Wie viel ist ein Menschenleben wert, wenn die Welt in Trümmern liegt? Der erste Fall für Kriminalinspektor Max Heller – jetzt im Taschenbuch.
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Der Angstmann
Dresden im November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den immer bedrohlicher werdenden Kriegsumständen ‒ da wird die grausam zugerichtete Leiche einer Krankenschwester gefunden. Schnell heißt es: Das war der Angstmann, der nachts durch die Stadt schleicht. Kriminalinspektor Max Heller hat bei der fieberhaften Suche nach dem Täter mit dem Kriegschaos zu kämpfen – aber auch mit seinem linientreuen Vorgesetzten. Und die Hoffnung, der Frauenmörder sei bei dem katastrophalen Bombenangriff im Februar 1945 umgekommen, zerschlägt sich..
Bibliografische Daten
3. Auflage
Frank Goldammer
Frank Goldammer, geboren 1975, ist Handwerksmeister und Autor. Bekannt wurde er mit seiner historischen Krimi-Bestsellerreihe über Kommissar Max Heller. Goldammer lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.
10 - 10 von 101 Leserstimme
Spannender historischer Kriminalroman
Dresden 1944: Zwei Jungen finden eine grausam zugerichtete Frauenleiche in einem Ruderhaus. Kriminalinspektor Max Heller wird mit den Ermittlungen betraut. Die verlaufen allerdings alles andere als reibungslos. Denn fähige Mitarbeiter werden an die Front gerufen und sein linientreuer Vorgesetzter drängt darauf, dass Heller den Fall schnell abschließt und zu dem Ergebnis kommt, dass ein Durchreisender der Täter war. Heller glaubt allerdings nicht daran und folgt, zum großen Ärger seines Chefs, weiteren Spuren. Schon bald wird die nächste Frauenleiche gefunden und das Gerücht, dass der Angstmann umgeht, macht die Runde....Der Einstieg in den Kriminalroman gelingt mühelos. Denn Frank Goldammer sorgt von Anfang an dafür, dass man sich stets bewusst ist, in welcher Zeit sich die Handlung zuträgt. Die Hintergrundkulisse erwacht zum Leben, da man die Kälte, den Hunger und die Gefahr, wem man in dieser Zeit überhaupt noch trauen kann, zwischen den Zeilen spüren kann. Da Max Heller kein Anhänger Hitlers ist, schwebt er immer in Gefahr, von seinem Vorgesetzten angezeigt und aus dem Verkehr gezogen zu werden. Die Atmosphäre wirkt dadurch bedrohlich und beklemmend.Der Fall selbst startet eher gemächlich. Im ersten Teil des Buchs tritt die Spannung sogar ein wenig auf der Stelle. Die Geschichte ist zwar durchgehend interessant, doch echte Spannung will sich nicht so richtig einstellen. Das ändert sich im zweiten Teil der Erzählung allerdings komplett, denn dann überschlagen sich die Ereignisse und sorgen dafür, dass man das Buch nur noch ungern aus der Hand legen mag. Ich habe mich beim Lesen dieses Krimis sehr gut unterhalten. Im ersten Teil hätte ich mir zwar ein wenig mehr Spannung gewünscht, doch dafür wurde ich dann in der zweiten Hälfte großzügig entschädigt. Die düstere und bedrohliche Stimmung hat außerdem dafür gesorgt, dass das Buch sehr authentisch auf mich wirkte. Ich vergebe deshalb vier von fünf Bewertungssternen und freue mich schon auf den nächsten Fall von Max Heller.
Bestialische Morde in Dresden gegen Ende des Zweiten Weltkrieges
Dresden, November 1944. Kommissar Heller ermittelt im Fall einer bestialisch in einem Bootshaus ermordeten Frau. Seinem Vorgesetzten Klepp ist er ein Dorn im Auge, weil er kein Parteimitglied ist und aufgrund einer Verletzung im Ersten Weltkrieg auch nicht zum Frontdienst einberufen wurde. Die schnelle Lösung des Vorgesetzten, dass es der jüdische Ex-Mann der Frau war, mag Heller nicht glauben. Und richtig, kurze Zeit später gibt es eine zweite Frauenleiche. Doch die Ermittlungen sind nicht einfach, offiziell gibt es keine Pathologen mehr im Krankenhaus, das sichtlich überlastet ist mit den Flüchtlingen aus Schlesien. Doch Heller lässt sich nicht von seinen Ermittlungen abbringen und findet doch noch einen Arzt, der die Leichen für ihn untersucht.Der zweite Teil des Buches spielt direkt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges; Dresden ist nun unter russischer Besatzung.Diese Zweiteilung hat mir sehr gefallen, weil der Leser so nebenbei auch viel über den Alltag am Ende des Krieges, aber auch direkt nach dem Krieg erfährt. Diese Informationen sind gut in die Geschichte des Falles eingebunden. Allerdings leidet manchmal der Krimiaspekt ein wenig unter den Beschreibungen des Alltags mit seinen Entbehrungen.Heller setzt sich auch in Zeiten des Krieges für die Menschlichkeit ein; auch hier zählt jedes Menschenleben und die bestialischen Morde sind nicht mit den Kriegsopfern zu vergleichen.Das Ende kam für mich nicht ganz unerwartet, passt aber zum Aufbau der Geschichte. Ich bin gespannt, ob es weitere Fälle geben wird.
Lesbar
Ein Krimi zu Zeiten des zweiten Weltkriegs – „Das ist mal was Neues“ dachte ich mir und war gespannt. Fesselnd sollte er sein, wie die Beschreibung versprach.Nun ja, wirklich fesselnd kann ich so nicht „abnicken“...Spannend schon, ja, aber doch mit einigen Längen, zumindestens ist das mein natürlich rein subjektiver Eindruck.KlappentextDresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Ruinen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ... Ich hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht, die für mich leider auch merklich abflachte an einigen Stellen, doch es ist und bleibt natürlich auch ein Kriminalroman und kein Thriller, von daher werde ich dafür auch keine Punkte/Sterne abziehen.In der zweiten Hälfte des Buches zog die Spannung für mich deutlich an, da machte das Lesen dann schon mehr Spass und ich blieb lieber „am Ball“ als vorher.Man merkt deutlich, dass der Autor sich viel Mühe bei der Recherche gemacht hat, alles wirkt sehr gut fundiert (ich kenne mich jetzt auch nicht gut genug aus, um das exakt zu beurteilen) und handfest. Glaubwürdig eben.
Solider Kriminalroman
Frank Goldammers „Der Angstmann“ spielt in Dresden zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, 1944. Das ist für mich der erste Krimi, der in der Vergangenheit spielt, Neuland also und ich war total gespannt, ob mir das nun gefällt oder ich eher Probleme damit habe, mich gedanklich in diese Zeit zu versetzen; ob mir der hier halt vorhandene historische Aspekt eher zusagt oder eben vielleicht auch nicht...Durch den eingängigen Schreibstil sowie die deutlich guten Recherchen kam ich gut in die Geschichte hinein. Ich konnte flüssig lesen, auch wenn die Zeit und die geschilderten Ereignisse nicht so locker zu nehmen sind natürlich. Ich meinte damit auch nur, dass ich keine großen „Längen“ ausgemacht habe und mein Lesefluss nicht unterbrochen wurde.Spannungstechnisch kann man sagen, dass die Geschichte krimitypisch die Spannung langsamer aufbaut, als es ein Thriller im Allgemeinen tut, aber das passt hier auch sehr gut zur Zeit, in der alles spielt.Auch wenn das natürlich nicht zur eigentlichen Rezension gehört: By the way noch meinen Respekt für Herrn Goldammer, dass er als alleinziehender Vater noch zum Schreiben kommt. Viel Zeit kann er dafür ja eigentlich nicht haben... Und zumindestens was den „Angstmann“ angeht, finde ich das Resultat wirklich gelungen (seine drei Regionalkrimis über Dresden kenne ich bislang leider noch nicht).
Wahnsinnig faszinierender und spannender Krimi
Kriminalinspektor Max Heller verrichtet in Dresden im November 1944 seinen Dienst und wird zu einer brutal zugerichteten Frauenleiche gerufen, die Kinder gefunden haben. Ein Gerücht, was herumgeht, erzählt von dem Angstmann, den selbst Hellers Frau glaubt gehört zu haben. Privat zittern Max Heller und seine Frau, die er sehr liebt, um ihre beiden Söhne, die als Soldaten an der Front kämpfen. Da Max Heller nicht Parteimitglied ist, wird er von seinem neuen Vorgesetzten, der ehemals Schlachter war und eine Karriere als Nazi gemacht hat, mit Argusaugen beobachtet. Heller weiß nicht mehr wem er trauen kann. In diesem Buch wird anhand des Kriminalfalls, der sehr spannend ist, auch ein Stück der deutschen Geschichte erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Ich habe einen guten Einblick in das Leben von damals bekommen und die Darstellungen und Erlebnisse Hellers über die Angriffe und den Alltag haben mich erschaudern lassen. Ein ganz tolles Buch und eine klare Leseempfehlung.
Spannender Krimi vor historischer Kulisse
Dresden – November 1944. Kriminalinspektor Max Heller wird zu einer furchtbar zugerichteten Frauenleiche gerufen. Zwei Jungen hatten sie in einem alten Ruderhaus an der Elbe gefunden. Sein Vorgesetzter SS Obersturmbannführer Rudolf Klapp, der nie bei der Polizei gewesen war, sieht das Ganze als Tat eines Durchreisenden an. Doch Heller will der Sache auf den Grund gehen, er ist dabei ziemlich auf sich allein gestellt, da die meisten seiner Kollegen an die Front beordert worden sind. Das Opfer wird schnell als die Krankenschwester Klara Bellmann identifiziert. In der Bevölkerung tauchen erste Gerüchte über den Angstmann auf, der bei Bombenalarm umherstreift. Heller gibt nichts auf das Gerede, aber sein Suche bleibt erfolglos. Als im Februar 1945 Dresden durch den Bombenhagel den Erdboden gleichgemacht wird, hält man den Mörder für tot.Mir hat das Buch gut gefallen. Die Stimmung der damaligen Zeit hat der Autor gut herausgearbeitet, so dass man nicht nur über einen spannenden Fall liest, sondern auch viel über den verfallenden Nationalsozialismus in den letzten Kriegsmonaten erfährt. Man sieht die Flüchtlingsströme, die in Dresden verzweifelt Quartier suchen, spürt die Ängste der Menschen, ihre nicht enden wollende Suche nach Lebensmitteln. Der Schlaf wird durch Bombenalarm unterbrochen, das Greifen nach den immer gepackten Taschen und anschließend das Warten auf Entwarnung im Luftschutzkeller. Für mich fühlte es sich sehr authentisch an.Meine Erwartungen an dem Kriminalroman wurden erfüllt. Die Suche nach dem Angstmann fand ich neben der historischen Kulisse spannend, da es am Ende noch einige Überraschungen für mich gab.
Wer ist der "Angstmann", der Dresden in Angst und Schrecken versetzt?
Frank Goldammer entführt seine Leser in das Dresden von 1944, in eine Zeit, in der jeder sich selbst der Nächste ist, jeder jedem misstraut und die geprägt ist von Durchhalteparolen. In diesem düsteren Umfeld wird die verstümmelte Leiche der Krankenschwester Klara von zwei Kindern gefunden. Verstört erzählen sie vom „Angstmann“ und von tierischen Lauten. Kriminalinspektor Max Heller soll den Fall möglichst schnell lösen, doch seine Recherchen im Krankenhaus bringen ihn nicht weiter. Sein Vorgesetzter Rudolf Klepp, ein ehemaliger Fleischhauer und SS-Mitglied, spielt eine recht undurchsichtige Rolle. Heller, kein Parteigänger, ist auf sich allein gestellt. Immer in Gefahr, selbst in die Mühlen der Gestapo zu geraten, weiß er nicht, wem er noch trauen darf, daher agiert er äußerst vorsichtig und wagt Alleingänge. Als dann eine weitere Tote gefunden wird, machen sofort neue Gerüchte die Runde. In der Nacht vom 13. Februar 1945 scheint er dem Mörder tatsächlich dicht auf den Fersen zu sein, da macht ihm der Angriff der RAF-Bomber, der Dresden in Schutt und Asche legt, einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Der mutmaßliche Mörder entkommt und das Morden geht weiter. Selbst als die Russen in Dresden die Macht übernehmen, gibt Max Heller nicht auf und ermittelt weiter. Mit Hilfe der Russen kommt er dann einigem auf die Spur, das einen Teil der Grausamkeiten der Naziherrschaft aufdeckt. Beklemmend ist die Darstellung des historischen Umfelds. Das Misstrauen der Menschen, die gleichzeitige Begeisterung von einigen wenigen Unverbesserlichen für das Regime, die Hoffnung auf die Wunderwaffen, obwohl zu dieser Zeit der Krieg längst verloren ist, der tägliche Kampf ums Überleben. Ich konnte die Sirenen förmlich heulen hören, spürte den Einschlag der Bomben und die infernalische Feuersbrunst hautnah miterleben. Möglicherweise liegt es auch daran, dass ich schon mehrere Bücher zu diesem Thema gelesen habe.Ich finde den Debüt-Krimi des Autors außerordentlich packend. Der Schreibstil ist sachlich und dennoch eindringlich. Goldammer gelingt es, die Kriegsgräuel einzufangen ohne sensationslüstern zu wirken.Heller mag reserviert wirken, doch dies ist einfach der Angst geschuldet, selbst in die Fänge des Nazi-Terrors zu geraten. Ich halte ihn nicht für distanziert, sonst würde er sich nicht solche Mühe geben, die Morde aufzuklären.Interessant ist der Ansatz Hellers, trotz der Auflösung der Staatsgewalt, zumindest diesen Mordopfern Genugtuung angedeihen zu lassen. Die vielen Kriegsopfern und Toten des Regimes können sie nicht erfahren.
ein gelungener Auftakt
Im November 1944 wird in Dresden eine schlimm zugerichtete Frauenleiche gefunden. Die Leute erzählen, dass der "Angstmann" umgeht. Kriminalinspektor Heller versucht, den Mörder der Frau zu finden. Dies ist nicht einfach, da durch den Krieg vieles fehlt. Daneben wird Heller auch noch von seinem Vorgesetzten bei seine Ermittlungen ausgebremst. Als dann am 13.02.1945 ein Bombenhagel die Stadt trifft, nimmt Heller an, dass auch der Angstmann verschwunden ist. Doch er hat sich getäuscht ...Meine Meinung:Bei dieser Geschichte handelt es sich um den ersten Fall für Kriminalinspektor Max Heller.Ich mochte Heller, auch wenn er irgendwie etwas distanziert blieb. Das hat auch mit seiner zurückhaltenden Art zu tun. Man merkt, dass es für ihn nicht leicht ist, in diesen Kriegszeiten zu ermitteln. Er ist kein Nazi und auch in keiner Partei. Schon allein dieser Aspekt macht ihn für die anderen verdächtig. Heller muss vorsichtig sein, da er nie weiß, wem er trauen kann und wem nicht. Außerdem fehlen der Polizei Leute wie auch Ausrüstung. Einen Mörder zu finden, ist für Heller daher nicht leicht.Der Fall ist grundsätzlich schon spannend angelegt. Der Angstmann verbreitet aufgrund seines Auftretens und seiner Grausamkeit Angst und Schrecken. Doch gesehen hat ihn niemand. Einen Verdacht, wer dahinter stecken könnte, hatte ich bereits. Doch auf die gesamte Auflösung bin ich nicht gekommen. Es war mir hier aber fast ein bisschen zuviel.Da die Geschichte 1944/45 spielt, bekommt man auch einen Einblick, wie der Krieg sich auf das Leben der Menschen auswirkte. Diese Beschreibungen waren sehr eindrücklich und anschaulich beschrieben. Die vielen Flüchtlinge, schlimme Krankheiten, das fehlende Essen, die ständigen Bombenalarme, die die Menschen zermürben und auch der Mangel an Ärzten, Verbandszeug usw. Man versteht auch die Ohnmacht und die Angst der "Nicht-Nazis". Auch der Bombenangriff bzw. die zerstörte Stadt konnte ich mir beim Lesen richtig gut vorstellen. Der Kriminalfall wurde dabei eher zur Nebensache. Es ist aber auch nachvollziehbar, dass der Krieg alles überschattet.Der Schreibstil ist flüssig und sehr anschaulich. Fazit:Alles in allem ein gelungener Auftakt.
Spannend
Dresden 1944. In den Wirren des Kriegswinters treibt ein grausamer Mörder sein Unwesen. Frauen werden brutalst ermordert, Augenlider werden entfernt, Haut wird abgzogen, Bissspuren sind an den Leichen zu finden.Die Bevölkerung ist in Angst und Schrecken versetzt.Während Kriminalinspektor Max Heller versucht dem grausamen Mörder auf die Spur zu kommen wird Dresden in den Bombennächten in Schutt und Asche gelegt.Doch auch als die Russen Dresden bereits eingenommen haben, gibt Max Heller nicht auf. Trotz massivster Hindernisse ermittelt er weiter.. Denn so wie es ausschaut hat der Angstmann die Bombadierung überlebt. Das Morden geht weiter.Spannend geschrieben ist mir persönlich das ganze etwas zu blutig und grausam.
Als Roman Dresdens im Jahr 1944/45 ein atmosphärisch starkes Buch, als Kriminalroman leider schwächer
An einem düsteren Novembertag des Jahres 1944 wird in Dresden in einer Bootshalle die brutal zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden. Kriminalinspektor Max Heller kämpft zu dieser Zeit beinahe auf verlorenem Posten; zahlreiche Mitarbeiter sind zur Wehrmacht eingezogen und seinem einzigen Spezialisten für Spurensicherung steht der Marschbefehl an die Front kurz bevor. Die Menschen ahnen das bevorstehende Kriegsende und fürchten zugleich den Einmarsch der Russischen Armee, Gerüchte machen die Runde. In diese unselige Verbindung aus Auflösung der öffentlichen Ordnung und diffusen Ängsten in der Bevölkerung platzt der Leichenfund. Augenblicklich schießen Gerüchte über das Mordopfer ins Kraut. Die Tote war Krankenschwester. Unter dem Personal des Krankenhauses und unter den Menschen, die auf der Flucht vor dem Frontverlauf auf dem Gelände Station machen, lässt sich die Tat nicht lange verheimlichen. Als eine weitere Leiche gefunden wird, weist das Dresdens letzten engagierten Ermittler auf einen perversen Serienmörder hin.Heller hat im Ersten Weltkrieg gekämpft, er muss demnach schon vor der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert geboren und um die 50 Jahre alt sein. Von beiden Söhnen an der Front haben die Hellers schon lange nichts gehört. Der Ermittler ist kein überzeugter Nationalsozialist und im geforderten martialischen Gehabe eher nachlässig. Heller weiß, dass er sich auf seinem Posten damit in Gefahr bringt, ganz besonders, weil sein direkter Vorgesetzter Rudolf Klepp ein SS-Mann ist und nicht aus dem Polizeidienst stammt. Klepps Ziele bleiben lange diffus – und das, obwohl während des Nationalsozialismus Kapitalverbrechen möglichst verheimlicht wurden, um die Illusion aufrechtzuerhalten, eine Diktatur könnte den Menschen Sicherheit vor Gewalttaten durch „den großen Unbekannten“ garantieren.FazitMit vielen kleinen Hinweisen, die jeder für sich unwichtig scheinen mögen, erweckt Frank Goldammer die Stimmung in den letzten Kriegsmonaten zum Leben. Von der Lebensmittelversorgung auf Marken, dem Mangel an Heizmaterial, der Angst, denunziert zu werden bis zum Schlafmangel durch die ständigen Bombenalarme und das anschließende Warten im Luftschutzkeller. Atmosphärisch besonders stark die Bombardierung Dresdens in der Nacht des 13. Februar 1945. Ort und Zeit w i r k e n sorgfältig recherchiert; dennoch fehlte mir die Identifikation mit der Hauptfigur. Auch andere Ermittler in historischen Krimis wirken ernst und zurückhaltend wie Heller; dennoch vermisse ich hier als Tüpfelchen auf dem I eine intensivere Interaktion zwischen Heller und seinen Kollegen, um mit dem Mann warmwerden zu können. Der Kriminalfall ist zwar der Aufhänger und ein Ermittler die Hauptfigur, doch die Stadt und die Kriegsereignisse standen im Mittelpunkt des Buches. Spannend fand ich Goldammers Roman, ich wollte unbedingt wissen, wie die Handlung weitergeht; aber nicht die Krimihandlung hat diese Spannung erzeugt. Unglaubwürdige Personendarstellungen haben mir m. A. zu früh Hinweise auf den Täter gegeben; die Aufklärung des Falls war danach reizlos. Dem Roman mangelt es an Fingerspitzengefühl für die Epoche und für die Denkweise von vor 1900 geborenen Personen. Eine Reihe unglaubwürdiger Details benötigen die Überprüfung durch Zeitzeugen; dem Buch fehlt ein sorgfältiges Lektorat. Wer sich mit der Zeit des Nationalismus befasst hat, wird mit historischen Romanen in Light-Version wie diesem sicher nicht glücklich. Als Roman über Dresden im Winter 1944/Frühjahr 1945 hätte ich dem Buch 4 von 5 Sternen gegeben, als Kriminalroman nur 3 ½ Sterne.°°°°ZItat"Heller wandte sich ab. Eine Welle aus Übelkeit und Angst breitete sich in ihm aus. So wollte er nicht sterben. Er wollte gar nicht sterben.Da sah er einen Gullydeckel. Vielleicht könnte er sich darin verstecken, dachte er, kroch hin, schob mit den Füßen einen Mauerbrocken weg und griff mit den Fingern in die Löcher. Dann schrie er auf. Aus der Kanalisation fauchte kochende Luft und verbrühte ihm die Finger." (Seite 170)
Pressestimmen
Ein spannender, dramatischer Thriller, fesselnd erzählt.
19.03.2020
Packender Mix aus Spannung und Zeitgeschichte - nichts für schwache Nerven.
05.12.2016
Goldammer schafft den Spagat zwischen gut recherchiertem Historienroman und Kriminalgeschichte.
Nina Mützelburg, 26.11.2016
Brutal und hintergründig, spannend und sehr persönlich - für abgebrühte, aber auch anspruchsvolle Th...rillerfans. mehr weniger
28.10.2016
Das Schreiben ist seine große Leidenschaft, die er als Ausgleich braucht. Wenn so etwas Gutes wie ›D...er Angstmann‹ dabei herauskommt, dann gerne mehr davon. mehr weniger
Oliver Steuck, 10.10.2016
Mit Frank Goldammers Kriminalinspektor Max Heller betritt ein neuer Held die Bühne des deutschen Kri...minalromans. mehr weniger
Ein fesselnder Roman aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs.
Die historischen Hintergründe sind gut recherchiert und bilden den perfekten Rahmen für die Geschich...te, die an Wendungen und Spannungsmomenten einiges zu bieten hat. mehr weniger
Michael Ziemons
Ein atmosphärischer Krimi, aber nichts für schwache Gemüter!
Hautnah & Persönlich.
Marion Hübinger
Fesselnder Kriminaroman aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Horst Bayer
Für mich ist der Autor eine Entdeckung unter den deutschen Krimischriftstellern.
Jessica Mersch, 05.11.2017
Goldammer verbindet die Krimihandlung so mit dem beklemmenden historischen Hintergrund, das beides i...neinandergreift und über einen bloßen Krimi weit hinausgeht. mehr weniger
11.07.2017
Ein toller und mitreißender Roman, der die Zeit um 1944/45 schonungslos beschreibt!
11.06.2017
Eines ist sicher, vergessen werde ich dieses Buch nie.
Tanja Hasirasi, 28.05.2017
Der Stimmung kann man sich kaum entziehen und das Buch wohl erst ganz am Ende zur Seite legen.
20.03.2017
Ein sehr spannender Krimi, in dem auch die Frage aufgeworfen wird, wie viel ein Menschenleben in ein...er sich selbst zerstörenden Welt wert ist. mehr weniger
Frank Kleiner, 28.01.2017
Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.
27.01.2017
Höchst spannend.
23.01.2017
Höchst spannend.
23.01.2017
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Roman der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger
21.01.2017
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger
24.12.2016
Frank Goldmann hat mit ›Der Goldmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse veröffentlicht.
16.12.2016
Beklemmender Krimi und atmosphärische Geschichtsstunde.
Jörg Kijanski, 16.12.2016
Krimiliteratur auf höchstem Niveau.
Susann Fleischer, 12.12.2016
Dies ist mein erster historischer Krimi- und ich bin absolut begeistert - ich hätte nie gedacht, das...s mich ein historisches Buch so fesseln könnte. mehr weniger
08.12.2016
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Christine Jaksch, 23.11.2016
Frank Goldammer beschreibt die historischen Gegebenheiten sehr detailliert und hat für seinen Krimi ...hervorragend recherchiert. mehr weniger
Manuela Haselberger, 18.11.2016
Goldammer transportiert in der Form des Kriminalromans viel historisches Wissen und schafft es, dem ...Leser immer wieder Schauer über den Rücken laufen zu lassen (...). mehr weniger
14.11.2016
Dieser zeitgeschichtliche Krimi ist perfekt für die dunklen Abende im November. Für einen ruhigen Sc...hlaf kann ich allerdings nicht garantieren. mehr weniger
Swantje Kohlwes, 10.11.2016
Spannung verbunden mit deutscher Geschichte. Außergewöhnlich gut!
27.10.2016
Ein toller und spannender Kriminalroman mit einem historischen Hintergrund.
Peter Kuttig, 26.10.2016
Nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein Stück lebendige Zeitgeschichte.
18.10.2016
Eine überaus beeindruckende Aufarbeitung deutscher Geschichte, die verpackt in einer spannender Stor...y, nicht nur das damalige Geschehen hinterfragt. mehr weniger
12.10.2016
Der Dresdner Frank Goldammer hat einen ausgezeichneten Krimi geschrieben, der einen von Anfang an pa...ckt und mitreißt. mehr weniger
Arno Udo Pfeiffer, 12.10.2016
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges,
07.10.2016
Fakt ist, dass die Handlung durchgehend fesselnd ist, und genau das erwarte ich als Leserin bei ein...em Krimi! Ich freue mich schon heute auf den Folgeroman, der 2017 erscheinen wird, in dem Max Heller erneut gefordert wird. mehr weniger
05.10.2016
Das Doppelpack aus spannendem Kriminalfall im Dresden des 2. Weltkrieges und die dazugehörige Realdo...ku sorgt für Herzklopfen, Gruselmomente und Schrecken und ist gleichzeitig Krimiunterhaltung vom Feinsten! mehr weniger
Sabine Kettschau, 23.09.2016
Frank Goldammer versteht es, uns alle Beteiligten und Ereignisse in einer Intensität zu beschreiben,... dass diese förmlich vor uns stehen und greifbar werden. mehr weniger
Anja Schmidt, 23.09.2016
Das Buch war einfach fesselnd und absolut spannend.
Eva Mirschel, 23.09.2016
Max Heller darf in Zukunft gerne weiter ermitteln.
Caroline Wornath, 23.09.2016