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Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur

Der Einsiedlersommer

Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft

Bibliografische Daten

EUR 16,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45060-7
Erscheinungsdatum: 01.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen
Autor*innenporträt

Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

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141 von 141 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen


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8 - 10 von 141 Leserstimme

tigga2505 am 27.06.2026 20:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Lauer Sommerabend

Nach einem schweren Schicksalsschlag zieht Eva in einen einsamen Abgelegenen Ort Norwegens um dort den Wald zu kartographieren und Ausschau nach dem stark gefährdeten vermutlich schon ausgestorbenen Einsiedler Käfer. In der kleinen Hütte angekommen lernt Eva ihre Nachbarn ind die Bewohner des Ortes kennen. Aber nicht nur sie, sondern auch deren Geschichten und Geheimnisse. Wen und was Eva genau findet, davon erzählt dieser Roman. Der Schreibstil erinnert an einen lauen Sommerabend in Norwegen. Die Stunden schreiten voran aber nicht rasant sondern sehr gemächlich. Tatsächlich hätte ich mor ein wenig mehr Tempo und Spannung gewünscht. Erst im letzten Drittel des Buches nimmt dieses an Fahrt auf. Zuvor waren mir manche Passagen zu langatmig. Trotzdem einen gute Sommerlektüre. Vielleicht eben genau dafür, einen lauen Sommerabend.

owenmeany am 27.06.2026 18:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Die Letzte aus ihrer Familie

Was ist die Wahrheit, und welche Konsequenzen ziehen wir daraus? Diese Fragen erschließen sich mir als Quintessenz dieses Buchs, das die norwegische Naturwissenschaftlerin Anne Sverdrup-Thygeson nach erfolgreichen Sachbüchern als ihren ersten Roman veröffentlicht.Zwei gravierende Themen flicht sie darin ineinander: Wie setzen wir die Erkenntnisse der Ökologie um, damit unsere Zukunft gesichert bleibt, und wie bewertet die norwegische Bevölkerung das Verhalten Einzelner während der Besatzung durch die deutschen Nationalsozialisten? Sinnigerweise manifestiert sich der Zusammenhang in dem Denkmal aus dem wertvollen, seltenen Larvikit.Olga (76) und Eva (34), zwei Frauen, die ein ungnädiges Schicksal zusammenführt, überwinden ihre Antipathie, als sie Gemeinsamkeiten entdecken: den Verlust eines Babys und die Leidenschaft für die Natur. Auf vielfältige Weise gelingt es ihnen, einander zu unterstützen im Kampf gegen die Umweltzerstörung und im Aufdecken von Olgas Familiengeheimnissen, bei denen sie mancherlei Anfechtungen ausgesetzt sind. Was bedeutet Elternschaft, ob biologisch und/oder sozial?Mit dem Psychogramm Evas kann ich mich weniger anfreunden, in dem mir manches dramaturgischen Erfordernissen geschuldet erscheint. Berührt haben mich indessen sehr die ausführlichen Naturschilderungen und die fachkundigen Reflexionen, aus denen ich allerhand Fremdwörter und überaus poetische Namen von Pflanzen und Tieren lernte.Trotzdem sehe ich in der Darstellung der Protagonisten ausreichend Identifikationspotenzial und kann den Roman all jenen mit Überzeugung empfehlen, denen die ethische Seite der Naturforschung aus der Sicht einer Wissenschaftlerin ein Anliegen ist.

danielaela am 27.06.2026 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein lebensbejahendes Buch über die Kraft der Freundschaft und die Liebe zur Natur

