»Was für eine schöne Geschichte! Ganz leicht erzählt, aber nie leichthin.« Christine Westermann
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Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
Nina: bald 50, geschieden, Mutter von zwei Kindern. Ihren gegenwärtigen Zustand beschreibt sie mit leichten Aggressionen, Unruhe, aufkommendem Zynismus und Brustspannen. Nicht, dass sie ihrem Ex-Mann die Ehe mit der blutjungen Influencerin und »Zwillings-Mama« missgönnen würde, ihr sind lediglich einige Details aufgefallen, die auch jetzt noch in ihrem Kopf herumgeistern, beispielsweise ihre Anderthalb-Zimmer-Wohnung im Vergleich zur repräsentativen Villa ihres angeblich bankrotten Ex-Mannes.
»Neben mir steht ein sehr großer, sehr junger Mann, der aussieht wie ein französischer Filmstar oder wie jemand, der Katzenbabys aus einem brennenden Haus rettet.«
Doch dann geschieht, was Nina einfach nicht glauben möchte: Sie verliebt sich in den zwanzig Jahre jüngeren David und bringt damit ihre fragile Lebenskonstellation ordentlich ins Wanken. Denn jeder hat eine Meinung dazu, inklusive sie selbst.
»Ich kann nicht fassen, wie sehr es mich erwischt hat, weiß nicht, ob ich mich darüber freuen oder schreiend vor meinem Leben davonlaufen soll … Brauche ich jetzt auch noch einen jungen Liebhaber, um mir zu beweisen, dass da noch so viel auf mich wartet?«
Und wenn sie glücklich werden will, muss sie ihr Leben neu aufrollen.
Der SPIEGEL-Bestseller im Taschenbuch:
- Eine andere Liebesgeschichte, erzählt mit Witz, Bissigkeit und trotzdem voller Wärme
- Anika Decker gehört zu den erfolgreichsten Drehbuchautorinnen und Kino-Regisseurinnen und hat mit ihrem neuen Roman wieder einen Nerv getroffen
- »Der neue Familienroman von Anika Decker treibt uns die Lachtränen in die Augen.« Freundin
Bibliografische Daten
2. Auflage
Anika Decker
Anika Decker, geboren 1975 in Marburg, arbeitet als Drehbuchautorin und Regisseurin in Berlin. 2007 gelang ihr mit ihrem sensationellen Drehbuchdebüt Keinohrhasen der Durchbruch. 2015 debütierte sie als Regisseurin, der Film Traumfrauen, nach eigener Vorlage, war eine der erfolgreichsten Kinoproduktionen des Jahres. Ihre zweite Regiearbeit High Society eroberte Platz eins der Kinocharts. Anika Deckers Romandebüt Wir von der anderen Seite stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Auch ihr aktueller Roman Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben stand monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Hörfassung war sieben Monate in den Top Ten von Audible.
9 - 10 von 120 Leserstimme
Frau mit 50 und das Recht auf Liebe
Nina, die Protagonistin aus Anika Deckers Roman „ Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben „ist eine fast fünfzigjährige Frau, die von ihrem Ehemann Phil geschieden ist. Vor ihrer Scheidung ging es ihr finanziell sehr gut .Sie lebte mit Phil und ihren beiden Kindern in einem großen Haus und hatte alles, was sie sich nur wünschen konnte. Da sie einen Ehevertrag unterschrieben hat, ist ihr nach der Scheidung jedoch nichts mehr geblieben. Sie lebt allein in einer kleinen Wohnung und kommt mit ihrem jetzigen Dasein nicht klar. Phil lebt zusammen mit seiner neuen, jüngeren Frau und den gemeinsamen Zwillingen in einer Villa. Da sie ihren inzwischen erwachsenen Kindern versprochen hat, sich gegenüber deren Vater und seiner neuen Partnerin gut zu benehmen, macht sie gute Miene zum bösen Spiel. Auf einer Geburtstagsfeier bei ihrem Exmann lernt sie durch Zufall David kennen. Einen jungen Mann, der sich von ihr angezogen fühlt ,für den sie Gefühle empfindet und trotz Bedenken wegen des Altersunterschiedes eine Beziehung mit ihm anfängt. Annika Decker schreibt mit viel Humor über dieser Liebesbeziehung und den Vorbehalten der anderen Menschen, wenn eine ältere Frau eine Beziehung zu einem jüngeren Mann hat. Sie räumt in ihrem Buch einige Vorurteile gegenüber solchen Beziehungen auf und macht auch Mut für einen Neuanfang. Ein sehr schöner Roman mit einem besonderen und absolut treffenden Titel.
