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Der süchtig machende Spannungsroman der internationalen Bestsellerautorin – jetzt im Taschenbuch

Die blaue Stunde

Die geheimnisumwitterte Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, doch ihre Werke sind berühmter denn je und werden in den renommiertesten Häusern ausgestellt. Als eines Tages ein menschlicher Knochen in einer der Skulpturen Chapmans entdeckt wird, ist die Aufregung groß: Woher stammt der Knochen und wie konnte er Teil eines gefeierten Kunstwerks werden?

»Ein vielschichtiger, Kunst und Menschen betrachtender Psychothriller.« Frankfurter Rundschau

James Becker, der Kurator des Museums, begibt sich auf Spurensuche und reist dafür auf die abgeschiedene Gezeiteninsel Eris Island, die nur eine einzige Bewohnerin hat und weit mehr als nur eine dunkle Wahrheit verbirgt.

»Mit dem Kunstweltkrimi ›Die blaue Stunde‹ knüpft Paula Hawkins an ihren Welterfolg ›Girl on the Train‹ an. Und spezialisiert sich darin erneut auf das hoch komplizierte Seelenleben ihrer Heldinnen.« Der SPIEGEL 

Atmosphärisch, vielschichtig und mit Hingabe erzählt: Paula Hawkins` Roman setzte neue Maßstäbe in der Spannungsliteratur.

Von Paula Hawkins ist bei dtv ebenfalls lieferbar: Girl on the Train

Bibliografische Daten

EUR 14,00 [DE] – EUR 14,40 [AT]
ISBN : 978-3-423-22162-7
Erscheinungsdatum: 12.03.2026
3. Auflage
384 Seiten
Format : 12,2 x 19,1 cm
Sprache: Deutsch, Übersetzung: Aus dem Englischen von Birgit Schmitz
Autor*innenporträt

Paula Hawkins

Paula Hawkins arbeitete fünfzehn Jahre lang als Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Romanen begann. Sie wuchs in Simbabwe auf, bevor sie 1989 nach London zog. Ihr Weltbestseller ›Girl on the Train‹ verkaufte sich über 23 Millionen Mal und wurde in 40 Sprachen übersetzt. Ihre psychologischen raffinierten Spannungsromane begeistern Leserinnen und Leser weltweit.

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Übersetzer*innenporträt

Birgit Schmitz

Birgit Schmitz wuchs am Niederrhein auf. Sie studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Berlin und arbeitete u. a. am Wiener Burgtheater sowie am Thalia Theater in Hamburg. Seit 1999 übersetzt sie erfolgreich englischsprachige Literatur ins Deutsche. Sie lebt in Frankfurt am Main.

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128 von 128 Leserstimmen

Durchschnittliche Bewertung von 4.46 von 5 Sternen


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3 - 10 von 128 Leserstimme

buecherfan.wit am 10.02.2025 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Toxische Beziehungen

In der Ausstellung von Skulpturen der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman entdeckt ein Besucher einen menschlichen Knochen. James Becker, der Kurator der Stiftung, der Chapman ihre Kunst vermacht hat, wird von seinem Chef Sebastian Lennox auf die einsame schottische Eris Island geschickt, wo Grace Haswell, die Freundin der Verstorbenen lebt. Vanessa hat ihr zwar keine Kunstwerke vermacht, aber das Haus und die Insel, die wegen der Gezeiten zwölf Stunden pro Tag vom Festland aus nicht erreichbar ist. Der Kurator soll nicht nur Details über den gefundenen Knochen in Erfahrung bringen, sondern auch klären, ob Grace Kunstwerke und Papiere zurückhält, die der Fairburn-Stiftung zustehen. Es gibt mehrere Begegnungen zwischen den beiden, und im Lauf der Geschichte kommen viele Details ans Licht, die zeigen, wie kompliziert die Beziehungen zwischen allen Beteiligten sind. Vanessa hatte eine schwierige Ehe mit ihrem vor zwanzig Jahren spurlos verschwundenen Ehemann Julian, einem notorischen Schürzenjäger. Sie selbst hatte eine Affaire mit Douglas Lennox, dem damaligen Chef der Stiftung, weshalb seine Witwe Emmeline die Künstlerin gehasst hat, genauso wie sie James hasst, der mit Helen, der Ex-Verlobten ihres Sohnes Sebastian verheiratet ist. James, Sebastian und Helen sind noch immer befreundet, aber manchmal gestaltet sich ihr Umgang miteinander schwierig. Auch Vanessa und Grace hatten eine komplizierte Beziehung. Vanessa hat Grace oft vor den Kopf gestoßen. Sie wollte sie nicht ständig in ihrer Nähe haben, obwohl es dann Grace war, die Vanessa in der Endphase ihrer Krankheit gepflegt hat.Im Laufe der Geschichte werde viele Geheimnisse aufgedeckt, und es gibt immer wieder überraschende Wendungen. Da ist nichts, wie es scheint. Allerdings besticht der Roman eher durch atmosphärische Schilderungen der einzigartigen Landschaft, der Gezeiten und des faszinierenden Lichts als durch vordergründige Spannung. Ich empfehle “Die blaue Stunde“ auch deshalb, weil ein in der Welt der Kunst spielender Thriller eher ungewöhnlich ist.

