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»Dieser Roman ist unglaublich krass, von ungeheurer Sprachgewalt, es ist ein Thriller, eine Geschichte, die man gar nicht aus der Hand legen kann.« Stefanie Stahl, WDR 5, Bücher

Das wirkliche Leben

Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.
In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43690-8
Erscheinungsdatum: 24.04.2020
2. Auflage
304 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Französischen von Sina de Malafosse
Autor*innenporträt

Adeline Dieudonné

Adeline Dieudonné, geboren 1982, lebt mit ihren Töchtern in Brüssel. Nach mehreren preisgekrönten Erzählungen und einem erfolgreichen One-Woman-Theaterstück entwickelte sich ihr Romandebüt ›Das wirkliche Leben‹ zu einem großen internationalen Bestseller. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, ihre Bücher in über zwanzig Sprachen übersetzt. Seitdem erschienen bei dtv der Text ›Bonobo Moussaka‹ sowie die Romane ›23 Uhr 12‹ und ›Bleib‹.

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Übersetzer*innenporträt

Sina de Malafosse

Sina de Malafosse, geboren 1984, lebt als Übersetzerin und Lektorin in Toulouse. Sie übersetzt u. a. Pauline Delabroy-Allard, Julia Deck, Victor Jestin und Adeline Dieudonné. 2021 erhielt sie mit Fatima Daas den Internationalen Literaturpreis des HKW.

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144 von 144 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.72 von 5 Sternen


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5 - 10 von 144 Leserstimme

lovely_lila am 18.05.2020 13:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Atemberaubend, intensiv, schmerzhaft, poetisch - das beste Buch des Jahres!

