Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
Eine Gruppe von Freunden, ein Roadtrip durch Amerika und ein Racheplan. Asher Hunter will den Mörder seiner Mutter finden und Vergeltung üben. Doch nach tausenden Kilometern und jeder Menge Ceaser Salad steht er vor der Entscheidung, die sein ganzes Leben verändern könnte.
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Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
Asher Hunter will Rache. Er will sich an dem Mann rächen, der betrunken seine Mutter totgefahren hat und vor Gericht durch einen Formfehler ungestraft davongekommen ist. Asher besucht gleich mehrere Trauergruppen, und er findet dort unerwartet Freunde: Da sind Sloane und Will, die etwa so alt sind wie er, und da ist der 80-jährige Henry. Sie alle verbindet, dass sie ihren liebsten Menschen verloren haben. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Roadtrip von New Jersey nach Memphis, Tennessee. Was Asher den anderen verschweigt: Er will dort den Mörder seiner Mutter töten. Tausende Kilometer, jede Menge Caesar Salads und einen filmreifen Kuss später steht er vor der Entscheidung seines Lebens. Und wählt: das Leben.
Bibliografische Daten
2. Auflage
K. J. Reilly
K. J. Reilly schloss ihr Psychologiestudium an der Boston University mit einem BA ab und ging dann nach New York, um in den Marktforschungsabteilungen mehrerer der größten Werbeagenturen der Welt zu arbeiten. Sie liebt Lesen, Schreiben, Hunde, Segelboote, Radfahren, Kinder in allen Formen und Größen und den Anbau eigener Lebensmittel.
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Ute Mihr
Ute Mihr, geboren 1959, studierte Anglistik, Slavistik und Philosophie in Tübingen, St. Paul/Minneapolis und Moskau. Sie leitete eine Agentur für literarische Übersetzungen und übersetzt selbst unter anderem die Bücher von Michael G. Bauer, Eoin Colfer, Neal Shusterman und Gary Paulsen. Ute Mihr lebt in Tübingen.
1 - 10 von 121 Leserstimme
Ein Orkan an Gefühlen
„Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“ hat mich schon während des Lesens so berührt, dass ich mir nebenher direkt einmal angeschaut habe, was K.J. Reilly schon sonst so geschrieben hat und da habe ich mich auch direkt angesichts eines noch verfügbaren Audible-Guthabens auf meinem Konto dazu verleitet gesehen, mir das Hörbuch zum Jugendroman „Words we don’t say“ (bisher wohl noch nicht übersetzt) anzuschaffen und während ich dieses Buch dann eben auf Deutsch zu Ende gelesen habe, habe ich zur gleichen Zeit den anderen Roman auf Englisch gehört – und wen „Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“ zu begeistern wusste, der wird auch an „Words we don’t say“ sicherlich Freude haben. Auch wenn der jugendliche Asher im „Verhalten ziemlicher Menschen“ als Hauptfigur auftritt, hat die tragende Rolle hier für mich doch der persönliche Umgang mit Trauer. Nach dem seine Mutter, bei einem durch einen betrunkenen Fahrer verursachten Autounfall, gestorben ist, findet sich Asher, inzwischen völlig aus der Bahn geworfen, erst in der einen Trauergruppe wieder und trotz allem Widerwillen besucht er sehr schnell gleich mehrere solcher Gruppen mit demselben Schwerpunkt, in denen er zunächst zwar immer sehr aufmüpfig auftritt, aber sich dann doch auch zu öffnen beginnt und vor Allem auch interessiert den weiteren Teilnehmenden gegenüber auftritt, zu denen sich sehr einzigartige Freundschaften entwickeln. Ich mag es ja sehr, wenn grade in derlei Romanen (im Bereich der