»Verleiht der Natur ihre eigene Stimme« Maja Lunde, Bestsellerautorin von ›Die Geschichte der Bienen‹
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Der Einsiedlersommer
Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?
Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.
»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde
Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.
Für Fans von ›Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, ›Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und ›Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.
Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.
Warum dieses Buch jetzt lesen?
- Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur
- Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen
- Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft
Bibliografische Daten
1. Auflage
Anne Sverdrup-Thygeson
Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹ ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.
6 - 10 von 141 Leserstimme
Rückzugsort
Der Titel "Einsiedlersommer" hat im Zusammenhang mit dem Debütroman von Anne Sverdrup-Thygeson mehrere Bedeutungen. Einerseits geht es um die Suche nach einem "Eremitenkäfer", in dessen Namen ja auch das Wort "Einsiedler" steckt und andererseits zieht auch die 33-jährige Protagonistin Eva Wist sich bewusst aus Oslo in ein Dorf in Vestfold zurück, weil sie die Totgeburt ihres ersten Kindes verarbeiten muss und daher von der Gemeinde die Aufgabe annimmt, nach dem Eremitenkäfer zu suchen. Und dann gibt es dort noch die 76-jährige Nachbarin Olga, die schon lange wie eine Einsiedlerin lebt und kaum Kontakte in den Ort pflegt. Auch auf Eva reagiert sie zunächst sehr abweisend und sieht sie als Störfaktor an.Doch bald merken die beiden Frauen, dass sie viel mehr gemeinsam haben, als man ahnen konnte und auch der Einsatz gegen einen Steinbruch in der abgelegenen Gegend mit den ökologisch wertvollen alten Baumbeständen eint die beiden Frauen, auch wenn jeweils unterschiedliche Motive dahinterstecken, bei Eva der Lebensraum des seltenen Käfers und anderer Lebewesen, bei Olga ein altes Familiengeheimnis.Ich fand die Geschichte der beiden Frauen sehr interessant, zumal auch die unschöne Vergangenheit, in der die Nationalsozialisten viel Unheil in Norwegen angerichtet haben, eine gewisse Rolle spielt. Auch, wie das alltägliche Leben in so einem kleinen, abgelegenen norwegischen Ort abläuft, hat mich, ebenso wie natürlich die Natur dort, interessiert. Die Handlung blieb auch lange spannend, da es immer wieder zu unerwarteten Wendungen kam. Der Schreibstil der Autorin war gut nachvollziehbar anschaulich und auch die Sprecherin des Hörbuchs empfand ich als gut gewählt, passend zur Atmosphäre des Romans. Man konnte ihr gut folgen.
Schöner Sommerroman mit Umweltfokus vor norwegischer Kulisse
"All diese kleinen Dinge, die so große Folgen haben [...]" (S. 423)TW: Stille GeburtNach einem schmerzhaften Ereignis braucht Eva dringend Abstand zu Eirik, ihrem Partner. Sie bewirbt sich für eine Stelle in einem Dorf in Vestfold. Dort soll sie den Sommer über den Wald kartieren, während sie nach dem Eremitenkäfer sucht, der als ausgestorben gilt. Ihre neue Nachbarin wird die seltsame Olga, die wie eine Einsiedlerin lebt. Ereignisse im Dorf und der Naturschutz bringen die beiden Frauen näher und sie schließen eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch wird Eva den Käfer finden und somit auch Olgas Grundstück retten, dass für einen Steinbruch draufgehen soll?"Der Einsiedlersommer" lässt sich super leicht lesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die vielen kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Auch die Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen! Eva und Olga sind sehr unterschiedliche Charaktere und doch teilen sie gewisse Dinge. Ich mochte ihre Freundschaft sehr, und konnte mir ihr Leben im norwegischen Wald sehr gut vorstellen. Auch die Eremitenkäfer-Thematik fand ich sehr interessant und toll umgesetzt! Die Autorin, die Professorin für Naturschutzbiologie ist, vermittelt ihr Wissen auf eine sehr nahbare und leicht verständliche Art und Weise. Was ich nicht unbedingt gebraucht hätte, war Evas Beziehungskrise. Es wurde sehr deutlich, dass sie innerlich in Aufruhr war und auch etwas wankelmütig. Für mich war dieser Teilaspekt der Geschichte etwas langatmig und die vielen Themenbereiche etwas "too much". Es war alles nachvollziehbar, aber ich hätte mir lieber den Fokus auf der Freundschaft von Eva und Olga gewünscht. Ich empfehle das Buch gerne weiter! Ein schöner Sommerroman mit Umweltfokus vor norwegischer Kulisse. 3,75/5 SterneToll übersetzt von Franziska Hüther, Nora Pröfrock und Ricarda Essrich
Ein Sommer voller Käfer, Liebe und Wahrheiten
Der Roman " Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson erzählt die Geschichte eines Sommers von Eva, einer Biologin. Nach dem Verlust ihres neugeborenen Kindes flüchtet sie sich in den einsamen Wald, um dort nach einem seltenen Käfer zu suchen.Die Geschichte hat mehrere Spannungsbögen. Es geht um Naturschutz vs Wirtschaftswachstum, Freundschaft und Liebe, Trauer und um Familiengeheimnisse. Durch diese sich überlagernden Handlungsstränge bleibt da Buch durchweg interessant und überraschend.Ich finde den Erzählstil total passend. Es gibt emotionale Passagen, aber auch eher informativ-sachliche.Das Cover passt perfekt, ich finde es richtig schön in seiner Schlichtheit. Wie der Wald, in dem die Geschichte spielt. Die Protagonisten wachsen einem ans Herz in ihren Unsicherheiten und ihrer Trauer. Sehr sympathisch.Insgesamt ein empfehlenswertes Buch für lange Sommerabende!
Ein berührendes Naturspektakel!
Um nach ihrer Stillgeburt Abstand zu gewinnen und sowohl ihrem Freund, als auch Oslo zu entfliehen, nimmt Biologin Eva das Angebot an, in der Provinz, nach dem Eremitenkäfer zu suchen, der in Norwegen bislang als nahezu ausgestorben galt. Dort angekommen wird sie nicht nur mit der schrulligen Nachbarin Olga und ihrem gut gehüteten Familiengeheimnis konfrontiert, sondern auch mit einem Bauprojekt, das es zu unbedingt verhindern gilt.Mit ihrem Roman „Der Einsiedlersommer“ hat Biologin und Autorin Anne Sverdrup-Thygeson haargenau meinen Geschmack getroffen. Zum Einen hat mir die einfühlsam und unaufgeregt erzählte, herzerwärmende Geschichte über die generationsübergreifende Freundschaft der beiden Frauen sehr gefallen, zum Anderen die aber auch die, zum Nach- und Umdenken anregende, wichtige Botschaft in Sachen Naturschutz. Ebenso wie Hauptprotagonistin Eva und auch der Autorin, liegen mir Natur und tatsächlich auch jegliche Art von Krabbelzeugs sehr am Herzen, daher konnte ich mich nicht nur hervorragend mit dem Inhalt identifizieren, sondern habe zudem auch die grandiosen Naturbeschreibungen der norwegischen Wälder sehr genossen. Gleichermaßen bildhaft wie fachlich detailliert und lehrreich, empfand ich sie im hektischen Alltag sogar als überaus entspannend und erdend. Die Liebe zur Natur steckt einfach in jedem Satz und ist so stark spürbar, dass sie geradezu ansteckend ist und ein innerliches Wohlgefühl auslöst. Da mich die Story so gepackt hat, ich allerdings nicht so viel Zeit zum lesen hatte, jedoch iwissen wollte wie es weitergeht, habe ich teilweise auch zum Hörbuch gegriffen, welches von Heike Warmuth übrigens auch sehr schön, passend und eingängig gelesen wird. Fazit: Der Einsiedlersommer hat nicht nur eine wunderschöne und packende Geschichte inne, sondern auch eine wichtige Lektion in Sachen Naturschutz. Absolut Lesens- bzw. Hörenswert!
Naturerlebnis
Das Cover des Buches gefällt gefällt mir sehr gut. Es ist einfach gehalten und doch steht der Hauptakteur, der Eremit im Mittelpunkt. In diesem Buch treffen Eva und Olga aufeinander. Beide tragen ihre Vergangenheit auf ihre Art und Weise mit sich. Grade bei Olga passt der Satz "harte Schale, weicher Kern". Genau das macht sie für mich zu einer sympathischen Persönlichkeit. So unterschiedlich Eva und Olga doch sind, verbindet beide die Liebe zur Natur.Das Thema des Buches hat die Autorin super getroffen. Sie beschreibt im Verlauf der Geschichte die Umgebung der Handlung und auch die Charaktere lernt man immer besser kennen.Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die für meinen Geschmack etwas zu kurz gehalten sind. Der Schreibstil ist super. Das Buch lässt sich flüssig lesen ohne langweilig zu werden. Fazit: Ein schönes Buch für Leser und Leserinnen, die sich mit der Natur verbunden fühlen.
Berührender Roman über Natur, Freundschaft und Neuanfänge
„Der Einsiedlersommer“ ist ein ruhiger, einfühlsamer Roman, der Natur, Freundschaft und persönliche Schicksale auf gelungene Weise miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht die Biologin Eva, die nach einem schweren Verlust ihr gewohntes Leben in Oslo hinter sich lässt und für einige Monate in die norwegischen Wälder zieht. Dort soll sie den seltenen Eremitenkäfer nachweisen und die Artenvielfalt kartieren. Schon bald begegnet sie ihrer zurückgezogen lebenden Nachbarin Olga. Trotz ihres großen Altersunterschieds entwickelt sich zwischen den beiden Frauen eine besondere Freundschaft, die von gegenseitigem Verständnis und gemeinsamen Erfahrungen mit Verlust und Trauer geprägt ist.Besonders beeindruckt haben mich die atmosphärischen Naturbeschreibungen. Die Autorin vermittelt ihre Begeisterung für Wälder, alte Eichen und den Artenschutz auf eine Weise, die informativ ist, ohne belehrend zu wirken. Durch Evas Arbeit erfährt man viele interessante biologische Hintergründe, die sich harmonisch in die Handlung einfügen und den Roman bereichern.Auch die Figuren sind vielschichtig gezeichnet. Eva war mir anfangs nicht immer sympathisch, da sie ihre Trauer häufig in Gereiztheit und Unnahbarkeit ausdrückt. Gerade diese Ecken und Kanten machen ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte jedoch glaubwürdig. Olga ergänzt sie mit ihrer Lebenserfahrung und ihrer eigenen bewegenden Vergangenheit hervorragend. Die wechselnden Perspektiven ermöglichen einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle und machen nachvollziehbar, weshalb beide Frauen so geworden sind, wie sie sind.Neben dem Naturschutz greift der Roman zahlreiche ernste Themen wie Trauer, Familiengeheimnisse, Kriegserfahrungen, Stillgeburt und zwischenmenschliche Konflikte auf. Trotzdem bleibt die Geschichte ruhig erzählt und setzt weniger auf große Wendungen als auf emotionale Tiefe und authentische Charakterentwicklung. Lediglich die häufigen Wechsel zwischen verschiedenen Zeitebenen haben das Lesen stellenweise etwas anspruchsvoller gemacht.Insgesamt ist „Der Einsiedlersommer“ ein berührender und stimmungsvoller Roman, der zeigt, wie heilsam die Natur und echte Begegnungen sein können. Wer charakterstarke Geschichten, beeindruckende Landschaftsbeschreibungen und nachdenkliche Themen schätzt, findet hier eine besondere Lektüre, die noch lange nachhallt.
Generationsbegegnungen
mehrere poetische, zarte, einfühlsame und lustige Begegnungen lassen Eva und Olga aufeinandertreffen. Eva jung und gerade von dem Verlust ihres Babys gebeutelt haut einfach ab unter dem Deckmantel einen ausgestorbenen Eremitenkäfer in Vestfold in den dortigen Eichenwäldern zu suchen. Olga lebt in den Eichenwäldern. Braucht weder Evas biologischen Kontakt noch irgendwelche Belehrungen. Beide sind indirekt nah aufeinander angewiesen, sei es durch Begegnungen oder Informationen die besonders der Biologin Eva fehlen. Es gibt noch Eirik den Vater des Nicht Kindes, Evas Mann, der auf keinen Fall nur einen ihrer Schritte verstehen will. Sie zanken viel. Anne Sverdrup-Thygeson gelingt alles schwer zueinander stehende Freundschaften begegnen zu lassen als auch bestehende mutig mit Lösungen zu bestücken. Gelingt es zueinander zu finden Eva, Olga und Eirik und diesen Eremitenkäfer in EINSIEDLERSOMMER. Tolles Buchcover.
Ein fabelhaftes Spiel zwischen Natur und Mensch
Mit Der Einsiedlersommer nimmt Anne Sverdrup-Thygeson ihre Leserinnen und Leser mit auf eine faszinierende Reise in die verborgene Welt der Natur. Die norwegische Biologin versteht es meisterhaft, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich und unterhaltsam zu vermitteln. Dabei richtet sie den Blick auf scheinbar unscheinbare Lebewesen und ökologische Zusammenhänge, die für das Funktionieren unserer Umwelt von entscheidender Bedeutung sind.Besonders beeindruckend ist die Begeisterung der Autorin für ihr Fachgebiet. Mit viel Humor, anschaulichen Beispielen und persönlichen Beobachtungen macht sie deutlich, wie eng das Leben von Menschen, Tieren und Pflanzen miteinander verknüpft ist. Die Kapitel regen dazu an, die Natur vor der eigenen Haustür mit neuen Augen zu betrachten und auch den kleinsten Organismen mehr Aufmerksamkeit zu schenken.Der Schreibstil ist lebendig und leicht zugänglich, sodass auch Leserinnen und Leser ohne naturwissenschaftliche Vorkenntnisse dem Inhalt problemlos folgen können. Gleichzeitig bietet das Buch zahlreiche spannende Fakten und Denkanstöße für alle, die sich intensiver mit Umwelt- und Naturschutz beschäftigen möchten.Der Einsiedlersommer ist ein informatives, inspirierendes und liebevoll geschriebenes Sachbuch, das die Schönheit und Bedeutung der Natur eindrucksvoll vermittelt. Eine klare Empfehlung für alle, die mehr über die faszinierenden Zusammenhänge unserer Umwelt erfahren möchten.
