Eine Frau wird von einer Fremden angesprochen, die behauptet, sie hätten beide denselben Vater. Ein Roman von großer literarischer Tiefe und Schönheit, im Werk von Julia Schoch ein neuer Höhepunkt.
10,99 €
(0,00 € / )
Wird sofort digital versendet
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Das Vorkommnis
Eine Frau wird von einer Fremden angesprochen, die behauptet, sie hätten beide denselben Vater. Die überraschende Begegnung bleibt flüchtig, löst in ihr aber eine Welle von Emotionen aus. Fragen drängen sich auf, über Ehe und Mutterschaft, über Adoption und andere Familiengeheimnisse, über Wahrheit überhaupt. In ›Das Vorkommnis‹ erzählt Julia Schoch – eine der eindrücklichsten Stimmen autofiktionalen Erzählens in der deutschen Literatur – von einem Leben, das urplötzlich eine andere Richtung bekommt. Fesselnd und klarsichtig, so zieht sie hinein in den Strudel der ungeheuerlichen Dinge, die gleichzeitig auch alltäglich sind. Ein Roman von großer literarischer Tiefe und Schönheit, im Werk von Julia Schoch ein neuer Höhepunkt.
Bibliografische Daten
1. Auflage
Julia Schoch
Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, aufgewachsen in Eggesin in Mecklenburg, gilt als »Virtuosin des Erinnerungserzählens« (FAZ). Zuletzt veröffentlichte sie die Romane ›Das Vorkommnis‹, ›Das Liebespaar des Jahrhunderts‹ und ›Wild nach einem wilden Traum‹ als die drei Bücher ihrer gefeierten Trilogie ›Biographie einer Frau‹. 2022 wurde ihr die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung verliehen, 2023 der Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen, 2024 der Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis. 2025 zeichnete man sie mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Sie lebt in Potsdam.
7 - 10 von 71 Leserstimme
Feinsinnige Erzählung einer Familiengeschichte
Auf einer Lesung wird die Autorin von einer Frau angesprochen: sie hätten denselben Vater. Später schreibt sie ihr, sie antwortet. Die ganze Situation bleibt stehen wie ein schwacher Abdruck eines doch so monumentalen Ereignisses. Dabei ist die unerwartete Begegnung der Startschuss für die Infragestellung eines ganzen Lebens.Die feine Raffinesse des Romans liegt darin, dass er sich inhaltlich primär gar nicht mit dem „Vorkommnis“ beschäftigt. Als sei es nur eine Randnotiz. Die "Handlung" ist das emotionale Chaos, in das die Protagonstin gestürzt wird. Trotzdem wird es auf keiner Seite langweilig.Erst im Laufe der Rückblicke der Ich-Erzählerin schält sich heraus, welch radikalen Einschnitt allein dieses neue Wissen auf ihr Leben hat. Der Blick auf ihre Beziehungen zu Eltern, Schwester, Ehemann und eigenen Kindern bekommt einen völlig neuen Winkel. Und was ¬sagt ihre so veränderte Vergangenheit eigentlich über sie selbst aus? Kann das Wissen darum ihre Gegenwart und Zukunft grundlegend verändern, obwohl es faktisch für sie keine Auswirkungen nach sich zieht?Die Geschichte dieser Frau ist auch die der deutsch-deutschen Trennung, von Generationen- und Geschlechterkonflikten, Elternschaft und der Sehnsucht nach Macht über die eigene Geschichte. Beeindruckend, wie Schoch es schafft, so viel auf so wenigen Seiten unterzubringen. Dabei zeigt sie Stilsicherheit und eine berührende Kombination aus Rohheit und schonungsloser Empfindsamkeit, die ich sehr mutig und ansprechend zu lesen fand. Die Geschichte hätte auch genau hier so stehen bleiben können, ein wenig unvollendet wie eben vieles im Leben. Da dies nur der Auftakt einer Trilogie ist, werden wir aber sicher bald mehr erfahren. Ich freu mich drauf.