buechersonnenschein am 10.02.2025 08:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Düstere Atmosphäre

Eine besondere Atmosphäre, mal düster, mal leicht und wieder geheimnisvoll - himmlische Lesestunden mit tollen Charakteren, als sei man mit dabei.Der Nachlass der verstorbenen geheimnisvollen Künstlerin Vanessa, die abgeschieden auf der Gezeiteninsel Eris lebt, mit Tagebucheinträgen die in einzelnen Kapiteln auftauchen und die Story "unterbrechen", welche Vanessa, von einer anderen Seite zeigen- stehen direkt im Vordergrund- zuerst?!Das ganze Buch leicht und doch spannend.Grace als Nachlassverwalterin- erst zynisch, verbittert rüberkommend, nimmt einen besonderen Charakter an- ist sie mehr als nur eine Freundin, wieviel mehr weiß sie?! Welche Geheimnisse tauchen auf?Ein wundervolles Buch, ich wollte nicht, dass es zu Ende geht. Für mich eine klare Leseempfehlung, die ich vielen ans Herz legen möchte.

buch-haltung am 07.02.2025 09:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Die Geheimnisse einer Künstlerin

Eine abgelegene Insel, eine geheimnisvolle Künstlerin, ein Kurator auf der Suche nach der Wahrheit. In ihrem neuen Roman Die blaue Stunde vermengt Paula Hawkins diese Zutaten zu einem fesselnden Roman über den Kunstbetrieb und die Täuschungen, die Kunst und Leben dominieren.Es ist eine Nachricht eines renommierten forensischen Anthropologen, die in Paula Hawkins neuem Roman alles ins Rollen bringt. Denn dieser hat nach dem Besuch einer Ausstellung der Künstlerin Vanessa Chapman in der Tate Modern eine beunruhigende Entdeckung gemacht. Die in einem Glaskasten ausgestellte Kunstinstallation Division II der bereits verstorbenen britischen Künstlerin enthält nämlich keineswegs eine Paarhuferrippe, wie es in der Erklärung zum Kunstwerk heißt. Vielmehr ist es ein menschlicher Knochen, den der Anthropologe mit seinem Kennerblick ausgemacht hat.Die Fairburn-Stiftung, die den künstlerischen Nachlass Vanessa Chapmans verwaltet und das Exponat zur Verfügung gestellt hat, ist alarmiert. In Zeiten, in denen Restitutionsdebatten und Streite über Human Remains, also menschliche Überreste, in Ausstellungen erregt geführt werden, kommt die Nachricht des forensischen Anthropologen zur Unzeit. Und so ist es nun an James Becker als Kurator der Fairburn-Stiftung, sich der Sache anzunehmen.Eine Künstlerin auf Eris IslandEr begibt sich auf Bitten seines Freundes und Vorgesetzten Sebastian nach Eris Island. Dabei handelt es sich um eine kleine Gezeiteninsel vor der Küste Schottlands. Hierhin hatte sich Vanessa Chapman einst zurückgezogen und hier hat sie auch ihr vielfältiges Werk von einer Schwarzen Serie bis hin zu Kunstinstallationen erschaffen. Nun, nach dem Tod der Künstlerin, hofft er auf Eris Island Antworten auf die Frage nach der Herkunft der Knochen zu finden. Dabei trifft er vor Ort auf die Ärztin Grace, die Vanessa zeitlebens als Unterstützerin zur Seite stand und nun nach deren Ableben ihr Werk als eine Art Nachlassverwalterin betreut.Nach anfänglicher Ablehnung gewährt sie James Einblicke in das Leben und Wirken von Vanessa, in dem sich doch so einige Abgründe auftun. Denn die gefeierte Künstlerin hatte dunkle Seiten, die sie nicht nur auf der