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Ein fesselnder Kriminalroman aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs

Der Angstmann

Dresden im November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den immer bedrohlicher werdenden Kriegsumständen ‒ da wird die grausam zugerichtete Leiche einer Krankenschwester gefunden. Schnell heißt es: Das war der Angstmann, der nachts durch die Stadt schleicht. Kriminalinspektor Max Heller hat bei der fieberhaften Suche nach dem Täter mit dem Kriegschaos zu kämpfen – aber auch mit seinem linientreuen Vorgesetzten. Und die Hoffnung, der Frauenmörder sei bei dem katastrophalen Bombenangriff im Februar 1945 umgekommen, zerschlägt sich..
 

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43045-6
Erscheinungsdatum: 23.09.2016
3. Auflage
336 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Frank Goldammer

Frank Goldammer, geboren 1975, ist Handwerksmeister und Autor. Bekannt wurde er mit seiner historischen Krimi-Bestsellerreihe über Kommissar Max Heller. Goldammer lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.

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101 von 101 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.55 von 5 Sternen


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4 - 10 von 101 Leserstimme

jiskett am 25.10.2016 12:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Tolles Buch

"Der Angstmann" hat mir gut gefallen. Ich hatte noch nie zuvor einen Krimi gelesen, der in der Zeit des Nationalsozialismus spielt, und allein schon deshalb war das Buch für mich interessant. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, die Schrecken der damaligen Zeit - den Krieg, Hunger, Leid, das allgemeine Misstrauen, Fliegeralarme und die Angst um geliebte Menschen, die verschwunden sind - authentisch darzustellen. Man kann sich sehr gut in die Lage hineinversetzen und beinahe spüren, wie furchtbar alles war; mehrere Szenen waren sehr erschreckend, da sie einfach schonungslos gezeigt haben, wie der Krieg die Menschen hat leiden lassen, und auch die Nachkriegszeit hat Goldammer eindringlich geschildert. Gut fand ich auch, dass er verschiedene Perspektiven aufzeigt. Heller, der Protagonist, unterstützt Hitler nicht und ist auch nicht der NSDAP oder der SS beigetreten, aber dennoch stellt er sich nicht offen gegen das System, um das eigene Überleben und das seiner Familie zu sichern. Er versucht durch kleine Gesten zu helfen und hält sich dabei streng an seine Prinzipien, egal was passiert, und das fand ich bewundernswert und auch mutig. Es hat ihn mir auf jeden Fall sympathisch gemacht. Zugleich zeigt der Autor aber auch auf, wieso viele Menschen Hitler geglaubt haben (oder ihm besser gesagt glauben wollten) und später gibt es Einsichten in das Denken der russischen Besatzungsmacht. Das war sehr interessant und ich fand gut, dass die Situation nicht nur von einer Seite beleuchtet wurde.Der Fall selbst war ebenfalls gut aufgebaut; der 'Angstmann' war definitiv erschreckend und dem Autor ist es gelungen, eine dazu passende Atmosphäre zu schaffen. Die Ermittlungsarbeit war meiner Meinung nach glaubwürdig dargestellt und ich mochte, dass Heller ein paar Schwierigkeiten überwinden musste und dennoch nicht aufgehört hat, für das Recht zu kämpfen. Die Auflösung selbst fand ich überraschend, aber stimmig und es war am Ende noch einmal richtig spannend, was mir auch gefallen hat.Das Buch bekommt von mir 4 Sterne und ich bin schon sehr gespannt auf Band 2.

yesterday am 24.10.2016 20:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein Kriminaler trotzt den Kriegswirren

