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Ein fesselnder Kriminalroman aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs

Der Angstmann

Dresden im November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den immer bedrohlicher werdenden Kriegsumständen ‒ da wird die grausam zugerichtete Leiche einer Krankenschwester gefunden. Schnell heißt es: Das war der Angstmann, der nachts durch die Stadt schleicht. Kriminalinspektor Max Heller hat bei der fieberhaften Suche nach dem Täter mit dem Kriegschaos zu kämpfen – aber auch mit seinem linientreuen Vorgesetzten. Und die Hoffnung, der Frauenmörder sei bei dem katastrophalen Bombenangriff im Februar 1945 umgekommen, zerschlägt sich..
 

Bibliografische Daten

EUR 9,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-43045-6
Erscheinungsdatum: 23.09.2016
3. Auflage
336 Seiten
Sprache: Deutsch
Autor*innenporträt

Frank Goldammer

Frank Goldammer, geboren 1975, ist Handwerksmeister und Autor. Bekannt wurde er mit seiner historischen Krimi-Bestsellerreihe über Kommissar Max Heller. Goldammer lebt als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.

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101 von 101 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.55 von 5 Sternen


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5 - 10 von 101 Leserstimme

archer am 30.09.2016 12:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Jemand geht um in der Nacht

Ende 1944: Die Nazis hauen Durchhalteparolen raus und führen sich bestialischer denn je auf. Die Dresdner leben von Angst und Bezugsscheinen. Alle hoffen, dass sie von den Bombenangriffen der Alliierten verschont werden, das Gerücht, Churchills Tante lebe in Dresden und verhindere Schlimmeres geht um. Doch noch etwas oder jemand geht um und das meistens bei Alarm in der Nacht: der Angstmann. Und der tötet junge Frauen, quält sie, häutet sie, unvorstellbar. Max Heller, der alternde Kripomann, der dreißig Jahre zuvor schon einmal im Krieg gekämpft hat, nimmt die Ermittlungen auf. Doch Ressourcen sind knapp, es gibt keine Leute mehr, die er einsetzen könnte, und wen interessieren überhaupt ein paar ermordete Frauen, wenn im Krieg Millionen Menschen sterben? Max Heller interessieren sie, und er gibt nicht auf, obwohl er sich damit in Lebensgefahr begibt: erst durch die Nazis, später dann durch die Russen.Ich bin so lange nach dem Krieg geboren worden, dass ich nicht weiß, ob Goldammer alles richtig recherchiert hat oder nicht. Aber grobe Fehler hat er bestimmt nicht gemacht, und manchmal muss man, um eine spannende Geschichte zu erzählen, etwas einbauen, wie zum Beispiel einen Kriminalkommissar, der nicht Mitglied der NSDAP ist. Was ich aber weiß ist, dass Goldammer hier einen wirklich spannenden Roman geschaffen hat, der einerseits mit einem grausamen Krimi punkten kann, andererseits auch die Grausamkeit der Nazis und des Krieges aufführt, gegen die alles andere zu verblassen droht. Der Angriff auf Dresden, das Bombardement, das Feuerinferno, das wurde mit einer gänsehauterzeugenden Eindringlichkeit beschrieben, genauso die Monate kurz nach dem Krieg, als die Russen die Stadt beherrschten und Hellers Ermittlungen mit dem jungen Saizev, der die Deutschen bis aufs Blut hasst und auch allen Grund dazu hat. Mir jedenfalls wäre es recht, wenn es weitere Bücher mit Heller (und gern auch Saizev) geben würde.

engineerwife am 28.09.2016 16:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Der Todesstoß für Dresden ...

Wow, ich muss sagen, ich bin total beeindruckt von diesem tollen Kriminalroman mit geschichtlichem Hintergrund. Frank Goldammer, der nebenbei auch noch ein Maler-und Lackiermeister ist, hat es geschafft, die Atmosphäre des letzten Kriegsjahres in Dresden mit einer derartigen Realität zu vermitteln, dass man meint, selbst dabei gewesen zu sein. Im Detail beschreibt er die Entbehrungen und die Gefahren, die die gesamte Bevölkerung bis auf wenige Ausnahmen betreffen. Besonders treffend schildert er die schreckliche Hitze und das Grauen in jener Bombennacht vom 13. auf den 14. Februar 1945, die das alte Dresden dem Erdboden gleich machte. Seine sympathische Romanfigur, der ehrliche und pflichtbewusste Kommissar Max Heller lässt sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen. Während er versucht, sich aus den Nazikomplotten weitgehend rauszuhalten, ist er fast wie besessen von seinem Fall. Er muss den Angstmann zur Strecke bringen, wenn dies auch nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein scheint im Dresden der Tausenden von Toten. Er muss den Fall lösen ….Ich hoffe sehr, Kommissar Heller darf bald in Friedenszeiten weiterermitteln, er hätte es verdient. Ich freue mich auf weitere Romane um diesen gradlinigen Mann.

tanja84 am 24.09.2016 19:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

spannend

Inhalt: "Dresden, November 1944: Die Bevölkerung leidet unter den anhaltenden Kriegszuständen und den täglichen Entbehrungen. Flüchtlingsströme drängen in die Stadt. Bombenalarme gehören zum Alltag. Da wird Kriminalinspektor Max Heller zu einer grausam zugerichteten Frauenleiche geholt. Schnell geht das Gerücht um: Das war der Angstmann, der nachts durch die Ruinen schleicht..."Also macht Heller sich auf die Suche nach dem Frauenmörder, doch nicht ohne Hindernisse!Spannend geschrieben, kaum hat man es in den Händen will man es gar nicht mehr zur Seiten legen. Eigentlich lese ich nicht so gerne Krimis, die sich mit historischen Themen oder Krieg schneiden, doch in dem Fall hat es mich nicht gestört im Gegenteil - es war passend!Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch dass der Autor es geschafft hat mich immer wieder auf falsche Fährten zu locken!

druckdeufel am 23.09.2016 22:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

herausragend und lesenswert

1944 geht in Dreden ein Frauenmörder um. Er hinterlässt fürchterlich zugerichtete Opfer. Kriminalinspektor Heller hat größte Mühe, die nötigen Schritte zur Verfolgung des Täters zu unternehmen, denn die Kriegsgeschehnisse erschweren die Ermittlungen enorm, zudem behindert sein Vorgesetzter sie fortwährend. Frank Goldammer schickt mit Max Heller einen aufrechten, einen guten Menschen ins Gefecht, der dem Nationalsozialismus skeptisch gegenübersteht. In dem braunen Schlamm seiner Behörde muss er sich abstrampeln, muss hinnehmen, dass ihm Unterstützungen versagt werden, muss ein Ziel verfolgen, das der Krieg zu relativieren versucht. Denn so schlimm die Taten des Mörders sind, die des Krieges sind um ein Millionenfaches schlimmer. Heller weiß das, und doch kämpft er gegen das Aufgeben an, versucht, seinen Werten treu zu bleiben, ohne zu viel zu riskieren. Der Kriminalfall ist schockierend und spannend. Der Kriegsalltag ebenfalls. Beides zusammen macht diesen Roman zu einem atemberaubend dichten Erlebnis. Das Buch spiegelt den damaligen Zeitgeist völlig authentisch wider, alles rückt sehr nahe: der stets gegenwärtige Mangel, der Hunger, die Angst um die Söhne an der Front, die Angst vor Denunziation, die Zustände im Krankenhaus, der Fliegeralarm, das Warten im Keller … Alles ist derartig exakt eingefangen, von der Kleidung über den oft militärisch knappen Ausdruck in der wörtlichen Rede bis zu beiläufigen Gesten, dass man mit Haut und Haar hinein gesogen wird in diese beklemmende Szenerie. Die Menschen sind nicht leicht zu durchschauen. Wer aus welchem Grund was zu verbergen hat, wird beizeiten plausibel erklärt. Doch bis dahin rätselt und bangt man mit dem dem Kommissar, gruselt sich gar, und hofft auf einen glücklichen Ausgang, soweit die Erwartung in diesen Zeiten überhaupt reichen darf. Wie dieser Roman es schafft, die Schrecken der letzten Kriegsmonate mit einer überaus fesselnden Kriminalhandlung zu verknüpfen, macht ihn so herausragend und lesenswert - nicht nur für Krimifans.

pmelittam am 22.09.2016 21:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Außergewöhnliches Setting, sehr atmosphärisch

Dresden 1944: So langsam zeichnet sich ab, dass das Dritte Reich den Krieg womöglich doch nicht gewinnen kann, der Feind rückt näher, die Bevölkerung leidet Not, immer mehr Flüchtlinge erreichen die Stadt, Krankheiten und Hunger breiten sich aus, in den Nächten gibt es immer öfter Alarm. Als eine schlimm zugerichtete Frauenleiche gefunden wird, wird Kriminalinspektor Max Heller mit den Ermittlungen betraut. Den Täter zu finden, stellt eine Herausforderung dar, fast alle fähigen Kollegen sind an die Front abkommandiert, Hellers Vorgesetzter, SS-Obersturmbandführer Klepp, ein ehemaliger Fleischer, hat weder kriminalistische Kenntnisse, noch ein echtes Interesse, den wahren Täter zu finden, er will den Fall nur schnell gelöst haben. Dass die Tote sich von ihrem jüdischen Ehemann hatte scheiden lassen, macht die Sache für ihn einfach: Der muss es gewesen sein. In der Bevölkerung vermutet man einen besonderen Täter: Der Angstmann ginge um, schließlich sind nachts merkwürdige Geräusche zu hören. Heller glaubt an einen anderen Täter, zumal eine weitere, noch bestialischer getötete, Leiche gefunden wird …Ein Kriminalroman, der in den letzten Kriegsmonaten in Dresden spielt, das ist doch einmal etwas anderes, für mich ein klarer Fall von „Muss ich lesen“. Gelockt hat mich auch der Zusatz „Der erste Fall für … Max Heller“, ich mag Buchreihen, zumal, wenn mir der oder die Ermittler interessant vorkommen.Max Heller ist Weltkrieg-I-Veteran, kriegsversehrt, weswegen er jetzt selbst nicht an die Front musste, jedoch sind seine beiden Söhne im Krieg, von denen er lange nichts gehört hat, weswegen er und seine Frau sich große Sorgen machen. Max Heller ist kein strammer Nazi, im Gegenteil, aber er versucht das nicht offen zu zeigen, um sich und seine Familie zu schützen. Wenn er ermittelt, ist er hartnäckig und will unter allen Umständen den Fall lösen, dafür geht er auch schon einmal Risiken ein, jedenfalls stellt es sich in diesem ersten Band so dar, zum Beispiel, wenn er, statt Lebensmittel zu besorgen, einer Spur nachgeht. Mir ist Heller sehr sympathisch und ich würde gerne weitere Fälle mit ihm zusammen erleben.Gut gefallen hat mir auch Andrej Saizev, der nach Kriegsende Heller bei den Ermittlungen unterstützt. Ich würde mich freuen, ihn in weiteren Bänden wiedersehen zu dürfen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist, denn Saizev wurde nach Moskau abkommandiert. Aber, man weiß ja nie ...Frank Goldammer gelingt es gut, die Atmosphäre, die in den letzten Kriegsmonaten geherrscht haben muss, herüber zu bringen. Hunger, Krankheiten, Hoffnung, die aber immer mehr in Hoffnungslosigkeit übergeht, die Angst vor dem näher rückenden Feind, die Angst um die Familienangehörigen im Feld, die Angst vor den Bomben, all das wirkt bedrückend und viele kennen Ähnliches aus den Erzählungen der Eltern oder Großeltern. Auf mich wirken Frank Goldammers Beschreibungen sehr authentisch. Den Höhepunkt erreicht dieses Geschehen in der Bombennacht am 13.02.1945, die man mit Max Heller zusammen erlebt und die erschüttert. Was mir weniger gefallen hat, war die Zeichnung einiger anderer Charaktere, mancher schien mir doch etwas zu überzogen, zu klischeehaft, zu stereotyp, in erster Linie Hellers Vorgesetzter, der zwar (aus politischen Gründen) nachvollziehbar diesen Rang besetzt, dessen pathetische Reden man aber kaum ertragen kann.Auch mit der Auflösung bin ich nicht ganz glücklich, sie entbehrt zwar nicht einer gewissen Logik, erscheint mir aber doch an den Haaren herbeigezogen. Und nicht nur die Aufdeckung der Morde, sondern auch ein zweiter Lösungsstrang wirkt auf mich nicht nachvollziehbar. Da war mir insgesamt zu viel in den Topf geworfen.Insgesamt fand ich den Roman aber gut gelungen, es ist ein spannender Kriminalroman mit einem außergewöhnlichen Setting und einem sympathischen Ermittler. Ich würde mich über weitere Fälle Max Hellers freuen und empfehle den Roman gerne weiter. Von mir gibt es 4 Sterne.

claudi-1963 am 21.09.2016 22:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Der Angstmann geht um

Dresden im Winter 1944, der Krieg neigt sich langsam dem Ende zu, auch wenn es die Bevölkerung noch nicht weiß. Kriminalinspektor Max Heller wird zu einer schwer zugerichteten Leiche gerufen, die zwei Jungs in einem Bootshaus gefunden haben. Die Leiche wurde drapiert wie Jesus am Kreuz und schnell reden alle vom Angstmann der in Dresden zur Zeit umgehe und Frauen ermordet. Komische Laute und eigenartiges Lachen und Geräusche mag man gehört haben, behaupten die Leute. Aber Max Heller sieht das als Fantasie der Bevölkerung an, für ihn steckt ein Mensch hinter diesen Gräueltaten. Und das Morden geht weiter, immer schrecklicher zugerichtete Frauen werden gefunden und Heller versucht alles um den Täter zu fassen. Doch dann kommt es zum Bombenhagel Anfang 1945 und in jener Nacht verfolgt Heller den Täter, kann ihn aber nicht fassen um kommt mit viel Glück dem Bombardement davon. Das kann nicht mal der Angstmann überlebt haben denkt er sich, aber er sollte sich täuschen. Den unter russischer Besatzung kommt es wieder zu einem Leichenfund.Meine Meinung:Frank Goldammer ist mit seinem Debütroman ein gelungener Krimi mit einer Mischung aus Spannung, Historie und Kriminalfall gelungen. Selten habe ich mich so in ein Buch hineinversetzt gefühlt wie in diesem Roman. Der spannende und flüssige Schreibstil des Autors, lässt einen das Buch kaum mehr zur Seite legen. Auch wenn gegen Mitte des Buches mehr die Bombardierung Dresdens eine Rolle spielt, habe ich mich trotzdem gut unterhalten gefühlt. Allein die Beschreibung von Dresden nach dieser Nacht, die Hilflosigkeit der Menschen hat mich tief beeindruckt. Chapeau Frank Goldammer er hat hier eine gute recherchierte Story zu Papier gebracht und ich bin mir sicher wir werden noch viel von ihm lesen. Das Cover und die Aufmachung des Buches haben mir ebenfalls gut gefallen, die dunklen Farben passen zur Nachkriegszeit. Allerdings würde ich jedem ängstlichen empfehlen dieses Buch nicht Nachts zu lesen, den sie werden den Atem des Angstmannes im Nacken spüren!!! Mich jedenfalls hat es ab und zu geschaudert. Von mir ganz klar 5 von 5 Sterne für diesen grandiosen Roman.

inyanmni am 19.09.2016 21:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Angst geht um in Dresden

Frank Goldammer hat mit "Der Angstmann" einen packenden historischen Krimi geschrieben, der am Ende des Zweiten Weltkriegs spielt. Das historische Element hat mich auch am meisten überzeugt. Die Schilderung der Bombennacht etwa ist so plastisch, dass ich mich beinahe selbst dorthin transportiert fühlte. Auch der Wechsel vom Leben unter der Nazi-Diktatur zum Leben unter den russischen Besatzern ist sehr anschaulich beschrieben.Die Hauptfigur, Max Heller, ist einfühlsam gezeichnet, seine Beweggründe und Handlungen sind gut nachvollziehbar. Auch die Motivationen seines eher unfreiwilligen Helfers Saizev werden gut herausgearbeitet. Der Kriminalfall - die Suche nach einem Serienmörder, der auf bestialische Weise junge Frauen umbringt - ist schlüssig und nimmt in der Geschichte meiner Meinung nach weder zu viel noch zu wenig Raum ein.Der Schreibstil hat mir gefallen, für meinen Geschmack wurden allerdings in der wörtlichen Rede zu viele Ausrufezeichen verwendet. Das Cover passt wunderbar zum Inhalt und hat mich direkt neugierig gemacht, da die Spannung durch den fliehenden Mann und die Schatten sehr schön verdeutlicht wird.

jojo-lesemaus am 19.09.2016 12:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Der Angstmann

In dem Kriminalroman " Der Angstmann" darf der Leser nicht nur in einen verstrickten Mordfall sondern auch in eine fern vergangene Zeit eintauchen. Das in den Kriegsjahren 1944/45 und in der Nachkriegszeit von 1945 spielende Buch gibt tiefe Einblicke in diese oft thematisierte und uns dennoch fremde Zeit. Mit vielen persönlichen und lebensnahen Ereignissen mit denen der Kommissar Heller und seine Frau im Alltag umgehen müssen, wird der Leser in diese Zeit gebunden und bekommt einen authentischen Einblick in das Leben damals. Dass die Ermittlungen durch das Kriegs Geschehen erschwert und zwischendurch sogar gestoppt werden mussten ist sehr realistisch geschildert. Allerdings gegenüber der Umstände der Wiederaufnahme etwas skeptisch. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, da er Detailgetreu jede Situation geschildert hat. Dass es dadurch zu längeren Passagen ausschließlich aus Schilderungen und Erklärungen kam hat mich manchmal dann doch genervt. Einen spannenden und lesenswerten Mix aus Krimi und historischer Erzählung zu kreieren ist dem Autor gut gelungen.

msl_kl am 19.09.2016 11:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Spannende Ermittlungen

Dresden, November 1944: Während die Bevölkerung unter den anhaltenden Kriegszuständen leidet, geht ein Gerücht durch die Bevölkerung: Nachts schleicht „Der Angstmann“ durch die Ruinen und tötet auf brutalste Weise Frauen. Kriminalinspektor Heller wird auf den Angstmann angesetzt, nachdem eine grausam zugerichtete Frauenleiche gefunden wird. Jedoch erschwert ihm sein Vorgesetzter Klepp die Ermittlungen. Außerdem gehört der Bombenalarm zum Alltag und dauernd muss Schutz aufgesucht werden. Als dann im Februar 1945 Dresden durch einen Bombenhagel dem Erdboden gleich gemacht wird, halten alle den Angstmann für tot.Ich fand die Idee, einen Kriminalroman mitten im 2. Weltkrieg anzusiedeln, ziemlich gut. Die Ermittlungen waren damals bestimmt nicht so einfach und das hat der Autor auch sehr gut beschrieben. Überhaupt die ganze Stimmung und das Leid und Elend hat der Autor hervorragend aufgefangen. Hier geht es nicht nur um die spannenden Ermittlungen des Kommissars, die dauernd durch einen Bombenalarm unterbrochen wurden, sondern es werden auch die damaligen Zustände sehr gut beschrieben. Kommissar Heller ist ein ganz normaler Bürger, der Angst um seine zwei Söhne hat, die im Krieg sind. Seine Frau versucht die täglichen Tagesrationen Essen zu ergattern und ist glücklich, wenn sie mal ein Stück Seife ergattert. Sehr intensiv werden die Zustände nach der schrecklichen Bombardierung im Februar. Da kann man sich durch Hellers Augen einen Eindruck verschaffen, wie es war, als er aus dem Schutzkeller hochkam und er sich in einer völlig fremden Welt fühlte, da alles zerstört war. Ich fand das Buch spannend und auch gleichzeitig historisch sehr interessant. Bin schon auf den nächsten Fall gespannt!

raschke64 am 19.09.2016 09:09 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Angstmann

Dresden 1944, im letzten Kriegswinter wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Gefesselt, gefoltert und ermordet. Kriminalinspektor Max Heller beginnt mit den Ermittlungen. Doch er hat nicht viel Unterstützung. Sein Vorgesetzter legt ihm Steine in den Weg, fähige Kollegen werden zur Wehrmacht eingezogen und unter der Bevölkerung herrscht Angst. Als eine weitere Leiche gefunden wird, geht bald das Gerücht vom Angstmann um. Die Ermittlungen bringen kaum Ergebnisse...Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zum einen sind da die eigentlichen Ermittlungen, die für eine gewisse Spannung und auch für Überraschungen sorgen. Noch mehr aber ist es dem Autor gelungen, die damalige Zeit zu schildern. Zuerst die Angst der Menschen vor Verrat gegenüber den Nazis, gleichzeitig die alltäglichen Probleme und Schwierigkeiten in den letzten Kriegsmonaten. Dann der schreckliche Angriff auf Dresden und danach das Leben nach dem Krieg. Man hat das Gefühl, man ist direkt dabei.Die Figur des Max Heller ist sympathisch, naiv, aber auch stur. Hier gibt es noch einige Entwicklungsmöglichkeiten. Da ich selbst Dresdner bin, könnte ich auch gut die Örtlichkeiten, Straßen usw. nachverfolgen. Das hat einen zusätzlichen Reiz für mich und so freue ich mich auf die Fortsetzung.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Morgenpost
Ein spannender, dramatischer Thriller, fesselnd erzählt.

19.03.2020

Für Sie
Packender Mix aus Spannung und Zeitgeschichte - nichts für schwache Nerven.

05.12.2016

Westdeutsche Zeitung
Goldammer schafft den Spagat zwischen gut recherchiertem Historienroman und Kriminalgeschichte.

Nina Mützelburg, 26.11.2016

Wiener Zeitung
Brutal und hintergründig, spannend und sehr persönlich - für abgebrühte, aber auch anspruchsvolle Th...rillerfans. mehr weniger

28.10.2016

WDR 2
Das Schreiben ist seine große Leidenschaft, die er als Ausgleich braucht. Wenn so etwas Gutes wie ›D...er Angstmann‹ dabei herauskommt, dann gerne mehr davon. mehr weniger

Oliver Steuck, 10.10.2016

Salve - Kloster Einsiedeln
Mit Frank Goldammers Kriminalinspektor Max Heller betritt ein neuer Held die Bühne des deutschen Kri...minalromans. mehr weniger

Buch-Magazin
Ein fesselnder Roman aus den Zeiten des Zweiten Weltkriegs.

Buchprofile/Medienprofile
Die historischen Hintergründe sind gut recherchiert und bilden den perfekten Rahmen für die Geschich...te, die an Wendungen und Spannungsmomenten einiges zu bieten hat. mehr weniger

Michael Ziemons

Laviva
Ein atmosphärischer Krimi, aber nichts für schwache Gemüter!

Buchpalast
Hautnah & Persönlich.

Marion Hübinger

Sortimenterbrief
Fesselnder Kriminaroman aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Horst Bayer

bichergeck.website
Für mich ist der Autor eine Entdeckung unter den deutschen Krimischriftstellern.

Jessica Mersch, 05.11.2017

Oberhessische Presse
Goldammer verbindet die Krimihandlung so mit dem beklemmenden historischen Hintergrund, das beides i...neinandergreift und über einen bloßen Krimi weit hinausgeht. mehr weniger

11.07.2017

bookreviews.at
Ein toller und mitreißender Roman, der die Zeit um 1944/45 schonungslos beschreibt!

11.06.2017

nichtohnebuch.blogspot.de
Eines ist sicher, vergessen werde ich dieses Buch nie.

Tanja Hasirasi, 28.05.2017

Bayerwald-Echo
Der Stimmung kann man sich kaum entziehen und das Buch wohl erst ganz am Ende zur Seite legen.

20.03.2017

Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Ein sehr spannender Krimi, in dem auch die Frage aufgeworfen wird, wie viel ein Menschenleben in ein...er sich selbst zerstörenden Welt wert ist. mehr weniger

Frank Kleiner, 28.01.2017

anke-liest.blogspot.de
Von mir gibt es ganz klare 5 Sterne.

27.01.2017

Norddeutsche Neueste Nachrichten
Höchst spannend.

23.01.2017

Schweriner Volkszeitung
Höchst spannend.

23.01.2017

Pirmasenser Zeitung
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Roman der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger

21.01.2017

Magdeburger Volksstimme
Der Dresdner Autor Frank Goldammer hat mit ›Der Angstmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse ...veröffentlicht. mehr weniger

24.12.2016

Lübecker Nachrichten
Frank Goldmann hat mit ›Der Goldmann‹ einen historischen Krimi der Extraklasse veröffentlicht.

16.12.2016

histo-couch.de
Beklemmender Krimi und atmosphärische Geschichtsstunde.

Jörg Kijanski, 16.12.2016

literaturmarkt.info
Krimiliteratur auf höchstem Niveau.

Susann Fleischer, 12.12.2016

nichtohnebuch.blogspot.de
Dies ist mein erster historischer Krimi- und ich bin absolut begeistert - ich hätte nie gedacht, das...s mich ein historisches Buch so fesseln könnte. mehr weniger

08.12.2016

TV für mich
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs.

Christine Jaksch, 23.11.2016

Freie Presse
Frank Goldammer beschreibt die historischen Gegebenheiten sehr detailliert und hat für seinen Krimi ...hervorragend recherchiert. mehr weniger

Manuela Haselberger, 18.11.2016

Der Nordschleswiger
Goldammer transportiert in der Form des Kriminalromans viel historisches Wissen und schafft es, dem ...Leser immer wieder Schauer über den Rücken laufen zu lassen (...). mehr weniger

14.11.2016

Delmenhorster Kreisblatt
Dieser zeitgeschichtliche Krimi ist perfekt für die dunklen Abende im November. Für einen ruhigen Sc...hlaf kann ich allerdings nicht garantieren. mehr weniger

Swantje Kohlwes, 10.11.2016

mordsbuch.net
Spannung verbunden mit deutscher Geschichte. Außergewöhnlich gut!

27.10.2016

buchlemmi.de
Ein toller und spannender Kriminalroman mit einem historischen Hintergrund.

Peter Kuttig, 26.10.2016

Südwest-Presse
Nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein Stück lebendige Zeitgeschichte.

18.10.2016

derachentaler.de
Eine überaus beeindruckende Aufarbeitung deutscher Geschichte, die verpackt in einer spannender Stor...y, nicht nur das damalige Geschehen hinterfragt. mehr weniger

12.10.2016

General-Anzeiger Magdeburg
Der Dresdner Frank Goldammer hat einen ausgezeichneten Krimi geschrieben, der einen von Anfang an pa...ckt und mitreißt. mehr weniger

Arno Udo Pfeiffer, 12.10.2016

TV für mich
Fesselnder Krimi aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges,

07.10.2016

mia-bruckmann.de
Fakt ist, dass die Handlung durchgehend fesselnd ist, und genau das erwarte ich als Leserin bei ein...em Krimi! Ich freue mich schon heute auf den Folgeroman, der 2017 erscheinen wird, in dem Max Heller erneut gefordert wird. mehr weniger

05.10.2016

niliversum.wordpress.com
Das Doppelpack aus spannendem Kriminalfall im Dresden des 2. Weltkrieges und die dazugehörige Realdo...ku sorgt für Herzklopfen, Gruselmomente und Schrecken und ist gleichzeitig Krimiunterhaltung vom Feinsten! mehr weniger

Sabine Kettschau, 23.09.2016

zwiebelchens-plauderecke.blogspot.de
Frank Goldammer versteht es, uns alle Beteiligten und Ereignisse in einer Intensität zu beschreiben,... dass diese förmlich vor uns stehen und greifbar werden. mehr weniger

Anja Schmidt, 23.09.2016

scattysbuecherblog.blogspot.de
Das Buch war einfach fesselnd und absolut spannend.

Eva Mirschel, 23.09.2016

HR
Max Heller darf in Zukunft gerne weiter ermitteln.

Caroline Wornath, 23.09.2016

media-mania.de
Es gibt Bücher, die sind so gut, dass sie ihren Leser auch bei hohen Erwartungen überraschen. ›Der A...ngstmann‹ ist ein solches. mehr weniger

Iris Jockschat, 23.09.2016