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1.700 Kilometer – Lachen, Tränen, Wut und Liebe

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen

Asher Hunter will Rache. Er will sich an dem Mann rächen, der betrunken seine Mutter totgefahren hat und vor Gericht durch einen Formfehler ungestraft davongekommen ist. Asher besucht gleich mehrere Trauergruppen, und er findet dort unerwartet Freunde: Da sind Sloane und Will, die etwa so alt sind wie er, und da ist der 80-jährige Henry. Sie alle verbindet, dass sie ihren liebsten Menschen verloren haben. Gemeinsam begeben sie sich auf einen Roadtrip von New Jersey nach Memphis, Tennessee. Was Asher den anderen verschweigt: Er will dort den Mörder seiner Mutter töten. Tausende Kilometer, jede Menge Caesar Salads und einen filmreifen Kuss später steht er vor der Entscheidung seines Lebens. Und wählt: das Leben.

Bibliografische Daten

EUR 16,00 [DE] – EUR 16,50 [AT]
ISBN : 978-3-423-65040-3
Erscheinungsdatum: 17.10.2024
2. Auflage
352 Seiten
Format : 13,6 x 21,0 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Ute Mihr
Lesealter ab 14
Autor*innenporträt

K. J. Reilly

 K. J. Reilly schloss ihr Psychologiestudium an der Boston University mit einem BA ab und ging dann nach New York, um in den Marktforschungsabteilungen mehrerer der größten Werbeagenturen der Welt zu arbeiten. Sie liebt Lesen, Schreiben, Hunde, Segelboote, Radfahren, Kinder in allen Formen und Größen und den Anbau eigener Lebensmittel. 
KJReillyAuthor.com 
Instagram
X @KJReillyAuthor

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Übersetzer*innenporträt

Ute Mihr

Ute Mihr, geboren 1959, studierte Anglistik, Slavistik und Philosophie in Tübingen, St. Paul/Minneapolis und Moskau. Sie leitete eine Agentur für literarische Übersetzungen und übersetzt selbst unter anderem die Bücher von Michael G. Bauer, Eoin Colfer, Neal Shusterman und Gary Paulsen. Ute Mihr lebt in Tübingen.

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121 von 121 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.57 von 5 Sternen


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3 - 10 von 121 Leserstimme

nataliecobain am 20.11.2024 10:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Unerwartet fesselnd

Das Buch beschäftigt sich auf originelle und humorvolle Weise mit den Eigenheiten und Absurditäten des alltäglichen menschlichen Lebens. Ohne den Inhalt vorwegzunehmen, lässt sich sagen, dass die Geschichte von einer Gruppe gewöhnlicher Menschen handelt, deren scheinbar banale Leben sich auf unerwartete Weise miteinander verknüpfen. Das zentrale Thema ist das Spannungsfeld zwischen Normalität und den kleinen Abweichungen, die uns alle ausmachen.Cover und GestaltungDas Cover des Buches ist schlicht, aber effektiv gestaltet und weckt Neugierde. Die Illustration – eine Mischung aus minimalistischem Design und warmen Farben – spiegelt den Ton der Geschichte gut wider: bodenständig, aber mit einem Augenzwinkern. Die Gestaltung passt zur erzählerischen Leichtigkeit und lädt dazu ein, das Buch in die Hand zu nehmen.Umsetzung des ThemasDie Idee, Normalität zu hinterfragen, wird mit viel Humor und Feingefühl umgesetzt. Die Handlung wird in episodischen Erzählungen vorangetrieben, die sich letztlich zu einem größeren Ganzen verbinden. Das Buch behandelt auf subtile Weise Themen wie Selbstfindung, zwischenmenschliche Beziehungen und den Wert von Individualität.SchreibstilDer Schreibstil ist ein großer Pluspunkt. Die Autorin schreibt flüssig, mit einem feinen Gespür für Situationskomik und Dialoge. Die Sprache ist zugänglich, aber nicht banal, und bietet immer wieder überraschende Wendungen und originelle Formulierungen.FigurenDie Figuren sind lebendig und vielschichtig. Obwohl sie im Kern „ziemlich normale Menschen“ darstellen sollen, hat jede von ihnen Eigenheiten, die sie glaubwürdig und interessant machen. Besonders beeindruckend ist, wie die Autorin es schafft, sie ohne große Dramatisierungen authentisch darzustellen.Das Buch ist für mich interessant, weil es auf charmante Weise zeigt, dass Normalität oft das Gegenteil von langweilig ist. Es fordert den Leser dazu auf, über seine eigenen Eigenheiten nachzudenken und dabei die Schönheit des Alltäglichen zu entdecken. Wer sich für lebensnahe, humorvolle Literatur interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen.Fazit und EmpfehlungDas Verhalten ziemlich normaler Menschen ist ein warmherziges, intelligentes Buch, das sich sowohl für entspannte Abende als auch für tiefere Reflexion eignet. Es ist besonders empfehlenswert für Leser*innen, die gerne über die kleinen, oft übersehenen Momente des Lebens schmunzeln. Wer Bücher mit originellen Figuren, einem unverblümten Schreibstil und einer Prise Humor mag, wird dieses Werk lieben.

