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Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur

Der Einsiedlersommer

Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft

Bibliografische Daten

EUR 16,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45060-7
Erscheinungsdatum: 01.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen
Autor*innenporträt

Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

zur Autor*innen Seite
Bei unserer Presseabteilung können Sie unter Angabe des Verwendungszwecks Autor*innenfotos anfordern.

141 von 141 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen


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5 - 10 von 141 Leserstimme

pedi68 am 26.07.2026 10:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Naturschutz in Norwegen

Das treffende Cover mit dem Eremitenkäfer und den Eichenblättern gefällt mir gut!Interessant finde ich, dass die Autorin Professorin für Naturschutzbiologie ist.Sie hat schon viele Sachbücher geschrieben. Dieses ist ihr erster Roman.Die Fakten über den Naturschutz in Norwegen, insbesondere über den Eremitenkäfer, finde ich sehr spannend und anschaulich beschrieben.Die Biologin Eva zieht nach einem Schicksalsschlag für die Sommermonate in ein abgelegenes Dorf, um für die Gemeinde den schützenswerten Wald zu kartieren und den Eremitenkäfer zu finden, der bis vor kurzem ausgestorben schien.Olga, die alleine auf dem idyllischen Gut Froyshov lebt, ist ihre nächste Nachbarin. Die anfänglich schwierige Beziehung zwischen der 33-jährigen impulsiven Eva und der 77-jährigen einsamen Olga entwickelt sich zu einer innigen Freundschaft.Das ist schön zu lesen und ich finde es immer spannend, wenn so unterschiedliche Welten aufeinanderprallen wie z.B. hier bei dem großen Altersunterschied.Die zwei eigenwilligen Frauen brauchen und helfen sich einander mehr als sie ahnen.Der Schluss des Romans hat mich allerdings etwas unzufrieden zurückgelassen.Olgas gesamtes Leben beruht auf einer Lüge, die bestimmte Entscheidungen nach sich gezogen hat.Durch Evas Hartnäckigkeit kann diese Lebenslüge aufgedeckt werden.Nun greift Eva aber selber zu einer Notlüge ( um Olga zu schützen und den Beinnesberget zu bewahren, auf dem sie tatsächlich mehrere Eremitenkäfer entdeckt hat? )!Ein tolles Buch für alle, die naturverbunden sind und Geschichten lieben, in denen ein Geheimnis im Mittelpunkt steht!

eliza2010 am 26.07.2026 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Kraft der Natur

Ein Roman über zwei besondere Frauen, die im Einklang mit der Natur ihre Trauer überwinden und wieder neuen Lebensmut schöpfen. Eva ist Anfang 30, als ihr Sohn Sander tot zur Welt kommt. Für sie bricht eine Welt zusammen, hatte sie sich doch so sehr auf ihr Kind gefreut. Die Hilfe ihres Partners Eirik und ihrer Mutter erdrückt sie, sodass sie Hals über Kopf einen Job in der Einöde Norwegens annimmt. Sie ist studierte Biologin und soll einen seltenen Käfer finden. Dort begegnet sie Olga, die gänzlich zurückgezogen lebt und mit dem Schicksal ihrer Vergangenheit hadert. Der Roman hat eine sehr dichte Erzählweise. Insgesamt spielt er über drei Monate (Juni, Juli und August), die zugleich die drei Teile des Buches markieren. Hinzu kommen Evas Tagebucheinträge über ihre Forschungen, die in kursiver Schrift abgedruckt sind. Themen sind neben dem bereits angesprochenen Verlust ihres Kindes die Trauerbewältigung, die familiäre Herkunft und die Vaterschaft, der Naturschutz sowie Fauna und Flora Norwegens. Insgesamt kommt der Roman mit wenigen Figuren aus, dafür sind die beiden Protagonistinnen hervorragend ausgearbeitet und überzeugen auf ganzer Linie. Gerade Eva ist mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen, wobei mir auch Olga im Laufe der Geschichte immer nähergekommen ist. Interessant fand ich den Aspekt des Zweiten Weltkriegs in dem Roman, der mir in dieser Form bisher noch nicht bekannt war. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar zu lesen und man merkt ihr die Liebe zur Natur, zu den Bäumen, dem Wald sowie den Insekten und Tieren Norwegens deutlich an. Auch die Übersetzerinnen haben sehr gute Arbeit geleistet und die Melancholie des Romans hervorragend transportiert. Ein Roman für alle, die gerne Bücher über die Natur lesen, eine dichte Erzählweise schätzen und sich gerne mit Familienkonstellationen und menschlichen Schicksalen beschäftigen. 9/10 P.

brigitteb am 24.07.2026 20:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein heilsamer Sommer

Die 33-jährige Biologin Eva hat gerade ihr Kind still gebären müssen. Völlig aus der Bahn geworfen, lässt sie ihren Lebenspartner in der Stadt zurück und flüchtet in die norwegischen Wälder. Für ein Naturschutzprojekt soll sie hier den Eremitenkäfer aufspüren, der als ausgestorben galt und nun möglicherweise wieder aufgetaucht ist - dies wäre eine Sensation! Ihre einzige Nachbarin im Wald ist die verschrobene Olga (76), die hier ganz zurückgezogen lebt. Auch sie trägt einen schmerzvollen Verlust in sich und dunkle Geheimnisse aus Kriegszeiten im Herzen. Die Frauen freunden sich an und der gemeinsame Verlust eint die zwei völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten. Doch daneben wird die Lage dramatisch: Die wunderschönen Eichenwälder drohen einem profitgierigen Unternehmen zum Opfer zu fallen, denn unter Olgas Ländereien liegen wertvolle Rohstoffe verborgen.Die Autorin, eine Professorin für Biologie in Norwegen, hat ein fantastisches Werk vollbracht. Sie verbindet gekonnt persönliche Lebensdramen mit faszinierenden naturwissenschaftlichen Fakten. Sie hat zwei starke, sympathische Protagonistinnen geschaffen, die vereint sind in ihrer tiefen Hingabe zur Natur und den selben persönlichen Schmerz teilen. Ein Buch über Trauer, Loslassen, Hoffnung finden und unser Kraftschöpfen in allem Wilden und Ungezähmten. Daneben wird die akribische Feldarbeit einer Biologin veranschaulicht und wie wichtig dabei auch die kleinsten Fleissarbeiten sind für den Schutz unserer Umwelt. Denn es ist die Natur, die uns Trost spendet, Mut macht und auch dann für uns da ist, wenn alle anderen gegangen sind.Meine persönliche Empfehlung für Fans von "Das Jahr der Schmetterlinge" (Lea Korsgaard) oder "Wenn die Kraniche nach Süden ziehen" (Lisa Ridzén)

söphken am 24.07.2026 16:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Besonderes Erlebnis!

Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in der Geschichte angekommen. Die eindrucksvollen Naturbeschreibungen haben sofort Erinnerungen an meine eigenen Urlaube in Norwegen geweckt. Ich konnte die Ruhe, die Weite und die besondere Atmosphäre regelrecht spüren. Ich freue mich jetzt noch mehr, dass es auch dieses Jahr wieder in die norwegische Natur geht. Ich werde sicher nochmal auf andere Dinge achten.Besonders gefallen hat mir, wie eng die Geschichte mit der Natur verbunden ist. Gleichzeitig hat mich der Roman aber auch traurig gemacht. Vor allem die Gedanken darüber, wie sehr der Klimawandel unsere Landschaften und Lebensräume verändern wird, haben mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt.Auch sprachlich hat mich das Buch überzeugt. Die Autorin schreibt sehr bildhaft und einfühlsam, sodass ich die Geschichte kaum aus der Hand legen wollte.

fragola am 22.07.2026 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zwei Frauen, verbunden in einem schicksalshaften Sommer

