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Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Eichenblätter auf gelbem Hintergrund, mittig der Text "Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss - im Leben wie in der Natur", rechts davon das liegende 3D-Cover von "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson und links das Zitat "
Die Suche nach dem Käfer und dem, was bewahrt werden muss  – im Leben wie in der Natur

Der Einsiedlersommer

Mit Wärme, feinem Witz und großem sprachlichem Einfühlungsvermögen erzählt Anne Sverdrup-Thygeson von zwei Frauen aus unterschiedlichen Generationen – und von einem Sommer in den uralten Eichenwäldern Norwegens, der zeigt, wie aus Verletzlichkeit neue Kraft erwachsen kann. Dieser berührende, vielschichtige Roman verbindet die Suche nach dem Eremitenkäfer mit einer entscheidenden Frage unserer Zeit: Was müssen wir bewahren, damit Leben möglich bleibt – in der Natur und in uns selbst?

Nach einem schmerzhaften Verlust zieht sich Eva Wist aus Oslo, Norwegen, in ein Dorf in Vestfold zurück, um den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen. Dort begegnet die 33-jährige Biologin ihrer neuen Nachbarin, der exzentrischen Olga. Die 76-Jährige lebt als Einsiedlerin inmitten des uralten Eichenwaldes. Auf ihrem Grundstück soll ein Steinbruch entstehen. Das Projekt verspricht Arbeitsplätze und eine Zukunft für die Region. Doch Olga will das unbedingt verhindern: Für sie ist der Wald lebendige Erinnerung – und der Schlüssel zu einem Familiengeheimnis, das sie endlich aufklären will. Während Eva die Artenvielfalt erkundet und mit Olga Freundschaft schließt, findet sie Schritt für Schritt aus der Trauer und ringt um die Frage, was bewahrt werden muss – im Leben wie in der Natur.

»Niemand schreibt so über die Natur wie Anne Sverdrup-Thygeson« Maja Lunde

Warm, hoffnungsvoll, hochaktuell – ein Roman mit echter Relevanz
Dieser Roman verbindet eine intime, emotional packende Geschichte mit großen Zukunftsfragen: Artensterben, Naturschutz, Verantwortung und die fragile Beziehung zwischen Mensch und Umwelt. Mit Wärme, Hoffnung und erzählerischer Kraft zeigt er, wie Natur trösten kann – und wie Freundschaft Grenzen von Alter, Erfahrung und Lebenswegen überwindet.

Für Fans von Die Geschichte der Bienen‹ von Maja Lunde, Der Gesang der Flusskrebse‹ von Delia Owens und Die Hummerfrauen‹
Wer Romane liebt, die Natur, Menschlichkeit und gesellschaftliche Themen klug miteinander verknüpfen, findet hier die perfekte Lektüre – atmosphärisch, berührend und lange nachhallend.

Internationaler Spitzentitel: Der große Roman der Frankfurter Buchmesse 2025
Ein Titel mit enormer Strahlkraft: auf der Frankfurter Buchmesse 2025 international gefeiert und bereits in 15 Länder verkauft – ein Roman, der Leserinnen und Leser weltweit erreicht.

Warum dieses Buch jetzt lesen?

  • Roman über die besondere und heilsame Kraft der Natur 
  • Generationenübergreifende Freundschaft zwischen Frauen 
  • Aktueller Konflikt um Umwelt, Arbeitsplätze und die Zukunft

Bibliografische Daten

EUR 16,99 [DE]
ISBN : 978-3-423-45060-7
Erscheinungsdatum: 01.07.2026
1. Auflage
480 Seiten
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Norwegischen
Autor*innenporträt

Anne Sverdrup-Thygeson

Anne Sverdrup-Thygeson ist Professorin für Naturschutzbiologie an der Norwegischen Universität für Biowissenschaften. Sie hat sechs gefeierte Sachbücher veröffentlicht, die in über 25 Sprachen übersetzt wurden, darunter ›Extraordinary Insects‹, ein Sunday Times-Bestseller. ›Der Einsiedlersommer‹  ist ihr erster Roman, der in fünfzehn Ländern weltweit erscheint.

zur Autor*innen Seite
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141 von 141 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.61 von 5 Sternen


