Wie viel ist ein Menschenleben wert, wenn die Welt in Trümmern liegt? Der erste Fall für Kriminalinspektor Max Heller – jetzt im Taschenbuch.
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Der Angstmann
Dresden im November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den immer bedrohlicher werdenden Kriegsumständen ‒ da wird die grausam zugerichtete Leiche einer Krankenschwester gefunden. Schnell heißt es: Das war der Angstmann, der nachts durch die Stadt schleicht. Kriminalinspektor Max Heller hat bei der fieberhaften Suche nach dem Täter mit dem Kriegschaos zu kämpfen – aber auch mit seinem linientreuen Vorgesetzten. Und die Hoffnung, der Frauenmörder sei bei dem katastrophalen Bombenangriff im Februar 1945 umgekommen, zerschlägt sich..
Bibliografische Daten
3. Auflage
Frank Goldammer
Frank Goldammer, geboren 1975, ist Handwerksmeister und Autor. Bekannt wurde er mit seiner historischen Krimi-Bestsellerreihe über Kommissar Max Heller. Goldammer lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.
8 - 10 von 101 Leserstimme
Begeistert
Mich hat dieses Buch von Anfang an interessiert.Der historische Hintergrund,NS Regime,Angriff auf Dresden Und auch noch die Judenverfolgung,sind schon an sich große Themenkreise,aber in diesen Kontext eine Geschichte von Mord einzubauen und nicht nur eine einmalige Sache,sondern auch noch ein Serienkiller ,wirklich gut gelungen.Auch die Charakteren sind ziemlich eindeutig beschrieben,es spiegelt sich immer wieder die Stimmung der Zeit, die Auswegslosigkeit,Tristesse und Verzweiflung der damaligen Zeit wieder.Umso besser ist der Polizeibeamte gewählt,der ohne Selbstdarstellerischem Tun und nur auf Grund seiner Aufrechtigkeit diesen Fall bearbeiten möchte,er ist sozusagen,der nur Mensch,der für Gerechtigkeit sorgen möchte,und manchmal denkt man darüber nach wie schade es ist,dass es nicht mehr nur Menschen gab.Ich würde dieses Buch jedem empfehlen,der gute und spannende Unterhaltung mag.
Authentisch
Als Dresdner Kind war ich ganz besonders gespannt aus einen Kriminalroman, der in Dresden angesiedelt ist. Der Autor Frank Goldammer, selbst Dresdner, beschreibt die Orte und geschichtlichen Gegebenheiten authentisch und so, dass man sich die Orte gut vorstellen kann. Man sieht beim Lesen lebendige Bilder durch die Augen der eigenwilligen aber sympathischen Hauptperson Max Heller. Dabei tritt der eigentliche Kriminalfall in den Hintergrund. Spannender und mitreißender fand ich die Beschreibung der Gegner, ihres Denkens und Handelns - eingefleischter Nazi und "Normalbürger", Sowjetoffizier und deutscher Kriminalist. Daraus bezieht die Geschichte ihre Dynamik.Ein angenehm unaufgeregter Schreibstil und eine große Ernsthaftigkeit beim Umgang mit den Personen haben mir gut gefallen.Herausragend fand ich die Beschreibung der Bombennacht, schrecklich aber nicht grausam detailliert, furchtbar und doch gefühlvoll.
Angst in dunklen Zeiten
"Der Angstmann" ist Frank Goldammers neuester Kriminalroman. Er spielt in Dresden in den letzten Kriegsmonaten und in den ersten Monaten der sowjetischen Besatzungszeit.Heller ist Inspektor der Kriminalpolizei. Im Dezember 1944 wird eine junge Frau bestialisch ermordet. Es soll nicht der einzige Mord bleiben. Hellers Vorgesetzter, ein SS-Mann, ist nicht sonderlich an der Aufklärung interessiert. Und es gelingt Heller auch nicht, dem Täter in den letzten Monaten des Krieges auf die Spur zu kommen. Und plötzlich - in den ersten Friedensmonaten schlägt der Angstmann wieder zu. Angst ist das zentrale Thema dieses Buches: Angst vor einem brutalen Mörder, Angst in den Bombennächten, Angst vor den Nationalsozialisten, Angst vor den russischen Besatzern. Der Autor versteht es auf hervorragende Weise, den Leser mit hinein zunehmen in ein Dresden der Jahre 1944/45. Das Buch ist spannend bis zur letzten Seite.
Mord in Kriegszeiten
Im November 1944 ist in Dresden ein Frauenmörder unterwegs. Eine schwierige Zeit für die Aufklärung eines Mordfalls. Bei den Menschen geht das Gerücht, dass der Angstmann dafür verantwortlich ist. Kriminalinspektor Max Heller zieht seine eigenen Schlüsse und macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Nicht nur die Kriegswirren erschweren eine Aufklärung, auch Hellers Vorgesetzter Rudolf Klepp legt ihm Steine in den Weg. Der Februar 1945 sorgt für ein Inferno in Dresden und man glaubt, dass auch der Mörder im Bombenhagel umgekommen ist. Ein gravierender Irrtum…Die Geschichte liest sich gut und ist interessant durch die Zeit in welcher der Krimi spielt. Die Spannung hält sich in Grenzen.Heller ist Polizist mit Leib und Seele. Er hat einen Fall und muss ermitteln. Als wenn die Zeiten nicht schon schwer genug wären, macht ihm Klepp alles noch schwerer. Rudolf Klepp ist linientreu und hat den Posten nur bekommen, weil er das richtige Parteibuch hat. Er hat keine Ahnung von Polizeiarbeit, dafür aber eigenwillige Vorstellungen. Aber es bleibt nicht bei einem Mord und die Bevölkerung hat ebenfalls eine vorgefertigte Meinung. Es kann nur der Angstmann sein. Max Heller Ist nicht in der Partei und bildet sich selbst ein Urteil, das er zwar nicht nach außen trägt, das aber doch dann und wann durchblitzt. Mit der Bombennacht im Februar 1945 nimmt der bis dahin ruhig verlaufende Fall dann Fahrt auf. Heller geht ungewöhnliche Wege, um die Geschichte abzuschließen, denn seiner Meinung nach darf der Mörder nicht ungestraft davonkommen.Interessant wird die Geschichte durch die Verknüpfung von historischen Begebenheiten mit dem Kriminalfall. Mir hat das Buch gefallen.
Düster, aber kurzweilig!
Im November 1944 muss Kriminalinspektor Max Heller seinen ersten Fall lösen: Eine Frauenleiche, deren grausame Verstümmelung zu klären gilt. Recht bald wird klar, dass es sich bei der gefunden Leiche um eine Krankenschwester handelt. Anfangs ziehen sich die Ermittlungsarbeiten noch etwas dahin, als aber eine weitere Leiche gefunden wird, nimmt die Geschichte Fahrt auf. In der Bevölkerung wird nur noch vom "Angstmann" gesprochen. Max Heller geht konsequent an die Arbeit, verfolgt beinahe schon stur und kompromisslos seinen Weg, was auch Spannungen zwischen ihm und seinem Vorgesetzten hervorruft. Schnell wird auch deutlich, dass Max Heller kein Anhänger der Nazis ist und immer wieder so seine Schwierigkeiten hat, sich mit den üblichen Gepflogenheiten zu arrangieren. Das Kriegsgeschehen um die Kriminalarbeit herum wird vom Autor detailliert beschrieben. Normalerweise würde ich sagen, dass das bei einem Krimi unerheblich ist und womöglich störend wirken könnte; hier hat es aber für mich gepasst, da die Umstände der Kriegszeit vieles erschwert haben, worunter die gesamte Bevölkerung zu leiden hatte und dem Schauplatz somit eine tragisch-düstere Basis geschaffen hat. Der flüssige Schreibstil des Autors und ein gelungenes Buchcover haben bei mir für ein spannendes Leseerlebnis gesorgt, mir hat der Krimi gut gefallen.
sehr spannende historischer Kriminalroman
Max Heller ist Polizist im 2. Weltkrieg .Es sind gefährliche Zeiten, denn man muss sich dem System anpassen und auf der Hut sein, seine Meinung zu verbergen bzw. wen man diese gegenüber erwähnt. Auch privat muss Heller sich um sein Leben und dessen Frau Karin kümmern – man braucht Lebensmittel, und für die muss man lange warten und anstehen.Als er zu einem Tatort gerufen wird, an der eine Frau brutal ermordet und in Szene gesetzt worden ist, beginnt er zu ermitteln. Jedoch werden ihn bald Steine in den Weg gelegt und er wird abkommandiert, bis wieder ein Mord geschieht. Die Bevölkerung spricht von einem Monster, welches sie Angstmann nennen. Nach der Bombardierung im Februar 1945, denkt man auch, der Mörder ist dabei ums Leben gekommen, aber kurz darauf wird wieder eine Frauenleiche gefunden... Das Cover finde ich sehr gelungen und passt gut zu der Geschichte.Der Schreibstil ist flüssig und man findet sofort in die Erzählung hinein. Der Roman ist von der ersten Seite an spannend und lässt einen nicht mehr los. Es handelt sich hierbei um einen historischen Kriminalroman, der sehr geschickt ausbalanciert ist. Die Ermittlungen stehen nicht nur im Vordergrund, sondern man erfährt viel von der Zeit im 2. Weltkrieg, den Schmerz der Menschen und das Leben in dieser gefährlichen Welt. Der Autor versteht es sehr anschaulich und ohne Ausschmückungen das Leben in dieser Zeit dem Leser näher zu bringen. Auch welche Auswirkungen und Gefahren man ausgesetzt war und welche Nöte man leiden musste. Der Hauptprotagonist Max Heller ist mir sofort ans Herz gewachsen. Er versucht trotz widriger Umstände, das Richtige zu tun, auch wenn er sich selbst in Gefahr begibt. Er steht für seine Überzeugung und setzt dabei sein Leben aufs Spiel.Den Roman kann ich nur weiter empfehlen und hoffe bald ein weiteres Buch von dem Autor in den Händen zu halten.
Die Angst vorm Angstmann
1944, Ende des 2. Weltkrieg in Dresden geht die Angst vom Angstmann umher.Max Heller Kriminalinspektor in Dresden wird zu einem Fall gerufen, zwei Jungen haben beim Spielen im Bootshaus eine Frauenleiche gefunden. Mit nur wenigen Mittel muss Heller den Mord an der Frau aufklären, was in der Kriegszeit nicht einfach ist, alle Mittel wurde auf das minimum Reduziert, auch Kollegen werden nicht geschickt, den Tatort zu sichern und auf Spuren zu sichten.Bei der Befragung der beiden Jungen wird Heller hellhörig, die Jungs sprechen vom Angstmann.Heller bekommt das Wort bzw. die Person "Der Angstmann" nicht mehr aus seinem Kopf, daher Fragt er auch seine Frau Karin ob Sie beim Einkaufen mal was vom Angstmann gehört hat. Für Hellers Vorgesetzten ist schnell klar, dass der Mord nur eine einmalig gewesen ist. Aber als Heller wieder zu einem Tatort gerufen wird und das es wieder eine Frau gefunden wurden ist, wird der Fall Angstmann immer realer.Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn es in einer Zeit handelt die für alle nicht einfach gewesen ist. Max Heller hat nicht nur mit einem schweren Fall zu tun, sondern er hat auch persönlichen Kummer, seine Söhne haben sich seit Monaten sich nicht mehr von der Front gemeldet.Man konnte sich sehr gut in die Zeit versetzen, die Beschreibung von Dresden und auch von der Armut wurde sehr gut beschrieben, auch die Angst die umhergeht wenn Bombenalarm ist wurden sehr gut geschrieben. Mein Fazit: mir hat das Buch vom Angstmann gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und man kommt gut in die Geschichte hinein. Das Cover passt sehr gut zum Titel.
Der Angstmann, gibt es ihn wirklich?
Das Cover passt zu der damaligen Zeit und die Atmosphäre kommt gut rüber. In Dresden im November 1944 finden zwei Jungen in einem Ruderhaus eine Frauenleiche. Kriminalinspektor Heller wird im Beiwagen eines Motorrades zum Tatort gefahren. Er und der Kriminaltechniker Oldenbusch müssen mit den primitivsten Mittel vorlieb nehmen. Die Blitzwürfel wurden rationiert, der Assistent von Oldenbusch wurde an die Front gerufen und der Leichenbeschauer ebenfalls. Die befragten Jungen vermuten den Angstmann als Täter. Von dem hat Heller noch nie etwas gehört. Die Tote ist die Krankenschwester Klara Bollmann. In dem Krankenhaus wo sie gearbeitet hat, nimmt der Pathologe eine oberflächliche Leichenbeschau vor. Die Frau wurde mit mehreren Stichen verstümmelt. Das der Frau die Zunge herausgeschnitten wurde übersieht er. Der Vorgesetzte von Heller, der Obersturmbandführer Klepp, der nie bei der Polizei war, dringt darauf, die Sache zu den Akten zu legen, da andere Sachen wichtiger sind. Die damaligen Verhältnisse werden sehr detailliert beschrieben. Bombenalarm, Luftschutzkeller, Verdunkelung, Lebensmittelrationierungen beschäftigen die Bevölkerung. Ist der Angstmann eine Legende, um die Kinder vor Fremden zu warnen oder gibt es ihn wirklich? Das wirkliche Beklemmende ist die Situation in Dresden. Immer mehr Flüchtlinge kommen in die Stadt. Keiner traut dem anderen. Wer steht zu den Nazis und wer nicht? Wer wusste von den KZs? Die Ermittlungen mit den einfachsten Mitteln und den Versuch gradlinig zu bleiben machen Heller zu einem sympathischen Protagonisten.
Informativ und spannend, inhaltlich schwere Kost
Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Gassen schleicht. Heller gibt nichts auf das Gerede. Inmitten der Wirren des letzten Kriegswinters macht er sich auf die Suche nach einem brutalen Frauenmörder. Nicht nur sein linientreuer Vorgesetzter Rudolf Klepp legt Heller dabei Hindernisse in den Weg. Als im Februar 1945 die Stadt in einem beispiellosen Bombenhagel dem Erdboden gleichgemacht wird, hält man auch den Mörder für tot. Doch der Angstmann kehrt zurück ...Autor (Quelle: Verlagsseite)Frank Goldammer, 1975 in Dresden geboren, ist Maler- und Lackierermeister. Mit Anfang zwanzig begann er zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag und schrieb drei erfolgreiche Regionalkrimis über Dresden und Umgebung. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in Dresden.AllgemeinesErscheinungstermin: 23.09.2016 im dtv-Verlag, TB mit Klappbroschüre, 336 SeitenZwei Hauptteile mit nicht-nummerierten Kapiteln, jeweils mit Datum und Tageszeit überschrieben – „Frank Goldammer im Gespräch“ (Interview)Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive des Protagonisten Max HellerHandlungsort und -zeit: Teil 1 - Dresden zwischen November 1944 und Februar 1945, Teil 2 – Dresden im Mai 1945Zum InhaltDresden, 1944: Im letzten Jahr des Zweiten Weltkriegs zeichnet sich die kommende Niederlage Deutschlands bereits ab, aber die Nationalsozialisten wollen dies nicht wahrhaben und verbreiten – auch über den Rundfunk – immer noch Siegesparolen. Wer am „Endsieg“ zweifelt, tut gut daran, dies nicht verlauten zu lassen, denn man kann überall bespitzelt und denunziert werden.Als in Dresden Frauen ermordet werden, deren mit einem Messer brutal zugerichtete Leichen an verschiedenen Orten aufgehängt, bzw. „aufgespannt“ aufgefunden werden, nimmt sich Kriminalinspektor Max Heller des Falles an. Heller steht bei seinem Chef, dem Obersturmbannführer Rudolf Klepp, ohnehin nicht in gutem Ansehen, da er nicht in die Partei eingetreten ist, auf Bemerkungen über deutsches Heldentum einsilbig reagiert und gelegentlich den Hitlergruß zu zeigen vergisst. Die Spannungen zwischen den Männern nehmen zu, als Klepp seinen Untergebenen bei den Ermittlungen im Falle des von der verunsicherten Bevölkerung „Angstmann“ genannten Mörders behindert. Der Angstmann geht in den Nächten um, in denen Fliegeralarm herrscht, deshalb patrouillieren Heller und zwei Kollegen regelmäßig durch die nächtlichen Straßen. Am 13.Februar ist er dem Mörder dicht auf den Fersen, doch dann folgt dem Alarm ein verheerender Luftangriff, der die Stadt in Trümmer legt. Heller, selbst nur knapp mit dem Leben davongekommen, ist davon überzeugt, dass der Angstmann umgekommen ist, doch nach Kriegsende geht das Morden weiter…BeurteilungDer vorliegende Roman geht über die Geschichte eines Serienmörders weit hinaus, denn die Schilderung der Morde ist in einen gut recherchierten historischen Kontext eingebettet. Die desolate Lage in Dresden – auch schon vor der Zerstörung der Stadt – wird sehr eindringlich geschildert. Heller und seine Frau Karin bekommen auf ihre Essensmarken kaum das Nötigste an Nahrung und Heizmitteln, sie leben beengt und müssen allnächtlich damit rechnen, im Keller Unterschlupf zu suchen, sobald die Sirenen ertönen. Ihre beiden Söhne sind an der Front, sodass die Sorge um deren Leben erschwerend dazukommt. Für Heller kommen noch die Querelen an seiner Arbeitsstelle dazu; der integre Mann, der nichts von der nationalsozialistischen Ideologie hält und einfach nur seine Arbeit machen will, wird von seinem Chef und einem Kollegen, dem SS-Mann Strampe, drangsaliert.In den beiden Hauptteilen schildert der Autor zunächst das harte Leben der Zivilbevölkerung im letzten Kriegsjahr und anschließend die Zustände unter der russischen Besatzungsmacht nach Kriegsende. Dabei wird das oft brutale Vorgehen der Russen realistisch dargestellt, jedoch auch deren Perspektive geschildert, sodass der Leser den Hass der Russen auf Deutschland gut nachvollziehen kann. Beispielhaft dafür ist die Figur der russischen Soldaten Saizev, der trotz seines Hasses auf die Deutschen zu Hellers Verbündetem wird, um den Angstmann und untergetauchte Nazis aufzuspüren.Auch die Charaktere der anderen Romanfiguren sind gut ausgearbeitet, wobei die Begegnung mit fanatischen Nazis (Klemp, Strampe) ziemlich beklemmend ist. Insgesamt ist die Thematik schwer verdaulich, denn die Untaten der Nationalsozialisten kommen recht deutlich zur Sprache. Demzufolge bietet „Der Angstmann“ keine leichte Unterhaltung und lässt sich nicht so schnell herunterlesen, obwohl der Erzählstil sehr flüssig und anschaulich ist.FazitGut recherchiert, informativ und spannend, stilistisch flüssig, aber inhaltlich schwere Kost!4,5 Sterne
Während die Kriegsatmosphäre toll dargestellt ist, ist der Fall "ganz nett"
Mitten in den Kriegswirren 1944/45 treibt ein Frauenmörder in Dresden sein Unwesen. Polizist Max Heller versucht ihn zu finden, trotzt dem Widerstand seines Vorgesetzten und einiger Kollegen und den kriegsbedingt erschwerten Ermittlungen. Wem kann er, der kein Nazi ist, überhaupt trauen? Wird es weitere Opfer geben und wird Dresden angegriffen werden? Wenn ja, was kommt dann?Dieser Krimi war mir eine willkommene Abwechslung von den „gewöhnlichen“, neuzeitlichen Krimis. Statt irgendwelcher komplizierten Spuren im Labor und/oder PC zu verfolgen, muss hier noch „herkömmlich“, ursprünglich ermittelt werden. Zusätzlich sind die Ermittlungen durch den Krieg besonders erschwert. Schon vor der Bombardierung Dresdens musste sich Heller, der sich nicht der Partei anschloss, mit dem Misstrauen des Vorgesetzten und von Kollegen zurechtkommen. Zusätzlich waren fast alle Kräfte auf den Krieg konzentriert, sodass Heller meist auf sich allein gestellt war. Durch eine Verletzung aus dem ersten Weltkrieg, der Ungewissheit gebeutelt, geschwächt durch die ständigen, nächtlichen Alarme und zu wenig Nahrung, wird es dem hartnäckigen Max schwer gemacht und dann kommt es noch dicker...Das Gerücht des Angstmannes geht um. Es besagt, dass während der Bombenalarme ein Dämon umgeht, der alle holen wird. Heller glaubt nicht daran, weiß aber, dass die Frauen immer während der Bombenalarme bestialisch getötet werden. Nach der Bombardierung und völligen Zerstörung Dresdens scheint das Problem gelöst, stattdessen bereiten die sowjetischen Besatzer, die Zerstörung als solche und der Nahrungsmangel Probleme. Im zweiten Teil wird jedoch schnell deutlich, dass der Frauenmörder noch immer aktiv ist und so wagt Heller es mit einem Russen gemeinsam erneut zu ermitteln.Der Schreibstil ist über weite Strecken ansprechend. Gerade die Kriegsatmosphäre finde ich sehr gut dargestellt. Es wird auf jeden wichtigen Aspekt eingegangen und die damalige Flüchtlingssituation finde ich aus heutiger Sicht sehr interessant! Der Fall als solcher hingegen hinkt ein bisschen hinterher. Er ist an sich interessant, doch nimmt er nur langsam Fahrt auf, steigert sich dann aber im zweiten Teil deutlich. Abraten würde ich Lesern, die keine Kriegsgeschichten mögen, denn das Thema ist, wie zu erwarten war, auch extrem präsent und auch nur dort brilliert der Autor, während der Kriminalfall als solcher eher unter dem Prädikat „ganz nett“ zu verzeichnen ist.
Pressestimmen
Ein spannender, dramatischer Thriller, fesselnd erzählt.
19.03.2020
Packender Mix aus Spannung und Zeitgeschichte - nichts für schwache Nerven.
05.12.2016
Goldammer schafft den Spagat zwischen gut recherchiertem Historienroman und Kriminalgeschichte.
Nina Mützelburg, 26.11.2016
Brutal und hintergründig, spannend und sehr persönlich - für abgebrühte, aber auch anspruchsvolle Th...rillerfans. mehr weniger
28.10.2016
Das Schreiben ist seine große Leidenschaft, die er als Ausgleich braucht. Wenn so etwas Gutes wie ›D...er Angstmann‹ dabei herauskommt, dann gerne mehr davon. mehr weniger
Oliver Steuck, 10.10.2016
Mit Frank Goldammers Kriminalinspektor Max Heller betritt ein neuer Held die Bühne des deutschen Kri...minalromans. mehr weniger
Ein fesselnder Roman aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs.
Die historischen Hintergründe sind gut recherchiert und bilden den perfekten Rahmen für die Geschich...te, die an Wendungen und Spannungsmomenten einiges zu bieten hat. mehr weniger
Michael Ziemons
Ein atmosphärischer Krimi, aber nichts für schwache Gemüter!
Hautnah & Persönlich.
Marion Hübinger
Fesselnder Kriminaroman aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Horst Bayer
Für mich ist der Autor eine Entdeckung unter den deutschen Krimischriftstellern.
Jessica Mersch, 05.11.2017
Goldammer verbindet die Krimihandlung so mit dem beklemmenden historischen Hintergrund, das beides i...neinandergreift und über einen bloßen Krimi weit hinausgeht. mehr weniger
11.07.2017
Ein toller und mitreißender Roman, der die Zeit um 1944/45 schonungslos beschreibt!
11.06.2017
Eines ist sicher, vergessen werde ich dieses Buch nie.
Tanja Hasirasi, 28.05.2017
Der Stimmung kann man sich kaum entziehen und das Buch wohl erst ganz am Ende zur Seite legen.
20.03.2017
Ein sehr spannender Krimi, in dem auch die Frage aufgeworfen wird, wie viel ein Menschenleben in ein...er sich selbst zerstörenden Welt wert ist. mehr weniger
Frank Kleiner, 28.01.2017
Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.
27.01.2017
Höchst spannend.
23.01.2017
Höchst spannend.
23.01.2017
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Roman der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger
21.01.2017
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger
24.12.2016
Frank Goldmann hat mit ›Der Goldmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse veröffentlicht.
16.12.2016
Beklemmender Krimi und atmosphärische Geschichtsstunde.
Jörg Kijanski, 16.12.2016
Krimiliteratur auf höchstem Niveau.
Susann Fleischer, 12.12.2016
Dies ist mein erster historischer Krimi- und ich bin absolut begeistert - ich hätte nie gedacht, das...s mich ein historisches Buch so fesseln könnte. mehr weniger
08.12.2016
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.
Christine Jaksch, 23.11.2016
Frank Goldammer beschreibt die historischen Gegebenheiten sehr detailliert und hat für seinen Krimi ...hervorragend recherchiert. mehr weniger
Manuela Haselberger, 18.11.2016
Goldammer transportiert in der Form des Kriminalromans viel historisches Wissen und schafft es, dem ...Leser immer wieder Schauer über den Rücken laufen zu lassen (...). mehr weniger
14.11.2016
Dieser zeitgeschichtliche Krimi ist perfekt für die dunklen Abende im November. Für einen ruhigen Sc...hlaf kann ich allerdings nicht garantieren. mehr weniger
Swantje Kohlwes, 10.11.2016
Spannung verbunden mit deutscher Geschichte. Außergewöhnlich gut!
27.10.2016
Ein toller und spannender Kriminalroman mit einem historischen Hintergrund.
Peter Kuttig, 26.10.2016
Nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein Stück lebendige Zeitgeschichte.
18.10.2016
Eine überaus beeindruckende Aufarbeitung deutscher Geschichte, die verpackt in einer spannender Stor...y, nicht nur das damalige Geschehen hinterfragt. mehr weniger
12.10.2016
Der Dresdner Frank Goldammer hat einen ausgezeichneten Krimi geschrieben, der einen von Anfang an pa...ckt und mitreißt. mehr weniger
Arno Udo Pfeiffer, 12.10.2016
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges,
07.10.2016
Fakt ist, dass die Handlung durchgehend fesselnd ist, und genau das erwarte ich als Leserin bei ein...em Krimi! Ich freue mich schon heute auf den Folgeroman, der 2017 erscheinen wird, in dem Max Heller erneut gefordert wird. mehr weniger
05.10.2016
Das Doppelpack aus spannendem Kriminalfall im Dresden des 2. Weltkrieges und die dazugehörige Realdo...ku sorgt für Herzklopfen, Gruselmomente und Schrecken und ist gleichzeitig Krimiunterhaltung vom Feinsten! mehr weniger
Sabine Kettschau, 23.09.2016
Frank Goldammer versteht es, uns alle Beteiligten und Ereignisse in einer Intensität zu beschreiben,... dass diese förmlich vor uns stehen und greifbar werden. mehr weniger
Anja Schmidt, 23.09.2016
Das Buch war einfach fesselnd und absolut spannend.
Eva Mirschel, 23.09.2016
Max Heller darf in Zukunft gerne weiter ermitteln.
Caroline Wornath, 23.09.2016