Anne Sverdrup-Thygesons Roman "Der Einsiedlersommer" handelt von einer jungen Biologin, Eva, die ihrem Auftrag nachgeht, in einem Dorf in Norwegen den vom aussterben bedrohten Eremitenkäfer zu suchen. Dort angekommen freundet sie sich Schritt für Schritt mit ihrer älteren Nachbarin Olga an. Die Lebenswege der beiden Frauen haben Überschneidungen, die sie einander noch näher bringen und ihnen helfen, unverarbeitete Erlebnisse aufzuarbeiten. Eingebettet in eine wunderschöne Naturkulisse erzählt die Autorin von Schmerz, Trauer und Verlust, von Familie, Heimat und Verbundenheit, von Freundschaft und der Liebe zur vielfältigen Natur, die uns umgibt. Auf feinfühlige Art und Weise bringt sie ihre Figuren den Leser*innen Stück für Stück näher und lässt daduch auch deren Eigenheiten nachvollziehbarer wirken. So habe ich vor allem für Olga mit jeder Seite mehr Sympathie empfinden können. Eingewoben in die Geschichte der Gegenwart beleuchtet Sverdrup-Thygeson zudem die Vergangenheit von Olga, zeigt, wie der Krieg Familien auseinandergerissen und unfassbares Leid über die Menschen gebracht hat. In diesem Zusammenhang erfahrt die Leserschaft etwas über Olgas Familiengeheimnis, das sie nachhaltig traumatisiert und zu dem Menschen gemacht hat, der sie ist. Sverdrup-Thygeson befasst sich in ihrem Werk zudem mit umweltpolitischen Fragstellungen. Sie zeigt ihrer Leserschaft eindrücklich, welch unterschiedliche Perspektiven bei umweltpolitischen Entscheidungen berücksichtigt werden müssen und regt dadurch zum Nachdenken an. Ich konnte mich in den Roman ab der ersten Seite hineinvertiefen und hatte die lebendig beschriebenen Wälder, die kleine Ortschaft und die Figuren klar vor meinem inneren Auge. Dass die Autorin selbst begeisterte Naturliebhaberin und -schützerin ist, wird auf jeder Seite greifbar. Ich mochte außerdem die Beschreibungen der Gefühlswelt der Protagonistinnen sowie der Beziehungsdynamiken und nahm die Lektüre als versöhnlich, hoffnungsvoll und lebensbejahend wahr. Dank Eva bewegt sich Olga immer weiter aus ihrem Schneckenhaus, wird mutig, am Ende sogar etwas rebellisch, und verwandelt ihre lange mit sich getragene Wut in die Stärke und den Mut, sich dem Leben auch im hohen Alter neu zu stellen. Die Vielfältigkeit der im Roman behandelten Themen sowie der bewegende Schreibstil der Autorin haben mir unglaublich gut gefallen und mir bei jedem Zur-Hand-Nehmen des Buches Lust aufs Weiterlesen gemacht. Ein Roman, der noch eine ganze Weile nachhallte und den ich nur empfehlen kann, vor allem Personen, die ebenfalls Naturliebhaber*innen sind und sich von dieser Stimmung im Buch mitreißen lassen möchten.

ric am 27.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Berührend & Naturverbunden

Diese Geschichte ist berührend und naturverbunden. 💚Eva hat einen schmerzhaften Verlust erlitten und stürzt sich Hals über Kopf in einen neuen Job. Dafür lässt sie Oslo und ihren Partner Eirik zurück, um in einem Waldgebiet nach einem als ausgestorbenen geltenden Eremitenkäfer zu suchen. In diesem Ort trifft sie auf Olga, die sehr zurückgezogen inmitten eines uralten Eichenwaldes wohnt. Sie schließen langsam Freundschaft und vertrauen sich Dinge an, die tief in ihren Herzen ❤ verborgen liegen. Während sie mit Gefühlen kämpfen, müssen sie gleichzeitig Wege finden, einen Steinbruch zu verhindern, der den Wald zerstören würde. Für Olga ist es wichtig, weil er der Schlüssel 🗝zu einem Familiengeheimnis ist und Eva sorgt sich um die Natur. 🌱Ob Eva diesen Eremitenkäfer findet und das Familiengeheimnis gelüftet wird? Wer das wissen möchte, Norwegen 🇧🇻 und die Natur mag, hat das richtige Buch gefunden. Es ist lebendig und gut geschrieben, mit Leseband und einem tollen Cover.Mit 475 Seiten allerdings ein längeres Vergnügen.

leseratte1310 am 26.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Lesenswert

