Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Foto Anika Decker, Buch Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben und Zitat „Was für eine schöne Geschichte! Ganz leicht erzählt, aber nie leichthin!“ von Christine Westermann
Foto Anika Decker, Buch Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben und Zitat „Was für eine schöne Geschichte! Ganz leicht erzählt, aber nie leichthin!“ von Christine Westermann

Entdeckt jetzt die Playlist zum Roman

»Geh raus, Schatz, leb mal wieder.«

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben

Nina: bald 50, geschieden, Mutter von zwei Kindern. Ihren gegenwärtigen Zustand beschreibt sie mit leichten Aggressionen, Unruhe, aufkommendem Zynismus und Brustspannen. Nicht, dass sie ihrem Ex-Mann die Ehe mit der blutjungen Influencerin und »Zwillings-Mama« missgönnen würde, ihr sind lediglich einige Details aufgefallen, die auch jetzt noch in ihrem Kopf herumgeistern, beispielsweise ihre Anderthalb-Zimmer-Wohnung im Vergleich zur repräsentativen Villa ihres angeblich bankrotten Ex-Mannes.

»Neben mir steht ein sehr großer, sehr junger Mann, der aussieht wie ein französischer Filmstar oder wie jemand, der Katzenbabys aus einem brennenden Haus rettet.«

Doch dann geschieht, was Nina einfach nicht glauben möchte: Sie verliebt sich in den zwanzig Jahre jüngeren David und bringt damit ihre fragile Lebenskonstellation ordentlich ins Wanken. Denn jeder hat eine Meinung dazu, inklusive sie selbst.

»Ich kann nicht fassen, wie sehr es mich erwischt hat, weiß nicht, ob ich mich darüber freuen oder schreiend vor meinem Leben davonlaufen soll … Brauche ich jetzt auch noch einen jungen Liebhaber, um mir zu beweisen, dass da noch so viel auf mich wartet?«

Und wenn sie glücklich werden will, muss sie ihr Leben neu aufrollen.


Der SPIEGEL-Bestseller im Taschenbuch: 

  • Eine andere Liebesgeschichte, erzählt mit Witz, Bissigkeit und trotzdem voller Wärme
  • Anika Decker gehört zu den erfolgreichsten Drehbuchautorinnen und Kino-Regisseurinnen und hat mit ihrem neuen Roman wieder einen Nerv getroffen
  • »Der neue Familienroman von Anika Decker treibt uns die Lachtränen in die Augen.« Freundin

Bibliografische Daten

EUR 14,00 [DE] – EUR 14,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22180-1
Erscheinungsdatum: 15.05.2026
2. Auflage
464 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Anika Decker

Anika Decker, geboren 1975 in Marburg, arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin in Berlin. 2007 gelang ihr mit ihrem sensationellen Drehbuchdebüt Keinohrhasen der Durchbruch. 2015 debütierte sie als Regisseurin, der Film Traumfrauen, nach eigener Vorlage, war eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres. Ihre zweite Regiearbeit High Society eroberte Platz eins der Kinocharts. Anika Deckers Romandebüt Wir von der anderen Seite stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Auch ihr aktueller Roman Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben stand monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Hörfassung war sieben Monate in den Top Ten von Audible.

zur Autor*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

120 von 120 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.53 von 5 Sternen


53%

47%

0%

0%

0%


Geben Sie eine Leserstimme ab!

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Kunden.


8 - 10 von 120 Leserstimme

caroku am 06.01.2025 09:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wirklich witziger Roman, der auch ernste Themen aufgreift und nicht albern ist