Leinwand auslebte. Bei seiner Suche taucht James Becker tief in die Seiten von Vanessa Chapmanns Tagebuch ein und kommt den Geheimnissen auf die Spur, die sie einst und Grace nun auf Eris Island hüten.Neue Perspektiven und BlickwinkelGelungen überführt Paula Hawkins in ihrem ersten bei dtv erschienen Werk den künstlerischen Impetus von Vanessa Chapman in Literatur. Denn ebenso vielgestaltig wie das künstlerische Werk der verstorbenen Künstlerin ist auch der Erzählansatz von Die blaue Stunde. Ähnlich wie in Chapmans Installationen fügt auch Paula Hawkins verschiedene Perspektiven und Erzählelemente zu einem Werk zusammen.Die Suche von James kombiniert Hawkins mit der Erzählung über die Lebensgeschichte von Grace. Dazu gibt es immer wieder Seiten aus Vanessas Tagebuch zu lesen, die tieferen Einblick in ihre Seele und die Themen geben, die sie umtrieben. Wie bei einem guten Kunstwerk gelingt auch der britischen Autorin in ihrem Roman durch den geschickten Einsatz ihrer Erzählmittel der Effekt von neuen Perspektiven und Blickwinkeln. Immer wieder ändern wir als Leser*innen mit Paula Hawkins als Führerin durch den Erzählraum den Standpunkt und die Position zum bisher Entdeckten. So erarbeiten wir uns im Laufe des Romans gewissermaßen neue Blickachsen und Betrachtungswinkel auf Figuren und Geschehen, was die Unterhaltsamkeit dieses Buchs maßgeblich bestimmt.Sich ändernde GewissheitenBis hin zum Showdown ändern sich immer wieder Gewissheiten, erscheinen vorher sicher geglaubte Fakten plötzlich fraglich und zeigen sich die Charaktere des Buchs in neuem Licht. Somit gelingt es Hawkins selbst, ein faszinierendes Kunstwerk zu schaffen, das sicher Geglaubtes hinterfragt – eben ganz so, wie es gute Kunst tun sollte. Zudem liefert der Roman auch einen Blick hinter die Kulissen des (britischen) Kunstbetriebs. Wohltuend hinterfragt Paula Hawkins den Geniekult um die Kunst und rückt eine ambivalente Künstlerpersönlichkeit in den Fokus.Die blaue Stunde ist stark in Sachen psychologischer Spannung, literarischer Montage und Naturbeschreibungen. Stimmungsvoll vermag es Paula Hawkins, die Einsamkeit und die Gefährlichkeiten auf Eris Island zu schildern. Und ähnlich wie ihre irische Kollegin Tana French schafft sie es in diesem in meinen Augen bislang stärksten Roman ihrer Karriere, großartig und höchst lesenswert auf dem Rand zwischen Roman und Krimi zu balancieren und dabei beiden Seiten vollauf gerecht zu werden.FazitSo gelingt ihr ein Buch, das durch Spannung, Komposition und Stimmung zu überzeugen weiß. Ein spannender Entwicklungsschritt von Paula Hawkins ist hier zu lesen. Mit Die blaue Stunde bewegt sie sich weiter weg von reinen Psychothrillern wie etwa ihrem Bestseller Girl on the train, hin zu einem nuancierten und wohldurchdachten Erzählen, das gar keiner großen Schockeffekte oder gesteigerter Brutalität bedarf, um die Leser*innen zu fesseln.Paula Hawkins bei ihrer schriftstellerischen Entwicklung zuzublicken und gewissermaßen mitzulesen ist ein spannender Prozess. Höchst gelungene macht Die blaue Stunde neugierig auf alles, was da noch von der Britin zu erwarten ist!

herminegranger am 03.02.2025 19:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Slow burn Thriller.