Ein Verlust hat die Biologin Eva Wist so tief getroffen, dass sie ihren Mann Eirik zurücklässt und in ein einsam gelegenes Haus zieht, um von dort aus ein Waldstück zu kartografieren und den Eremitenkäfer zu finden, der als ausgestorben gilt. Sie muss wieder zu sich selbst finden. Dort begegnet sie der griesgrämigen und schrulligen 76-jährigen Olga Froyshov, die als Einsiedlerin in dem alten Eichenwald lebt und von ihrer neuen Nachbarin nicht begeistert ist. Auf Olgas Grundstück soll ein Steinbruch entstehen, was die alte Frau natürlich verhindern will. Aber nur gemeinsam können sie etwas erreichen und so entsteht langsam eine Freundschaft zwischen den sehr unterschiedlichen Frauen.Dieser Roman der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson macht uns noch einmal deutlich, wie wichtig es ist, die Natur und Umwelt zu schützen. Es ist ein ruhiges Buch, in dem die Umgebung in Norwegen sehr bildhaft beschrieben ist. Man kann sich alles gut vorstellen. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und dazwischen erfahren wir aus Tagebüchern, wie es mit Evas Arbeit vorangeht.Ich mochte Eva und konnte ihren Schmerz spüren, aber auch ihre Begeisterung für die Natur und ihre Arbeit. Dass sie aber ihren Mann vor vollendete Tatsachen gestellt hat, fand ich nicht richtig. In dieser Abgeschiedenheit der stillen Wälder kann sie sich besinnen und zu sich selbst zurückfinden. Auch Olga hat einen Verlust hinnehmen müssen, Wunden davongetragen und sich in den Wäldern zurückgezogen. Für Eva ist es nicht leicht mit Olga, aber dann nähern sich die ungleichen Frauen vorsichtig an. Geheimnisse kommen ans Licht und gemeinsam kämpfen sie für den Wald.Es ist ein ruhiger einfühlsamer Roman, der auch noch nachwirkt, nachdem man das Buch zugeschlagen hat. Mir hat er gefallen und ich kann ihn nur empfehlen.

teilzeitbäuerin am 25.06.2026 19:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

So beeindruckend!

Eva nimmt - ohne es ihrem Lebensgefährten zu sagen - eine Stelle in einem entlegenen Dorf an, um dort den fast ausgestorbenen Eremitenkäfer zu finden. An diesem einsamen Ort trifft sie vielleicht nicht nur den Käfer, sondern auch Olga, die ein schweres Geheimnis mit sich trägt, und versucht, eine Fehlgeburt zu verarbeiten.Ein bewegendes Buch zwischen Naturbeschreibung und den Tiefen der menschlichen Psyche. Der eindringliche Schreibstil zieht den Leser völlig in den Bann. Eva und ihr Schicksal sind sehr berührend - es werden im Laufe der Geschichte die Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens aufgezeigt. Viele Passagen geben die Gedankengänge der Hauptakteure völlig realistisch wieder.Eine bewegende Geschichte zwischen Umweltsünden, persönlichen Schicksalen und den Irrwegen des Lebens - hat mir SEHR gut gefallen.

chhil06 am 24.06.2026 13:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zwischen Trauer, Natur und leiser Hoffnung

Anne Sverdrup-Thygesons Roman ist ein ruhiger, atmosphärisch dichter Roman, der persönliche Trauerbewältigung mit eindringlichen Naturbeschreibungen und aktuellen Umweltfragen verbindet. Im Mittelpunkt steht Eva Wist, deren Rückzug aufs Land ebenso Flucht wie Suche nach einem neuen Halt ist.Besonders gelungen ist die Verbindung aus erzählerischer Intimität und naturwissenschaftlicher Perspektive. Die Suche nach dem seltenen Eremitenkäfer wirkt dabei nicht nur wie ein biologisches Forschungsprojekt, sondern auch wie ein Symbol für das, was verschwindet – in der Natur und im eigenen Leben.Die Begegnung zwischen Eva und Olga bildet das emotionale Zentrum der Geschichte. Aus anfänglicher Distanz entwickelt sich eine glaubwürdige, berührende Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher Frauen, die beide auf ihre Weise mit Verlust und Veränderung umgehen. Diese Beziehung verleiht dem Roman Wärme und Tiefe.Manchmal verlangsamt sich die Handlung etwas, da die naturbezogenen Passagen sehr ausführlich gestaltet sind. Wer jedoch genau das schätzt, findet hier viele eindrucksvolle, fein beobachtete Szenen.Insgesamt ist „Der Einsiedlersommer“ ein stiller, nachdenklicher Roman über Heilung, Naturverbundenheit und die Frage, was es bedeutet, etwas wirklich bewahren zu wollen.

kräutert am 23.06.2026 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Skandinavischer Sommer

Diesen Roman habe ich an einem Wochenende durchgelesen. Die fesselnde Geschichte von Eva, einer Insektenforscherin, die nach einem harten Schicksalsschlag einen Sommer-Job als Waldkartografin in den Skandinavischen Eichen-Wäldern annimmt, hat mich sehr berührt.Es ist eine bewegende Geschichte über eine junge Frau, deren Beziehung nach einem harten persönlichen Unglück eine Auszeit braucht.Diese Auszeit nimmt sich Eva, ohne ihrem Partner Bescheid zu sagen, und verschwindet einfach Richtung Wald. Dort hat sie eine Stelle als Biologin angenommen und kartografiert einen alten Eichenbaumbestand, in der Hoffnung, den ausgestorben geglaubten Eremiten-Käfer dort zu finden. denn der benötigt zum Überleben sehr alte Eichenwälder.Es entwickelt sich eine Frauenfreundschaft, eine unklare Beziehung zu einem ortsansässigen attraktiven Mann und ihre alte Beziehung wird auf eine harte Probe gestellt.Die Charaktere des Romanes waren für mich mit ihren eigenen Geschichten sofort greifbar. Die Geschichte ist spannend bis zur letzten Seite, ohne das die Emotionalität darunter leiden würde.Ganz geschickt hat Anne Sverdrup-Thygeson biologisches Wissen in den Roman mit eingebaut, was mir besonders gut gefallen hat.Ein sehr gelungener Roman und absolut empfehlenswert für alle Naturliebhaber.

kleine hexe am 22.06.2026 23:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ein unvergesslicher Sommer im Wald

