Geheimnisvoll, düster, wendungsreich – das süchtig machende Spannungs-Highlight der Bestsellerautorin
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Die blaue Stunde
Die geheimnisumwitterte Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden in den renommiertesten Häusern ausgestellt. Als eines Tages ein menschlicher Knochen in einer der Skulpturen Chapmans entdeckt wird, ist die Aufregung groß: Woher stammt der Knochen und wie konnte er Teil eines gefeierten Kunstwerks werden?
»Ein vielschichtiger, Kunst und Menschen betrachtender Psychothriller.« Frankfurter Rundschau
James Becker, der Kurator des Museums, begibt sich auf Spurensuche und reist dafür auf die abgeschiedene Gezeiteninsel Eris Island, die nur eine einzige Bewohnerin hat und weit mehr als nur eine dunkle Wahrheit verbirgt.
»Mit dem Kunstweltkrimi ›Die blaue Stunde‹ knüpft Paula Hawkins an ihren Welterfolg ›Girl on the Train‹ an. Und spezialisiert sich darin erneut auf das hoch komplizierte Seelenleben ihrer Heldinnen.« Der SPIEGEL
Atmosphärisch, vielschichtig und mit Hingabe erzählt: Paula Hawkins` Roman setzte neue Maßstäbe in der Spannungsliteratur.
Von Paula Hawkins ist bei dtv ebenfalls lieferbar: Girl on the Train
Bibliografische Daten
3. Auflage
Paula Hawkins
Paula Hawkins arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Sie wuchs in Simbabwe auf, bevor sie 1989 nach London zog. Ihr Weltbestseller ›Girl on the Train‹ verkaufte sich über 23 Millionen Mal und wurde in 40 Sprachen übersetzt. Ihre psychologischen raffinierten Spannungsromane begeistern Leserinnen und Leser weltweit.
Birgit Schmitz
Birgit Schmitz wuchs am Niederrhein auf. Sie studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Berlin und arbeitete u. a. am Wiener Burgtheater sowie am Thalia Theater in Hamburg. Seit 1999 übersetzt sie erfolgreich englischsprachige Literatur ins Deutsche. Sie lebt in Frankfurt am Main.
2 - 10 von 128 Leserstimme
Spannend
„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins ist ein faszinierender, atmosphärisch dichter Thriller, der mit seinem geheimnisvollen Plot und einer ausgeklügelten Struktur fesselt. Die Geschichte entfaltet sich um die berühmte, aber längst verstorbene Künstlerin Vanessa Chapman, deren Werke nach wie vor hochgepriesen werden. Doch als in einer ihrer Skulpturen ein menschlicher Knochen gefunden wird, gerät alles ins Wanken. Wer könnte dieser Knochen gehört haben, und wie kommt er in ein Kunstwerk, das so viele Jahre nach ihrem Tod noch gefeiert wird?James Becker, der Kurator eines renommierten Museums, wird mit der Aufgabe betraut, das Rätsel zu lösen. Seine Reise führt ihn auf die abgelegene Gezeiteninsel Eris Island, wo er nicht nur auf die geheimnisvolle Geschichte der Künstlerin stößt, sondern auch auf dunkle Geheimnisse, die die Inselbewohner umhüllen.Hawkins versteht es meisterhaft, die Spannung stetig zu steigern, indem sie den Leser in eine Welt aus Kunst, Geheimnissen und Vergangenheit entführt. Die Geschichte ist voll von unerwarteten Wendungen, die den Leser immer wieder in Frage stellen lassen, was Realität und was Täuschung ist. Eine düstere, fesselnde Lektüre, die sowohl Liebhaber von Thriller- als auch von literarischen Erzählungen begeistert.