Wenn die Ordnung der alten Welt verschwindet
In Julia Schochs neuem Roman “Das Vorkommnis“ stellt eine Autorin in einer norddeutschen Stadt ihren neuen Roman vor. Im Anschluss an die Lesung teilt ihr eine Unbekannte beiläufig mit: „Wir haben übrigens denselben Vater.“ (S. 7). Diese Information verändert das Leben der namenlosen Ich-Erzählerin für immer. Jahre später wird sie den Vorfall zwar für ein alltägliches Phänomen halten, aber dennoch feststellen: „Gleichzeitig spürte ich, dass das Ereignis durch mein Leben gefahren war wie eine Axt.“ (S. 167). Die Erzählerin beschäftigt sich von da an intensiv mit der Geschichte ihrer Familie, ihrer Kindheit, dem Verhältnis zur 6 Jahre älteren Schwester, zu den Eltern und mit dem Thema Erinnern und Vergessen, aber auch mit dem Leben in der DDR vor und nach der „Revolution“, dem Zusammenbruch 1989. Sie stellt alles in Frage, auch Ehe und Mutterschaft, vor allem immer wieder ihre spontane Reaktion auf die Unbekannte, der sie sofort um den Hals gefallen ist. Später fragt sie sich, ob sie Kontakt zu ihr hätte halten sollen, ob sie sie nach ihrem Leben hätte fragen müssen. Erst Jahre später trifft sie sie noch einmal. Die Halbschwester wird jedoch nie Teil ihrer Familie. Die Erzählerin zieht für eine Weile mit ihrer Mutter und den zwei kleinen Kindern in den Ort Bowling Green in Ohio. In dieser Zeit verändert sich auch ihre Beziehung zu ihrem Mann sehr stark. Sie misstraut ihm, rechnet in jedem Augenblick mit schmerzlichen Enthüllungen. Mit dem Credo „Alles ist möglich“ oder auch „Alles ist normal“ (S. 179-180) versucht sie, sich zu schützen. „Das Vorkommnis“ ist der erste Teil einer geplanten Trilogie. Auf die Fortsetzung bin ich gespannt. Mir hat das Buch auch sprachlich-stilistisch sehr gut gefallen. Ich empfehle es allen, die nicht nur handlungsbetonte Romane lesen.
Beeindruckender Trilogieauftakt
Die Handlung beginnt mit dem titelgebenden Vorkommnis. Der Ich-Erzählerin stellt sich vollkommen unvorbereitet eine fremde Frau als ihre bis dahin unbekannte Halbschwester vor. Sie sei die ältere Tochter ihres Vaters. Dieses Zusammentreffen lässt sie nicht mehr los. Sie beginnt damit ihr Leben und ihre Familie zu reflektieren. In vielen Puzzlestücken erfährt man nach nach über ihre Erinnerungen, mehr über ihre Familie und ihre Kindheit in der DDR. Es ist nicht immer ganz einfach den Gedanken der Protagonistin zu folgen, da sie springt, sich manchmal selbst nicht zu verstehen scheint und nicht alles zu Ende führt. Gleichzeitig macht aber genau dies das Buch authentisch und führt zu einem sehr intensiven Leseerlebnis. Da das Buch auch Bezug auf andere literarische Werke nimmt, ist es mehr als nur eine Biografie, die sich durch die kurzen Kapitel trotz des anspruchsvollen Schreibstils gut lesen ließ.
Familienbande in Gedanken
Eine Autorin wird bei einer Lesung von einer fremden Frau angesprochen. Dass sie ihre Halbschwester sei. Dieses Vorkommnis hinterlässt einen tiefen Eindruck auf die Protagonistin. Ihre Gedanken schweifen in verschiedene Richtungen. Sie stellt ihre Beziehungen zur Ursprungsfamilie und ihrer eigenen Familie in Frage. Sie wusste um diese tabuisierte Halbschwester und hat es doch verdrängt. Was nun, wo diese nun plötzlich aufgetaucht ist?Julia Schoch schreibt wunderbar nah. Intensiv und intim, sie spricht aus, was man nicht unbedingt ausspricht, was aber bestimmt jeder schon mal gedacht hat. Was, wenn der eigene Ehemann noch irgendwo andere Kinder hat, so wie ihr Vater, ist der Gedanke nicht naheliegend? Wie war das für die eigene Mutter? Warum ist ihr Verhältnis zur "richtigen" Schwester so kompliziert?Ein neues Familienmitglied verändert das fragile Familiengefüge. Die Protagonistin fürchtet sich. Was sich nun verändern wird? Wie soll sie reagieren nach ihrer ersten, überschwänglichen Reaktion?"Wir bauen, was uns überrascht hat, in unser gewohntes Leben ein."(S.9) Der Roman beinhaltet so viele kleine, kluge Wahrheiten, so dass ich ihn immer wieder sinken ließ um über das Gelesene nachzudenken.Es passiert nichts Spektakuläres in diesem Buch, es ist ein ganz normales Leben. Mit Beziehungen, die sich verändern, mit Menschen, die älter werden, sich trennen, Erinnerungen, die sich in der Rückschau plötzlich anders darstellen. Im Kopf der Protagonistin passiert eine ganze Menge, durch dieses Vorkommnis. Und ich habe sie sehr gern dabei begleitet, begeistert und wissend genickt, habe den Faden aufgenommen und mit meinen eigenen Erfahrungen weiter gesponnen. Das Cover passt perfekt zum Buch. Ernst und zurückhaltend. Nicht gefällig, dennoch von eigenwilliger Schönheit - es sprang mir sofort ins Auge.Ich würde sagen, das Buch ist keine schnelle, leichte Kost - weil es tiefsinnig ist und damit zum Nachdenken anregt. Aber das ist etwas, was ich an Büchern ungemein schätze. Sie sollen mich fordern. Ich will mitfühlen. Ich will angeregt werden und weiter denken. Meine Leseempfehlung für Menschen, die das ebenfalls zu schätzen wissen.Ich freue mich schon auf Teil 2 der Trilogie.
Ein Familiengeheimnis ändert alles
Als die autofiktional schreibende Schriftstellerin auf einer Lesung einer Frau begegnet, die ihr mitteilt, sie hätten denselben Vater, ist das der Beginn einer Selbstreflexion, die die eigenen Familienverhältnisse, die Kindheit, die Ehe, den Beruf in Frage stellt. Während eines Studienaufenthalts in den USA mit den Kindern und der Mutter stellt sie sich den Erinnerungen an den Vater und der eigenen Kindheit in der sich auflösenden DDR. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach der Bedeutung der eigenen Beziehung zum Vater ihrer Kinder. In diesem fast essayistischen Roman werden eindringliche Fragen gestellt nach der Wahrheit der Wahrnehmung, nach der Bedeutung von Literatur als Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Was ist Fiktion, was ist Wahrheit? Es handelt sich um den ersten von drei geplanten Bänden der "Biographie einer Frau". Man kann auf die Fortsetzung gespannt sein.
Emotional, persönlich und berührend
Julia Schoch schreibt bereits auf den ersten Seiten sehr emotional, persönlich und berührend.Das Cover mit der Frau passt zum Titel, allerdings ist es sehr düster, weshalb es mich nicht so sehr angesprochen hat. Dennoch hat mich die kurze Zusammenfassung zum Lesen animiert, da ich mir dies sofort als wahre Begebenheit vorstellen konnte.Und das Buch hat mich schnell begeistert, da es tiefgründig und zugleich spannend verfasst ist.Zugleich lässt das Buch tief in die Literatur blicken, da die Autorin es schafft schwere Gegebenheiten durch etwas Schmunzeln immer wieder unterhaltsam zu gestalten. Auch die Abwechslung, die das Buch durch die Mischung aus Ernst und dezentem Humor bietet, hat mir sehr gefallen. In manchen Punkten regt das Buch zu Nachdenken an, da es immer wieder Fragen der Geschichte aufwirft, die auch durch die Zeitsprünge ausgelöst werden. Hier blieben bis zur letzten Seite einige Fragen unbeantwortet, was mir leider nicht so gut gefallen hat. Dennoch ein wunderschönes Buch, welches 5 von 5 Sternen erhält.
Unerwartet
Julia Schoch beginnt ihren Roman mit einem unerhörten Vorkommnis ; eine Frau behauptet , die Autorin und sie hätten den gleichen Vater.Dieses Vorkommnis wird zum Auslöser verwirrender Gefühle und Reflexionen in Bezug auf die eigene Vergangenheit und auf die Familie.In ›Das Vorkommnis‹ erzählt Julia Schoch von einem Leben, das urplötzlich eine andere Richtung bekommt.Die Autorin überzeugt durch ihre klare, teils poetische Sprache. Das Buch ist eigentlich ein innerer Monolog über den sich allmählich die Gedanken der Frau entwickeln, kein reißerischer Roman. Es ist ein Buch, das uns nicht nur in eine Familiengeschichte mitnimmt, sondern auch in das Schreiben als Bewältigung von unerwarteten Gedankenwelten. Es regt uns an zum Nachdenken über die eigeneVorrangig geht es aber weder um handelnde Figuren noch Handlungsstränge, auch über Motivationen erfahren wir wenig. Wir werden eingeladen, den Gedanken der Protagonistin zu folgen,Das große Plus dieses Romans sind wunderbar kluge Gedanken, klar pointiert – wundervoll und anspruchsvoll! Wir dürfen einem seltenen literarischen Genuss beiwohnen. Nachdenken ausdrücklich erwünscht -ein Buch wie ich es mag.
Großartiger und beeindruckender Auftakt einer Trilogie
Julia Schoch stellt mit "Das Vorkommnis" den ersten Teil ihrer Trilogie "Biographie einer Frau" vor. In diesem Roman signiert die namenlose Ich-Erzählerin, eine Autorin, nach einer Lesung in Norddeutschland ihre Werke, als eine fremde Frau auf sie zutritt und zu ihr sagt: "Wir haben übrigens denselben Vater". Daraufhin fällt sie der Fremden schluchzend um den Hals. Als sie am Abend ihrer älteren Schwester am Telefon von der Begegnung berichtet, verschweigt sie aus Scham die Umarmung. Die Tatsache, eine Halbschwester zu haben, ist seit langem bekannt, die Mutter hatte es erzählt. Nun, nach langen Jahren des Vergessens, erzählt der Vater seinen Töchtern, was sich vor über 40 Jahren zugetragen hat. Er hatte die Vaterschaft anerkannt, das Kind war einige Wochen nach der Geburt zur Adoption freigegeben worden. Die Ich-Erzählerin tritt wenige Wochen nach dem Vorkommnis gemeinsam mit ihrer Mutter und den beiden Kindern eine längere Reise nach Ohio an, um an der dortigen Universität ein Seminar zu halten. Auch während ihres Aufenthaltes beschäftigt sie die Begegnung mit der fremden Frau, ihre Gedanken kreisen um das Thema Adoption, aber auch um ihre eigene Kindheit in der DDR. Sie befragt ihre Mutter zur gemeinsamen Vergangenheit, von der nur wenig im Gedächtnis geblieben ist. Sie denkt über ihre Mutter nach, daran, wie deren Leben verlief als junge Studentin und später als berufstätige Ehefrau und Mutter im Osten Deutschlands. Die Mutter lebt inzwischen nach der Scheidung ihr Leben mit den ersehnten Freiheiten und einer gewissen Leichtigkeit. Die Halbschwester ist in der Gedankenwelt der Ich-Erzählerin, sie denkt aber auch an deren Mutter, die ihre Freunde stets auf mütterliche Art behandelte, es aber 40 Jahre später nicht fertigbrachte, die ihr fremde Tochter ins Haus zu lassen. Sie beleuchtet ihre eigene Mutterschaft, die Beziehung zu ihrem Ehemann, die sich seit der Begegnung mit der Halbschwester verändert hat, und das distanzierte Verhältnis zu ihrer leiblichen Schwester. Julia Schoch hat diesen anspruchsvollen Roman in beeindruckender und schöner Sprache geschrieben. Es hat mir große Lesefreude bereitet, der Gedankenwelt der Ich-Erzählerin zu folgen, ihre Vergangenheit zu erforschen und zu erleben, wie das Vorkommnis ihr Leben veränderte. Ich freue mich bereits jetzt auf den zweiten Band der Trilogie.
Biographie einer Frau
Es ist schon länger her, seit ich Julia Schoch zuletzt gelesen habe, aber ich glaube Das Vorkommnis ist ihr feinster Roman. Übrigens ein schönes, dünnes Hardcover sogar mit Lesebändchen.Es ist ein Buch, das sowohl über Familie wie über Literatur einiges mitteilt.Die überraschende Begegnung mit der ihr unbekannten Halbschwester lässt die Icherzählerin über Jahre nicht los. Erstaunlich, in welchem Ausmaße sie das Vorkommnis bewegt.Sie reflektiert intensiv über die Situation, ohne dass es die Geschichte der Schwester wird.Ihre Gedankengänge umfassen aber auch ihre Kindheit in der DDR und ihre gesamte Familiengeschichte. Es wird die Biographie einer Frau.Es ist ein nachdenkliches Buch, dem das gezeichnete Cover einer ernst blickenden Frau gut passt. Dem entgegen steht aber auch eine Spur Ironie, die dem Ganzen das Schwere nimmt.Die Gedankensprünge der Protagonistin sind nicht immer einfach nachvollziehbar, manches bleibt außerhalb des sagbaren und das macht dann letztlich das interessante am Buch aus.
Lesenswerter Lebenseinschnitt
Ob Julia Schochs neuer Roman, der Auftakt einer Trilogie sein soll, autobiografisch ist oder von einer fiktiven Autorin erzählt, bleibt offen, ist letztlich auch egal. Jedenfalls schreibt die (fiktive) Autorin über ein „Vorkommnis“ von vor inzwischen einigen Jahren, das sie die ganze Zeit über beschäftigt hat. Seinerzeit stellte sich ihr auf einer Lesung eine fremde Frau als ihre Halbschwester vor, als die ältere Tochter ihres gemeinsamen Vaters. Das ist Anlass für sie, über ihre Familie, insbesondere ihre Beziehungen zu ihren Eltern, ihrer mittleren Schwester und ihrem Mann, die Alltäglichkeit dieser neuen Familienkonstellation, ihre Kindheit in der DDR nachzudenken. Heraus kommen viele Erinnerungsbruchstücke. Ich empfand den Roman als sehr schön und faszinierend, durchaus auch anspruchsvoll zu lesen. Die geschilderten Gedanken sind es wert, dass ihnen nachgegangen wird. Gelungen ist, wie gekonnt Bezug auf andere bedeutende literarische Werke genommen wird.
Pressestimmen
Julia Schoch entwickelt aus Erinnerungsfragmenten ein Lebensbild, in dem Individuum und Gesellschaft... gleichermaßen Kontur bekommen. Und dies in einer Sprache, die an Klarheit und Direktheit ihresgleichen in der deutschen Literatur sucht. mehr weniger
Die ungeheure Dichte der Korrespondenzen zwischen allen Ebenen des Romans erzeugt ein so reiches 3-D...Puzzle, dass man am Abglanz des Lebens darin seine Freude hat, auch wenn es ein entgleisendes Leben ist. Julia Schoch hat einen neuen Weg eingeschlagen. Wir folgen gespannt. mehr weniger
Hubert Winkels, 31.03.2022
Dieses Buch ist wirklich, und das sage ich selten, ein literarisches Kunstwerk, ein virtuoses Meiste...rstück über Erinnerung und Verdrängung und über das, was wir eigentlich sind: Hilflose, schlecht verwurzelte, leicht zu erschütternde und zu irritierende Menschen. mehr weniger
Elke Heidenreich, 19.03.2022
Julia Schochs großartiger Roman handelt von einem Familiengeheimnis. Und damit auch von der Kunst, d...as eigene Leben neu zu erfinden. mehr weniger
Gregor Dotzauer, 17.03.2022
Julia Schoch folgt Christa Wolf in der Ernsthaftigkeit der Selbstbeobachtung (...) sowie mit dem ref...lexiven, betrachtenden Charakter ihrer Prosa. Von Schatten der Vergangenheit handelt dieses eindrucksvolle, aufrichtige Buch, das reich ist an klugen Einsichten und wunderschönen Sätzen. mehr weniger
Jörg Magenau, 10.03.2022
In ›Das Vorkommnis‹ geht Julia Schoch Brüchen in Biografien nach – in der eigenen und in denen der O...stdeutschen. (…) Aufregend gut geschrieben, in einem nüchternen, präzisen Stil. mehr weniger
Cornelia Geißler, 15.02.2022
Julia Schoch ist eine Meisterin darin, mit simplen Sätzen einen tiefen seelischen Schwindel zu besch...reiben und auch beim Leser zu erzeugen. mehr weniger
Richard Kämmerlings, 06.02.2022
Das Talent dieser Autorin besteht darin, auf wenig Raum viel zu sagen - ohne alles auszubuchstabiere...n. mehr weniger
Tina Rausch
Glänzend erzählte Geschichte einer Verunsicherung.
Silvia Feist
Das Verblüffende an Julia Schochs Erzählen ist, dass man beim Lesen selbst beginnt, sich die Fragen ...zu stellen, die die Autorin aufwirft. (...) Dieses sehr persönliche Erzählen gibt Julia Schoch alle Möglichkeiten an die Hand, mit ihrem literarischen Vermögen zu brillieren. mehr weniger
Monika Melchert
Es geht um eine Kindheit in der DDR, um familiäre Muster und um Strukturen von Liebesbeziehungen. Al...l das stellt Julia Schoch auf den Prüfstand. mehr weniger
Alle reden über Cusk oder Ernaux, Schoch ist noch ein Geheimtipp. Feinsinnige karge autofiktionale U...ntersuchung, was es bedeutet, eine innerlich widerspenstige Frau zu sein. mehr weniger
Mara Delius, 04.12.2022
Das Buch macht schon auf den nächsten Band der Trilogie neugierig und ist sehr zu empfehlen.
Monika Roth, 01.10.2022
Dicht, packend, klug.
Verena Carl, 20.07.2022
Wie stimmig sind unsere Erinnerungen? Wo gehen sie hin, wenn das Land unserer Kindheit verschwunden ...ist? Immer neue Fragen und Themen entfalten sich wie in einem Kaleidoskop. In präziser, klarer Sprache erzählt Julia Schoch eine persönliche Geschichte, die viele Fragestellungen in unser aller Leben anstoßen kann. mehr weniger
Ulrike Grünwald, 20.06.2022
Prosa, die exemplarisch entfaltet, was viele bewegt.
Tomas Gärtner, 27.05.2022
Wie das Vorkommnis auf die Ich-Erzählerin erst nach und nach seine mächtige Wirkung entfaltet, entwi...ckelt auch die Erzählung erst nach und nach ihre Intensität, der man sich nur schwer entziehen kann, obwohl oder gerade weil Julia Schoch keine voyeuristisch relevanten Tatbestände ans Licht zerrt. Was sich im Kopf der Protagonistin abspielt, ist spektakulär genug. mehr weniger
Irene Prugger, 21.05.2022
Ein Meisterwerk der psychologischen Erzählung.
Elke Heidenreich, 01.05.2022
Julia Schoch verknüpft furios Ich- und Alltagsgeschichte. (...) Ihr Auftakt zur Trilogie einer Fraue...ngeschichte macht gespannt auf das, was noch kommt. mehr weniger
01.05.2022
Seine Tiefe und geschliffene Sprache machen diesen Roman zu einem literarischen Juwel.
cvk, 01.04.2022
Manche Texte sind vorsichtig. Sie erzählen keine großen Geschichten, nicht von Krieg und Verderben, ...nicht von Geburt und Tod, nicht von der alles verschlingenden Liebe. Da werden keine Generationen umspannt, keine Rätsel gelöst, keine einzige große Frage wird hier gestellt (und erst recht wird keine beantwortet). Und dabei wachsen sie uns ans Herz wie die stillen Kinder in der Sandkiste, die in einem Eck ihre Puddingformen-Sandkuchen bauen und mit den Blättern des nahen Strauchs verzieren. (…) Schoch erzählt behutsam und dabei trotzdem so drängend, dass einem schwindelig werden kann. mehr weniger
Bettina Steiner, 26.03.2022
Schoch erzählt, brillant und beklemmend, wie die Gewissheiten einer Familie verrutschen.