* Spoilerfreie Rezension! *InhaltEin Mädchen und ihr kleiner Bruder leiden unter der häuslichen Gewalt des Vaters und dem Desinteresse der Mutter. Als etwas Schreckliches passiert, das alles verändert, schwört sich die Schwester, dass sie ihren Bruder retten wird. Koste es, was es wolle…ÜbersichtEinzelband oder Reihe: Einzelband Erzählweise: Ich-Erzähler, Präteritum Perspektive: weibliche Perspektive Kapitellänge: kurz Tiere im Buch: -! Im Buch werden Tiere verletzt, gequält und getötet. Achtung, fast alle diese Dinge werden bis ins Detail beschrieben! Ein Wellensittich und ein Chinchilla leben zudem in einem Käfig in Einzelhaltung (bitte diese Tiere immer mindestens zu zweit halten!). Triggerwarnung: Tierquälerei (!!!), Tod von Menschen und Tieren, Gewalt, Gewalt gegen Frauen, sexualisierte Gewalt, Missbrauch (? - Grenzfall, wer wissen möchte warum bzw. wer Fragen dazu hat, kann mich gerne anschreiben), Blut, Trauma, Jagd (Hetzjagd, Großwildjagd und ausgestopfte Tiere)Warum dieses Buch?Ganz einfach: Wenn die Rezensionen (oder eher Liebeserklärungen!) zu einem Buch dich schon fast zu Tränen rühren, musst du es einfach lesen! Meine MeinungIch habe schon viele Liebeserklärungen an dieses Buch gelesen – hier kommt meine.Einstieg (5 Lilien ♥)„Bei uns zu Hause gab es vier Schlafzimmer. Meines. Das meines Bruders Gilles. Das meiner Eltern. Und das der Kadaver.“ Seite 7Ich habe sofort und absolut problemlos ins Buch gefunden. Bereits auf den ersten Seiten entwickelt die Geschichte einen richtigen Sog!Schreibstil (5 Lilien ♥)Innerhalb weniger Kapitel habe ich mich in den wunderbaren Schreibstil von Adeline Dieudonné verliebt! Die Sprache ist roh, kraftvoll, atemberaubend und poetisch – mit einer authentischen kindlichen Note, die zur jungen Protagonistin passt. Großartig fand ich, dass man dem Schreibstil und der Innenwelt der Protagonistin anmerkt, wie sie langsam älter und reifer wird. Viele Vergleiche und Metaphern sind so innovativ, bildhaft und wunderschön, dass ich manchmal einfach nur dasaß und sprachlos war! Man will sich manche Stellen ausdrucken, einrahmen und an die Wand hängen! „Das, was im Inneren der Hyäne gehaust hatte, war nach und nach in den Kopf meines kleinen Bruders gewandert. Eine Kolonie böser Kreaturen hatte sich dort eingenistet wie Geschmeiß und vermehrte sich wie wild, fraß die grünen Walder seines kindlichen Geistes und verwandelte sie in eine düstere, modernde Sumpflandschaft.“ Seite 46Idee, Inhalt, Themen & Ende (5 Lilien ♥)„Meine Wirklichkeit hatte sich aufgelöst, war zu einem schwindelerregenden Nichts geworden. Zu einem Nichts, aus dem ich kein Entkommen sah.“ Seite 28Als VielleserIn liest man oft gute und manchmal sogar sehr gute Bücher – aber nur ganz selten gerät man an eine Geschichte, bei der man nicht weiß, wo man anfangen soll, weil sie so großartig ist. Es überrascht daher nicht, dass ich das Schreiben dieser Rezension tagelang hinausgezögert habe. „Kann ich überhaupt eine Rezension schreiben, die diesem Buch gerecht wird?“, fragte ich mich. Wahrscheinlich nicht, aber ich werde mein Bestes geben!Adeline Dieudonné hat ein Romandebüt geschaffen, das eine unglaubliche Wucht hat! Ein Debüt, das den Verstand verzaubert und einem das Herz bricht. Einen Erstling, der unheimlich wütend macht und der zugleich schmerzhaft zu lesen und zu verdauen ist. Tierquälerei und die körperlichen Misshandlungen der Mutter werden bis ins kleinste Detail beschrieben, was mich beim Lesen sehr mitgenommen hat und teilweise fast unerträglich für mich war. Diese Triggerwarnung (im Buch selbst fehlt eine!) solltet ihr bei diesem Buch deshalb (zu eurem eigenen Schutz) auf jeden Fall ernst nehmen! „Das wirkliche Leben“ spricht neben Aspekten wie Liebe, Wissensdurst und Kindheit wichtige Themen wie Sexismus, häusliche Gewalt, Missbrauch (?), Traumata und Tierquälerei an und behandelt diese tiefgründig und auf eine Weise, die sich einem für immer ins Gedächtnis brennt. Adeline Dieudonné schafft Bewusstsein für und kritisiert toxische Männlichkeit (inklusive ihrer furchtbaren Folgen) und häusliche Gewalt und zeigt auf, wie schnell die Situation eskalieren und sogar lebensbedrohlich werden kann. „Das wirkliche Leben“ ist eine kraftvolle, schockierende Warnung und Ermutigung für alle Opfer, sich Hilfe zu suchen, bevor es zu spät ist. Glücklicherweise gibt es jedoch auch immer einen Hoffnungsschimmer; zwischen den vielen düsteren und deprimierenden findet man immer wieder intensive Glücksmomente, die man mit der Protagonistin teilt. Die aufwühlende Geschichte mündet in ein gelungenes, hoch dramatisches, emotionales Ende.