poutschie am 13.11.2024 14:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tränen und Lachen nah beieinander

Das Buch gehört offiziell in die Kategorie „Young Adult“. Ich habe es als mittelalte Erwachsene gelesen und bin dennoch restlos begeistert. Man kann dennoch viel für sich daraus mitnehmen. Themen wie Trauer und Tod sind ja auch altersunabhängige Themen.Wie geht man mit Trauer um, wenn man Jugendlicher ist? Was ist beim Trauern „erlaubt“ und was – vermeintlich – nicht? Trauert man in jungen Jahren anders und wird einem von Erwachsenenseite eine „schnelle Trauer- und Regenerierungsphase“ aufgedrängt, da man ja noch jung ist und „nun mal wieder normal werden sollte“?Diesen Fragen widmet sich „Das Verhalten ziemlich normaler Menschen“ ausgiebig. Die Story ist einfach gehalten und wirkt darum umso berührender. Der 17jährige Asher hat seine Mutter bei einem Unfall verloren, für den ein betrunkener LKW-Fahrer verantwortlich ist. Dieser wurde jedoch wegen Formfehler nicht belangt. Ashers Mutter aber bleibt tot. Die Ungerechtigkeit hinter dieser Tatsache und ein gefangen sein in einer unendlichen Trauer, lässt Asher sich immer mehr von der „normalen“ Welt abkapseln. In zwei Trauergruppen findet er Gleichgesinnte – sowohl Jugendliche als auch den 80jährigen Henry. Mit dieser bunt gewürfelten Truppe unternimmt er einen Road Trip, der ihn nicht nur verschiedene Arten der Trauer entdecken lassen, sondern auch verschiedene Wege auf dem Weg zur Heilung.Die Sprache ist einfach, klar und teilweise äußerst amüsant geschrieben. Das Finale vielleicht etwas zu kunstvoll inszeniert. Aber dennoch musste ich in Teilen echte Tränen vergießen. Absolute Empfehlung!

tuzzi02 am 11.11.2024 15:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Jugendbuch - auch für Erwachsene