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7 - 10 von 141 Leserstimme

buch.und.wiese am 03.07.2026 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Wunderbar

Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson erzählt die Geschichte der Biologin Eva, die nach einem schweren, persönlichen Verlust für einen Sommer in ein norwegisches Dorf zieht, um dort nach einem seltenen, fast ausgestorbenen Käfer zu suchen. Dort trifft sie auf die eigenwillige Einsiedlerin Olga, zunächst stehen die beiden sich skeptisch gegenüber, doch nach anfänglichen Spannungen entsteht eine besondere Freundschaft zwischen ihnen. Parallel geht es um den drohenden Verlust eines alten Waldes, der für Olga von großer Bedeutung ist. Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er ist ruhig erzählt, aber dennoch berührend und mit einer besonderen Atmosphäre. Vor allem die Naturbeschreibungen und die Entwicklung der Beziehung zwischen Eva und Olga sind schön und glaubwürdig ausgearbeitet. Insgesamt eine warmherzige, nachdenkliche Geschichte über Verlust, Neuanfang und die Kraft von Freundschaft und die Bedeutung der Natur, die lange nachwirkt.

stephanie am 02.07.2026 11:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Selbstfindung auf der Suche nach dem Eremitenkäfer

Der Einsiedler Sommer dreht sich um die Frage was ist schützenswerter und wichtiger für die Gesellschaft, der Schutz der Natur oder der Wert für die Menschen den die Natur liefern kann. Eva wird als Biologin eingestellt um in einer kleinen Gemeinde in Norwegen den Eremitenkäfer zu finden. Dabei stößt sie nicht nur auf gegensätzliche Wünsche der Gemeinde aber auch auf Geheimnisse. Die drei Monate die sie auf der Suche nach dem Käfer verbringt, verbringt sie gleichzeitig damit nach einem Schicksalsschlag wieder zu sich selbst zu finden. Dabei hilft ihr die unerwartete Freundschaft zu ihrer Nachbarin Olga, deren Familie mit der Geschichte des Ortes und der Umgebung die Eva untersucht tief verbunden ist. Die Art und Weise wie die menschlichen Beziehungen der Geschichte und die Beziehung zur Natur beschrieben ist, führt dazu das man mittendrin ist und auch wissen möchte wie die Suche ausgeht. Ich würde 'Der Einsiedler Sommer' allen Empfehlen die Maja Lundes und Charlotte McConaghys Bücher mögen.

honigbienchen am 01.07.2026 20:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Berührend

Das Cover ist eher schlicht gestaltet und es gefällt mir sehr gut mit dem Käfer vorne drauf.„Der Einsiedlersommer“ von Anne Sverdrup-Thygeson ist ein berührender Roman über Verlust, Heilung und die Kraft der Natur. Die Geschichte greift aktuelle Themen wie Arten- und Naturschutz auf sehr feinfühlige Art auf.Die Biologin Eva flieht nach einem schmerzhaften Verlust aus Oslo in ein abgelegenes Dorf in der norwegischen Region Vestfold. Ihr Ziel: Sie sucht nach dem Eremitenkäfer, einer Art, die eigentlich als ausgestorben gilt. Dabei trifft sie auf ihre 76-jährige Nachbarin Olga. Die exzentrische Einsiedlerin kämpft erbittert gegen einen geplanten Steinbruch, der ihren geliebten, uralten Eichenwald zerstören würde. Es beginnt eine langsame, tiefgründige Annäherung zweier sehr unterschiedlicher Frauen.Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und hat mich sehr berührt.

schokoladengourmet am 01.07.2026 09:07 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

