Ist Oma nur schusselig oder verbirgt sich hinter ihrem manchmal seltsamen Verhalten mehr? Trotz der fortschreitenden Demenz bleibt immer etwas von Omas alter, ganz eigenen Persönlichkeit, ihrem Witz und ihrem Charme erhalten.
Ein Buch, das tröstet und Mut macht.
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Bleibt Oma jetzt für immer?
Eigentlich sollte Oma nur so lange zu Klaras Familie ziehen, bis ihr gebrochener Fuß wieder heil ist. Doch etwas stimmt nicht: Ist Oma nur schusselig, oder verbirgt sich hinter ihrem manchmal seltsamen Verhalten mehr? Bald wird zur Gewissheit: Oma ist an Demenz erkrankt. Alle müssen sich auf den veränderten Alltag einstellen und erleben dabei verwirrende, aber auch traurig-komische und sogar schöne Momente. Denn obwohl Omas Krankheit fortschreitet, bleibt immer etwas von ihrer alten, ganz eigenen Persönlichkeit, ihrem Witz und ihrem Charme erhalten. Das Jahr mit ihr geht allen unter die Haut und ist doch tröstlich, weil es zeigt: Ein würdevoller Umgang mit einem dementen Menschen ist möglich.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Friedbert Stohner
Friedbert Stohner, geboren 1951, lebt in Altlußheim am Rhein und in Finnland. Nach langen Verlagsjahren, in denen er u.a. das Hanser-Kinderbuch mit auf den Weg brachte, hat er sich ganz aufs Schreiben verlegt.
Thomas Müller
Thomas M. Müller studierte in Leipzig und Luzern. Er ist Professor für Illustration an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Für seine Arbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet.
6 - 10 von 59 Leserstimme
Oma zieht ein
Klaras und Antons Oma hat einen kleinen Unfall und zieht, bis sie wieder allein zurecht kommt, bei ihnen ein. Dann wird die Oma immer seltsamer, ihr Gehirn ist wie ein Sieb. Anton der acdhtjährige hat ein Gespür für die Situation und findet sich eher zurecht als die elfjährige Klara. Auch die Eltern ahnen was kommt und sind bemüht ihre Kinder in alle Entscheidungen einzubeziehen und sie immer zu informieren über neue Erkenntnisse.Das Thema Demenz wird hier sehr behutsam erzählt, vor allem werden viele Facetten dieser Krankheit erwähnt, Nicht zuviel, aber soviel das Kinder nach vollziehen können wenn sie selber dieses Erfahrung machen. Die Wortwahl ist perfekt. Sei es das Oma ab und zu erschrocken wirkt, wie aus einem Tagtraum erwacht oder das Papa ein Glitzern in den Augen hat und die Kinder nicht wissen ob er lacht oder weint.Das Familienleben ändert sich drastisch, diese Erfahrungen werden am Beispiel von kleinen Dingen deutlich. Was mir besonders gut gefallen hat, das es trotzdem eine normale Famjilie bleibt, die Mutter arbeitet in einem Büro, der Vater schreibt zuhause Bücher und bespricht beim gemeinsamen Essen seine Fortschritte. Die Haus- und Gartenarbeit ( in einem Naturgarten ) machen alle gemeinsam. Den Kindern werden aber auch lustige Geschichten erzählt das es früher aber nicht üblich war das die Männer im Haushalt halfen.Oma stirbt am Ende des Buchs, dieses Ende ist sehr gelungen. Denn es spricht davon, das Demenz nicht nur für die Angehörigen schlimm ist sondern auch für die Betroffenen. Auch das es unterschiedliche Verhaltensweisen bei den Demenzkranken gibt und das es für die Familien nicht immer leicht ist und das es manchmal die beste Lösung ist eine Betreuung in Anspruch zu nehmen wird auf verständliche Weise erklärt.Kinder kommen mit diesem Thema irgendwann in Berührung wenn nicht in der eigenen Familie dann durch Freunde. Das es zum Leben dazu gehört vermittelt dieses Buch.
Demenz
Ein neues Kinderbuch von Friedbert Stohner "Bleibt Oma jetzt für immer?" erzählt eine tolle verständnisvolle Geschichte rund um die Krankheit Demenz und den Umgang in der Familie damit. Es erzählt über einem Jahr, in dem nichts bleibt, wie es ist. Eine Geschichte vom Traurig- und Glücklichsein, von Sorgen und lustigen Momenten. Das Buch ist eine wundervolle Erfahrung für Groß und Klein und zeigt, dass man nicht alleine ist mit dieser Krankheit. Es bringt das Thema den Kleinsten näher und nimmt so sicherlich auch die Angst vor dem was ist mit Oma und Opa. Eine Familie die sich Jeder nur wünscht, Bilderbuchfamilie. Ein wenig vermisst wurden von uns lustige Bilder über Omas Missgeschicke oder die schönen Momente der Familie. Ansonsten ist es aber ein sehr schönes Buch in leichter Sprache mit viel sinnvollen lehrendem Inhalt.
Gefühlvoll aufklärend
Friedbert Stohner hat mit seinem Kinderbuch 'Bleibt Oma jetzt für immer?' sehr feinfühlig das Demenz aufgegriffen und darin nachvollziehbar dargelegt, wie eine Demenzerkrankung den Alltag aller Beteiligten verändert und deren Leben verändert.Hierbei erzählt er aus Klaras Sicht, die Enkelin einer Demenzpatientin, lässt aber auch die Sorgen und Nöte der Patienten selbst nicht außer Acht, denn auch diese sind für Kinder wichtig zu verstehen, um den Umgang mit ihnen leichter bewältigen zu können.Das Buch wirkt fröhlich und humorvoll, obwohl es um ein schwieriges und ernstes Thema geht, welches hier altersgerecht angesprochen wird.Sicherlich lässt niemanden das Buch kalt, nicht zuletzt dank der sympathischen Charaktere im Buch und ihr liebevoller und achtsamer Umgang miteinander. Auch die Illustrationen sind sehr passend und schön.
Schönes Buch
Das Buch hat mich von der ersten Seite an berührt. Ich bin mit meiner Oma im Haus aufgewachsen und hatte das Glück das sie nicht dement geworden ist bis sie mit über 90 jahren verstorben ist. Ich habe die Zeit mit Oma immer genossen.Nun Klara ist 11 und ihr kleiner Bruder Anton ist 8 Jahre alt.Da bricht sich die Oma ihren Fuß und kann nicht mehr alleine leben.Sie ist ja auch schon alt und es wird nicht nur vorübergehend sein das sie bei ihrer Familie wohnt.Schön das sie soviel Platz haben und das das geht.Nun sie merken schnell das mit Oma was nicht stimmt. Sie ist dement und das ist nicht ganz einfach für alle.Anton war klasse in der Geschichte fand ich. Er hat einen ganz eigenen Zugang zu Omas Welt gefunden. Hochachtung dafür. Es ist ein tolles Buch das sich nicht nur um die Demenz der Oma sich dreht. Sondern die Familie als solches kommt auch nicht zu kurz.Ein ganz wunderbares Buch für jeden der gerne liest.
Traurig, einfühlsam und humorvoll - die Geschichte über das Familienleben mit der dementen Oma
Als Klara 11 Jahre alt ist und ihr Bruder Anton 8 Jahre alt, hat ihre Oma einen Unfall auf der Kellertreppe in ihrem Haus, in dem sie bis dahin alleine wohnt, und bricht sich den Fuß. Mit dem frischoperierten Fuß kann sie nicht alleine wohnen und zieht bei Klara, Anton und den Eltern ein. Schnell wird klar, dass das, was als Zwischenlösung gedacht war, sich anders entwickelt, denn die Oma hat Demenz.Klara, mittlerweile 13 Jahre alt, erzählt aus ihrer Sicht, was damals alles passiert ist. Ich habe genau vor Augen, wie sich das Familienleben bzw. die Oma verändert und bin berührt wie einfühlsam die Familie mit der Situation der Oma umgeht. Sehr genau beobachtet die Familie, wie sich alles ändert und manche Situationen sind sehr traurig für alle Beteiligten, doch sie verzweifeln nicht, sondern insbesondere der kleine pfiffige Anton hat Lösungen bzw. findet er einen eigenen Zugang zur Oma. Viele Situationen, Sprüche der Oma, brachten mich aber auch zum Schmunzeln trotz der Traurigkeit. Mir gefiel das Zusammengehörigkeitsgefühl, die Ehrlichkeit und die Empathie der Familie und auch wie offen sie miteinander sprachen. Sie halfen der Oma, ohne sie wie ein Kleinkind zu behandeln. Ich habe selber als Erwachsene eine Menge davon lernen können. Wer jetzt denkt, dass das Buch sich nur mit Demenz befasst, liegt falsch, denn der Alltag der Kinder - Ferien, Schule, Freundschaft und erste Liebe spielen eine ebenso große Rolle.Ein wunderbares Buch - auch optisch in Schriftbild und Illustrationen top - fünf Sterne!
Besonders einfühlsam
Dieses wunderbare Buch widmet sich einem wichtigem und doch unterrepräsentiertem Thema: Demenz und was es mit jedem einzelnen Familienmitglied und vor allem einer Familienkonstellation macht, denn unbestritten wird das Familienleben mit dem Einzug einer demenzkranken Person ganz schön durcheinandergewirbelt und nachhaltig anders…Auf sehr einfühlsame und empathische Weise hat der Autor eine Geschichte hierüber verfasst und aus der Sicht von Enkelin Klara erzählt. Kindgerecht aufgearbeitet, mit dem gebotenen Ernst, aber auch mit der ein oder anderen Szene zum Schmunzeln vermittelt dieses Buch, dass Demenz zwar ein Einschnitt im Leben ist, jedoch auch Chancen bietet und nicht alles nur schrecklich ist.Dieses Buch bietet Kindern und Eltern, die sich vor oder mittendrin in dieser Situation befinden, eine gelungene Gesprächsgrundlage, um die Thematik in den Alltag zu integrieren.
Auch mit Demenz Teil der Familie sein!
In diesem Buch erzählt Friedbert Stohner aus der Perspektive von Enkelkind Klara, wie Ihre Oma zu ihnen zieht und sich langsam verändert, weil sie an Demenz erkrankt ist. Die ersten Vergesslichkeiten und kleineren Missgeschicke werden nicht thematisiert oder mit Humor genommen. Oma verändert sich, aber bleibt doch die gleiche und vor allem Teil der Familie. Diese Kunst, den geliebten Menschen auch in seiner Veränderung anzunehmen und in der Familie aufzufangen, beschreibt Friedbert Stohner so gut, dass ich in vielen Situationen meine eigenen an Demenz erkrankten Großeltern wiedererkenne: der kleine Witz, um die ersten Gedächtnislücken zu verbergen, ‚Eichhörnchenblick‘, wenn das Vergessen sie verunsicherte, die unerwartete Wanderung zum ehemaligen, längst verlassenen Zuhause, aber auch das geistesabwesende Lächeln, wenn sie irgendwie ganz weit weg waren und wir sie nicht erreichen konnten…. Das Buch finde ich daher wirklich äußerst gelungen, weil es die Kinder auf viele Situationen vorbereitet, die sie mit ihren demenzerkrankten Großeltern erleben können ,und ihnen hilft, die Dinge zu benennen. Zugleich vermittelt es eine positive Grundstimmung und eine Vorstellung davon, wie es hoffentlich gelingen kann, sich auch in dieser Lebensphase mit Humor und Liebe zu begegnen und den Großeltern den Halt zu geben, den sie in dieser Lebensphase so dringend brauchen.
Sensibler Umgang mit dem Thema Demenz
Dies ist ein sensibler und kindgerechter Roman, der Eltern helfen kann, mit ihren Kindern über das Thema Demenz zu sprechen: Friedbert Stohner gelingt die Gratwanderung, eine Geschichte zu erzählen, in welcher die Demenz der Oma eine Rolle spielt, aber nicht alles andere dominiert. Das normale Leben der Familie geht weiter, und es darf auch weiterhin geliebt und gelacht werden. Die erste Liebe, der Streit mit der besten Freundin, alles hat auch seinen Platz und findet Beachtung. Die kleinen Auffälligkeiten im Verhalten der Oma werden von den Familienmitgliedern nicht in ihrer Anwesenheit kommentiert, die Eltern sind aber mit den Kindern im Gespräch und helfen Ihnen, die Geschehnisse einzuordnen. Zugleich sind es auch oft die Kinder, die mit ihrem Blick auf die Dinge beim Umgang mit der Krankheit helfen, etwa als sie Omas ‚Eichhörnchenblick‘ bemerken, als diese ängstlich auf ihre eigene Hilflosigkeit reagiert. Sie entwickeln eine feine Antenne dafür, wie sie ihrer Oma helfen können, ohne sie zu belehren, und spüren, wenn sie ihre Nähe sucht. Ich habe viel aus unseren eigenen Erfahrungen wieder entdecken können, und hätte damals gerne ein solches Buch zur Hand gehabt, um mit unseren Kindern in das Gespräch zu kommen. Das Buch stellt einen ruhigen Verlauf der Demenz und leitet auch relativ schnell zum Thema Tod über. Mögliche Probleme mit Persönlichkeitsveränderung und aggressiven Phasen werden ausgeblendet, wie auch die u.U. Jahre dauernde Phase des Abgleitens und Nicht-Erreichbar-Seins. Doch ist es wohl auch sinnvoll, nicht gleich alle Schrecken an die Wand zu malen und ein versöhnliches Bild von der Krankheit zu zeichnen!