Der 17jährige Asher Hunter hat vor über einem Jahr seine Mutter bei einem Autounfall verloren. Er kann die Trauer nicht bewältigen, fühlt sich unverstanden und Schuld am Tod seiner Mutter, die am Unfalltag seinetwegen zum Einkaufszentrum gefahren ist. Seine Mutter ist auf dem Weg von einem betrunkenen LKW-Fahrer von der Straße gedrängt worden und der Unfallverursacher kommt straffrei davon und lebt weiter.In verschiedenen Therapiegruppen für Trauernde lernt Asher ein paar Leute kennen, die genauso leiden.Mit drei dieser neuen Freunde macht Asher einen abenteuerlichen Roadtrip, bei dem alle Beteiligten etwas Wichtiges zu erledigen haben.Das Buch lässt sich schnell lesen. Es geht zwar einerseits um tragische Schicksale, andererseits auch um Hoffnung, Freundschaft und Bewältigung von Trauer. Die 4 ungleichen Freunde helfen sich gegenseitig und Asher gibt seinen ursprünglichen Racheplan auf.Fazit: Auch wenn es sehr schwer ist, man kann auch trotz der Trauer neue Hoffnung schöpfen und weiterleben.

delizzy am 11.11.2024 12:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Roadtrip ins Ungewisse

Der 17jährige Asher hat ein Problem: seit über einem Jahr trauert er um seine Mutter, die ein betrunkener LKW- Fahrer bei einem Unfall getötet hat. Und wegen eines Formfehlers bei Gericht kam der Mann, den Asher in seinen Gedanken "Jack Daniels" nennt, frei. Nach Monaten vergeblicher psychologischer Trauerbegleitung beschließt Asher eines Tages, das Auto seines Vaters zu klauen und nach Memphis zu fahren, um Jack Daniels zu töten.Dann wird aus der Fahrt jedoch ein Roadtrip mit drei weiteren Mitfahrern, die er aus der Trauergruppe kennt und so treten die vier ungleichen Personen eine Reise an, die nicht nur sie, sondern auch ihr zukünftiges Leben verändern wird. Ashers tiefe Trauer zieht sich durch das Buch und ist besonders am Anfang ziemlich hoffnungslos. Seine Gedanken kreisen nicht nur um den Unfall, sondern auch um eine Mitschuld sämtlicher möglicher und unmöglicher Beteiligten, vom Hersteller des Whiskeys, den der Unfallfahrer intus hatte bis hin zum Turnschuhfabrikaten, der das Modell herstellt, das seine Mutter ihm kaufen wollte. Es fällt stellenweise schwer, nicht mit Asher in das tiefe Loch zu fallen, das der Tod seiner Mutter hinterlassen hat und auch die anderen Mitglieder seiner Trauergruppe haben jeder auf seine Weise extrem zu kämpfen. Ich habe mit ihnen gelitten, obwohl ich bisher dankenswerterweise keinen vergleichbaren Verlust erleben musste, aber ich kann mir gut vorstellen, dass die beschriebenen Gedanken und Gefühle nach einem Todesfall genau so sind.Trotzdem durchzieht das Buch auch ein feiner Humor, denn Ashers Mitreisende agieren oft scheinbar kurios und geben dem Roadtrip dadurch eine Leichtigkeit, obwohl der Grund der Reise ganz und gar nicht gut ist. Die vier ungleichen Charaktere wachsen im Lauf der Reise unfreiwillig zusammen und versuchen jeder auf seine Weise, mit dem eigenen Verlust zurechtzukommen.Einige ziemlich unerwartete Wendungen verleihen dem Roman Spannung und geben auch Erklärungen für vorangegangene Ereignisse, die dann plötzlich Sinn machen. Die Geschichte ist aber nicht nur ein ungewöhnlicher Roadtrip, sondern begleitet auch durch die verschiedenen Gedankengänge, die jeder der Vier durchlebt und ich nehme für mich mit, dass jede Art von Trauer in Ordnung ist, weil jeder anders fühlt und damit umgeht. (Gut, Ashers Gewaltausbruch am Anfang ist sicher nicht empfehlenswert, aber zusammen mit der Spirale, die dazu geführt hat, kann ich sogar das irgendwie verstehen.)Für mich ein Buch, das trotz des schweren Themas nicht nur eine physische Reise beschreibt und mit der richtigen Prise Humor einen lesenswerten Roman daraus macht.