berührender Roman über Verlust, Freundinnenschaft und Natur

Sverdrup-Thygeson schafft es mit ihrem Debütroman tief zu berühren. Zunächst hatte ich "lediglich" einen Naturroman erwartet, aber es war so viel mehr. Sie schafft es, Freundinnenschaft über Jahrzehnte hinweg, Umgang mit Verlust und Trauer sowie der Weg zurück ins Leben, in einer wahnsinnig poetischen und bedeutungsgewaltigen Sprache zu vermitteln, ohne zu viel zu wollen.Die Beziehung zwischen Olga und Eva war für mich wunderschön gezeichnet und auch nachvollziehbar entwickelt. Sie machte für mich den Kern der Geschichte aus, aber auch die anderen Handlungsstränge waren toll ausgearbeitet.Die Suche nach dem Einsiedlerkäfer und die damit eingehenden Naturbeschreibungen haben mich durch das Buch getragen, auch weil sie nicht nur ihre Schönheit beschreibt, sondern auch die Ausbeutung durch den Menschen - "Wie eine Zwiebel, dachte sie. Wir schälen die Erde Schicht für Schicht. Zuerst fällen wir die Bäume, dann wird der Erdboden abgekratzt und dann machen wir uns über das Gestein her."Abzug in meiner Bewertung gibt es lediglich für das Ende und einen Handlungsstrang mit dem Behördenmitarbeiter des Bauamtes, aber alles in allem ein wundervoller, lesenswerter Roman!

asc259 am 30.06.2026 16:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Umweltschutz, Wirtschaftlichkeit und Zwischenmenschliches

Anfangs irritiert mich das Buch mit ein wenig viel Fachwissen. Eva hat einen Job angenommen, der beinhaltet die Kartierung eines Waldgebietes – Kartierung, nicht Kartographierung. Auf der einen Seite findet sie die Aufgabe als Biologin spannend, auf der anderen Seite versucht sie über den Verlust ihres totgeborenen Sohnes hinwegzukommen und flieht vor der Überfürsorge ihres Partners. Bei Eva geht es um Zukunft. Bei ihrer Nachbarin Olga geht es um Vergangenheit, was 1944 gewesen ist und was sie nach all den Jahren nicht verarbeiten konnte. Doch neben Evas Suche nach einem Käfer, der auf der roten Liste steht, scheiden sich die Geister im Ort um Naturschutz und Gesteinsabbaus. Es wird hier kein Lösungsweg gezeigt, sondern genau wie in der Realität die Widersprüche hervorgehoben.Außer langen Naturbetrachtungen und wissenschaftlichen Analysen kommt im Verlauf jedoch eine Spannung in die Handlung, die bis zum Ende hält.Ein Buch, das nachdenklich macht, das Fragen aufwirft im Konflikt um Umweltschutz und Lebensqualität der Einwohner.

werner1966 am 29.06.2026 10:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Still und gleichzeitig kraftvoll

Anne Sverdrup-Thygeson hat mit „Der Einsiedlersommer“ einen Roman geschrieben, der mich sehr begeistert und tief berührt hat. Die Geschichte von Eva, die sich nach einem schmerzhaften Verlust in die norwegische Natur zurückzieht, und von der eigenwilligen Olga, die mit dem alten Eichenwald und seiner Geschichte eng verbunden ist, hat mich von der ersten Seite an gefesselt.Besonders beeindruckt hat mich die wunderbare Atmosphäre des Romans. Die Naturbeschreibungen sind intensiv und lebendig, ohne jemals ausufernd zu wirken. Der Wald, die alten Eichen und die Suche nach dem Eremitenkäfer verleihen der Geschichte eine ganz eigene, stille Kraft. Gleichzeitig erzählt das Buch von Trauer, Einsamkeit, Erinnerung und der vorsichtigen Annäherung zweier sehr unterschiedlicher Frauen – auf eine warmherzige, kluge und unglaublich feinfühlige Weise.Eva und Olga sind zwei Figuren, die mir schnell ans Herz gewachsen sind. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, glaubwürdig und mit viel emotionaler Tiefe. Gerade diese leisen Töne haben mich sehr bewegt. Dazu kommt der Konflikt um den bedrohten Wald, der dem Roman eine zusätzliche Aktualität verleiht, ohne dass die Geschichte belehrend wirkt.Für mich ist „Der Einsiedlersommer“ ein wunderschöner, stiller und gleichzeitig kraftvoller Roman über Verlust, Heilung, Freundschaft und die Frage, was wir bewahren müssen – in der Natur und in uns selbst. Ein Buch, das nachhallt und das ich sehr gern weiterempfehle.

sollingschnecke am 28.06.2026 17:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Ich habe jedes Kapitel genossen!

Nach dem schlimmen Verlust ihres Babys bewirbt sich die Biologin Eva auf einen Sommerjob. In einer abgelegenen norwegischen Provinz soll sie nach dem Eremiten- einem Käfer- suchen." Der Eremit. Der seltenste Käfer Norwegens, quasi auferstanden von den Toten, ein Symbol dafür, dass es immer noch Hoffnung gab. Sie würde ihn in diesem Sommer finden."Ihren Partner Eirik weiht sie erst in Ihre Pläne ein, nachdem sie bereits vor Ort ist. Eva wohnt in einer "heruntergekommenen Bruchbude", die sie von der Gemeinde gestellt bekommen hat. Sie lässt alles Vertraute hinter sich und hat als einzigen Umgang die exzentrische Eigenbrödlerin Olga, die ihre Nachbarin ist.Ich gebe " Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson aus dem dtv- Verlag 5 Sterne aus folgende Gründen:1. Der Roman überzeugt mich mit seiner Vielschichtigkeit. Meine erste Vermutung war, dass es sich "lediglich" um einen Naturroman handelt. Dem ist nicht so. Die Natur spielt eine wichtige Rolle. Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Lebensraum sind ein großes Thema, aber viele weitere Themenfelder, u.a. Beziehung, Umgang mit der Vergangenheit, Kriegsfolgen, Mutter- Tochter- Beziehung, Verlust und Trauer, Interessenkonflikte innerhalb der Gemeinde, spielen eine große Rolle. 2. Die Autorin schreibt in einer wunderbar flüssigen und bildhaften Sprache. Besonders die Naturbeschreibungen sind grandios. "Die ausladenden Kronen der knorrigen Bäume badeten im Prinzessienrosa....".3. Das Thema "Trauer" wird in mehreren Facetten dargelegt. Trauer um ein Kind, um unvorhergesehene Wendungen im Leben, um verpasste Chancen,um Ohnmacht, Hoffnung, Neuanfang...3. Den Interessenkonflikt zwischen Landwirtschaft, Natur, Naherholungsgebiet im Gegensatz zum Abbau von nachhaltigem Baustoff und Profit, finde ich gelungen dargestellt. 4. Wie beeinflussen Ereignisse aus der der Vergangenheit unsere Gegenwart? Das ist eins meiner Lieblingsthemen und wird hier sehr gut aufgegriffen.5. Und last but not least: Mir gefallen sehr die extrem ausdrucksstarken Charaktere. Für mich war es kein Roman, den ich mal eben so weggelesen habe. Ich habe vielmehr bewusst langsam gelesen und jedes Kapital genossen. Die Entwicklungen der zwischenmenschlichen Beziehungen und das Fortschreiten der verschiedenen Projekte, habe ich von außen sehr gerne betrachtet. Für mich war " Der Einsiedlersommer" ein besonderes Leseerlebnis mit dem Fazit, dass man manchmal das Vertraute verlassen muss, um Hoffnung zu erlangen, damit man zu einem Neustart gelangt.

monika58097 am 28.06.2026 12:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Heilung zwischen uralten Eichen

Die 33-jährige Biologin Eva hat einen schweren persönlichen Verlust erlitten, den sie nicht verarbeiten kann. Kurzerhand nimmt sie einen Job weit weg von ihrem bisherigen Leben an – und auch fern von ihrem Lebensgefährten Eirik. Ohne vorher mit ihm zu sprechen, fährt sie einfach los.In den tiefen Eichenwäldern Norwegens soll Eva ein bestimmtes Gebiet kartieren und dabei möglichst den seltenen und gefährdeten Eremitenkäfer nachweisen.Dort begegnet sie ihrer zunächst etwas schrullig und abweisend wirkenden Nachbarin Olga. Nach und nach kommen sich die beiden Frauen näher und entwickeln eine enge Freundschaft. So unterschiedlich sie auch sind – sie verbindet derselbe schmerzliche Verlust. Außerdem trägt Olgas Familie ein lange gehütetes Geheimnis mit sich.Mit der Zeit wird die Verbindung zwischen den beiden Frauen immer stärker. Auch die Kraft der Natur hilft Eva dabei, langsam wieder ins Leben zurückzufinden. Sie schöpft neue Hoffnung und wünscht sich, dass Eirik ihr den plötzlichen Weggang verzeihen kann.Der Einsiedlersommer ist ein sehr leiser, tiefgründiger und naturverbundener Roman. Anne Sverdrup-Thygeson schreibt einfühlsam und schafft eine besondere Atmosphäre. Für meinen persönlichen Geschmack waren die Naturbeschreibungen stellenweise jedoch etwas zu ausführlich, wodurch sich die Handlung gelegentlich etwas gezogen hat. Insgesamt ist es dennoch ein berührendes Buch über Verlust, Freundschaft, Heilung und die Kraft der Natur.