Ein gänzlich anderer Held als in vielen Kriminalromanen spielt hier die Hauptrolle. Max Heller ermittelt, aber nicht mit privaten Problemen behaftet, sondern durch die Umstände Dresdens von 1945 eingeschränkt. Der Autor zeichnet einen Mann, der nur seinen Prinzipien treu ist und sich weder vom Nationalsozialismus noch den Sowjets einnehmen lässt. Von der Zerstörung und den schwierigen Lebensbedingungen gezeichnet, stolpert Heller durch Dresden, aber er fällt nicht.Als er einem grausamen Frauenmörder auf der Spur ist, stellt die Bombardierung der Stadt seine Pläne auf den Kopf. Aufgrund der wohl umfangreichen und detaillierten Recherche und Wiedergabe der damaligen Zustände und Empfindungen der Dresdner schafft es der Autor, den Leser immer wieder vom Fall abzulenken. Oft steht Heller und in Gedanken mit ihm der Leser vor der Frage, was das dringendste Problem ist – Essen organisieren, persönliche Sicherheit oder die Verantwortung anderen, den Opfern, gegenüber? Es ist eine Gratwanderung für Heller, der am liebsten alles erledigt haben möchte und sich dabei immer wieder selbst in Gefahr begibt. Doch in den entscheidenden Momenten ist ihm das Glück hold, auch wenn er und seine Frau materiell gesehen alles verloren haben und auch Max keiner bezahlten Arbeit mehr nachgehen kann. Als er dann Unterstützung bei seinen Nachforschungen bekommt, läuft er dennoch einigen falschen Fährten hinterher, die der Autor gekonnt einbindet. Vieles scheint möglich, doch immer wieder fehlt ein Puzzlestück und es ist klar, dass die endgültige Auflösung noch verstörender sein muss, als angenommen. Die verschiedenen Hauptcharaktere bilden hier das Spektrum der damaligen Bevölkerung und der unterschiedlichen Meinungen, die (mal mehr, mal weniger) unterschwellig aufeinandertrafen. Das alles macht die Arbeit für Heller nicht einfach, doch seine Hartnäckigkeit wird belohnt. Zusätzlich zur Lösung des Falls taucht zum Schluss noch ein Silberstreif am Horizont auf, der eine mögliche Rückkehr in (fast) sein altes Leben verheißt und gleichzeitig einen zweiten Band mit Heller ankündigt. Möge die Zeit bis dahin schnell vorbeigehen.

elmidi am 24.10.2016 13:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Historischer Krimi in dunkler Dresdner Zeit

Um es vorweg zu sagen – den „Angstmann“ hab ich in zwei Tagen verschlungen, nicht nur wegen des spannenden fiktiven Kriminalfalls vor dunklem, bedrohlichem Kriegsszenario, sondern auch, weil er eine sehr differenzierte Schilderung der ideologischen Verstrickungen der Polizei in die Naziherrschaft enthält und einen sehr respektvollen, realistischen und beeindruckenden Bericht der verheerenden Bombardierung Dresdens im Februar 1945 enthält.Der ermittelnde Kriminalinspektor Max Heller arbeitet im System mit, ob er will oder nicht. Er ist kein NSDAP-Mitglied und versucht auch sonst, sich aus allen Diskussionen rauszuhalten. Die SS – und Gestapo-Kollegen sind ihm nicht geheuer, aber mitspielen muss er – irgendwie. Er möchte seriöse Polizeiarbeit leisten – und so möchte er auch den Fall der ermordet aufgefundenen und schrecklich zugerichteten Frau lösen. Gerüchte gehen um, über den Angstmann, der sich bei Bombenalarm, wenn alle in den Kellern hocken, in der Stadt herumtreibt. Ist er der Mörder, der immer wieder sein Unwesen treibt? Die Lösung des Falls gelingt Heller nicht, die Bombardierung bringt auch sein Leben aus den Fugen. Aber der Angstmann taucht wieder auf …Mit einem seltsamen Gefühl bin ich an diesen Krimi herangegangen – von Dresden hört man in Zeiten von Pegida nichts Gutes. Frank Goldammer gelingt aber eine differenzierte Darstellung der NS-Ideologie, er berichtet über Schuld und Mitläufertum und verschweigt auch nicht, dass deutsche Streitkräfte zuvor ähnliche Zerstörungen in Städten angerichtet haben, in denen sie nichts zu suchen hatten. Vor diesem Hintergrund ist Max Heller ein Mensch dieser Zeit, ihr ausgeliefert, ohne ihr etwas entgegensetzen zu können. Es ist vielmehr dieser Fall, der ihn gefangennimmt.Der Kriminalfall um den Angstmann ist spannend und beklemmend. Das hintergründige Thema dieses Buches ist der Wahnsinn, der in den verschiedensten Schattierungen immer unter der Oberfläche hervorscheint. Und so ist auch der Täter dem Wahnsinn erlegen.Ein toller und aussergewöhnlicher Krimi – ich bin gespannt auf eine Fortsetzung!

barbara62 am 23.10.2016 11:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ermittlungen in einer brennenden Stadt

Im Gegensatz zu den meisten historischen Romanen lese ich historische Krimis sehr gerne. Die Einbettung des Kriminalfalls in einen geschichtlichen Kontext, die langsamere Gangart der Ermittlungen durch die eingeschränkten technischen Möglichkeiten und die dadurch bedingte größere Bedeutung des polizeilichen Spürsinns und der Intuition der Ermittler machen für mich den Reiz dieses Genres aus. Wenn der Krimi dann auch noch so atmosphärisch und spannend wie "Der Angstmann" von Frank Goldammer geschrieben ist, und der Verlag sowohl bei der Gestaltung als auch beim Klappentext gute Arbeit geleistet hat, sind alle meine Erwartungen erfüllt.Formal gliedert sich der klug aufgebaute historische Dresden-Krimi in zwei Teile. Der erste Teil spielt vom November 1944 bis zur völligen Zerstörung durch britische Bomber am 13. Februar 1945, der zweite nach der Besetzung durch die Russen im Mai 1945. Über beide Teile hinweg treibt ein brutaler Frauenmörder sein Unwesen, der mehrere Krankenschwestern bestialisch hinrichtet und die Leichen inszeniert.Kriminalinspektor Max Heller, ein aufrechter, sympathischer Polizist, der nie in die Partei eingetreten ist, dem es nur um Wahrheit und darum geht, den Menschen Gerechtigkeit zu verschaffen und gesellschaftliche Werte zu erhalten, ermittelt unter widrigsten äußeren Bedingungen. Nicht nur, dass im ersten Teil fast alle Kollegen an der Front sind, es weder Blitzlichtbirnen noch Benzin gibt, auch ein strammer Nazi-Vorgesetzter ohne polizeiliche Kenntnisse, aber mit einem unerschütterlichen Glauben an den Endsieg, erschweren seine Arbeit. Der offensichtlich pathologische Täter schlägt immer wieder während des Fliegeralarms zu und in der Bombennacht vom 13. Februar 1945 kommt Heller ihm ganz nah, ohne ihn stellen zu können.Im zweiten Teil hat die russische Besatzungsmacht die deutsche Polizei aufgelöst und es braucht Hellers ganze Überzeugungskraft, um an der Seite eines mehr am Aufgreifen von Nazis interessierten russischen Kommissars die Ermittlungen weiterführen zu dürfen – bis zum überaus spannenden Showdown...Trotz der gruseligen Stimmung und des sehr fesselnden Schlussteils mit einer für mich ebenso überraschenden wie befriedigenden Auflösung ist "Der Angstmann" kein Thriller, denn Frank Goldammer widmet dem historischen Hintergrund großen Raum. Für mich ist genau diese sehr ausführliche, atmosphärische Schilderung der Lebensbedingungen in Dresden vor, während und nach der Zerstörung die große Stärke des Buches und ich fand sie zu keiner Zeit langatmig. Besonders die Situation vor der Zerstörung, als jeden Tag große Mengen von Flüchtlingen aus dem Osten in die Stadt strömten und unvorstellbares Chaos, Not und Verzweiflung herrschten, fand ich sehr interessant, genauso wie die Beschreibung der Zerstörungen und der russischen Besatzungszeit, während der zu Hunger und Elend auch noch eine unvorstellbare Angst der Bevölkerung kam.Max Heller taugt für mich zum Serien-Ermittler und ich freue mich schon auf weitere Bände mit ihm!

maddinliest am 21.10.2016 18:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Beindruckender Kriminalroman

Ein spannender und absolut ergreifender Kriminalroman, der in der Zeit des großen Bombenangriffs auf Dresden am Ende des zweiten Weltkrieges spielt.Max Heller ist unter der nationalsozialistischen Regierung im Jahre 1944 Kriminalinspektor. Eine Mordserie überschattet die Stadt Dresden. Ein Frauenmörder, der in der Bevölkerung schnell mit dem Titel "Der Angstmann" versehen wird, treibt sein Unwesen. Die Opfer sind brutalst geschändet, so dass es auch für den kriegserfahrenen Max Heller immer wieder ein schrecklicher Anblick ist. Er nimmt die Recherchen auf und die Spuren führen ihn in das Umfeld von Krankenhäusern. Die Opfer waren in der Regel Krankenschwestern. In der Zeit ist es sehr schwierig Anhaltspunkte zu bekommen und so ziehen sich die Untersuchungen ohne nennenswerte Ergebnisse dahin. Der Täter macht aber weiter, so dass der Kriminalinspektor zunehmend unter Druck gerät.Frank Goldammer hat mir mit seiner sehr bildgewaltigen Sprache das damalige Dresden sehr authentisch und hautnah vor Augen geführt. In seinen Zeilen ist die verzweifelte und beängstigende Atmosphäre sehr gut nachzuvollziehen. Der Hauptprotagonist Max Heller wirkt schon allein aufgrund seines sehr loyalen und geradlinigen Verhaltens in der damaligen Zeit sehr sympathisch. Trotz der Furcht seiner Frau vor dem aktuellen Regime kämpft er durch seinen Gerechtigkeitssinn getrieben um die Aufklärung der Greueltaten. Immer wieder versucht ihm sein Vorgesetzter und überzeugter Nazi von der Sinnlosigkeit seiner Taten in Anbetracht der aktuell schwierigen Situation an den Fronten zu überzeugen. Allein dieser Drahtseilakt, den Max Heller hier begeht, lässt so viel Spannung aufkommen, dass streckenweise die Aufklärung der Verbrechen in den Hintergrund gedrängt weden. Nichts desto trotz wird mit seiner Tätigkeit der Spannungsbogen über das gesamte Buch aufrechtgehalten. Die historischen Hintergründe zu dieser Geschichte wirken sehr gut recherchiert und haben mir das ein ums andere mal die Sprache verschlagen und mich betroffen zurückgelassen. Es ist sicherlich sinnvoll sich immer wieder diese schreckliche Zeit damals vor Augen zu führen, um aus Fehlern zu lernen."Der Angstmann" hat mich noch lange im Nachhinein beschäftigt und ich halte es für eines meiner absoluten Lesehighlights in diesem Jahr. Mit großer Spannung erwarte ich die Fortsetzung dieses tollen Kriminalromans. Folgerichtig bewerte ich daher das Buch mit voll verdienten 5 von 5 Sternen und empfehle es unbedingt weiter!!!

clare1512 am 21.10.2016 17:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Angst und Schrecken

Dresden 1944, an den Endsieg glaubt kaum noch jemand.Die Stadt ist voll mit Flüchtlingen, täglich gibt es Bombenalarm und mitten in diesem Chaos geht ein Mörder um. Seine Opfer, Frauen.Er tötet auf bestialische Weise und nimmt ihnen nicht nur das Leben, sondern auch ihre Augenlieder.Nachts schleicht er durch die abgedunkelte Stadt, auf der Suche nach einem neuen Opfer.Zu den Schrecken des Krieges hat sich ein weiteres dazu gesellt, der Angstmann geht um.Max Heller, Kriminalinspektor und einer der letzten, der noch nicht für den Führer und das Vaterland in den Krieg muss, versucht mit all den wenigen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen, das Monster zu stoppen.Wenig Hilfe findet er dabei bei seinem neuen Vorgesetzten, dem SS Mann Rudolf Klepp. Im Gegenteil, Klepp versucht alles, um ihn zu sabotieren und ihm etwas anzuhängen um ihn dann in ein Lager zu stecken. Einzig seiner Frau kann Max noch trauen.Dann kommt der Tag, der noch heute in den Köpfen der Menschen ist.Der 13.Februar 1945: Dresden versinkt endgültig in Schutt und Asche. Mit ihm auch der Angstmann?Hat ihn die Feuerbrunst mitgerissen? Wer tötet nach Kriegsende auf die gleiche Weise? Ist der Angstmann nicht tot? Hat er das Inferno überlebt? Max muss nun nicht nur gegen den Hunger und die russische Bürokratie kämpfen, sondern den Angstmann oder einen Nachahmer endgültig zur Strecke bringen.Dieses Buch hat mich von Anfang an gepackt und nicht mehr losgelassen. Es hat sich in meine Träume gestohlen und mich das Grauen gelehrt. Es gibt wenig Schriftsteller, die dies verstehen, aber Frank Goldammer gehört definitiv dazu.Er hat so anschaulich geschrieben, dass ich das Gefühl hatte, mitten im zerstörten Dresden zu stehen, die Flieger dröhnen zu hören, die Bomben, die Angst der Menschen im Keller und die Angst vor dem Angstmann.Ich habe mit Max gelitten und ihn für seinen Mut bewundert, weiter seinen Weg zu gehen, obwohl er dabei sein Leben riskiert hat. Er ist einfach Max geblieben. Diesen Satz fand ich im Übrigen mehr als genial. Vielleicht habe nur ich so empfunden, aber für mich war dieses Statement mehr als mutig.Nochmal ein riesen Kompliment an den Autor.Ich vergebe 5 Sterne plus.Danke für diesen Lesegenuß.

gina1627 am 21.10.2016 10:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Superspannende Ermittlungen in bedrückender Kulisse!

Als wenn das Leid in den Kriegswirren nicht schon groß genug wäre, treibt ein Serienmörder in Dresden auch noch sein Unwesen.Kann Max Heller den Angstmann unter den erschwerten Bedingungen überhaupt finden?Max Heller, Kriminalkommissar in Dresden und zu dieser Zeit ein sehr integerer Mann, muss fast ohne Unterstützung mehrere Mordfälle aufklären. Erschwert wird seine Arbeit durch Klepp, einem durch und durch fanatischen SS Kommandeur , seinem Handlanger Strampe und der Kulisse, Dresden in den letzten Monaten vor Kriegsende 1944/45 und der anschließenden russischen Besatzungszeit.Man spürt die Kriegsatmosphäre mit all ihren Auswirkungen, die Angst beim Fliegeralarm, das Misstrauen von anderen und an andere, den Hunger, die Angst um die eigenen Kinder an der Front... und noch so viel mehr! Max Heller gibt die Suche trotzdem nie auf. Frank Goldmann schafft es mit seinem Schreibstil den Leser in den Lesebann zu ziehen. Er schafft eine spannende, beklemmende und berührende Atmosphäre. Man hat die ganze Zeit Kopfkino und Adrenalin pur! Immer wieder führt er den Leser auf eine andere Fährte.Seine Charaktere decken die ganze Schiene der vermeintlich damaligen Zeit perfekt ab. Max Heller, ein standhafter Gegner der damaligen Regierung, Klepp ein typischer SS Mann, Strampe ein gesteuertes ausführendes Organ. Aber es gibt auch die andere Seite, liebenswerte, hilfsbereite und gute Menschen in seinem Thriller. Ansatzweise erahnen kann man das Leid der Menschen, die als Flüchtlinge unterwegs waren, in Auschwitz umgebracht wurden und in Dresden überleben mussten!Wer war denn jetzt der Serienkiller? Frank Goldammer hat mich mit der Auflösung überrascht, damit hätte ich nicht gerechnet! Das Buch hat mir sehr gut gefallen!Thrillerfaktor und geschichtliche Einbindung perfekt umgesetzt.Ein Paigeturner bis zum Schluss.Ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall von Max Heller.Das Buch bekommt von mir 5 verdiente Sterne.

miss marple 64 am 12.10.2016 17:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Spannender Auftakt

Angst und Schrecken ergreift die ohnehin schon durch Krieg, Hunger und Entbehrungen traumatisierte Bevölkerung Dresdens im Winter 1945, als drei bestialisch zugerichtete Frauenleichen gefunden werden und Kriminalinspektor Max Heller die Spur des Mörders aufnimmt. Ihm fehlt es an allem, was für eine ordentliche Ermittlung notwendig wäre, vor allem Personal und hinreichende Kriminaltechnik. So setzt er auf seine Erfahrungen und auf die wenige Hilfe, die ihm noch zur Verfügung steht. Bei Eiseskälte streift er durch die Nächte, um weitere Anschläge zu vermeiden, befragt Zeugen, die den „Angstmann“ nachts durch die Straßen haben schleichen sehen, die unnatürliche Laute haben hören wollen. Doch die Suche hat wenig Erfolg, zumal er auch durch seinen Vorgesetzten ausgebremst wird. So ist er dem Mörder auch in der verhängnisvollen Bombennacht am 13. Februar 1945 auf der Spur, als die Stadt in einem Inferno untergeht. Dem Autor gelingt es, in seinem Buch eine Spannung aufzubauen, die den Leser erst langsam gefangen nimmt, die ihn dann aber bis zur letzten Seite nicht wieder loslässt. Er beschreibt das furchtbare Elend der letzten Kriegsmonate, die Hoffnungslosigkeit angesichts nicht versiegender Flüchtlingsströme durch die Stadt, lässt den Leser die Flammenhölle der Bombardierungen miterleben und zeichnet mit seinem Kriminalinspektor einen Menschen, der mit Mut und Unerschrockenheit nicht nur sein Leben und das seiner Frau retten will, sondern der es sich zur Aufgabe gemacht hat, diesen Mörder zu finden, in einer Zeit, wo es abertausende Tote gibt und ein Menschenleben eigentlich nichts wert ist.Frank Goldammer verbindet die Geschichte seiner Heimatstadt mit einem Kriminalfall der (buchstäblich) unter die Haut geht. Er kündigt eine Reihe an, deren nächster Band im kommenden Herbst erscheint.

readie am 12.10.2016 14:10 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ich bin Max Heller

Ein merkwürdiger Mord, der sich zunächst keinem logischen Täterprofil zuordnen läßt und eine zwielichtige Gestalt die ihr Unwesen treibt. Keine leichte Aufgabe für Kommissar Max Heller, inmitten der Kriegswirren im Jahr 1944 seinen Ermittlungsaufgaben nachzukommen. Im allgemeinen Misstrauen, das sich wie ein vernichtender Virus durch alle Bevölkerungsschichten zieht, dem allgegenwärtigen Fliegeralarm und ständiger Todesangst ausgesetzt, kämpft er mit dem Rücken zur Wand.Als es zu weiteren Morden kommt, die eindeutig dem gleichen Täter zuzuordnen sind, wird es langsam eng für Heller. Ohne Unterstützung von seinem Vorgesetzten, der ihn zusätzlich versucht mit allen Mitteln auszuhebeln, kämpft er auf ziemlich verlorenem Posten. Aber er bleibt sich selbst treu. Lieber riskiert er sein eigenes Leben, bevor er seine Ideale aufgibt.Auch nach Kriegsende, als es ihm, mittlerweile vom Dienst suspendiert, vollkommen egal sein könnte wer für die grausamen Morde verantwortlich ist und er sich besser um sein eigenes Leben kümmern sollte, kann er nicht locker lassen. Im Gegenteil, er wagt sich mitten hinein in die Höhle des Löwen – ohne groß darüber nachzudenken ob er den Kampf gewinnen kann.Fazit Eine überaus beeindruckende Aufarbeitung deutscher Geschichte, die verpackt in einer spannender Story, nicht nur das damalige Geschehen hinterfragt.

zummi am 30.09.2016 20:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

ANGST UND SCHRECKEN

Es sind nicht nur die fürchterlichen Bombenangriffe der Alliierten,die den Menschen in Dresden zu schaffen machen. Meistens kommter in der Nacht. Ein Lachen und Kichern. Lautes Geheul, wie voneinem hungrigen Wolf. Ein Einzelgänger auf jeden Fall. Es ist dasfinstere Kapitel des Deutschlands unter dem Nazi-Regime. Überalllauert der Tod. Max Heller wurde bereits im ersten Weltkrieg 1915schwer verletzt und arbeitet als Kriminalbeamter im zerbombtenDeutschland. Doch wer ist der Gegner? Ist das überhaupt ein Menschoder eher ein Dämon?Immer wieder werden Frauen brutal hingerichtet und alles deutetauf einen Ritualmörder hin. In der fürchterlichsten Bombennacht,die Dresden je erlebt hat, schlägt das Phantom wieder gnadenloszu. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und den Tod.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Morgenpost
Ein spannender, dramatischer Thriller, fesselnd erzählt.

19.03.2020

Für Sie
Packender Mix aus Spannung und Zeitgeschichte - nichts für schwache Nerven.

05.12.2016

Westdeutsche Zeitung
Goldammer schafft den Spagat zwischen gut recherchiertem Historienroman und Kriminalgeschichte.

Nina Mützelburg, 26.11.2016

Wiener Zeitung
Brutal und hintergründig, spannend und sehr persönlich - für abgebrühte, aber auch anspruchsvolle Th...rillerfans. mehr weniger

28.10.2016

WDR 2
Das Schreiben ist seine große Leidenschaft, die er als Ausgleich braucht. Wenn so etwas Gutes wie ›D...er Angstmann‹ dabei herauskommt, dann gerne mehr davon. mehr weniger

Oliver Steuck, 10.10.2016

Salve - Kloster Einsiedeln
Mit Frank Goldammers Kriminalinspektor Max Heller betritt ein neuer Held die Bühne des deutschen Kri...minalromans. mehr weniger

Buch-Magazin
Ein fesselnder Roman aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs.

Buchprofile/Medienprofile
Die historischen Hintergründe sind gut recherchiert und bilden den perfekten Rahmen für die Geschich...te, die an Wendungen und Spannungsmomenten einiges zu bieten hat. mehr weniger

Michael Ziemons

Laviva
Ein atmosphärischer Krimi, aber nichts für schwache Gemüter!

Buchpalast
Hautnah & Persönlich.

Marion Hübinger

Sortimenterbrief
Fesselnder Kriminaroman aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Horst Bayer

bichergeck.website
Für mich ist der Autor eine Entdeckung unter den deutschen Krimischriftstellern.

Jessica Mersch, 05.11.2017

Oberhessische Presse
Goldammer verbindet die Krimihandlung so mit dem beklemmenden historischen Hintergrund, das beides i...neinandergreift und über einen bloßen Krimi weit hinausgeht. mehr weniger

11.07.2017

bookreviews.at
Ein toller und mitreißender Roman, der die Zeit um 1944/45 schonungslos beschreibt!

11.06.2017

nichtohnebuch.blogspot.de
Eines ist sicher, vergessen werde ich dieses Buch nie.

Tanja Hasirasi, 28.05.2017

Bayerwald-Echo
Der Stimmung kann man sich kaum entziehen und das Buch wohl erst ganz am Ende zur Seite legen.

20.03.2017

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Ein sehr spannender Krimi, in dem auch die Frage aufgeworfen wird, wie viel ein Menschenleben in ein...er sich selbst zerstörenden Welt wert ist. mehr weniger

Frank Kleiner, 28.01.2017

anke-liest.blogspot.de
Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

27.01.2017

Norddeutsche Neueste Nachrichten
Höchst spannend.

23.01.2017

Schweriner Volkszeitung
Höchst spannend.

23.01.2017

Pirmasenser Zeitung
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Roman der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger

21.01.2017

Magdeburger Volksstimme
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger

24.12.2016

Lübecker Nachrichten
Frank Goldmann hat mit ›Der Goldmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse veröffentlicht.

16.12.2016

histo-couch.de
Beklemmender Krimi und atmosphärische Geschichtsstunde.

Jörg Kijanski, 16.12.2016

literaturmarkt.info
Krimiliteratur auf höchstem Niveau.

Susann Fleischer, 12.12.2016

nichtohnebuch.blogspot.de
Dies ist mein erster historischer Krimi- und ich bin absolut begeistert - ich hätte nie gedacht, das...s mich ein historisches Buch so fesseln könnte. mehr weniger

08.12.2016

TV für mich
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Christine Jaksch, 23.11.2016

Freie Presse
Frank Goldammer beschreibt die historischen Gegebenheiten sehr detailliert und hat für seinen Krimi ...hervorragend recherchiert. mehr weniger

Manuela Haselberger, 18.11.2016

Der Nordschleswiger
Goldammer transportiert in der Form des Kriminalromans viel historisches Wissen und schafft es, dem ...Leser immer wieder Schauer über den Rücken laufen zu lassen (...). mehr weniger

14.11.2016

Delmenhorster Kreisblatt
Dieser zeitgeschichtliche Krimi ist perfekt für die dunklen Abende im November. Für einen ruhigen Sc...hlaf kann ich allerdings nicht garantieren. mehr weniger

Swantje Kohlwes, 10.11.2016

mordsbuch.net
Spannung verbunden mit deutscher Geschichte. Außergewöhnlich gut!

27.10.2016

buchlemmi.de
Ein toller und spannender Kriminalroman mit einem historischen Hintergrund.

Peter Kuttig, 26.10.2016

Südwest-Presse
Nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein Stück lebendige Zeitgeschichte.

18.10.2016

derachentaler.de
Eine überaus beeindruckende Aufarbeitung deutscher Geschichte, die verpackt in einer spannender Stor...y, nicht nur das damalige Geschehen hinterfragt. mehr weniger

12.10.2016

General-Anzeiger Magdeburg
Der Dresdner Frank Goldammer hat einen ausgezeichneten Krimi geschrieben, der einen von Anfang an pa...ckt und mitreißt. mehr weniger

Arno Udo Pfeiffer, 12.10.2016

TV für mich
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges,

07.10.2016

mia-bruckmann.de
Fakt ist, dass die Handlung durchgehend fesselnd ist, und genau das erwarte ich als Leserin bei ein...em Krimi! Ich freue mich schon heute auf den Folgeroman, der 2017 erscheinen wird, in dem Max Heller erneut gefordert wird. mehr weniger

05.10.2016

niliversum.wordpress.com
Das Doppelpack aus spannendem Kriminalfall im Dresden des 2. Weltkrieges und die dazugehörige Realdo...ku sorgt für Herzklopfen, Gruselmomente und Schrecken und ist gleichzeitig Krimiunterhaltung vom Feinsten! mehr weniger

Sabine Kettschau, 23.09.2016

zwiebelchens-plauderecke.blogspot.de
Frank Goldammer versteht es, uns alle Beteiligten und Ereignisse in einer Intensität zu beschreiben,... dass diese förmlich vor uns stehen und greifbar werden. mehr weniger

Anja Schmidt, 23.09.2016

scattysbuecherblog.blogspot.de
Das Buch war einfach fesselnd und absolut spannend.

Eva Mirschel, 23.09.2016

HR
Max Heller darf in Zukunft gerne weiter ermitteln.

Caroline Wornath, 23.09.2016

media-mania.de
Es gibt Bücher, die sind so gut, dass sie ihren Leser auch bei hohen Erwartungen überraschen. ›Der A...ngstmann‹ ist ein solches. mehr weniger

Iris Jockschat, 23.09.2016