marcialoup am 10.11.2024 15:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Beispiellos traurig, ehrlich und humorvoll zugleich

Asher hat seine Mutter verloren. Sie ist bei einem tragischen Autounfall gestorben, als sie ihm neue Fußballschuhe kaufen wollte und ein betrunkener Lastwagenfahrer mit ihrem Auto kollidierte...Mit Wucht erzählt sich Asher in kindlicher, fast ironischer, krass-ehrlicher Weise, gespickt mit trockenem Humor und ganz viel Gefühl, in die Herzen der Leser/innen. Man begleitet ihn durch die Zeit danach, wie sein Leben sich verändert und wie er versucht, sich selbst wiederzufinden, den Schmerz zu verarbeiten, die eigene Schuld zu verkraften und das Leben wieder anzunehmen.Dabei trifft er in Therapiegruppen auf neuen Freunde und entwickelt einen Plan, den sie zusammen ausführen wollen. Dabei geschieht ganz viel, innerlich wie äußerlich, mit jedem von ihnen. Die Tragik ihrer Schicksale schwebt über ihnen allen, aber gemeinsam sind sie stärker.Spannend ist der Moment, in dem Asher klar wird, was wirklich im Moment des Todes seiner Mutter passiert ist!Der Erzählton ist herzergreifend und tiefgängig und driftet immer wieder ins Komische ab, sodaß manch traurige Träne von Lachfalten umschmeichelt wird.Ein Roman, der das Leben in der Trauer um geliebte Personen umfasst und auf wunderbare Weise Licht ins Dunkel bringt.Das Cover ist interessant gestaltet und nach der Lektüre besser zu interpretieren.

isador am 10.11.2024 00:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Sehr berührend

"Das Verhalten ziemlich normaler Menschen" von KJ Reilly handelt von einem Teenager, Asher Hunter, der seine Mutter bei einem tragischen Verkehrsunfall verloren hat. Da er auch nach einem Jahr immer noch in seiner Trauer feststeckt, meldet sein Vater ihn in einer Trauergruppe an. Leider hat er ihn aber zunächst für die falsche Gruppe angemeldet, sprich die Gruppe für ältere Menschen. Als der Irrtum klar wird, darf er in eine Gruppe für junge Trauernde wechseln, die er tatsächlich auch ab sofort besucht. Da ihm Henry aus der Gruppe für Ältere sympathisch ist, bleibt er aber auch weiterhin in dieser Gruppe, so dass er fast jeden Tag in eine Trauergruppe geht.Da er aber unbedingt Rache am Unfallverursacher nehmen möchte, setzt er diesen Plan nun in die Tat um und macht sich auf den Weg zum Wohnort des Unfallverursachers, ca. 16 Autostunden entfernt. Auf seine Reise nimmt er den Senior Henry sowie Will und Sloane aus der jungen Gruppe mit. Während dieser Reise wird deutlich, dass jeder auf seine Art und Weise trauert, aber jeder akzeptiert die Trauer der anderen, und sie wachsen alle immer mehr zusammen und meistern alle Herausforderungen der Fahrt gemeinsam.Das Buch war anders als ich es erwartet habe. Die Gruppe ist auf einem Roadtrip wie erwartet, aber immer steht die Trauer um die fehlenden Personen im Vordergrund - dies aber auf eine sehr sympathische und auch humorvolle Art.Aufgrund des angenehmen Schreibstils konnte ich direkt in die Geschichte eintauchen und musste einfach immer weiterlesen. Es kam nie Langeweile auf, die Spannung und Unterhaltung blieben durchgängig erhalten.Die Handlung hat mich vom Anfang bis zum Ende zutiefst berührt. In einigen Situationen hatte ich regelrecht Gänsehaut. Die Autorin hat sehr gelungen die Phasen der Trauer der beteiligten Personen aufgezeichnet und die Leser sehr intensiv daran teilhaben lassen. Ich bin immer noch ganz begeistert von diesem tollen Buch. Obwohl es ein Jugendbuch ist, bin ich der Meinung, dass es auch für Erwachsene absolut lesenswert ist. Ehrlich gesagt sollte es jeder mal gelesen haben, also von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

nikchen am 09.11.2024 20:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein besonderer Roadtrip

Im Buch "Das Verhalten ziemlich normaler Menschen" begleiten wir Asher auf seinem Weg nach dem Tod seiner Mutter durch Wut, Trauer und dem Wunsch nach Rache. Er schließt sich gleich mehreren Selbsthilfegruppen an und trifft dort auf Henry, Will und Sloane, die auch alle mit der Trauer kämpfen.Zusammen begeben sie sich auf einen Roadtrip nach Memphis. K.J. Reilly hat hier nicht nur ein Buch für Jugendliche geschrieben. Trotz der oft sehr einfachen direkten Sprache schafft sie es auch Erwachsene zu begeistern. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Sie schreibt in recht kurzen Kapiteln und stellenweise war es leider etwas langatmig aber im großen Ganzen hat mir das Buch sehr gut gefallen.Wer Lust hat ein Buch über Trauerbearbeitung und Freundschaft zu lesen ist hier genau richtig. Von mir gibt es vier Sterne.

patchcop am 08.11.2024 08:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Einfühlsame Geschichte über die Verarbeitung des Todes eines geliebten Menschen

Ein wirklich sehr schönes Buch! Ich werde es verschenken! An Menschen, die den Tod eines geliebten Menschen nicht verkraftet haben!Geschildert wird die Geschichte von Asher, einem Teenager, der den Unfalltot seiner Mutter nicht verarbeiten kann. Daher nimmt an verschiedenen Therapien teil, bei welchen er Sloane, Will und Henry kennen lernt, mit welchen er nach Memohis aufbricht, um den Mann zu töten, welcher den Verkehrsunfall verursacht hatte, bei welchem seine Mutter starb. Unterwegs kommen sich alle Protagonisten näher und jeder verarbeitet mehr und mehr sein Trauma. Es gibt sogar mehr oder weniger ein Happy End.Ein Buch über Freundschaft, zart aufkommende Liebe, skurrile Verhalten und Trauerverarbeitung. Toller Schreibstil und gut lesbar!Die Beschreibungen der Erlebnisse machen Nachdenklich, sind aber auch humorvoll und immer wieder tiefsinnig.

easymarkt3 am 06.11.2024 11:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein emotionaler Roadtrip mit unerwarteten Wendungen

Das Cover zeigt die vier Hauptfiguren in typischer Gestaltung und deutet bereits auf das Genre des Young Adult hin. In diesem Jugendroman geht es um die Bewältigung von Angst, Verzweiflung, Mitschuld, Panik, aber auch um Rachegedanken, Freundschaft und Verliebtheit mit 17 Jahren. Der Schreibstil ist trotz der ernsten Themen leicht, kreativ und jugendlich frisch. Der Protagonist Asher Hunter, dem Betrachter auf dem Cover direkt zugewandt, erzählt in der Ich-Form über Selbsthilfegruppen, die er nach dem Tot seiner Mutter aufsucht zwecks Traumabewältigung. In Will und Sloane findet er Mitmenschen, die seinen Schmerz verstehen und teilen, schließlich sich ihre Freundschaft auf dem Roadtrip zu weitaus mehr entwickelt in lockerer, teils umgangssprachlicher Wortwahl. Mit dem 80-jährigen Henry und seiner verstorbenen Evelyn werden in dieser Gruppe die unterschiedlichen Arten der Trauer realistisch und einfühlsam dargestellt. Der Roadtrip offenbart verschiedene Arten der Trauerbewältigung je nach familiärem Todesfall. Die Wendungen rund um Ashers Rachepläne in Memphis wirken etwas unwirklich, wenn auch sein Wunsch nach Gerechtigkeit verständlich ist. Satzwiederholungen mit Zeitangaben als Stilmittel sind zu häufig eingesetzt und wirken schließlich störend. Verschiedene Metapher wie z.B. der bildliche Vergleich mit dem Löwenzahn unter Beton mit Rissen statt auf der Wiese verdeutlichen sehr gut emotionale Belastungen durch unerwarteten Tod von Angehörigen in diesem Fall. Der Weg zurück ins Leben wird taktvoll angerissen. Insgesamt wird ein ernstes, schwieriges Thema teils humorvoll, lebensbejahend und leicht dargestellt, ohne die Schwere der emotionalen Nöte zu beschneiden.

