Am Beispiel meines Bruders
Ein bewegender und nachdenklicher Versuch über den Bruder, über Schuld und Erinnerung, aber auch ein Porträt der eigenen Familie und eine Studie darüber, welche Haltungen den Nationalsozialismus und den Krieg möglich machten, was das mit uns zu tun hat und wie man darüber sprechen kann.
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Details
»Die Jungen sollten es lesen, um zu lernen, die Alten um sich zu erinnern, und alle, weil es gute Literatur ist.« Elke Heidenreich
Am Beispiel meines Bruders
»Abwesend und doch anwesend hat er mich durch meine Kindheit begleitet, in der Trauer der Mutter, den Zweifeln des Vaters, den Andeutungen zwischen den Eltern. Von ihm wurde erzählt, das waren kleine, immer ähnliche Situationen, die ihn als mutig und anständig auswiesen. Auch wenn nicht von ihm die Rede war, war er doch gegenwärtig, gegenwärtiger als andere Tote, durch Erzählungen, Fotos und in den Vergleichen des Vaters, die mich, den Nachkömmling, einbezogen.« Wer war dieser Karl-Heinz Timm, geboren 1924 in Hamburg, gestorben 1943 in einem Lazarett in der Ukraine? Warum hat er sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet? Wie ging er mit der Verpflichtung zum Töten um? Welche Optionen hatte er, welche Möglichkeiten blieben ihm verschlossen? Wo ist der Ort der Schuld, wo der des Gewissens bei den Eltern, die ihn überlebt haben?
Bibliografische Daten
18. Auflage
Autor*innen
Pressematerialien
Leserstimmen
Pressestimmen
Lesenswert - für alle, die wissen wollen, was ein Krieg mit Familien anstellen kann und wie lange... er wirklich nachwirkt.
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23.09.2011
Ein schönes, kluges und trauriges Buch, das einen nicht loslässt.
Winfried Stanzick, 18.01.2013