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Buch Demon Copperhead von Barbara Kingsolver und Text Schau nicht weg. Hier bin ich.
Buch Demon Copperhead von Barbara Kingsolver und Text Schau nicht weg. Hier bin ich.
»Als hätten die Coen-Brüder Dickens verfilmt.« The Times

Demon Copperhead

»Jeder weiß, dass alle, die in diese Welt geboren werden, von Anfang an gezeichnet sind – Gewinner wie Verlierer.«

Ein Trailer in den Wäldern Virginias, dem Land der Tabakfarmer und Schwarzbrenner, der Hillbilly-Cadillac-Stoßstangenaufkleber an rostigen Pickups. Hier kommt Demon Copperhead zur Welt – die Mutter ist noch ein Teenie und frisch auf Entzug, der Vater tot. Ein Junge mit kupferroten Haaren, großer Klappe und einem zähen Überlebenswillen, bei allem, was das Leben für ihn bereithält: Armut, Pflegefamilien, Drogensucht, erste Liebe und unermesslichen Verlust. Es ist seine Geschichte, erzählt in seinen Worten, unbekümmert, vorwitzig, von übersprudelnder Lebenskraft.

Ein mitreißender Roman über ein Leben auf Messers Schneide, in dem in jedem Moment Hoffnung aufscheint. 

Ein Triumph und ein großes Lesevergnügen: Der Millionenbestseller aus den USA, über ein Leben gegen alle Widerstände.

»Eine der großen virtuosen Sprachperfomances. Ein meisterhaftes Lehrstück.« Richard Powers

»Erzählkunst at its best.« Stephen King

»Ein ebenso komisches wie schmerzhaft-wahrhaftiges Buch.« Alena Schröder

»Zutiefst berührend, zutiefst lebendig.« Susanne Abel

Bibliografische Daten

EUR 12,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-44416-3
Erscheinungsdatum: 15.02.2024
1. Auflage
832 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren
Autor*innenporträt

Barbara Kingsolver

Barbara Kingsolver, 1955 geboren, hat Romane, Gedichte, Essays und ein Memoir verfasst, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, u. a. mit dem Pen/Faulkner Award, dem Orange Prize for Fiction, dem Women's Prize for Fiction und dem Pulitzer-Preis. Sie wurde mit der National Medal of Humanities geehrt und ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Aufgewachsen in Kentucky, lebt sie heute mit ihrer Familie auf einer Farm in Virginia.

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Übersetzer*innenporträt

Dirk van Gunsteren

Dirk van Gunsteren, ausgezeichnet mit dem Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis und dem Übersetzerpreis der Stadt München, übertrug u.a. Thomas Pynchon, John Dos Passos, George Saunders, Patricia Highsmith und Philip Roth ins Deutsche.

zur Übersetzer*innen Seite
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150 von 150 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.79 von 5 Sternen


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8 - 10 von 150 Leserstimme

lesefreude! am 27.02.2024 23:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Das Schicksal eines Kindes, das stellvertretend für eine ganze Generation und Region steht

Demon Copperhead hat es schon zu Beginn seines Lebens nicht leicht: sein Vater ist vor seiner Geburt gestorben, seine Mutter ist drogenabhängig. Sein weiteres Leben wird von diesem Schicksal geprägt sein. Er wird in unterschiedliche Pflegefamilien geschickt, die ihn nur wegen des Geldes oder seiner Arbeitskraft aufnehmen und erlebt so Hunger und Armut am eigenen Leibe. Bis er eines Tages auch noch in die Drogensucht rutscht. Schonungslos ehrlich erzählt Barbara Kingsolver von den brutalen Auswirkungen auf sein Leben. Seine Geschichte steht stellvertretend für eine ganze Generation, der man nachlässig Schmerzmittel verschrieben hat und die so unfreiwillig in die Drogensucht reingerutscht sind. Anhand der vielen gut recherchierten Details wird Kingsolvers intensive Beschäftigung mit der Opioidkrise deutlich.Demon Copperheads Geschichte ist in Kingsolvers Heimatregion, den Appalachen angesiedelt. Neben den schrecklichen Zuständen, die sie in den Blick nimmt, lernen wir auch ihre Einwohner, die Melungeons kennen.Kingsolver erzählt die Geschichte authentisch aus der Sicht eines Kindes und lässt durch die vielen Details die harte Realität deutlich werden. Die Themen, die Kingsolver thematisiert, sind stark in das Leben ihres Protagonisten Demon eingebettet und werden erst durch dessen Entwicklung begreifbar.Ein beeindruckender Roman, der einen noch lange danach zum Nachdenken anregt.

oneveganbooknerd am 27.02.2024 09:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Aufwachsen in einem kaputten System

Damon "Demon Copperhead" Fields wächst in Virginia bei seiner drogensüchtigen Mutter in einem Trailerpark auf. Damon muss viel zu früh den Part des verantwortungsvollen Erwachsenen übernehmen, sodass sich das Eltern-Kind-Verhältnis umdreht. Erste Erfahrungen mit Gewalt durch seinen neuen Stiefvater werden unterbrochen von der Wärme und Fürsorge seiner älteren Nachbarn, bei denen er zu erahnen beginnt, wie schön Familie sein kann.Nach einer Reihe unglücklicher Umstände fällt Demon (wie er sich ab diesem Moment nur noch nennt) in die staatliche Obhut und ein sicheres Zuhause liegt in ungreifbarer Nähe. Die einzige lebende Familienangehörige ist seine Großmutter Betsy. Demon macht sich auf die Suche nach seiner Großmutter, ohne zu wissen, ob diese überhaupt noch lebt.Die Leserschaft begleitet Demon auf seinem Weg von einer Pflegestelle zur anderen, wird Zeuge erster Verliebtheiten und vieler kleiner Chancen auf echte Perspektiven. Ich habe keine Ahnung, wie es Barbara Kingsolver geschafft hat, einem kleinen Jungen aus den Wäldern Virginias eine so echte und lebendige Stimme zu verleihen. Als Lesende*r kann man einfach nichts anderes tun, als sich ab der ersten Seite dem unheilvollen Lebensweg dieses unfassbar charismatischen Jungen hinzugeben.Demon Copperhead ist die Version von Charles Dickens "David Copperfield", hätte dieser zur Zeit der US-amerikanischen Opioidkrise gelebt und nicht im viktorianischen England. Ganz große Leseempfehlung!

q5helgi am 26.02.2024 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Ein tiefgehender Schmöker

Es ist schon eine Weile her, seitdem ich ein Buch gelesen habe, in dem der Schreibstil perfekt zu einem Erzähler passt, der ein Kind ist. Es wirkt sehr glaubhaft und hat eine kindische Sichtweise, die jedoch auf schmerzliche Weise Einblicke in die Gefühlswelt des Protagonisten bietet. Die Autorin schafft es sehr gut, Humor in diese düstere Thematik einzubauen, und diese gleichzeitig auf authentische und fesselnde Art zum Leben zu erwecken. Man fiebert mit der Hauptfigur mit, man kann nicht anders, als diesen Hauptcharakter zu mögen und für ihn die Daumen zu drücken. Über die 800 Seiten herrscht keinerlei Langeweile, keine Apathie und kein Wunsch, es möge bald zu Ende gehen. Eher das Gegenteil. Deshalb ist dieses Buch eine echte Empfehlung. Die vier Sterne sind vorläufig. Es könnten mit der Zeit auch fünf werden, je nach dem, wie sehr mich das Buch noch begleiten wird.

blomster78 am 26.02.2024 16:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Für die Überlebenden

Barbara Kingsolver sagte in einem Interview sie wolle über die Opioidepidemie der USA schreiben und über „ihre massiven Auswirkungen auf Kultur, Familien und Gemeinschaften…über diese Region, die Schaden genommen hat, und über die Kinder und Jugendlichen, die Schaden genommen haben.“ Genau das ist ihr gelungen und zwar auf eine intensive, bedrückende und sehr facettenreiche Art und Weise. Sprachlich detailliert und dennoch präzise, oft roh und damit lebensnah an ihren Figuren erzählt Demon seine eigene Lebensgeschichte ohne sie zu bewerten. Sprache und Inhalt passen so gut zueinander, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen.Die Geschichte hat mich innerhalb der ersten Seiten tief in ihren Bann gezogen und bis zur letzten Seite nicht mehr losgelassen. Zusammen mit Demon habe ich Unglaubliches erlebt und erfahren, viel gelitten, erstaunt die Augen aufgerissen, manchmal geweint oder laut aufgelacht. Bis zuletzt hatte ich Angst um ihn und sorgte mich, gab aber die Hoffnung niemals (ganz) auf… Nun muss ich ihn loslassen und frage mich: „Das war’s jetzt?“ - wie um alles in der Welt soll ich dieses scharfsinnige, epische Werk einfach so ins Regal stellen?Demon Copperhead ist ein ganz besonderes Buch, dem man mit Worten kaum gerecht werden kann, deshalb: Lesen!Den fast schon üblichen Verweis auf Charles Dickens „David Copperfield“ möchte ich hier übrigens bewusst nicht bemühen – mich persönlich hat der gesamte „Kosmos“ Demon Copperhead an den von mir sehr verehrten John Irving erinnert - zu dessen literarischen Vorbildern -und hier schließt sich der Kreis- auch Charles Dickens gehört.Das Cover punktet mit der Farbgebung, wird dem Inhalt aber gar nicht gerecht; hier hätte ich mir etwas anderes als einen Schriftzug gewünscht.

brauneye am 26.02.2024 16:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Bemerkenswerter Roman

Zum Inhalt:Demons Start in die Welt steht nicht gerade unter einem Glücksstern. Der Vater tot, die Teeniemutter frisch auf Entzug, geboren in einem Trailer im Wald. Aber er ist ein Junge mit großer Klappe und Überlebenswillen. Und er wird mit allem umgehen, was das Leben für ihn bereit hält wie Armut, Pflegefamilien, Drogensucht oder Verluste. Hier lesen wir seine Geschichte, die trotz des schwierigen Lebens eine ungeheure Kraft hat. Meine Meinung:Man möchte mit Demon wahrlich nicht tauschen, denn sein Leben ist nicht leicht, aber dennoch spürt man eine ungeheure Kraft, die dieser Junge, später Mann hat. Natürlich ist es irgendwie ein tragisches Leben, aber dennoch an vielen Stellen fast humorvoll erzählt, was ich bei der Buchbeschreibung wirklich nicht erwartet hatte. Ich hatte das Buch als Hörbuch und bin nicht undankbar darüber, denn so einen Schinken, sprich so viele Seiten, lasse ich mir dann gerne vorlesen. Ich fand das Buch auch gut gelesen und die Stimme angenehm.Fazit:Bemerkenswerter Roman

hell.mani.books am 25.02.2024 23:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Was für Schicksale

Ich bin bei weitem noch nicht fertig mit diesem 800 Seiten Klopper und trotzdem kann ich bereits sagen, dass das Buch auf jeden Fall eins meiner Highlights dieses Jahr wird. Die Übersetzung des Pulitzer Preis 2023 Gewinners sitzt pointiert und kreuzt einfache Sprache mit jugendlichem Gemüt. Demon hat es wirklich alles andere als leicht im Leben und trotzdem erzählt er seine Lebensgeschichte mit einer Leichtigkeit, die man kaum toppen kann. Die Schicksalsschläge, die ihm widerfahren kann man kaum glauben und trotzdem freue ich mich jeden Abend wieder, wie der kleine Junge im Grundschulalter die nächste Hürde, die ihm im Weg steht meistert.Das Leben in den Trailerparks von Appalachia kann man sich bildlich vorstellen. Besonders anschaulich war auch das vorgestellte Interview mit der Autorin. Ich bin gespannt, was diesem lebensfreudigen, kreativen Jungen noch passiert!

striesener am 25.02.2024 20:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührender Roman

In diesem wunderbaren Roman erzählt Barbara Kingsolver die Geschichte von Demon Copperhead, einem Jungen der in der ärmsten Gegend von Virginia zur Welt kommt. Sein Vater ist tot, die Mutter auf Entzug. So erwartet den Jungen ein Leben in Armut, Pflegefamilien und Drogensucht. Er bewältigt dieses Leben mit eisernem Durchhaltewillen.Dieser Roman ist wirklich beeindruckend. Die Geschichte, aus der Sicht des Jungen erzählt, ist traurig und komisch zugleich. Der 800 Seiten-Wälzer ist aus meiner Sicht keine Seite zu lang und am Schluss der Geschichte würde man gerne noch weiterlesen. Die Sprache ist beeindruckend, die Geschichte fesselnd und das Buch wirklich große Literatur. Für mich jetzt schon das Buch des Jahres. Wenn Sie nur ein Buch in diesem Jahr lesen möchten, wählen Sie dieses. Es lohnt sich wirklich. Ich freue mich schon auf weitere Romane dieser Autorin.

dorli am 25.02.2024 14:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Eine berührende Geschichte, die großartig erzählt wird.

Damon Fields wird in einem Trailer in den Wäldern West Virginias geboren. Im Lee County, das zu den ärmsten Provinzen der USA gehört. Schon der Start ins Leben war für den Jungen nicht einfach, seine drogensüchtige Teenie-Mutter war - wie er selbst es nennt - „nicht ganz da“, sein Vater schon einige Zeit tot. Eine aufmerksame Nachbarin ist zum Glück zur rechten Zeit am rechten Ort.Der Lebensweg, den Barbara Kingsolver für ihren Protagonisten vorgesehen hat, besteht eigentlich nur aus Hindernissen und ist von Schicksalsschlägen geprägt. Der Junge, der wegen seiner kupferroten Haare Demon Copperhead genannt wird, erlebt all das, was ein Heranwachsender eigentlich nicht erleben sollte: Armut, eine Odyssee durch Pflegefamilien, Drogen, Ausbeutung, Vernachlässigung und Gewalt. Man sollte meinen, dass jemand, der wie Damon eigentlich keine Perspektive hat, an seinem Schicksal zerbricht, doch Damon ist ein Stehaufmännchen. Kraft dafür schöpft er sowohl aus der tiefen Verbundenheit mit seiner Heimat, seinen Leuten und der Natur wie auch aus seinem Talent als Comiczeichner, so dass es egal scheint, wie tief und finster das Tal ist, das er gerade durchschreiten muss, da ist immer ein Hoffnungsschimmer, dass es irgendwie weitergeht…Barbara Kingsolver lässt Damon seine Geschichte selbst erzählen. Mit Worten, die oft sehr direkt und auch derb sind, aber eben auch zu ihm passen. Worte, die mich trotz aller Tragik gut unterhalten haben. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, wie man eine so traurige, herzzerreißende Geschichte mit so viel Witz in der Stimme erzählen kann. Ich habe diesem klugen Jungen gerne zugehört. Man spürt, dass er die raue Welt, in die er hineingeboren wurde, verstanden hat. Barbara Kingsolver wollte eine Geschichte über ihre Heimat schreiben und damit die appalachische Lebenswelt verständlich machen. Sie wollte sowohl die positiven wie die negativen Seiten der Gemeinschaft in Appalachia aufzeigen, vor allen Dingen aber auf die zahlreichen Missstände aufmerksam machen und damit denen Gehör verschaffen, die selbst nicht dazu in der Lage sind. Das ist ihr in beeindruckender Weise gelungen. Damons Geschichte zu lesen hat sich für mich angefühlt, als hätte er mich an die Hand genommen und gesagt: „Komm, ich zeige dir mal, was in meiner wunderbaren Heimat los ist, was hier verdammt noch mal alles nicht richtig läuft.“ Und es läuft vieles nicht richtig.Demon Copperhead steht als Sinnbild für eine Generation, der von Anfang an nur Steine in den Weg gelegt wurden - verwaiste Kinder und Jugendliche, die von den verheerenden Auswirkungen der Opioidkrise niedergedrückt und von Armut und dem Stigma Hillbilly ausgebremst werden, die mit mangelnder Schulbildung und einem miserablen Pflege- und Gesundheitssystem zu kämpfen haben, die sich nur selten aus eigener Kraft aufrappeln können und so oft nicht in der Lage sind, dem Unbill des Lebens die Stirn bieten. Eine ewige Abwärtsspirale. Barbara Kingsolver hat sich von Charles Dickens und seinen leidenschaftlichen Romanen inspirieren lassen. David Copperfield stand Pate für Demon Copperhead. Die Autorin hat trotz aller Parallelen mit ihrer Geschichte allerdings etwas geschaffen, das durchaus für sich allein stehen kann.„Demon Copperhead“ hat mir sehr gut gefallen - ein Roman, der mich realitätsnah miterleben lassen hat, was es heißt, ein Leben zwischen Albtraum und Chancen zu leben. Eine fesselnd erzählte, berührende Geschichte, die lange nachklingt. Absolute Leseempfehlung!

mk262 am 24.02.2024 10:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Alle Achtung!

Die Autorin hat hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet ein Buch das ich einer solchen Schreibweise noch nie gelesen habe. Von den Appalachen haben ich schon einiges gehört, ist nicht gerade die beste Wohngegend in den USA aber auch solche Landesabschnitte muss es geben. Bei uns würden die Leute von dort als Kohlen, Minenarbeiter oder Hinterwäldler bezeichnet werden. Eben schlechter gestellt als die anderen Menschen. Arbeiter aber die braucht jedes Land. Kein Wunder das solche Menschen dann ganz schnell ins Abseitsrutschen und auch dem Alkohol und anderen Drogen verbundener sind. Die Trailer haben wir auch schon gesehen aber nur in Florida. Nicht immer eine tolle Situation aber besser wie in einem Karton zu wohnen. Der Demon kommt unter schlechten Voraussetzungen zur Welt. Sein Vater ist schon verstorben und seine Mutter selber noch jung und frisch aus dem Entzug gekommen. Zum Glück hat er eine Nachbarschaft die ihn aufnimmt und sich um ihn kümmert. Als seine Mutter stirbt beginnt für ihn die ungute Geschichte der Pflegefamilien. Er schlägt sich durch und immer wenn es bisschen positiver läuft kommt der nächste Rückschlag und auch er verfällt den Mendikanten um sich zu betäuben. Hier bekommt ihr das ganze Leben von Demon Copperhead unverblümt zu lesen.

kati_lx am 23.02.2024 00:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Kampfgeist in den Wäldern Virginias: Eine ehrliche Rezension zu „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver

Barbara Kingsolvers "Demon Copperhead" führt die Leser in die Tiefen der Wälder Virginias, in eine Welt von Armut, Drogen und unermesslichem Verlust. Der Klappentext verspricht eine mitreißende Geschichte über das Leben auf Messers Schneide, erzählt aus der Perspektive des Protagonisten Demon, einem gefallenen Helden, der trotz aller Schicksalsschläge immer wieder aufsteht und kämpft.Das Buch erinnert in seiner Intensität und Unverblümtheit an Klassiker wie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, nur dass die Handlung hier in den 90er Jahren in Virginia angesiedelt ist. Demon, mit seinen kupferroten Haaren und seinem zähen Überlebenswillen, fasziniert und erschüttert zugleich.Kingsolver nimmt sich viel Zeit, um Demons Geschichte zu erzählen, und das merkt man den knapp 830 Seiten an. Die ausführlichen Beschreibungen können mitunter einen langen Atem erfordern, doch gleichzeitig ermöglichen sie einen tiefen Einblick in Demons Welt und seine Gedankenwelt.Eine der Stärken des Romans liegt in der authentischen Darstellung von Drogen und den Gefahren, die sie mit sich bringen. Kingsolver scheut sich nicht davor, die düsteren Seiten der Drogensucht und die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen zu zeigen. Dabei wird deutlich, dass auch vermeintlich ungefährliche Medikamente ihre eigenen Risiken bergen.Das Leben, das Demon führt, wirkt oft ungerecht und hart. Doch gerade das macht die Geschichte so realistisch und ergreifend. Man fühlt mit Demon und den anderen Figuren, leidet mit ihnen und hofft auf ein besseres Morgen.Besonders beeindruckend fand ich die Erzählweise des Romans. Kingsolver verzichtet auf Beschönigungen und präsentiert Demons Geschichte in einer rohen und ehrlichen Sprache, die unter die Haut geht.Leider kann das Cover des Buches nicht mit der Intensität der Geschichte mithalten. Es wirkt eher nichtssagend und wenig ansprechend, was schade ist, da potenzielle Leser so möglicherweise abgeschreckt werden könnten.Insgesamt ist „Demon Copperhead“ von Barbara Kingsolver ein packender und eindringlicher Roman über das Leben am Rande der Gesellschaft. Trotz einiger Längen und einem unscheinbaren Cover lohnt es sich, sich auf die Geschichte von Demon einzulassen und gemeinsam mit ihm durch die Höhen und Tiefen des Lebens zu gehen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Deutschlandfunk Kultur, Studio 9
Demon Copperhead ist ein praller, von Dirk van Gunsteren großartig übersetzter Roman, der vom unvers...chuldeten Elend und vom Überlebenswillen erzählt, ein Roman über Freundschaft, Verrat, Hochstapelei, Rassismus und nicht zuletzt die Liebe. mehr weniger

Rainer Moritz, 15.02.2024

Stern
Kingsolvers Roman, für den sie den Pulitzer-Preis für Belletristik erhielt, ist trotz seiner Länge v...on mehr als 800 Seiten konstant fesselnd, so witzig wie erschütternd. Man teilt mit Demon Schmerzen und Einsamkeit, aber auch Mikroglücksmomente, wie in ein Erdnussbuttersandwich zu beißen oder einem Lächeln zu verfallen. mehr weniger

Jana Felgenhauer, 15.02.2024

Brigitte
Warum die aufrüttelnde Geschichte eines Waisenjungen aus Kentucky lesen? Weil sie uns soviel versteh...en lässt: Was Kinder stark macht, wie Sucht entsteht und warum Amerika so kaputt ist - aber auch, wie Hoffnung geht. mehr weniger

Katja Nele Bode, 14.02.2024

Zitat
Zutiefst berührend, zutiefst lebendig.

Susanne Abel, 01.11.2023

Zitat
Ein ebenso komisches wie schmerzhaft-wahrhaftiges Buch: Demon Copperhead ist der perfekte Held für a...lle, die der Kälte der Welt ihren Witz und ihr großes Herz entgegenstellen. mehr weniger

Alena Schröder, 01.11.2023

Stuttgarter Zeitung
Ja, es gibt Drogen, die glücklich machen und nicht den Verstand kosten. Dieses Buch ist eine davon.

Stefan Kister, 28.08.2024

Süddeutsche Zeitung
Ein sozialkritischer, unterhaltsamer, im allerbesten Sinne des Wortes grandioser Schmöker.

Harald Hordych, 24.07.2024

WDR 3
Das Buch ist wirklich fantastisch. Es hat mich von Anfang an reingesogen. Die Sprache ist total beei...ndruckend. (…) Kann ich jedem nur empfehlen. mehr weniger

Jörg Hartmann, 08.06.2024

Playboy
Kingsolver schickt ihre Hauptfigur Demon auf eine atemberaubende Achterbahnfahrt. 864 Seiten voller ...Drama und übersprudelnder Lebenskraft. Da mitreißendste Werk der US-Literatur seit Jahren. mehr weniger

01.05.2024

Trierischer Volksfreund
Demon Copperhead‹ ist, das kann man ohne Übertreibung sagen, eines der literarischen – womöglich das... literarische Ereignis des Jahres. mehr weniger

16.04.2024

Emotion
Hier kommt ein Pageturner, gefühlssatt, und für mich schon jetzt eines der Bücher des Jahres. (…) 83...4 Seiten voller Witz, Leidenschaft und Leid, (…) voller Drama, Durchhaltekraft und Wut, voller Lebenswillen, unbedingt und unbändig. (…) Ganz groß! mehr weniger

Silvi Feist, 01.04.2024

flow
Ein großes Lesevergnügen.

01.04.2024

Penthouse
Schrecklich schön.

01.04.2024

Schnüss - Das Bonner Stadtmagazin
Man hat Barbara Kingsolvers Roman eine Sensation genannt – und ja: Er ist eine.

Gitta List, 01.04.2024

rbb radioeins
Großartig geschrieben. Ein Wahnsinnsbuch!

Marie Kaiser, 28.03.2024

krone.at
All der Schmerz, die Ungerechtigkeit wären wahrscheinlich unerträglich, würde einen dieser liebenswe...rte Demon nicht mit seiner ungebrochenen Widerstandskraft so in seinen Bann ziehen. Mit Empathie und Unmenschlichkeit zum Trotz , die er erfahren muss. mehr weniger

Franziska Trost, 26.03.2024

Sonntag Express
Was für ein Roman! Was für ein großes Stück Literatur! Was für ein Geschenk!

Christof Ernst, 24.03.2024

Rolling Stone
Mit seinen unvergesslichen Bildern vom Elend der Moderne hat Demon Copperhead schon jetzt Klassiker...potenzial. mehr weniger

01.03.2024

Glamour
Ehrlich, traurig und immer hoffnungsvoll. DAS Buch im Frühjahr von Pulitzerpreis-Gewinnerin Kingsolv...er. mehr weniger

01.03.2024

Für Sie
Hinreißend, mutig und in den USA jetzt schon der Roman des Jahres.

28.02.2024

Gala
Grandiose Neuerzählung von Charles Dickens' Klassiker "David Copperfield".

22.02.2024

SUPERillu
Unbekümmert, vorwitzig, voller Lebenskraft.

22.02.2024

Freundin
Ein Buch, das man nicht vergisst.

21.02.2024

Hamburger Abendblatt
Wegen solcher Bücher liebt man das Lesen.

Thomas Andre, 21.02.2024

Sonntags Blick magazin
Trotz düsterer Perspektive sprudelt dieses Buch vor Lebensfreude.

18.02.2024

Kleine Zeitung
Ein ergreifendes, einzigartiges Werk, das lange nachhallt.

Bernd Melichar, 17.02.2024

Die Zeit
Ob dieser Junge es schafft? Eine Antwort auf diese Frage lautet: So flott und kräftig muss eine Auto...rin, und sei’s mit einem berühmten englischen Paten an der Seite, erst einmal 800 Seiten schreiben können, dass Leser von dieser Frage gepackt werden. mehr weniger

Eberhard Rathgeb, 15.02.2024

Der Freitag
Dieser wahrhaftige und bedrückende Roman handelt von den Verlusten, die man im Leben erleiden kann. ...Demon Copperhead gibt den abgeschriebenen Habenichtsen Amerikas Würde und Menschlichkeit zurück, indem er über den Schmerz spricht, den sie täglich empfinden. mehr weniger

Thomas Hummitzsch, 15.02.2024

schreiblust-leselust.de
Demon Copperhead von Barbara Kingsolver geht zu Herzen, reißt mit, wühlt auf. Und ist Literatur im b...esten Sinn. (...) Bitte unbedingt lesen! mehr weniger

Sabine Süder, 15.02.2024

Next Book Please - der Podcast von Literaturhaus Hamburg & Hamburger Abendblatt
Ein praller, glorreicher Roman über Amerika.

14.02.2024

Die Presse
800 Seiten sollen niemanden abschrecken, ›Demon Copperhead‹ ist ein Pageturner.

Bettina Steiner, 14.02.2024

Zitat
Selten habe ich so sehr mit einem Helden mitgefiebert, ihm die Daumen gedrückt, seinetwegen nachts w...achgelegen und mich mit ihm über seine Erfolge gefreut. Demon Copperhead hat mich daran erinnert, dass es sich im Leben immer lohnt zu kämpfen, mit jeder Faser und ganzem Herzen, ganz egal wie mies die Startposition ist! mehr weniger

Anika Decker, 12.02.2024

Kleine Zeitung
Mitreißend und wortgewaltig!

06.01.2024