Der Geschmack der Sehnsucht
16,95 €
(0,00 € / )
lieferbar
- Versandkostenfreiin Deutschland
- Schneller VersandLieferung 3-5 Werktage
- Sichere ZahlungSSL-verschlüsselt
Der Geschmack der Sehnsucht
Bibliografische Daten
1. Auflage
Kim Thúy
Kim Thúy wurde 1968 in Saigon geboren und floh als Zehnjährige mit ihrer Familie nach Kanada. Sie arbeitete als Übersetzerin und Rechtsanwältin, als Gastronomin, Kritikerin und Moderatorin für Radio und Fernsehen. Als Autorin wurde sie 2010 mit ihrem in zahlreiche Sprachen übersetzten Roman ›Der Klang der Fremde‹ bekannt. Kim Thúy lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Montreal.
Brigitte Große
Brigitte Große, 1957 in Wien geboren, studierte Philosophie, Musikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Hamburg. Anschließend war sie als Lektorin und Redakteurin tätig. Sie lebt heute als Übersetzerin aus dem Französischen in Hamburg. Sie überträgt unter anderem Amélie Nothomb, Wilfried N’Sondé und Gaël Faye ins Deutsche. 1994 und 2015 erhielt Brigitte Große den Hamburger Förderpreis für Literatur und literarische Übersetzungen. Sie war Trägerin des Hieronymusrings und wurde 2017 mit dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.
Andrea Alvermann
Andrea Alvermann studierte u. a. Jura, Romanistik und Slavistik an der Universität Köln. Sie ist Mitglied im Berufsverband der Dolmetscher und Übersetzer und der Société Française des Traducteurs (SFT).
4 - 10 von 37 Leserstimme
In der Fremde eine Heimat finden
Kim Thúys zweiter Roman “Der Geschmack der Sehnsucht” knüpft an den Erfolg ihres Debütromans “Der Klang der Fremde" aus dem Jahr 2010 an, der eine begeisterte Leserschaft fand.
Eine ledige junge Mutter setzt ihr Kind aus. Eine Nonne findet den Säugling und gibt ihn später an eine Lehrerin weiter, die ihre geliebte Mama wird. Als junge Frau geht Mán auf Betreiben der Mutter eine arrangierte Ehe mit einem wesentlich älteren Vietnamesen ein, der zwanzig Jahre zuvor mit den Boat People Vietnam verlassen hatte und nach Montreal gegangen war. Dort betreibt er eine Suppenküche, in der die junge Mán mitarbeitet. Irgendwann besinnt sie sich auf die überlieferten Rezepte ihrer Mutter und alles, was sie über Zutaten und Gewürze gelernt hat. Aus der einfachen Suppenküche wird ein beliebtes Restaurant, das den vietnamesischen Einwanderern ein Stück Heimat zurückgibt. Mán findet in Julie eine enge Freundin, die sie in jeder Hinsicht unterstützt und ihr Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben aufzeigt. Mán veröffentlicht ein Kochbuch, gibt Kochkurse und wird nach Paris zu Lesungen und Kochdemonstrationen eingeladen. Dort lernt sie den verheirateten Franzosen Luc kennen, die Liebe ihres Lebens.
Liebe und Leidenschaft sind völlig neue Erfahrungen in Máns Leben, die zwanzig Jahre Ehe in Form einer friedlichen Koexistenz erlebt hat, aber keine Nähe oder Zärtlichkeit. Sowieso ist ihr als Vietnamesin die Zurschaustellung von Gefühlen fremd. Durch die Begegnung mit Luc wird sie auch den Menschen in ihrem Umfeld gegenüber offener und geht anders mit ihren beiden Kindern um.
Das kleine, wunderschön aufgemachte Büchlein beeindruckt den Leser durch die Vermittlung von vietnamesischer Kultur, Sprache und Mentalität. Am Rand der Seiten sind viele vietnamesische Begriffe aufgeführt und übersetzt. Die Sprache ist oft poetisch, noch verstärkt durch eingefügte Gedichte. Die Erzählung wirkt sehr authentisch und trägt mit Sicherheit autobiografische Züge, auch wenn die familiäre Situation der Autorin natürlich eine ganz andere war. Die entscheidende Gemeinsamkeit liegt im Verlassen der Heimat und der Übersiedlung nach Montreal sowie in dem grundsätzlichen Problem, in einem Land mit einer anderen Sprache und Kultur die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Interessant finde ich auch, dass die Autorin die dunklen Seiten der vietnamesischen Geschichte, speziell des verheerenden Bürgerkriegs und seiner Folgen nicht auslässt. Mir hat Kim Thúys Roman gut gefallen
Der Geschmack der Sehnsucht
Das Buch erzählt von der Vietnamesin Mán, die zur Zeit des Bürgerkrieges als Kind von seiner leiblichen Mutter an eine andere weitergereicht wird, damit sie es besser hat. Diese neue Mutter lebt wie eine Nonne und ist mit dem Mädchen überfordert und so kommt es zu einer anderen Mutter. Diese ist Lehrerin und dort findet sie so etwas wie eine Familie. Von dieser wird sie dann mit einem älteren Mann verheiratet, der eine Suppenküche in Kanada betreibt. Sie versucht ihren Mann in seinem Restaurant zu unterstützen. Nach einiger Zeit besinnt sie sich auf ihre Kochkünste, die sie von ihrer Mutter gelernt hat. Dadurch wird das Restaurant berühmt für seine Gerichte und immer mehr Auswanderer und Einheimische besuchen es. Sie lernt eine Freundin kennen, mit der sie zusammen ein Kochbuch herausbringt. Bei einer Reise nach Frankreich lernt sie endlich die Liebe kennen. Ein starkes Buch mit viel Gefühl, das einen sehr nachdenklich stimmt.
Sehnsucht
Dies ist ein wunderbar zartes Buch.Es erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in den Kriegswirren des Vietnamkriegs von Mutter zu Mutter gereicht wird. Sie findet eine Mutter die sie in die Küche einweiht und wird dann nach Kanada verheiratet.Hier lernt sie erst spät das Land kennen, da sie die Tage in der Küche ihres Mannes verbringt.Irgendwann öffnet sich aber ein Fenster für sie und dieses Fenster wird weit aufgerissen und ein neues Leben beginnt.Das faszinierende an dem Buch ist neben der Gestaltung (ein wunderschönes Cover, ein schönes Einbandsmaterial) die Gestaltung der kleinen Kapitel. Es gibt immer ein kleines Thema, das vietnamesische Wort wird vorangestellt und die Übersetzung angezeigt.Man taucht immer wieder in den Gegensatz des alten Vietnam, Vietnam in den Kriegswirren und die westliche Welt. Man riecht die Gewürze, bestaunt den Aufwand um die Gerichte...nur hätte man gern auch ein Rezept in der Hand, um das Buch noch besser umzusetzen.Diese zarte Buch mit den großen Gefühlen ist empfehlenswert.
Kleines, aber feines Büchlein....
das es geschafft hat, mich kurzfristig ins ferne Vietnam zu beamen.
Mit Leichtigkeit wird hier das Leben einer Vietnamesin erzählt, die als Kind zwischen verschiedenen "Müttern" hin und her geschubst wird und durch eine arrangierte Ehe letztendlich in Kanada landet.
Dort führt sie zusammen mit ihrem Mann ein vietnamesischen Lokal und lebt still vor sich hin......bis eines Tages Julie auftaucht. Mit Julie freundet sie sich recht schnell an und findet durch sie Zugang zur realen Welt und den damit verbundenen Gefühlen.
Dann lernt sie Luc kennen und lieben.......
Ein schön aufgemachtes, optisch ansprechendes kleines, aber feines Büchlein. Teilweise hatte ich fast den Geruch der asiatischen Küche in der Nase.....
Das vietnamesische Mädchen
In der Zeit des vietnamesischen Bürgerkrieges wächst ein kleines Mädchen, Man, auf. Doch sie hat keine richtige Mutter, wird von einer zur anderen gebracht. Doch dann findet sie eine sehr liebe Mutter, die alles für sie tut. Sie lernt ihr das Kochen, welches in Vietnam sehr wichtig ist um eine gute Ehe zu führen. Sie gibt Man so viel Liebe mit auf den Weg. Doch dann wird Man einem älteren Mann versprochen und geht zu ihm nach Kanada. Das Leben dort ist einsam und dunkel. Sie darf nicht am Leben teilnehmen, ihr Mann liebt sie nicht und sie fühlt sich sehr unwohl. Als dann Julie in ihr Leben tritt wird alles besser. Sie hilft Man, ein neues Leben zu beginnen und eröffnet mit ihr zusammen ein Restaurant. Das Buch ist mit sehr viel Gefühl geschrieben und man erhält als Leser einen großen Einblick in die vietnamesische Kultur und Küche. Ich konnte mit Man sehr gut mitfühlen und habe dieses kleine Büchlein geliebt. Die Sprache ist einfühlsam. Das Buch hat mich in eine andere Welt entführt, die ich so schnell nicht vergessen werde.
Der Geschmack der Sehnsucht
Ein kleines, aber deshalb nicht weniger gehaltvolles Büchlein, mit einem sehr geschmackvollen Cover. Am besten zu lesen in einem Stück, auf der Terasse, in der Frühjahrssonne. Das Buch entführt einen in eine komplett andere Welt, und man hat Mühe daraus wieder aufzutauchen. Es ist sehr flüssig geschrieben, leicht lesbar, ohne zuviele Worte, trotzdem sehr eindringlich.Die kleine Män wird in den Wirren des vietnamesischen Bürgerkriegs geboren, von einer unverheirateten Mutter, die selbst noch ein Kind ist. Sie weiß sich nicht anders zu helfen, als das Kind auszusetzen. Auch die zweite Mutter, eine Nonne, reicht sie weiter. Erst die dritte Mutter wird ihre Mama, bei der sie aufwachsen kann und von der sie geliebt wird.Um bessere Zukunftschancen zu haben, wird sie als sehr junges Mädchen verheiratet, mit einem wesentlich alteren Vietnamesen,der nach Kanada ausgewandert ist. Mit ihm zusammen baut sie ein vietnamesisches Restaurant auf unf wird zur angesehenen Geschäftsfrau. Aus der arrangierten Ehe wird zwar keine Liebe, aber wenigstens ein erträgliches Miteinander, aus dem sogar zwei Kinder hervorgehen. Es gelingt Män auch Freundinnen zu finden und sie schafft es ihre geliebte Mutter nachkommen zu lassen.Interessant zu lesen, wie wenig Asiaten in der Lage sind, ihre Gefühle zu zeigen. Män kann den Freundinnen in ihrem neuen Leben nicht sagen, was sie für sie fühlt, sie zeigt es ihnen vielmehr auf die Art, die ihr möglich ist. Sie umsorgt ihre Freundinnen und liest ihnen ihre Wünsche von den Augen ab. Die Freundin, die von ihrem Mann mißhandelt wird, findet selbsverständlich mit ihren Kindern bei ihr Unterkunft und gehört bald zur Familie. Das ist mehr Liebesbeweis als viele Worte. Auch ihren KIndern kann sie nicht so nahe sein, wie sie es gerne wäre.Die Liebe erfährt sie erst mit Luc. Ich bin froh, daß diese Liebesgeschichte ohne Happy End endet, sonst wäre das Buch in den Kitsch abgedriftet.Schade ist, daß das Buch keine richtigen Rezepte enthält, ich würde sie zu gerne nachkochen.Schön, die vietnamesischen Worte am Seitenrand.Alles in allem ein wirklich gelungenes Werk, das man sicher öfter liest.
Der Geschmack der Sehnsucht
Ein wunderschöner Einband, der uns sofort an ein fernes exotisches Land denken läßt. Die Verkäuferin am Straßenrand mit dem typischen Hut.
Hier wird die Geschichte von einem vietnamesischen Mädchen erzählt. Ihre Mutter ist selbst noch ein Kind, als Män geboren wird. Die junge Mutter überläßt das Kind einer Nonne, diese wiederum reicht das Mädchen an eine Lehrerin weiter, die Män liebevoll erzieht. Es ist die Zeit des vietnamesischen Bürgerkriegs. Um dem Kind ein besseres und sorgloseres Leben zu ermöglichen, wird eine Ehe arrangiert. Er ist ebenfalls Vietnamese, ist aber vor Jahren nach Kanada ausgewandert. Der Mann könnte vom Alter her ihr Vater sein. Er betreibt in der Ferne eine Suppenküche. Die erste Zeit in Kanada ist Män sehr einsam und allein. Sie kennt nur die Suppenküche und ihr Bett, Aber sie kriert neue Gerichte und aus er Suppenküche wird ein Restaurant. Sie lernt Freundinnen und Bekannte kennen, bekommt sogar zwei Kinder. Sie holt auch ihre Mutter nach Kanada. Ihr Mann zeigt ihr keine Zärtlichkeit, zu deren ist er überhaupt nicht fähig. Sie sorgen füreinander. Streiten sich nicht und leben so nebenher. Män weiß auch nicht, was Verliebtsein ist. Bis sie Luc kennenlernt und ihr stoistisches Leben gerät aus den Fugen.
Ein ruhig und fließend geschriebenes Buch. Schade nur, dass die Speisen nur aufgezählt und deren Inhalt genannt wird. Schön wäre schon ein ganzes Rezept gewesen. Interessant fand ich auch die vietnamesischen Wörter am Rande jeder Buchseite. Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Gefühlvoll beschrieben. Es stellt sich hier immer wieder heraus. Mit welcher Ruhe und Geduld die Asiaten ihr Schicksal ertragen.
Mir hat auch das kleine Buchformat zugesagt. Denn es liegt gut in der Hand. Die kurzen Texte an manchen Seiten haben mir Zeit gelassen, sich über das Gelesene Gedanken zu machen.