Eva Wist, Biologin aus Oslo, reist Hals über Kopf nach Vestfold, um sich dort im Rahmen einer Studie auf die Suche nach dem Eremitenkäfer zu machen. Dieser gilt als ausgestorben, denn sein Lebensraum ist nahezu vernichtet. Doch in Vestfold gibt es sie noch, die uralten Eichenwälder, in dessen Mitte die 76-jährige Olga lebt. Aber die Idylle ist bedroht, denn unter dem Wald liegt ein begehrter Bodenschatz, welcher der Bevölkerung Arbeit und Einkommen bringen soll.Es ist der Eremitenkäfer, um den sich eigentlich alles dreht, daher bietet der Einband einen sehr schönen Bezug zum Buchinhalt. Doch schnell wird klar, dass die junge Eva nach einem furchtbaren Schicksalsschlag im Wald nur Ruhe und Einsamkeit sucht, um das Erlebte zu verarbeiten. Ihre Arbeit ist Ablenkung, der Abstand zu ihrem Lebenspartner tut ihr gut. Olga dagegen ist die Stille im Wald gewohnt, Eva bringt mit ihrer unkomplizierten Art Bewegung in die Abgeschiedenheit und Olga muss sich daran erst gewöhnen. Im Laufe der Zeit lernen beide voneinander, haben ganz ähnliche Lebensgeschichten und langsam entsteht eine innige Freundschaft, in der sich Olga Eva gegenüber öffnet. Anne Sverdrup-Thygeson hat eine sehr warmherzige, liebenswerte und bewegende Geschichte geschrieben, schicksalshaft, aber auch mit einem starken Bezug zur Realität, was Umwelt und Natur betrifft. Ihr Appell kommt an, denn die Autorin beschreibt sehr eindrucksvoll den Zustand der Wälder und die Symbiose der Pflanzen, man kann sich sehr lebhaft die geschilderte Landschaft vorstellen, und sie erwähnt auch auf mahnende Weise die Eingriffe der Menschen und deren unterschiedliche Auffassung der Natur gegenüber.Es ist ein Buch, das einerseits zu Herzen geht und andererseits den Blick für Natur und Umwelt schärft. Es ist lehrreich und zugleich unterhaltsam und hat mir sehr gut gefallen.Ich habe es als Hörbuch genossen, das von Heike Warmuth in bewährter Weise mit wohltönender Stimme eingelesen wurde. Sie versteht es, mit viel Einfühlungsvermögen zu erzählen, aber auch Spannung zu erzeugen!

misspider am 21.07.2026 08:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Von Käfern und Menschen

Auf der Suche nach dem Eremitenkäfer findet Eva eine Freundin und vor allem zu sich selbst zurück. Eva braucht eine Auszeit und so landet sie "in der Pampa", um drei Monate lang Wälder zu kartieren und einen fast ausgestorbenen Käfer zu suchen, der in der Gegen womöglich überlebt hat. Dabei gerät Eva an ihre Nachbarin Olga, die erst sehr abweisen reagiert, aber schrittweise nähern sich die beiden Frauen an, entdecken Gemeinsamkeiten und werden darüber zu Freundinnen. Nebenher muss Eva ihre kriselnde Beziehung überdenken, die an einem Trauma zu zerbrechen droht. Ich kann Evas Beweggründe, eine Auszeit ganz für sich alleine zu nehmen, sehr gut nachvollziehen, allerdings fand ich ihre Umsetzung nicht sehr gelungen - sang- und klanglos zu verschwinden und alles aufs Spiel zu setzen ist nicht gerade clever. Überhaupt gefiel mir ihr Umgang mit ihrem Partner in den Nachrichten und Telefonaten nicht so gut, sie hat irgendwie drumrum geredet und war dabei auch ein Stück weit zu egoistisch meiner Meinung nach. Abgesehen davon hat mir das Buch sehr gut gefallen, vor allem die Geschichte von Olga und wie nach und nach ihre Geheimnisse ans Licht kamen war sehr spannend. Gegen Ende zog es sich auch noch ein bisschen, zumal Evas Gedankengänge irgendwann sehr wiederholend wirkten. Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhalten und auch das vermittelte Käferwissen war durchaus interessant.

karo_liest am 20.07.2026 15:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zwischen Natur und Neuanfang

Nach einem schweren Verlust verlässt die Biologin Eva ihr Leben in Oslo und zieht für einige Zeit in ein kleines Dorf in Vestfold. Dort soll sie den seltenen Eremitenkäfer erforschen und lernt ihre zurückgezogen lebende Nachbarin Olga kennen. Als ein geplanter Steinbruch den alten Eichenwald bedroht, kämpfen die beiden Frauen für dessen Erhalt. Dabei kommt nicht nur ein lange gehütetes Familiengeheimnis ans Licht, sondern Eva findet auch langsam zurück ins Leben.Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei Frauen unterschiedlicher Generationen, die trotz ihres Altersunterschieds eine besondere Verbindung zueinander aufbauen. Vor der beeindruckenden Kulisse der norwegischen Natur geben sie sich gegenseitig Halt und zeigen, dass selbst nach schweren Schicksalsschlägen ein Neuanfang möglich ist. Gleichzeitig verdeutlicht die Geschichte, wie eng das Leben der Menschen mit der Natur verbunden ist und wie wichtig es ist, beides zu bewahren.Für mich war „Der Einsiedlersommer“ ein Buch, das ich eher langsam gelesen habe. Es hat mich nicht komplett gepackt hat, aber ich mochte die ruhige Stimmung, die Natur und die beiden Frauen sehr.

depechechrissy am 17.07.2026 12:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Herrliche Sommerlektüre mit Tiefgang

Ein Käfer, der längst ausgestorben sein soll in Norwegen, eine Biologin aus Oslo, die ihn in einem staatlichen Sommerprojekt wiederfinden soll, ein Dorf, das versucht mit seinem Dilemma zwischen Natur- und Artenschutz und wirtschaftlichen Wandel gegen das Sterben der Region gemeinsam klarzukommen und eine Legende aus dem zweiten Weltkrieg, die noch heute die Gemüter im kleinen und im ganzen Ort in Atem hält... Anne Sverdrup-Thygeson versteht es, drei Themenstränge kurzweilig miteiner zu verweben und vergisst es nie, den Sommer im Wald in all seinen sinnlichen Facetten als Kulisse mitarbeiten zu lassen. Die generationsübergreifende Freundschaft zwischen der engagierten Biologin und der älteren Gutsbesitzerin von nebenan ist sehr anrührend. Teilen sie doch die Liebe zur Natur und ein schweres persönliches Schicksal.Ein nordischer Sommer, der einen mit ins Schwärmen geraten lässt!

lisalotterie am 16.07.2026 20:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Hat mir gut gefallen

In Einsiedlersommer geht es um Eva, eine Biologin, die nach einem schweren Verlust Abstand von ihrem bisherigen Leben sucht. Sie reist in einen abgelegenen Wald, um den seltenen Einsiedlerkäfer zu erforschen. Die Arbeit in der Natur hilft ihr zunächst, ihre Gedanken zu ordnen und ihrer Trauer zu entkommen. Dort trifft sie auf Olga, eine ältere Frau, die schon seit vielen Jahren zurückgezogen im Wald lebt. Anfangs ist Olga sehr verschlossen, doch mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine enge Freundschaft.Während Eva immer mehr über Olgas Vergangenheit erfährt, wird deutlich, dass auch Olga viele schmerzhafte Erfahrungen gemacht hat. Beide Frauen tragen schwere Erinnerungen mit sich und lernen durch ihre Gespräche und die gemeinsame Zeit im Wald, mit ihrer Vergangenheit besser umzugehen. Gleichzeitig spielt der Schutz des alten Waldes eine wichtige Rolle, denn dieser Lebensraum ist bedroht. Eva setzt sich mit ihrer Forschung dafür ein, die Bedeutung dieses einzigartigen Ökosystems zu zeigen.Mir hat besonders gefallen, dass die Geschichte nicht nur von den beiden Frauen erzählt, sondern auch deutlich macht, wie eng das Leben der Menschen mit der Natur verbunden ist. Die Natur wird nicht nur beschrieben, sondern beeinflusst die Handlung und die Entwicklung der Figuren. Die ruhige Erzählweise passt gut zur Stimmung des Buches und lässt die Gefühle der Charaktere glaubwürdig wirken.Insgesamt ist Einsiedlersommer ein ruhiger, nachdenklicher Roman über Trauer, Freundschaft und die Kraft der Natur. Die Geschichte zeigt, dass man selbst nach schweren Erlebnissen neue Hoffnung finden kann und dass Begegnungen mit anderen Menschen das Leben verändern können.

annett72 am 13.07.2026 17:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Zu Herzen gehende und tiefgründige Geschichte

Der Buchtitel, das schön gestaltete und sehr gut passende Buchcover machten mich neugierig auf diese Geschichte und ich wurde nicht enttäuscht.Im ersten Roman von Anne Sverdrup - Thygeson nimmt uns die Autorin mit in die herrliche Natur Norwegens.Hier in einem Dorf in Vestfold treffen zwei Frauen aufeinander, die so verschieden sind und doch beide das gleiche Geheimnis und die Liebe zur Natur teilen.Die Autorin versteht es die beiden Charaktere so erlebbar darzustellen, dass es einem leicht fällt, sich in sie hineinzuversetzen. Eva, die sich zurückgezogen hat, um zur Ruhe zu kommen und nach einem Weg für ihr weiteres Leben sucht und Olga, die schon immer im Dorf gelebt hat und ihren Hof retten will.Mit viel Feingefühl wird die langsam wachsende Freundschaft zwischen den beiden Frauen beschrieben.Und immer umgeben von der Suche nach dem seltenen Eremitenkäfer. Sehr erlebbar beschreibt die Autorin die Natur mit ihrer wunderschönen Flora und Fauna und den Gefahren durch den geplanten Steinbruch.Auf der einen Seite neue Arbeitsplätze und auf der Anderen die Zerstörung der Natur und der unwiederbringlichen Artenvielfalt.Ein Buch welches man schwer aus der Hand legen kann und was anregt, mal wieder hinaus in die Natur zu gehen, sie zu erleben, zu schätzen und zu schützen.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher (WDR)
Für mich hat sich dieses Buch angefühlt wie ein Waldspaziergang.

Mona Ameziane, 08.09.2026

Für Sie
Ein hoffnungsvoller Roman über Freundschaft und die Kraft der Natur, die es mehr denn je zu schützen... gilt. mehr weniger

26.08.2026

Meins
Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.

29.07.2026

TV Hören und Sehen
Berührend!

24.07.2026

Hamburger Abendblatt
Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger

15.07.2026

Stavanger Aftenblad
Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«


Leseprobe

Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an

Der Natur ganz nahe – Gewinnen Sie ein Wochenende im Baumhaus-Hotel

Gibt es einen besseren Ort für ›Der Einsiedlersommer‹ als mitten im Grünen? Anne Sverdrup‑Thygeson erzählt mit Wärme, feinem Witz und großem Einfühlungsvermögen von der tröstenden Kraft der Natur – und von der Frage, was wir bewahren müssen, damit Leben möglich bleibt: in der Natur und in uns selbst.

Mit unserem Gewinnspiel holen wir dieses Gefühl aus dem Roman in die Wirklichkeit: Der Natur ganz nahe können Sie ›Der Einsiedlersommer‹ dort erleben, wo man Waldluft atmet und den Alltag einmal leise werden lässt.

  • 1. Preis: Zwei Nächte inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie ein Exemplar des Romans
  • 2. Preis: Eine Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie eine Baumpatenschaft (mit Urkunde) und ein Exemplar des Romans
  • 3. Preis: 3x je eine exklusive Blogger*innen-Box zu ›Der Einsiedlersommer‹

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wald, Strand oder Berge: Wo in der Natur tanken Sie am liebsten neue Kraft – und warum?

Das Gewinnspiel endet am 1. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.

Mehr zum Hörbuch


Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.

Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?

Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.

Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun