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Ein verlassenes Berghotel am tief verschneiten Polarkreis. Riskante Immobilienspekulation. Tödliche Folgen.

Blutbuße

Neue Scandi-Crime für alle Schweden-Krimi-Fans

Das Bergdorf Åre hoch im Norden Schwedens wimmelt von Skiurlaubern, als die Stockholmer Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind in ihrem Hotelzimmer brutal erstochen aufgefunden wird – das Bett klebrig von Blut. Panik breitet sich in der Gegend aus, Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog übernehmen sofort den Fall. Die Spuren führen in ein verlassenes Hochgebirgshotel, das seinen früheren Glanz schon lange verloren hat: Charlotte kannte den Ort seit ihrer Kindheit und wollte das Gebäude abreißen lassen, um es durch ein spektakuläres Luxushotel zu ersetzen. Die Anwohner begegneten ihr mit erbittertem Widerstand. Doch Hanna muss feststellen, dass in diesem Fall nichts so ist, wie es scheint. Und dann geschieht ein zweiter Mord.

Der dritte Teil der Åre-Morde von Viveca Sten: 

Band 1: Kalt und still

Band 2: Tief im Schatten

Band 3: Blutbuße

Band 4: Lügennebel

Band 1 und 2 jetzt als sechsteilige Netflix-Serie

Bibliografische Daten

EUR 10,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44508-5
Erscheinungsdatum: 17.10.2024
1. Auflage
512 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Übersetzt von Dagmar Lendt
Autor*innenporträt

Viveca Sten

Viveca Sten ist eine der bekanntesten schwedischen Krimiautorinnen der Gegenwart. Mit ihrer Familie lebt sie nördlich von Stockholm. Seit ihrer Kindheit verbringt sie jeden Sommer auf Sandhamn in den Schären. Im Winter aber reist sie zum Skifahren nach Åre – dem Schauplatz ihrer aktuellen Reihe. Die Verfilmung der Åre-Morde stand auf Platz 1 der Netflix-Charts, ihre Sandhamn-Krimis lieferten den Stoff für die beliebte TV-Serie ›Mord im Mittsommer‹. Viveca Stens Bücher gehören zu den erfolgreichsten Krimiserien aus Skandinavien und erscheinen in über 25 Ländern.

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Übersetzer*innenporträt

Dagmar Lendt

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139 von 139 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.71 von 5 Sternen


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8 - 10 von 139 Leserstimme

stefanie07 am 22.10.2024 08:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Toller Krimi am Polarkreis

Dieser wunderschöne Thriller von Viveca Sten entführt uns wieder einmal in eisige Gebiete. Wir begleiten wieder Hanna und Daniel bei ihren Ermittlungen. In eisigen Landschaften ermitteln wir sozusagen mit. Hannah beweist dabei ein unglaublich sicheres Gespür und Daniel ist absolut ehrgeizig bei dem was er tut. Dies führt zu privaten Problemen und macht es ihm nicht leicht. Mir hat dieser Teil außerordentlich gut gefallen. Die Reihe ist einfach Klasse und hat eine ganz besondere Atmosphäre und passt natürlich in die herbstliche/winterliche Jahreszeit. Die Protagonisten sind wie gewohnt alle toll. Sie haben natürlich ihre Probleme und sind nicht ohne Ecken und Kanten (zum Glück). Ich mochte sie sehr. Es ist wie nach Hause kommen. Auch der Schreibstil ist unglaublich gut. Es wird nie langweilig, die Spannung ist dauerhaft gegeben und die Beschreibungen sind perfekt. Es ist detailliert aber nicht ausschweifend. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich hoffe die Reihe bekommt noch ganz viele Teile.

antjemue am 20.10.2024 08:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Atmosphärisch spannend und eine sehr gute Mischung aus Fall und Privatleben der Ermittler

In den letzten Wochen habe ich, jeweils innerhalb kurzer Zeit, die bis dahin erschienen beiden Bücher der Polarkreis-Krimi-Reihe von Viveca Sten gelesen. Beiden fand ich sehr gut und auch auf diesen dritten Teil „Blutbuße“ war ich sehr gespannt. Der wurde vor wenigen Tagen veröffentlicht und wurde kurz vorm Erscheinungstag bei NetGalley als Rezensionsexemplar angeboten. Ich freute mich riesig, dass meine Anfrage dort erfolgreich war, denn ansonsten hätte ich, aufgrund meines längst überzogenen Bücherbudgets für dieses Jahr, mit dem Lesen noch eine ganze Weile warten müssen.Gut ein Jahr ist seit dem letzten Mordfall in Åre vergangen. Hanna Ahlander hat ihre Stelle bei der Polizei inzwischen sicher und inzwischen in ein eigenes kleines Häuschen gezogen. Nun steht Ostern vor der Tür und Hanna wollte eigentlich ein paar freie Tage zusammen mit ihrer Schwester Lydia und deren Familie verbringen, als sie zusammen mit ihrem Kollegen Daniel Lindskog zu einem neuen blutigen Tatort gerufen wird.Eine erfolgreiche Stockholmer Geschäftsfrau wurde in ihrem Hotelzimmer brutal erstochen. Schnell stellt sich heraus, dass sie für ein leer stehendes Hochgebirgshotel große Pläne hatte, mit denen viele Anwohner nicht einverstanden waren. Die Suche nach dem Täter ist schwierig. Nichts ist so, wie es scheint und aufgrund der Bekanntheit der Toten sitzt den Ermittlern auch sofort die Presse im Nacken. Dann geschieht ein weiterer Mord…Erneut hat mich der flüssige Schreibstil der Autorin von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen. Längen empfand ich beim Lesen nicht, dafür jedoch eine permanent vorhandene atmosphärische Grundspannung. Diese wurde durch abwechselnde Handlungsstränge aus verschiedenen Perspektiven, teils auch in verschiedenen Zeitebenen erzeugt. Bei einigen davon war für mich als Leserin lange Zeit unklar, wie sie sich ins Gesamtbild einordnen könnten. Andere zielten auf das Privatleben der Ermittler ab und zeigten auf, wie sich dieses weiterentwickelt.Ich persönlich mag es sehr, wenn ich von Ermittlern auch Privates erfahre und empfinde das in Krimis oder Thrillern immer als Auflockerung. Die Menschen, die hinter der Ermittlung stehen, werden mir dadurch sympathisch und ich kann deutlich besser mit ihnen mitfiebern, als wenn ich sie nur auf dienstlicher Ebene kennenlerne. Natürlich darf der Fall an sich keinesfalls zu kurz kommen. Das tut er hier jedoch nicht und die Autorin hat meiner Meinung nach auch hier wieder genau die richtige Mischung gefunden.Auch die Ermittlungen wirkten auf mich realistisch. Ich konnte lange Zeit gut miträtseln, wer denn nun der Täter ist und wurde, als die Autorin die Katze endlich aus dem Sack ließ, davon dann trotzdem überrascht. Obwohl das sogar relativ lange vor Schluss geschah, ging es noch einmal mit Hochspannung weiter, bevor der Fall soweit abgeschlossen war. Offen blieb allerdings, ob ein ehemals Tatverdächtiger mit der nebenbei aufgedeckten Schweinerei durchkommt und auch die letzten Ereignisse im Privatleben der Ermittler schreien nach einer Fortsetzung.Eine Ankündigung dafür habe ich zwar noch nicht gefunden, aber wenn diese kommt, möchte ich sie auf jedem Fall auch wieder lesen. Insgesamt hat mir auch dieses Buch wieder sehr gut gefallen und ich kann es definitiv weiterempfehlen. Ich denke sogar, dass man, wenn man mit diesem Buch in die Reihe einsteigt, keine Verständnisprobleme beim Lesen hat und auf die vorherigen Bücher neugierig wird. Dennoch rate ich dazu, die Reihe in der richtigen Reihe zu beginnen, um einen Informationsvorsprung und damit eine leichte Spannungsminderung bei den Vorgängern zu vermeiden.

monihei am 20.10.2024 07:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Familien

Dies ist der dritte nordische Krimi von Viveca Sten und er hat meine Erwartungen voll erfüllt. Ich bin süchtig nach nordische Krimis und lese alle angesagten Autoren der letzten Jahre.Kurz vor den Osterferien, welche die beiden Hauptermittler Daniel und Hanna mit ihren Familien verbringen wollen, liegt die Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind schrecklich zugerichtet in ihrem Hotelzimmer. Schon am Anfang des Buches erlebt man Charlotte als furchtbar unsympathische Frau was sich im weiteren Verlauf verfestigt. Hanna Ahlander hat sich nun gut im Norden eingelebt, besitzt ein eigenes kleines Häuschen und eine Katze ist ihr ebenfalls zugelaufen. Mit den Kollegen kommt sie glänzend aus, ganz im Gegensatz zu diesen von Stockholm.Daniel, der in einer schwierigen Beziehung lebt, liegt ihr besonders am Herzen. Wird da was daraus?Die Geschichte wird flüssig erzählt und das Buch hält die Spannung bis zum Schluss.Wir werden von Viveca Sten bestimmt noch mehr sehen.Ich habe die Ausgabe als Hörbuch genossen und kann sie jedem nur empfehlen. Die Sprecherin Vera Teltz hat eine angenehme Stimme.

petzi_maus am 19.10.2024 21:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

dritter Teil der Polarkreis-Krimi-Reihe

Ostern 2021: Die Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind wurde mit einem Messer in der Copperhill Mountain Lodge in Åre brutal erstochen.Hängt der Mord mit Charlottes geplanten Neu- und Umbau des verfallenen Hochgebirgshotels in Storlien zusammen? Oder ist es doch einfach der Racheakt eines gestressten Hotelmitarbeiters, der mit Charlotte in Streit geraten ist?Doch dann wird auch noch ein Zimmermädchen des Copperhill Hotels ermordet.In ihrem 3. Fall begleiten wir Hanna Ahlander zu einem brutalen Mordfall zur Osterzeit. Im Schiort Åre wimmelt es vor Touristen, und das Hotelmanagement möchte den Fall so schnell wie möglich aufgeklärt haben.Der Schreibstil ist gewohnt flott, durch die kurzen Kapitel und den hohen Spannungsbogen fliegt man nur so durch die Seiten.Es gibt auch Rückblenden ins Jahr 1973, wo man Charlottes Bindung zum Hochgebirgshotel nachvollziehen kann bzw. dessen Ereignisse sich bis in die Gegenwart auswirken.Der Fall ist in sich geschlossen, nur das Privatleben der Ermittler entwickelt sich weiter.Hanna ist wieder taff und hat eine gute Kombinationsgabe, sie verbeißt sich in den Fall und gibt nicht auf. Mir persönlich hat natürlich besonders gut ihr neuer Mitbewohner gefallen, Kater Morris. :DHannas Kollege Daniel Lindskog hat indessen viel privat zu stemmen, denn er investiert seine gesamte Energie (und natürlich seine Zeit) in den Mordfall, wodurch sein Privatleben mal wieder zu kurz kommt.Die Auflösung war aufgrund einiger Verdächtiger und falscher Spuren überraschend, aber auch authentisch. Auch die Einbindung von politischen Skandalen und Korruption treffen den Zahn der Zeit.Nicht so gut haben mir diesmal die Wiederholungen und Längen gefallen. Und auch die Verhandlung zur Geiselnahme am Schluss war mir zu langatmig und zu zäh. Da hätte man insgesamt gut was einkürzen können.Schön war wieder, dass die Gegend um Åre und die schneebedeckte Landschaft so gut dargestellt ist, dass man alles genau vor Augen hat.Im vorderen und hinteren Buchdeckel gibt es einen Plan von Åre sowie den umliegenden Orten.Fazit:Ein solider Krimi mit aktuellen Themen, einer taffen Ermittlerin, dem schönen Setting Åre in Schweden und einer guten Auflösung; diesmal jedoch mit einigen Längen.

bine525 am 19.10.2024 10:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eiskalte Polarkreis Spannung

Der dritte Band aus der Polarkreis Krimiserie der schwedischen Autorin Viveca Sten ist mein erster Band von ihr, und ich als Krimiliebhaberin der eher komplexen Art mit viel privaten Einflüssen des Ermittlerteams, bin bei dem Buch voll auf meine Kosten gekommenen. Auch mein Quereinstieg ohne Vorkenntnisse der vorherigen zwei Bände war reibungslos.Ein altes Hotel in den Bergen soll zu einem Luxushotel umgebaut werden. Doch bevor es dazu kommt, wird die Planerin des ganzen Projektes auch schon ermordet. Eigentlich ein klassischer Kriminalfall, aber dennoch schafft es Viveca Sten trotz "alter Leier" daraus einen spannenden Schmöker von A-Z zu schreiben. Viele Verdächtige, falsche Spuren und haufenweise mögliche Tatmotive liessen mich bei der Ermittlung fleissig mitraten. Ausserdem gefiel mir sehr, dass das Buch aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird und das es auch Texte aus der Vergangenheit gab. Das gab mir das Gefühl, immer schon ein wenig mehr zu wissen als das Ermittlerteam. Das Buch hat mir so gut gefallen, dass ich mir sicherlich auch noch die beiden ersten Bände demnächst gönnen werde.

t.booksafari am 19.10.2024 09:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Blutiger Mord - wer wird dafür büßen?

In Åre, hoch im Norden Schwedens, wird die Stockholmer Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind in ihrem Hotelzimmer brutal erstochen aufgefunden. Schnell breitet sich Panik in der Gegend aus. Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog übernehmen sofort den Fall. Die Spuren führen in ein verlassenes Hochgebirgshotel, das seinen früheren Glanz schon lange verloren hat: Charlotte kannte den Ort seit ihrer Kindheit. Sie wollte das Gebäude abreißen lassen, um es durch ein spektakuläres Luxushotel zu ersetzen. Die Anwohner waren strikt gegen ihr Vorhaben, doch Hanna muss feststellen, dass in diesem Fall nichts so ist, wie es scheint. Und plötzlich geschieht ein zweiter Mord. Hängt dieser mit der ersten Tat zusammen? Dies gilt es zu klären, denn in dem dritten Fall von Hanna ist nichts wie es scheint. Nebenbei lässt sie ein Mann, der ebenfalls in die Ermittlungen verstrickt ist, nicht mehr klar denken. Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und der Sohn von Charlotte Wretlind verschwindet spurlos. Wer steckt hinter den grausamen Verbrechen?Ich mochte Hannas dritten Fall sehr gerne. Dieser ähnelt den beiden Vorgängern vom Schreibstil sehr und lässt sich wirklich flüssig lesen. Ich wusste zwar schon recht schnell, wer hinter den Verbrechen steckt, das hat den Lesefluss aber überhaupt nicht verringert. Auf den vierten Teil freue ich mich schon jetzt. Wird Daniel, der von seiner Freundin verlassen wird, sich Hanna annähern oder wird sie dem mysteriösen Mann, den sie gerade kennenlernt, weiter verfallen? ? Viveca Stens Polarkreis-Krimis sind immer wieder toll zu lesen. Die Autorin schafft es auch immer, ihre Geschichten bildlich zu beschreiben, sodass ich das Gefühl habe, auch immer selbst in Schweden zu sein.

lundi am 18.10.2024 15:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Versteckte Wut

Der Polarkreis-Krimi BLUTBUSSE von Viveca Sten ist der dritte Band aus der Reihe rund um die beiden Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog, die im hohen schwedischen Norden diesmal den Mord an einer Immobilienentwicklerin klären müssen.Charlotte Wretlind hat große Pläne mit dem einstigen Prachthotel Storlien, das im Bergdorf Are liegt und das sie seit ihrer Kindheit kennt. Nun möchte sie das Hotel abreißen und ein Luxushotel bauen lassen. Doch jemand scheint gegen diese Pläne zu sein, denn eines Morgens liegt sie tot in ihrem Hotelbett – brutal erstochen.Hanna und Daniel beginnen mit ihren Ermittlungen, tappen aber trotz einiger Hinweise zunächst im Dunkeln. Liegt die Wahrheit hinter dem Mord vielleicht tiefer begraben als zunächst gedacht?Als ein zweiter Mord passiert, wird die Situation noch brenzliger und alle Ermittler müssen bis an die Grenze der Belastbarkeit gehen, um zu Ergebnissen zu gelangen.Wie auch schon bei den ersten beiden Bänden begleitet man ein sympathisches Ermittlerpaar, das auch mit eigenen Problemen zu kämpfen hat, aber nie den Fokus bei den Nachforschungen verliert. Die Spannung steigert sich im Laufe des Buches und macht Platz für interessante Wendungen. Eine Leseempfehlung!

nordlicht am 18.10.2024 13:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Logischer Aufbau, glaubwürdige Charaktere, spannende Erzählweise - sehr lesenswert!

InhaltIn einem Luxushotel im Skiort Åre wird die Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind regelrecht abgeschlachtet. Dieser brutale Mord hält für Hanna Ahlander und ihren Kollegen Daniel Lindskog besondere Herausforderungen bereit, denn das Mordopfer war eine durchsetzungsfähige, eiskalte Geschäftsfrau und trat gern arrogant auf. Dementsprechend groß ist die Anzahl ihrer Feinde.Charlotte wollte gegen den Widerstand vieler Menschen das alte leerstehende Hochgebirgshotel im nahegelegenen Storlien abreißen lassen, um dort ein Luxusresort zu errichten. Die Anwohner hängen aus nostalgischen Gründen an dem alten Hotel und möchten es sanieren und behalten, sie wollen außerdem keinen umweltschädlichen Massentourismus. Doch nicht nur Umweltschützer machen gegen das Projekt mobil, offensichtlich gab es auch Unstimmigkeiten und dubiose Praktiken zwischen Charlotte und ihren Geschäftspartnern.Während Hanna und Daniel noch mit den Vernehmungen der zahlreichen Hotelangestellten beschäftigt sind, geschieht ein weiterer Mord, für den es zunächst kein ersichtliches Motiv gibt.BeurteilungDer dritte Band um Hanna und Daniel ist in Bezug auf die Mordermittlungen in sich abgeschlossen und könnte auch einzeln gelesen werden. Da allerdings auch das Privatleben der Protagonisten eine größere Rolle spielt, ist es sinnvoller, bei der Lektüre dieser Reihe die korrekte Reihenfolge einzuhalten.Die Handlung des dritten Bandes spielt auf zwei Zeitebenen, der Großteil ist im Jahr 2021 angesiedelt, aber es werden immer wieder kursiv gedruckte Kapitel eingeschoben, welche sich auf Vorgänge beziehen, die sich zum Jahresende 1973 im Hochgebirgshotel in Storlien abspielten. Die Sechziger- und Siebzigerjahre waren die Blütezeit des Hotels, auch Charlotte Wretlind war seinerzeit als Kind mit ihren wohlhabenden Eltern alljährlich dort im Weihnachtsurlaub.Erst nach und nach kommen die Ermittler und der Leser auf die Spur weiterer möglicher Mordmotive, diese Hinweise verdichten sich, als es nach zwei Morden auch noch zu einer Entführung kommt.Die Ermittlungen werden mit langsamen Fortschritten und Rückschlägen sehr realistisch geschildert. Hanna, immer schon engagiert, wächst in diesem schwierigen Fall über sich selbst hinaus und überzeugt nicht nur durch kriminalistisches Gespür, sondern auch durch großes Einfühlungsvermögen. Auch Daniel ist sehr engagiert im Einsatz, was zu weiteren Konflikten mit seiner Lebensgefährtin Ida führt. Während er fast nur noch zum Schlafen nach Hause kommt, musste Ida ihre Arbeit aufgeben und sitzt mit der einjährigen Alice zuhause – eine schwere Belastung für die Beziehung des Paares.Die Charaktere aller Romanfiguren sind ohne Schwarzweißmalerei differenziert ausgearbeitet, auch die Verhaltensweisen der unsympathischen Figuren sind meist in gewisser Weise nachvollziehbar. Die gesellschaftlichen (Massentourismus, Umweltschutz) und privaten (Vereinbarkeit von Beruf und Familie) Probleme sind sehr aktuell.FazitEin Kriminalroman, der durch einen logischen Aufbau, realistische Charakterdarstellungen und einen anschaulichen, spannenden Erzählstil besticht – uneingeschränkt empfehlenswert!

c-bird am 17.10.2024 20:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Spannende Fortsetzung einer top Reihe

Im Skiort Åre hoch oben im Norden Schwedens wird die Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind in ihrer Hotelsuite auf brutale Weise erstochen. Charlotte plante hier ein ehemaliges Hotel abreißen zu lassen und als exklusives Luxushotel wiederaufzubauen. Dies stieß nicht nur bei der Bevölkerung auf vehementen Widerstand, auch Umweltschützer sahen darin eine Bedrohung. Hannah Ahlander und Daniel Lindskog nehmen die Ermittlungen auf. Doch schon bald geschieht ein zweiter Mord.Es ist bereits der dritte Fall für die sympathische Kommissarin Hannah Ahlander und ihren temperamentvollen Kollegen Daniel Lindskog. Der Fall ist in sich geschlossen und kann daher auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden, da alle wissenswerten Informationen geliefert werden. Wer jedoch die privaten Entwicklungen der beiden Protagonisten mitverfolgen möchte, der sollte sich an die chronologische Reihenfolge der Bände halten.Viveca Sten versteht wirklich ihr Handwerk. Schon von Beginn an gibt es gleich mehrere Verdächtige, die durchaus als Täter in Frage kommen. Denn Charlotte Wretlind verstand es wie keine Zweite, sich ihre Mitmenschen zum Feind zu machen. Die Spannung ist von Beginn an vorhanden und hält sich auch kontinuierlich durch das ganze Buch auf einem hohen Niveau. Dafür sorgt nicht nur der spannende Erzählstil, sondern auch die kurzen Kapitel und damit einhergehenden Perspektivwechsel. Als Leser ist man so den Ermittlern immer einen kleinen Schritt voraus. Die Handlung spielt größtenteils Ostern 2021, doch dazwischen gibt es eingeschobenen Rückblenden aus dem Jahr 1973. Und natürlich fragt man sich die ganze Zeit, was diese Einschübe mit dem Hauptstrang zu tun haben. Auch wieder mit dabei sind aus dem Ermittlungsteam Anton und Raffe. Und so nimmt nicht nur Daniel und Hannah Privatleben einen gewissen Raum ein, sondern man leidet auch ein wenig mit Anton, der immer noch seiner unerfüllten Liebe nachtrauert.Insgesamt wieder ein äußerst spannender Fall der Polarkreis-Reihe. Eine Serie mit zwei sehr sympathischen Ermittlern, die man absolut empfehlen kann. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

sannysbuchwelten am 16.10.2024 13:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Alte Schuld

Wie auch in den Teilen davor, sieht man ein einsames Haus und schneebehangene Tannen, Einsamkeit!Hanna Ahlander und ihr Partner Daniel Lindskog sollen den Tod einer Immobilienentwicklerin aufdecken. Dabei wurde die Tote diesmal so sehr verunstaltet, dass selbst hart gesottene Polizisisten es schwer haben, die Leiche zu betrachten.Doch warum ist Charlotte Wretlind getötet wurden? Ist es wirklich nur die Wut einiger Personen, die mit ihrem geplanten Bauprojekt nicht einverstanden sind oder gibt es einen anderen Grund, für den Mord?Bereits der Titel des Buches gibt vor, dass es sich um eine Sühne handeln muss. Doch warum muss Charlotte sühnen? Was für Taten hat sie verbrochen? Ich habe lange nicht mehr einen so spannenden Krimi gelesen. Dabei erhalten wir Leser auch einige Einblicke in verschiedene Protagonisten. Viveca Sten ist hier eine Meisterin, die mit kurzen Kapiteln einen in den Krimi hinein zieht, als wäre man selbst als Zuschauer dabei. Ich liebe die Krimis von Viveca Sten seid dem ersten Buch der Mittsommer Krimis. Hier sind wir mit der Schriftstellerin im Polarkreis, hoch im Norden von Schweden. Ich kann es kaum erwarten, wann der nächste Polarkreis Krimi erscheinen wird. Dabei ist das Buch erst ab Morgen offiziell im Handel.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Stadtjournal Gleisdorf
Lesevergnügen pur für alle Fans von nordischen Krimis!

01.12.2024

Grazia
Bei diesem Fall ist nichts, wie es scheint.

01.12.2024

Westfalen-Blatt
Die Beschreibung von Landschaft und Lebensumständen geben dem Krimi bei aller Spannung noch einen zu...sätzlichen Reiz. mehr weniger

Birgit Höttrich, 25.11.2024

SWR 2
Die bunt bebilderten Bücher sind sehr kreativ gestaltet, laden zum Lesen, genauen Betrachten und Rät...seln ein. mehr weniger

18.10.2024

Radio Bremen 2
In Viveca Stens Krimis stimmt einfach alles.

Hilke Theessen, 16.10.2024