Erwachsenenliteratur war dies für mich auch ganz schön in „Mein drittes Leben“ von Daniela Kriens erkennbar) mittels Gesprächen mit Nebenfiguren deutlich wird, dass jeder Mensch seine eigenen Päckchen zu tragen und Schicksalsschläge zu verwinden hat und dass man nicht alleine mit solchen Erfahrungen ist, dass man weder der Erste noch der Letzte ist, der Verluste zu betrauern hat, und wie tröstlich es sein kann, sich da einfach mal auszutauschen und vor Allem: seine Gedanken auch mal rauszulassen. In diesem Fall werden all diese Punkte besonders akut dargestellt, da die Figuren eben an diese Trauergruppen angebunden sind und doch auf ganz unterschiedliche Weisen betroffen sind, aber eben alle doch auch die gleichen Trauerphasen durchlaufen. Dabei vermochte es der Roman, auch in mir ganz verschiedene Emotionen auszulösen, ob es nun eine gewisse Traurigkeit war, wenn ich mich an eigene Verluste erinnert sah, oder Freude ob einiger „Lichtblicke“ im Leben der Figuren, und zuweilen war ich auch sauer auf Asher, der, sich so nachvollziehbar seine Trauer und seine Wut auf den Unfallfahrer auch war, grade anfangs, vom Rachegedanken getrieben, auch Anderen gegenüber selbst absolut nicht korrekt verhielt: da dieser Punkt gleich zu Beginn aufs Tapet kommt, nehme ich da nun nicht groß was vorweg, wenn ich erzähle, dass Asher sich von seiner damaligen Freundin getrennt hat und nun online eine andere Persona kreiert hat, mit der er quasi die Tochter des Unfallverursachers scammt, auf die er vor Allem deswegen ebenfalls wütend ist, weil ihr Vater noch lebt. Also da wird Trauer, nebst Rachegedanken, auch sehr auf Andere projiziert und Menschen verletzt, die nicht direkt mit dem Todesfall in Verbindung stehen. In „Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“ findet nun ein Roadtrip statt, an dessen Ende Asher seiner Rache freien Lauf zu lassen vorhat, wobei dieses Vorhaben bei mir von Anfang an ein mehr als flaues Gefühl auslöste, denn in dieser Hinsicht verstand die Erzählart es vorzüglich, mir als Leserin mehr als deutlich vor Augen zu führen, wie festgefahren Asher in dieser Gedankenwelt war, dass er erstmal auch gar nicht berücksichtigte, dass sein Racheplan grad auch seinen kleinen Bruder, um den er sehr besorgt war, an eine ähnliche Stelle wie ihn führen könnte – oder eben die Kinder des Unfallverursachers. „Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“ wartet zum Ende hin noch mit einem kleinen Wendepunkt auf, wobei ich nicht weiß, ob ich den als überraschend bezeichnen soll, denn wirklich unerwartet kam der für mich nicht; das war prinzipiell etwas, mit dem man auch hatte rechnen können; Menschen, die sich aktuell in Trauer befinden, würde ich vermutlich nicht unbedingt zu diesem Buch raten, sofern sie nicht klar kommunizieren, dass sie es als hilfreich empfinden, über anderer Leute Umgang und Empfindungen mit und in diesen Phasen zu hören/lesen, denn hier sterben zudem auch einfach Alte, Junge, Kranke, Gesunde… und manche plötzlich, manche langwierig. In den Gesprächen der Trauergruppe(n) kommt da halt echt so ziemlich alles vor.Generell ist es aber ein sehr nachdenklich machendes, bewegendes Buch, nicht nur für Jugendliche mit einer wichtigen Thematik und wie gesagt, wer diesen Roman dann gerne mochte, dem würde ich auch „Words we don’t say“ ans Herz legen, auch sehr berührend und aber mehr von inneren Monologen anstatt von Gespräch(sgrupp)en und einem stärkeren Fokus auf Freundschaft anstelle auf Trauer geprägt.
Ein wahnsinnig emotionales Jugendbuch um Verlust und Freundschaft
Das Verhalten ziemlich normaler MenschenAutor: K.J. ReillyVerlag: dtvKlappentext:Asher Hunter will Rache. Er will sich an dem Mann rächen, der betrunken seine Mutter totgefahren hat und vor Gericht durch einen Formfehler ungestraft davongekommen ist. Asher besucht gleich mehrere Trauergruppen, und er findet dort unerwartet Freunde: Da sind Sloane und Will, die etwa so alt sind wie er, und da ist der 80-jährige Henry. Sie alle verbindet, dass sie ihren liebsten Menschen verloren haben. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Roadtrip von New Jersey nach Memphis, Tennessee. Was Asher den anderen verschweigt: Er will dort den Mörder seiner Mutter töten. Tausende Kilometer, jede Menge Caesar Salads und einen filmreifen Kuss später steht er vor der Entscheidung seines Lebens. Und wählt: das Leben.Meinung:Asher Hunter hat seine Mutter durch einen Autounfall verloren während sie für ihn Schuhe kaufen war. Ihn lassen die Schuldgefühle nicht los und gleichzeitig versucht er seine Schwester zu beschützen und erdrückt sie dabei fast Immer wieder werden ihm Therapeuten und Selbsthilfegruppen nahgelegt in der Hoffnung, dass er sich öffnet und lernt mit der Trauer, dem Verlust und der Wut umzugehen. Irgendwann nutzt er die Möglichkeit, die die Selbsthilfegruppe mit sich bringt. Er möchte nach Memphis um dort den Mörder seiner Mutter zu töten. Denn der Autofahrer war betrunken.So begeben wir uns mit Asher und den „neuen“ Freunden auf einen Roadtripp wo wir durch die Ich Perspektive von Asher ganz nah an seine Gedanken und Gefühle herankommen. Dieses Buch ist so wahnsinnig emotionsgeladen und ich bin von Anfang an in diese Geschichte mitgerissen worden. Ich konnte diese Hilflosigkeit der Freunde so greifbar spüren. Alle versuchen Asher mit ihren Möglichkeiten zu Helfen aber es gelingt ihnen einfach nicht. Außer der Leiterin einer Selbsthilfegruppe hat es für mich gefühlt geschafft. Und wer braucht in so einer Situation, die dir den Boden unter den Füssen wegreißt nicht jemand der einem eine helfende Hand ausstreckt? Für ein Jugendbuch bin ich total überwältigt, wie nahbar und welche wichtige Rolle auch die Nebencharaktere gespielt haben. Der Schreibstil ist modern und mit der Umgangssprache der Protagonisten bin ich sehr gut klargekommen. Die Emotionen waren so wahnsinnig gut spürbar!Ich finde es schwer solch ein emotionales Buch jemandem zu empfehlen. Aber ich finde es ist sowohl für trauernde, weil man vielleicht Denkanstöße erhält aber auch für alle die versuche einem lieben Menschen aus der Trauer hinaus zu helfen. Auch sie erhalten hier mal eine andere Sichtweise die ihnen vielleicht helfen kann, wenn sie jemanden unterstützen möchten. Fazit: Dieses Buch ist eine emotionale Achterbahnfahrt- herzergreifend und schonungslos ehrlich! Aber auch gleichzeitig eine Freundschaftsgeschichte, die Mut macht. Lieblingszitate:„Akzeptiere, dass das Leben nur rückwärts verstanden werden kann, leben muss man es aber vorwärts.“ (S. 333, frei nach Søren Kierkegaard)
Bittersüß
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen ist ein bittersüßes, verrücktes und gleichzeitig sehr bewegendes Buch, das mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt hat. Die Geschichte rund um Asher, der nach dem Tod seiner Mutter eigentlich nur noch Wut und Schmerz kennt, ist ehrlich erzählt. Ich mochte, wie das Buch trotz schwerer Themen immer wieder Humor und schräge Situationen einbaute, ohne den Ernst zu verlieren.Die Figuren sind wunderbar schräg und liebenswert. Vor allem die Dynamik zwischen Asher, Sloane, Will und dem Henry hat mir gefallen. Man hat selten so ein ungewöhnliches, aber stimmiges Gespann. Der Roadtrip von New Jersey nach Memphis ist nicht nur eine Reise über tausende Kilometer, sondern auch ein Weg zurück ins Leben.Was ich besonders mochte: Die Dialoge sind super ehrlich, manchmal bitter, manchmal urkomisch, und immer mitten aus dem Leben. Das Buch zeigt, wie wichtig es ist, loszulassen, Freundschaft zuzulassen und dass man sich nicht an Rache festbeißen darf.Ein kleiner Abzug, weil es zwischendurch ein paar überdrehte Momente gab, die für mich nicht ganz reingepasst haben. Trotzdem eine berührende, witzige und mutmachende Geschichte über Verlust, Trauer und zweite Chancen. Absolut lesenswert für alle, die ungewöhnliche Roadtrips und ehrliche Geschichten über das Erwachsenwerden mögen.
Ergreifend
Asher hat viel zu früh seine Mutter bei einem Autounfall verloren. Seine Trauer äußert sich vor allem in Wut auf den betrunkenen Unfallverursacher, sodass Asher einen Racheplan schmiedet. Auf den Roadtrip zu dieser Mission begleiten ihn andere Mitglieder der Trauergruppen, die er besucht. Kann diese trauernde Kombination gut gehen?Es handelt sich bei dem Buch um einen Jugendroman, sodass ich vom Alter nicht mehr in der Zielgruppe liege, was man sicherlich bei meiner Bewertung berücksichtigen muss. Wenn man die Zielgruppe im Hinterkopf hat, kann man aber auch als erwachsene Person etwas aus dem Roman mitnehmen. Man lernt durch die gemeinsame Reise verschiedene Charaketere kennen, welche auf ganz unterschiedliche Arten um verschiedene Familienmitglieder trauern. Dadurch kann man über seine eigene oder die Trauerreaktion einer Person im näheren Umfeld dazulernen und vielleicht auch im Verlauf des Romans Heilungswege aufgezeigt bekommen. Auch wenn die Trauer zu diesem Zeitpunkt natürlich im Fokus der verschiedenen Figuren steht, hat es mich persönlich jedoch gestört, dass man ihre Charaktere abseits davon nur an vereinzelten Punkten durchscheinen sieht. Für mich persönlich wirkte es außerdem unrealistisch, auf welche psychologischen Einsichten und weisen Worte die jugendlichen Figuren gekommen sind, sodass es für mich stellenweise schon wirkte, als stünde im Fokus, dass der Leser eine Art Lektion aus dem Roman mitnimmt und weniger die realistische Figurenentwicklung. Der Schreibstil hält sich sehr eng an die Gedankenwelt Ashers, was ihn weniger flüssig macht, nach kurzer Gewöhnung aber gut zu dem Gesamtbild des Romanes passt. Insgesamt habe ich trotz meiner Kritikpunkte das Lesen des relativ kurzen, auf jeden Fall kurzweiligen Romans genossen und kann ihn, insbesondere für ein jugendliches, vielleicht sogar selbst trauerndes Klientel weiterempfehlen.
Absolute Empfehlung
Dieses Cover ist ausdrucksvoll und sehr passend zur Geschichte. Ich hatte das Buch so gar nicht auf den Schirm. Dieses Buch, was ab 14 Jahren ist hat mich wirklich angesprochen und ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe.Ich war direkt in der Geschichte drin und konnte das Buch innerhalb weniger Tage lesen. Das Thema hat mich sehr berührt und ich konnte Asher sehr gut verstehen.Asher will Rache nehmen, denn ein Mann hat betrunken seine Mama angefahren und diese ist verstorben. Vor Gericht ist der Täter durch einen Formfehler ungestraft entkommen und das kann Ahser einfach nicht glauben. Er will seine Rache.Asher besucht immer wieder Trauergruppen und braucht seine Zeit, um sich zu öffnen. In diesen Gruppen findet er Gleichgesinnte und auch Freunde, was er nicht gedacht hätte. Sloane und Will sind etwa in seinem Alter und dann gibt es auch noch Henry, der ist 80.Alle gemeinsam verbindet sie der Verlust eines geliebten Menschen. Sie müssen damit umgehen und wieder in ihr Leben finden. Sie begeben sich auf einen Roadtrip. Doch Asher verschweigt ihnen etwas, denn er will auf diesen Roadtrip den Mörder seiner Mama töten.Doch wird er das wirklich durchziehen und was passiert alles auf diesen Trip?Dieses Buch ist wirklich großartig. Gefühle und auch das Leben sind wunderbar beschrieben. Ich vergebe 5 Sterne.
Ganz wichtiges Thema
"Das Verhalten ziemlich normaler Menschen" von K. J. Reilly ist die Geschichte von Asher Hunter, 17 Jahre alt. Seine Mutter ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, der Verursacher stand unter Alkohol und ihn selbst plagen Gedanken an eine Rache.In Trauergruppen lernt er Menschen kennen, die sich mit ihm zusammen auf den Weg machen. Einen Weg nach innen und nach außen.Der Tod ist für ein solches Buch, gerade auch für Kinder und Jugendliche, ein sehr schwieriges Thema, aber es ist so wichtig, darüber zu sprechen und zu schreiben.Trotz des schweren Themas ist das Buch nicht nur traurig und voller Schmerz, es gibt auch viel Humor und nicht zu vergessen, viel Freundschaft, Verständnis und Vertrauen.Das Buch ist intensiv erzählt, es geht unter die Haut und ja, es ist sehr viel Trauer, Schmerz und Wut enthalten. Das muss man hier aushalten, bis es den Betroffenen wieder besser geht.Ich habe das Intensive hier gemocht, gerade die tiefen und starken Gefühle.
Verwandle deine Wunden in Weisheit
„Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“war für mich ein Buch, das mich zum Lachen und zum Weinen brachte. Ein Buch über Trauerbewältigung mit eine ganz wichtigen Aussage. „Trauer ist individuell. Alles ist richtig, wie du trauerst, wie lange du trauerst, um wen du trauerst. Du entscheidest, doch lass die Traue dich nie ganz kaputt machen.“AscherHunter ist 17 Jahre alt und hat seine Mutter bei einem Verkehrsunfall verloren. Ein betrunkener LKW Fahrer hat sie von der Straße gedrängt und sie ist in ihrem Auto verbrannt. Seitdem ist Asher nur noch wütend,denn der LKW Fahrer wurde nicht verurteilt, weil der Polizist am Unfallort keinen Alkoholtest bei ihm durchgeführt hat. Auch die drei Trauergruppen in die Asher geht, eine für ältere Trauernde, eine für jüngere Trauernde und eine für Trauernde, deren Angehörige noch nicht gestorben sind, helfen nicht. Asher will jemanden für den Tod seiner Mutter verantwortlich machen und da sind viele, aber eben auch er, denn wegen ihm ist seine Mutter zum Supermarkt gefahren, weil er neue Fußballschuhe brauchte, weil seine alten von jemandem aus dem Spind geklaut wurden. Ausserdem hat er Angst um seine vierjährige Schwester, die sogar nachts einen Helm und eine Schutzweste tragen muss,damit ihr nichts passiert. Zusammen mit Will, Sloane und Henry und dessen Frau, alles Menschen, die er in den Trauergruppen kennen gelernt hat, macht er sich auf den Weg nach Memphis, um den LKW Fahrer zu töten. K.J. Reilly hat einen sehr gefühlvollen Roman geschrieben, der mich sehr berührt hat. An allen vier Figuren macht sie klar, dass jeder anders mit seiner Trauer anders umgeht, jeder andere Triggerpunkte hat und jeder sein eigenes Tempo.Sehr empathisch beschreibt sie, wieviel Schmerz so ein Verlust auslösen kann, welche Bandbreite an Gefühlen auf einen zukommen und dass Außenstehende häufig die Verhaltensweisen Trauernder nicht nachvollziehen können. Doch die vier Figuren in ihrem Buch helfen sich gegenseitig, respektieren den Schmerz und das Verhalten des anderen, mag es noch so skurril sein und finden so den Weg, heraus aus dem Schmerz. Jetzt mag man meinen, dass dieses Buch einen runterzieht, weil das Thema so beklemmend ist, aber dem ist nicht so. Sicher ist es ein trauriges Thema und ich hätte gerne mehrmals den ein oder anderen der Protagonisten umarmt und es sind auch ein paar Tränchen geflossen, aber dieses Buch ist auch sehr hoffnungsvoll und vor allem an einigen Stellen mehr als witzig, sodass ich auch oft gelächelt oder gelacht habe. Vor allem ist es aber ein Buch das Gefühle weckt und das man am Ende mit einem Lächeln schließt.
Ergreifender Roadtrip durch Trauer und Freundschaft
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly erzählt die Geschichte des 17-jährigen Asher Hunter, der nach dem tragischen Unfalltod seiner Mutter von Rachegedanken getrieben wird. Sein Ziel ist es, den betrunkenen Fahrer, der für den Tod seiner Mutter verantwortlich ist, zur Rechenschaft zu ziehen. Auf diesem Weg schließt er sich mehreren Trauergruppen an und trifft auf Sloane, Will und den 80-jährigen Henry, die alle ebenfalls Verluste erlitten haben. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Roadtrip von New Jersey nach Memphis, Tennessee. Was Asher den anderen verschweigt: Er plant, den Mörder seiner Mutter zu töten. Doch während der Reise wird er mit seinen eigenen Gefühlen und der Bedeutung von Freundschaft und Vergebung konfrontiert.Reilly gelingt es, die komplexen Emotionen der Trauer und den Wunsch nach Rache einfühlsam darzustellen. Die Charaktere sind authentisch und vielschichtig, und ihre Interaktionen bieten sowohl berührende als auch humorvolle Momente. Der Roman zeigt, wie unerwartete Freundschaften und gemeinsame Erfahrungen helfen können, tiefen Schmerz zu überwinden und einen Weg zurück ins Leben zu finden. Besonders passend ist der Schreibstil der Autorin, der durch kurze, prägnante Kapitel und sarkastische Gedanken des Protagonisten besticht. Dies ermöglicht einen tiefen Einblick in Ashers Innenleben und macht seine Entwicklung während der Geschichte nachvollziehbar. Die Mischung aus ernsten Themen und unerwartetem Humor verleiht dem Buch eine besondere Note und verhindert, dass es trotz der schweren Thematik erdrückend wirkt.Ein bewegender Roman über Verlust, Rache und die heilende Kraft der Freundschaft. Er regt zum Nachdenken an und zeigt, dass es auch in dunklen Zeiten Hoffnung und einen Weg nach vorne gibt. Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich auf eine emotionale Reise begeben möchten.
Was ist schon normal?
Was ist schon normal, wenn man gerade seine Mutter durch einen Verkehrsunfall verloren hat? Und sich dann auch noch die Schuld daran gibt? Asher Hunter jedenfalls fühlt sich nicht wie andere, normale Menschen. Durch seinen Vater wird er mehr oder weniger gezwungen, sich psychologische Unterstützung in einer Trauergruppe zu suchen. Völlig unerwartet findet Asher genau dort Freunde: Sloane und Will, die etwa so alt sind wie Asher, und der 80-jährige Henry. Sie alle haben jemanden verloren, der ihnen sehr wichtig war. Durch einen spontanen Einfall begeben sie sich auf eine gemeinsame Reise nach Memphis, Tennessee. Allerdings verschweigt Asher seinen Mitreisenden den wahren Grund für diese Idee. In Memphis lebt der Mann, der betrunken seine Mutter totgefahren hat und Asher will sich an ihm und seiner Familie rächen……..Der Roadtrip verläuft chaotisch, mit Höhen und Tiefen und wird gerade dadurch berührend und menschlich beschrieben.Ein Jugendbuch – auch für Erwachsene.
Tiefgründig und Emotional
Das Buch habe ich schon seit der ersten Seite wirklich geliebt. Es ist tiefgründig, emotional und zeigt auf vieles eine Perspektive, die man davor noch nicht gesehen hat. Es geht um den Tod von Ashers Mutter. Asher gibt sich selber die Schuld dafür, dass seine Mutter nicht mehr lebt und erst dann fängt das Buch so richtig an. Nach dem Tod von seiner Mutter erlebt Asher vieles, was mit Trauer, Emotionalität und Stärke zu tun hat. Er lernt neue Menschen kennen und muss versuchen, mit dem Verlust seiner Mutter umzugehen. Das Buch hat mich vor allem wegen des Covers angesprochen. Es war einfach, aber hat das Interesse trotzdem geweckt. Das Buch hatte ich in wenigen Tagen durchgelesen, was an der einfachen und leichten Schreibart liegt. Ich habe davor noch nie was von der Autorin gelesen, trotzdem muss ich sagen, dass sobald die Autorin ein anderes Buch rausbringt, ich es direkt lesen werde.
Pressestimmen
Ein trostreicher Roman, der das schwere Thema Trauer mit viel Herz und Situationskomik anpackt.
Jörg Marquardt, 01.12.2025
K. J. Reilly gelingt es mit viel Einfühlungsvermögen das emotionale und psychische Trauma, das ein t...ragischer Verlust auslösen kann, zum zentralen Thema eines überaus spannenden und unterhaltsamen Jugendromans zu machen. mehr weniger
Andreas Markt-Huter, 22.04.2025
Um Verlusterfahrung geht es auch im neuen Jugendroman von K.J. Reilly. Ihr Buch ragt heraus aus der ...Fülle der Titel durch seine emotionale Tiefe, seine pointierte Sprache und seinen Humor mehr weniger
Svenja Kretschmer, 25.01.2025
Ein berührend schräger Roadtrip zum Lachen und Weinen.
09.01.2025
Das ist toll: Wie akribisch Asher seinen Rachefeldzug plant, um die Verzweiflung über die eigenen Sc...huldgefühle niederzukämpfen, und wie man als Leser und Leserin bei dieser abgrundtief grausamen Geschichte trotz allem immer wieder mit Asher lachen kann und darf – und manchmal auch ein wenig weinen. mehr weniger
Katrin Hörnlein, 12.12.2024
Wunderbar einfühlsam geschrieben.
Rena Müller, 12.12.2024
Reilly gelingt es meisterhaft, Asher als komplexen Charakter zu zeichnen. (…) Reilly verbindet die S...chwere der Themen Verlust und Rache gekonnt mit unerwartetem Humor und skurrilem Witz, ohne die emotionale Tiefe der Figuren zu mindern. mehr weniger
Alice Werner, 01.12.2024
K. J. Reillys Buch über Lebende und Tote ist so bizarr wie urkomisch, so erschreckend wie herzergrei...fend – und beste Unterhaltung in allen Lebenssituationen. mehr weniger
Anette Elsner, 30.11.2024
Reillys Roman findet für junge und alte Leser eine Reihe wohldosierter Trostworte. Es ist ein Plädoy...er für beschützende Freunde als Geburtsrecht und die Vielfalt der Arten des Loslassens und Abschiednehmens. mehr weniger
Steffen Gnam, 25.11.2024
Ein Buch über das Weiterleben nach lebensverändernden Verlusten, über Schmerz und Trauer, über Freun...dschaft und vor allem über das Lebenswerte am Leben. Lachen, Tränen und Romantik inklusive. mehr weniger
Tanja Egger, 08.11.2024
Die emotional mitreissende Reise ist mit viel Feingefühl für Trauergefühle und kleine Schrulligkeite...n geschildert und lässt Asher mit dem Ausblick auf einen Neubeginn nach Hause zurückkehren. mehr weniger
Aleta-Amiree von Holzen, 08.11.2024
Der Roman zeichnet einfühlsame Charaktere und erzählt auf ungewöhnliche Weise von Trauerbewältigung,... Leben, Tod und der Kraft der Literatur. Dabei wechseln sich berührende und humorvolle Elemente ab. mehr weniger
01.11.2024
Das Buch liest sich beeindruckend und emotional berührend, es taucht in die Gefühlswelt seiner Figur...en ein und vermittelt ganz klar seine Ansichten uber das Leben, den Schmerz und die Suche nach Sinn. Der Roman lebt sowohl von humorvollen Momenten als auch von ergreifenden und nachdenklichen Passagen. mehr weniger
Brigitte Winter, 01.11.2024
Beim Lesen ist man ganz nah dran an der Bewältigung seiner Trauer und an diesem nerdigen, schlagfert...igen, witzigen und zugleich stacheligen Charakter. mehr weniger
Jana Magdanz, 29.10.2024
Überraschende Begegnungen, absurde Situationen, schlagfertige Dialoge, komische kleine Katastrophen ...und große emotionale Herausforderungen lenken die vier von ihrer Trauer ab. Die neue Freiheit sorgt dafür, dass sie die Enge ihrer verstörten Familien hinter sich lassen und ein Stück Lebensfreude und Vertrauen in die Zukunft entwickeln können. mehr weniger
Sylvia Schwab, 23.10.2024
Die schrägen und skurrilen Ereignisse während der Reise brechen das Schwere auf. Das Gute überwindet... das Zerstörerische am Ende, es wird aber nie kitschig dabei. mehr weniger
01.10.2024
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