matthes, 05.11.2025

Carpe Gusta
Flotte Story in unbeschwerter Leichtigkeit erzählt, voller literarischer Power!

05.11.2025

Nordkurier
Das Buch überzeugt durch seine Umgangssprache, die flüchtig und flott ein wenig an Ulrich Plenzdorf ...denken lässt. mehr weniger

Welf Grombacher, 01.11.2025

Siegessäule Berlin
Eine bewegende Selbstbehauptungsgeschichte.

01.11.2025

SuperIllu
Kraftvoll und berührend.

30.10.2025

ntv.de
Atemlos erzählt Schefé vom Ankommen im Westen, den Begegnungen, seinen Reisen, seinem schlechten Gew...issen, seiner Sehnsucht, seiner Traurigkeit. Seiner Neugier. Und wir reisen mit ihm, gern, schnell und ungeduldig. mehr weniger

Sabine Oelmann, 19.10.2025

Radio Bremen 2
Die Geschichte macht die Zerrissenheit eines freigeistlichen Heranwachsens in der DDR erlebbar.

11.10.2025

NDR Kultur
Ein energetisches und auch feinfühliges, ein lebendiges Buch - so leuchtend wie die blauen Augen des... Autors. mehr weniger

Andrea Schwyzer, 06.10.2025

Buchkultur
Mitreißend und spannend wie ein Krimi (der sein Leben in der DDR auch war) liest sich das Erinnerung...sbuch des 1967 in Rostock geborenen Kollegen Victor Schefé. mehr weniger

Dagmar Kaindl, 01.10.2025

Emotion
Was für ein Debüt! (…) 36 Jahre nach der Maueröffnung beamt mich Schefé direkt in (s)eine Jugend in ...der DDR, reißt mich mit Tausenden Details mit in den Strudel von wahrlich freier Freiheitslust. Ich lieb's! mehr weniger

Silvi Feist, 01.10.2025

Geistesblüten
Jede Zeile pulsiert vor Intensität, Rastlosigkeit aber auch Wut. Wer einmal eintaucht, spürt die Ene...rgie und die Dringlichkeit. mehr weniger

Chritian Dunker, 01.10.2025

Der Standard
Was dieses Buch von anderen unterscheidet, ist vor allem seine Form. Als Collage aus Stasi-Akten, Be...richten, Tagebucheinträgen, Telegrammen, Songtexten etc. springt der Text ohne strenge Chronologie in den Zeiten herum. Es wohnt ihm dadurch eine Atemlosigkeit inne, als hätte er ständig Angst, etwas zu verpassen. mehr weniger

Raffael Leitner, 27.09.2025

Playlist zum Buch