Wer ruhige, psychologische Thriller mag, wird das Buch mögen! Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, weil mir die Atmosphäre und das Kunstthema sehr gefallen haben, aber die Geschichte stellenweise zu langatmig war. Die Geschichte spielt auf einer abgelegenen fiktiven Insel, was eine besondere Stimmung schafft und die Landschaft wird sehr detailliert beschrieben, sodass man sich die raue Natur und die Abgeschiedenheit gut vorstellen kann. Die Handlung beginnt, als in einer Skulptur der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman ein menschlicher Knochen entdeckt wird. Das bringt James Becker, einen Kunstexperten, dazu, sich auf die Suche nach Antworten zu machen. Er reist nach Eris Island, wo Vanessa gelebt hat, und trifft dort auf ihre alte Freundin Grace. Nach und nach kommen dunkle Geheimnisse ans Licht. Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, mit Tagebucheinträgen und Rückblenden, was die Spannung langsam aufbaut.Obwohl die Geschichte spannende Elemente hat, zieht sich die Handlung stellenweise sehr in die Länge. Die Spannung baut sich eher langsam auf, was einige Leser vielleicht als zäh empfinden. Das Ende ist jedoch gelungen und ich habe es nicht vorhergesehen.

barbarah am 02.02.2025 21:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Geheimnisvoll und verstörend!

Die Künstlerin Vanessa Chapman ist schon lange tot, als bei einer Ausstellung in einer ihrer Kunstwerke ein menschlicher Knochen entdeckt wird. Zu Lebzeiten lebte die Künstlerin sehr abgeschieden auf einer Gezeiten-Insel. Erst nach ihrem Tod wurden ihre Kunstwerke in den renommiertesten Häusern ausgestellt. Der Kurator des Museums, James Becker, ist ein großer Fan von Vanessa Chapman und er setzt alles daran, herauszufinden, was es mit dem Knochen auf sich hat. Dafür reist er auf die Insel, die für Vanessa so wichtig war. Auf der Insel wohnt nur Grace, eine enge Vertraute von Vanessa. James ahnt nicht, welches Geheimnis sich hier verbirgt. Ich hatte mir von dem Buch sehr viel erhofft. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen und hat auch sehr viel Spannung versprochen.Tatsächlich hatte ich anfangs aber Probleme in die Geschichte reinzukommen. Ein paarmal war ich versucht, das Buch sogar abzubrechen. Allmählich wurde die Geschichte dann aber spannend. Was mich immer wieder gestört hat, waren die Briefe und Notizen von Vanessa Chapman, die teils sehr verwirrend waren. Erst allmählich kam Klarheit und so ahnte ich irgendwann, was passiert sein könnte. Das Ende war dann sehr überraschend und schockierend. Die Schreibweise der Autorin Paula Hawkins hat mir gut gefallen, nur die wechselnden Erzählperspektiven haben es mir teils schwer gemacht, der Geschichte zu folgen. Daher fand ich es etwas anstrengend das Buch zu lesen. Die Spannung hat mich aber doch gefesselt.

trauti0207 am 02.02.2025 17:02 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Toxische Beziehungen

Die blaue Stunde von Paula Hawkins dreht sich in erster Linie um Kunst und toxische Beziehungen. Becker wird in seiner Kindheit durch seine Mutter an die Künstlerin Vanessa Chapman herangeführt. Dieser Faszination geht er nach, indem er ihre Kunst studiert und sie auch nach ihrem Tod als Angestellter einer Stiftung weiter untersucht. Er erhält die einmalige Gelegenheit, den Spuren Vanessas zu Folgen und stößt dabei auf Geheimnisse, toxische Beziehungen und Lügen. Mir gefallen die Bücher und der Schreibstil von Paula Hawkins normalerweise sehr gut. Mit der blauen Stunde konnte ich mich allerdings nur bedingt anfreunden. Ich bin selbst kein Kunst-Fan und fand die Protagonisten allesamt eher unsympathisch und unnahbar. Die Geschichte dümpelt lange Zeit so vor sich hin und ich empfand sie teilweise als etwas langweilig. Das Ende war dann allerdings wieder unvorhersehbar und super spannend. Daher reicht es dann doch noch für vier Sterne.

buchreisender am 26.01.2025 22:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Garant für Gänsehaut

Ich bin auf das Buch Die blaue Stunde von Paula Hawkins durch einen Bericht im Fernsehen aufmerksam geworden. Mir gefiel die Thematik, dass in einem Kunstwerk menschliche Knochen ‚verbaut‘ wurden höchst spannend. Manchmal frage ich mich ob dies Wirklichkeit sein könnte und wenn ja was wäre der Grund dafür. Aber nun zurück zu Die blaue Stunde.Der Kurator James Becker reist nach Eris Island zu Grace, einer Ärztin und ehemals beste Freundin der Künstlerin Vanessa Chapman. Es muss einen Grund für die menschlichen Rippe in Chapmans Skulptur geben. Spannung erhält das Buch eindeutig aus der Zusammensetzung aus den Berichten von Grace als auch den Briefen und Tagebucheinträgen von Vanessa. Zweifelsohne haben beide etwas zu verheimlichen, aber was und wie die Rippe in die Skulptur kam ist wirklich spannend und interessant geschrieben. Mir fällt es wirklich schwer viel über den Inhalt zu erzählen, dann es sind so viele Details die wichtig sind und alles verraten könnten. Aber wer genau liest spürt kann es fast greifen. Die Sicht auf die Beziehung zwischen Grace und Vanessa ist zwar manchmal etwas anstrengend, aber genauso muss es sich einst zu Vanessas Lebzeiten für angefühlt haben. Die Auflösung mag vielleicht überraschend sein und nicht so wie erwartet, aber dass ist genau das was ich an dem Schreibstil von Paula Hawkins schon bei Girl on the Train so sehr mochte. Sie ist einfach immer trotz jeglicher Spannung für eine Überraschung gut.Die blaue Stunde von Paula Hawkins ist absolut empfehlenswert und wirklich ein Garant für Gänsehaut.so sehr mochte. Sie ist einfach immer trotz jeglicher Spannung für eine Überraschung gut.Die blaue Stunde von Paula Hawkins ist absolut empfehlenswert und wirklich ein Garant für Gänsehaut.

buchbesprechung am 26.01.2025 16:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Vom Kunstkrimi zum Psychothriller

REZENSION – Weltbekannt wurde die britische Schriftstellerin Paula Hawkins (52) im Jahr 2015 mit ihrem ersten nicht mehr unter dem Pseudonym Amy Silver, sondern unter richtigem Namen veröffentlichten Roman „Girl on the Train“. Im Januar erschien nun ihr vierter Roman „Die blaue Stunde“ auf Deutsch beim dtv Verlag, der dank seiner geschickt aufgebauten Dramaturgie – von einem anfangs ruhigen, in der Kunstwelt spielenden Krimi zu einem vielschichtigen, atmosphärisch dichten und brutalen Psycho-Thriller – wiederum ein internationaler Bestseller zu werden verspricht. Wie in Hawkins' bisherigen Büchern geht es auch im neuen Roman um das recht komplizierte bis zerrüttete Seelenleben ihrer Frauenfiguren, an dem die Männerwelt nicht ganz unschuldig ist.Zwar ist die geheimnisvolle Malerin und Bildhauerin Vanessa Chapman schon vor Jahren gestorben, aber umso berühmter sind heute ihre Werke, die weltweit in den bekanntesten Galerien ausgestellt werden. Eines Tages wird James Becker, Kurator der Chapman-Sammlung in der Fairburn-Stiftung, der die Künstlerin sämtliche Werke testamentarisch vermacht hat, von der Tate Gallery informiert, dass in der dort ausgestellten Skulptur ein menschlicher Knochen entdeckt worden ist. Sowohl die Tate Gallery als auch die Fairburn-Stiftung fürchten nun einen rufschädigenden Skandal. Um dem zuvorzukommen und das Rätsel zu lösen, fährt James Becker auf die abgelegene Insel Eris Island vor der schottischen Küste, die Vanessa Chapman gehörte und wo sie viele Jahre bis zu ihrem Tod wohnte. Heute lebt auf dieser Insel, die nur alle sechs Stunden bei Ebbe über einen schmalen Damm vom Festland aus erreicht werden kann, nur noch Chapmans langjährige Freundin Grace Haswell, eine ältliche, unverheiratete und vom Leben enttäuschte Ärztin.In Gesprächen mit Grace und aus ihm überlassenen Tagebuchnotizen der Künstlerin erfährt Becker immer mehr über deren gescheiterte Ehe mit Julian Chapman. „Er hat Werke von ihr verkauft, um seine Schulden zu bezahlen, sich durch die Betten gevögelt.“ Dennoch war Vanessa ihm sexuell verfallen und vermochte nicht, sich von ihrem Mann zu befreien. Julians mysteriöses Verschwinden vor 20 Jahren ist allerdings bis heute ein ungelöstes Rätsel. Ergänzend lesen wir die kapitelweise eingestreuten Erinnerungen der jetzigen Inselbewohnerin Grace Haswell, in denen ihre Beziehung zu Vanessa und ihre Pflichtauffassung, die Künstlerin beschützen zu müssen, immer deutlicher wird. Dass ein menschlicher Knochen in einer von Vanessas Skulpturen stecken soll, lässt sich für Grace allenfalls durch die Tatsache erklären, dass vor langer Zeit die Küstenbewohner ihre Toten auf der Insel bestattet haben, um diese vor der Ausgrabung durch Wölfe zu bewahren.Von Kapitel zu Kapitel steigert die Autorin die Spannung. Was wie ein harmloser Kunstkrimi beginnt, entwickelt sich fast unmerklich und untergründig zu einer dramatischen Tragödie. In der subtilen Zunahme der atmosphärischen Dichte ist der stilistische Einfluss durch Werke der Schriftstellerin Daphne du Maurier zu spüren, die nach Hawkins Aussage Vorbild für ihr eigenes Schaffen ist. Als Leser weiß man nie genau, ob und woher eventuell Gefahr droht. Verstärkt wird diese unheimliche Atmosphäre noch durch die raue Natur der einsam gelegenen Insel, die bei Sturmflut nicht nur stunden-, sondern tagelang vom Festland getrennt bleibt. Zusätzlich sorgt „die blaue Stunde“ der Dämmerung, in der nichts mehr genau zu erkennen ist und man nicht mehr weiß, was Wirklichkeit und was Einbildung ist, für weitere Unsicherheit und Dramatik.Vielleicht mag mancher zu Beginn des Romans sich fragen, wohin die Autorin ihn führen will oder sich mehr Tempo wünschen. Doch ist dies, wie man später erkennen wird, nur Mittel zum Zweck und schon bald vergessen. Die Charakterisierung sowohl der sensiblen, auch unselbstständigen Künstlerin als auch des ihr wohlmeinenden, leicht zu übertölpelnden Kurators James Becker ist in der Komplexität emotionaler Konflikte und zwischenmenschlicher Beziehungen gelungen. Vor allem aber die in psychologische Abgründe reichende Typisierung der „Haushälterin“ Grace Haswell, die in ihrer Doppelbödigkeit kaum zu greifen ist, macht den Roman letztlich zu einem packenden Thriller mit überraschendem Finale, den man bald kaum aus der Hand legen mag. Wer also psychologische Spannung mit literarischem Anspruch mag, sollte unbedingt „Die blaue Stunde“ lesen.

adel69 am 25.01.2025 01:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 4 von 5 Sternen

Zwei Frauen auf einer Insel

Worum geht es in dem Buch?In einer Ausstellung eines Museums sollen Werke der verstorbenen Künstlerin Vanessa Chapman gezeigt werden. Als jedoch ein menschlicher Knochen in einer Skulptur entdeckt wird, macht sich James Becker, der Kurator des Museums, auf die Suche. Könnte der Knochen von Julian Chapman, Vanessas Ehemann, der seit einigen Jahren spurlos verschwunden ist, stammen?Becker will herausfinden, was für ein Mensch Vanessa Chapman war, welche Kunstwerke sie kreierte und was ihre Beweggründe für ihre Kunstwerke waren. Dazu muss er sich mit Grace, einer Ärztin und Freundin von Vanessa auseinandersetzen. Grace lebt immer noch auf Eris Island, einer britischen kleinen Insel, auf der auch Vanessa lebte und arbeitete. Grace ist merkwürdig, aber auch immer wieder mitteilsam. Becker sichtet Briefe und Fotos von Vanessa Chapman und erfährt einiges. Nicht nur über Vanessas Kunst, sondern auch über ihre Freundschaft zu Grace. Dieses Verhältnis durchlitt nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen – und immer mehr wird klar, dass Eris Island einige dunkle Geheimnisse birgt. Meine Meinung zu dem Buch: Der Anfang dieses Buches war spannend, bei der weiteren Lektüre gab es manche Längen. Das Wechseln der Erzählperspektiven macht das Buch interessant. Es gibt Passagen aus der Sicht von Grace – sowohl aus der Gegenwart, aber auch aus ihrer Zeit mit Vanessa. Immer wieder werden Passagen aus Vanessas Tagebuch eingestreut, aber auch Briefe. Weiterhin erfährt man einiges über den Kurator James Becker. Er wird Vater, seine Frau Helena wird demnächst ein Kind zur Welt bringen. Die Freundschaft zwischen Vanessa und Grace war immer wieder anstrengend. Grace war sehr besitzergreifend. Das lag an einigen negativen Ereignissen aus ihrem Leben, die sie sehr geprägt haben. Unterschwellig wird eine psychologische Spannung aufgebaut. Das liegt nicht nur an den Charakteren Vanessa und Grace, sondern auch an einigen ungeklärten Ereignissen, die aber im Laufe der Lektüre gelöst werden. Der Schluss war für mich überraschend. Nicht das, was ich erwartet hatte, aber dennoch zu der Handlung passend. Ich vergebe vier Sterne und empfehle das Buch weiter.

evenia am 24.01.2025 18:01 Uhr

Durchschnittliche Bewertung von 5 von 5 Sternen

Atmosphärischer Roman

„Die blaue Stunde“ von Paula Hawkins überzeugt durch den Schreibstil und den guten Aufbau der Protagonisten. Mir hat sehr gut das Psychogramm gefallen, welches die Autorin von den Protagonisten gezeichnet hat. Immer wieder führen gut inszenierte Wendungen den Lesenden in die Irre.Nach dem Tod der Künstlerin Vanessa Chapman geht es um ihr Vermächtnis. Sie hat ihre Kunstwerke der Fairburn-Stiftung hinterlassen, jedoch sind auch nach Jahren noch nicht alle Kunstwerke bei der Stiftung angekommen.Während einer Ausstellung stellt ein forensischer Anthropologe fest, dass in einer der Skulpturen scheints eine menschliche Rippe verarbeitet ist. Das Ausstellungsstück wird sofort aus der Ausstellung genommen und soll untersucht werden.Die Erbin und Nachlassverwalterin Grace wehrt sich dagegen, dass die Skulptur auseinandergenommen wird. Warum? Auch hält sie noch einige Tagebücher, Briefe, Skizzen zurück, die eigentlich zum Erbe der Stiftung gehören.Becker, Angestellter der Stiftung wird zur Insel, auf der das Haus und das Atelier der Künstlerin stehen, geschickt, um die restlichen Erbstücke abzuholen und mir Grace über „Division II“ zu sprechen.Paula Hawkins zieht mit ihrer Beschreibung der Werke, der Insel und der Atmosphäre den Lesenden tief in den Roman hinein.Gern gebe ich für „Die blaue Stunde“ eine Leseempfehlung.