watzi22 am 28.06.2026 11:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

nachdenkliche Einsamkeit

Das Buchcover machte neugierig, sehr schön gestaltet mit einem Käfer.Da ich mir unter dem Titel sogar nichts vorstellen konnte, wurde ich durch das Lesen belohnt. Ein so schönes, ruhiges, stimmiges Buch. Prima zu lesen gewesen.Es handelt sich um Eva, die nach schwerem Verlust ihr bisheriges Leben verlässt und nach Norwegen geht, in die Natur um alte Waldgebiete zu erkunden und auch nach einer ausgestorbenen Käferart zu suchen. Das wird nicht leicht, denn in dieser Abgeschiedenheit kommt in ihr wieder die Vergangenheit zum Vorschein und auch ihr persönlicher Verlust.Hervorheben möchte ich die feinen Beschreibungen der norwegischen Wälder sehr gut beschrieben, so konnte man sich manches bildhaft vorstellen.Eine Weite und Ruhe gehen hervor. Man versteht warum auf Artenvielfalt und alte Waldgebiete geachtet werden muss/sollte!Auch Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft machen das Buch aus. Kenne es selber genauso.Ein tolles Buch, habe es sehr gerne gelesen.

booksandmusic am 28.06.2026 10:06 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Wieviel kann ein Mensch ertragen?

Der Roman "Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson ist eine Ode an die Freundschaft und an die Natur. Die Geschichte von Eva, die nach einem schweren Schicksalsschlag, den Sommer über in einem kleinen Ort in Norwegen verbringt, um zu sich zu kommen, zeigt viele Parallelen zu Olga, ihrer Nachbarin, die sie zunächst unter schwierigen Bedingungen kennenlernt. Doch Gemeinsamkeiten im Leben, Beharrlichkeit und Menschlichkeit führen diese beiden so unterschiedlichen Frauen zueinander. Sie brauchen einander. Die Grundgeschichte, die Suche nach dem bedrohten Käfer, bildet den Rahmen einer so viel tiefergehenden Geschichte, die mich in den Bann gezogen hat. Der Schreibstil der Autorin gefällt mit außerordentlich gut. Die LeserInnen werden in den Bann gezogen, Spannung wird in allen Themenbereichen aufgebaut und durch detailreiche Beschreibungen untermalt. Das Cover ist äußerst hochwertig gestaltet. Ein bunter Käfer auf zwei unterschiedlich farbigen Blättern ziert den Umschlag. Er ist ein wenig erhaben. Die Blätter könnten in meiner Vorstellung für die beiden Freundinnen stehen. Eine emotionale Nebengeschichte spricht auch diejenigen LeserInnen an, die gerne über Beziehungen und Liebeleien lesen. Die Beschreibung der Natur und die darin steckende starke Zuneigung, beeindruckt am meisten. Liebevolle Ideen und Ausschmückungen lassen das Herz von Naturfreunden höher hüpfen. Die ProtagonistInnen sind authentische Charaktere, die der Geschichte Menschlichkeit verleihen. Ich habe sie schnell lieb gewonnen und mich auf deren Seite geschlagen. Alles in allem ein unglaublich schöner Roman. Ich hoffe, es wird weitere geben von dieser großartigen Autorin. Vielen Dank für dieses Werk!

Aktuelle Rezensionen

Pressestimmen

Zwei Seiten - Der Podcast über Bücher (WDR)
Für mich hat sich dieses Buch angefühlt wie ein Waldspaziergang.

Mona Ameziane, 08.09.2026

Für Sie
Ein hoffnungsvoller Roman über Freundschaft und die Kraft der Natur, die es mehr denn je zu schützen... gilt. mehr weniger

26.08.2026

Meins
Eva und Olga kämpfen, jede auf ihre Weise, fürs Leben und für die Natur.