blauerjanuar am 05.11.2024 21:11 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Roadtrip gegen die Trauer

Der deutsche Titel ist so nichts-sagend, dass ich ohne Leseprobe nicht zum Buch gegriffen hätte. Four on the road, wie das Buch im Original heißt, erzählt die Geschichte von vier Menschen, die harte menschliche Verluste erlitten haben und diese Trauer allein nicht verarbeiten können. Sie begegnen sich in Trauergruppen und begeben sich zusammen auf einen Roadtrip, im Laufe dessen jeder von ihnen ein Stück seiner selbst wiederfindet und damit einen Schritt in Richtung Besserung gehen kann. Der Roman ist aus Sicht des jugendlichen Protagonisten erzählt. Thematisch ganz schön harter Tobak für Jugendliche mit viel emotionaler Wucht, aber greifbar und verstehbar aufgearbeitet. Am Ende wird alles gut, das ist die Botschaft. Ich würde das Buch ab einem Alter von 14 Jahren empfehlen, egal ob für Jungen oder Mädchen. Aber auch Erwachsene können diesen Roman mit Gewinn lesen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Migros Magazin
Ein trostreicher Roman, der das schwere Thema Trauer mit viel Herz und Situationskomik anpackt.

Jörg Marquardt, 01.12.2025

Lesen in Tirol
K. J. Reilly gelingt es mit viel Einfühlungsvermögen das emotionale und psychische Trauma, das ein t...ragischer Verlust auslösen kann, zum zentralen Thema eines überaus spannenden und unterhaltsamen Jugendromans zu machen. mehr weniger

Andreas Markt-Huter, 22.04.2025

Deutschlandfunk, Büchermarkt
Um Verlusterfahrung geht es auch im neuen Jugendroman von K.J. Reilly. Ihr Buch ragt heraus aus der ...Fülle der Titel durch seine emotionale Tiefe, seine pointierte Sprache und seinen Humor mehr weniger

Svenja Kretschmer, 25.01.2025

Die Zeit
Ein berührend schräger Roadtrip zum Lachen und Weinen.

09.01.2025

Zeit Online
Das ist toll: Wie akribisch Asher seinen Rachefeldzug plant, um die Verzweiflung über die eigenen Sc...huldgefühle niederzukämpfen, und wie man als Leser und Leserin bei dieser abgrundtief grausamen Geschichte trotz allem immer wieder mit Asher lachen kann und darf – und manchmal auch ein wenig weinen. mehr weniger

Katrin Hörnlein, 12.12.2024

Rheinische Post
Wunderbar einfühlsam geschrieben.

Rena Müller, 12.12.2024

Buch & Maus
Reilly gelingt es meisterhaft, Asher als komplexen Charakter zu zeichnen. (…) Reilly verbindet die S...chwere der Themen Verlust und Rache gekonnt mit unerwartetem Humor und skurrilem Witz, ohne die emotionale Tiefe der Figuren zu mindern. mehr weniger

Alice Werner, 01.12.2024

Thüringer Allgemeine
K. J. Reillys Buch über Lebende und Tote ist so bizarr wie urkomisch, so erschreckend wie herzergrei...fend – und beste Unterhaltung in allen Lebenssituationen. mehr weniger

Anette Elsner, 30.11.2024

FAZ
Reillys Roman findet für junge und alte Leser eine Reihe wohldosierter Trostworte. Es ist ein Plädoy...er für beschützende Freunde als Geburtsrecht und die Vielfalt der Arten des Loslassens und Abschiednehmens. mehr weniger

Steffen Gnam, 25.11.2024

Badisches Tagblatt
Ein Buch über das Weiterleben nach lebensverändernden Verlusten, über Schmerz und Trauer, über Freun...dschaft und vor allem über das Lebenswerte am Leben. Lachen, Tränen und Romantik inklusive. mehr weniger

Tanja Egger, 08.11.2024

Fritz und Fränzi – Das Schweizer Elternmagazin
Die emotional mitreissende Reise ist mit viel Feingefühl für Trauergefühle und kleine Schrulligkeite...n geschildert und lässt Asher mit dem Ausblick auf einen Neubeginn nach Hause zurückkehren. mehr weniger

Aleta-Amiree von Holzen, 08.11.2024

Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V.
Der Roman zeichnet einfühlsame Charaktere und erzählt auf ungewöhnliche Weise von Trauerbewältigung,... Leben, Tod und der Kraft der Literatur. Dabei wechseln sich berührende und humorvolle Elemente ab. mehr weniger

01.11.2024

Bücherschau (Österreichischer Gewerkschaftsbund)
Das Buch liest sich beeindruckend und emotional berührend, es taucht in die Gefühlswelt seiner Figur...en ein und vermittelt ganz klar seine Ansichten uber das Leben, den Schmerz und die Suche nach Sinn. Der Roman lebt sowohl von humorvollen Momenten als auch von ergreifenden und nachdenklichen Passagen. mehr weniger

Brigitte Winter, 01.11.2024

WDR 5, Scala
Beim Lesen ist man ganz nah dran an der Bewältigung seiner Trauer und an diesem nerdigen, schlagfert...igen, witzigen und zugleich stacheligen Charakter. mehr weniger

Jana Magdanz, 29.10.2024

Deutschlandfunk Kultur
Überraschende Begegnungen, absurde Situationen, schlagfertige Dialoge, komische kleine Katastrophen ...und große emotionale Herausforderungen lenken die vier von ihrer Trauer ab. Die neue Freiheit sorgt dafür, dass sie die Enge ihrer verstörten Familien hinter sich lassen und ein Stück Lebensfreude und Vertrauen in die Zukunft entwickeln können. mehr weniger

Sylvia Schwab, 23.10.2024

Eselsohr
Die schrägen und skurrilen Ereignisse während der Reise brechen das Schwere auf. Das Gute überwindet... das Zerstörerische am Ende, es wird aber nie kitschig dabei. mehr weniger

01.10.2024

SIKJM
Mit viel Ironie, scharfsinnig und doch feinfühlig schildert Asher, wie er durch den Roadtrip mit Hen...ry und zwei weiteren trauernden Teenagern einiges entdeckt, das ihn zu einem neuen Lebenssinn führt. mehr weniger

01.10.2024

Buchkultur
Manchmal recht bissig aber gleichzeitig herzerwärmend und auf herrlich absurde Weise komisch – eine ...scharfsinnige Lektüre zum Mitdenken, Mitfühlen und Mitleben. mehr weniger

Andrea Schnepf, 01.05.2024

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›Das Verhalten ziemlich normaler Menschen‹ ist Hoffnung-Buchtipp

›Das Verhalten ziemlich normaler Menschen‹ von K.J. Reilly in der Übersetzung von Ute Mihr wird von der Jury ›Fit für die Zukunft‹ der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als ...www.akademie-kjl.de/buch-app-empfehlungen/fit-fuer-die-zukunft/" target="">Hoffnung-Buchtipp des Monats November 2024 empfohlen.

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