Liebe zur Natur im Kleinen
Schon auf dem Cover steht der Käfer im Mittelpunkt - wie auch im gesamten Buch. Auch wenn die Autorin eine Handlung drum herum gewoben hat, bleibt der Eremit die Hauptfigur.Über allem steht die Liebe zur Natur, diesmal im Kleinen.Anne Sverdrup-Thygeson, die Professorin für Naturschutzbiologie beschreibt sehr liebevoll die Welt der Insekten am Beispiel des Einsiedler Käfers und die Zusammenhänge unseres Ökosystems. Gleichzeitigkeit benennt sie die Verzweiflung von Eva, der menschlichen Hauptperson, angesichts der Bedrohung von Lebensräumen durch kapitalistische Ausbeutung. Gerade die Kombination macht Hoffnung, dass diese Thematik - Umwelt versus Verwertungslogik - durch das Buch noch mehr Menschen erreicht und sich hoffentlich die Erkenntnis durchsetzt, dass wir als Menschen nicht über der Natur stehen, sondern Teil derselben sind.Ich musste an ein Transparent denken, dass ich auf einer Protestaktion gegen die Abholzung eines besonderen Waldes im Zuge von Braunkohleabbau schon vor einigen Jahren gesehen habe:„We are nature defending ourselves“.Dem ist nichts hinzuzufügen…
Wunderschöner Roman!
Ich bin begeistert vom „Einsiedlersommer“. Die Autorin Anne Sverdrup-Thygeson hat eine wunderbare Atmosphäre geschaffen, die mich komplett gefangen hat in der Geschichte.Worum geht es? Es geht um Eva Wist, Biologin, die nach einem schwerwiegenden Verlust einen Sommer lang in einem norwegischen Dorf lebt, um in diesem Dorf nach einem ganz seltenen, als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Sie trifft auf Einsiedlerin Olga, die beiden kommen sich nach Startschwierigkeiten Stück für Stück näher. Eine enge Freundschaft entsteht. Zusätzlich geht es in der Geschichte auch noch um das Aussterben des Waldes und um ein Familiengeheimnis.Die Sprache glänzt. Der Roman ist ruhig, aber sehr atmosphärisch geschrieben. Die beiden Hauptfiguren haben mir sehr gut gefallen und ich fand beide auch sehr sympathisch.Große Leseempfehlung!
Pressestimmen
Für mich hat sich dieses Buch angefühlt wie ein Waldspaziergang.
Mona Ameziane, 08.09.2026
Ein hoffnungsvoller Roman über Freundschaft und die Kraft der Natur, die es mehr denn je zu schützen... gilt. mehr weniger
26.08.2026
Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.
29.07.2026
Berührend!
24.07.2026
Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger
15.07.2026
Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger
09.06.2026
Leseprobe
Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an
Der Natur ganz nahe – Gewinnen Sie ein Wochenende im Baumhaus-Hotel
Gibt es einen besseren Ort für ›Der Einsiedlersommer‹ als mitten im Grünen? Anne Sverdrup‑Thygeson erzählt mit Wärme, feinem Witz und großem Einfühlungsvermögen von der tröstenden Kraft der Natur – und von der Frage, was wir bewahren müssen, damit Leben möglich bleibt: in der Natur und in uns selbst.
Mit unserem Gewinnspiel holen wir dieses Gefühl aus dem Roman in die Wirklichkeit: Der Natur ganz nahe können Sie ›Der Einsiedlersommer‹ dort erleben, wo man Waldluft atmet und den Alltag einmal leise werden lässt.
- 1. Preis: Zwei Nächte inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie ein Exemplar des Romans
- 2. Preis: Eine Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie eine Baumpatenschaft (mit Urkunde) und ein Exemplar des Romans
- 3. Preis: 3x je eine exklusive Blogger*innen-Box zu ›Der Einsiedlersommer‹
Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wald, Strand oder Berge: Wo in der Natur tanken Sie am liebsten neue Kraft – und warum?
Das Gewinnspiel endet am 1. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.
Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen
Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg
Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.
Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor
Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson
Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?
Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.
Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?
Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.
Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?
Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.
Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?
Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen.
Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?
In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.
Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?
Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?
Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?
Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …
Autorinnenfoto: © Agnete Brun