29.07.2026

TV Hören und Sehen
Berührend!

24.07.2026

Hamburger Abendblatt
Die Norwegerin Sverdrup-Thygeson versteht sich auf eine umstandslose Erzählweise. Dies ist ein guter... Stoff für Leseabende, an denen die Hitze des Tages langsam schwindet. mehr weniger

15.07.2026

Stavanger Aftenblad
Ein beeindruckender Debütroman. ›Der Einsiedlersommer‹ ist nicht nur eine Geschichte über Umweltschu...tz und bedrohte Artenvielfalt, sondern auch eine existenzielle Erzählung über Menschen, die nach dem Verlust von etwas Wesentlichem darum ringen, wieder Anschluss an das Leben zu finden. mehr weniger

09.06.2026

Zitat von dodo1 auf vorablesen.de: »Für alle, die daran interessiert sind, dass unser Planet geschützt wird. Für alle, die Verluste erlitten haben und damit leben müssen. Für alle, die Freundschaft zu schätzen wissen.«
Zitat von katto auf vorablesen.de: »In einer oft hektischen Welt wirkt das Buch wie eine kleine Auszeit und erinnert daran, wie wichtig die Verbindung zur Natur sein kann.«
Zitat von la calvaera catrina auf vorablesen.de: »Anne Sverdrup-Thygesons Naturbeschreibungen sind so detailliert und lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch den Wald zu wandern und die Insekten summen zu hören.«
Zitat von kerstin0312 auf vorablesen.de: »Es ist eine dringliche, aber leise Erinnerung daran, wie eng das menschliche Schicksal mit dem der Natur verknüpft ist.«
Zitat von connie94 auf vorablesen.de: »Ein Roman, der daran erinnert, wie schützenswert und kostbar unsere Natur und ihre Bewohner sind!«


Leseprobe

Fordern Sie hier Ihre exklusive Leseprobe an

Der Natur ganz nahe – Gewinnen Sie ein Wochenende im Baumhaus-Hotel

Gibt es einen besseren Ort für ›Der Einsiedlersommer‹ als mitten im Grünen? Anne Sverdrup‑Thygeson erzählt mit Wärme, feinem Witz und großem Einfühlungsvermögen von der tröstenden Kraft der Natur – und von der Frage, was wir bewahren müssen, damit Leben möglich bleibt: in der Natur und in uns selbst.

Mit unserem Gewinnspiel holen wir dieses Gefühl aus dem Roman in die Wirklichkeit: Der Natur ganz nahe können Sie ›Der Einsiedlersommer‹ dort erleben, wo man Waldluft atmet und den Alltag einmal leise werden lässt.

  • 1. Preis: Zwei Nächte inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie ein Exemplar des Romans
  • 2. Preis: Eine Nacht inkl. Frühstück für zwei Personen in der Baumhaus-Herberge Bockhop sowie eine Baumpatenschaft (mit Urkunde) und ein Exemplar des Romans
  • 3. Preis: 3x je eine exklusive Blogger*innen-Box zu ›Der Einsiedlersommer‹

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, füllen Sie das untenstehende Formular aus und beantworten Sie folgende Frage: Wald, Strand oder Berge: Wo in der Natur tanken Sie am liebsten neue Kraft – und warum?

Das Gewinnspiel endet am 1. September um 23:59 Uhr. Die Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

Lerne die Protagonistinnen Eva und Olga kennen

Eingesprochen von Hörbuchsprecherin Heike Warmuth

Auch als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg

Ungekürztes Hörbuch, gelesen von Heike Warmuth.

Mehr zum Hörbuch


Anne Sverdrup-Thygeson stellt ›Der Einsiedlersommer‹ vor


Interview mit Anne Sverdrup-Thygeson

Foto der Autorin Anne Sverdrup-Thygeson (Copyright: Agnete Brun)

Was hat Ihre Liebe zur Natur geweckt?

Ich war schon immer gerne draußen. Als Kind verbrachte ich die Sommerferien mit meiner Familie in einer kleinen Blockhütte im Wald. Abgesehen von Büchern war die Natur die einzige Unterhaltung – es gab einfach nicht viel anderes zu tun. So gewöhnte ich mich daran, mit den kleinen Waldbewohnern zu spielen und sie zu beobachten: Ameisen, Bienen und Käfer. Ich glaube, das war der Anfang meiner Faszination für die Natur.