„Das wirkliche Leben“ ist kurz, intensiv und ein kleiner Schock – so wie ein Bungee-Sprung – nach dem Ende ist man voller Adrenalin und begeistert, aber die Knie sind weich und die Hände zittern. Für mich ist „Das wirkliche Leben“ jetzt schon das beste Buch des Jahres – und damit ein absolutes Must-read, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet! Protagonistin (5 Lilien ♥) & Figuren (5 Lilien ♥)Die tragische Protagonistin bleibt im ganzen Buch namenlos – und doch war da keine Distanz zu ihr. Ich habe intensiv mit ihr mitgefühlt und mitgelitten, habe mit ihr gehofft und bin mit ihr verzweifelt! Ihre Intelligenz, ihre Empathie, ihr gutes Herz, ihr Mut und ihre Kraft haben mich nachhaltig beeindruckt. Sie ist wie ein blühender Löwenzahn, der sich unter den widrigsten Umständen seinen Weg durch eine Spalte im Asphalt an die Sonne gekämpft hat.Auch die anderen Figuren haben mich vollkommen überzeugt. Sie alle sind auf ihre Weise sehr präsent, interessant, dreidimensional, einmalig und liebevoll ausgearbeitet. Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die passive Mutter, der traumatisierte Bruder und der übermächtige Vater. Spannung (5 Lilien ♥) & Atmosphäre (5 Lilien ♥)Ihr dachtet, wenigstens jetzt würde ein wenig Kritik kommen? Pustekuchen! Denn „Das wirkliche Leben“ beginnt schon auf den ersten Seiten, Spannung aufzubauen, und hält diese bis zum überzeugenden Ende! Man fliegt nur so durch die Seiten, kann sich dem Sog nicht entziehen und verschlingt die Geschichte gierig – wenn man sich nicht bremst, liest man alle 240 Seiten an einem Tag.Vielleicht war es aber auch die unglaublich dichte Atmosphäre, die mich an die Seiten gefesselt hat. In Kombination mit dem bildlichen Schreibstil waren es die düsteren Beschreibungen der Hyäne, die unheimlichen Szenen, die atemlose Angst um die Protagonistin und die Gänsehautmomente, die es mir unmöglich machten, das Buch wegzulegen. Ich liebe es außerdem, wie die kindliche Phantasie und die Ängste der Heldin kreativ und kunstvoll in die Geschichte eingewebt und dadurch (im wahrsten Sinne des Wortes!) lebendig wurden. „Doch wer oder was sich immer auf der anderen Seite des Baumes befand: Er oder es hatte keine Lust, das makabre Spiel zu beenden. Die Furcht floss von meiner Seele zu seiner und lustvoll und in aller Ruhe weidete er oder es sich daran.“ Seite 171Feministischer Blickwinkel (5 Lilien ♥)Bechdel-Test (zwei Frauen mit Namen sprechen miteinander über etwas anderes als einen Mann): bestanden!Frauenfeindliche / gegenderte Beleidigungen: Schlam++ (2x)Zuerst habe ich die passive Mutter, die immer wieder als Amöbe beschrieben wird, als etwas problematisch angesehen, doch schnell wurde mir klar, dass es nötig war, sie so zu beschreiben, um zu zeigen, welche Auswirkungen häusliche Gewalt auf einen Menschen haben kann. Da die Protagonistin so stark, wild und intelligent ist, da das Buch den Bechdel-Test besteht und wichtige Themen wie Sexismus, Gewalt gegen Frauen und toxische Männlichkeit behandelt und kritisiert, bekommt „Das wirkliche Leben“ (trotz klischeehafter Rollenverteilung) auch hier alle Punkte. „Und hin und wieder richtete er sogar das Wort an meine Mutter. Aber eigentlich hätte man sie auch durch einen Ficus ersetzen könne, er hätte den Unterschied nicht bemerkt. Denn meine Mutter hatte Angst. Angst vor meinem Vater.“ Seite 9Mein Fazit„Das wirkliche Leben“ ist kurz, intensiv und ein kleiner Schock – so wie ein Bungee-Sprung – nach dem Ende ist man voller Adrenalin und begeistert, aber die Knie sind weich und die Hände zittern. Ich liebe den rohen, kraftvollen und poetischen Schreibstil der Autorin, ihre wunderschönen Vergleiche und Metaphern, die liebevoll ausgearbeiteten, einmaligen Figuren, die großartige, intelligente und starke Protagonistin, die durchgehende Spannung und die unglaublich dichte Atmosphäre! Adeline Dieudonné hat ein Romandebüt geschaffen, das eine unglaubliche Wucht hat! Ein Debüt, das den Verstand verzaubert und einem das Herz bricht. Einen Erstling, der unheimlich wütend macht und der zugleich schmerzhaft zu lesen und zu verdauen ist. „Das wirkliche Leben“ hält einer feministischen Analyse stand, weil es Bewusstsein für toxische Männlichkeit und häusliche Gewalt schafft, diese Probleme kritisiert und sie auf eine Weise behandelt, die sich einem für immer ins Gedächtnis brennt. Für mich ist „Das wirkliche Leben“ jetzt schon das beste Buch des Jahres – und damit ein absolutes Must-read, das ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen dürft!BewertungIdee: 5 Lilien ♥Inhalt, Themen, Botschaft: 5 Lilien ♥Umsetzung: 5 Lilien ♥Worldbuilding: 5 Lilien ♥Einstieg: 5 Lilien ♥Ende / Auflösung: 5 Lilien ♥Schreibstil: 5 Lilien ♥Protagonistin: 5 Lilien ♥Figuren: 5 Lilien ♥Spannung: 5 Lilien ♥Atmosphäre: 5 Lilien ♥Emotionale Involviertheit: 5 Lilien ♥Feministischer Blickwinkel: 5 Lilien ♥ Insgesamt:❀❀❀❀❀♥ LilienDieses Buch bekommt von mir fünf Lilien und ein Herz – und damit den Lieblingsbuchstatus!

