Cainstorm Island – Der Gejagte
Zwischen dem reichen Asaria und dem verarmten Cainstorm Island lässt sich der junge Emilio dazu überreden, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Ob das eine gute Idee war?
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Cainstorm Island – Der Gejagte
»Meine Zuschauer lieben die Gefahr. Zumindest, wenn ich sie erlebe und sie durch meine Augen dabei zuschauen dürfen.«
Emilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.
Bibliografische Daten
2. Auflage
Marie Golien
Marie Golien, 1987 in Wiesbaden geboren, wollte schon immer ihre eigenen Geschichten erzählen, nachdem sie ihre Kindheit in den fantastischen Welten von Hergé und Winsor McCay verbracht hatte. Nach dem Abitur studierte sie Design mit dem Schwerpunkt interaktiven Medien, entwickelte Spiele-Apps und begann parallel zu schreiben. ›Cainstorm Island – Der Gejagte‹ ist ihr Debüt als Romanautorin, für das sie gleich mehrfach nominiert und ausgezeichnet wurde, u.a. für den Paul-Maar-Preis für junge Talente und mit der Goldenen Leslie 2020. Mit dem zweiten Band ›Cainstorm Island – Der Gefangene‹ findet der rasante Actionthriller nun seinen Abschluss.
6 - 10 von 93 Leserstimme
Spannend und rasant
Eine richtige Einführung in das Buch gab es nicht, man war sofort mitten im Geschehen, es wurde keine Zeit mit Nebensächlichem vergeudet. Alle Informationen, die man sonst noch brauchte wurden geschickt in den Verlauf der Geschichte mit eingebunden. Es gibt zwei Welten, einmal das reiche Asaria und dann noch Cainstorm Island. Hier spielt auch die Geschichte. Cainstorm ist übervölkert und sehr arm. In den Straßen herrschen die Gangs und man muss für sein Überleben kämpfen. Wir lernen Emilio kennen, der sich, um die Schulden seines Stiefvaters zu begleichen, einen Chip ins Hirn pflanzen lässt, der jeden Tag eine halbe Stunde das aufzeichnet was er sieht. Durch gewagte Stunts will er die Zuschauerquote erhöhen. Denn für jeden Zuschauer bekommt er mehr Geld. Doch als er dann aus Notwehr ein hohes Gangmitglied tötet und das noch vor laufender Kamera, gerät das ganze aus dem Ruder. Die Gang ist ihm auf den Fersen und Eyevision, die Firma mit dem Chip, will auch noch Kapital aus seiner Misere machen und schaltet den Chip irgendwann ein wann sie will. Sie sind nur auf Geld und Ruhm aus und ob jemand zu Schaden kommt ist ihnen egal, genauso wie den tausenden von Zuschauern, die Emilios Hetzjagd live verfolgen. Grad wenn man dachte, jetzt gibt es eine kleine Verschnaufpause, kam die nächste Katastrophe. Man muss aber definitiv sagen, das Emilio in manchen Situationen mehr Glück als Verstand hatte.Super beschreiben fand ich auch die Beziehungen zwischen Emilio und seiner Familie und seinem besten Freund, er liebt sie alle und würden alles tun um sie zu beschützen. Gerade das Ende des Buches lässt viel Platz für weitere Geschichten. Ich würde mich freuen noch mehr von Emilio und seinen Begleitern zu hören.Der Schreibst der Autorin ist sehr flüssig und die Sprache für ein Jugendbuch perfekt. Man konnte nur so durch die Seiten fliegen.
Durchgehend spannend, für meinen Geschmack unnötig brutal
„Cainstorm Island – Der Gejagte“ ist der erste Band einer Reihe um den 17-Jährigen Emilio, der im armen und überbevölkerten Cainstorm aufwächst. Das Buch ist im dtv Verlag als gebundene Ausgabe erschienen, von der Autorin Marie Golien habe ich bisher noch nichts gelesen.Worum geht es?Bei dem Buch handelt es sich um einen dystopischen SciFi-Thriller für Jugendliche. Die Altersangabe des Verlags mit „ab 13“ halte ich für niedrig angesetzt, da es doch immer wieder zu sehr blutigen und detailliert beschriebenen Gewaltszenen kommt. Emilio wächst am armen Kontinent Cainstorm auf. Arasia, der Nachbarkontinent, hat großen Wohlstand – und Einreiseverbot für alle Menschen, die auf Cainstorm leben. Hunger, Überbevölkerung, Armut und Obdachlosigkeit gehören zum Alltag ebenso wie der Traum von einem besseren Leben. Um seiner Familie den Weg aus den Schulden zu ermöglichen, lässt sich Emilio einen Chip einpflanzen, der täglich eine halbe Stunde seines Lebens live auf einen Kanal überträgt, den sich andere Nutzer, hauptsächlich aus Asaria und reiche Menschen auf Cainstorm, ansehen können. Als er versehentlich in den Bereich einer der gefährlichsten Banden kommt, überschlagen sich die Ereignisse und Emilio fürchtet um sein eigenes Leben und das seiner Familienmitglieder.Meine Meinung:Die Buchidee finde ich ganz toll. Beim Gedanken daran, dass sich die Welt tatsächlich so entwickeln könnte, läuft es mir eiskalt den Rücken hinunter. Die Technologien in dem Buch sehe ich auch nicht Jahrhunderte entfernt, sondern schon als demnächst möglich an und traue Konzernen in der Unterhaltungsbranche so ziemlich alles zu. Emilio ist mir als Protagonist sehr sympathisch, da er wirklich alles daran setzt, das Leben seiner Familie zu verbessern und durch jugendlichen Leichtsinn in Schwierigkeiten gerät. Im Laufe der Handlung wächst er über sich selbst hinaus und erkennt, was im Leben wirklich wichtig ist. Die Handlung verlief rasant und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Ich war von Anfang an mitten drin in der Handlung und konnte mir die futuristische Welt sehr gut vorstellen. Beim Lesen kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf und ich habe mich ständig gefragt, wie das Buch denn nun weitergeht.Als Minuspunkt möchte ich die sehr detailliert beschriebenen und blutigen Gewaltszenen nennen. Ich denke nicht, dass es durch die genaue Beschreibung mehr Tiefe in die Handlung gebracht hat, und würde daher das Buch Jugendlichen unter 14 Jahren nicht zum Lesen geben. Ebenso finde ich manche Themen, die das Buch aufgreift, ganz besonders in politischer Hinsicht, für jüngere Jugendliche noch nicht geeignetDas offene Ende lässt auf einen zweiten Teil warten – ich bin schon gespannt darauf, wie es weitergeht.Fazit: Sehr gut geschriebener Roman in einem interessanten Setting, jedoch wegen der Brutalität meiner Meinung nach erst für ältere Jugendliche geeignet.
Spannend bis zum Schluss
InhaltEmilios Welt ist geteilt. Auf der einen Seite das reiche Asaria. Auf der anderen Seite Cainstorm Island, überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen. Dort kämpft der 17-Jährige, umgeben von brutalen Gangs, gegen die Schulden seiner Familie. Eines Tages spricht ihn ein Mitarbeiter von Eyevision an und bietet Emilio einen Deal. Emilio willigt ein, sich einen Chip in den Kopf implantieren zu lassen. Dieser Chip ist an seinen Sehnerv angeschlossen und überträgt jeden Tag eine halbe Stunde lang, was Emilio sieht. Seine Videos, waghalsige Kletter- und Trainsurf-Aktionen, kommen an, die Zuschauerzahlen steigen langsam. Bis sein Leben eine unvorhergesehene Wendung nimmt: Emilio gerät in das Gebiet einer Gang und tötet einen der Anführer in Notwehr. Live und auf Sendung. Das Video verbreitet sich rasend schnell und Emilio wird zum Gejagten. Und zwar nicht nur von der Gang, sondern auch von Eyevision, die sehr eigene Pläne mit Emilio haben.Meinung: toller Schreibstil und eine story die gar nicht so abwegig ist. Man trifft im Buch auf viele Paralellen die in der heutigen Gesellschaft eine große Rolle spielen - somit regt es in meinen augen auch zum nachdenken an.Fazit:Eine tolle Geschichte - realitätsnah und spannend bis zum Schluss.
Durchgehend spannend
Im Mittelpunkt des Buches steht Emilio alias EC00 der in dem armen Land Cainstorm Island lebt, in dem es von Bandenkriminalität, Müll und Armut wimmelt. Auf der anderen Seite des großen Ozeans liegt Asaria. Dort ist die Bevölkerung reich und es ist friedlich. Um Geld für die Familie zu verdienen, beschließt Emilio sich einen Chip von der asarianischen Firma Eyevision einpflanzen zu lassen, durch den es ermöglicht wird, dass Emilio das, was er sieht ins Internet überträgt. Seine Videos sind zu Beginn noch nicht sehr beliebt, obwohl er rasante Action anbietet. Als er jedoch mit einem Anführer einer Gang aneinander gerät, ändert sich plötzlich alles und eine actionreiche Jagd beginnt und auch seine Followerzahlen explodieren.Das Buch beginnt actionreich und es zieht sich auch durchgehend durch die Handlung. Sobald es etwas ruhiger wird, beginnt die Jagd aufs neue und die Handlung nimmt schnell wieder Fahrt auf. Ich wollte, dass Buch gar nicht mehr weglegen.Die Geschichte spielt zwar grundsätzlich in einer Dystopie, könnte sich aber auch in unserer heutigen Welt abspielen. Bei allem technischen Fortschritt wäre es denkbar, dass ähnlich Technologien irgendwann in naher Zukunft existieren. Bereits jetzt nehmen die sozialen Medien für viele Menschen, insbesondere Jugendliche, einen großen Platz im Leben ein und die dort gebotenen Videos werden immer spektakulärer. Das Buch zeigt auch die mit diesem Fortschritt verbundenen Gefahren. Die Risikobereitschaft der Protagonisten steigt, sobald man Geld benötigt. Das Buch schafft es durchgehend diese Gefahren in den Mittelpunkt zu stellen, ohne belehrend zu wirken.Ein gelungenes und spannendes Buch.
"Manchmal habe ich sogar das Gefühl, andere Leute schauen durch meine Augen."
Die Erde, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Durch Klimawandel und Kriege wurde sie in dieser Form zerstört. Doch die Menschen haben es geschafft zu überleben, sie wollten die Erde nicht hergeben. Jetzt gibt es einen Kontinent namens Asaria, auf dem alles perfekt ist und jeder das perfekte Leben führt und eine Insel namens Cainstorm, die so etwas wie eine riesige Müllhalde der Asarianer ist. Inmitten dieser "Müllhalde" zwischen Armut und Gewalt wächst Emilio auf. Um seiner Familie aus finanziellen Missständen zu helfen, hat er eine Arbeit bei der größten und reichsten Firma angenommen, die es gibt. -"Eyevision". Emilio bekommt einen Chip an seinen Sehnerv implantiert und sendet von da ab täglich eine halbe Stunde sein Leben durch seine Augen. Je mehr Zuschauer er hat, desto mehr Geld bekommt er von seinem Vorgesetzten Bradley Starlight (der sich als der größte Idiot herausstellen wird...). Als Emilio ali as ECOO vor laufender Kamera einen der Anführer der gefährlichsten Gang von Milescaras (so heißt die Stadt, in der er lebt) umbringt, ändert sich sein Leben schlagartig und er merkt bald, dass nicht die Gang sein größtes Problem ist, sondern "Eyevision".Ich fand dieses Buch äußerst gelungen und darum bekommt es auch die fünf Sterne von mir. Es hat für jeden Geschmack etwas dabei. Für die, die es spannend mögen (an Spannung fehlt es wirklich nicht!), für die, die es blutig mögen (wenn auch nicht zu krass, worüber ich eigentlich ganz froh war), für die, die es romantisch mögen (Hach...Emilio ist bestimmt ein ganz attraktiver Kerl, kann ich mir vorstellen...), ...also, alles dabei. Das Emilio durch seine Augen filmt, ist ja schon ein wenig beängstigend und er ist zudem voll und ganz der Firma ausgeliefert, die -wie auch die Zuschauer- alles nur als eine Art Spiel sehen. Für Emilio allerdings ist es ein Spiel auf Leben und Tod und es ist ziemlich krass, wenn er gerade auf einer Verfolgungsjagd ist, und die Zuschauer ihm Kommentare schicken, die so banal sind, als ginge es dabei nicht wirklich um sein Leben. Übrigens: diese Idee, dass Emilio durch ein Blinzeln die Kommentare vor sich sehen kann ist einfach nur genial, so wie auch viele andere Einfälle.Insgesamt kann ich das Buch also absolut weiter empfehlen, an jede*n Jugendliche*n und an alle Erwachsenen, die nicht vergessen haben, wie sich ein packender Jugendroman anfühlt.
Zukunftsvision?!
Was für Emilio und seine Familie die Möglichkeit schien ihre Geldsorgen los zu werden, entpuppt sich als tödliche Falle.Als er angesprochen wird sich einen Chip und eine Kamera ins Auge einsetzen zu lassen zögert Emilio nur kurz. Die Aussicht auf den Verdienst überwiegt die Sorge der Familie. Eine halbe Stunde täglich wird Life übertragen was Emilio gerade macht. Je spektakulärer seine Aufnahmen, je mehr Zuschauer, je mehr Geld erhält er. Geld welches die Familie dringend benötigt. Als er aber in Notwehr einen Gang Boss tötet und das live übertragen wird, ist die Jagd auf ihn eröffnet. Die Gang hat Zugriff auf die Videos und setzt eine Belohnung für seinen Tod aus. Die Firma eyevision ist auch keine Hilfe, da die Einschaltquoten rasant steigen, wollen sie den Chip nicht ausschalten. Jetzt muss Emilio die Gang und seine Nachbarn fürchten. Kann er der Überwachung entkommen?Das Buch hat mich umgehauen. Die realistische Beschreibung von Emilios Leben, seine Hoffnung und dann die Gefahren haben mich mitgerissen. Ich konnte es nicht fassen, dass die Firma nur der Quoten wegen Menschenleben aufs Spiel setzt. Auch dass die Nachbarn und Bekannten eigene Freunde ausliefern würden für Geld, hat mich geschockt. Aber wenn man im Elend lebt und es keinen Ausweg gibt, ist die Aussicht auf etwas Geld um sich damit mehr kaufen zu können, sicher sehr verlockend.Die Autorin hat es geschafft die Zukunft düster auszumalen. Schon heute wird mit Sendezeit Geld verdient. Oder in Plattformen welche viele follover haben wird investiert. Auch die Klassengesellschaft, hier die Armen und Ausgestoßenen, dort die abgegrenzten Reichen, wird verdeutlicht. Als Leser kann ich mich fragen, wie würde ich reagieren. Wem würde ich helfen.Nicht gefallen hat mir das offene Ende, dem sicher ein nächster Band folgt. Eigentlich wollte ich deshalb nur vier Sterne geben.Aber das ganze Buch hat mich überzeugt, deshalb volle Punktzahl!
Aktuell und spannend!
Emilio hat einen Chip implantiert und alles was er sieht, wird eine halbe Stunde am Tag live gestreamt und in seinem Kanal hochgeladen. Seine Videos haben "normale" Klickzahlen, schießen aber nach oben, als er einen der Anführer einer Gang tötet. Ab da beginnt die Jagd.Sehr spannendes Jugendbuch und eine super aktuelle Thematik. Könnte soetwas Realität werden? Live streamen und Menschen, die das Leid anderer sehen wollen? Auch wenn das Menschenleben kosten könnte?Der Schreibstil hat mir gut gefallen, man will direkt weiter lesen.Der Protagonist ist sehr sympatisch und hat tolle Freunde. Als Emilio von der Gang gejagt wird, die sich rächen will, schreitet die Streaming Firma ein. Der Chip wird einfach so aktiviert. Sehr erschreckend.Klare Empfehlung!
Durch die eigenen Augen
Cainstorm Island war wie vermutet, beziehungsweise erhofft, ein richtiger Pageturner. Die Spannung ist von Anfang an greifbar. Sie wird nicht langsam aufgebaut, sondern ist fast von der ersten Seite an da. Spätestens als Emilio ein Bandenmitglied von Las Culebras aus Notwehr umbringt. Daraufhin geht es rasant zur Sache. Man findet kaum eine Minute Ruhe. Dabei ist Eyevision Emilio keine Hilfe. Im Gegenteil, sie heizen der Sache für Likes bzw. Views ordentlich ein und schon bald wird Emilio zu ihrem Spielball; aber auch in gewisser Weise werden Las Culebras benutzt.Das Buch behandelt viele verschiedene und vor allem wichtige Thematiken. So werden zum Beispiel Menschen in zwei, beziehungsweise sogar drei Klassen eingeteilt. Die Reichen leben in Asaria, die Armen in Cainstorm. Die Sonderbaren werden sogar aufgrund Äußerlichkeiten abgeschoben und landen im „besten“ Fall auf Cainstorm. Diese beiden „Welten“ sind durch das Meer geteilt. Und damit niemand aus Cainstorm auf die Idee kommt, etwas Luxus zu schnuppern, wurde ein Wall im Meer errichtet, um dergleichen zu verhindern. Des Weiteren auch, damit der viele Müll von Cainstorm nicht nach Asaria treibt. Social Media und in weitestem Sinne auch Cybermobbing werden behandelt, das soweit geht, dass ein Leben so gut wie komplett kontrolliert wird.Das Cover hat mich jetzt nicht unbedingt angesprochen, die Thematik aber umso mehr, da sie mich ein bisschen an „Nerve“ erinnert hat. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie fesselt den Leser sprichwörtlich ans Buch. Ich musste es mehrmals zur Seite legen um Luft zu schnappen. Die Charaktere waren „greifbar“. Nicht nur, weil man mittels Eyevision durch Emilios Augen „sehen“ kann, sondern weil das gesamte Buch aus seiner Sicht erzählt wird. Jago und Lyssa waren mir die sympathischsten Nebencharaktere. Vor allem von letzterer würde ich gerne mehr über ihre Hintergründe erfahren.Zu einem Fortsetzungsband habe ich bis jetzt noch nichts gehört, aber dem offenen bzw. abrupten Ende zu urteilen (bzw. dem Untertitel von Band 1), gehe ich stark davon aus, dass mindestens ein zweiter Band folgen wird, auf den ich jedenfalls schon sehr gespannt bin.Fazit: Rasante Jugenddystopie die zu überzeugen weiß, auch wenn mir das gewisse Extra gefehlt hat.
Spritzige und spektakuläre Story!
Inhalt: Alles, was Emilio sieht, wird direkt auf seinem Videokanal gesendet. Desto mehr Zuschauer er hat, desto mehr Geld bekommt er. Diesen Deal hat der 17 jährige mit Eyevision, einer Firma aus Asaria, abgeschlossen. Emilio selber wohnt auf Cainstorm Island, welches überbevölkert, arm und von Gewalt zerfressen ist. Mit dem Deal versucht er gegen die brutalen Gangs und die Schulden seiner Familie anzukämpfen. Doch eines Tages läuft dieser Deal aus dem Ruder nachdem Emilio bei laufender Kamera, in Notwehr, einer der Anführer einer Gang getötet hat. Diese Bilder werden durch einen implantierten Chip, der sich in Emilios Kopf befindet, übertragen. Und auf einmal hat die Jagdzeit auf Emilio begonnen....Meine Meinung: Mir gefällt diese Geschichte. Der Thriller ist gut von der Autorin aufgebaut. Sie hat mich in Emilios Welt mitgenommen und ich konnte mich gut hineinversetzen. Es wird nie langweilig und ich kann diesen Thriller nur weiterempfehlen. Auch hat es mir das Cover sehr angetan. Sehr gut in seiner Art aufgebaut und entsprechend der Story gestaltet.
Spannende Jugendbuch-Dystopie
"Cainstorm Island" ist ein Buch, das sofort einen Sog entwickelt. Es ist von der ersten Minute an spannend und man möchte es gar nicht weglegen.Im Buch geht es um Emilio, er lebt auf Cainstorm Island in einer fernen Zukunft, in der die Menschen, nach einigen großen Kriegen, in ihre Welt wieder Ordnung bringen möchten. Auf Cainstorm Island leben alle Menschen, die anders sind, die sich etwas zu Schulden kommen haben lassen oder die einfach nicht schlau genug sind. Sie leben in Dreck, Armut und Platzmangel während die wohlhabenden und "guten" Menschen in Asaria leben dürfen. Dort haben sie alles was man sich wünschen kann, das beste Essen, Bildung, Technik und Gesundheit.Zur Unterhaltung lassen die Asarianer einigen Bewohnern von Cainstorm gegen Geld Chips ins Gehirn pflanzen, um durch ihre Köpfe die Welt von Cainstorm in sicherer Entfernung zu beobachten.Emilio ist ein solcher Chipträger. Je mehr Views er aus Asaria bekommt, desto mehr Geld erhält er auf sein Konto. Er ist auf dieses Geld angewiesen und versucht mit spannenden Tricks und Kletteraktionen immer mehr Zuschauer für sich zu gewinnen. Doch eines Tages wird eine recht harmlose Kletteraktion zu einem sehr gefährlichen Abenteuer, als er im Vorgarten eines mörderischen Bandenführers landet. Ab diesem Zeitpunkt beginnt eine rasante Jagd quer durch Cainstorm, die für Emilio mehr als schmerzlich werden soll... Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Vor allem weil es wirklich durchgehend spannend ist. Das letzte Drittel fand ich aber doch etwas zu dramatisch und ich war enttäuscht, dass das Ende dann doch nicht das Ende war, da es eine Fortsetzung geben wird. Ich hatte gedacht, dass es sich hier um einen Einzelband handelt. Ich hoffe, dass die Fortsetzung zeitnah erscheint, da man sonst solche Reihen schnell aus dem Kopf verliert. Inhaltlich hat das Buch mich mehrmals an "Tribute von Panem" erinnert. Das Cover zum Buch finde ich aber echt hässlich und ich hätte aufgrund dessen niemals zu diesem Buch gegriffen. "Tribute von Panem"-Fans wird man mit diesem Cover sicherlich nicht erreichen. Der erste Leseeindruck konnte mich persönlich aber überzeugen und ich hoffe für das Buch, dass auch einige andere über das Cover hinwegsehen, den Schutzumschlag abnehmen und einfach die rasante Story genießen.
Pressestimmen
Ein atemloses Lesevergnügen, das die wichtigen Fragen unserer Science Fiction-reifen Welt auf sehr u...nterhaltsame Weise neu stellt. mehr weniger
Jana Magdanz, 15.06.2021
Eine rasante Dystopie über die Instagramisierung einer gespaltenen Welt.
Wieland Freund, 29.06.2019
Einfach richtig spannend!
Lisa Reim
Dieser Thriller lässt einen nicht los.
Jeder, unabhängig von Geschlecht oder bevorzugten Genres, kann und sollte dieses Buch lesen, da es w...irklich für jeden etwas bereit hält. mehr weniger
Verena Caspers
Alle, die Fan von Dystopien sind, sollten bei ›Cainstorm Island‹ zugreifen. Eine klare Leseempfehlun...g. mehr weniger
Florian Wende
Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, beeindruckende Figuren und eine düstere, beklemmende Szener...ie zu entwerfen, die Leser*innen dennoch faszinieren wird. mehr weniger
Christa Robbers, 09.08.2021
Ich habe selten ein Buch erlebt, das so fesselnd geschrieben ist.
Sonja Hackel, 10.08.2019
Man ist beim Lesen total gefesselt und fühlt sich in die Welt hineinversetzt.
24.06.2019