Ein schweres Thema gekonnt aufgegriffen
Ich bin begeistert von dem Buch. Die schweren Themen Demenz, Tod, das Leben mit Höhen und Tiefen, werden gekonnt aufgegriffen und in die Geschichte von Klara, ihrem jüngeren Bruder Anton, ihren Eltern - und eben ihrer Oma gepackt. Vieles wird so nebenbei erzählt, man lernt die Oma kennen und erlebt ganz natürlich das Fortschreiten der Demenz mit. Dass damit viele Gefühle verbunden sind, die Unsicherheit, ob man bei manchen Begebenheiten lachen oder weinen soll, die Traurigkeit bei Rückblicken und Vergleichen, was noch vor wenigen Monaten war und trotzdem die Zuneigung der Kinder zu ihrer Oma und das Glück, über gemeinsame Erlebnisse, wird toll dargestellt. Dazu kommen noch die wunderbaren, witzigen Zeichnungen, die das ganze Buch auflockern. Grandios finde ich - obwohl es völlig nebensächlich ist - wie am Ende das Thema Corona auch wieder ganz nebenbei erwähnt wird und das Buch so in unserer Zeit verankert wird. So stelle ich mir gute Kinderbücher vor. Ein Thema muss nicht "mit aller Gewalt" in den Mittelpunkt gestellt werden, sondern es darf so daher kommen und sein, wie es das Leben eben manchmal mit sich bringt.
Pressestimmen
Eine warmherzig erzählte Geschichte über eine Volkskrankheit, die sich meist ganz leise in so viele ...Familien schleicht. Schön sind die vielen heiteren und auch berührenden Momente, die es immer wieder gibt, und für die man Oma feste in den Arm nehmen muss. mehr weniger
05.03.2023
Das Leid und die Trauer aller Beteiligten, beim Sterben wie im Leben davor, wird nicht zugedeckt, so...ndern gleichsam aufgehoben: In einem behutsam humorvollen, in stilistischer Perfektion umgesetzten Erzählton (…) Und nicht zuletzt in den feinsinnigen Zeichnungen von Thomas Müller. mehr weniger
Franz Lettner, 01.03.2023
Friedbert Stohner erklärt Kindern einfühlsam, aber auch humorvoll die Krankheit Demenz.
Carolin Federl, 13.01.2023
Ein packender Coming-of-Age-Roman, welcher unterschiedliche Themenfelder beleuchtet: Verlust einer g...eliebten Person; sich in neuen Umgebungen einleben; Freundschaften finden; Geschwisterbeziehung. mehr weniger
02.12.2022
Die Geschichte zeigt Kindern, dass trotz aller verwirrenden, mitunter traurig-komischen Momente ein ...würdevoller Umgang mit dementen Menschen möglich ist. mehr weniger
01.12.2022
Ein warmherziges Kinderbuch zu einem schwierigen Thema samt manch witzigen Dialogen.
Ina Hochreuther, 27.11.2022
Friedbert Stohner erzählt das alles witzig, traurig – und richtig, richtig schön.
Gerlinde Pölsler, 19.10.2022
Das Buch erzählt behutsam und verständnisvoll, welche Strategien die Familie entwickelt, wie sich da...s Leben aller wandelt und anpasst. Durchgängig traurig ist die Geschichte trotzdem nicht, denn es werden auch viele lustige Momente und alltägliche Begebenheiten subtil-ironisch beschrieben. mehr weniger
Britta Selle, 14.10.2022
Warum sich demente Angehörige plötzlich anders verhalten, ist besonders für Kinder schwer zu versteh...en. Sie brauchen nachvollziehbare Erklärungen, die Friedbert Stohner in seinem neuesten Kinderbuch versucht zu geben. mehr weniger
Friedbernd Stohner, 13.10.2022
In launigem und zugleich berührendem Ton wird der Erzählbogen von Anekdoten aus einem kindlichen All...tag, über eine Familienkonstellation, in der vieles neu organisiert werden muss, bis hin zum Krankheitsbild der dementen Oma gespannt, der - ganz ohne Pathos - in seiner Klarheit bewegt. mehr weniger
01.10.2022
Ein trauriges Buch? Keineswegs! Zwar wird hier ein ernstes Thema behandelt, aber im Laufe der Geschi...chte wächst einem diese sensible und warmherzige, aber ebenso lustige Familie sehr ans Herz und man muss immer wieder schmunzeln. mehr weniger
Petra Schulte, 01.10.2022