Eva muss weg aus Oslo. Nach der Geburt ihres totgeborenen Sohnes muss sie weg. Sie verlässt ihren Partner und nimmt eine Stelle als Biologin in einer Gemeinde an. Ihre Aufgabe: Sie soll das Gebiet kartieren und einen Käfer wiederfinden, von dem man glaubte, er wäre ausgestorben. Sie verbringt die Sommermonate in dieser Gemeinde, wohnt in einem leerstehenden Anwesen außerhalb der Ortschaft und nimmt ihre Arbeit sehr ernst. Ihre nächste Nachbarin ist Olga, eine 76 jährige, die jede menschliche Gesellschaft meidet.Nach etlichen Hindernissen kommen sich die beiden Frauen näher, freunden sich an, stellen fest, wie viele Gemeinsamkeiten sie eigentlich haben und helfen sich gegenseitig. Es stellt sich die Frage, wer hier der eigentliche Einsiedler ist? Eva, die Abstand von ihrem bisherigen Leben sucht, Olga, die ein Trauma und Geheimnis aus der Kindheit hütet und dann der Eremit, der verschollen geglaubte Käfer. Alle drei benötigen die reichen, üppigen Wälder Norwegens, benötigen eine intakte Natur, in der sie sich erholen können, sich entfalten können. Der Käfer, um seine Population langsam und stetig wieder aufzubauen, die beiden Frauen, um ihre Trauer und Verluste zu überwinden. Anne Sverdrup-Thygeson zeichnet mit sehr feiner Feder diese beiden Frauen, erweckt sie vor unseren Augen zum Leben, lässt sie uns von Anfang an sympathisch sein. Auch Eirík, Evas Partner aus Oslo, wächst uns schnell ans Herz, unser Mitgefühl gilt Eva und Eirik für den Verlust von Sander, ihrem Sohn, der nicht leben sollte. Olga, die ihr Leben lang ein schreckliches Geheimnis hüten musste, kann mit Evas Hilfe dieses Drama abschließen, sich mit Arne, ihrem Vater aussöhnen. Im Buch gibt es noch eine andere “Hauptgestalt”: die Wälder, die Natur an sich. So wie die Autorin die Bäume, die Wiesen, die Gewässer und die Käfer beschreibt, haben die Lesenden das Gefühl, mittendrin zu sein, auch an einer alten Eiche zu lehnen, durch den Wald zu streifen und ihn zu erkunden. Dabei ist das Schicksal eines Teils des Waldes schon besiegelt. Unter dem Wald befinden sich reiche Vorkommen an Larvikit, das eine Firma im Tagebau abbauen will. Es ist ein wertvolles Gestein, das reiche Gewinne verspricht und für die unter Bevölkerungsschwund leidende Gegend neue Arbeitsplätze verspricht. Sobald Großindustrielle und Politiker mit Begriffen wie “neue Arbeitsplätze”, “Aufschwung”, “Wachstum”, “Kinder”, “nachhaltiges Wachstum”, “Wertschöpfung”, “Steuereinnahmen”, “Export” um sich werfen, hören alle ökologischen Beweggründe auf zu existieren. Kaum noch zu toppen sind “grünes Wachstum” und “Verantwortung” oder “lebendige nachhaltige Lebenswelt” und “grüner Wandel” (S. 372). Als die Gemeinde Eva mit der Kartierung und dem Auffinden des Einsiedlerkäfers beauftragt hatte, war das nur Augenwischerei, genau wie die Bürgerversammlung. Die Bergbaubehörde hatte den Abbau von Larvikit schon längst beschlossen, zumindest auf dem Storas-Berg und im offenen Tagebau, was die komplette Zerstörung des Berges bedeutet. Zumindest den Teil des alten Eichenwaldes, der auf dem Berg “Beinnesberget” wächst und gedeiht, kann die Bergbaufirma “Vestfold Ökostein” nicht die Hände drauf tun. Der Wald gehört Olga und sie wird niemals einem Verkauf zustimmen. Weshalb geht sozio-ökonomisches Wachstum nur mit Zerstörung der Umwelt einher? Weshalb ist die Begründung des Kahlschlags mit “anderswo gibt es auch schöne Wälder”, sollen die doch geschützt werden, solange hier an diesem Ort der Rubel rollt. So wird der Naturschutz ausgelagert, die Verantwortung dafür anderen aufgebürdet. Seit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ist der Konflikt präsent. Ein Konflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Naturschutz. Dreimal dürft ihr raten, wer den Kürzeren zieht? Aber wenn eine Region von Abwanderung bedroht wird, muss der Naturschutz weichen. Ob “Osmoderma eremita”, der Eremitenkäfer, unter diesen Bedingungen überleben wird? Anne Sverdrup-Thygeson lässt das Ende in der Schwebe, und regt uns dadurch zum Nachdenken an.

sarolue am 22.06.2026 14:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wundervoller Roman!