Atmosphärisch dicht mit unsympathischen Figuren
Schon zu Lebzeiten machte die exzentrische Künstlerin Vanessa Chapman von sich reden. Doch nun Jahre nach ihrem Tod ist die Aufregung noch größer. In einer Kunstausstellung wurden in einer ihrer Skulpturen menschliche Knochen gefunden. Der Kurator des Museums, James Becker will der Sache auf den Grund gehen. Dazu sucht er die Nachlassverwalterin Grace Haswell auf, die noch immer einen Teil der Werke Chapman zurückhält, die eigentlich dem Museum vermacht wurden. Grace lebt einsam auf der kleinen Gezeiteninsel, die nur bei Ebbe erreichbar ist. Und Grace trägt so manches Geheimnis mit sich. Paula Hawkins hatte mich bereits mit ihrem Roman GIRL ON A TRAIN begeistert. Auch DIE BLAUE STUNDE ist kein Thriller, sondern eben ein Roman mit Spannungselementen. Die meisten der Figuren darin sind eher unsympathisch. Über die Künstlerin Vanessa Chapman erfährt man aus Erzählungen durch Grace, aber auch durch Zeitungsartikel und ein von Chapman geführtes Tagebuch etwas. Daraus formt sich langsam ein Bild der Künstlerin zu Lebzeiten. Anders sieht es bei Grace aus. Diese wirkt anfänglich ziemlich sympathisch und man hat fast ein wenig Mitleid mit ihr, weil sie sich so sehr für Vanessa aufopferte. Doch im Verlauf der Handlung tritt so manch dunkles Geheimnis zu Tage.Gut eingefangen fand ich die Atmosphäre, die auf der Gezeiteninsel herrscht. Die Abgeschiedenheit, das tosende Meer und keine Möglichkeit die Insel bei Flut zu verlassen, wirkten irgendwie beklemmend und unterstrichen nochmals die Einsamkeit in der Grace hier lebt. Die Handlung selbst nimmt kaum an Fahrt auf, es gibt eher viele Rückblicke, die Erklärungen liefern. Damit blieb das Spannungsniveau ziemlich am Boden. Erst zum Finale wurde es dann doch noch einmal spannend. Vor allem das Ende hat mich vollkommen überrascht, denn mit so einem Ausgang hatte ich absolut nicht gerechnet.Der Schreibstil hingegen war äußerst flüssig, beim Lesen flog man nur so durch die Seiten. Hier zeigt sich das erzählerische Können von Paula Hawkins.Insgesamt ein gelungener Spannungsroman, der vor allem durch die Beschreibungen der Atmosphäre bei mir punkten konnte. Mit den Figuren konnte ich leider nicht warm werden.
Hawkins, wie wir sie kennen und lieben!
James Becker, Kurator eines Museums einer privaten Stiftung, ist es gelungen, seinen Lebenstraum zu erfüllen: Er arbeitet für die Institution, der die Künstlerin Vanessa Chapman ihr Lebenswerk vermacht hat. James hegt schon lange eine tiefe Bewunderung für Vanessa und ihr Werk. Ihr Tod war schmerzlich für ihn, doch nun hat er die Möglichkeit, nicht nur ihre bekannten Werke auszustellen, sondern darüber hinaus ihre privaten Aufzeichnungen, Skizzen und Tagebücher zu sichten. Er wird ihr und ihrem Wesen so nah kommen wie nie zuvor. Angesichts dieser wunderbaren Aussichten verblassen seine privaten Probleme beinah. Doch dann bekommt er einen Anruf, der alles verändert: In einem der Werke von Vanessa Chapman, in einer Skulptur, ist ein menschlicher Knochen entdeckt worden. Chapman selbt ist bereits lange tot und kann keine Fragen zu diesem Thema mehr beantworten, die sich nun unweigerlich stellen: Wessen Knochen hat die Künstlerin verwendet? Und hat sie auch mit dem Tod dieser Person selbst etwas zu tun? Stammt der Knochen gar von ihrem Ex-Mann, der bereits seit Jahrzehnten verschollen ist?James macht sich auf die Suche nach Antworten und lernt dabei Vanessas langjährige Weggefährtin Grace kennen, die mit ihr auf Eris Island, einer abgeschiedenen Gezeiteninsel, gelebt hat und die Gezeiteninsel samt des Anwesens nach Vanessas Tod geerbt hat. Je mehr Zeit James selbst auf Eris Island und mit Grace verbringt, desto mehr erfährt er über Vanessa und ihr Werk. Doch James findet nicht nur die Antworten nach denen er sucht, sondern er erfährt auch immer mehr, das sein Bild der gefeierten Künstlerin Vanessa Chapman auf einem Podest ins Wanken bringt... Ich habe mich sehr gefreut, als ich "Die Blaue Stunde" von Paula Hawkins in der Liste der Bücher entdeckt habe, denn sie ist eine meiner Lieblings-Autorinnen. Bereits "The Girl on the Train" und "Into the Water" haben mich kraftvoll in ihren Bann gezogen. "A Slow Fire Burning" steht natürlich ebenfalls auf meiner Liste. Was mich besonders fasziniert an Hawkins' Art zu schreiben, ist diese unglaubliche Spannung, die sie aufbaut, ohne auf irgendwelche Tricks oder Kniffe zurückzugreifen. Lediglich ihre Art zu beobachten und zu erzählen, Handlung in Worte zu packen und Entwicklungen darzustellen, fesselt den Leser oder die Leserin an den Text, lässt einen von Zeile zu Zeile huschen. Das war auch meine Erwartung an "Die Blaue Stunde", und die wurde voll erfüllt. Hawkins schreibt keine Thriller voller Action, mit Cliffhangern am Ende jedes Kapitels. Stattdessen wiegt sie uns als Leser in Sicherheit, lädt uns ein in ihre Geschichte, die sich nach und nach verändert, beinah ohne, dass wir es mitbekommen. Plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war, und man fragt sich wie das nur passieren konnte - und vor allem, wann? Dadurch gelingt es ihr, die Erfahrung der Charaktere für den Leser nachzubilden, und ein immersives Leseerlebnis zu schaffen, das einem den Atem stocken lässt. Ein wirklich faszinierendes und spannendes Buch, das reicher an Atmosphäre und subtilen Entwicklungen nicht sein könnte!
Düster, spannend, unwirklich und rätselhaft
Auf Eris Island, einer einsamen Gezeiteninsel, lebt Grace, ehemalige Vertraute der berühmten Künstlerin Vanessa Chapman. James Becker ist Kurator desjenigen Museums, dem die Schätze vererbt wurden und als leidenschaftlicher Fan Chapmans macht er sich auf die Suche nach weiteren Hinterlassenschaften. Auf der Insel erlebt er Seltsames.Das Cover vermittelt Ruhe, den Blick auf das Meer, und der Titel weist auf die Stunde vor Einbruch der Nacht hin, die Stunde, in der alles möglich ist. Und Paula Hawkins hat mich sofort in den Bann gezogen. Sie versteht es, Mysteriöses und Rätselhaftes in ihre Texte zu weben und damit ein unterschwelliges Gefühl zu erzeugen: Die Erwartung, es könnte gleich etwas Furchtbares passieren. Ihr Stil ist angenehm zu lesen, teilt sich in verschiedene Sichten bzw. Briefe aus der Vergangenheit, die nach und nach Licht ins Dunkel bringen, aber nicht unbedingt zur Auflösung beitragen. Das Geschehen ist widersprüchlich, die Protagonisten sind teils richtig unangenehm und gewalttätig, es brodelt unter der Oberfläche und letztendlich bleibt sogar der Ausgang offen und lässt jede Menge Raum für eigene Spekulationen.Für mich ist es eine Geschichte, die man atemlos liest, begierig zu erfahren, was passiert ist, stets begleitet von einem mulmigen Gefühl und Entsetzen, wenn Details ans Licht kommen. Das Buch hat mir jede Menge Gruselmomente beschert und mich erstklassig unterhalten!
Künstlerin des Grauens
In dem Buch „Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins hat ein sehr dunkles und düsteres Cover, in dem der Großteil schwarz ist und nur einzelne Aspekte blau dargestellt wurden. Hier lernen wir Vanessa kennen, sie ist eine berühmte Künstlerin. Ihre Kunstwerke sind jahrelang auf einer kleinen und einsamen Insel entstanden – jedoch ist Vanessa seit vielen Jahren bereits Tod. Womit jedoch keiner gerechnet hat, ist das Vanessa trotzdem weiterhin berühmt bleibt, denn ihre Kunstwerke sind weiterhin in Ausstellungen zu finden und hoch angesehen. Ihre Kunstwerke bleiben jedoch nicht so harmlos wie zuerst gedacht, denn ein Anthropologe findet in einem dieser Kunstwerke menschliche Knochen, welche in das Werk mit eingearbeitet wurden – das schockiert nun alle wissenden. Ich habe mir direkt die Fragen gestellt, wie die Knochen dort hineinkamen und vor allem wem diese Knochen gehörten…Des Weiteren lernen wir James Becker kennen, welcher ein Experte auf dem Gebiet der Werke von Vanessa ist – er nimmt sich dieser Situation an und versucht Spuren zu finden, um das Mysterium zu lösen. Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, denn es war von Anfang an extrem spannend und ich habe mich immer wieder gefragt, was nun als nächstes geschehen wird und was hinter den Knochen in der Skulptur steckt. Jeder der einen spannenden Thriller sucht und zeit hat einen ganzen Tag nur zu lesen, der solle sich dieses Buch kaufen!!
Atmosphärischer Thriller!
Das Buch „Die blaue Stunde“ war mein erstes Buch von Paula Hawkins und hatte mich wegen des Klappentext angesprochen. Am Anfang tat ich mich recht schwer mit den vielen Protagonisten. Die Fairburn-Stiftung hat von der Künstlerin Vanessa Chapmann alle ihre Stücke vererbt bekommen. Einige dieser Stücke wurden an die Tate Gallery verliehen und dort hat ein Forensiker festgestellt, dass in einem der Kunstwerke, Division II, ein menschlicher Knochen gefunden. Handelt es sich wirklich um einen menschlichen Knochen? Aufgrund dessen fährt der Kurator, James Becker auf die Insel Eris um mit der Testamentsvollstreckerin zu sprechen. Außerdem fehlen wohl immer noch Aufzeichnungen und Kunstwerke der verstorbenen Vanessa Chapmann. Auch auf diese soll er die Testamentsvollstreckerin ansprechen, bittet ihn sein Chef Sebastian Lennox. Grace ist sieht sich als Hüterin von Vanessa Erbe, Ruf und Geheimnissen. James Becker, sieht Grace erst als alte, einsame Frau, die sich erst nicht mit ihm unterhalten möchte. Aber er spürt auch, dass Grace Geheimnisse hat. Aber was sind das für Geheimnisse? Bei seinem ersten Besuch bei Grace händigt sie ihm dann doch einige Aufzeichnungen von Vanessa aus. Dabei ist auch eine Liste über Kunststück von Vanessa, die schon der Vater von Sebastian ausstellen wollte. Aber Vanessa hatte diese Ausstellung abgesagt. Warum? Hatte das etwas mit dem Verschwinden von Vanessas Mann Julian zu tun? Das Buch war anders als ich mir einen Thriller vorstelle, aber der Schreibstil war flüssig und ließ sich gut lesen. Die Protagonisten sind sehr komplex, aber gut herausgearbeitet und damit gut beschrieben. Die Spannung fehlte mir am Anfang sehr. Ich würde dieses Buch eher als einen atmosphärischen Thriller beschreiben. Das Cover in den Blautönen passt gut zum Titel des Buches. Fazit: Atmosphärischer Thriller!
Überraschend
Die berühmte Künstlerin Vanessa Chapman, die viele Jahre auf der kleinen, einsamen Beinahe-Insel Eris lebte und dort beeindruckende Kunstwerke schuf, ist bereits seit einigen Jahren verstorben. Dennoch sind ihre Werke nach wie vor sehr begehrt und werden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Auf einer dieser Ausstellungen macht ein forensischer Anthropologe eine schockierende Entdeckung: Bei einer der Skulpturen findet er einen verarbeiteten Knochen menschlichen Ursprungs. Die Aufregung ist groß, und alle fragen sich, woher dieser Knochen stammt und wie er in die Skulptur gelangen konnte.James Becker, ein Experte für die Werke von Vanessa Chapman und Kurator des Museums, das ihre Kunstwerke beherbergt, begibt sich auf Spurensuche, um das Rätsel zu lösen. Er kontaktiert Grace, die auf der Insel Eris lebt und im Besitz vieler Dokumente und Unterlagen von Vanessa Chapman ist. Durch das Studium dieser Unterlagen gelingt es ihm, ein umfassendes Bild von Vanessa und dem Entstehungsprozess ihrer Kunstwerke zu entwickeln. Dabei erfährt er auch viel über ihr Leben.Vanessa Chapman zeigt sich in ihrem Verhalten genau so, wie man sich eine Künstlerin vorstellt: egoistisch, launisch, rechthaberisch und dominierend, insbesondere gegenüber Grace. Grace, die Ärztin, die Vanessa in ihren letzten Tagen pflegte, ist eine starke Frau, die sich für andere aufopfert, ohne dafür Dank oder Anerkennung zu erwarten.Besonders auffällig ist der Kurator James Becker. Ihn verbindet eine enge Beziehung zu Vanessa Chapman. Er ist nicht nur ein Experte für ihre Werke, sondern hat auch ein persönliches Interesse daran, das Rätsel um den Knochen in der Skulptur zu lösen. Gleichzeitig ist er in ein merkwürdiges Beziehungsgeflecht mit den Besitzern der Stiftung verwickelt und befindet sich in einem Abhängigkeitsverhältnis, aus dem er sich scheinbar nicht befreien kann.Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Schnell stellte ich fest, dass sich das Buch ausgezeichnet liest. Einzelne Puzzlestücke, verpackt in kurzen Leseabschnitten und sogar Zeitungsausschnitten, lassen sich nach kurzer Zeit gut zusammenfügen. Die Charaktere, von denen man während des Lesens zunehmend mehr erfährt, sind vielschichtig und interessant.Überraschend war für mich das Ende dieses Romans mit kriminalistischen Zügen. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und vergebe verdiente fünf Lesesterne.
geheimnisvolle Künstlerin
Worum geht es?Vanessa Chapmans Kunst wird in einer Ausstellung gezeigt, doch die Nachricht eines Wissenschaftlers lässt die Organisatoren aufschrecken und alles hinterfragen, was man von Chapman zu wissen glaubte.Worum geht es wirklich?Eifersucht, Lösungen und Freiheit.Lesenswert?Ja, dieses Buch lässt sich ganz hervorragend inhalieren und innerhalb kürzester Zeit durchlesen.Dafür sorgen nicht nur die angenehme Sprache (Übersetzung Birgit Schmitz) und die kurzen knackigen Kapitel, an deren Ende man direkt das nächste starten will, sondern auch die eingeschobenen Zeitungsartikel und Tagebucheinträge, die das ganze auflockern und verschiedene Blickwinkel bieten. Zusätzlich wird die Handlung von ein paar wenigen verschiedenen Personen erzählt.Der Start in die Handlung beginnt richtig gut und zeigt schon, welche Art von Buch man hier erwarten kann. Es war immer wieder spannend, man erfährt nach und nach mehr und ist sich dabei gar nicht so sicher, wie man die Figuren einordnen kann. Alle Beteiligten sind eher unstet, auch nicht gerade Sympathieträger und je nach Handlungsfortschritt mochte ich die Personen mehr oder weniger.Das hat sich bis zum Schluss gezogen und hat einen öfters ratlos zurückgelassen, da man sich auf keine Seite schlagen konnte.Teilweise wird dieses Buch als Thriller beschrieben, ich würde es eher als Spannungsroman bezeichnen.Für mich war konstant genug Spannung da, um mich gut durch die Handlung zu führen und mein Interesse an der Auflösung und Erklärung eigentlich von Anfang an vorhanden.Zwischendrin hat mich die wiederholte negative Beschreibungen von älteren Frauenkörpern gestört, aber das ergibt im Rahmen der Handlung durchaus Sinn.Es war mein erstes Buch der Autorin, wird aber nicht mein letztes sein!
Geheimnisvolle Künstlerin
Das Cover ist in verschiedenen Blautönen gestaltet und gibt einen Blick durch ein geöffnetes Fenster auf das Meer frei. Die Künstlerin Vanessa Chapman hat nach ihrem Tod ihre Bilder und anderen Werke an die Fairburn-Stiftung vermacht. Als in einer der ausgestellten Skulpturen ein menschlicher Knochen entdeckt wird, soll der Kurator der Stiftung, James Becker, auf die Gezeiteninsel Eris Island reisen um dort mit Vanessas Freundin und Testamentsvollstreckerin Grace Haswell darüber zu sprechen. Außerdem soll er noch vorhandene Kunstwerke oder Unterlagen von Vanessa einfordern. Becker freut sich darauf den Wirkungsbereich seiner hochverehrten Künstlerin kennenlernen zu dürfen und wird von Grace empfangen. Er findet die Gespräche sehr anregend und merkt erst sehr spät, dass Grace so manches Geheimnis hat.Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben und man kann sich gut in die jeweiligen Situationen und die Menschen hineinfühlen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und durch die verschiedenen Handlungsstränge auch spannend und bewegend zu lesen. Der Autorin ist es gelungen mich mit dem unvorhersehbaren Ende zu überraschen und hat mir viele spannende und bewegende Lesestunden beschert.
Unheimliche Geschehnisse auf Eris Island
Die blaue Stunde von Paula Hawkins ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Ich habe ihren Roman sehr gern gelesen und fand ihn sehr spannend.Vanessa Chapman war eine erfolgreiche und berühmte Künstlerin, die nicht nur gemalt hatte, sondern auch aus verschiedenen Materialien wie Glas, Ton, Pflanzen oder auch Knochen Kunstwerke hergestellt hatte. Einige Jahre nach ihrem Tod fällt einem Wissenschaftler beim Betrachten eines ihrer Bilder auf, dass darin ein menschlicher Knochen verarbeitet ist. Eine unglaubliche Entdeckung, zumal Vanessas Mann einige Jahre vor ihrem Tod spurlos verschwunden ist. Becker, der für die Fairburn-Stiftung arbeitet, der Vanessa ihre Kunstwerke vermacht hatte, wird von der Stiftung damit beauftragt, sich mit Grace, Vanessas Freundin und Pflegerin, in Verbindung zu setzen. Grace hatte einige von Vanessas Kunstwerken behalten und Becker soll sich dafür einsetzen, dass Grace die noch bei ihr verbliebenen Kunstwerke an die Stiftung weiterleitet. Becker fährt zu der Insel, auf der Vanessa mit Grace ihre letzten Jahre verbracht hatte. Grace wohnt nach wie vor auf Eris Island. Anfangs sträubt sie sich dagegen, sich mit Becker zu unterhalten, doch nachdem sie erfährt, dass seine Mutter eine glühende Verehrerin Vanessas war, ändert sich das. Sie sichtet mit ihm sogar Vanessas Tagebücher und ihre Briefe. Im Mittelpunkt des Romans stehen neben Vanessa Grace und Becker. Wir erfahren, wie Vanessa Grace kennengelernt und wie ihr gemeinsames Leben auf Eris Island ausgesehen hatte. Die beiden Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein, Vanessa ist schön, erfolgreich und promiskuitiv, Grace ist Landärztin und wird als hässlich beschrieben. Während Vanessa von Männern begehrt und bewundert wurde, wurde Grace von ihnen gedemütigt und verlassen. Becker ist mit Helena zusammen, die er seinem Chef und besten Freund Sebastian ausgespannt hatte. Alle drei arbeiten für die Stiftung, die von Sebastians Vater Douglas Lennox gegründet wurde. Douglas war Kunsthändler und Vanessas Galerist, er ist vor einigen Monaten bei einem Jagdunfall ums Leben gekommen. In ihren Tagebucheinträgen schreibt Vanessa nicht nur über ihre Arbeit, sondern auch über ihren Mann Julian und ihre Mitbewohnerin Grace. Mir hat der Roman sehr gut gefallen, durch die Beschreibungen von Vanessas Kunstwerken hatte ich diese bildhaft vor Augen, auch Eris Island wurde so authentisch beschrieben, dass ich mich gedanklich auf die Insel mit ihrem Spiel der Gezeiten versetzen konnte. Mit psychologischem Feingespür stellt die Autorin Grace‘ verletzte Gefühle und Beckers Eifersucht und seine Minderwertigkeitskomplexe dar. Das Ende hat mich umgehauen, es war für mich überhaupt nicht vorhersehbar, und es macht aus dem psychologischen Kunst- einen spannenden Kriminalroman. Von mir eine große Leseempfehlung und fünf von fünf Sternen.