hk1951 am 15.05.2020 16:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Besonders

Besonders Manche Bücher machen etwas mit einem – weit mehr als den Leser/die Leserin zu unterhalten, weit mehr als nur entspannte Lesestunden zu schenken... Und dieses Buch ist definitiv so eines..!Die Geschichte „Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.“ist nicht alltäglich und mutet dem Leser recht viel zu... Und doch handelt es sich um eine ganz besondere, die einem auf dem heutigen Buchmarkt nicht mehr so oft über den Weg läuft.Der Schreibstil ist eingängig, man kann ihn gut lesen.Und dennoch ist dieses Buch keines, das man eben mal so lesen sollte... Es braucht Zeit, Geduld und auch oft Verständnis vom Leser.Ich kann für dieses Buch eine klare Leseempfehlung aussprechen.

thrilltastisch am 15.05.2020 14:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

düsterer aber grandioser Coming-of-Age-Roman

Der Vater liebt Whisky und Fernsehen, die Mutter liebt ihre Haustiere ... und die Kinder bleiben außen vor.Die namenlose Ich-Erzählerin blickt zurück auf eine Zeitspanne ihres Lebens, die beginnt, als sie zehn Jahre alt und ihr kleiner Bruder Gilles ihre ganze Welt ist.Die beiden sind aufgrund des zerrütteten Elternhauses eng miteinander verbunden. Um dem psychischen und physischen Terror zu entgehen, den der Vater an seiner Familie auslebt, halten sie sich viel in ihrem Viertel auf und spielen gemeinsam. Doch eines Tages müssen sie einen schrecklichen Vorfall miterleben und Gilles zieht sich immer mehr in sich zurück. Den seelischen Verfall des Jungen bemerkt nur seine Schwester und sie nimmt sich vor, ihn zu retten. Wir verfolgen ihr Leben über fünf Sommer hinweg und erleben ihre Entwicklung vom Kind zur jungen Frau. Sie fasst Selbstbewusstsein, wird immer stärker und selbstständiger und beginnt, sich aus ihrem bedrückenden Leben herauszukämpfen.Alle Charaktere sind unheimlich authentisch gezeichnet, nur die Protagonistin benahm sich für mein Empfinden an mancher Stelle zu reif für ihr Alter, an anderer Stelle zu unreif. Später, als sie zu einer Jugendlichen heranwächst, bessert sich das. Zum Teil ist dieser Eindruck der frühen Reife auch der Tatsache geschuldet, dass die Geschichte rückwirkend erzählt wird.Besonders gefällt mir die Mutter, die keinerlei Kraft besitzt, für sich selbst einzustehen, geschweigedenn für ihre Kinder, und ihre Unfähigkeit, eine gute Mutter zu sein, kompensiert, in dem sie die wenige Leidenschaft, die aufbringen kann, in ihre Haustiere und den Tierschutz steckt.Der Vater wirkt trotz all der Grausamkeit, mit der er seiner Familie begegnet, dennoch wie ein Mensch. Keine Figur ist hier schwarz-weiß gezeichnet. Selbst die Hauptperson tut Dinge, die moralisch betrachtet diskussionswürdig sind, dennoch folgte ich ihr gerne durch ihre Geschichte. Ich konnte immer nachvollziehen, warum sie so handelt, wie sie handelt, völlig egal, wie ich persönlich dazu stehe.Die Autorin hat oberflächlich betrachtet einen einfachen, gut zu lesenden Schreibstil, der aber mit vielen großartigen Stilmitteln gespickt ist. Sie verwendet tolle Symbolik und treffende Metaphern und hat ein feines Gespür dafür, Gefühle und Details auf den Punkt zu bringen und Atmosphäre zu beschreiben.Das Ende gestaltet sich ein wenig anders, als ich es erwartet hatte, aber es ist ein passender Abschluss für diese Geschichte.Wer mit expliziter Gewaltdarstellung gegen Mensch und Tier nicht umgehen kann, sollte die Finger hiervon lassen. Ich aber bin überzeugt von diesem Werk und meine kleinen Kritikpunkte bringen mich nicht davon ab, »Das wirkliche Leben« von Adeline Dieudonné mit 5 Sternen zu bewerten.

cabotcove am 14.05.2020 12:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Tolle Literatur

Tolle LiteraturBücher, die im Genre „Literatur“ angesiedelt sind, schrecken mich immer auch ein Stück weit ab – aber es sind doch auch immer wieder wahre „Juwele“ dabei, so dass ich schon oft froh war, dass ich doch noch einen Blick auf dieses Buch geworfen habe; hier war das ebenso.Die Geschichte „Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.“kommt schon recht ungewöhnlich daher und ist auch in Teilen schwer lesbar wegen der Geschichte an sich... Aber es ist eine wirklich gute Geschichte, die zum Nachdenken anregt, die man nicht einfach „so runterlesen“ kann und gerade das zeichnet oft sehr gute Bücher aus meiner Meinung nach. Das Buch „unterhält“, aber auf tiefgründige Art und Weise und das hat mir sehr gut gefallen.

sabine hartmann am 13.05.2020 08:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Highlight

Adéline Dieudonné lässt ein anfangs zehnjähriges Mädchen von ihrem Leben in einer Stadtrandsiedlung erzählen. Dort herrscht teils Idylle – Wald in der Nähe, nette Nachbarn, ein Schrottplatz zum Spielen und Entdecken. Gleichzeitig schleicht sich der geheime Horror, der hinter allem lauert, bereits auf den ersten Seiten ein. In der Familie herrscht ein gewalttätiger Vater, völlig kompromisslos. Alle sind seinen Launen unterworfen, Mutter, die Tochter und der kleine Bruder Gilles.Ein erschreckendes Ereignis verändert das Leben, weil der immer fröhliche Gilles sich verwandelt. Von diesem Moment an unternimmt die namenlose Protagonistin alles, um den Bruder zurückzubekommen, den sie vor dem Ereignis immer beschützt hat.Dass sie intelligent ist und immer erwachsener, also weiblicher wird, lässt ihr Leben nicht einfacher werden.Da Dieudonné konsequent in der Perspektive ihrer Protagonistin bleibt, erleben die Leser ihre Entwicklung hautnah mit. Das geht beim Lesen an die Nieren. Gleichzeitig entwickelt die aufkeimende Hoffnung, dass sie stark genug wird, um dem Milieu zu entkommen, eine unheimliche Sogwirkung.Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz, dazwischen liegen oft lange Zeiträume, trotzdem wirkt alles wie aus einem Guss und die Entwicklungsschritte der Protagonistin sind gut nachzuvollziehen.Ein wirklich spannendes, überaus intensives Buch.

coffee2go am 11.05.2020 18:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

optisch und sprachlich gewaltig

Meine Meinung zum Buch:Zu Beginn des Buches ist die Ich-Erzählerin ein zehnjähriges, schüchternes, aber sehr intelligentes Mädchen, die in einer Familie mit gewalttätigem Vater und unterdrückter Mutter aufwächst. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten jungen Frau, die sich ihrer weiblichen Reize bewusst wird und diese einzusetzen weiß, aber gleichzeitig auch intelligent ist und ihre intellektuellen Ziele selbst und meist sogar heimlich weiterverfolgen muss, da dies in ihrer Familie weder geschätzt noch für ein Mädchen unterstützt wird. Zuerst hat sie eine innige Beziehung zu ihrem jüngeren Bruder, doch nach einem Unglück und durch die Jahre wird die Situation immer bedrohlicher für sie. Dass sie nicht in die gleiche ausweglose Situation wie ihre Mutter rutschen möchte, ist ihr klar und dafür bekommt sie auch die Unterstützung ihrer Mutter, ansonsten muss sie sich alleine durchs Leben schlagen.Aus dem Entgegenkommen, dass sie einen eigenen Hund haben darf, wird gleichzeitig auch ein Erpressungspotenzial, indem ihr das geliebte Tier wieder genommen werden kann. Schade, dass sie nicht bei dem ursprünglichen Namen für den Hund geblieben ist, Currie hätte ich passender und stimmiger gefunden. Die Stimmung des Buches ist eine ganz besondere: Man spürt die unterschwellige Angst der Frauen vor den gewalttätigen Männern, man fühlt Situationen, die kurz davor sind zu eskalieren und dann passiert am Ende doch das Unerwartete. Sprachlich ist der Roman ebenso gewaltig. Nicht nur das Gesagte, das in einfachen, ausdrucksstarken Worten ausgedrückt wird, sondern auch die versteckten Botschaften zwischen den Zeilen sind von Bedeutung. Wenn man das Buch mehrmals hintereinander liest, findet man immer noch Stellen, denen man zuvor keine Beachtung geschenkt hat.

readinthegarden am 11.05.2020 16:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Bewegend

Familiengeschichten sind immer einzigartig. Keine Familie ist gleich. Doch diese hier ist noch mal anders. Der Vater ist gewalttätig und die beiden Kinder müssen es miterleben. Eines Tages geschieht ein Unfall und der Junge der Familie zieht sich zurück. Seine Schwester möchte das gern ändern.Da ich selbst ein Kind habe, sind die Szenen in denen der Vater gewaltig ist, schon recht schwer zu lesen. Aber andererseits macht das auch wieder ein gutes Buch aus - das man Szenen mitfühlen kann und nicht nur einfach runterliest.Es ist wirklich rasant geschrieben und zieht einen in den Bann. Man kann es kaum beiseite legen. Es wird aus der Sicht der Tochter geschrieben, sodass man immer in ihrer Welt ist und natürlich nur ihre Sicht der ganzen Geschichte miterlebt. Man hofft zudem die ganze Zeit, dass alles gut ausgeht, bzw die Familie sich von dem Vater lösen kann.

amara5 am 11.05.2020 14:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Jäger und Gejagte

Das wirkliche Leben der namenlosen, 10jährigen Ich-Erzählerin ist kaum zu ertragen. Der sadistische Vater und Großwildjäger misshandelt die Mutter psychisch und physisch, trinkt und guckt Fernsehen. Die Mutter gleicht einer Amöbe, hält sich so gut es geht aus allem raus und kümmert sich aufopferungsvoll um ihre Ziegen, während im Keller im Kadaverzimmer die ausgestopften Tiere des Vaters hängen.Wie in einem Pulverfass nehmen die erschreckenden, brutalen und quälenden Ereignisse in einer sich konstant aufbauenden Thriller- und Angststimmung ihren Lauf. Bei einem schrecklichen Unfall müssen die Protagonistin und ihr vier Jahre jüngere Bruder Gilles mitansehen, wie der Eismann ihres Viertels in seinem Wagen explodiert. Die beiden sind schwer traumatisiert und erhalten zuhause keine Hilfe - im Gegenteil. Gilles verliert sein Lächeln und fängt an, Tiere bestialisch zu quälen, während der Vater immer mehr die Kinder als Zielscheibe seiner Misshandlung entdeckt. Das fantasievolle, empfindsame und von Schuldgefühlen geplagte Mädchen hegt von nun an den Wunsch, eine Zeitmaschine zu bauen, um wieder in die Vergangenheit vor den Unfall zu reisen. Sie beginnt sich bei einem alten Professor in Physik unterrichten zu lassen, kommt in die Pubertät und schwärmt für einen älteren Nachbarn. Je mehr ihre weiblichen Formen zunehmen, desto rasender wird der Vater, der sie eines Nachts als Beute für seine Treibjagd benutzen wird. Doch die unbändige Widerstandskraft des Mädchens ist nicht zu bremsen und erwacht da erst recht zum vollen Leben.Adeline Dieudonné ist mit ihrem Debütroman ein faszinierender und ambivalenter Wurf gelungen - Grobheit trifft auf Zartheit, Beklemmung und Angst auf Lebensmut. Mit einer präzisen, filmischen Sprache, die trotz Gewalt und Blut mit poetischen, außergewöhnlichen Sprachbildern glänzt, katapultiert sie den Leser direkt in das scheinbar aussichtslose Leben des Mädchens und ihrem unbändigen Willen, sich daraus zu befreien, um keine Beute mehr zu sein. Und sie gibt den Leser erst wieder frei, wenn er die Geschichte zu Ende gelesen hat - abgeschreckt aufgerüttelt, hypnotisiert durchgeschüttelt und die brachialen Schläge noch im Nacken, die der Vater verteilt hat. Das entsetzt, wirkt lange nach und muss verdaut werden.

jasmin14 am 11.05.2020 11:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Highlight!

Ich weiß gar nicht, wie ich meine Meinung für dieses Buch am besten in Worte fassen soll, da ich mich immer noch ein wenig sprachlos fühle. Die Autorin erzählt hier ohne Rückhalt von einer Familie, die voller Angst und Grausamkeit steckt, und zeigt dabei, dass man sich von seinem Schicksal aber nicht unterkriegen lassen muss, sondern dagegen ankämpfen kann. Diese Message vermittelt das Buch klar und deutlich. Genauso klar und deutlich ist auch der Schreibstil der Autorin, wodurch mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht fiel und ich mich sofort als Teil der Geschichte verstand. Man verfolgt die Handlung aus der Perspektive eines jungen Mädchens und hier hat die Autorin die Stimmung genau auf den Punkt gebracht, sodass es sehr authentisch wirkt und man sich der Heldin der Geschichte schnell nahe fühlt und mit ihr mitfiebert. Heldin beschreibt es dabei sehr gut, da das Mädchen so einige Hindernisse und Herausforderungen in ihrem überwinden und viel zu oft die Grausamkeiten in ihrem Elternhaus ertragen muss. Die Geschichte ist wirklich nichts für schwache Nerven, da die Autorin keinen Schleier über Schrecklichkeiten legt und ich beim Lesen deshalb oftmals schockiert schlucken musste. Dabei rief sie in mir starke Gefühle hervor, regte mich zum Nachdenken und Grübeln an, aber vor allem fesselte sie mich an die Seiten, sodass ich nun, nachdem ich das Buch beendet habe, ohne Zögern sagen kann, dass es eines der besten Bücher war, die ich in letzter Zeit gelesen habe! Eine sehr aufwühlende und verstörende Geschichte, genial erzählt und sehr nahegehend!

hapedah am 11.05.2020 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Nichts für schwache Nerven

Die Geschichte wird aus der Sicht eines Mädchens erzählt, beginnend als sie zehn Jahre alt ist. Ihren Vater beschreibt sie als Tyrannen, der einen ganzen Raum im Haus nur mit seinen Trophäen von der Großwildjagd ausgestattet hat. Er regiert die Familie mir Brutalität, die sich zunächst fast ausschließlich gegen die Mutter richtet. Ihre Mutter bezeichnet das Mädchen als "Amöbe", die dem gewalttätigen Ehemann keinen Widerstand entgegen zu setzen hat, auch ihren Kindern steht die Frau nahezu gleichgültig gegenüber - alle Liebe reserviert sie für Tiere. Der sechsjährige Gilles ist der einzige Verbündete seiner Schwester, sein Lachen erhellt ihren Tag - bis ein schrecklicher Unfall alles verändert......"Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné erzählt eine intensive Geschichte, auf die mich kein Klappentext und keine Rezension vorbereiten konnte. Die namenlose Protagonistin beschreibt auf eindringliche und verstörende Weise die Entwicklung in dieser von der väterlichen Grausamkeit geprägten Familie, so als ob die Bösartigkeit ein lebendiges Wesen wäre, das Jagd auf die Kinder macht. Zunächst scheint es so, als würde die Bestie den Kampf um den kleinen Gilles gewinnen, doch das Mädchen gibt nicht auf, um ihren Bruder zu kämpfen. Dieses Buch hat mich beim Lesen bewegt, wie es nur wenige davor geschafft haben. Es ist eindeutig keine Wohlfühllektüre, dennoch konnte ich es bis zum Schluss kaum aus der Hand legen. Die Handlung und der Schreibstil halten den Leser gefangen, die Autorin schafft die perfekte Balance zwischen Mitgefühl und Grauen, ich denke, niemand liest diese Geschichte unbewegt und mit Abstand. Die Intensität der Erzählung zieht an und man erlebt die Jahre mit der Protagonistin hautnah mit, die Spannung steigert sich konstant bis zum Finale, das mich sprachlos und mit klopfendem Herzen zurück gelassen hat. Eindeutig nichts für schwache Nerven, dennoch ist das Buch so intensiv und eindringlich, dass ich es nur jedem empfehlen kann. Fazit: Keine Geschichte, wie alle anderen, als Leser war ich nicht nur Beobachter, sondern emotional mitten dabei. Für dieses außergewöhnliche Buch gebe ich eine unbedingte Leseempfehlung!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

EMMA
Für ihren märchenhaften Debütroman wurde die belgische Schauspielerin allein in Frankreich mit 14 Li...teraturpreisen ausgezeichnet. mehr weniger

ZDF
Welche Bücher haben es im Augenblick überhaupt geschafft, einen so in Bann zu ziehen, dass man tatsä...chlich mal für ein paar Stunden alles stehen und liegen lässt und einfach nur in einer Lektüre versinkt? Diesem Buch ist das gelungen. […] Es ist ein radikales Plädoyer, sich von der Angst nicht hetzen zu lassen. mehr weniger

Thea Dorn

Playboy
Eine umwerfende Coming-of-Age-Geschichte mit einem wilden Finale - ein verstörendes Vergnügen.

Günter Keil

SPIEGEL Bestseller
Etwas Stephen King, ein wenig Hitchcock und jede Menge Blut und Tod - und das alles in sanftem Ton e...rzählt. mehr weniger

WDR 5, Bücher
Dieser Roman ist unglaublich krass, von ungeheurer Sprachgewalt, es ist ein Thriller, eine Geschicht...e, die man gar nicht aus der Hand legen kann, allerdings, wenn man zart besaitet ist könnte es einem zu viel werden, also man muss schon ein bisschen dickeres Fell haben, um diesen Roman lesen zu können. Für mich ist es große Literatur. mehr weniger

Stefanie Stahl, 22.05.2021

NDR 1, Niedersachsen
Es kommt nicht so häufig vor, dass ich ein Buch mit angehaltenem Atem lese. Aber bei diesem Roman wa...r es so. mehr weniger

Julia Vogt, 08.04.2021

SRF
Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist ein sehr farbenprächtiger Comic.

Viktor Giacobbo, 22.12.2020

BRF
Das Überraschende an ›Das wirkliche Leben‹ ist seine überzeugende Mischung aus Märchen und Thriller,... aus Gesellschaftsroman und Horrorgeschichte. mehr weniger

Judith Peters, 01.07.2020

diepresse.com
Das Leben ist ein Dschungel, und die gefährlichsten Tiere leben in der eigenen Familie.

01.07.2020

Brigitte
Die Coming-of-Age-Geschichte eines Mädchens, das alles tut, damit ihr Bruder wenigstens sein Lachen ...bewahrt, haut einen um. mehr weniger

Angela Wittmann, 17.06.2020

3sat
Die Sozialanalyse in diesem Buch ist zwischen den Zeilen einfach brillant.

Barbara Vinken, 14.06.2020

3sat
Wenn ich nichts über das Buch und seine Autorin gewusst hätte, dann hätte ich garantiert gesagt, das...s ist wieder einmal ein typisches Beispiel der Meisterschaft des amerikanischen Erzählens – völlig falsch: die Frau ist Belgierin. mehr weniger

Gert Scobel, 14.06.2020

B5 aktuell
Es ist ein Debütroman von seltener Wucht.

Monika von Aufschnaiter, 05.06.2020

Für Sie
Geht unter die Haut

03.06.2020

MDR Kultur
Es ist die Stärke der Autorin Adeline Dieudonné: pointiert und temporeich erzählt sie in kurzen Kapi...teln vom Entkommen aus der Familienhölle. mehr weniger

Claudia Ingenhoven, 27.05.2020

rtl.de
Mit dramatischen Ereignissen, verpackt in ausdrucksstarke Worte, zieht einen die gewaltige Geschicht...e in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los. mehr weniger

15.05.2020

Hörzu
Adeline Dieudonné wird in Frankreich für ihren teils harten, sehr eindrücklichen Roman gefeiert. Völ...lig zu Recht. mehr weniger

11.05.2020

Die Presse am Sonntag
Die Geschichte ist so packend, die Spannung so unheilvoll, die Heldin so entschlossen, dass man dies...es Buch erst wieder aus der Hand legt, wenn man es fertig gelesen hat. mehr weniger

Doris Kraus, 10.05.2020

Buchreport
Adeline Dieudonné fesselt jetzt auch die deutschen Leser.

07.05.2020

Focus
Ein Buch wie ein wuchtiger Rocksong: knallend, präzise und sehr lange nachhallend.

02.05.2020

Spiegel Online
Gegen Ende ist im Roman zu lesen: ›Es heißt, dass die Stille, die auf Mozart folgt, immer noch Mozar...t ist.‹ Die Stille, die auf die Lektüre von Dieudonnés Buch folgt, ist Schockstarre. Ihr Roman ist wie ein Faustschlag, von dem man sich erst mal erholen muss. mehr weniger

Franziska Wolffheim, 29.04.2020

WDR 5
Der ganze Roman lebt von einer unglaublichen Spannung, die nicht grell daherkommt, sondern fast schl...eichend, von Seite zu Seite bedrohlicher wird. mehr weniger

Christine Westermann & Andreas Wallentin, 24.04.2020

Stern
Jeder Satz ein Treffer: Adeline Dieudonné zeigt in ihrem Debüt, wie man sich gegen das Unglück wehrt.... […] Eine wilde Geschichte, bei der jedes präzise platzierte Wort funkelt, jede Metapher sitzt. […] Die Wucht, mit der die Autorin schreibt, nährt sich aus der Angst, die die Terroranschläge von Brüssel bei ihr hinterließen. Die Energie, mit der sie die Sätze rausfeuert, lieferte die musik, die sie beim Schreiben hört: Death Metal. Die Leichtigkeit, mit der sie Animalisches und Zartes verbindet, macht den Zauber ihres Romans aus. mehr weniger

Kerstin Hellberg, 23.04.2020

BuchMarkt
Hier kann man viel über die Zwiespältigkeit menschlicher Anlagen und Verhaltensweisen nachdenken, we...nn man die überaus farbige und eigentlich tragische Geschichte verschlungen hat. mehr weniger

Ellen Pomikalko

Maxi
Dass sie beim Schreiben besonders gern energische Musik hört, ist spätestens spürbar, wenn die Handl...ung an Fahrt aufnimmt. mehr weniger

ahoi! norderney
Ein radikales Plädoyer gegen die Angst.

Literaturbloggerin und Autorin (›Das Licht ist hier viel heller‹)
Es ist erstaunlich, dass Adeline Dieudonné mit so zarten Worten von derart roher Gewalt erzählen kan...n. Ein verstörend brutales, gleichzeitig faszinierend sanftes Buch — ein Debüt, bei dem man von der ersten bis zur letzten Seite Gänsehaut hat. mehr weniger

Mareike Fallwickl

WDR 5
Dieser Roman ist unglaublich krass, von ungeheurer Sprachgewalt, es ist ein Thriller, eine Geschicht...e, die man gar nicht aus der Hand legen kann. mehr weniger

Stefanie Stahl, 14.08.2021

Echo Rosenheim
Überaus spannend und mitreißend geschrieben!

03.02.2021

SRF, Literaturclub
›Das wirkliche Leben‹ vom belgischen Shooting-Star Adeline Dieudonné schreibt vom Aufwachsen mit ein...em gewalttägigen Vater und der Unmöglichkeit, die Zeit zurückzudrehen. mehr weniger

22.12.2020

Ostfriesen-Zeitung
Die Autorin schildert genüsslich das Grauen des Alltags.

Marion Luppen, 05.12.2020

Hessische/Niedersächsische Allgemeine
Eine ganz großartige Vorstellung einer jungen, klugen und mutigen Frau. Unbedingt lesen, ein fantast...isches Debüt. mehr weniger

Heike Kahl, 05.10.2020

oliva Buchhandlung
Ein Buch wie ein Hammerschlag.

Michael Lehmann, 03.10.2020

Münchner Merkur
[Adeline Dieudonnés] unkonventionelle Geschichte eines Erwachsenwerdens in monströsem Umfeld ist vir...tuos erzählt und bleibt lange im Gedächtnis. mehr weniger

28.08.2020

morgenweb.de
Ein Roman, dessen mitunter düsterer Sog einen nicht mehr loslässt – bis am Ende das Licht sichtbar w...ird. mehr weniger

24.08.2020

Recklinghäuser Zeitung
Alles andere als leichte Kost – und doch ein literarisches Schmankerl, das seinesgleichen sucht.

18.08.2020

Bücher Magazin
Schmerzhafte, zarte Coming-of-Age-Novel, die zu Tränen rührt und erschütternd gut geschrieben ist.

01.08.2020

leselupe.de
Sie steigert mit ihren scharf beschriebenen Beobachtungen die Spannung bis zur Unerträglichkeit. Es ...stockt einem zuweilen fast der Atem. mehr weniger

Claudine Borries, 16.07.2020

Aachener Zeitung
›Das wirkliche Leben‹ ist ein spannendes, mitreißendes Buch gegen die Angst.

Madeleine Gullert, 15.07.2020

in-gl.de
Sie wollen ein Buch lesen, das Sie vollkommen gefangen nimmt, bei dem Sie alles um sich herum verges...sen? Dann ist dieser Roman genau richtig für Sie. Ein Wahnsinnsbuch. mehr weniger

Sylvia Jongebloed, 23.06.2020

Bündner Woche
Ein gewaltiger und brutaler wie auch überwältigend spannender Roman ausserhalb der Lesekomfortzone.

Martina Tonidandel, 10.06.2020

Steinmetz’sche Buchhandlung
Kraftvoll und schonungslos, übersetzt von Sina de Malafosse.

Lisa Schumacher, 09.06.2020

Buchhandlung Almut Schmidt
Für mich war es ein großartiger Lesespaß.

Hauke Harder, 04.06.2020

jastramkultur.blog
›Das wirkliche Leben‹ lohnt sich wirklich!

03.06.2020

morgenweb.de
[...] - ich habe selten ein Debüt gelesen, das mich mehr in seinen Bann gezogen hätte.

Barbara Breuner, 22.05.2020

Schwetzinger Zeitung
Adeline Dieudonné gelingt es, in ihrer eindringlichen Sprache von der ersten Seite an zu begeistern.

22.05.2020

Ludwigsburger Wochenblatt
Eindringlich erzählt die Autorin Adeline Dieudonné in ihrem Roman die Geschichte einer Tochter, die ...zur Gejagten wird. mehr weniger

07.05.2020

ekz bibliotheksservice
Dieudonné erzählt diesen Coming-of-Age-Roman so, dass er einen wie ein Fieber packt und erst wieder ...loslässt, wenn es zu Ende ist. mehr weniger

Fleur Hummel, 04.05.2020

denglers-buchkritik.de
Eine zarte und wilde Sprache, eine warmherzige, dramatische und traurige Geschichte, einmal angefang...en ist man im Flow und reitet diesen wilden Ritt bis zum Ende mit, das in einem großen Knall mündet! Eine Kindheit, eine Jugend, die einen durchrüttelt. mehr weniger

Alex Dengler, 27.04.2020