26.03.2022
Julia Schoch geht in ihrer Biografie einer Frau sensibel für die kleinsten Erschütterungen den große...n Fragen nach. (...) Das ist klug und eigenwillig erzählt und der vielversprechende Auftakt zu einer Trilogie. mehr weniger
Sandra Kegel, 20.03.2022
Eine Autorin, der man sich anvertrauen darf: Sie enttäuscht nie, aber sie baut Täuschungen ab. (...)... Ein Gegenwartsroman, aus dem man klüger heraus- als hineingeht. mehr weniger
Christian Eger, 12.03.2022
Mit psychologischem Gespür und einer guten Dosis Selbstironie erkundet Julia Schoch die dunklen Seit...enstraßen und schlecht einsehbaren Winkel, die sich neben der gepflegten Hauptallee einer Familiengeschichte auftun. Man würde gern sofort den nächsten Teil dieser Trilogie lesen. mehr weniger
Sebastian Fasthuber, 09.03.2022
Julia Schoch beherrscht das Erinnerungserzählen wie kaum eine andere Autorin. Fiktion und Fakt verwi...schen zu einer Lektüre mit Sog, die jeden mitreißt in den Strudel des Lebens und Lesens. mehr weniger
Michael Schleicher, 08.03.2022
Julia Schochs Geschichte ist von so luftiger Melancholie, dass viele eigene Gedanken zwischen ihre Z...eilen passen. Sie kann Bitterkeit in Gelassenheit und Trauer in Dankbarkeit verwandeln. mehr weniger
Annemarie Stoltenberg, 08.03.2022
Raffiniert verwebt Julia Schoch Gelebtes und Erdachtes, um so tiefere Wahrheiten aufzuspüren.
Britta Heidemann, 08.03.2022
Ergreifend.
Detlev Stute, 07.03.2022
Alles beginnt mit einem grunderschütternden Vorkommnis, wie schon der Titel von Julia Schochs neuem ...Roman erwarten lässt. mehr weniger
06.03.2022
›Das Vorkommnis‹ entfaltet eine gewaltige Tiefe. Hier das Hinterfragen, dort die Erfindung und die d...amit verbundene Fragilität machen dieses leise Buch so beeindruckend. mehr weniger
Niels Beintker, 06.03.2022
›Das Vorkommnis‹ löst viele Fragen aus, nach Ehe und Mutterschaft, der Kindheit in der DDR, nach Ado...ption und anderen Familiengeheimnissen. mehr weniger
05.03.2022
Julia Schoch, die das Verschwinden eines ganzen Landes erlebte, verwandelt diese scheinbar ewigen Ge...wissheiten in Sprache, tastend und doch präzise, leise und doch von schmerzlicher Klarheit. mehr weniger
01.03.2022
Eine Selbsterlösung, die auch die mögliche Selbstheilung einer Gesellschaft spiegelt. Ein unaufgereg...tes und doch spannendes Buch, geschrieben in einer einfachen, bestechend klaren Sprache. mehr weniger
Jutta Duhm-Heitzmann, 22.02.2022
Beim Lesen fühlt man sich mitunter an Christa Wolf erinnert, die einen ähnlich eindringlichen Ton ha...tte. Das Hauptereignis dieses Buches ist nicht die Handlung, sondern die Sprache. mehr weniger
Welf Grombacher, 21.02.2022
Das eigene Leben als Steinbruch nutzen. Julia Schoch ist eine Meisterin darin (…), kunstvoll webt si...e ein Netz aus auf den ersten Blick schlichten Sätzen, ein lakonischer Ton, der einen magischen Sog entfaltet. mehr weniger
Antje Scherer, 19.02.2022
Wohin auch immer der Blick fällt, immer taucht noch ein anderes Detail auf, das die vorherige Erinne...rung in neuem Licht erscheinen lässt. Vielleicht liegt genau darin die ungemeine Kraft dieses Romans. mehr weniger
Lena Schneider, 17.02.2022
Interessant ist hier nicht, was wirklich passiert, sondern welche Gedanken sich die Erzählerin darüb...er macht. mehr weniger
Katrin Kaiser, 16.02.2022
Der Roman geht unter die Haut. (…) jedes Wort sitzt, kein Satz ist zu viel.
Claudia Ingenhoven, 16.02.2022