Nina: bald 50, geschieden, Mutter von zwei Kindern. Ihr Zustand: leichte Aggressionen, aufkommender Zynismus, Brustspannen. Nicht, dass sie ihrem Ex die Ehe mit der jungen Influencerin und »Zwillings-Mama« missgönnen würde, ihr sind nur einige Details aufgefallen: ihre Anderthalb- Zimmer-Wohnung im Vergleich zur Villa ihres angeblich bankrotten Ex beispielsweise. Doch dann verliebt sie sich in den 20 Jahre jüngeren David und bringt damit alles ins Wanken. Denn jeder hat eine Meinung dazu, inklusive sie selbst, und wenn sie glücklich werden will, muss sie ihr Leben komplett neu aufrollen.Wirklich witziger Roman, der auch ernste Themen aufgreift und dabei nicht albern ist. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, ich habe es an 3 Abenden hintereinander verschlungen. Es wird oft aus der Perspektive von Nina (Hauptfigur) erzählt aber es gibt zwischendurch auch Eindrücke der anderen Personen. Alle Figuren sind authentisch umgesetzt. Der Sprachstil gefällt mir sehr, vor allem die Hauptfigur, ihre beste Freundin und ihre Familie haben viele witzige und schlagfertige Sprüche auf Lager. Neben der Liebesgeschichte wird auch die Geschichte von Nina, ihrer Schwester und ihrer Mutter aufgearbeitet, sowie die Machtverhältnisse an Ninas Arbeitsstelle und die dort laufenden aber vertuschten Verletzungen von Frauen. Das Buch macht Mut, sich dagegen zu wehren. Die Liebesgeschichte ist überhaupt nicht schnulzig und wirklich gut gelungen. Danke für dieses tolle Buch :-)

melanie2810 am 06.01.2025 08:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schönes Buch

Das Buch "Zwei vernünftige Erwachsene die sich mal nackt gesehen haben" von der Autorin Anika Decker fand ich gut.Das Cover finde ich ganz passend, es sprach mich an und der Klappentext weckte mein Interesse. Die Leseprobe gab einen guten Eindruck und im allgemeinen finde ich es ein gelungenes Buch.Die Autorin Anika Decker schreibt sehr flüssig und ich kam sofort in die Story rein.Ich fand die Aufmachung des Buches gut gewählt. Auch die Kapitel wirkten gut gewählt und ausgearbeitet, auch das geswitche das mal z.b. aus Lenas Sicht erzählt wurde und im nächsten Kapitel wieder von Nina fand ich gut gelungen.Ich fand Nina sowie auch David und Lena schnell sympathisch und konnte mich gut hineinversetzen.Was mich etwas störte war das immer wieder von fast 50 die Rede war und das das war mir zuviel rumgereite auf ihr alter. Vorallem weil dann mittig im Buch aufkam das Nina erst 45 ist. Ich dachte bis dahin sie ist um die 49. Das man mit bestimmten runden Geburtstagen hadert bzw. mit der Zahl kann ich verstehen aber für dass das Nina erst 45 war konnte ich nicht so nachvollziehen wieso immer wieder von kurz vorm 50. Geburtstag die Rede war von ihrer Seite her und auch von ihrer Schwester, dies zog sich mal mehr mal weniger durchs Buch.Ich war sehr überrascht als in Ninas Arbeit bestimmte Themen die ich doch als sehr triggernd für Menschen empfinde, aufkamen und diesem "leicht" wirkende Buch einen großen Dämpfer gab. Ich fand keine Vorwarnung oder Triggerwarnung im Buch, wie so mittlerweile üblich in Büchern was ich doch als sehr wichtig empfinde.

mollymoon108 am 05.01.2025 17:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannend, wichtig und unterhaltsam

Anika Deckers Roman "Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben" beginnt schon so spritzig und witzig, wie man es von ihr erwarten kann. Sie ist Drehbuchautorin des Films "Keinohrhasen" und deshalb ist beste Unterhaltung garantiert. Allerdings hat dieser Roman auch Tiefgang und ist überhaupt nicht oberflächlich. Ich kenne von ihr "Wir von der anderen Seite" und war deshalb besonders gespannt auf ihr neues Buch. Die Story beginnt unterhaltsam, aber im Verlaufe des Buches kommen immer mehr erste Aspekte hinzu. Anika Decker entwickelt mit Ihrer Figur Nina ein Frauenbild, dass sich aus den vorgegebenen gesellschaftlichen Strukturen befreien will und ihre Träume leben möchte. Ihre Entwicklung hat mir besonders gut gefallen. Auch die Sprache gefällt mir gut, da sie ncht zu oberflächlich und simpel ist.

klassikfan am 05.01.2025 16:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Unterhaltsam, aber ein paar Themen zuviel

„Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“, ist mein erster Roman dieser Autorin und ich fand ihn, bis auf einigen Längen, recht unterhaltsam.Zwei Schwestern, Nina, fast fünfzig, geschieden, hat ihr Luxusleben in Berlin Grunewald, gegen ein einfaches Leben in 11/2 Zimmern eingetauscht. Der Grund, ein Ehevertrag, der gutgläubig geschlossen wurde und sie nun mit nichts zurücklässt. Ihr Exmann hat wieder geheiratet, eine Influencerin und noch mal Zwillinge bekommen. Ninas Kinder sind erwachsen. Lena, Ninas Schwester, ist von Hannover nach Berlin gezogen und ihr Lebensinhalt ist der, von den Grunewalder Frauen in ihren erlauchten Kreis aufgenommen zu werden.Nina lernt auf dem Kindergeburtstag der Zwillinge ihres Mannes David kennen, knackig und Ende zwanzig. Nina , seit drei Jahren ohne Sexualleben, ist nicht abgeneigt. Die beiden verlieben sich ineinander und die Grunewalder Gesellschaft staunt. Der Roman liest sich bis auf ein paar Längen, die auch dadurch entstehen, dass meiner Meinung nach ein paar Themen zuviel behandelt wurden, recht unterhaltsam.Mit viel Ironie übt Frau Decker Gesellschaftskritik, nicht nur an der dekadenten Schicht der Grunewalder, sondern auch an dem Frauenbild. Steht es einer fünfzigjährigen zu, sich in einen jüngeren Mann zu verlieben, was für Männer selbstverständlich ist, muss nicht auch für Frauen gelten.Auch andere Themen werden gestreift, die mir dann aber doch mit der Zeit ein wenig viel wurden.Alles in allem habe ich das Buch ganz gern gelesen, auch weil die Themen mit viel Humor und Ironie behandelt wurden.

marie aus e am 05.01.2025 14:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Witzig, dann aber sehr ernste Themen

Nina geht auf die 50 zu und ist geschieden.Dummerweise ist von dem vermeintlichem Zugewinn der Ehe nicht nur wirtschaftlich nichts übrig geblieben, so dass sie gerade so über die Runden kommt. Ihr Exmann hingegen wohnt weiterhin in der Villa mit dem von ihr so aufwändig angelegten Rosengarten und ist nun mit einer Influencerin verheiratet, die seine Tochter sein könnte. Kein Wunder, dass Nina latent aggressiv ist (so sieht sie sich selbst).Zu alle dem hat sie noch eine Vorzeigeschwester, die nach außen hin alles richtig macht (ich musste doch tatsächlich googeln, was denn Moncler-Jacken sind, die hat man nämlich, wenn man dazugehören will; Nina und ich sind da nicht nur preislich raus). Und eine Mutter, die ganz und gar nicht das "Alte-Damen-Schubladen-Leben" führt. Als wäre das nicht anstrengend genug, verliebt sich Nina in einen deutlich jüngeren Mann. Also genau wie ihr Ex (er in eine Frau, jaja) - nur dass es es umgekehrt etwas gaaaaanz anderes ist. Alle finden sie megapeinlich.Das Buch sprüht im ersten Viertel vor Sarkasmus und Witz und ich konnte mich so mit Nina identifizieren. Mich hat dann voll überrascht, dass es diese humorvolle, leichte Schiene dann aber erweitert und schwere Themen die Oberhand bekommen. Es geht um sexuellen Missbrauch, um Misogynie, um Verluste und noch viel mehr. Der lockere Ton wird beibehalten, schlägt aber auch ernste Töne an und das Buch hat eine ganz andere Richtung genommen, als von mir vermutet. Und irgendwie passte das für mich nicht zusammen. Ich habe mir eine leichte, lockerere Liebesstory für die 40+ Generation erhofft und die ernste Entwicklung mit so vielen Themenfelder fand ich hier nicht stimmig in der Kombination. Gut gefallen hat mir hingegen das Dreigestirn aus Mutter, Nina und ihrer Schwester. Die Charaktere waren so überzeugend und lebendig geschildert und die Entwicklung der Drei zu verfolgen, das war wirklich klasse.Mein Fazit: Ich bin völlig begeistert vom sarkastischen Schreibstil - aber die vielen schweren Themen waren mir hier too much (auch wenn sie natürlich wichtig sind, aber die Kombination war hier für mich nicht rund).

wencke am 05.01.2025 12:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Nichts ist wie es scheint

Insgesamt ist dieses ein großartiger und kurzweiliger Roman. Die Autorin muss ich mir merken! Der Roman ist aus den Sichtweisen der unterschiedlichen Personen geschrieben, das macht das Lesen sehr interessant.Zwischendurch fand ich das Lesen aber dann doch tatsächlich etwas langatmig. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin sich mit den unterschiedlichen Handlungssträngen verzettelt. Im Laufe des weiteren Lesens wird klar, wie raffiniert der Roman insgesamt konstruiert ist.In der Hauptfigur geht es um Nina, fast 50 Jahre alt, sie hat einen Sohn und eine Tochter, die als junge Erwachsene ihren Weg finden. Nina selber hat viele Jahre mit ihrem erfolgreichen Mann ein gehobenes Leben im Berliner Grundwald gelebt. Nun ist sie geschieden und lebt in Berlin in einer kleinen Wohnung. Lena, Ninas Schwester, lebt seit kurzem mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Kindern im Bezirk Grunewald, sie sucht den Kontakt zu den Menschen die im Grunewald leben, sie möchte gesehen und anerkannt werden. Nach und nach wird deutlich, wie das Leben funktioniert.Weitere spannende Schauplätze sind u.a. die Verbindung zu der Mutter von Nina und Lena, was ist der Kindheit und Jugend ereignet hat und dass Nina die Liebe für sich wieder entdeckt. Ich habe das Lesen sehr genossen und spreche hier meine eindeutige Leseempfehlung aus.

gaia am 04.01.2025 13:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Unterhaltsam und gesellschaftlich relevant zugleich

Auch mit ihrem zweiten, anspruchsvollen Unterhaltungsroman nach dem großartigen „Wir von der anderen Seite“ weiß die Drehbuchautorin und Regisseurin Anika Decker zu überzeugen, wenn auch mit Abstrichen.Wie man sich schon aufgrund des Titels denken kann, schreibt Decker - wieder einmal - mit leichter Feder und viel Sprachwitz ihre Geschichte über Nina, eine geschiedene Frau im Alter von 49 Jahren, die nicht nur eine neue Liebe entdeckt und damit aneckt, ist doch der Auserwählte zwanzig Jahre jünger als sie, sondern auch noch mit ihrer Rolle als Tochter einer gezeichneten Frau und Mitarbeiterin einer von männlicher Dominanz durchzogenen Medienproduktionsfirma hadert. Ihre jüngere Schwester Lena indes hadert mit ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter in einer Zeit, in der Instagram-Supermütter alles richtig zu machen scheinen und dabei auch noch durchgängig glücklich wirken. Als im Unternehmen ein metoo-Skandal an die Öffentlichkeit zu treten droht und einige Männer aus den höheren Etagen (darunter Lenas Ehemann) versuchen diesen zu vertuschen, müssen die Schwestern ihren eigenen Standpunkt finden und sich entscheiden, ob sie wegschauen oder solidarisch kämpfen wollen.Der Inhalt zeigt schon einmal auf, in welche Richtung der aktuelle Roman von Anika Decker geht. Oberflächlich wie ein Liebesroman anmutend, da die Annäherung an den viel jüngeren David zunächst im Zentrum steht, entwickelt der Roman schnell einige weitere Facetten, die im Verlauf sogar wichtiger wirken, als der immer wieder einmal auftauchende Liebesplot. Dieser konnte mich auch nur zu Beginn einfangen, denn später fehlte mir die Möglichkeit darin so richtig einzutauchen, da nur kurze Schlaglichter auf einzelne Szenen geworfen werden. Hier entspinnt sich eine Geschichte zwischen zwei Menschen, die von Missverständnissen und nicht ausgesprochenen Gedanken durchzogen ist, was prinzipiell sehr realistisch ist, mich über die Länge des Buches hinweg allerdings ab und an auch genervt hat. Das liegt an der Natur der Sache, da ich persönlich kein Fan von Geschichten mit viel Hin und Her und Gehader bin.Stilistisch ist für mich der leichte Schreibstil, der sich süffig einsaugen lässt, ausschlaggebend für meine Freude über ein neues Anika Decker-Buch. Was meines Erachtens nicht ganz so gut gelungen ist, ist der Perspektivwechsel zwischen den Figuren. Wir beginnen den Roman aus der Ich-Perspektive von Nina zu lesen, wechseln später aber auch immer wieder in Lenas oder andere Perspektiven, die dann aber im personalen Erzählstil gehalten sind. In einem Lena-Kapitel rutscht die Autorin sogar mal aus Versehen für einen Absatz in die Ich-Perspektive. Nur David bekommt noch eine Ich-Perspektive zugestanden, was ihn scheinbar als wichtige zweite Hauptfigur markieren soll. Leider blieb er für mich trotzdem nur eine kleine Nebenfigur, weshalb dies irgendwie nicht stimmig wirkte. Seine „Ich-Gedanken-Anteile“ bleiben nur recht kurz gehalten und versuchen zwar einen Einblick in seine Geschichte zu geben, dieser formt sich allerdings nicht zu einem runden, stimmigen Bild. Ganz zum Schluss bekommt auch Lenas Mann noch ein Kapitel zugeordnet, welches mit allerdings recht edukativ angelegt wirkte.Somit muss ich sagen, dass mir zwar der neue Roman von Anika Decker sehr gut gefallen hat, mich aber nicht annähernd so vollständig von sich überzeugen konnte wie „Wir von der anderen Seite“. Ich glaube, ich hätte mir entweder einen Roman mit größerem Fokus auf die Liebesgeschichte oder einen, der diese fast ganz herauslässt und damit nicht die Sicht auf die gesellschaftlich relevanten Themen verstellt, gewünscht.Ich würde den vorliegenden Roman letztlich inhaltlich mit den letzten Romanen von Mareike Fallwickl vergleichen, die zwar einen noch deftigeren, feministischen Einschlag haben und literarisch etwas anspruchsvoller sind, aber Anika Decker schafft es mit dem Verve ihres unterhaltsamen Schreibstils die feministischen Thematiken geschickt in einen Unterhaltungsroman zu verwandeln, der hoffentlich viele Leser:innen ansprechen wird und somit ein größeres Bewusstsein für die Belange von Frauen unterschiedlichster Altersgruppen und gesellschaftlicher Schichten schafft.3,5/5 Sterne

michiii am 04.01.2025 12:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein paar Fehlinformationen

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben von Anika Decker ist ein gewissermaßen Liebesroman. Ich habe mich auf eine Story vorbereitet, von einer um die 50 herum alten Frau, die sich in einen jüngeren Mann verliebt und dabei auf Widerstand trifft in ihrer Umgebung und deswegen dann anfängt ihr ganzes Leben zu hinterfragen und auch zu ändern. Und das habe ich auch erhalten in diesem Buch, jedoch etwas kürzer als erwartet. Erstmal haben wir es in diesem Buch mit zwei Perspektiven zu tun, wobei die eine unsere Hauptprotagonistin ist und die andere ihre Schwester. Ihre Schwester hat aber ihr eigenes Leben und ihre eigenen Probleme, die auch echt interessant sind, aber ziemlich unerwartet daher kamen. Diese Perspektive hat auf jeden Fall auch ⅓ der Story eingenommen, weshalb ich nicht so ganz verstanden habe, warum es nicht bei der Kursbeschreibung drinnen vorkam. Die Geschichte unserer eigentlichen Hauptperson war zwar sehr interessant, aber in ihrem Leben kamen Veränderungen auf sie zu, die manchmal gar nichts mit der Tatsache einer neuen Liebe zu tun hatten. Es kam auch irgendwie nur ein paar Kommentare von der Familie zu dem Thema der age-gap, aber das war es dann auch. Die Liebesgeschichte an sich hat auch gar nicht so viel Zeit eingenommen und war eher ein Hintergrundgeschehen, was mich nicht so richtig überzeugt hat. Die ganze Entwicklung, die sie durchgemacht hat, fande ich jedoch echt gut und auch schön geschrieben. Ich fande das Buch ganz gut, nur hatte ich mich auf was anderes vorbereitet.

heike_18.8 am 03.01.2025 19:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aus dem Leben

Nina ist mit knapp 50 Jahren nah an den Wechseljahren und seit ihrer Scheidung steht ihr Liebesleben eher auf dem Abstellgleis. Bis sie bei einer Feier ihres Ex-Mannes und dessen junger neuer Frau den 30-jährigen David kennen lernt und alle Prinzipien über Bord wirft. Doch anstatt sich für Ninas wiedergefundenes Selbstbewusstsein und Körpergefühl zu freuen, macht ihr Familie ihr eher Vorwürfe und Vorhaltungen. Anika Decker ist ein grandioser und realitätsnaher Roman gelungen, der jede Menge Lebenswitz und Humor beinhaltet, ohne dabei ins Lächerliche zu rutschen. In den Protagonistinnen kann man sich durchaus wiederfinden und ihre Probleme und Gefühle nachvollziehen. Es werden vor allem unterrepräsentierte weibliche Themen angesprochen, sowie die Metoo-Bewegung unterstützt. Damit gelingt auch der schwierige Spagat zwischen Unterhaltung und der Anregung zum Nachdenken. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung, weil es viel mehr dieser Bücher geben sollte!

chefchen12 am 03.01.2025 16:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Frauen einfach unschlagbar

Der Titel hat mich sofort angesprochen. Witzig und dennoch geheimnisvoll , Zwei Erwachsene bedeutet das Nina, 50 geschieden und 2 erwachsene Kinder, mit einem deutliche jüngerem Mann eine Beziehung beginnt. Ihre Mutter hat ein Alkoholproblem und ist oft peinlich, die Schwester würde gerne zur Mama Elite gehören. Passt aber nicht richtig. Zu den Mama gehören die ehemaligen Nachbarn von Nina. Ihr Exmann hat eine deutlich jünger Frau aber das ist ja normal. Nina sprengt den Rahmen und hat tollen Sex mit dem jungen Mann. Aber kann das alles gut gehen. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und die Geschichte ist super erzählt. Locker und absolut zeitgemäß. Nicht die traurige verlassene Ehefrau, die das Glück dem Exmann neidet sondern eine Frau die froh ist ihr Leben selbst in die Hand genommen zu haben. Absolut lesenswert und pure Empfehlung

Zitat Wie gesagt, ich hasse es, dass ich fünfzig werde, und ich hasse es, dass ich es hasse.
Zitat Ich kann nicht fassen, wie sehr es mich erwischt hat, weiß nicht, ob ich mich darüber freuen oder schreiend vor meinem Leben davonlaufen soll.
Zitat Wenn das Steak gut ist und die Pommes und die Extrabeilagen, die ich gleich bestellen werde, nimmst du mich dann mit nach Hause?
Zitat So sitze ich zwischen zwei supercoolen jungen Männern in ironischen Neunzigerjahre-Klamotten und fühle mich wie ein original Vintage-Stück.
Zitat Brauche ich jetzt auch noch einen jungen Liebhaber, um mir zu beweisen, dass da noch so viel auf mich wartet?
Zitat Was immer da gerade beginnt, ich habe das Gefühl, dass es das Beste ist, was mir jemals passiert ist.
Zitat In meiner Erinnerung hießen die meisten meiner Ex-Geliebten Michael oder Stefan, was im Prinzip der gleiche Name ist.
Zitat Tja, und plötzlich ist man verheiratet und schreit sich wegen der vermeintlich unkorrekten Anbringung einer Klorolle an.
Zitat So ist das also, wenn man sich heftig verliebt. so hätte das wohl immer sein müssen. Schade, dass mir das so spät passiert.
Zitat Ich frage mich, ob die neue Libido eventuell von den Cremes kommt, die ich mir jetzt immer morgens auf die Arme schmiere.