Warum ein Roman – und kein weiteres Sachbuch?

Im Rückblick sehe ich, dass sich meine Stimme mit jedem Sachbuch, das ich geschrieben habe, weiterentwickelt hat. Nach und nach habe ich mich getraut, mehr von mir selbst in das Schreiben einfließen zu lassen – nicht nur „Professorin Anne“, sondern auch Anne als Mensch, als Bürgerin, als Mutter … wenn das Sinn ergibt? Dadurch entstand Raum für mehr literarische Elemente in meiner Arbeit. Und ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, also fragte ich mich: Könnte ich meine Stimme und Kreativität noch weiterentwickeln – bis hin zum Schreiben von Fiktion, vielleicht sogar eines ganzen Romans? Ich beschloss, es zu versuchen.

Warum der Eremitenkäfer – und was löst er in der Geschichte aus?

Ich habe in meiner Arbeit viel Zeit damit verbracht, alte Eichen und ihre Insektenbewohner zu untersuchen und zu beobachten – darunter auch den Eremitenkäfer. Dieser Käfer ist groß, schön und gilt sowohl in Europa als auch weltweit als gefährdet, vor allem, weil die Zahl alter hohler Bäume in unseren heutigen Landschaften abnimmt. Für mich ist der Eremitkäfer nicht nur für sich genommen faszinierend. Er steht auch symbolisch für das Dilemma, das entsteht, wenn menschliche Landnutzung mit den Bedürfnissen anderer Arten in Konflikt gerät.

Die Protagonistinnen Eva und Olga trennen 43 Jahre: Was unterscheidet sie und was verbindet sie?

Ja, sie sind in vielerlei Hinsicht unterschiedlich – in Alter, Persönlichkeit und Hintergrund. Eva ist jung, unruhig und aufgeschlossen, eine Wissenschaftlerin mit einer großen Leidenschaft für den Schutz der Natur. Die deutlich ältere und introvertiertere Olga hingegen lebt lieber zurückgezogen auf ihrem Hof, klettert auf Bäume und redet mit ihrem Kater – bis Eva unerwartet in ihr Leben tritt. Trotz all ihrer Unterschiede werden die beiden Frauen Freundinnen. Ich denke, sie erkennen etwas in der jeweils anderen – eine gemeinsame Erfahrung des Verlusts und eine geteilte Sehnsucht, die Welt zu verstehen. 

Der Roman hat ja den Titel ›Der Einsiedlersommer‹. Ist Olga eine Einsiedlerin?

In dem Moment, in dem wir sie kennenlernen, lebt Olga tatsächlich zurückgezogen von der Gesellschaft. Doch unter ihrer Schicht aus Misstrauen und Ablehnung verbirgt sich eine im Grunde warmherzige Frau, die den Kontakt zu anderen Menschen durchaus genießt. Das Leben hat sie jedoch mehr als einmal enttäuscht, und sie trägt Geheimnisse mit sich, die sie nur schwer verarbeiten kann.

Wie kamen Sie darauf, die Handlung im fiktiven Ort Lopperud bei Vestfold spielen zu lassen?

Diese Landschaft, mit einigen ihrer Schätze sichtbar und anderen, die unter der Oberfläche verborgen liegen, passt sehr gut zu meiner Geschichte. Sie spiegelt auch die realen Herausforderungen wider, vor denen wir ständig stehen: Wie finden wir einen Weg, unsere menschlichen Bedürfnisse mit denen der unzähligen anderen Arten in Einklang zu bringen, mit denen wir die Welt teilen?

Wie geht es nach ›Der Einsiedlersommer‹ weiter? Planen Sie einen weiteren Roman?

Jetzt, wo ich einmal damit angefangen habe, glaube ich nicht, dass ich mit dem Schreiben von Fiktion aufhören kann – auch wenn der Prozess manchmal holprig war, war er zugleich unglaublich bereichernd. Im Moment arbeite ich an einem Sachbuch, aber in meinem Kopf schwirren bereits Ideen und Figuren für einen neuen Roman herum …

Autorinnenfoto: © Agnete Brun