Bereits das Cover von Der Einsiedlersommer vermittelt eine ruhige, naturnahe Stimmung und passt hervorragend zum Inhalt des Romans. Die Gestaltung weckt Erwartungen an eine Geschichte, die eng mit Landschaft, Tierwelt und den Menschen verbunden ist, die darin leben.Anne Sverdrup-Thygeson erzählt von der Biologin Eva, die einen Sommer in der norwegischen Provinz verbringt, um nach dem seltenen Eremitenkäfer zu suchen und die Artenvielfalt eines Waldgebietes zu erfassen. Gleichzeitig versucht sie, Abstand zu einem schmerzhaften Ereignis in ihrem Leben zu gewinnen. In ihrer Nachbarschaft lebt die ältere Olga, die ebenfalls zurückgezogen und für sich allein ihren Alltag gestaltet. Im Laufe der Handlung werden die Lebensgeschichten beider Frauen miteinander verknüpft.Besonders gelungen finde ich, wie die Autorin ernste Themen wie Verlust, Trauer, Einsamkeit und Neuanfang mit Fragen des Natur- und Artenschutzes verbindet. Der vom Aussterben bedrohte Eremitenkäfer ist dabei weit mehr als nur Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Er steht sinnbildlich für Zerbrechlichkeit, aber auch für die Möglichkeit, selbst unter schwierigen Bedingungen weiterzubestehen. Dadurch erhält die Geschichte eine zusätzliche Bedeutungsebene.Der Schreibstil ist atmosphärisch und bildhaft. Vor allem die Beschreibungen der norwegischen Landschaften und Wälder haben mir sehr gefallen. Man merkt deutlich, dass die Autorin als Biologin über ein großes Fachwissen verfügt. Die naturkundlichen Aspekte wirken authentisch und fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Gleichzeitig verliert der Roman nie die Menschen aus dem Blick.Die Figuren sind überzeugend ausgearbeitet. Eva und Olga wirken mit ihren Sorgen, Erinnerungen und Hoffnungen glaubwürdig und vielschichtig. Besonders gelungen ist, dass ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven gezeigt werden. Dadurch entsteht ein interessantes Zusammenspiel zwischen zwei Frauen verschiedener Generationen, die trotz aller Unterschiede Gemeinsamkeiten entdecken und einander neue Wege eröffnen.Was mir besonders gefallen hat, ist die nachdenkliche Grundstimmung des Romans. Die Geschichte regt dazu an, über den Umgang mit Verlust, über zwischenmenschliche Beziehungen und über die Verantwortung des Menschen gegenüber der Natur nachzudenken. Dabei wird nie belehrend erzählt, sondern auf eine ruhige und einfühlsame Weise.Insgesamt ist Der Einsiedlersommer ein berührender Roman, der Naturbeobachtungen mit emotionaler Tiefe verbindet. Wer Geschichten über persönliche Entwicklung, starke Figuren und die Schönheit sowie Verletzlichkeit der Natur schätzt, wird an diesem Buch viel Freude haben. Für mich ist es eine eindrucksvolle und lange nachwirkende Lektüre, die ich gerne weiterempfehle.

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher (WDR)
Für mich hat sich dieses Buch angefühlt wie ein Waldspaziergang.

Mona Ameziane, 08.09.2026

Für Sie
Ein hoffnungsvoller Roman über Freundschaft und die Kraft der Natur, die es mehr denn je zu schützen... gilt. mehr weniger

26.08.2026

Meins
Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.

29.07.2026

TV Hören und Sehen
Berührend!

24.07.2026

Hamburger Abendblatt
Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger

15.07.2026

Stavanger Aftenblad
Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«


Leseprobe

Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an

Der Natur ganz nahe – Gewinnen Sie ein Wochenende im Baumhaus-Hotel

Gibt es einen besseren Ort für ›Der Einsiedlersommer‹ als mitten im Grünen? Anne Sverdrup‑Thygeson erzählt mit Wärme, feinem Witz und großem Einfühlungsvermögen von der tröstenden Kraft der Natur – und von der Frage, was wir bewahren müssen, damit Leben möglich bleibt: in der Natur und in uns selbst.

Mit unserem Gewinnspiel holen wir dieses Gefühl aus dem Roman in die Wirklichkeit: Der Natur ganz nahe können Sie ›Der Einsiedlersommer‹ dort erleben, wo man Waldluft atmet und den Alltag einmal leise werden lässt.

  • 1. Preis: Zwei Nächte inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie ein Exemplar des Romans
  • 2. Preis: Eine Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie eine Baumpatenschaft (mit Urkunde) und ein Exemplar des Romans
  • 3. Preis: 3x je eine exklusive Blogger*innen-Box zu ›Der Einsiedlersommer‹

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wald, Strand oder Berge: Wo in der Natur tanken Sie am liebsten neue Kraft – und warum?

Das Gewinnspiel endet am 1. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.

Mehr zum Hörbuch


Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.

Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?

Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.

Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun