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»Dieser Roman ist unglaublich krass, von ungeheurer Sprachgewalt, es ist ein Thriller, eine Geschichte, die man gar nicht aus der Hand legen kann.« Stefanie Stahl, WDR 5, Bücher

Das wirkliche Leben

Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.
In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43690-8
Erscheinungsdatum: 24.04.2020
2. Auflage
304 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Französischen von Sina de Malafosse
Autor*innenporträt

Adeline Dieudonné

Adeline Dieudonné, geboren 1982, lebt mit ihren Töchtern in Brüssel. Nach mehreren preisgekrönten Erzählungen und einem erfolgreichen One-Woman-Theaterstück entwickelte sich ihr Romandebüt ›Das wirkliche Leben‹ zu einem großen internationalen Bestseller. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, ihre Bücher in über zwanzig Sprachen übersetzt. Seitdem erschienen bei dtv der Text ›Bonobo Moussaka‹ sowie die Romane ›23 Uhr 12‹ und ›Bleib‹.

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Übersetzer*innenporträt

Sina de Malafosse

Sina de Malafosse, geboren 1984, lebt als Übersetzerin und Lektorin in Toulouse. Sie übersetzt u. a. Pauline Delabroy-Allard, Julia Deck, Victor Jestin und Adeline Dieudonné. 2021 erhielt sie mit Fatima Daas den Internationalen Literaturpreis des HKW.

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144 von 144 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.72 von 5 Sternen


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8 - 10 von 144 Leserstimme

weinlachgummi am 02.05.2020 11:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Das wirkliche Leben

Obwohl mich das Cover zunächst nicht angesprochen hat, finde ich es doch rückblickend passend. Der Klappentext hat da schon mehr mein Interesse geweckt. Ich habe eine schwierig zu verdauende Geschichte erwartet und die habe ich auch bekommen.Die Autorin schafft es sehr gut eine bedrückende und düstere Atmosphäre zu schaffen. Es ist wie an einem Sommertag, wenn man spürt, dass ein Gewitter aufzieht, so fühlt es sich an dieses Buch zu lesen. Ich fand ihren Stil eher distanziert und nüchtern, was aber nicht negativ gemeint ist. Dadurch fiel es mir deutlich leichter der Geschichte zu folgen und sie zu verdauen.Denn das Buch ist keine leichte Kost. Deswegen auch eine Triggerwarnung im Bezug auf häusliche Gewalt und Tierquäler. Mir fiel es manchmal nicht leicht, weiterzulesen. Trotzdem war ich wie hypnotisiert von der Handlung und wollte wissen wie es weiter geht.Die Handlung ist zum Teil verstörend und beängstigend. Aber hat auch schlussendlich etwas Positives. Die Protagonistin versucht aus ihrem Leben zu entkommen, fügt sich nicht der ihr zugedachten Opferrolle und kämpft für sich und ihren Bruder. So hat die Geschichte auch etwas Inspirierendes abseits der verstörenden Szenen.Ein interessantes Stilmittel der Autorin war auch, dass das Mädchen keinen Namen hat. Es wird aus der Ich-Perspektive erzählt und so hat man zum einen den Eindruck, ganz nah dabei zu sein und das Mädchen gut zu kennen. Aber dadurch, dass sie namenlos bleibt, doch auch wieder distanzierter. Als könnte dieses Mädchen, jedes Mädchen sein. Was so leider auch stimmt.

marie aus e am 02.05.2020 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Resilienz

Die zehnjährige namenlose Ich-Erzählerin wächst zusammen mit ihrem kleinen Bruder in einem Elternhaus auf, das von den Gewaltausbrüchen des Vaters geprägt ist. Die Mutter ist von Angst gekennzeichnet, die einzige sichtbare Zuneigung, zu der sie noch fähig ist, ist die zu ihren Haustieren. Als dann noch ein schrecklicher Vorfall geschieht, spitzt sich die Lage immer mehr zu.Das mit nur 239 Seiten eher schmale Buch zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit hoffnungslosen Lagen umgehen. Von Resignation, Zusammenschluss mit dem Bösen und Widerstandskraft ist die volle Bandbreite vertreten. Die Autorin schafft es, die Atmosphäre des Hauses zu real zu schildern, dass man selbst beinahe die Luft anhalten muss, wenn der Vater sich der Tochter und Mutter nähert. Erstaunlicherweise in einem doch eher schnörkellosen, geradlinigen Stil, der jedoch nichts von dem Spüren des Grauens und der Angst nimmt und uns als Lesende betroffen macht. Mir ist das Buch sehr nahe gegangen, es ist zwar vom Schreibstil sehr leicht zu lesen (Kompliment an die Autorin), aber der Inhalt ist harte Kost. Vor allem, weil dies in ähnlicher Weise so auch ständig um uns herum passiert und man nicht erleichtert den Buchdeckel zu klappen kann, weil die fiktive Geschichte nun ja beendet ist. Ein Buch mit Nachklang.

anne_kaffeekanne am 02.05.2020 09:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

grausam

Ein grausames, ungenehm zu lesendes Buch, das man doch kaum weglegen kann.Die Erzählerin und ihr Bruder Gilles leben in ständiger Gefahr. Der Vater ist gewalttätig, die Mutter hat sich ganz ihrem Schicksal ergeben. Während der Vater leidenschaftlicher Jäger ist, kümmert sich die Mutter aufopferungsvoll um ihre Haustiere. Als ein Unglück geschieht, das ihren kleinen Bruder zutiefst verstört, setzt die Erzählerin alles daran, die Zeit zurückzudrehen.Sehr anschaulich beschrieben sind die Entwicklung der Erzählerin und ihre Versuche aus dem bedrückenden Elternhaus auszubrechen. Der Ort der Handlung ist ein seltsamer, hoffnungsloser Ort, an dem Probleme selbst gelöst werden, auch mit Gewalt, und es niemandem in den Sinn kommt, irgendwelche Autoritäten zu rufen. Es werden sehr viele Tiere gequält, da war ich froh, dass das nicht noch näher ausgeführt wurde.Die Kürze des Textes geht leider ab und an zu Lasten von Logik und Charakterentwicklung. Die Hauptperson ist manchmal seltsam naiv (betreffend die "Jagd") und am Ende ist doch alles etwas sehr auf den Höhepunkt der Katastrophe hinkonstruiert. Doch gerade die Kürze lässt auch sehr viel Raum für eigene Gedanken und etliche prägnante Szenen entfalten ihre ganz eigene Kraft. Unbedingt lesenswert.

yellowdog am 02.05.2020 03:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Keine Beute sein!

Es handelt sich um eine packende Darstellung eines schlimmen Familienleben.Da ist ein gewalttätiger Mann, der seine Frau oft verprügelt und die ganze Familie in Angst hält. Diese Gewalt ist drastisch.Erzählt wird die Geschichte von der anfangs 10jährigen Tochter.Es gibt dramatisch geschriebene Passagen. Da ist zum Beispiel die lange Szene nachts im Wald, als der Vater, ein Jäger, bestimmt, dass seine Tochter die Beute sein soll.Das Buch ist teilweise sehr hart und die physische und psychische kann man als Leser nicht gerade genießen, aber dann packt einen der Roman wieder sehr und man kann nicht aufhören weiterzulesen.Mich überzeugt, wie das Mädchen versucht, sich zu wehren, aber nicht ihre Menschlichkeit zu verlieren. Sie hat innere Stärke und will kein Opfer sein.Ein bemerkenswertes Romandebüt. Ich bin gespannt, was von der französischen Autorin Adeline Dieudonné in Zukunft noch kommen wird.

tochteralice am 01.05.2020 16:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Härtefall Mädchen

Das Mädchen, das uns hier die Geschichte ihres Aufwachsens, also ihre Coming-of-Age-Geschichte erzählt, ist quasi von Geburt an ein Opfer, eine Gejagte. Ebenso wie ihre Mutter und zwar aus dem einfachen Grunde, dass beide weiblichen Geschlechts sind. Das macht sie aus der Sicht ihres Vaters bzw. Ehemannes per se zu verachtenswerten Geschöpfen. Die Mutter vergeht daran, sie trocknet förmlich aus und wird - aus der Sicht ihrer Tochter - zu einer Amöbe. Doch für sich selbst lässt diese Tochter, das erzählende Mädchen das nicht zu. Wenngleich sie in den Jahren ihres Aufwachsens größte Erniedrigungen erlebt und so gut wie gar keine Unterstützung von zu Hause erhält, schafft sie es, stark zu werden und ihren Weg zu finden. Der der einer Hochbegabten ist.Ein Roman, der zeigt, dass Getriebene sich nicht in ihr Schicksal fügen müssen. Dass sie sich nicht unterwerfen und preisgeben müssen, denn es gibt immer noch eine Chance. Allerdings eine, die man nur sieht, wenn man sich selbst (er)kennt.Ein sehr besonderes, kraftvolles Buch, das man jungen Menschen, vor allem jungen Frauen bzw. Mädchen an die Hand geben sollte!

missbille am 01.05.2020 15:05 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Schön

Das Cover ist außergewöhnlich. Passt aber dennoch sehr gut.Der Klappentext macht neugierig auf die Geschichte.Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Ein Vater, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt. Was wird hinter verschlossenen Türen passieren?Die Protagonisten wurden sehr gut ausgearbeitet. Man kann ihr Handeln nachvollziehen, auch eine Entwicklung ist dabei sehr gut erkennbar.Der Schreibstil der Autorin ist sehr modern und spritzig, dazu noch leicht und flüssig zu lesen. Man kann bereits nach wenigen Seiten in die Geschichte eintauchen.Die Spannung ist immer da und wird auch weiter gesteigert. Die Szenen und Schauplätze wurden so beschrieben, dass man sie sich bildlich vorstellen konnte.Die Geschichte ist sehr modern und spritzig. Aber auch sehr echt, ehrlich und tiefgründig. Sie vermittelt nicht nur, was auch im realen Leben so passiert bzw. passieren kann. Sie vermittelt so viel Gefühl, so viel Ehrlichkeit, so viel Kampfgeist.Die Gefühle und Emotionen werden hier definitiv durchgängig angesprochen. Ist nicht immer eine leichte Kost!Ich kann das Buch gerne empfehlen!

readtobee am 29.04.2020 20:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zu krass ist möglich

'Das wirkliche Leben' spielt sich hinter Fassaden ab. Hinter menschlichen, hinter menschgemachten. Es kann weh tun, weil es rücksichtslos ist. Es ist Zufall.Für die junge Protagonistin bedeutet wirkliches Leben, mit Gewalt, Hass und Wut zu leben.Es ist vorhersehbar, wann dieses 'Geschmeiss' aus dem Hirn des Vaters hervorkriecht und es ist vorhersehbar, dass es den kleinen, traumatisierten Bruder ebenso befällt. Doch wie soll ein Kind diesem Vater, einer unterwürfigen Mutter entkommen und sich gleichzeitig der Verantwortung für den kleinen Bruder stellen?'Das wirkliche Leben' von Adeline Dieudonné ist wie ein Konzentrat. Aus Schlägen, die nicht heimgezahlt werden können. Bis zum Schluss.Der Bruder hat einen Namen, der Hund hat einen, die Protagonistin, die Eltern bleiben namenlos. Gewalt und Ohnmacht haben viele Facetten, vielleicht deswegen. Sie sind physisch, psychisch, können jeden jederzeit treffen. Der Antrieb der Ich-Erzählerin ist der Schutz des Bruders. Sie will sein 'Milchzahnlachen' zurückholen und setzt alles daran. Sie ist schlau und, trotz häuslicher Gewalt, selbstsicher. Sie weiß, was sie will, findet Lösungen.Ich habe mich gefragt, ob der Vater zu böse, die Mutter zu unterwürfig, die Protagonistin zu verständnisvoll für die Lieblosigkeiten des Lebens ist, die Geschichte zu schwarz-weiß, das Ende zu krass.Doch ich halte genau das alles für möglich.

ellybis am 29.04.2020 16:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Schonungslos

Dieses Buch kann man nicht im herkömmlichen Sinne als "schön" bezeichnen. Es ist brutal und schonungslos. Dabei aber trotzdem so zärtlich und wunderschön geschrieben, dass es tief zu Herzen geht.Ein Mädchen wächst in einer ganz normalen Reihenhaussiedlug auf. Ihr kleiner Bruder bedeutet ihr viel. Und weil der Vater vorallem die Macht liebt und die Mutter eine Amöbe ist, muss sie selbst schauen, dass ihr Bruder nicht das Lächeln verliert.Das Mädchen ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Über Jahre wird ihr Leidensweg in einer Familie, die häuslicher Gewalt ausgesetzt ist, beschrieben. Auch wenn es eine schwer verdauliche Kost ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Genauso schwer fällt es mir, Worte zu finden, die es beschreiben.Es ist ein kleines Juwel und eine unbedingte Leseempfehlung, wenn man es aushalten kann...

timphilipp am 28.04.2020 18:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Nichts für Zartbesaitete

„Wunderschön und gleichzeitig furchterregend hässlich“ – mit solch einer gegensätzlichen Beschreibung des Buchs warten bekannte Kritiker in ihren Bewertungen auf Buchrücken und -innenseiten auf. Doch ist das überhaupt möglich angesichts der Thematik um einen sadistischen, gewalttätigen Familienvater? Meine Antwort lautet ja.Für die namenlos bleibende Ich-Erzählerin und ihren kleinen Bruder gehört Gewalt zum häuslichen Alltag. Ihr Vater ist ein brutaler Sadist, der außer fernsehen und Whisky den Rausch der Jagd liebt. Auf seine Kosten kommt er meistens zu Hause zu Lasten seiner Ehefrau, die als unscheinbare Amöbe beschrieben wird und schon lange resigniert hat. Das Mädchen setzt alles daran, damit wenigstens der Bruder sein Lächeln zurückgewinnt, das er durch ein traumatisches Erlebnis außerhalb der Familie verloren hat. Das Buch ist nichts für Zartbesaitete. Viele Passagen sind roh und unheimlich, seien es die Gewaltszenen zum Nachteil von Mensch und Tier oder die Beschreibungen der ausgestopften Jagdtrophäen im sog. Kadaverzimmer des Vaters. Doch genau so geht es ja leider viel zu oft im wirklichen Leben zu. Und das zu beschreiben ist der Autorin bestens gelungen. Genauso lobenswert ist, wie sie am Beispiel der jungen Erzählerin einen Hoffnung und Vorbild gebenden Ausweg aus der häuslichen Gewaltspirale aufzeigt. Das Mädchen will sich nämlich nicht in die Rolle der duldsamen Frau fügen und eignet sich wissbegierig naturwissenschaftliche Bildung an, was ihr erlauben soll, die häusliche Misere eines Tages zu verlassen.

petral. am 27.04.2020 17:04 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

keine Bilderbuchfamilie

"Das wirkliche Leben" von Adeline Dieudonné erzählt die Geschichte einer Familie, die für Außenstehende ganz normal und unauffällig wirkt. Doch in dem kleinen Reihenhaus am Waldrand spielt sich eine Tragödie ab. Der Vater, gewalttätig und grausam, interessiert sich nur für Alkohol, Fernsehen und die Jagd. Und er liebt es, die totale Macht über seine Familie zu haben. In regelmäßigen Abständen misshandelt er seine Frau . Die ist völlig verängstigt, lässt sich verprügeln, ohne auch nur einmal einen Hauch von Gegenwehr erkennen zu lassen. So etwas wie Gefühle, bringt sie eigentlich nur ihren Ziegen entgegen, um die sie sich hingebungsvoll kümmert, während sie ihre beiden Kinder kaum beachtet.Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive der Tochter, die zu Beginn 10 Jahre alt ist. Ihr Bruder Gilles ist 4 Jahre jünger und die beiden haben eine sehr enge Bindung zueinander und versuchen gemeinsam die Brutalität ihres Elternhauses zu überstehen und trotz der Trostlosigkeit ihres Zuhauses Spaß am Leben zu haben . Anfangs gelingt ihnen das auch noch einigermaßen, doch dann werden sie Zeuge eines schrecklichen Unfalls und nach diesem traumatischen Erlebnis ist nichts mehr wie es war, denn Gilles, der bisher immer ein kleiner Sonnenschein und sehr anhänglich war, zieht sich vollkommen zurück, spricht nicht mehr viel und wird sogar richtig gemein. Seine Schwester ist über die Verwandlung ihres geliebten Bruders entsetzt, besonders , als er auch noch anfängt, dem Vater immer ähnlicher zu werden und es genießt, Tiere zu quälen oder gemein zu Mutter und Schwester zu sein.Das Mädchen möchte einfach nur den schlimmen Unfall, an dem sie sich insgeheim die Schuld gibt, ungeschehen machen und ihren lieben , niedlichen Bruder zurück und dafür schmiedet sie einen ungewöhnlichen Plan.Inzwischen wird das Leben in der Familie aber immer schwieriger für sie, denn je älter sie wird, umso mehr zieht sie die Aufmerksamkeit ihres Vaters auf sich, der in ihr ein weiteres Opfer für seine Gewaltausbrüche sieht.Die Geschichte wird über 5 Jahre erzählt und man wird Zeuge, wie das kleine scheue Mädchen sich zu einer mutigen jungen Frau entwickelt, die versucht, sich und ihren Bruder zu retten.Eine leichte Lektüre ist das nicht und manche Textpassagen waren wirklich nur schwer auszuhalten . Der Vater machte mich unfassbar wütend, aber auch die Mutter, die so schwach ist, alles zu ertragen und nicht mal Hilfe von außen sucht, als sich die Gewalt ihres Mannes auch gegen die Tochter richtet und die anscheinend nicht mal bemerkt oder es nicht bemerken will, wie sich der Sohn zum Negativen verändert. Was für eine gruselige Familie und das Schlimme ist, dass es solche Familien leider wirklich gibt, in denen Kinder aufwachsen müssen, denen keiner hilft.Der Schluss war nicht ganz so, wie ich ihn mir erhofft hatte und für mich war die Geschichte leider auch noch nicht ganz auserzählt, ich hätte gerne noch erfahren, wie die Kinder das alles verkraftet haben und wie das Familienleben "danach" weiterging und wie sich vor allem Gilles weiterentwickelte. Aber trotzdem ein sehr lesenswertes Buch!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

EMMA
Für ihren märchenhaften Debütroman wurde die belgische Schauspielerin allein in Frankreich mit 14 Li...teraturpreisen ausgezeichnet. mehr weniger

ZDF
Welche Bücher haben es im Augenblick überhaupt geschafft, einen so in Bann zu ziehen, dass man tatsä...chlich mal für ein paar Stunden alles stehen und liegen lässt und einfach nur in einer Lektüre versinkt? Diesem Buch ist das gelungen. […] Es ist ein radikales Plädoyer, sich von der Angst nicht hetzen zu lassen. mehr weniger

Thea Dorn

Playboy
Eine umwerfende Coming-of-Age-Geschichte mit einem wilden Finale - ein verstörendes Vergnügen.

Günter Keil

SPIEGEL Bestseller
Etwas Stephen King, ein wenig Hitchcock und jede Menge Blut und Tod - und das alles in sanftem Ton e...rzählt. mehr weniger

WDR 5, Bücher
Dieser Roman ist unglaublich krass, von ungeheurer Sprachgewalt, es ist ein Thriller, eine Geschicht...e, die man gar nicht aus der Hand legen kann, allerdings, wenn man zart besaitet ist könnte es einem zu viel werden, also man muss schon ein bisschen dickeres Fell haben, um diesen Roman lesen zu können. Für mich ist es große Literatur. mehr weniger

Stefanie Stahl, 22.05.2021

NDR 1, Niedersachsen
Es kommt nicht so häufig vor, dass ich ein Buch mit angehaltenem Atem lese. Aber bei diesem Roman wa...r es so. mehr weniger

Julia Vogt, 08.04.2021

SRF
Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist ein sehr farbenprächtiger Comic.

Viktor Giacobbo, 22.12.2020

BRF
Das Überraschende an ›Das wirkliche Leben‹ ist seine überzeugende Mischung aus Märchen und Thriller,... aus Gesellschaftsroman und Horrorgeschichte. mehr weniger

Judith Peters, 01.07.2020

diepresse.com
Das Leben ist ein Dschungel, und die gefährlichsten Tiere leben in der eigenen Familie.

01.07.2020

Brigitte
Die Coming-of-Age-Geschichte eines Mädchens, das alles tut, damit ihr Bruder wenigstens sein Lachen ...bewahrt, haut einen um. mehr weniger

Angela Wittmann, 17.06.2020

3sat
Die Sozialanalyse in diesem Buch ist zwischen den Zeilen einfach brillant.

Barbara Vinken, 14.06.2020

3sat
Wenn ich nichts über das Buch und seine Autorin gewusst hätte, dann hätte ich garantiert gesagt, das...s ist wieder einmal ein typisches Beispiel der Meisterschaft des amerikanischen Erzählens – völlig falsch: die Frau ist Belgierin. mehr weniger

Gert Scobel, 14.06.2020

B5 aktuell
Es ist ein Debütroman von seltener Wucht.

Monika von Aufschnaiter, 05.06.2020

Für Sie
Geht unter die Haut

03.06.2020

MDR Kultur
Es ist die Stärke der Autorin Adeline Dieudonné: pointiert und temporeich erzählt sie in kurzen Kapi...teln vom Entkommen aus der Familienhölle. mehr weniger

Claudia Ingenhoven, 27.05.2020

rtl.de
Mit dramatischen Ereignissen, verpackt in ausdrucksstarke Worte, zieht einen die gewaltige Geschicht...e in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los. mehr weniger

15.05.2020

Hörzu
Adeline Dieudonné wird in Frankreich für ihren teils harten, sehr eindrücklichen Roman gefeiert. Völ...lig zu Recht. mehr weniger

11.05.2020

Die Presse am Sonntag
Die Geschichte ist so packend, die Spannung so unheilvoll, die Heldin so entschlossen, dass man dies...es Buch erst wieder aus der Hand legt, wenn man es fertig gelesen hat. mehr weniger

Doris Kraus, 10.05.2020

Buchreport
Adeline Dieudonné fesselt jetzt auch die deutschen Leser.

07.05.2020

Focus
Ein Buch wie ein wuchtiger Rocksong: knallend, präzise und sehr lange nachhallend.

02.05.2020

Spiegel Online
Gegen Ende ist im Roman zu lesen: ›Es heißt, dass die Stille, die auf Mozart folgt, immer noch Mozar...t ist.‹ Die Stille, die auf die Lektüre von Dieudonnés Buch folgt, ist Schockstarre. Ihr Roman ist wie ein Faustschlag, von dem man sich erst mal erholen muss. mehr weniger

Franziska Wolffheim, 29.04.2020

WDR 5
Der ganze Roman lebt von einer unglaublichen Spannung, die nicht grell daherkommt, sondern fast schl...eichend, von Seite zu Seite bedrohlicher wird. mehr weniger

Christine Westermann & Andreas Wallentin, 24.04.2020

Stern
Jeder Satz ein Treffer: Adeline Dieudonné zeigt in ihrem Debüt, wie man sich gegen das Unglück wehrt.... […] Eine wilde Geschichte, bei der jedes präzise platzierte Wort funkelt, jede Metapher sitzt. […] Die Wucht, mit der die Autorin schreibt, nährt sich aus der Angst, die die Terroranschläge von Brüssel bei ihr hinterließen. Die Energie, mit der sie die Sätze rausfeuert, lieferte die musik, die sie beim Schreiben hört: Death Metal. Die Leichtigkeit, mit der sie Animalisches und Zartes verbindet, macht den Zauber ihres Romans aus. mehr weniger

Kerstin Hellberg, 23.04.2020

BuchMarkt
Hier kann man viel über die Zwiespältigkeit menschlicher Anlagen und Verhaltensweisen nachdenken, we...nn man die überaus farbige und eigentlich tragische Geschichte verschlungen hat. mehr weniger

Ellen Pomikalko

Maxi
Dass sie beim Schreiben besonders gern energische Musik hört, ist spätestens spürbar, wenn die Handl...ung an Fahrt aufnimmt. mehr weniger

ahoi! norderney
Ein radikales Plädoyer gegen die Angst.

Literaturbloggerin und Autorin (›Das Licht ist hier viel heller‹)
Es ist erstaunlich, dass Adeline Dieudonné mit so zarten Worten von derart roher Gewalt erzählen kan...n. Ein verstörend brutales, gleichzeitig faszinierend sanftes Buch — ein Debüt, bei dem man von der ersten bis zur letzten Seite Gänsehaut hat. mehr weniger

Mareike Fallwickl

WDR 5
Dieser Roman ist unglaublich krass, von ungeheurer Sprachgewalt, es ist ein Thriller, eine Geschicht...e, die man gar nicht aus der Hand legen kann. mehr weniger

Stefanie Stahl, 14.08.2021

Echo Rosenheim
Überaus spannend und mitreißend geschrieben!

03.02.2021

SRF, Literaturclub
›Das wirkliche Leben‹ vom belgischen Shooting-Star Adeline Dieudonné schreibt vom Aufwachsen mit ein...em gewalttägigen Vater und der Unmöglichkeit, die Zeit zurückzudrehen. mehr weniger

22.12.2020

Ostfriesen-Zeitung
Die Autorin schildert genüsslich das Grauen des Alltags.

Marion Luppen, 05.12.2020

Hessische/Niedersächsische Allgemeine
Eine ganz großartige Vorstellung einer jungen, klugen und mutigen Frau. Unbedingt lesen, ein fantast...isches Debüt. mehr weniger

Heike Kahl, 05.10.2020

oliva Buchhandlung
Ein Buch wie ein Hammerschlag.

Michael Lehmann, 03.10.2020

Münchner Merkur
[Adeline Dieudonnés] unkonventionelle Geschichte eines Erwachsenwerdens in monströsem Umfeld ist vir...tuos erzählt und bleibt lange im Gedächtnis. mehr weniger

28.08.2020

morgenweb.de
Ein Roman, dessen mitunter düsterer Sog einen nicht mehr loslässt – bis am Ende das Licht sichtbar w...ird. mehr weniger

24.08.2020

Recklinghäuser Zeitung
Alles andere als leichte Kost – und doch ein literarisches Schmankerl, das seinesgleichen sucht.

18.08.2020

Bücher Magazin
Schmerzhafte, zarte Coming-of-Age-Novel, die zu Tränen rührt und erschütternd gut geschrieben ist.

01.08.2020

leselupe.de
Sie steigert mit ihren scharf beschriebenen Beobachtungen die Spannung bis zur Unerträglichkeit. Es ...stockt einem zuweilen fast der Atem. mehr weniger

Claudine Borries, 16.07.2020

Aachener Zeitung
›Das wirkliche Leben‹ ist ein spannendes, mitreißendes Buch gegen die Angst.

Madeleine Gullert, 15.07.2020

in-gl.de
Sie wollen ein Buch lesen, das Sie vollkommen gefangen nimmt, bei dem Sie alles um sich herum verges...sen? Dann ist dieser Roman genau richtig für Sie. Ein Wahnsinnsbuch. mehr weniger

Sylvia Jongebloed, 23.06.2020

Bündner Woche
Ein gewaltiger und brutaler wie auch überwältigend spannender Roman ausserhalb der Lesekomfortzone.

Martina Tonidandel, 10.06.2020

Steinmetz’sche Buchhandlung
Kraftvoll und schonungslos, übersetzt von Sina de Malafosse.

Lisa Schumacher, 09.06.2020

Buchhandlung Almut Schmidt
Für mich war es ein großartiger Lesespaß.

Hauke Harder, 04.06.2020

jastramkultur.blog
›Das wirkliche Leben‹ lohnt sich wirklich!

03.06.2020

morgenweb.de
[...] - ich habe selten ein Debüt gelesen, das mich mehr in seinen Bann gezogen hätte.

Barbara Breuner, 22.05.2020

Schwetzinger Zeitung
Adeline Dieudonné gelingt es, in ihrer eindringlichen Sprache von der ersten Seite an zu begeistern.

22.05.2020

Ludwigsburger Wochenblatt
Eindringlich erzählt die Autorin Adeline Dieudonné in ihrem Roman die Geschichte einer Tochter, die ...zur Gejagten wird. mehr weniger

07.05.2020

ekz bibliotheksservice
Dieudonné erzählt diesen Coming-of-Age-Roman so, dass er einen wie ein Fieber packt und erst wieder ...loslässt, wenn es zu Ende ist. mehr weniger

Fleur Hummel, 04.05.2020

denglers-buchkritik.de
Eine zarte und wilde Sprache, eine warmherzige, dramatische und traurige Geschichte, einmal angefang...en ist man im Flow und reitet diesen wilden Ritt bis zum Ende mit, das in einem großen Knall mündet! Eine Kindheit, eine Jugend, die einen durchrüttelt. mehr weniger

Alex Dengler, 27.04.2020