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Arztroman

Anita Cornelius ist Notärztin an einem großen Berliner Krankenhaus und liebt ihren Beruf. Sich auf unerwartete Situationen einzustellen, entspricht ihrem Temperament. Auch wenn es bei ihren Einsätzen nicht immer so aufregend zugeht, wie man sich das vorstellt. Anita ist das recht. Sie kann helfen. Und ab und zu sogar jemandem etwas Gutes tun. Adrian, ihr Exmann, ist Arzt am selben Krankenhaus. Sie haben sich erst vor kurzem in bestem Einvernehmen getrennt, und Lukas, ihr vierzehnjähriger Sohn, lebt bei seinem Vater und dessen neuer Freundin Heidi. Hätte Anita Adrian nicht zufällig bewusstlos auf der Krankenhaustoilette gefunden, zugedröhnt mit einem Narkosemittel, und hätte Heidi nicht dauernd diese flotten Sprüche losgelassen, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass Arme und Kranke oft genug selbst an ihrem Zustand schuld sind, dann könnte sich Anita weiter vormachen: alles ist in bester Ordnung. Ist es aber nicht. Weder privat noch beruflich. Kristof Magnusson erzählt mit großer Kenntnis aus dem Alltag einer Notärztin und gleichzeitig aus dem Alltag ihrer Patienten. Vor allem aber erzählt er witzig und unterhaltend aus dem Leben einer Frau Anfang vierzig, die mehr will als Routine und 'schöner Wohnen'.

Bibliografische Daten

EUR 19,95 [DE] – EUR 20,60 [AT]
ISBN : 978-3-88897-966-8

1. Auflage
320 Seiten
Format : 14,0 x 21,4 cm
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Kristof Magnusson

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37 von 37 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.35 von 5 Sternen


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4 - 10 von 37 Leserstimme

bajü am 18.08.2014 22:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

BERUF UND PRIVAT

Die Notärztin Anita lebt getrennt von ihrem Mann, der in der selben Klinik arbeitet wie sie.Das Buch gibt einen Einblick in die Arbeit der Notärztin Anita sowie in deren Privatleben. Es zeigt die Grenzen zwischen Beruf und Alltagsleben auf.Flüssig und leicht zu lesen, eine unterhaltsame Urlaubslektüre.

courfeyrac am 17.08.2014 16:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

der Arztroman...

... für Leute, die eigentlich keine Arztromane lesen.Anita ist als Notärztin in Berlin im Einsatz. Im Beruf muss sie stets kühlen Kopf bewahren. Die geschilderten Fälle meistert sie souverän. Privat ist sie in einer entscheidenden Umbruchphase. Sie lebt getrennt von ihrem Mann Adrian, der als Arzt ihr Kollege ist. Der Sohn lebt beim Vater und dessen neuer Lebensgefährtin. Obwohl Anita anfangs der Meinung ist, sie hätten die Trennung vorbildlich und freundschaftlich gemeistert, erkennt man doch bald, dass sie noch nicht alles überstanden hat, was die Trennung mit sich bringt. Der Leser begleitet Anita auf dem Weg zum Loslassen. Ein harter Weg, subjektiv aus ihrer Sicht geschildert. Ihr wird teilweise Unrecht getan, aber auch sie muß sich bemühen, fair zu bleiben. Mehr als einmal stößt sie die Leute in ihrer Umgebung vor den Kopf. Es ist ein schwieriger Prozess der Selbsterkenntniss. Die anderen Familienmitglieder und Kolegen werden als Typen dargestellt. Besondere Tiefe erreicht nur der Sohn, der es am besten schafft mit der Situation umzugehen. Er versucht sich an die neue Familienkonstellation anzupassen, womit er seine Mutter aber auch nicht zurecht kommt. Auf der anderen Seite sind noch der neue Freund und der Arbeitskollege, die sich als besondere Stütze in ihrem Leben herausstellen. Im Roman wechseln sich die Szenen aus dem Privatleben mit den beruflichen Einsätzen ab. Diese Elemente wirken wie zwei unterschiedliche Welten, die nur ganz lose miteinander verflochten werden. Sprachlich ist der Roman angenehm nüchtern gehalten. Passend dazu auch das schlichte aber originelle Cover.Ein Arztroman war für mich Neuland, auch im Fernsehn ist das nicht mein Genre, aber es war eine gute Abwechslung.

annalisa am 11.08.2014 18:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Interessanter Arztroman

Anita ist Notärztin an einem Berliner Krankenhaus. Sie geht in ihrem Beruf voll und ganz auf, wohl auch aus der Situation heraus, dass sie sich vor kurzem von ihrem Mann Adrian getrennt hat. Dieser lebt nun zusammen mit dem gemeinsamen Sohn Lukas bei seiner neuen Freundin Heidi. Lukas ist ein ganz normaler Teenager, der sich von seinen Eltern so nach und nach abnabelt und auch das setzt Anita zu. Klar dass Anita sich mit Heidi nicht versteht, beide lassen keine Situation für Sticheleien aus. Als Anita Adrian, der auch Arzt ist bewusstlos auf der Toilette findet – er hat sich ein Narkosemittel gespritzt, hetzt Anita bei Heidi, dass wohl deren Beziehung der Auslöser ist. Heidi schlägt natürlich verbal zurück und so gibt es einige Diskussionen. Auch versucht Heidi Lukas gegen seine Mutter aufzubringen, was Anita zusätzlich belastet. Privat lernt Anita Rio näher kennen und versucht eine Beziehung mit ihm aufzubauen. Doch das ist nicht leicht, bei all dem privaten und beruflichen Stress, den Anita so hat.Das Cover lässt eher auf eine nüchterne Geschichte schließen und nicht auf einen spannenden Roman. Der Autor verwendet einen flüssigen Schreibstil. Das Buch beinhaltet zwar sehr viele medizinische Fachausdrücke, die man aber nicht unbedingt kennen muss, aber zeigt, dass der Autor sehr gut recherchiert hat. Ein unterhaltsamer Roman, den ich in einem Tag durchgelesen habe.

lena.111 am 11.08.2014 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Erste Hilfe gegen Langeweile - Super Roman!

INHALT:Anita Cornelius ist Notärztin in einem Berliner Krankenhaus. Seit einiger Zeit lebt sie getrennt von ihrem Mann Adrian, der wieder eine neue Frau gefunden hat, bei der er auch untergekommen ist. Anitas Sohn wohnt bei seinem Vater und dessen neuer Lebensgefährtin Heidi, was der Mutter doch einige Male zu schaffen macht. Langsam aber sicher beginnt sich Anita in Rio zu verlieben, doch dann tauchen Komplikationen auf...funktioniert die Patchworkfamilie wirklich?COVER:Das Cover ist nicht besonders spektakulär gestaltet, eher etwas dezent und zurückhaltend. Es hat mir bei diesem Buch am Wenigsten gefallen. Da ich aber keine "Cover-Käuferin" bin, fällt es nicht so stark ins Gewicht. Jedoch finde ich, dass das Cover das Buch unter Wert verkauft. KAPITEL:Die Kapitel haben eine angenehme Länge, man kann flüssig lesen.SPRACHE, SCHREIBSTIL, WORTSCHATZ:Der sprachliche Stil des Autors ist wunderbar. Nicht zu nüchter und informativ aber auch nicht zu satirisch. Der Schreibstil ermöglicht einen guten Lesefluss und ich musste an einigen Stellen im Buch schmunzeln und lachen, da der Autor einige amüsante Ausdrücke verwendet, die den Leser erheitern. Die Anzahl an medizinischen Fachausdrücken ist in Ordnung und auch wenn man sie nicht alle versteht, kann man der Geschichte folgen.SPANNUNGSAUFBAU, ENDE:Der Spannungsbogen in diesem Buch wird beinahe immer konstant aufrechterhalten. Durch die verschiedenen Notarzteinsätze kommt beim Leser nie Langeweile auf. Sehr gut finde ich auch, dass hier nichts überdramatisiert wurde. Das Ende finde ich in Ordnung und es hat mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückgelassen. Das lachende, weil die Geschichte einfach abgerundet war, das weinende, weil ich die Geschichte nicht loslassen wollte. CHARAKTERE: Die Charaktere in "Arztroman" habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sei es Anita die Notärztin, ihren Ex-Mann Adrian oder den homosexuellen Rettungsassistenten.. Ich mochte sogar Heidi. auch wenn sie eigentlich eine falsche Schlange ist.Am Ende war ich wirklich traurig, die Figuren ziehen lassen zu müssen. Was ich auch noch positiv anmerken möchte ist, dass es in diesem Roman nicht um Halbgötter in Weiß geht, sondern um Ärzte, die ein normales Leben führen und bei denen es auch einmal Probleme gibt. SCHLUSSFAZIT:Das Buch hat mir wirklich ausgezeichnet gefallen. Die Figuren habe ich sofort ins Herz geschlossen, die Geschichte war rund..es hat einfach alles gepasst. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und der Autor hat mich zu hoffen gewagt, dass es in der Literatur- und Filmwelt nicht nur Atztgötter gibt, die ein perfektes Leben führen und jedes Leben retten. Insgesamt ein wirklich sehr gutes Buch.

sali am 10.08.2014 15:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Arztroman

