Noch 1945 schrieb Seweryna Szmaglewska fieberhaft ihre Erinnerungen an das Frauenlager von Auschwitz-Birkenau nieder. Darin fängt sie nicht nur die Alltagswelt des Lagers ein, sondern auch berührende Einzelschicksale von Frauen aus ganz Europa. Da ist die Schauspielerin aus Wilna, die auch in der Baracke Texte deklamiert, da ist das Mädchen aus Thessaloniki mit seinen traurigen Liedern und da sind die Musikerinnen des Frauenorchesters. Szmaglewska zeichnet die desolate Verfassung der Gefangenen, die harte Arbeit und die Grausamkeiten der SS auf, aber sie beschwört auch den geistigen Austausch und den kulturellen Reichtum im Lager, mit dem die Frauen sich gegenseitig ermutigen und so ihre Würde zu wahren wissen.
2. Auflage
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Seweryna Szmaglewska (1916–1992) studierte Soziologie in Warschau, von 1942 bis 1945 war sie im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau inhaftiert. Nach dem Krieg wurde sie erfolgreiche Schriftstellerin.
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Marta Kijowska, geboren 1955 in Krakau, ist Journalistin, Publizistin, Übersetzerin aus dem Polnischen und Buchautorin. Sie lebt seit Langem in Deutschland und ist oft in Polen. Sie wurde mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Zahlreiche Beiträge in großen Zeitungen, für Hörfunk und Fernsehen zur polnischen Literatur, Kultur und Geschichte sowie Sachbücher und Literaturübersetzungen.