Was eine Frau dürfte, sollte und müsste - oder eben nicht
Die Kinder erwachsen, der Ex-Mann mit einer Jüngeren liiert und eine Mutter, die dem Alkohol viel zu nahesteht. Mit fast 50 steht Nina definitiv mitten im Leben und scheint das meiste unter Kontrolle zu haben. Bis sie den 20 Jahre jüngeren David kennenlernt. Anika Deckers neustes Werk taucht ein in das Leben einer ziemlich durchschnittlichen Frau. Dabei greift die Autorin wichtige Themen auf, über die sonst gerne unter vorgehaltener Hand geredet wird: die Arbeitswelt ü50, Sexismus in Grosskonzernen, Menopause und die Akzeptanz der Gesellschaft, wenn Frau einen frappant jüngeren Mann an ihrer Seite hat. Damit steht das Frausein im Zentrum dieses erfrischenden Romans und das ist gut so. Werden gewisse Aspekte auch nur oberflächlich angeschnitten, liefert Decker dennoch eine Perspektivenvielfalt, die uns teilweise gnadenlos den Spiegel vorhält und uns unsere eigene Engstirnigkeit aufzeigt und das das Ganze immer mit einer grossen Prise Selbstironie. Herrlich! So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass sich das Buch locker-flockig liest und neben einigen Lachern auch Stirnrunzeln und Selbstreflexion erzeugt. Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben, ist eine moderne Geschichte, wie sie so jederzeit und überall stattfinden könnte. Gemeinsam mit der Protagonistin räumt man Vorurteile auf und wird am Ende vielleicht ein wenig weitsichtiger und toleranter.
Zeitgemäß und erfrischend
Mit großer Leichtigkeit und klarem Blick beleuchtet der Roman die gesellschaftlichen Konventionen, die Nina plötzlich einholen: Altersunterschiede, Rollenerwartungen und die Meinungen von Familie, Freunden und sogar Fremden. Der Autorin gelingt es, Ninas innere Zerrissenheit und die widersprüchlichen Gefühle auf authentische und einfühlsame Weise darzustellen. Dabei ist die Geschichte nicht nur tiefgründig, sondern auch herrlich erfrischend und oft zum Schreien komisch.Die Mischung aus bissigem Humor, scharfsinnigen Beobachtungen und einer berührenden Liebesgeschichte macht das Buch zu einer unterhaltsamen und zugleich nachdenklichen Lektüre. Es zeigt, wie wichtig es ist, sich selbst treu zu bleiben, alte Muster zu hinterfragen und den Mut zu haben, auch im scheinbar falschen Moment einen Neuanfang zu wagen. Dieses Buch ist eine wunderbare Hommage an die Selbstfindung, die Liebe und die Freiheit, sich neu zu erfinden – egal, was andere sagen.
Zynisch und einfach ehrlich
Der Autorin ist es gelungen, einen Roman zu verfassen, der so zynisch, lebendig, wortgewandt und spannend ist, dass man ihn kaum aus der Hand legen möchte. Ich habe ihn innerhalb weniger Tage verschlungen und das hat folgende Gründe:1. Der Schreibstil: Die Autorin hat eine unglaublich überzeugende Art und Weise, die Handlungen zu schildern. Man taucht direkt ein und außerdem ist der Schreibstil sehr unterhaltsam und humoristisch.2. Die Figuren: Die Protagonistin ist Nina und aus ihrer Perspektive bekommen wir den größten Teil der Geschichte erzählt. Nina ist eine geschiedene Frau mittleren Alters, die ihr Leben neu ausrichtet. Dabei ist sie so sympathisch und herzlich, dass man einfach mitfiebern muss. Teils wird die Geschichte auch aus der Perspektive von Lena (Ninas Schwester), David (Ninas jüngerem Crush) und Florian (Lenas Mann) erzählt, was die Erzählung noch spannender macht.3. Die Themen: Zum einen thematisiert der Roman persönliche Themen, die ein jeder von uns gut nachvollziehen kann: Eheprobleme, Neustart, Zugehörigkeit. Zum anderen thematisiert er jedoch auch gesellschaftlich relevante Themen wie Sexismus und sexuelle Übergriffe. Aus diesem Grund geht er einem nahe und hat einen großen Mehrwert.Ich kann den Roman voll und ganz empfehlen und hoffe auf weitere Werke der Autorin!
Witzig und hintergründig
Was für ein Lesevergnügen! Anika Decker schafft mit ihrem Roman "Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben" die Balance zwischen Witz und Ernsthaftigkeit, in den Themen sowohl als auch im Stil. Decker kreiert mit ihrer Protagonistin Nina eine tolle Frau, die trotzdem die normalen Probleme der Durchschnittsfünzigerin kennt.Ninas Mann verlässt sie für eine junge Momfluencerin, die kleine Schwester Lena führt vermeintlich eine Bilderbuchehe und ist die perfekte Mutter, und in der Produktionsfirma, in der Nina arbeitet deckt sie die Vertuschung einiger Fälle von sexuellen Übergriffen auf. Als sich Nina in den zwanzig Jahre jüngeren David verliebt und ihre Mutter auch noch stürzt und Unterstützung braucht scheint das Chaos perfekt. Doch Nina findet trotz aller Widrigkeiten einen Weg durch alle Probleme und Wechseljahrsbeschwerden.Toll geschrieben, mit Bezügen zu vielen aktuellen Themen, liest sich der Roman kurzweilig und bietet immer die richtige Dosis Ernsthaftigkeit.
Humorvoll, ehrlich und mitten aus dem Leben
Dieses Buch hat mich sofort neugierig gemacht – schon der Titel bringt einen zum Schmunzeln und verspricht eine erfrischend andere Geschichte. Und genau das liefert die Autorin Anika Decker auch: ein witziges, ehrliches und berührendes Porträt moderner Beziehungen und alltäglicher Herausforderungen.Nina, fast 50, geschieden und Mutter zweier erwachsener Kinder, steckt in einer klassischen Midlife-Krise. Ihr Ex-Mann genießt sein neues Leben mit einer deutlich jüngeren Frau, während Nina zwischen einem stressigen Job, einer fordernden Familie und ihrem eigenen Bedürfnis nach Glück hin- und hergerissen ist. Als sie auf einer Party den 20 Jahre jüngeren David kennenlernt, beginnt sie, das Leben wieder aus einer anderen Perspektive zu sehen. Doch der Altersunterschied bleibt nicht ohne Komplikationen – sowohl in ihrem Umfeld als auch in ihrem eigenen Kopf.Anika Decker beschreibt all das mit viel Humor, Charme und einem feinen Gespür für gesellschaftliche Themen. Ob es um die subtilen Erwartungen an Frauen nach einer Scheidung, die Dynamiken zwischen Geschwistern oder den Druck in der Arbeitswelt geht – jede Situation ist nah am Leben und dabei herrlich zugespitzt. Besonders gefallen hat mir, wie realistisch die Figuren sind: Nina und ihre Schwester Lena könnten genauso gut Nachbarinnen oder Kolleginnen sein.Das Buch ist nicht nur humorvoll, sondern auch tiefgründig und regt dazu an, über Rollenbilder, gesellschaftliche Vorurteile und das Streben nach dem eigenen Glück nachzudenken. Ohne erhobenen Zeigefinger. Absolut lesenswert!
Frau sein heute
Der sperrige Titel ist humorvoll und auch der Covergestaltung nach zu urteilen wird es sich hierbei eher weniger um die ganz große Schnulze als um Humor handeln.Stimmt auch zum Teil, aber:Ich erwartete eine ungewöhnliche Dating- und Liebesgeschichte und bekam letztlich sehr viel mehr. Der Fokus liegt eigentlich ebenso so sehr auf dem alten und doch auch leider sehr heutigem Themenkomplex "Me too/Feminismus/female empowerment" und geht damit doch über die übliche Romanze weit heraus. Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam, die Beobachtungen oft beissend und den Nagel auf den Kopf treffend. Manchmal wird mir dieser Stil für die schriftstellerische Langform etwas zu viel und ich komme mir vor wie bei Zeitschriftenkommentaren auf der letzten Seite im Magazin. Fans von Ildiko von Kürthy kommen hier voll auf ihre Kosten.Insgesamt totzdem einereine runde Sache die ich sehr schnell und gerne gelesen habe und bei der ich mich gut amüsiert und informiert gefühlt habe. Ein Zeitgeist Roman der vermutlich keine lange Lebensdauer haben wird aber aktuell den Punkt trifft.
Sehr humorvoller und stimmiger Roman!
Der Roman " Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben" von Anika Decker erzählt die erfrischende Geschichte von Nina. Nina ist fast fünfzig Jahre alt, ihr Ehemann hat sie mit einer deutlich jüngeren Influencerin betrogen, sie hat eine extrovertierte Mutter mit kleinem Alkoholproblem und noch das ein oder andere Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen. Dann trifft sie den 20 Jahre jüngeren David. Kann man sich mit 50 nochmal so richtig verlieben? Anika Deckers Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und gleichzeitig unglaublich humorvoll. Ich musste mehrmals beim Lesen laut lachen. Nina ist sehr sympathisch skizziert. Ich mag vor allem ihren Zynismus. Bei der Bewertung ihrer Umwelt habe ich mich oft wiedererkannt - das Buch bietet also auch großes Identifikationspotenzial. Durch den Erzählstil erhält man als Leserin nicht nur Einblick in Ninas Perspektive, sondern auch von ihrer Schwester Lena und von David. Dadurch werden spannende Nebenschauplätze und Handlungsstränge eingewoben, die die Geschichte unterstützen und für mich sehr stimmig eingearbeitet sind. Neben der Entwicklung von Nina gefällt mir auch sehr der Weg von Lena. Alles in allem ein großartiger Roman, dem ich jedem empfehle, der mal wieder so richtig in ein Buch eintauchen und es nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Ironisch, spritzig, humorvoll
Ich las den Titel des Buches, musste schmunzeln und wollte sogleich wissen worum es bei diesem Roman geht. Die Leseprobe war sehr spritzig, nah am Leben und ganz toll geschrieben und deshalb habe ich dieses Buch gelesen. Nina, 50, versucht seit der Scheidung ihr Leben auf die Reihe zu bekommen und es dabei allen recht zu machen. Dabei denkt sie viel zu selten an sich selbst, an ihr Leben und daran auch etwas glücklich zu sein. Die Autorin nimmt in diesem Roman einige gesellschaftliche Sichtweisen unter die Lupe und dies mit viel Fingerspitzengefühl, spitzer Zunge und derart humorvoll, dass niemand direkt auf dem Pranger steht und doch jeder Leser genauer darüber nachdenkt. Wirklich Niemand nimmt daran Anstoß, dass Ninas Ex mit einer Frau Kinder hat, die 25 Jahre jünger ist als er. Als sich Nina jedoch in einen ebenso alten jungen Mann verliebt, hat sie plötzlich ALLE gegen sich. Der Punkt, dass nach einer Scheidung die Frau im Freundeskreis plötzlich ausgegrenzt wird, hat wohl jede Frau in solch einer Situation schon mal erlebt. Sehr gut hat die Autorin auch die Problematik auf Ninas Arbeit herauskristallisiert und das Für und Wider der verschiedenen Sichtweisen beschrieben. Schließlich noch das Hausfrauenleben der Übermütter im Grundwald - einfach herrlich!!! Ein humorvoller Roman mit sehr tiefgründiger Herangehensweise auf alltägliche Probleme und sehr empfehlenswert!!!
Kurzweilig
Die Geschichte ist sehr kurzweilig. Der Schreibstil ist umgangssprachlich und lässt sich daher leicht runterlesen. Trotzdem klingt auch ein ernstes Thema an, nämlich was das Leben als Hausfrau und Mutter in unserer Gesellschaft wert ist und was für die Frau bleibt, wenn es dann zu einer Scheidung kommt. Die einzelnen Kapitel sind aus den Perspektiven verschiedener Personen geschrieben. Wobei die Geschichte aber immer am selben Punkt weitererzählt wird, an der die letzte Person endete. Es ist daher leicht der Geschichte zu folgen. Die Protagonistinnen, die den Großteil der Geschichte erzählen, sind Nina (eine geschiedene Frau in den Wechseljahren, die auf eine neue Liebe trifft) und ihre jüngere Schwester Lena (eine verheiratete Frau mit zwei kleinen Kindern). Das Buch handelt vom Verhältnis der Schwestern zueinander, der Schwestern zur Mutter, von Nina zu ihrem Ex-Mann und dessen neuer Frau Lulu, zu ihrem neuen Freund, von Lena zu ihrem Mann und zu Lulu. Außerdem von Nina und ihrer Kollegin, die an ihrem Arbeitsplatz Missbrauch zwar nicht selbst erleben aber bemerken und wie sie damit umgehen. Alle diese Geschichten passieren gleichzeitig und zeigen auf in welcher Rolle sich die Frauen selbst sehen und in welcher Rolle die Menschen um sie herum sie sehen. Zwischendurch hat es mich beim Lesen richtig sauer gemacht, wie schlecht die Figuren kommunizieren. Die Figuren reden aneinander vorbei, sagen nicht was sie denken, denken sich dann den Rest und interpretieren Worte der anderen ohne nachzufragen. Ohne das Ende zu spoilern, kann ich sagen dass es mir etwas zu platt war, die Autorin hat es sich meiner Meinung nach etwas zu leicht gemacht, als würde sie einfach zum Ende kommen wollen.