Ist Oma nur schusselig oder verbirgt sich hinter ihrem manchmal seltsamen Verhalten mehr? Trotz der fortschreitenden Demenz bleibt immer etwas von Omas alter, ganz eigenen Persönlichkeit, ihrem Witz und ihrem Charme erhalten.
Ein Buch, das tröstet und Mut macht.
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Bleibt Oma jetzt für immer?
Eigentlich sollte Oma nur so lange zu Klaras Familie ziehen, bis ihr gebrochener Fuß wieder heil ist. Doch etwas stimmt nicht: Ist Oma nur schusselig, oder verbirgt sich hinter ihrem manchmal seltsamen Verhalten mehr? Bald wird zur Gewissheit: Oma ist an Demenz erkrankt. Alle müssen sich auf den veränderten Alltag einstellen und erleben dabei verwirrende, aber auch traurig-komische und sogar schöne Momente. Denn obwohl Omas Krankheit fortschreitet, bleibt immer etwas von ihrer alten, ganz eigenen Persönlichkeit, ihrem Witz und ihrem Charme erhalten. Das Jahr mit ihr geht allen unter die Haut und ist doch tröstlich, weil es zeigt: Ein würdevoller Umgang mit einem dementen Menschen ist möglich.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Friedbert Stohner
Friedbert Stohner, geboren 1951, lebt in Altlußheim am Rhein und in Finnland. Nach langen Verlagsjahren, in denen er u.a. das Hanser-Kinderbuch mit auf den Weg brachte, hat er sich ganz aufs Schreiben verlegt.
Thomas Müller
Thomas M. Müller studierte in Leipzig und Luzern. Er ist Professor für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet.
5 - 10 von 59 Leserstimme
Herzzerreißend
Wie sehr hätte ich mir dieses Buch in meiner Kindheit gewünscht. Ich bin aufgewachsen mit einem an Alzheimer erkrankten Opa. Zu diesem Zeitpunkt war die Erkrankung kaum erforscht. Jetzt 30 Jahre später gibt es für Kinder/Jugendliche endlich ein ganz tolles, wirklich super schön geschriebenes Buch zum Thema würdevoll Altern und Umgang mit Demenz bei Oma und Opa. Und das wichtigste, hier wird einfach „echt“ erzählt und trotzdem gelacht. Angefangen bei einem tollen Buchcover, bis zur letzten Zeile einfach ausgereift. Dieses Buch kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen, der in der Familie Demenz, Pflege und das Altern thematisiert - nein, ich lege dieses Buch jeden ans Herz, denn dieses Thema geht uns alle an, und mehr Verständnis tut uns allen gut. Danke lieber Verlag und Autor für dieses wichtige Buch. Weiter so! 5 von 5 Sternen.
Ein tolles Thema
Dieses Buch hat mir sehr gefallen, denn die Geschichte von Oma und ihrer Krankheit ist was sehr oft vorkommt und die Kinder können sich dann vielleicht mehr darunter vorstellen. Der Zusammenhalt in so Situationen ist besonders wichtig. Das wird auch in diesem Buch gut vermittelt und zeit was man gemeinsam alles schaffen kann. Auch das Thema Tod wird angesprochen, was leider zum Leben dazu gehört und sicherlich nicht immer leicht ist. Auch die Altersangabe mit 10 Jahren ist gut gewählt. Der Text ist flüssig und man kommt sehr schnell zum nächsten Kapitel. Hin und wieder befinden sich schwarz weiße Illustrationen, die könnten natürlich auch für dieses Alter noch bunt sein. Ansonsten gibt es aber nichts negatives darüber. Als Oma nach ihrem Knöchelbruch bei ihren Enkeln einzieht, merken diese sehr schnell, dass Oma nicht mehr ganz klar im Kopf ist. Anton ist sehr geschickt in dieser Sache und hat einen besonderen Zugang zu seiner Oma gefunden. Ganz toll, worüber sich der Autor Gedanken gemacht hat.
Berührend
Das Kinderbuch "Bleibt Oma jetzt für immer? - Omas Geschichte oder Wenn man sich im eigenen Leben verirrt" von dem Autor "Friedbert Stohner" und dem Illustrator "Thomas M. Müller" ist ein sehr einfühlsames Buch. Eine Geschichte um die Demenzerkrankung der Oma und wie die Familie damit umgeht. Es geht nicht nur um traurige und schwierige Momente, sondern auch um lustige und schöne Erlebnisse innerhalb der Famlilie. Mit diesem Buch kann man diese Erkrankung den Kindern etwas näher bringen und es ergibt sich daraus auch Gesprächsanlass. Die Sprache ist für Kinder sehr verständlich und einfach geschrieben. Ein paar mehr Bilder wären schön gewesen. Ein ganz tolles Buch für Kinder und Jugendliche, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann und das sich auch toll als Geschenk eigent. Auch das Cover finde ich sehr schön gestaltet.
Einfühlsames Kinderbuch
„...Auf die Idee, dass Oma länger bei uns wohnen könnte, bin ich selber gar nicht gekommen. Das war Anton, mein kleiner Bruder...“Nach einem Fußbruch war Oma zu Klaras Familie gezogen. Sie wurde in ihrem Gästezimmer einquartiert. Der 8jährige Anton ist der erste, dem auffällt, dass irgendetwas nicht stimmt.Der Autor hat ein einfühlsames Kinderbuch geschrieben. Es geht um die Themen Demenz und Sterben. Der Schriftstil ist für den Inhalt angemessen. Die Geschichte wird von Klara erzählt. Über ihren Bruder Anton äußert sie:„...Ich weiß nicht, wie ich´s erklären soll, aber manchmal kommt es mir so vor, als könnte Anton bei bestimmten Sachen nur kerzengeradeaus denken. Wenn es darum geht, was man tut und was nicht...“Erstaunlicherweise ist Anton derjenige, der mit viel Geduld und häufigen Nachfragen die Oma zu der einen oder anderen Tätigkeit animiert. Er scheint auch mit keiner Ablehnung zu rechnen.Es sind so Kleinigkeiten, die zeigen, dass es kurze Aussetzer gibt. Klara sieht das am Blick der Oma, wenn sie zurück in der Wirklichkeit ist. Sie nennt es Eichhörnchenblick. Warum? So nennt man den Blick von Schüler, die plötzlich von ihren Lehrern aus den Tagträumen gerissen werden. Schon bei dem Unfall allerdings deuten sich Probleme an. Warum ist die Oma die Treppe hinauf gekrochen, obwohl sie das Handy in der Tasche hatte? Warum hat sie ihren Sohn und nicht den Notarzt angerufen? Ich finde Antons Beschreibung der Krankheit passend:„...Sie verirrt ich in ihrem eigenen Leben...“Natürlich geht es nicht nur um die Krankheit. Es gibt viele humorvolle Momente und für die Kinder geht das normale Leben weiter. Der Urlaub ist anders, denn der Vater bleibt mit der Oma zu Hause. Die Familie fliegt nach Finnland, der Heimat von Klaras Mutter. Es sind unbeschwerte Tage mit den finnischen Großeltern und den Cousins. Klara und ihre beste Freundin Ida tauschen sich über ihre vorhandenen oder nicht vorhandenen Beziehungen zu Jungen aus. Übrigens ist es wieder Anton, der die Wahrheit erkennt.Nach dem Urlaub ist die Erkrankung fortgeschritten. Hinzu kommt, dass sie Wasser in der Lunge und eine Herzschwäche hat. Plötzlich steht die Frage im Raum, ob eine größere Operation noch sinnvoll ist. Die Antwort ist dann nicht mehr nötig.Mehrere Schwarz – Weiß – Zeichnungen veranschaulichen das Geschehen.Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wie man Menschen auch im Alter ihre Würde lässt, indem man sie liebevoll in das Geschehen mit einbezieht, ihre Wünsche berücksichtigt und die verbleibenden Möglichkeiten nutzt.
Ein sehr einfühlsames Buch zum Thema Demenz in der Familie
Das Buch ist wirklich Gold wert für alle Familien, die mit dieses Thema in der Familie haben, aber auch für alle anderen!Ich finde es vor allem pädagogisch wertvoll, da es selbst bei (noch) keinem Kontakt mit dem Thema, die Kinder absolut viel mitnehmen können. Das Buch ist nicht immer fröhlich, sondern hat auch traurige Stellen und hier ist vor allem schön zu beobachten, wie die Familie damit umgeht und wie alle zusammen daran wachsen. Das Buch ist jedoch auch noch ein kleines Highlight, da es sich nicht nur um die Demenz dreht aber auch den Alltag behandelt und alles ineinander greift. Das macht es natürlich verständlicher und auch einfach angenehmer und schöner zu lesen. Trotz trauriger Stellen fand ich es daher immer noch amüsant und hatte mein Spaß beim Lesen. Die schönen Illustrationen sind hierbei auch noch ein echter Hingucker!
einfühlsam
"Bleibt Oma jetzt für immer?" von Friedbert Stohner ist ein Kinderbuch für Kinder ab 10 Jahren. Im Buch wird das Thema Demenz sehr sensibel und kindgerecht behandelt. Klara, die Enkelin, erzählt hier über das Jahr in dem ihre Oma zu ihrer vierköpfige Familie zieht. Eigentlich sollte Oma nach ihrem Knöchelbruch nur so lange bei ihrer Familie einziehen, bis der Bruch verheilt ist. Doch Oma tut plötzlich seltsame Dinge, die nicht mehr mit ein bisschen schusselig erklärt werden können. Sehr einfühlsam beschreibt die Geschichte, das Fortschreiten der Krankheit und auch die Missgeschickte die der Oma passieren. Es gibt traurige, aber auch viele schöne Momente mit Oma. Die Geschichte ist zum Nachdenken, auch über den Zusammenhalt einer Familie bei Krankheit und auch bis zum Tod. Für mich ist dieses Buch ein sehr einfühlsamen, aufklärendes Buch und gut für Kinder zum Lesen oder auch Vorlesen geeignet.
Oma ist anders
Bleibt Oma jetzt für immer, ist ein Buch, indem das Thema Demenz und Krankheit eines Großelternteils mit viel Feinfühligkeit behandelt wird. Nachdem Oma sich den Fuß gebrochen hat, kommt sie zu Klara und Anton und hautnah erlebt der Leser Omas Veränderung mit, die kleinen, komischen Dinge die passieren, Omas Wesensveränderung, die Diagnose, Omas Herzschwäche bis hin zu ihrem Tod. Aus der Sicht der 12 jährigen Klara werden die Monate mit Oma in der Familie beschrieben, mit Ängsten, Unsicherheiten aber auch mit viel Humor. Nicht nur das Thema Demenz und Oma sind Thema des Buchs sondern auch Klaras Alltagsleben. Es geht auch um Schule, Freundschaft,Ferien und erste Verliebtheit, alles was ein Mädchen in dem Alter beschäftigt. Bleibt Oma jetzt für immer ist rundherum ein gelungenes Buch, das den Kindern ein wenig die Hemmschwelle vor dem Thema Demenz nehmen kann und ein bisschen zu verstehen, was Demenz für eine Familie bedeuten kann.
einfühlsam
Einfühlsam behandelt das Buch das Thema Demenz. Das lustige Buchcover verrät noch nicht, dass es sich um ein ernstes Thema handelt. Aus Sicht von Klara, der Enkelin von dieser Oma, wird erzählt, wie Oma zu der Familie zieht. Erstmal nur, weil sie sich einen Knöchel gebrochen hat. Nach und nach stellt sich dann raus, dass Oma an Demenz leidet. Auf eine verständliche Art wird Kindern diese Krankheit in dem Buch erklärt. Nun wird auch der Titel "Bleibt Oma jetzt für immer ?" verständlich. Der Schreibstil ist gut verständlich und flüssig zu lesen. Es wird beschrieben, wie die ganze Familie mit dieser Situation umgeht. Deutlich wird, dass Kinder, je jünger sie sind, mit der Krankheit der Oma besser, bzw. selbstverständlicher umgehen. Ein Buch, dass sicher empfehlungswert ist. Sicher wird es nicht immer möglich sein, dass an Demenz erkrankte Menschen, einen Platz in ihrer Familie finden, aber das Buch bringt Kindern diese Krankheit auf jeden Fall näher.
Genau den richtigen Ton getroffen
Klara, Anton und ihre Eltern leben neuerdings nicht mehr nur zu viert in ihrem Haus. Oma ist zu ihnen gezogen, sie hatte einen Knöchelbruch und braucht ein wenig Hilfe. Doch dann beginnt Oma sich anders als sonst zu verhalten. Sie vergisst Dinge, steht plötzlich nur mit Socken im Regen oder erinnert sich nicht mehr, wie man den Herd richtig bedient.Die Geschichte um das Thema Demenz wird uns aus der Sicht von Klara erzählt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn es sich um eine traurige Geschichte handelt. Friedbert Stohner hat eine so sympathische Familie erschaffen und es geschafft bei aller Ernsthaftigkeit auch Leichtigkeit und Humor einfließen zu lassen.Besonders gut gefällt mir, dass es nicht nur die traurigen und schwierigen Momente im Leben der Familie gibt, sondern auch schöne und witzige Begebenheiten Platz haben. Die Demenz überschattet nicht alles.Der Autor hat feinfühlig herausgearbeitet, wie jedes Familienmitglied auf seine eigene Art und Weise mit der Situation umgeht und auch Omas eigenwilliger Charakter kommt gut rüber.Ein berührendes und rundum gelungenes Buch, das ich absolut empfehlen kann. Die Illustrationen runden es perfekt ab.
tolles Buch, zu einem wichtigen Thema
Oma ist schon über achtzig und hat sich den Fuß gebrochen und zwar wegen eines Marmeladenglases. Nach der OP und dem Krankenhaus, zieht Oma erstmal zur Familie und bleibt da ein paar Wochen, aber dann doch immer länger. Bis Anton eines Tages fragt, ob Oma jetzt für immer bleibt. Sie bleibt und sie verändert sich. Sie vergisst immer wieder etwas und lässt das Essen anbrennen und die Geschwister finden das komisch. Mama und Papa machen sich Sorgen und man geht zum Arzt. Auch in den Schulferien denkt man an Oma und was passieren kann und die Geschwister verbringen viel Zeit mit ihr und nehmen doch die Veränderung war, aber erleben auch ganz intensive Stunden.Das Buch von Friedbert Stohner ist ganz toll geschrieben. Ein sehr wichtiges Thema für Kinder und Jugendlich und alles ist sehr schöner Sprache erzählt und auch sehr einfühlsam. Die Charaktere sind toll und die Ich-Erzählerin hat einen super Humor und eine prima Beobachtungsgabe. Begleitet wird die Geschichte von tollen Illustrationen von Thomas Müller. Auch ein schönes Buch zum verschenken.
Pressestimmen
Eine warmherzig erzählte Geschichte über eine Volkskrankheit, die sich meist ganz leise in so viele ...Familien schleicht. Schön sind die vielen heiteren und auch berührenden Momente, die es immer wieder gibt, und für die man Oma feste in den Arm nehmen muss. mehr weniger
05.03.2023
Das Leid und die Trauer aller Beteiligten, beim Sterben wie im Leben davor, wird nicht zugedeckt, so...ndern gleichsam aufgehoben: In einem behutsam humorvollen, in stilistischer Perfektion umgesetzten Erzählton (…) Und nicht zuletzt in den feinsinnigen Zeichnungen von Thomas Müller. mehr weniger
Franz Lettner, 01.03.2023
Friedbert Stohner erklärt Kindern einfühlsam, aber auch humorvoll die Krankheit Demenz.
Carolin Federl, 13.01.2023
Ein packender Coming-of-Age-Roman, welcher unterschiedliche Themenfelder beleuchtet: Verlust einer g...eliebten Person; sich in neuen Umgebungen einleben; Freundschaften finden; Geschwisterbeziehung. mehr weniger
02.12.2022
Die Geschichte zeigt Kindern, dass trotz aller verwirrenden, mitunter traurig-komischen Momente ein ...würdevoller Umgang mit dementen Menschen möglich ist. mehr weniger
01.12.2022
Ein warmherziges Kinderbuch zu einem schwierigen Thema samt manch witzigen Dialogen.
Ina Hochreuther, 27.11.2022
Friedbert Stohner erzählt das alles witzig, traurig – und richtig, richtig schön.
Gerlinde Pölsler, 19.10.2022
Das Buch erzählt behutsam und verständnisvoll, welche Strategien die Familie entwickelt, wie sich da...s Leben aller wandelt und anpasst. Durchgängig traurig ist die Geschichte trotzdem nicht, denn es werden auch viele lustige Momente und alltägliche Begebenheiten subtil-ironisch beschrieben. mehr weniger
Britta Selle, 14.10.2022
Warum sich demente Angehörige plötzlich anders verhalten, ist besonders für Kinder schwer zu versteh...en. Sie brauchen nachvollziehbare Erklärungen, die Friedbert Stohner in seinem neuesten Kinderbuch versucht zu geben. mehr weniger
Friedbernd Stohner, 13.10.2022
In launigem und zugleich berührendem Ton wird der Erzählbogen von Anekdoten aus einem kindlichen All...tag, über eine Familienkonstellation, in der vieles neu organisiert werden muss, bis hin zum Krankheitsbild der dementen Oma gespannt, der - ganz ohne Pathos - in seiner Klarheit bewegt. mehr weniger
01.10.2022
Ein trauriges Buch? Keineswegs! Zwar wird hier ein ernstes Thema behandelt, aber im Laufe der Geschi...chte wächst einem diese sensible und warmherzige, aber ebenso lustige Familie sehr ans Herz und man muss immer wieder schmunzeln. mehr weniger
Petra Schulte, 01.10.2022