Astrid Cornelius ist Notärztin. Wer jetzt ein Buch erwartet, in welchem von spektakulären Einsätzen erzählt wird und wie eine Frau die Welt rettet, wird enttäuscht sein. Aber es wird erfrischend normal der ganz normale Wahnsinn von Berlin beschrieben, von Einsätzen bei Verkehrsunfällen, Atemnot und gestürzten Rentnerinnen. So wie das normale Leben ist. Aber wie normal kann das Leben von Astrid Cornelius schon sein. Geschieden, einen Sohn, der beim Vater und dessen neuer Frau lebt und ansonsten lebt sie für ihren Beruf. Schon um die Einsamkeit in ihrem Leben zu überspielen. Und wie glücklich ist ihr Exmann, den sie bewusstlos auf der Krankenhaustoilette findet? Wie schaut es hinter der Fassade von seiner neuen Familie aus, helfen und sich einmischen oder doch lieber nicht dranrütteln? Manchmal kann Hilfe ganz schön nach hinten losgehen.Schön finde ich, dass zum einen wirklich ansprechend aus dem beruflichen Alltag einer Ärztin berichtet wird mit allen Facetten des Rettungswesens, dem Zusammenhalt unter den Kollegen, den vielen Stunden auf Abruf und zum anderen Ihrem Alltag, ihren Sorgen um den Sohn und die Hoffnung auf neues Glück.Das Buch ist mitreißend geschrieben, auch wenn man das aufgrund des Einbandes nicht unbedingt erwartet hätte.

calimero am 05.08.2014 14:08 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Arztroman

Der Titel lässt einem so ein bißchen an die Kioskheftchen erinnern, die kleinen 'Schundromane', in denen es um Liebesgeschichten in Krankenhäusern, zwischen Ärzten und Krankenschwestern geht. Doch weit gefehlt, denn 'Arztroman' ist kein Schundroman, sondern ein ernstzunehmender, spannender Roman. Es geht um Anita Corelius, eine Notärztin, die mit Leib und Seele ihren Beruf ausübt, Sonderschichten fährt und mit ihrem Krankenwagen- Partner Maik den Alltag und die Notfälle bravourös meistert. So schön wie in ihrem Berufsleben sieht es in ihrem Privatleben und Liebesleben leider nicht aus, denn Anita und ihr Mann Adrian, der im selben Urban-Krankenhaus wie sie arbeitet, haben sich erst vor kurzem getrennt und der gemeinsame Sohn Lukas lebt bei Adrian und seiner neuen Freundin Heidi. Alles hätte wunderbar sein können, denn Anita trifft Rio, den sie schon einmal auf einer Party kennengelernt hat und verliebt sich in ihn. Doch die Situation mit Heidi, Adrian und Lukas stresst sie sehr, denn Anita findet Adrian, bewusstlos durch ein gespritzes Narkosemittel auf der Krankenhaustoilette, was sie natürlich gleich Heidi unter die Nase reibt. Diese ist nicht faul und schlägt zurück, indem sie Anita eröffnet, dass sie alle aufs Land ziehen, wo Adrian Landarzt werden wird. Außerdem beeinflusst Heidi Lukas negativ mit ihren Ansichten, was Anita schrecklich zusetzt und ihre Liebe zu Rio trübt. Anita muß sich entscheiden, was wichtg für sie und ihre Zukunft ist.In einem Tag gelesen - einfach genial!

timphilipp am 28.07.2014 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kein Groschenheft

Romanheldin ist Anita Cornelius, Notärztin am Berliner Urban-Krankenhaus. Wir begleiten sie eine kurze Zeitspanne durch zahlreiche Einsätze in ihrem Berufsalltag, die sie versiert und mit Leib und Seele meistert. Ihr Privatleben hingegen muss sie neu ordnen. Denn sie hat sich erst kürzlich von ihrem Mann Adrian getrennt, der mit dem gemeinsamen Sohn Lukas bei seiner neuen Freundin Heidi lebt. Mag der Buchtitel auch ein bisschen an Arzt-Groschenromane erinnern, so hebt sich der Inhalt doch deutlich von dieser Trivialliteratur ab. Der Alltag einer Notärztin wird sehr präzise beschrieben, und eine gute Recherche des Autors ist durchgängig erkennbar. Er bedient sich unzählig vieler medizinischer Fachbegriffe, die der insoweit unbewanderte Leser mit Staunen zur Kenntnis nimmt und allenfalls in deutschen Krankenhausserien wie „Die Rettungsflieger“ u.ä. schon einmal gehört hat. Es ist die Rede von „Stiffneck“, „Zugang legen“, „Ketamin“ und „Fentanyl“, „COPD“, „Myokardinfarkt“ und, und, und. Das passt gut zu der Protagonistin, die ihren Beruf so sehr über ihr Privatleben zu stellen scheint, dass es fast ein wenig unwirklich anmutet. Denn wird eine Frau und Mutter sich so einfach der neuen Freundin des Ex-Mannes geschlagen geben und ihr vor allem den Sohn überlassen? Überhaupt hätte ich gerne noch mehr über Anitas Privatleben erfahren.Auf jeden Fall ein unterhaltsamer Roman, der aber vielleicht keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.